Ille Ochs Im Käfig der Angst

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Inhaltsangabe zu „Im Käfig der Angst“ von Ille Ochs

Ille Ochs war immer "Papis Liebling". Was niemand ahnt: Ihr Vater, ein angesehenes Gemeindemitglied, missbrauchte seine Tochter sexuell. Die Krankenschwester und Pastorenfrau verdrängt die Erinnerungen, doch sie prägen ihr Verhalten und verletzen ihre Seele zunehmend. Bis sie sich durch Träume und düstere Ahnungen an die Oberfläche drängen. Doch in der schwärzesten Stunde beginnt ein Prozess der Aufarbeitung und Heilung, etwas, was Ille Ochs kaum für möglich gehalten hätte. Am Ende steht eine Begegnung mit ihrem sterbenden Vater - und die schwere Frage, was echte Vergebung bedeutet. Das Buch berührt in ehrlicher und offener Weise, ohne emotionale Grenzen zu überschreiten. Mit einem bewegenden Vorwort von Peter Strauch, dem Bruder von Ille Ochs.

Mutige Offenbarung, dass in der frommen Welt nicht alles perfekt läuft

— MissSophi
MissSophi

Eine Missbrauchsgeschichte die sicherlich so manchen zum Nachdenken bringt.

— claudi-1963
claudi-1963

Ein Buch der leisen Zwischentöne, trotz des schweren Themas gut zu lesen, mit dem Appell achtsam zu leben.

— Kirschbluetensommer
Kirschbluetensommer

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  • Missbrauch in der frommen Welt

    Im Käfig der Angst
    MissSophi

    MissSophi

    15. January 2017 um 20:41

    Dies Buch wurde uns empfohlen, weil es um Missbrauch in der frommen Welt geht. Meist können wir uns Empfehlungen nicht entziehen und jemand bestellt es von uns - so auch hier. Wir haben es gestern in einem Rutsch durchgelesen und seitdem geht es uns nicht so gut. Aber wir wollen zunächst versuchen, einen ungefärbten Eindruck zu hinterlassen - sofern uns das möglich ist.Ille wächst als jüngstes Kind der Strauch-Familie (ihr Bruder Peter Stauch ist zumindest in der frommen Szene ein Begriff) auf. Ihr Mutter ist überfordert mit ihr, sie war schon über 40 als Ille sich ankündigt. Der Vater arbeitet unter anderem als Hausmeister in einer freien ev. Gemeinde und leitet dort ehrenamtlich die Sonntagschule und führt diverse Kinderfreitzeiten durch und ist beliebt und anerkannt. Ille wächst in diese heile, fromme Welt ein und lernt schon als Kind, dass Jesus ihr treuer Begleiter ist. Dennoch ist sie überaus schüchtern und hat schon als Kind Depressionen und flieht immer wieder aus Situationen. Zum Glück findet sie immer Menschen, die ihr neue Türen öffnen und so stolpert sie so durch ihr Leben, immer das Gefühl, an allem Schuld zu sein und nicht zu genügen. Ihr Vater hat auf einer der Freizeiten Kinder unsittlich berührt und wird “erwischt” - bzw. endlich glaubt man den Kindern..... und irgendwann keimt auch in Ille der Verdacht auf, dass da was war und dann weiß sie es sicher und sagt: Mein Vater hat mich missbraucht. Sie geht offen damit um, findet in ihren Geschwistern und Schwagern und Schwägerinnen Verbündete, die ihr glauben. Sie fängt eine Therapie an - besucht verschiedene Seminare und Workshops und findet dann irgendwann ihren Ausdruck im Tanz und macht mit über 40 noch eine Ausbildung zur Tanztherapeutin.Das Buch ist klar geschrieben - Ille erzählt immer wieder Episoden aus ihrem (Familien)Leben und nimmt uns ein Stück weg mit auf ihren Weg. Sie findet ihren Halt im Glauben und in der persönlichen Zwiesprache mit Jesus.Für mich, die ich auch mitten in der Aufarbeitung stehe, war es befreiend zu lesen, dass das eben doch in der frommen Welt vorkommt, allerdings kann man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen und deshalb bin ich etwas mutlos nach der letzten Seite zurück geblieben. Sie behauptet nicht, dass Ihr Weg der Einzige wäre.... aber bei mir kommt an, dass ich falsch glaube, es falsch mache - aber ich habe auch nicht diese familiäre Unterstützung.Ich finde es unglaublich mutig, dass sie dieses Buch geschrieben hat - sie hat sogar bei der Beerdigung ihres Vaters vom Missbrauch erzählt - das hat ihr nicht nur Freunde eingebracht.Gerade für Menschen aus der frommen Szene finde ich dieses Buch sehr hilfreich - aber es ist nur ihr Weg - nicht meiner - meiner will noch gefunden werden und ich danke für die Anregungen und manche Fragestellungen, die im Buch für mich zwar nicht beantwortet werden, aber sie geben mir zumindest das Gefühl, damit nicht allein zu sein.

