Ilka Stitz Harzblut

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Inhaltsangabe zu „Harzblut“ von Ilka Stitz

Harz, Winter 1492/93: Bei der Gastwirtin Anna wächst die Verzweiflung. Schon vor Monaten verschwand ihr Mann Paul. Allmählich wird es zur Gewissheit, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Zudem droht nun auch noch der Vogt, ihr das Lehen für das Gasthaus zu entziehen. Anna schreibt ihrem Sohn Luca und bittet ihn, seine Ausbildung bei der Familie Manzoni in Venedig abzubrechen und ihr zur Seite zu stehen. Lucas Ziehvater Federico Manzoni, Erzsucher und Agent der Serenissima, quält indes seine aussichtslose Liebe zur verheirateten Anna. Außerdem muss er erfahren, dass sich der machthungrige Ratsherr Pertuzzi das Vermögen der Manzonis und das Wissen über die Bodenschätze im Harz aneignen will. Pertuzzi zwingt Federico, für ihn nach Deutschland zu reisen, denn nur der kennt die Fundstätten für Mangan und Kobalt – Erze, die die blühende venezianische Glasindustrie benötigt. Auch Luca macht sich in den Norden auf. Unterwegs schließt sich ihm eine merkwürdige Frau an: Lina ist eine Zwergin und will sich angeblich mit Gauklerfreunden treffen. Aber in Wahrheit steht sie in den Diensten Pertuzzis, dem jedes Mittel recht ist, sein Ziel zu erreichen …

Einer der besten historischen Krimis, den ich in der letzten Zeit gelesen habe. Spannend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite!

— hasirasi2
hasirasi2

Ein richtig guter, unterhaltsamer und spannender Schmöker, der das Ende des 15. Jahrhunderts lebendig werden lässt

— Klusi
Klusi

Absolut spannende Unterhaltung, flüssiger Stil, sehr gut recherchiert. Volle Punktzahl.

— Henriette321
Henriette321

So muss ein historischer Roman sein spannend mit viel Hintergrundwissen!

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Tolle Reise nach Venedig und in den Harz des Spätmittelalters

— MonikaS
MonikaS

Eine tolle Reise durch den mittelalterlichen Harz und eine spannende Geschichte über Liebe, Bergbau und Venedig :-)

— JessSoul
JessSoul

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Buchraettin

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  • Die mittelalterliche Gerüchteküche brodelt

