Brunnenleich

von Ilona Schmidt 
4,7 Sterne bei22 Bewertungen
Brunnenleich
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Klassischer Lokalkrimi aus Bayern, mit einem spannenden, verstrickten Fall und tief wurzelnden Gefühlen. Gesellschaftskritik inklusive.

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Ein Krimi, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

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Inhaltsangabe zu "Brunnenleich"

Während des Coburger Schlossplatzfestes wird in einem Brunnen eine Frauenleiche entdeckt. Eigentlich ein Routinefall, wäre die Frau nicht schon vor Jahren von ihrem Ehemann ermordet worden. Der vorgetäuschte Mord zerstörte nicht nur ihn, sondern auch die beteiligten Familien. Was trieb Melinda nun in ihre Heimat zurück? Kommissar Richard Levin muss nicht nur das Geheimnis um die Tote aufklären, sondern findet zudem heraus, dass seine Vorgesetzte ausgerechnet die Tochter des Mannes ist, dem er nie mehr begegnen wollte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839223444
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:04.07.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.08.2018 bei ABOD Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 2 Monaten
    Beste Unterhaltung...

    Ich mag es für mich neue Autoren zu entdecken. Hier habe ich mir das neue Buch der Autorin Ilona Schmidt ausgesucht und ich kann sagen, dass sie es versteht spannend und unterhaltend zu schreiben.
    Gleich mit dem Prolog oder wie hier, dem ersten Kapitel, hat sie mich gefesselt. Nach und nach lernt man viele sehr interessante und sehr plastisch beschriebene Charaktere kennen.
    Besonders gut gefiel mir das Ermittlerteam und da insbesondere das Verhältnis zwischen Robert Levin und seiner Vorgesetzten Maxi Frohn.
    Die Story ist von Anfang an auf einem recht hohen Spannungslevel und behält die Spannung auch weitestgehend bis zum dramatischen Finale bei.
    Ich mag es wenn ich mitermitteln kann, doch genau das macht einem Ilona Schmidt nicht allzu leicht. Geschickt eingebaute Wendungen lassen den Leser immer wieder an andere Schuldige denken, und auch diese Spuren führen oftmals ins Leere. Das ist für mich großes Kino, denn ich mag geschickt konstruierte Krimis die jedoch nicht konstruiert wirken.
    Ilona Schmidt gelingt es ihren Figuren Leben einzuhauchen, so gut dass man teilweise das Gefühl hat neben den Figuren mitzuermitteln.
    Schritt für Schritt führt die Autorin den Leser durch die Story und je weiter man vordringt desto spannender wird es und gipfelt dann in einem dramatischen Finale.
    Mich konnte Ilona Schmidt auf Beste unterhalten. Und ich denke, dass „Brunnenleich“ nicht mein letztes Buch aus der Feder von Ilona Schmidt gewesen ist.
    Insgesamt komme ich hier auf 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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    dorlis avatar
    dorlivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Krimi, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.
    Rezension zu "Brunnenleich" von Ilona Schmidt

    Coburg. Während des Schlossplatzfestes wird im Herzog-Alfred-Brunnen die Leiche einer Frau entdeckt. Maria Dolores Enrico aus der Dominikanischen Republik wurde ermordet, wie die Obduktion ergibt. Das Team um Kriminalrätin Maximilia Frohn und Kommissar Richard Levin nimmt die Ermittlungen auf und muss schnell feststellen, dass dieser Fall rätselhafter ist, als zunächst angenommen, denn bei Maria handelt es sich um die tot geglaubte Melinda Hauptmann, die vor 17 Jahren während eines Segeltörns in der Karibik angeblich von ihrem Mann Walter über Bord geworfen wurde…

    Ilona Schmidt versteht es mit ihrem angenehm zu lesenden Schreibstil ganz ausgezeichnet, die Spannung schon nach wenigen Seiten auf ein hohes Level zu katapultieren. Schnell ist man mittendrin im Geschehen und erlebt nicht nur die Ermittlungen, sondern auch die persönlichen Probleme sowie das Miteinander und das Gegeneinander der Akteure hautnah mit.

    Der Aufbau des Krimis hat mir besonders gut gefallen – sowohl die Aufteilung in drei Perspektiven (Walter, Maxi, Richard) wie auch der Verlauf der Handlung auf unterschiedlichen Zeitebenen.
    Walters Part beginnt mit dem für ihn so verhängnisvollen Segeltörn. In weiteren Rückblenden erfährt der Leser, was Walter über die Jahre hinweg erlebt hat bzw. was er während seiner Inhaftierung in der Karibik und danach erdulden musste.
    Maxi hat sich erst vor wenigen Wochen von München nach Coburg versetzen lassen und die Leitung des Kommissariats übernommen. Sie hat sich bisher weder in Coburg eingelebt noch in ihrem neuen Aufgabengebiet richtig Fuß gefasst und man merkt ihr ihre Unsicherheit aufgrund mangelnder Routine deutlich an.
    Richard ist ein Ermittler, wie man sich ihn vorstellt: scharfsinnig und akribisch. Er kommt mit allen Kollegen bestens aus, nur Maxi steht er zwiespältig gegenüber – es ärgert ihn, dass man ihm jemanden mit so wenig Erfahrung vor die Nase gesetzt hat, dennoch fühlt er sich zu ihr hingezogen.

    Der Fall um die ermordete Melinda Hauptmann ist knifflig. Immer neue Fakten und Ereignisse halten die Handlung bis zum dramatischen Finale lebendig und haben mir genauso wie die zahlreichen im Verlauf des Krimis auftauchenden Fragen viel Platz zum Miträtseln über Hintergründe, mögliche Motive und die Identität des Täters gegeben.

