Ilka Volz

 4.6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autorenbild von Ilka Volz (©@ privat)

Lebenslauf von Ilka Volz

Weit aus dem Norden heraus habe ich es nicht geschafft und bin nach dem Abitur in Lübeck nach Hamburg gezogen, um dort Kommunikationsdesign zu studieren. Noch während des Studiums machte ich mich selbstständig und arbeite bis heute Kreative für Konzeption und Kreationen. Meine Leidenschaft gilt der Kampfkunst, dem Zeichnen und dem Schreiben.


Alle Bücher von Ilka Volz

Cover des Buches Der kleine Dunkelfresser (ISBN: 9783734828393)

Der kleine Dunkelfresser

 (14)
Erschienen am 17.07.2019

Neue Rezensionen zu Ilka Volz

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Rezension zu "Der kleine Dunkelfresser" von Ilka Volz

Macht Mut
SternchenBlauvor 18 Tagen

Wir alle haben unsere Ängste und das ist auch völlig in Ordnung. Das wird hier so schön beschrieben, genauso wie, dass eben Ängste doch ein Kraut oder eben ein Dunkelfresser gewachsen ist.

Leo ist 7 und seit sich die Eltern getrennt haben und sie mit der Mutter in eine neue Wohnung gezogen ist, hat sie Angst vor der Dunkelheit. Doch dann findet sie im Speicher ihres Großvaters ein ungewöhnliches Wesen.

Ich fand es ganz zauberhaft, wie in „Der kleine Dunkelfresser“ die kindlichen Sorgen – die Trennung der Eltern, der fehlende Anschluss in der neuen Schule inklusive Mobbing – mit diesem fantastischem Element des Dunkelfressers verknüpft wird. Ilka Volzs Buch ist so im besten Sinne eine „Alltagsgeschichte“, die Kinder ermutigt, ihre Ängste zwar ernst zu nehmen, aber sie auch zu überwinden.

Einzig die Kinderwelt ist mir an ein paar Stellen schon etwas zu cool beschrieben. Ich kann es nicht so richtig festmachen, weil auch das leichte Verknalltsein, das sich hier abzeichnet, bei 7jährigen durchaus schon vorkommen kann. Aber in Kombination mit dem sexisitischen Begriff „Tussi“ war es dann etwas zu viel. 

Ansonsten ein sehr schönes Kinderbuch, das Mut macht. Und wie bei Magellan üblich, dazu auch noch klimaneutral gedruckt. Ab circa 2. Klasse lässt es sich zudem sehr gut auch selbst lesen. Und die Illustrationen fanden wir ganz toll.

Fazit

So lassen sich Dunkelheit und Ängste vertreiben. Mein Sohn und ich vergeben 4,5 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Der kleine Dunkelfresser" von Ilka Volz

… und plötzlich ist da ein Gefühl von Angst.
Flohvor einem Jahr

Wer einen kurzen Blick auf das liebenswürdige Buch mit dem kleinen schwarzen Knäuel auf dem Cover wirft, wird sich womöglich sogleich zu dem Kinderbuch „Der kleine Dunkelfresser“ von der ambitionierten Kinderbuchautorin Ilka Volz und der talentierten Illustratorin Julia Dürr angesprochen fühlen. Dieses herzallerliebste Kinderbuch erzählt von einem Thema, was vermutlich beinahe jedes Kind in einer Entwicklungsphase einmal heimsucht: die Angst. Sei es die Angst in der Dunkelheit, Angst vor Albträumen, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor etwas Neuem oder die Angst vor etwas, was man so gar nicht benennen kann… Liebeswürdig und zart greift dieses Buch das Thema Angst auf und erzählt von Leonie, einem siebenjährigen Mädchen, die das Gefühl von Angst hat und sehr oft davon heimgesucht wird. Mit Leonie können sich die jungen und bangen Leser, Zuhörer, Selbstleser und Buchbetrachter sehr gut identifizieren und werden den kleinen Dunkelfresser vermutlich genauso schnell ins Herz schließen wie Leonie, als sie den schnüffelnden und schnaufenden Knäuel bei ihrem lieben Opa Kurt auf dem Dachboden findet… Wunderbare (Vor-) Lesemomente und besonders feinfühlige Botschaften über Gefühle, Mut, Vertrauen, Abenteuer, Liebe und der Sicherheit geliebt zu werden. Dieses schöne und gelungene Kinderbuch wird sicherlich gern noch öfters zur Hand genommen.
 Erschienen im Magellan Verlag (der seine Bücher nachhaltig produziert und auf Natürlichkeit setzt…)