    Harzblut
    Klusi

    Klusi

    27. June 2014 um 13:20

    1493: Federico Manzoni ist im Auftrag der Stadt Venedig als Erzsucher unterwegs. Seine Reise führt ihn häufig in den Harz, wo die begehrten und für die Glasherstellung unerlässlichen Rohstoffe Mangan und Kobalt zu finden ist. Gerne macht er während seiner Aufenthalte in Deutschland bei einem befreundeten Ehepaar in Elbingerode Zwischenstation. Paul und Anna Barth betreiben dort den Gasthof zum Bären. Diesmal fällt es Federico schwer, die Reise anzutreten, denn das Handelshaus der Manzonis, unter Verwaltung seines Bruders Carlo, wo Luca, der Sohn der Barths, das Kaufmannsgewerbe erlernt, steht vor dem Bankrott. Ausgerechnet in die Hände des verhassten Konkurrenten Pertuzzi ist der Schuldschein geraten. Eine schwere Erkrankung fesselt Carlo ans Bett, und nur ungern lässt Federico die Familie in dieser ungewissen Situation zurück, aber er ist dem Rat der Zehn verpflichtet. Im Harz angekommen, erfährt er die nächste Schreckensnachricht. Anna ist verzweifelt, denn ihr Mann Paul ist bereits vor Monaten spurlos verschwunden. Auch Luca muss kurz darauf Venedig fluchtartig verlassen, denn es lastet eine schwerwiegende Anklage auf ihm. Auf seiner Reise in die Heimat begegnet er einer ungewöhnlichen Frau, der kleinwüchsigen Lina und schließt sich mit ihr für den weiteren Weg in den Harz zusammen. Die Gerüchteküche brodelt, nicht nur im Harz, sondern auch in Venedig, und so manche üble Nachrede wird den Betroffenen fast zum Verhängnis. Der Roman besteht aus mehreren Handlungsfäden, die parallel, teilweise mit kleinen zeitlichen Überschneidungen, nebeneinander herlaufen. Jedes Kapitel ist mit dem Namen des jeweiligen Protagonisten überschrieben, um den es gerade hauptsächlich geht und mit dem aktuellen Handlungsort. Das ist wichtig, da sich die gedankliche Reise von Venedig bis nach Deutschland, in den Harz, erstreckt. So erfährt man abwechselnd den Fortgang der Geschichte aus der Sicht von Anna, Federico, Luca und Lina. Langsam aber stetig baut sich die Spannung immer weiter auf. Da fast jedes Kapitel am Ende einen kleinen Cliffhanger hat, kann man gar nicht anders, als von Abschnitt zu Abschnitt zu eilen, um möglichst bald den Fortgang der Geschichte und mehr zu den jeweiligen Schicksalen zu erfahren. „Harzblut“ ist ein vielschichtiger und fesselnder Roman, der die realen Verhältnisse der damaligen Zeit sehr lebendig wiedergibt und viele Personen einbindet, die es wirklich gegeben hat. Wer sich zu den historischen Hintergründen, auf welche die Autorin bereits im Buch in einem Nachwort hinweist, noch ausführlicher informieren möchte, dem empfehle ich, die Homepage von Ilka Stitz zu besuchen, denn dort findet man nicht nur jede Menge Wissenswertes, über Venedig und auch über den Harz, sondern daneben reichlich Bildmaterial, mit dem man die eigenen Vorstellungen von den Schauplätzen sehr plastisch ergänzen kann. Zur Handlung selbst möchte ich gar nicht mehr erzählen, um nichts vorweg zu nehmen. Nur soviel sei verraten: „Harzblut“ ist ein richtig guter, unterhaltsamer und spannender Schmöker, der das Ende des 15. Jahrhunderts lebendig werden lässt und mit einigen Überraschungen, erstaunlichen Entwicklungen und unvorhergesehenen Wendungen aufwarten kann.

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  • Was haben der Harz und Venedig gemeinsam?

    Harzblut
    claude20

    claude20

    Die Gastwirtin Anna ist verzweifelt. Bereits seit Monaten ist ihr Mann Paul verschwunden. Allmählich muss sie sich der Wahrheit stellen. Paul muss etwas zugestoßen sein. Zusätzlich muss sie fürchten das Wirtshaus zu verlieren, denn der Vogt will ihr das Lehen entziehen, wenn nicht ihr einziger Sohn in den Harz zurückkehrt. Also schreibt Anna ihrem Sohn Luca einen Brief nach Venedig, bittet ihn zurückzukehren, ihre Kaufmannausbildung bei den Manzonis zu beenden und ihr zu Seite zu stehen.  Unterdessen ist Federico Manzoni, Lucas Ziehvater bereits auf den Weg in den Harz. Er ist Agent der Serenissima und sucht im Harz nach wertvollen Erzen für die venezianischen Glasmanufacturen. Der machthungrige Ratsherr Petruzzi zwingt Federico sein Wissen über die Erzvorkommen an ihn weiterzugeben, indem er sich das Vermögen der Familie Manzoni unter den Nagel reißt und Federico erpresst. Aber bereits seit sehr langer Zeit wird Federicos Seele durch die unerfüllte und aussichtslose Liebe zu Anna gequält. Und schließlich macht sich auch Luca auf den Weg in den Harz. Auf dem Weg lernt er die Zwergin Lina kennen. Doch kann er Lina wirklich vertrauen, die in den Diensten von Pertuzzi steht... Dieses Buch von Ilka Stitz ist eine gelungene Mischung aus historischen Fakten, aus beeindruckenden Persönlichkeiten und einer spannenden sowie insgesamt sehr unterhaltsamen Geschichte. Dieses umfangreiche Werk der Autorin hat mich sehr beeindruckt. Die Autorin schafft mit ihren Schreibstil den Leser sofort zu erreichen und in die Welt von Venedig, in die Machenschaften von Pertuzzi und die die tiefen Wälder des Harzes zu entführen.  Die Suche nach Paul ist ein zentraler Bestandteil dieser Geschichte und ich muss sagen dieser Teil dieses Romans hat einen extremen Krimifaktor in diesem historischen Roman, der mich die ganze Zeit hat hoffen lassen, dass Federico Paul unversehrt auffinden wird. Das ganze Buch hat mich auf allen Seiten sehr gut unterhalten und ist für alle Historienfans eine Reise wert. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich 10 Punkte, also die volle Punktezahl vergeben muss. © claude

