Ilona Jerger Und Marx stand still in Darwins Garten

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Inhaltsangabe zu „Und Marx stand still in Darwins Garten“ von Ilona Jerger

Im Frühjahr 1881 leben in London zwei große Männer nur wenige Meilen voneinander entfernt: Charles Darwin und Karl Marx. Beide haben mit ihren Werken die Welt verändert. Und doch leiden sie darunter privat und öffentlich. Darwin hat den Schöpfer abgeschafft, fühlt sich missverstanden und forscht inzwischen still am Regenwurm. Marx grollt der Welt und wartet auf ein mutiges Proletariat, dabei verzettelt er sich beim Schreiben. Eines Abends begegnen sich die beiden bei einem Dinner. Schnell kreist ihre Diskussion um Gott und soziale Gerechtigkeit. Das Gespräch endet in einem Eklat. Dennoch haben der großbürgerliche Naturforscher und der ewig klamme Revolutionär mehr gemeinsam, als sie sich eingestehen wollen.

Ilona Jerger hat über diese beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten eine Geschichte geschaffen, in der die Streitkultur noch gelebt wird!

— kassandra1010

Hatte mir die Begegnung zwischen Evolution und Revolution spannender erzählt erhofft

— Schugga

Fand ich unnötig

— Frieda-Anna

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  • Eine zarte Revolution des Menschseins

    Und Marx stand still in Darwins Garten

    kassandra1010

    23. August 2017 um 11:00

    Alles beginnt ganz harmlos in Jahr 1881 in London. Der rennomierte Arzt Beckett hat zwei Patienten, aus dessen Arzt-Patienten-Beziehung so etwas wie Freundschaft entstanden ist.Charles Darwin, mittlerweile berühmt, aber in London heimatlos, beschäftigt sich nur noch wenig mit der Erforschung von Flora und Fauna sondern fristet sein Dasein mit der Begutachtung von Regenwürmern.Beckett versteht, dass Darwin nicht nur an körperlichen Schmerzen leidet, sondern auch die Seele still und leise erkrankt und er beschließt, dass er um der Freundschaft willen Abhilfe schaffen muss. Polly, der Terrier und seine Ehefrau Emma sind am Ende ihrer Kräfte.Sein weiterer Patient Karl Marx befindet sich in einer ähnlichen Situation wie Marx. Der Stillstand seiner "Revolte" bringt ihn und seinen Körper in eine Ausnahmesituation gegen die auch sein Lehnchen machtlos ist.Per Zufall kommt es zu einem ersten Treffen der Beiden im Haus der Darwins und das von Darwins Ehefrau Emma als "Anstoß" gedachte Essen endet in einem Disaster.Beckett ist überrascht über das Treffen und beide begeistern sich von da an etwas mehr mit den Theorien und Forschungen des jeweils anderen.Ilona Jerger hat mit ihrem Roman über diese beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten eine Geschichte geschaffen, in der die Streitkultur und die Diskussion über Gott und die Welt im Vordergrund steht.Egal wie berühmt und wie streitbar der Mensch und dessen Theorien sein mögen, es ist und bleibt ein Mensch.

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  • Evolution trifft auf Revolution

    Und Marx stand still in Darwins Garten

    Schugga

    14. August 2017 um 22:54

    Was wäre, wenn sich der berühmte Naturforscher Charles Darwin sowie Karl Marx, seines Zeichens Revolutionär, zu ihrer Zeit begegnet wären? Zwei große Köpfe, welche nicht weit voneinander entfernt im London des Jahres 1881 wohnten. Welche, jeweils auf ihre Art, großen Einfluss auf die damalige Gesellschaft hatten. Was wäre geschehen, hätten die beiden sich zu einem Gespräch zusammengefunden? Autorin Ilona Jerger ging diesem Gedankenspiel nach... Charles Darwin und Karl Marx waren Charaktere, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Und ebendiese beiden Männer lässt die Autorin in ihrem Roman fiktiv bei einem Dinner aufeinander treffen. Beide bereits im fortgeschrittenen Alter und nicht mehr bester Gesundheit, sind sie jedoch in der Lage, einen leidenschaftlichen Disput über Gott und die Welt zu führen, dem es sich zu folgen lohnt. Dem Buch ist eine ausführliche Recherche der Autorin um die beiden Protagonisten anzumerken. Der Roman kommt sprachlich in einem einwandfreien Stil daher. Leider ist alles stellenweise inhaltlich sehr in die Länge gezogen und schwerpunktmäßig zugunsten Darwin ausgelegt. Auch wenn versucht wurde, die beiden Persönlichkeiten auf ihre alten Tage hinreichend authentisch zu präsentieren, wurde für meinen Geschmack das Potential, Geschichte und Fiktion spannend miteinander zu verweben, nicht ausgereizt. Dies nimmt dem Roman ein wenig den Unterhaltungswert und lässt die notwendige emotionale Tiefe vermissen. Der Sprecher des Hörbuchs, Peter Kaempfe, macht seinen Job gut und hat versucht, dem Roman ein wenig mehr Tiefgang zu verleihen, als dies im Roman selbst der Fall ist.