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    • 2
  • Papis Liebling und die Alpträume

    Im Käfig der Angst
    claudi-1963

    claudi-1963

    11. January 2017 um 16:26

    "Lange Zeit wollte ich nicht hinschauen. Zu groß war meine Angst vor dem Schmerz. Mein Vater, den ich so sehr liebte, sollte mich missbraucht haben?" Ilse-Ruth genannte Ille, wird 1954 als letztes Kind der Familie Karl und Ruth Strauch geboren. Mit ihren Geschwistern Peter und Bärbel hat sie nur wenig Kontakt, da sie recht früh das Elternhaus verlassen. Nur Bruder Diethelm ist ihre engster Vertrauter in der Kindheit. Doch als auch er das Elternhaus verlässt, ist Ille immer noch recht jung und geht zur Schule. Immer mehr bekommt sie in dieser Schwierigkeiten und auch mit Freundschaften will es nicht klappen. Irgendwie legt sich wie eine Art Schatten oder Schwere über Ille, ist es das strenge, christliche Elternhaus oder doch was ganz anderes? Auch in Sachen Liebe bekommt sie immer wieder Probleme. Nach der Schule beginnt sie eine Lehre als Krankenschwester und auch dort kommen ihre Ängste, Selbstzweifel und regelrechte Panikattacken wieder. Später lernt sie dann ihren Mann und Pastor Siegfried Ochs kennen und sie heiraten, doch auch diese Ehe wird durch Illes Verhalten belastet. Mit den Jahren probiert sie einiges an verschiedenen Tätigkeiten und Seminaren aus. Ihre Träume und düsteren Ahnungen verdichten sich jedoch immer mehr, bis sie eines Tages in ihr Innerstes blicken kann und erkennen muss das ihr Vater sie missbraucht hat. Von da an beginnt für sie der Prozess der Aufarbeitung, Befreiung, Vergebung und Heilung. Meine Meinung: Die Vorgeschichte von der Autorin war zwar recht lang, bis es zur eigentlichen Offenbarung des Missbrauchs kam, aber ich denke, das war der Autorin auch nicht wichtig. Für sie ist es wichtig das Opfer durch dieses Buch ihre Problematik erkennen und lernen wie sie aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen. Dies ist auch im Großen ganzen recht verständlich zu entnehmen. Ich fand das Buch sehr interessant, aber es entsetzte mich auch, das selbst solche Dinge bei Christen vorkommen. Ein aufmunterndes Buch das den Betroffenen, aber auch anderen Lesern die Augen öffnen soll, nicht wegzuschauen. Den auch nach fast über 40 Jahren gibt es noch Möglichkeiten, einen Missbrauch zu entdecken und zu behandeln, man muss es nur wollen. Das Cover, wirkt recht unheimlich und geheimnisvoll und lässt einen schon das Thema des Buches erahnen. Für mich daher 4 von 5 Sterne für diese Lebensgeschichte.