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    • 3
  • Leserunde zu "Rabenschwester" von Monja Schneider

    Rabenschwester
    MonikaS

    MonikaS

    Die Söhne des Königs werden just am Tag der Geburt ihrer Schwester von ihrem Vater verwünscht und verwandeln sich in Raben. Sie können nur noch jenseits der gläsernen Berge in menschlicher Gestalt leben. Avee, "gute Fee" und Herrscherin dieses Reiches, nimmt sie freundlich auf und kümmert sich um den Ältesten, Melvin, jung, stark, gut aussehend, besonders liebevoll - im wahrsten Sinne des Wortes. Nach fünfzehn Jahren erfährt ihre Schwester davon, dass sie theoretisch Brüder hat und macht sich, zusammen mit der Verlobten Melvins, auf, um sie zu suchen.   Und dann kommt auch noch Bryant in die Geschichte gehüpft, ein verzauberter Frosch, äh., Prinz, Avees Ex, der Melvin vor der "guten Fee" warnen wollte und dafür aus ihrem Reich verbannt wurde. Nun muss er sich als Frosch durchschlagen, bis er es schafft, von einer Prinzessin geküsst zu werden ... aber welche Prinzessin küsst schon einen Frosch? Wird er Erlösung finden? Und werden sich Sheenas Brüder aus den Fängen Avees befreien können? Liebe Leseratten und Bücherwürmer, am 29.05. kommt "Maleficent", eine Märchen-Verfilmung, in die Kinos. Grund genug, mit der Leserunde zu meinem Debütroman Rabenschwester    zu starten. Ich lade alle Fans von Fantasy und Märchenromanen, an das Mittelalter angelehnte Geschichten und Storys mit einem Setting, das an Irland erinnert, ein, sich zu bewerben. Und alle anderen, die Interesse haben, natürlich auch :-) Nur eine Frage müsst ihr mir beantworten:  Wie viele Brüder hatte die Schwester der Raben in dem Märchen der Brüder Grimm? Tipp: Es sind genauso viele wie die Geisenkinder der Geisenmutter mit dem bösen Wolf und wie Schneewittchens Zwerge. Es ist meine erste Leserunde auf Autorenseite und ich bin schon sehr gespannt. Und freue mich über eure Bewerbungen. Achtung: Gute Neuigkeiten: Leider sind die Mails zwischen dem Verlag und mir nicht so angekommen, wie sie gesollt hätten. Darum habe ich es erst jetzt erfahren: Neben meinen 10 Büchern, stellt der Machandel-Verlag noch 5 Bücher und 5 E-Books (mobi, epub oder pdf) zur Verfügung.   Wer also gerne in den E-book-Lostopf hüpfen möchte, einfach bei der Bewerbung angeben.   Ich finde es toll - ich hatte sowieso schon ein schlechtes Gewissen, bei so vielen Bewerbungen - jetzt muss ich nicht so viele enttäuschen :-)

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    • 722
    MonikaS

    MonikaS

    18. June 2014 um 23:11
    Svanvithe schreibt Ja, Monika, das machen sie immer so. Das ist die Vorstufe der peinlichen Befragung, die Territion, wo die Folterinstrumente vorgeführt und erläutert werden. Ich kenne das beispielsweise aus ...

    Ich habe es bei "Harzblut" gelesen - sehr empfehlenswert :-)

