Ilona Maria Hilliges Sterne über Afrika - Ilona Maria Hilliges

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Inhaltsangabe zu „Sterne über Afrika - Ilona Maria Hilliges“ von Ilona Maria Hilliges

Sterne über Afrika - Ilona Maria Hilliges

Ein Afrikaroman jenseits der schnulzigen Romantik.

— Waschbaerin
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  • von Berlin Wedding nach Deutsch - Ostafrika

    Sterne über Afrika - Ilona Maria Hilliges

    Waschbaerin

    24. July 2017 um 19:05

    Wenn man sich vorstellt, dass es gerade mal etwas mehr als 100 Jahre her sind, dass Frauen Medizin studieren durften um anschließend in unserem Land noch daran gehindert zu werden, diesen Beruf auszuüben, kann man ermessen, welchen Fortschritt unsere Welt in den vergangenen Jahren gemacht hat. Der Roman "Stern über Afrika" (Sehnsucht Afrika) von Ilona Maria Hilliges beginnt im Jahre 1885 in Berlin Wedding. Das zwölfjährige Mädchen Amalia hilft ihrer Mutter bei einer Entbindung. Danach springt die Erzählung in das Jahr 1891 nach Deutsch - Ostafrika ins Usambaragebirge. Amalia lebt dort als Adoptivkind der Familie von Freyer auf einer Plantage. Sie hat sich zu einem mutigen Mädchen entwickelt, dass sich in seiner neuen, gefährlichen Umgebung eingelebt hat. Welch ein Entwicklungssprung!Die eigentliche Romanhandlung beginnt im Jahre 1906 auf einem Schiff im Indischen Ozean, als die Ärztin Amalia von Freyer auf der Fahrt zurück nach Afrika ist, weil sie in der Männerdomäne "Arzt" in Deutschland keine Zukuft hat. Sie durfte sich zwar ausbildenden lassen, doch dann wurde von ihrem Verlobten erwartet, dass sie die Mutter seiner Kinder und die Zierde seines Hauses würde. Doch für eine Frau wie Amalia ist diese Zukunft eine einzige Schreckensvision, weshalb sie die Verlobung löst und sich entschließt in Afrika eine Krankenstation einzurichten. Doch bereits auf dem Weg zu ihrem neuen Wirkungsort muss sie ihr Können unter Beweis stellen und gegen die Vorbehalte des Schiffsarztes ankämpfen. Die weitere Handlung in Afrika möchte ich nun nicht verraten. Es liest sich ungeheuer spannend, wie moderne Medizin auf die alte Tradition eines Medizinmannes trifft und am Ende beides Gültigkeit oder sollte ich besser sagen Erfolg aufweisen kann. Obwohl die Schönheit dieses Landes so bildlich dargestellt ist, dass man die Spuren von Löwen in Gedanken vor sich sieht und und die Schreie der Affen zu hören glaubt,  liegt dieses Buch fern jeglicher Afrikaromantik, wie wir sie öfters in TV Filmen erleben. Es ist ein hartes Leben, dass die Menschen in den Kolonien führten. Hart für die Ureinwohner, die von dem weißen Mann meist geschunden und ausgenützt wurden, aber auch hart für die Weißen, denen die Krankheiten und das Klima zusetzten. Dazu noch die Glücksritter und zwielichtige Gestalten, die das große Gelt machen.Ein Sittenbild dieser längst untergegangenen Zeit, als sich Deutschland noch Kolonialmacht nannte. Weshalb mich dieser Roman besonders interessierte? Unsere Tochter arbeitete für einige Monate in Morogoro/Tansania und war von diesem Land begeistert. Was sie besonders beeindruckte war die Erklärung der Farbgestaltung der tansanischen Flagge: Schwarz für die Hautfarbe der Menschen, Grün für das fruchtbare Land, Gelb steht für die Savanne und Blau für das Meer. Was fehlt ist die Farbe Rot. Der Grund: Die Unabhängigkeit wurde unblutig errungen. 

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