Inhalt / Beschreibung (Text von der Verlagshomepage übernommen):
 "Eigentlich ist Leonie schon viel zu groß, um Angst im Dunkeln zu haben. Aber seit sie mit Mama in die neue Wohnung gezogen ist, traut sie sich nicht einmal mehr allein über den dunklen Flur, um ihr Vorlesebuch zu holen. Da findet sie auf Opas Dachboden ein kleines, flauschiges Wesen, das niedlich schnüffelt und in der Nacht einen goldenen Schimmer verbreitet. Ein Dunkelfresser! Mit seiner Hilfe lernt Leonie, ihre Angst zu überwinden und findet sogar neue Freunde."


Das erwartet die jungen Leser und Zuhörer dieser Geschichte:

Irgendwann im Leben hat jedes Kind einmal das ungute Gefühl von Angst. Manche fürchten sich in der Dunkelheit, manche haben vielleicht böse Monster unter dem Bett oder Gespenster auf dem Dachboden, manche Kinder verschließen sich Neuem gegenüber oder haben Angst im Mittelpunkt zu stehen… Ängste gibt es viele. Kinder können dieses Gefühl oft nicht in Worte fassen. Auch Leonie, genannt Leo, hat oft das Gefühl von Angst. Leo ist schon sieben Jahre alt und geht in die Grundschule. Sie lernt gerade Lesen und Schreiben und Rechnen, ist sie da nicht eigentlich schon viel zu groß oder viel zu alt um Angst zu haben? Zumindest sagt man ihr das immer so, aber ihr Gefühl von Angst ist einfach da… Dadurch, dass man erfährt, dass Leonie mit ihrer Mutter nun allein lebt, sie ihren Papa vermisst, in eine neue Wohnung und in ein neues Viertel gezogen ist, eine fremde Schule besucht und noch keine neuen Freunde gefunden hat, kann man Leonies Angstgefühle sehr gut nachempfinden. Und dann hat Mama plötzlich abends Verabredungen und ein Date in einer Bar. Leonie soll bei ihrem Opa Kurt bleiben, sie mag ihn gern, aber plötzlich hat sie auch bei ihm Angst. Sie traut sich gar nicht mehr auf Opas Dachboden, wo so viele spannende Dinge und Trödel herumstehen. Doch von Opa Kurt ermutigt und ihm stets im Blick, wagt sie den Weg über den langen Flur zu seinem Speicher. Und was Leonie dort hinter den staubigen Kisten findet, soll der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein und die Handlung dieser herzlichen und mutmachenden Geschichte vom kleinen Dunkelfresser: Der kleine Dunkelfresser!


Dieses liebevolle Kinderbuch dürfte Jungen und Mädchen gleichermaßen ansprechen, auch wenn die Protagonistin in dem Buch ein 7jähriges Mädchen ist. Da dieses herzliche Kinderbuch auf eine lockere und spezielle Art das Thema Angst, Gefühle, Trennung, Neuanfänge, Ungewissheit, Dunkelheit, Schüchternheit, Angst vor etwas Neuem und Überwindung bespricht, ist es eine ideale Geschichte für beide Geschlechter, die in ihrer Entwicklung und in ihrer Art und Person vielleicht selbst mit einigen Ängsten und unguten Gefühlen zu kämpfen haben und sich nicht so recht wissen, wie sie die Gefühle verarbeiten können. ….

Auf knapp 80 Seiten, die zunächst sehr viel und ergiebig erscheinen, wird von Leonie und hrer Freundschaft zum niedlichen Dunkelfresser erzählt. Die Beschreibungen des Dunkelfressers sind so unglaublich goldig, dass man ihn gern selbst fühlen und an sich nehmen möchte (für meine beiden Kinder wurde ich sogleich kreativ und habe für jedes Kind einen eigenen Beschützer, einen Dunkelfresser, genäht. Die Freude zu diesem Begleiter zum Buch war riesengroß!!!!!).


