Ilona Maria Hilliges Die weiße Hexe - Meine Abenteuer in Afrika (Exotica-Schicksale in der Ferne)

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Inhaltsangabe zu „Die weiße Hexe - Meine Abenteuer in Afrika (Exotica-Schicksale in der Ferne)“ von Ilona Maria Hilliges

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  • Rezension zu "Die weiße Hexe - Meine Abenteuer in Afrika (Exotica-Schicksale in der Ferne)" von Ilona Maria Hilliges

    Die weiße Hexe - Meine Abenteuer in Afrika (Exotica-Schicksale in der Ferne)

    Puzzeline

    02. January 2011 um 17:58

    Rezension: Ilona Maria Hilliges beschreibt in ihrem Buch ihre Erlebnisse in Nigeria. Alles beginnt damit, dass sie John kennenlernt. Sie verliebt sich in ihn und will sein Land, Nigeria, kennenlernen. Bald schon bemerkt sie die Unterschiede zur westlichen Welt. Die Uhren ticken anders und die Menschen sind sehr auf ihre Götter bezogen. Hilliges gerät in dubiose Machenschaften und bekommt starke Probleme, sowohl in der Liebe, als auch beruflich. Schnell wird ihr klar, dass sie sich in Nigeria auch mit Spiritualität befassen muss und wird so zur „weißen Hexe“. Ich finde es beeindruckend, wie sich Hilliges einer ihr unbekannten Welt behauptet. Sie kennt das Land überhaupt nicht und trotzt allen Problemen. Sie ist stets um das Wohl ihrer Mitmenschen bemüht und zeigt viel Mut gegenüber der fremden Kultur. Man kann sie zweifellos als starke Frau bezeichnen. Am Anfang des Buches ist der Erzählstil noch flüssig und als Leser ist man gespannt auf das, was die Autorin in Nigeria erwarten mag. Man hat schon finstere Vorahnungen, denn ihr Mann John scheint nicht ganz seriös und glaubwürdig zu sein. Diese Vorahnungen werden schnell bestätigt, denn das geplante Geschäft mit Autos in Afrika gestaltet sich als schwierig. An dieser Stelle muss ich leider auch schon mit der Kritik beginnen. Denn durch die beruflichen Probleme von Ilona Hilliges driftet das Buch in einen Wirtschafts-Roman ab. Seitenweise geht es nur um die Infrastruktur Afrikas und irgendwelche Papiere, die von A nach B gebracht werden müssen. Das hindert den Lesefluss enorm. Diese ganzen Probleme hätte man in wenigen Sätzen zusammenfassen können. Dadurch, dass alles im Buch nach wahren Begebenheiten verläuft, ist natürlich kein richtiger Spannungsbogen vorhanden. Lange passiert nichts, was dadurch verstärkt wird, dass Hilliges absolut unwichtige Dinge einfließen lässt. Es ist schließlich für den Verlauf der Geschichte unnötig zu erwähnen, dass ein Sohn eine Batterie verschluckt. Was hat das mit Afrika zu tun? Erst auf den letzten zehn Seiten kommt Spannung auf. Das ist sehr schade, denn ohne die ganzen geschäftlichen Erwähnungen enthält das Buch durchaus interessante Erzählungen. Wenn Hilliges die afrikanischen Märkte beschreibt, fühlt man sich, als sei man tatsächlich dabei. Der im Klappentext beschriebene Konflikt zwischen Rationalität und Spiritualität wird auch klar. Die Weltvorstellungen sind einfach unglaublich verschieden. Am deutlichsten wird das, wenn von der Zahl der Ehefrauen die Rede ist. Hilliges ist als Europäerin von Monogamie überzeugt. Umso schrecklicher findet sie die Vorstellung, ihren afrikanischen Partner mit anderen Frauen teilen zu müssen, was für diesen eine Selbstverständlichkeit ist. Fazit: Hilliges Erzählungen sind zweifellos beeindruckend. Leider werden unnötig Dinge hervorgehoben, die unwichtig für den Verlauf der Erzählungen sind. Schade, denn abgesehen davon wäre das Buch interessant gewesen.

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