  • Leserunde zu "Harzblut" von Ilka Stitz

    Harzblut
    Malachy

    Malachy

    Liebe Freunde des historischen Romans, ich möchte Euch zu einer Leserunde zu meinem neuen historischen Roman Harzblut einladen. Wenn Ihr Lust habt, meine Helden Federico, Luca und Lina auf ihrem beschwerlichen und gefahrvollen Weg von Venedig bis in den deutschen Harz zu begleiten, dann freue ich mich auf einen lebhaften Austausch mit Euch! Der Grafit-Verlag stellt freundlicherweise 10 Exemplare für die Leserunde zur Verfügung. Um ein Exemplar zu bekommen, müsst Ihr nur eine Frage beantworten: In wessen Diensten steht die Zwergin Lina? Bis zum Ostermontag könnt Ihr Euch hier um eines der Freiexemplare bewerben. Wenn es mehr als zehn Teilnehmer mit richtigen Antworten gibt, werden die Bücher unter den Teilnehmern verlost. Aber natürlich freue ich mich über jeden, der sich dieser Leserunde anschließt!Zum Inhalt: Im Harz fließt Blut für den Reichtum Venedigs Harz, Winter 1492/93: Bei der Gastwirtin Anna wächst die Verzweiflung. Schon vor Monaten verschwand ihr Ehemann Paul. Allmählich wird es zur Gewissheit, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Zudem droht nun auch noch der Graf, ihr das Lehen für das Gasthaus zu entziehen. Anna schreibt ihrem Sohn Luca und bittet ihn, seine Ausbildung bei der Familie Manzoni in Venedig abzubrechen und ihr zur Seite zu stehen. Lucas Ziehvater Federico Manzoni, Erzsucher und Agent der Serenissima, quält indes seine aussichtslose Liebe zu der verheirateten Wirtsfrau Anna. Außerdem muss er erfahren, dass sich der machthungrige Ratsherr Pertuzzi das Vermögen der Manzonis und das Wissen über die Bodenschätze im Harz aneignen will. Pertuzzi zwingt Federico, für ihn nach Deutschland zu reisen, denn nur der kennt die Fundstätten für Mangan und Kobalt, Erze, die die blühende venezianische Glasindustrie benötigt. Auch Luca macht sich in den Norden auf. Unterwegs schließt sich ihm eine merkwürdige Frau an: Lina ist eine Zwergin und will sich angeblich mit Gauklerfreunden treffen. Aber in Wahrheit steht sie in den Diensten Pertuzzis, dem jedes Mittel recht ist, sein Ziel zu erreichen …

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    • 398
    Malachy

    Malachy

    09. June 2014 um 11:50
    claude20 schreibt Klar kann ich die Rezension auch auf Amazon posten. Grad erledigt :-)

    Danke! :-)

  • Harzblut

    Harzblut
    Mine_B

    Mine_B

    04. June 2014 um 21:46

    Der historische Roman von Ilka Stitz namens „Harzblut“ spielt im 15. Jahrhundert – die Handlungsorte in diesem Buch sind Venedig und der Harz. Mit „Harzblut“ ist nun der zweite Roman von Ilka Stitz erschienen, welchen sie im Alleingang geschrieben hat.   Inhalt (Quelle: Inhaltsangabe Lovelybooks): Harz, Winter 1492/93: Bei der Gastwirtin Anna wächst die Verzweiflung. Schon vor Monaten verschwand ihr Mann Paul. Allmählich wird es zur Gewissheit, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Zudem droht nun auch noch der Vogt, ihr das Lehen für das Gasthaus zu entziehen. Anna schreibt ihrem Sohn Luca und bittet ihn, seine Ausbildung bei der Familie Manzoni in Venedig abzubrechen und ihr zur Seite zu stehen. Lucas Ziehvater Federico Manzoni, Erzsucher und Agent der Serenissima, quält indes seine aussichtslose Liebe zur verheirateten Anna. Außerdem muss er erfahren, dass sich der machthungrige Ratsherr Pertuzzi das Vermögen der Manzonis und das Wissen über die Bodenschätze im Harz aneignen will. Pertuzzi zwingt Federico, für ihn nach Deutschland zu reisen, denn nur der kennt die Fundstätten für Mangan und Kobalt Erze, die die blühende venezianische Glasindustrie benötigt. Auch Luca macht sich in den Norden auf. Unterwegs schließt sich ihm eine merkwürdige Frau an: Lina ist eine Zwergin und will sich angeblich mit Gauklerfreunden treffen. Aber in Wahrheit steht sie in den Diensten Pertuzzis, dem jedes Mittel recht ist, sein Ziel zu erreichen.   Der Schreibstil von Ilka Stitz ist sehr angenehm – ich bin sehr gut in das Buch und die darin beschriebene Handlung hineingekommen, ohne Anfangsschwierigkeiten zu haben. Die Handlungsorte werden sehr schön und detailreich beschrieben, sodass ich immer das Gefühl hatte, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt –. dies hatte zur Folge, dass ich immer die Empfindung hatte, selber mitten in der Geschichte zu sein. Man bekommt auch das Gefühl, dass dies ein wirklich gut recherchierter historischer Roman ist, auch andere Fakten, die innerhalb der Geschichte eingeflochten sind, wie z.B. die Gewinnung von Erzen und die Untersuchungen von Bodenproben in der damaligen Zeit wirken sehr authentisch. Gut haben mir auch die Beschreibungen der Charaktere gefallen. Sie wirken alle sehr real, haben ihre Ecken und Kanten, ihre eigenen Beweggründe, Gedanken und Gefühle. Ich habe stets mitgefiebert und fand alle Handlungsstränge, welche im Verlauf des Buches miteinander verwoben werden, durchaus interessant und lesenswert. Mit viel Liebe zum Detail lässt Ilka Stitz Nebencharaktere einfließen, welche die Geschichte noch lebendiger und authentischer machen, auch tragen sie zur Liebenswürdigkeit bei. Kein Charakter ist überflüssig oder zu viel, alles wirkt gut durchdacht. Innerhalb der Geschichte wird nach einer vermissten Person gesucht. Diese Suche gestaltet sich durchaus spannend und hat schwerwiegende Folgen für die einzelnen Charaktere. Die Handlung war durchweg spannend gestaltet, sowohl die Suche nach dem Vater von Luca als auch die einzelnen Geschichten der Charaktere, aber auch das Miteinander dieser Personen ist liebevoll beschrieben wurden. Einige Charaktere sind mir dabei besonders ans Herz gewachsen, wie z.B. Federico und Luca, der Kater Alexander oder auch die Zwergin Lina, die im Verlauf der Geschichte eine Entscheidung treffen muss. Insgesamt ist dieses Buch eine gute Mischung von einem historischen Roman und einem Krimi.   Mein Fazit: ein gelungener und spannungsgeladener historischer Roman, mit vielen interessanten Fakten – mit packenden Charakteren und einer richtig guten Story. Dafür gibt es von mir 4,5 Sterne.   Noch nebenbei möchte ich erwähnen, dass die Homepage der Autorin auf jeden Fall einen Besuch wert ist. :)