Meinung:
 Mit „Der kleine Dunkelfresser“ hat sich die  deutsche Kinderbuchautorin Ilka Volz zusammen mit der Illustratorin Julia Dürr eine tolle Kinderbuchidee mit der Bearbeitung und Thematisierung einer vielen bekannten Phase der kindlichen Entwicklung und Persönlichkeit zur Aufgabe gemacht. In diesem fast 80 Seiten herzlichen Vorlese- oder Selbstlesebuch für Jungen und Mädchen ab etwa 6 Jahre wird von einer Grundschülerin, Leo, berichtet, die Angst vor unerwarteten Dingen hat. Ihre Eltern haben sich getrennt, sie bezieht nun allein mit ihrer Mama eine neue Wohnung in einer ganz fremden Gegend. Weit weg von ihren bisherigen Freunden. Dann muss sie auch noch allein die neue Schule besuchen und Mama hat ein Date… Ganz schön viel los in Leonies Leben aktuell. Ken Wunder, dass sie da Ängste hat. Mit dem Buch werden die Themen sehr gekonnt und unterschwellig aufgegriffen, dass wahrlich im Fokus die herzliche Geschichte mit dem süßen knubbeligen Dunkelfresser steht und nicht all die „schlimmen“ Dinge, die Leonie im Moment aushalten und erlernen muss. Das gelingt in diesem Buch ganz wunderbar. Chapeau. Leo beginnt eine sonderbare Freundschaft mit dem kleinen Dunkelfresser von Opas Dachboden und lernt langsam mit ihren Gefühlen umzugehen und über sich hinauszuwachsen. Diese Entwicklung von der forschen Leo fanden wir beim Lesen sehr schön und wichtig. All die aufregenden und spannenden Momente des Zweifelns, Haderns und Sich-lieber-wieder-Alleinwünschens, die Sorge vor Neuem, vor der Schule, vor dem neuen Mann, vor dem Alleinsein, der neuen Wohnung… den Möglichkeiten neuer vor allem menschlicher Freundschaften wurden samt stimmigen Illustrationen passend zum gelesenen Text in einer runden und sehr unterhaltsamen Kinderbuchgeschichte zum Ausdruck gebracht. Neben all dem ersten Zögern, Leos Unsicherheit, ihre Angst und Sorge, gibt es aber auch wunderbare aufbauende Momente, denn Leonie ist eine richtig kluge und forsche kleine Person, die ihr Umfeld sehr schnell für sich gewinnt.  

Unser eigentlicher Held der Geschichte ist nicht unbedingt Leonie, sondern wirklich dieser kleine süße und schnüffelnde Dunkelfresser mit seinem goldenen Schimmer in dunklen Momenten.

Das Buch liest sich sehr flüssig und flott. Die Schrift ist angenehm groß, die Sätze nicht zu lang und der Satzbau ganz leicht und überhaupt nicht kompliziert. Ein gutes Buch für Erstleser. Ein gutes Buch zum Vorlesen und gemeinsam Lesen.

Die Figuren im Buch sind toll beschrieben, vor allem mit Leonie wird sich so mancher Grundschüler schnell identifizieren können. Ich konnte mich sehr gut in ihre Lage versetzen, war aber von Leos Mama manchmal ein kleines bisschen enttäuscht (sie spielt anfangs die Angst von Leo runter und denkt zu oft an ihr eigenes Glück und ihren eigenen Neuanfang, zu Lasten von Leonie…) Zwickmühle! In den Dunkelfresser verliebt man sich sofort und man freut sich immer wieder ihn auf den Buchseiten zu entdecken und zu schauen, wie behutsam Leonie diesen kleinen Knäuel behütet und an sich nimmt. Die Illustrationen passen wunderbar zu den gelesenen Passagen und es gibt darüber hinaus auch sehr viel des Weges zu entdecken. Da sind Opa Kurts Seefahrersachen, Schulalltag, Hausaufgaben, Schreiben und Lernen, Verabredungen, das liebevolle Bettchen für den kleinen Dunkelfresser und Leonie mit ihren Erlebnissen und Gedanken.


Neben der tollen Vorlesegeschichte dürfen sich die Zuhörer, Selbstleser und Beschauer auch immer wieder über zauberhafte Illustrationen und Sequenzen zur gelesenen Passage freuen, das macht das Buch sehr spannend und man freut sich Seite um Seite. Das beginnt schon gleich zu Anfang mit einem munteren Vorsatzpapier und einem großen Bild vom Dunkelfresser, wie man ihn schon auf dem Cover liebgewonnen hat. Auch im Buch finden wir ganz feine und sehr präzise Illustrationen gelesener Passagen und Aussagen. Die Zeichnungen wirken so fein und genau, dass man sogar die Mimik und Gestik genauestens erblicken kann. Meine Tochter studiert gern die Gesichter der Figuren und liest dann daraus.