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    • 3
  • Achtsamkeit

    Im Käfig der Angst
    eskimo81

    eskimo81

    06. November 2016 um 19:24

    "Lange Zeit wollte ich nicht hinschauen. Zu gross war meine Angst vor dem Schmerz. Mein Vater, der ich so sehr liebte, sollte mich missbraucht haben? Nein, das hätte es mir niemals angetan. Ich hockte in meinem Käfig der Angst..." Zitat vom RückentextIlle Ochs wurde als Mädchen "Papas Liebling" genannt und jahrelang von ihm missbraucht. Sie hat alles verdrängt und erst als sie beginnt zu forschen, weshalb sie die Panikattacken, die Träume etc. hat, beginnt ihr Prozess der Heilung, Vergebung und Befreiung. Ein Buch über Missbrauch und Glauben. Ein Vater, streng christlich, der sein eigenes Kind missbraucht. Was für eine Farce. Wie kann man mit so einem Erlebnis leben? Wie kann man ein intaktes Eheleben führen?Ille Ochs führt einen durch ihr Leben, durchs verdrängen, durch ihre Attacken, durch ihre Angst, fehlendes Selbstvertrauen - sie schreibt so ehrlich, so direkt, man taucht ins Buch ein, wird von Anfang an gepackt, geschockt und legt das Buch nicht mehr weg. Atempausen müssen eingelegt werden, Tränen weggewischt. Ein Buch das Mut macht, das zeigt, dass man auch seinem Peiniger vergeben kann. Ein Opfer könnte Mühe haben mit dieser Biographie, ausser man ist sich sicher, dass man sich selber damit auch auseinandersetzten möchte und ein paar Denkanstösse braucht. Die Erzählung über ihre Ausbildung zur Tanztherapeutin war mir etwas zu langatmig, zu wenig aussagekräftig, aber vielleicht weil ich das zu wenig greifen konnte? Opfer ist man während der Missbrauchszeit, aber danach muss man ausbrechen und damit leben lernen. Vergeben heisst nicht vergessen, aber man kann lernen, damit zu leben. Mit Gott ein Streitgespräch suchen und auch ihm vergeben, das kann helfen um mit dem Kapitel abzuschliessen. Das Vorwort von ihrem Bruder zeigt sehr eindrücklich, wie schwer so ein Fall auch für Geschwister sein kann. Peter Strauch schreibt sehr ehrlich und offen - berührend, beängstigend. Dieses Buch ist keine Abrechnung, das ist mir wichtig, weder mit dem Täter, in diesem Fall mit meinem Vater, noch mit den "Verfolgern" und "Rettern" aus meiner Vogelgeschichte. ... Es soll hingegen ehrlich und offen die ganze Tragik aufzeigen und nichts verharmlosen oder beschönigen. Missbrauch, ob religiös, emotional oder sexuell, hat gravierende Folgen, auch wenn sie nicht immer sichtbar sind. Zitat vom Vorwort - Seite 13Fazit: Ein sehr, sehr berührende Biographie die mich sprach- und atemlos zurücklässt. Die nachlebt und sagt, verschweigen und verdrängen hilft nicht, man muss etwas tun!

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  • #LBlesertreff zur Frankfurter Buchmesse 2016 in eurem Wohnzimmer

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Die Frankfurter Buchmesse 2016 steht vor der Türe und natürlich sind wir hier bei LovelyBooks schon ganz aufgeregt. Doch dieses Jahr wird es etwas anders als sonst: Wir sind nämlich als Buchentdecker für euch unterwegs, schauen uns nach den Lieblingsbüchern von morgen um und planen mit vielen Verlagen tolle Buchaktionen für euch!Ein LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen wird es dieses Jahr auf der Frankfurter Messe leider nicht geben. Deswegen feiern wir Buchverrückten einen virtuellen Lesertreff bei LovelyBooks – natürlich mit dem Hashtag #LBlesertreff! Egal, ob ihr vor Ort in Frankfurt seid oder von der heimischen Couch aus mitmacht – jeder ist herzlich willkommen! Von Dienstag, 18.10., bis Sonntag, 23.10., tummeln wir uns hier und sprechen über unser aller Lieblingsthema – Bücher! Wir plaudern über aktuelle Lektüre, Lieblingsbücher und Bestseller, lesen gemeinsam und teilen unsere Liebe zu Büchern miteinander – noch intensiver als sowieso schon! ;) Ihr könnt euch hier aber auch zusammenfinden und für die Messe verabreden, in Erinnerungen an die letzte Buchmesse in Leipzig schwelgen oder gar Pläne für die nächste Buchmesse schmieden.Was dem virtuellen Lesertreffen nicht fehlen darf: Goodiebags und Guglhupfe - ganz ohne Anstehen! ;) Wie ihr an eine der begehrten Teile rankommt, erfahrt ihr im dazugehörigen Unterthema.Freut euch auf jeden Fall auf die Buchmessetage! Wir haben einige Überraschungen, Aufgaben und Gewinnspiele für euch vorbereitet!Und keine Sorge! 2017 sehen wir uns auf der Leipziger Buchmesse wieder – live und in Farbe!