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  • Eine wunderbare Reise von Venedig in den Harz

    Harzblut
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    "Harz, Winter 1492/93: Bei der Gastwirtin Anna wächst die Verzweiflung. Schon vor Monaten verschwand ihr Mann Paul. Allmählich wird es zur Gewissheit, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Zudem droht nun auch noch der Vogt, ihr das Lehen für das Gasthaus zu entziehen. Anna schreibt ihrem Sohn Luca und bittet ihn, seine Ausbildung bei der Familie Manzoni in Venedig abzubrechen und ihr zur Seite zu stehen. Lucas Ziehvater Federico Manzoni, Erzsucher und Agent der Serenissima, quält indes seine aussichtslose Liebe zur verheirateten Anna. Außerdem muss er erfahren, dass sich der machthungrige Ratsherr Pertuzzi das Vermögen der Manzonis und das Wissen über die Bodenschätze im Harz aneignen will. Pertuzzi zwingt Federico, für ihn nach Deutschland zu reisen, denn nur der kennt die Fundstätten für Mangan und Kobalt Erze, die die blühende venezianische Glasindustrie benötigt. Auch Luca macht sich in den Norden auf. Unterwegs schließt sich ihm eine merkwürdige Frau an: Lina ist eine Zwergin und will sich angeblich mit Gauklerfreunden treffen. Aber in Wahrheit steht sie in den Diensten Pertuzzis, dem jedes Mittel recht ist, sein Ziel zu erreichen". So besagt es die Inhaltsangabe, die meiner Meinung aber dem Buch nicht ganz gerecht wird. Ilka Stitz hat hier einen einen ungemein spannenden Roman geschrieben, der sehr viel Wissen ganz nebenbei vermittelt. Das schätze ich besonders an einem historischen Roman - ich wurde immer wieder von Details überrascht, die ich bis dato einfach noch nicht wusste. Wer weiß denn heutzutage noch, woran man Erzvorkommen im Boden erkennt und welche Bedeutung Fachwerke haben - wobei dies nur zwei Beispiele sind! Wunderbar finde ich die Idee, das Geschichte aus der Sicht der unterschiedlichen Protagonisten zu erzählen und im Hintergrund die Fäden der Handlung zu einem stimmigen Teppich zu verweben. So macht Lesen wirklich Spaß! Ich mochte sie alle, wenngleich mir die Zwergin Lina am meisten ans Herz gewachsen ist, doch das ist mit Sicherheit Geschmackssache - vor allem, da sich alle Personen manchmal ganz anders entwickeln, als gedacht. Eins möchte ich auch noch unbedingt erwähnen - die Autorin hat eine tolle Homepage, auf der man die erwähnten Schauplätze bewundern kann, so taucht man noch tiefer in die Geschichte ein. Ich "sah" die Umgebungen plötzlich wirklich vor mir, da merkt man, dass in "Harzblut" wirklich sehr viel Herzblut liegt. Von mir eine klare Leseempfehlung an die Liebhaber sehr gut recherchierter historischer Romane!

