Ilon Wikland

 4,5 Sterne bei 3.745 Bewertungen

Lebenslauf

Ilon Wikland, 1930 in Estland geboren, studierte Kunst in Stockholm und London und arbeitete als freie Illustratorin. Ab 1954 illustrierte sie insgesamt mehr als 30 Bücher von Astrid Lindgren.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ilon Wikland

Cover des Buches Die Brüder Löwenherz (ISBN: 9783960521273)

Die Brüder Löwenherz

(645)
Erschienen am 16.05.2019
Cover des Buches Die Kinder aus Bullerbü (ISBN: 9783789158629)

Die Kinder aus Bullerbü

(424)
Erschienen am 29.12.2011
Cover des Buches Madita 1 (ISBN: 9783751202305)

Madita 1

(315)
Erschienen am 10.05.2022
Cover des Buches Karlsson vom Dach. Gesamtausgabe (ISBN: 9783751202329)

Karlsson vom Dach. Gesamtausgabe

(183)
Erschienen am 10.05.2022
Cover des Buches Die Kinder aus der Krachmacherstraße (ISBN: 9783960521211)

Die Kinder aus der Krachmacherstraße

(144)
Erschienen am 16.05.2019
Cover des Buches Astrid Lindgrens Märchen (ISBN: 9783789121388)

Astrid Lindgrens Märchen

(110)
Erschienen am 09.09.2021
Cover des Buches Madita 2. Madita und Pims (ISBN: 9783751202893)

Madita 2. Madita und Pims

(82)
Erschienen am 13.07.2022

Neue Rezensionen zu Ilon Wikland

Cover des Buches Lustiges Bullerbü (ISBN: 9783789161339)
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Rezension zu "Lustiges Bullerbü" von Astrid Lindgren

a_different_look_at_the_book
✎ Astrid Lindgren - Lustiges Bullerbü

Ich bin spät bei Astrid Lindgren gelandet. Erst im letzten Jahr habe ich mit „Ronja Räubertochter“ mein erstes Buch von ihr gelesen, zwei weitere warten noch ungelesen. Vorgelesen wurde mir Lindgren als Kind nicht, eine emotionale Bindung aus dieser Zeit existiert also nicht. Was geblieben ist, sind die Pippi-Langstrumpf-Filme, die ich mochte und heute deutlich kritischer betrachte. Vielleicht lese ich ihre Bücher gerade deshalb ohne nostalgischen Filter.

„Lustiges Bullerbü“ entwirft das Bild einer Kindheit, die heute fast wie ein Gegenentwurf wirkt. Kinder sind viel draußen, bewegen sich frei, streifen ohne Erwachsene durch ihr Dorf, getragen von einer Gemeinschaft und einer Natur, die keinen Spielplatz braucht. Darin erkenne ich Teile meiner eigenen Kindheit wieder. Auch wir waren ständig unterwegs, allein im Dorf, im Ried, beschäftigt mit uns selbst. Vergleiche ich das mit der Lebensrealität meiner achtjährigen Tochter, entsteht ein deutlicher Bruch. Wir leben zwar in einer grünen Kleinstadt, doch allein losziehen lassen würde ich sie nicht. Zu viele Risiken, zu viele Unwägbarkeiten. Wiesen gibt es, aber sie sind oft vermint mit Hundehaufen. Einen Wald auch, doch der taugt eher als Mückenbiotop denn als Abenteuerschauplatz. Bullerbü fühlt sich dadurch wie eine ferne Welt an.

Genau an diesem Punkt setzt berechtigte Kritik an. Die in Bullerbü gezeigte Kindheit ist idealisiert und kaum auf heutige Lebensrealitäten übertragbar. Das Buch bildet keine Gegenwart ab, sondern einen Zustand, der längst vergangen ist. Gleichzeitig liegt darin seine Stärke. Lindgren zeigt, was möglich war und was vielleicht immer noch möglich wäre, wenn Kinder mehr Freiräume hätten. Sie schreibt über Freundschaft, Zusammenhalt, kleine Mutproben und die Schönheit der Natur, ohne sie kitschig zu überhöhen, sondern mit einem ruhigen, klaren Blick.