Für mich und meine Familie ist dieses sehr liebevolle Buch eine bezaubernde Geschenkidee für kleine Leseratten und Geschichtenliebhaber, für Schüchterne und ängstliche Persönchen und für jeden, der sich gern mal etwas mehr trauen möchte. Meine beiden Kinder sind im passenden Alter (Fast 5 und fast 7 Jahre alt) für dieses Buch und verstehen den Text schon sehr genau und wissen die Gefühle zu deuten. Sie lieben es meiner Stimme beim Vorlesen zu lauschen. Und da sich dieses Buch wunderbar vortragen lässt, bereitet es auch mir große Freude es in mehreren Etappen vorzulesen.
 Das Buch ist sehr hochwertig verarbeitet, der Einband absolut nobel und qualitativ, die Seiten sind angenehm fest, und eine harmonische Farbgestaltung im Coverdesign insgesamt. Nachhaltig produziert und mit Liebe gemacht. Wann gibt es den Dunkelfresser zum Buch zu kaufen? Ansonsten gern selbst kreativ werden, meine Kinder haben sich wirklich sehr über ihren neuen Buchfreund gefreut!


Die Autorin (Quelle: Amazon):
"Ilka Volz, geboren in Lübeck, zog 1997 nach Hamburg, um Kommunikationsdesign zu studieren. Dort lebt sie bis heute mit ihrem Partner und ihren beiden Töchtern. Noch vor ihrem Abschluss machte sie sich mit „Augentrost Grafikdesign“ selbstständig. Neben dem Zeichnen gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben und der Kampfkunst."

Die Illustrationen:
 Sehr auf den Text abgestimmt und liebevoll. Facettenreich und bezaubernd. Immer wieder gibt es auch kleine Nebenaktionen zu bewundern, die nicht unmittelbar mit dem Text zusammenhängen. Das gefällt uns. Leonie und der kleine Dunkelfresser bilden den Fokus und man wird sie sehr gern haben. Absolut fein gezeichnet, nicht überladen und mit tollen Akzenten und Highlights versehen. Ein Lesebuch, welches sich somit auch gern Anschauen lässt.


Die Illustratorin (Quelle Amazon):

„Julia Dürr, geboren in Frankfurt am Main, studierte Illustration in Münster und Brüssel. Seit 2013 arbeitet sie als freie Illustratorin in Berlin. Für ihre Arbeit wurde sie u.a. durch die Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Wenn sie nicht gerade mit Suchen und Sammeln beschäftigt ist, sitzt sie mit Bleistift Bücher zeichnend an ihrem Schreibtisch.“



Fazit:
 Ein sehr herzallerliebstes, sympathisches und qualitatives Buch, welches ein wichtiges Thema behandelt und mit dem sich viele Angsthasen und Introvertierte Kinder schnell identifizieren können. 5 Sterne von uns. Mein Tipp: überrascht eure Kinder zum Buch mit einem kreativen gebastelten Dunkelfresser!!!!!!

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Rezension zu "Der kleine Dunkelfresser" von Ilka Volz

SO EINEN DUNKELFRESSER HÄTTE JEDER MAL GERNE
Ramgardiavor einem Jahr

Das Mädchen Leo lebt, nach der Trennung vom Vater, mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung. Sie musste in einen neue Schule, weil sie nicht mehr auf St. Pauli lebt. Früher wohnte sie in der Nähe ihres Opas und im Haus bei ihre Freunden.

Die neue Wohnung macht ihr Angst, sie traut sich nicht durch den dunkle Flur und auch ihr Zimmer , das eigentlich sehr schön ist, ist ihr noch sehr fremd. So legt sie sich lieber in Mamas Bett.

Doch dann findet sie auf Opas Dachboden, wo all die spannenden Sachen, die er aus fremden Ländern mitgebracht hat sind, ein dunkles Knäul mit Knopfaugen. In ihrem Rucksack gerät dieser Wuschel in ihr Zimmer und als es dunkel wird frisst er schmatzend die Dunkelheit und erzeugt dadurch Licht. So kann Leo endlich mal die ganze Nacht in ihrem Zimmer schlafen.

Da sie gerne malt, malt sie viele Bilder vom Dunkelfresser und zwei Mädchen aus ihrer Klasse machen sich lustig über sie. Aber Tom, einer der Coolen aus der Klasse, seht ihr bei und lädt sie in die Comic-Gruppe ein. 

Zum Schluss reicht Leo ein von der Mutter genähter Dunkelfresser und sie kann das schwarze Knäul an Opa zurück geben.