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    • 6
  • Eine spannende Reise von Italien bis in den Harz...

    Harzblut
    JessSoul

    JessSoul

    26. May 2014 um 20:47

    WIrtsfrau Anna lebt im beschaulichen Elbingerode im Harz, doch die Zeiten sind düster. Ihr Mann Paul ist seit Monaten verschollen, niemand weiß, was mit ihm geschehen ist und ob er überhaupt noch lebt. Da sonst nur ihre Magd da ist und keinerlei männliche Unterstützung, droht ihr der Verlust ihrer Schenke. Ihr Sohn Luca ist seit zehn Jahren in Venedig, um dort bei Annas heimlicher Liebe Federico im Handel zu lernen. Und auch in Venedig könnte es momentan nicht schlimmer sein, denn die Familie Manzoni, für die Federico und Luca arbeiten, steht kurz vor dem Bankrott. Federico ist durch diese Situation gezwungen, zurück in den Harz zu gehen und auch Luca muss ihm wenig später folgen, denn er ist dem Sohn der Manzonis ein Dorn im Auge und dieser zwingt ihn durch eine Anklage beim Rat der Zehn zur Flucht. Im Harz begeben sie sich unabhängig voneinander auf die Suche nach Paul und decken dabei Schreckliches auf. "Harzblut" ist ein unglaublich spannender historischer Roman, der einem das mittelalterliche Venedig genauso gut zu zeigen vermag, wie den teilweise etwas tristen Harz. Normalerweise bin ich kein Fan von historischen Romanen, doch dieser fesselte mich so sehr, dass ich nur wenige Tage brauchte, um die mehr als 500 Seiten zu lesen. Nicht nur die detailreichen Schauplätze und signifikanten Personen tragen zu dem Lesevergnügen bei, sondern auch die enorme Fülle an federleicht verstreuten Hintergrundinformationen, die einen teilweise staunend zurücklassen. Es werden vielerlei interessante Themen angesprochen, u.a. die Ketzerei, der Handel in Venedig, die Suche nach Metallen im Harz usw. und alles ist so fantastisch recherchiert! Gerade ich als Harzerin, die viele der im Buch erwähnten Orte sehr gut kennt, war fasziniert von den Bildern, die vor meinem geistigen Auge aufgetaucht sind. So einen historischen Roman habe ich noch nicht gelesen und kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen!