Dabei blendet sie Verantwortung nicht aus. Tiere sind keine Spielzeuge, sie bedeuten Arbeit. Freiheit existiert nicht ohne Konsequenzen. Die Mutproben der Kinder sind nicht immer harmlos, manches wirkt aus heutiger Sicht sogar riskant. Das fordert Einordnung und Gespräche. Gleichzeitig muss ich mir eingestehen, dass auch meine eigene Kindheit voller Dinge war, die heute vermutlich Stirnrunzeln auslösen würden. Der Unterschied liegt weniger im Verhalten der Kinder als im gesellschaftlichen Rahmen, der sich verändert hat.

Die Illustrationen von Ilon Wikland unterstützen diesen Eindruck. Die Kinder sind klar gezeichnet, während der Hintergrund oft verschwimmt. Die Welt tritt zurück, die Figuren rücken in den Fokus. Das verstärkt die kindliche Perspektive und lenkt den Blick konsequent auf das Erleben, nicht auf die Kulisse.

Erzählt wird die Geschichte aus Lisas Sicht - und das spürt man. Der Ton ist kindlich, die Sprache einfach, manchmal mit diesen typischen Aufzählungen, bei denen ein „und“ das nächste jagt. Das wirkt nicht unbeholfen, sondern ehrlich. Es klingt nach einem Kind, das erzählt, wie es denkt und fühlt, ohne literarischen Filter.

Für uns ist „Lustiges Bullerbü“ eine warmherzige, emotionale Geschichte, die gerade durch ihre zeitliche Distanz zum Nachdenken anregt. Sie weckt Sehnsucht, provoziert aber auch Diskussionen darüber, wie Kindheit heute aussieht und aussehen darf. Ob uns „Michel aus Lönneberga“ ähnlich berühren wird, wird sich zeigen.

©2026 adlatb

Cover des Buches Ich will auch Geschwister haben (ISBN: 9783789160332)
Mariiinahes avatar

Rezension zu "Ich will auch Geschwister haben" von Astrid Lindgren

Mariiinahe
Toller Klassiker für Kinder die Geschwister bekommen

Ich habe dieses Buch gekauft als mein großes Kind ein Geschwisterchen bekommen hat und sehr eifersüchtig war. Toll wie darauf eingegangen ist, dass Geschwister zwar manchmal nervig sind, aber im Endeffekt sie für die Kinder eine Bereicherung.

Nicht so gut hat mir gefallen, dass die Mutter den kleinen Jungen, nachdem er seine Babyschwester gehauen hat, gepackt hat und ihm gesagt hat, er solle sich schämen. Diesen Teil habe ich mit Bleistift für meine Kinder geändert. Bei mir nimmt die Mutter den Jungen in den Arm und sagt ihm, dass man nicht hauen darf. Auch möchte ich meinen Kindern nicht sagen, dass sie sich um die kleinen Geschwister kümmern müssen, sondern dürfen. Aber diese zwei kleinen Stellen kann man als Eltern schnell anders formulieren und ansonsten wirklich in ein gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

Cover des Buches Ronja Räubertochter (ISBN: 9783751206358)
A

Rezension zu "Ronja Räubertochter" von Astrid Lindgren

Alinchen
Ronja Räubertochter

Ronja lebt mit ihren Eltern Mattis, einem Räuberhauptmann, und Lovis und der ganzen Räuberbande in der Mattisburg. Sie liebt ihr Leben dort und noch mehr den Mattiswald, wo sie den ganzen Tag über spielt. Bis sie eines Tages Birk kennen lernt. Er ist der Sohn von Borka, dem Erzfeind von Mattis. Hinter den Rücken ihrer Eltern werden die beiden Freunde, sogar wie Bruder und Schwester. Als die Eltern davon erfahren, kommt es zum Streit und die Kinder beschließen von nun an zusammen im Wald zu leben.

Ich habe als Kind nie Ronja Räubertochter gelesen, wohl aber andere Bücher von Astrid Lindgren. Mir persönlich war es an manchen Stellen zu seicht, aber ich bin nicht die Zielgruppe, weshalb ich einen Stern mehr gebe. Gerade die zweite Hälfte des Buchs, wo Ronja und Birk im Wald leben, hat mir extrem gut gefallen.

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