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    • 1538
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    20. October 2016 um 16:59
    Seelensplitter schreibt HI meine Lektüre für die nächsten Tag werde ich direkt mal hier anhängen :). Die Bücher: Gefangen zwischen den Welten Das Weihnachtswunder von Old Nicholson Das Ende vom Ich und Die wilde Meute ...

    http://goldkindchen.blogspot.com/2016/10/169-das-ende-vom-ich.html Ich habe tatsächlich das nächste Buch fertig gelesen von meiner Liste :) Nun lese ich aktuell diese Bücher:

  • Mit der Angst leben

    Im Käfig der Angst
    Traeumerin109

    Traeumerin109

    11. October 2016 um 22:01

    Die Autorin Ille Ochs wurde als kleines Mädchen von ihrem Vater missbraucht. Diese traumatischen Erlebnisse verdrängte sie jahrelang, bis sie in einem langen und mühevollen Prozess der Aufarbeitung an ihre eigenen Grenzen stößt. Der Weg zu Heilung und Befreiung von der Dunkelheit ist jedoch hart und steinig. Dies ist zweifellos eins von jenen Büchern, die mich wirklich emotional tief berührt haben. Vieles daraus klingt immer noch in mir nach und lässt mich nicht los. Was die Autorin geleistet hat, ist bewundernswert und war bestimmt alles andere als leicht. Sexueller Missbrauch ist in gewisser Weise immer noch ein Tabuthema, welches hier jedoch klar und deutlich thematisiert wird. Dadurch macht Ille sich aber auch sehr verletzbar, doch dieses Risiko geht sie ganz bewusst ein. Und gerade das ist es, was mich so bewegt hat. Mit einer schockierenden Offenheit erleben auch wir die Auswirkungen dieses prägenden Lebensabschnittes. Dadurch, dass alles komplett im Präsens geschrieben ist, wirkt es sehr präsent und real, sodass ich das Gefühl hatte, viel näher an der Autorin als Mensch dran zu sein, als das normalerweise möglich ist. Eine sehr schöne Erfahrung beim Lesen. Es ist wirklich beschämend, wie auch ihr eigener Bruder im Vorwort schreibt, dass wir so wenig Ahnung davon haben, wie gravierend die Auswirkungen nach einem sexuellen Missbrauch sind. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Käfig der Angst, aus dem sich wohl die wenigsten herauskämpfen können. Ille Ochs ist auf einem sehr guten Weg dazu, aber es braucht enorm viel Mut, diesen Weg zu gehen. Hinzu kommt die Ambilvalenz zwischen ihrer vermeintlich heilen und gläubigen Familie, die nicht nur die Worte Jesu gepredigt, sondern wirklich danach gelebt hat, und der Schuld ihres Vaters. Sehr schön beschreibt sie in dem Buch, dass sie gelernt hat, beide Bilder von ihrem Vater gleichwertig nebeneinander stehen zu lassen, ohne über das eine das andere zu vergessen. Dieses Buch geht weit über das Thema „Sexueller Missbrauch“ hinaus, auch wenn dieses Thema ständig präsent ist. Es fordert uns selbst auf, uns auf den Weg der Heilung zu begeben und stupst uns immer wieder sanft, aber sehr nachdrücklich in diese Richtung. Ein Buch, was unter die Haut geht. Sehr, sehr stark!

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  • Ernste Thematik, aber sehr mutmachend