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  • Harzblut

    Harzblut
    ejtnaj

    ejtnaj

    25. May 2014 um 10:18

    Federico ist aus Venedig und für die Serenissima als Erzsucher im Harz unterwegs. Er kommt schon Jahrzehnte in den Harz, und so hat er sich in Anna verliebt doch diese ist mit Paul verheiratet. Aber auch dem Handelshaus Manzoni das Federicos Bruder leitet, geht es nicht so gut und so wird er vom Dogen gezwungen mehr als üblich an Erzen zu besorgen. Doch ob Federico dies gelingt steht noch in den Sternen, denn auch im Harz hat er noch eine andere Aufgabe zu erfüllen. Dies ist der erste Roman den ich von der Autorin Ilka Stitz gelesen habe. Obwohl mich Mittelalter Romane sehr interessieren, tu ich mich mit dem Lesen immer etwas schwer. So war es auch hier zu beginn, aber je weiter ich in der Handlung kann, umso gerner habe ich das Buch gelesen. Etwas irritiert hat mich auch das es vier Erzählstränge gab und ich mich hier erst reinfinden musste. Die vier Stränge fand ich aber gut, da man die Handlung so durch verschiedenen Sichten erleben konnte. Den Bergbau im Harz hatte ich mir so eigentlich noch nie so in Acht genommen, man siedelt ihn doch mehr im Erzgebirge oder Schwarzwald an und dies eigentlich nur weil man von dort mehr erfahren hat. Auch dass der Bergbau gerade in dieser Region durch die Pest fast ganz zum Erliegen kann, wusste ich nicht. Eigentlich hat man durch das Buch sehr viel über die Geschichte eines Landstriches erfahren, von dem ich bis jetzt selten etwas gelesen habe auch wenn ich selbst schon im Harz war. Die Handlung an sich war auch Recht schlüssig und man konnte wirklich alles gut nachvollziehen und auch verstehen, wobei mir der Mittelteil ein winzig kleines bisschen zu langatmig war, war der Schluss wieder total spannend und hat sich sehr zügig gelesen. Alle im Roman vorkommenden Figuren waren bis ins kleinste Detail beschrieben, so dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Am besten hat mir eigentlich Kater Alexander gefallen, denn dieses Tier hat doch immer wieder frischen Wind in die ganze Geschichte gebracht und hat so manche Szenen auch etwas aufgelockert. Die Handlungsorte waren auch sehr gut beschrieben und man konnte sich den Harz aber auch Venedig sehr gut vorstellen. Gerade der Harz war sehr anschaulich beschrieben und da es alles reale Orte waren konnte man alle Routen von Federico auch sehr gut nachvollziehen. Mir hat der Roman wirklich sehr gut gefallen gerade auch weil er auch etwas von einem Krimi hatte. Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich habe wirklich schöne Lesestunden mit ihm verbracht.

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  • Der Harz und seine Reichtümer

    Harzblut
    flieder

    flieder

    22. May 2014 um 21:25

    Venedig/ Harz 1492. Schon seit Jahren zieht es Federico Manzoni immer wieder in den Harz um das für die Herstellung von Kristallgläsern wichtige Mangan und Kobald zu schmuggeln. Eigentlich wollte er sich nun zur Ruhe setzen, doch der baldige Ruin der angesehenen Familie Manzoni macht ihn erpressbar. Der Ratsherr Pertuzzi nützt das gnadenlos aus und schickt ihn ein weiteres Mal in den Harz um an das wertvolle Erz zu gelangen. Nach einer strapaziösen Reise erreicht er endlich sein Ziel, den Gasthof seiner langjährigen Freunde Anna und Paul. Hier muss er jedoch erfahren, dass Paul schon seit seinem letzten Besuch im Oktober spurlos verschwunden ist. Annasitzt der Vogt im Nacken und sie soll ihren Hof verlieren, wenn nicht ihr Sohn Luca, der in Venedig bei Federicos Familie seine Ausbildung macht, die männliche Leitung übernimmt. Schweren Herzens macht auch er sich auf den Weg zu seiner Mutter, die ihn immer kalt und zurückweisend behandelt hat, um sie zu unterstützen. Die Ereignisse überschlagen sich, als Anna wegen Mordes an ihrem Mann verhaftet wird und Federico in die Fänge einer Räuberbande gerät. Dieses gut recherchierte Buch ist ein absolutes Muss für Historienfans. Die Spannung wird gleichbleibend hoch gehalten und der flüssige Schreibstil tut sein übriges. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und wachsen einem schnell ans Herz. Besonders interessant fand ich das es die italienischen Schmuggler im Harz wirklich gab und mit ihrer Kleinwüchsigkeit ein Vorbild für unseren heutigen Gartenzwerg waren. Hier kann man guten Gewissens 5 Sterne vergeben

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  • Sorgfältig recherchierter historischer Roman mit hohem Unterhaltungswert

