Das Cover finde ich unglaublich schön - die Verschmelzungen und Farben - einfach toll! Der Klappentext hatte mich auch neugierig gemacht und so habe ich mir dieses Buch reduziert geholt.
Zu Beginn war ich mit den ersten Seiten etwas überfordert, da der Schreibstil doch so ganz anders ist als üblicherweise. Er ist etwas altertümlicher und der Stil der Erzählung zu Beginn auch etwas eigen. Dies hat sich allerdings schnell gelöst und ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht, da dieser Roman mich sehr zum Nachdenken und Spekulieren angeregt hat. Es wird vieles nicht direkt ausgesprochen und schwingt in den Zeilen und Handlungen mit. Die Karte zu Beginn gibt einen schönen Überblick über die Landschaft und der Hinweis am Ende des Buches zum Inhalt bzw. den tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen zu dieser Zeit finde ich sehr gelungen!
Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin geschildert, die eine Entwicklung in der Geschichte erhält und doch ihre Charaktereigenschaften beibehält und dabei Fehler bzw. Reue lernt. Ich finde sie für ihr Alter, das sie haben soll im Roman gelungen und sie weist eine gewisse Spannung zwischen Reife und Naivität auf, die ihren Reiz ausübt, mich aber ebenso ab und zu geärgert hat.
Die Handlung ist aus mehreren Erzählsträngen heraus entwickelt, die am Ende alle zusammenführen ein gewissen Gesamtbild ermöglichen. Einzelnes war davon für mich vorhersehbarer als anderes, was eine gute Gesamtmischung ergab. Für mich war der Roman die gesamt Zeit über spannend und ich wollte wissen wie es weiter geht mit Ailia. Der Schwerpunkt liegt auf der damaligen religiösen Kultur, der Eroberung der Römer von England, der Frage danach, wo man herkommt und wie wichtig diese Wurzeln sind. Eine Prise Liebesgeschichte rundet dabei dieses Buch ab.
Das Ende fand ich sehr emotional und bewegend. Zudem habe ich für mich viel Gesellschaftskritik herauslesen können. Unsere Gesellschaft basiert in vielem auf dem Ursprung der Römer durch ihre Eroberungen, aber sollten wir nicht mehr wie die Stämme mit ihren Druiden von damals leben? Ist dies nicht die Bewegung, die sich z.T. heute abzeichnet, aber von dem Standard abzukommen möchte ich auch nicht.
4,5 von 5 Sterne - für alle Fans von Druiden Geschichten und etwas anspruchsvoller Romane, die nicht nur sich um eine Liebesgeschichte drehen, sondern auch mehr enthält (etwas hat es mich auch an Asterix und Obelix erinnert ;) oder Tristan und Isolde)