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  • Zwei Berühmtheiten

    Und Marx stand still in Darwins Garten

    Dominikus

    13. August 2017 um 14:20

    Und Marx stand still in Darwins Garten, mit diesem Roman hat die Autorin Ilona Jerger eine interessante fiktive Persiflage geschrieben Darwin und Marx kennt ja jeder, aber ich hatte mich nie näher mit ihnen beschäftigt. Der Roman ist 1881 in London angelegt, zu der Zeit lebten beide da. Beide schön älter und krank und große Persönlichkeiten. Die Autorin versteht es gut uns die Forschungen von Charles Darwins nahe zu bringen. Es ist manchmal ganz lustig, wenn er die Regenwürmer beobachten und die Kinder mithelfen mussten. Karl Marx lebt in London im Exil, sein Kapital hat er schon geschrieben. Er kommt mir hier ziemlich brummig vor. In seinem Umfeld kommt seine Haushälterin Lenchen als eine liebenswerte Person dazu. Die Autorin hat den Beiden den gleichen Hausarzt verpasst. Der betreibt mit seinen Patienten gute Dialoge. Da erfährt man von ihren Ängsten, ihren Überzeugungen und ihrer Starrköpfigkeit. Das Treffen von Darwin und Marx ist fiktiv, passt aber sehr gut in die Geschichte. So, wie ich die Charaktere durch die Autorin kennen lerne, sind sie sehr eigenwillige starke Persönlichkeiten. Das Hörbuch wird von Peter Kaempe mit geschulter angenehmer Stimme sehr gut gelesen. Ilona Jerger ist mit diesen verknüpften Lebensgeschichten ein guter Roman gelungen. Er ist absolut lesenswert.

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  • sorgfältig gestaltete, romanhafte Biografie

    Und Marx stand still in Darwins Garten

    yellowdog

    06. August 2017 um 22:37

    Karl Marx und Charles Darwin als Romanfiguren. Das funktioniert überraschend gut. Darwins Ehefrau teilt nicht in allen seine Einstellung, insbesondere über Gott und das ewige Leben. Doch Darwin ist durch und durch Wissenschaftler. Bei Marx ist es seine Haushälterin Lenchen, die eine enge Beziehung zu ihm hat. Sowohl Darwin als auch Marx sind zum Zeitpunkt der Handlung gesundheitlich angeschlagen. Die erste Gemeinsamkeit der beiden berühmten Persönlichkeiten ist somit ihr Hausarzt, Dr.Beckett, der gerne über politische und wissenschaftlichen Themen plaudert. Ein wichtige Entscheidung der Autorin war, die Handlung zu einem Zeitpunkt einsetzen zu lassen, als Darwin und Marx ihre Hauptwerke bereits gesetzt habe. Entsprechend bekannt sind sie. Ihr Erfolg ist aber nicht unumstritten. Neben Bewunderern gibt es auch viele Kritiker. Marx und Darwin werden trotz ein paar Gemeinsamkeiten als sehr verschiedene Charaktere ausgeführt. Darwin ist ruhiger, Marx oft aufbrausend. Ihre Thesen sind natürlich sehr gegensätzlich, dennoch gibt es anscheinend bis zu einem gewissen Grad gegenseitige Bewunderung zwischen ihnen. Zur persönlichen Begegnung kommt es erst auf CD4. Es gibt wenig Handlung, jedoch viele Dialoge über Theorien und Thesen, über Atheismus und über Gott und das Leben, das macht das Buch aus. Hinzu kommt eine Spur Melancholie! Das muss man als Zuhörer aber auch mögen, sonst langweilt man sich schnell. Insgesamt haben mir die Darwin-Passagen besser gefallen als die mit Marx. Übermäßig spannend ist das ansonsten gut gemachte Hörbuch nicht, aber doch überwiegend interessant. Streckenweise gleicht es mehr einer Biografie als einem Roman. Das Hörbuch ist ruhig gesprochen. Alles andere wäre auch unpassend. Ihm gelingt es, den Figuren eigene Persönlichkeiten zu geben. Der Sprecher ist Peter Kaempfe, ein bekannter Schauspieler. Als Hörbuchsprecher kannte ich ihn bisher noch nicht.

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  • Die Gebrechlichkeiten zweier großer Denker

    Und Marx stand still in Darwins Garten

    Frieda-Anna

    06. August 2017 um 14:58

    Ich war schon zu Anfang skeptisch, was die Buchidee betrifft. Zwei bekannte Größen ihrer Zeit bis heute treffen sich fiktiv. Eher der Sinn des Ganzen hat mich veranlasst mich für das Hörbuch zu interessieren; nicht zuletzt deshalb, weil ich die beruhigende, dunkle Stimme von Peter Kaempfe sehr mag. Darwin, wie auch Marx sind gealtert, melancholisch und körperlich nicht wohlauf. Die Autorin hatte offensichtlich, hierauf basierend, Freude an der detailierten Ausführung sämtlicher psychosomatischer und somatischer Symptome der beiden mit all ihren Auswirkungen und so schickt sie abwechselnd Dr. Beckett zu ihnen.  Bis die beiden sich schließlich bei Darwin treffen. Bis dahin und nicht aufhören wollend erfährt der erstaunte Leser vieles über Leberleiden, Schlaflosigkeit und Albträume, Bronchitis und das Öffnen und die Versorgung eitriger Geschwülste. Um hier einen kleinen Teil zu nennen. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass auch Herr Kaempfe Schwierigkeiten hatte, dies alles vorzutragen und glaubte, seine Stimme wurde immer monotoner. Ich hatte wirklich keine große Lust mehr weiter zu hören und das lag nicht allein an der Ausführung menschlicher Gebrechen. Ich konnte mich nicht auf die Handlung, die meines Erachtens so lansam vor sich hinkroch, wie die Regenwürmer in Darwins Experimenten, einlassen. Zuwenig erschienen mir auch die Fakten und Informationen über die jeweiligen Werke beider. Kam mal so ein Häppchen, konnte mich wenigstens dieses dazu bringen nicht gleich aufzugeben. Zwei große Denker sollten einfach so in Erinnerung bleiben. Ergänzungen unnötig.         

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