    Harzblut
    MonikaS

    MonikaS

    18. May 2014 um 11:56

    Federico Manzoni ist Mitglied einer angesehenen venezianischen Handelsfamilie, die aber -geführt von seinem Bruder Carlo- zu Beginn der Geschichte kurz vor dem Ruin steht. Federico hat mit den Familiengeschäften wenig zu tun, er sucht und schmuggelt seit Jahrzehnten im Auftrag Venedigs Erze, vor allem Mangan und Kobalt, das zur Glasherstellung benötigt wird. Sein Weg führt ihn dabei immer wieder in den Harz, in das Gasthaus von Paul, der mit Anna verheiratet ist. Er betrachtet die beiden als Freunde, hat sogar ihren Sohn Lucas mit nach Venedig genommen, um ihm eine bessere Ausbildung zu ermöglichen. Und Anna - das ist seine große Liebe. Als er jedoch im Frühjahr des Jahres 1493 in den Harz zurückkehrt, ist Paul spurlos verschwunden - und zwar genau seit jenem Tag, an dem er Federico noch ein wenig begleitet hat, als dieser sich im letzten Herbst auf den Weg zurück nach Venedig machte. Und da ist da noch Pertuzzi, Ratsvorsitzender in Venedig, der Intimfeind der Manzonis, der seine Angestellte, die Zwergin Lina, losschickt, um den Manzonis noch mehr zu schaden ... Und der Kater Alexander ... Was wie eine Familien- und Liebesgeschichte beginnt, wird mehr und mehr zu einem Krimi. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können, so spannend war es von der ersten Seite an. Ich habe mitgerätselt und mitgefiebert und oft wurde ich von der Autorin auf falsche Spuren gelockt und immer wieder überrascht. Die Charaktere, auch die Nebencharaktere, sind überzeugend dargestellt und man muss sie einfach gerne haben. Selbst die Bösen sind so böse, dass sie schon wieder gut sind. Und bei manchen Nebencharakteren hätte ich mir gewünscht, mehr von ihnen zu erfahren, so anschaulich sind sie. Auch die Landschaftsbeschreibungen konnten Bilder in mir wecken, die wie ein Film an mir vorbeizogen. All das war gespickt mit geschichtlichen Hinweisen. Und bei alledem kam auch der Humor nicht zu kurz. Fazit: Ein sehr sorgfältig recherchierter Roman, dem es an nichts fehlt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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  • spannende mittelalterliche Reise durch den Harz

    Harzblut
    robberta

    robberta

    13. May 2014 um 14:43

    Im Harz fließt Blut für den Reichtum Venedigs Harz, Winter 1492/93: Bei der Gastwirtin Anna wächst die Verzweiflung. Schon vor Monaten verschwand ihr Mann Paul. Allmählich wird es zur Gewissheit, dass ihm etwas zugestoßen sein muss. Zudem droht nun auch noch der Vogt, ihr das Lehen für das Gasthaus zu entziehen. Anna schreibt ihrem Sohn Luca und bittet ihn, seine Ausbildung bei der Familie Manzoni in Venedig abzubrechen und ihr zur Seite zu stehen. Lucas Ziehvater Federico Manzoni, Erzsucher und Agent der Serenissima, quält indes seine aussichtslose Liebe zur verheirateten Anna. Außerdem muss er erfahren, dass sich der machthungrige Ratsherr Pertuzzi das Vermögen der Manzonis und das Wissen über die Bodenschätze im Harz aneignen will. Pertuzzi zwingt Federico, für ihn nach Deutschland zu reisen, denn nur der kennt die Fundstätten für Mangan und Kobalt Erze, die die blühende venezianische Glasindustrie benötigt. Auch Luca macht sich in den Norden auf. Unterwegs schließt sich ihm eine merkwürdige Frau an: Lina ist eine Zwergin und will sich angeblich mit Gauklerfreunden treffen. Aber in Wahrheit steht sie in den Diensten Pertuzzis, dem jedes Mittel recht ist, sein Ziel zu erreichen .. Meine Meinung: Historische Begebenheiten, das Alltagsleben der Bevölkerung und die Besonderheiten sind spannend gemixt, in einem Krimi, der im Harz um 1493 spielt. Der Schreibstil lässt die handelnden Personen, welche dem Leser im Wechsel ihre Geschichte Stück für Stück einem Film gleich darbieten, sehr lebendig wirken. Atemraubende Cliffhanger inbegriffen. Die Personen , auch die ungewöhnlichen, wirken authentisch und der Zeit entsprechend. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise durch das mittelalterliche Harzer Gebirge in der nicht nur Schatzsucher und Räuber ihr Unwesen treiben. Der Krimi-Plot ist mit fein verstreuten beiläufigen Hinweisen gespickt die dem „Harzblut“ eine besondere Note verleihen und ein logisches Ende offenbaren.

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