    Im Käfig der Angst
    Kirschbluetensommer

    Kirschbluetensommer

    17. September 2016 um 17:39

    Als Kind wurde Ille Ochs von ihrem Vater, einen beliebten Pastor, missbraucht. Jahrelang verdrängt sie das Geschehen völlig, wird aber immer wieder von Depressionen und Ängsten durch ihre Jugendzeit begleitet. Erst nach und nach realisiert sie, was damals geschah und setzt damit einen Bewältigungs- und Vergebungsprozess in Gang. Die Autorin will mit ihrer Autobiografie auf die Situation von Missbrauchsopfern aufmerksam machen und Betroffenen und Angehörigen Hilfe anbieten.In der Autobiografie von Ille Ochs geht es nicht um Hetze gegen ihren mittlerweile verstorbenen Vater. Mich berührt es ungemein wie sie es schafft, die positiven und negativen Seiten an ihm zu zeichnen. Trotz allem gibt es sie - die Bilder einer unbeschwerten Kindheit und auf der anderen Seite die Szenen der Ängste und Schuldgefühle, die sie nicht einordnen kann und die sie verwirren. Mit leisen Zwischentönen malt Ille Ochs ihre Geschichte auf die Leinwand.Dabei öffnet sie dem Leser ihr Herz und lässt ihn tief in sich hineinblicken. Gleichzeitig versteht sie es aber auch, Grenzen zu ziehen. Sie erzählt nicht alles, deutet manches nur an, sagt auch mal ganz klar, dass es für sie zu weit geht über etwas noch detaillierter zu berichten. Und doch bleibt das Buch dabei nicht an der Oberfläche, sondern geht auch in die Tiefe.Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt: 1. Im Käfig meiner Angst, 2. Flügelschläge, 3. Flug in die Freiheit, 4. Wachsende Flügel. Die Überschriften der vier Abschnitte lassen erahnen, dass sie mit dem Bild Vogels im Käfig, der dann seinen ersten Flug unternimmt, ihre Entwicklung beschreibt.Für mich war besonders der letzte Abschnitt interessant. Darin beschreibt sie ihre Ausbildung und heutige Arbeit als Tanzsoziotherapeutin. Ihre Erkenntnisse aus der Ausbildung und Arbeit lassen sich auch auf andere Teile des Lebens übertragen. Ich fand daher gerade auch den letzten Teil sehr interessant und hilfreich für mich.Das Schreibstil ist flüssig geschrieben, es ist auch nicht zu düster geschrieben, aber es ist dennoch ein Buch, das nachdenklich stimmt und der ernsten Thematik mehr als gerecht wird. Als angehende Pastorin fand ich das Buch für mich und meine zukünftige Arbeit als sehr hilfreich. Das Buch ist daher für alle zu empfehlen, die sich näher mit der Thematik beschäftigen wollen.

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  • Wie Missbrauch ein ganzes Leben verändert

    Im Käfig der Angst
    heaven4u

    heaven4u

    12. September 2016 um 22:37

    Ille Ochs wächst in einem augenscheinlich normalem, christlichen Elternhaus auf. Ihr Kindheit ist behütet, sie wohnen über der Gemeinde, so dass sie immer ein offenes Haus haben. Ihr großer Bruder ist der bekannte Liedermacher und Pastor Peter Strauch. Auch ihr Vater ist damals sehr bekannt und wird von vielen geschätzt. Doch immer wieder hat Ille Depressionen und Angstzustände. Keiner weiß, woher das kommt und so lebt sie die meiste Zeit ziemlich abgekapselt, hat wenig Freunde. Auch in der Ausbildung setzt sich ihr ängstliches und flüchtendes Verhalten fort. Als ihr Vater seine Ämter niederlegen muss, weil er zwei Mädchen sexuell missbraucht hat auf einer christlichen Kinderfreizeit in Holland, die er jedes Jahr betreute. Und so langsam ahnt Ille, dass sie vielleicht auch ein Opfer von ihm war. Es beginnt eine lange Reise zu sich selbst und sie versucht durch verschiedene Therapien Heilung zu finden. Dieses Buch hat es echt in sich. Das Thema sexueller Missbrauch wird in christlichen Kreisen leider oft totgeschwiegen doch die Opfer leiden ein Leben lang. Ille weiß anfangs gar nichts davon, dass ihr Vater sie als Kind missbraucht hat, sie verdrängt es. Nur durch Zufall ahnt sie, dass da etwas nicht stimmt. Lange Zeit hat sie Panikattacken und Angstzustände und weiß nicht woher das kommt. Deshalb auch der Titel, der sehr passend gewählt ist. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, weil mich das Leben der Autorin so bewegt hat. Viele ihrer Gedanken haben auch mich total angesprochen und bewegt. Ich bewundere sie, wie viele Therapien und Ausbildungen sie gemacht hat um herauszufinden, was mit ihr los ist. Die wichtigste Aussage im ganzen Buch fand ich, dass vergeben nicht heißt, dass man es vergessen und unter den Tisch kehren soll. Dass die Autorin all die Jahre an ihrem Glauben festgehalten hat, obwohl der Missbrauch ihre Welt erschüttert hat, ist ein echtes Wunder. Erschüttert war ich, als sich einige Menschen von ihr abwenden, weil sie nicht glauben, dass ihr „Glaubensheld“ sowas getan haben soll. Ich hoffe der Mut von Ille Ochs kann vielen Betroffenen helfen, offen über ihren Missbrauch zu reden und nicht die Schuld bei sich zu suchen. Es ist eins der wenigen Bücher im christlichen Sektor zu diesem Thema, vielleicht kann es auch helfen, nicht die Augen zu verschließen. Nur selten hat mich ein Buch so berührt wie dieses.