Schöne Bilder ergänzen die Geschichte für Schulanfänger. Der Text auf den 77 Seiten ist schon kompakt und kann sicher von den meisten erst später selbst gelesen werden.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der kleine Dunkelfresser

Eigentlich ist Leonie schon viel zu groß, um Angst im Dunkeln zu haben. Aber seit sie mit Mama in die neue Wohnung gezogen ist, traut sie sich nicht einmal mehr allein über den dunklen Flur, um ihr Vorlesebuch zu holen. Da findet sie auf Opas Dachboden ein kleines, flauschiges Wesen, das niedlich schnüffelt und in der Nacht einen goldenen Schimmer verbreitet. Ein Dunkelfresser! Hier könnt ihr 10 Exemplare von Der kleine Dunkelfresser (ab 6 Jahren) gewinnen und an der Leserunde teilnehmen.

Mitten in der Nacht wacht Leo auf. Sie reibt sich die Augen. Vor dem nachtschwarzen Himmel zeichnen sich die Schatten der großen Kastanie vor ihrem Fenster ab. Trotzdem ist ihr Zimmer nicht dunkel. Oder jedenfalls nicht so dunkel wie sonst. Leos Nachttischlampe leuchtet, aber das tut sie ja jede Nacht.

 

Leo schaut sich um. Der Boden leuchtet. Es sieht fast so aus, als würde ihr Bett auf einem Teppich aus Licht schweben .Sie beugt sich über die Bettkante und lugt darunter. Das wuschelige Tierchen hockt inmitten eines Lichtkreises und schmatzt. „Hapff…“ Das Glimmen fließt unter der Bettkante hervor über den Fußboden und erhellt das ganze Kinderzimmer. Leo schiebt die flache Hand unter das Bett und wartet. Nichts geschieht. Ihre Haare fallen ihr ins Gesicht und kitzeln sie, weil sie immer noch kopfüber nach unten hängt. Aber Leo bewegt sich nicht. Sie wartet. 

 

Nach einer Weile spürt sie, wie ein feuchtes Näschen an ihren Fingern schnüffelt. Leo hält ganz still. Das weiche Fellknäuel krabbelt auf ihre Hand. Leo hört wieder ein wohliges Seufzen und muss lächeln. „Na, bist du jetzt satt?“, flüstert sie. Dann zieht sie die Hand ganz vorsichtig unter dem Bett hervor und hebt das Wuscheltier hoch. Leo kuschelt sich in ihre Kissen und setzt es vor sich auf ihren Bauch. Sein schwarzes Fell ist mit Staubflocken übersät. Vorsichtig pflückt Leo sie mit ihren Fingern ab.

 

„Ein kleiner Dunkelfresser bist du“, sagt sie und streicht dem Tier sanft über das plüschige Fell. Es glitzert in dem Licht, dass es ausstrahlt.

Eigentlich ist Leonie schon viel zu groß, um Angst im Dunkeln zu haben. Aber seit sie mit Mama in die neue Wohnung gezogen ist, traut sie sich nicht einmal mehr allein über den dunklen Flur, um ihr Vorlesebuch zu holen. Da findet sie auf Opas Dachboden ein kleines, flauschiges Wesen, das niedlich schnüffelt und in der Nacht einen goldenen Schimmer verbreitet. Ein Dunkelfresser! Mit seiner Hilfe lernt Leonie, ihre Angst zu überwinden und findet sogar neue Freunde.

Ilka Volz, geboren in Lübeck, zog 1997 nach Hamburg, um Kommunikationsdesign zu studieren. Dort lebt sie bis heute mit ihrem Partner und ihren beiden Töchtern. Noch vor ihrem Abschluss machte sie sich mit Augentrost Grafikdesign selbstständig. Neben dem Zeichnen gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben und der Kampfkunst.

Julia Dürr, geboren in Frankfurt am Main, studierte Illustration in Münster und Brüssel. Seit 2013 arbeitet sie als freie Illustratorin in Berlin. Für ihre Arbeit wurde sie u. a. durch die Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Wenn sie nicht gerade mit Suchen und Sammeln beschäftigt ist, sitzt sie mit Bleistift Bücher zeichnend an ihrem Schreibtisch.

Hier könnt ihr 10 Exemplare von Der kleine Dunkelfresser (ab 6 Jahren) gewinnen und an der Leserunde teilnehmen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 14. November folgende Frage:

Was hat euch als Kind gegen die Angst vor der Dunkelheit geholfen?

Wir wünschen euch viel Spaß beim Mitmachen!

Euer Magellan-Team

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