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  • Leserunde zu "Im Käfig der Angst" von Ille Ochs

    Im Käfig der Angst
    Arwen10

    Arwen10

    Ein Buch zu einem sehr ernsten Thema ist gerade im SCM Verlag erschienen. Ich freue mich, es euch als Leserunde anbieten zu können und danke dem Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Ille Ochs Im Käfig der Angst Zum Inhalt: Ille Ochs war immer "Papis Liebling". Was niemand ahnt: Ihr Vater, ein angesehenes Gemeindemitglied, missbrauchte seine Tochter sexuell. Die Krankenschwester und Pastorenfrau verdrängt die Erinnerungen, doch sie prägen ihr Verhalten und verletzen ihre Seele zunehmend. Bis sie sich durch Träume und düstere Ahnungen an die Oberfläche drängen. Doch in der schwärzesten Stunde beginnt ein Prozess der Aufarbeitung und Heilung, etwas, was Ille Ochs kaum für möglich gehalten hätte. Am Ende steht eine Begegnung mit ihrem sterbenden Vater - und die schwere Frage, was echte Vergebung bedeutet. Das Buch berührt in ehrlicher und offener Weise, ohne emotionale Grenzen zu überschreiten. Mit einem bewegenden Vorwort von Peter Strauch, dem Bruder von Ille Ochs. Infos zur Autorin: Ille Ochs, Jahrgang 1954, jüngstes Kind der Familie Strauch aus Wuppertal, lebt mit ihrem Mann, Pastor Siegfried Ochs in Kierspe/Sauerland. Die gelernte Krankenschwester arbeitet heute als Tanz- und Bewegungstherapeutin und Kreative Supervisorin freiberuflich mit Gruppen, Teams und Einzelpersonen. Und nun noch ein paar Infos, die leider nötig sind: Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 29. August 2016, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage, was euch an diesem Buch interessiert. Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! Bitte beachtet, dass wir Gewinne  nur einmal pro Haushalt vergeben und dass ich innerhalb von 3 Tagen eure Rückmeldung brauche, wenn ihr mitlesen möchtet.

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    • 57
  • Die Verfehlungen des Vaters

    Im Käfig der Angst
    Langeweile

    Langeweile

    08. September 2016 um 14:54

    Inhaltsangabe übernommen: "Ille Ochs war immer "Papis Liebling". Was niemand ahnt: Ihr Vater, ein angesehenes Gemeindemitglied, missbrauchte seine Tochter sexuell. Die Krankenschwester und Pastorenfrau verdrängt die Erinnerungen, doch sie prägen ihr Verhalten und verletzen ihre Seele zunehmend. Bis sie sich durch Träume und düstere Ahnungen an die Oberfläche drängen. Doch in der schwärzesten Stunde beginnt ein Prozess der Aufarbeitung und Heilung, etwas, was Ille Ochs kaum für möglich gehalten hätte. Am Ende steht eine Begegnung mit ihrem sterbenden Vater - und die schwere Frage, was echte Vergebung bedeutet. Das Buch berührt in ehrlicher und offener Weise, ohne emotionale Grenzen zu überschreiten. Mit einem bewegenden Vorwort von Peter Strauch, dem Bruder von Ille Ochs." Die Autorin hat mit diesem Buch den Versuch unternommen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Lange blieb der sexuelle Missbrauch durch ihren Vater tief in ihrem Inneren verborgen. Sie wuchs in einem sehr christlich geprägten Elternhaus auf, eine Umgebung, wo man solche Vorfälle zuerst mal nicht vermutet. Erst durch jahrelange Albträume und aufgrund dessen unzählige Therapien, wird es ihr bewusst, was sich in ihrer Kindheit abgespielt hat. Es ist wohl so , dass die meisten Menschen diesen Erfahrungen durch Verdrängung begegnen.Obwohl diese schlimmen Erlebnisse ihr ganzes weiteres Leben bestimmen, schafft sie es , ihrem Vater kurz vor seinem Tod zu vergeben. Das Buch hat mich sehr bewegt, auch wenn zum Schluss einige Fragen offen blieben.

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