    Ilona Schmidt kann auch mit einer großen Portion Lokalkolorit punkten. Dank der detailreichen Beschreibungen kann man sich die Schauplätze in und um Coburg prima vorstellen.

    „Brunnenleich“ hat mir sehr gut gefallen - ein Krimi, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

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    yesterdays avatar
    yesterdayvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Klassischer Lokalkrimi aus Bayern, mit einem spannenden, verstrickten Fall und tief wurzelnden Gefühlen. Gesellschaftskritik inklusive.
    Stimmungsvoller Lokalkrimi mit Gesellschaftskritik

    Kulinarischer und sprachlicher Lokalkolorit machen diesen Franken-Krimi zu einem sehr vergnüglichen Leseabenteuer. Ermittler Richard Levin bekommt es nicht nur mit einer Leiche zu tun, sondern gleich auch noch mit einer neuen Vorgesetzten. Maximilia Frohn, in vergleichsweise jungen Jahren schon Kriminalrätin, muss sich in ihrer neuen Dienststelle Coburg erst noch geografisch wie zwischenmenschlich zurechtfinden.

    Viel Zeit bleibt dafür nicht, denn der Fall der Leiche im Brunnen hält beide auf Trab. Durch langwierige Befragungen und Recherchen ergibt sich ein verwirrendes Bild. Ist die Tote wirklich diejenige für die sie sie halten? Zudem war sie nicht alleine in Coburg. Und dann wird auch noch ein Stadtrat in die Sache mit hineingezogen, der sich alleine schon durch sein schmieriges Verhalten verdächtig macht.

    Ilona Schmidt entfaltet behutsam eine Geschichte der menschlichen Schwächen, die Macht und Ohnmacht gegenüberstellt und kritische Fragen aufwirft. Wie “fair” ist unser Rechtssystem? Trifft es immer “die Richtigen”? Und hat unsere Gesellschaft manchmal doch Anteil daran, ob jemand schlussendlich zum Verbrecher wird?

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    Kriminevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderbar rätselhafter Franken-Krimi mit einer ordentlichen Portion Spannung.
    Ein wunderbar rätselhafter Franken-Krimi

    Im Coburger Hofgarten wird im Herzog-Alfred-Brunnen eine Leiche gefunden, von der niemand weiß, wer sie ist. Nur der Umstand, dass ihr Ableben nicht freiwillig geschah, ruft die Kripo auf den Plan, die auch sofort zu ermitteln beginnt. Doch anstatt den Täter schnell dingfest zu machen, stellen Kriminalrätin Maxi Frohn und ihr Kollege Richard Levin fest, dass die Tote bereits Jahre zuvor von ihrem Ehemann ermordet worden ist. Ein Fall, der es in sich hat und mit dem eine längst in Vergessenheit geratene Schuld an Tageslicht tritt.


    "Brunnenleich" ist der zweite Fall für den Coburger Kommissar Richard Levin, der bereits bei dem Mord an einem Lateinlehrer bewiesen hat, dass er sich auf seine Intuition und seinen Scharfsinn verlassen kann. Nun aber arbeitet er eng mit seiner neuen Vorgesetzten, der Kriminalrätin Maxi Frohn zusammen, was ihn vor einige Probleme stellt. Nicht nur der Fakt, dass die noch unerfahrene Kripochefin sich in ihrer neuen Dienststelle erst einmal profilieren muss, während er bei der erhofften Beförderung übergangen wurde, sorgt für Distanz. Auch die Tatsache, dass die aus Nürnberg kommende Polizistin verdammt gut aussieht und ausgerechnet Richard mehr als nur kameradschaftliche Gefühle für sie hegt, verunsichert ihn.

    Aber nicht nur zwischen den Kommissaren gibt es einige Reibereien. Auch alle anderen Figuren werden von aufkommenden Interessenkonflikten nicht verschont, wobei die Folgen ihrer Auseinadersetzungen wesentlich dramatischer sind. Deshalb kommt es auch dazu, dass eine junge Frau zwei Mal stirbt, während ein Mann viele Jahre unschuldig hinter Gittern verbringt. Ein wunderbar rätselhaftes Geschehen, das sich zum einen angenehm flüssig liest, zum anderen einen Spannungsbogen aufweist, der geschickt arrangiert worden ist. Ergänzt wird das Ganze um eine ordentliche Portion Lokalkolorit, die den Leser in fränkische Gefilde versetzt und interessante Rückblicke in die Vergangenheit, die das verworrene Geschehen erklären.

    Fazit:
    Ein krimineller Lesegenuss, der am Besten in einem Rutsch verschlungen wird und die Lust auf weitere Fälle mit dem Coburger Ermittlerduo weckt.


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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: spannender Regionalkrimi
    spannender Regionalkrimi

    Klapptext:



    Während des Coburger Schlossplatzfestes wird in einem Brunnen eine Frauenleiche entdeckt. Eigentlich ein Routinefall, wäre die Frau nicht schon vor Jahren von ihrem Ehemann ermordet worden. Der vorgetäuschte Mord zerstörte nicht nur ihn, sondern auch die beteiligten Familien. Was trieb Melinda nun in ihre Heimat zurück? Kommissar Richard Levin muss nicht nur das Geheimnis um die Tote aufklären, sondern findet zudem heraus, dass seine Vorgesetzte ausgerechnet die Tochter des Mannes ist, dem er nie mehr begegnen wollte.

    Ich kenne schon einige Bücher der Autorin.Deshalb hatte ich große Erwartungen an dieses Buch.Und ich wurde nicht enttäuscht.Wieder einmal hat mich Ilona Schmidt mit diesem Krimi begeistert.

    Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den legen.Auch die kurzen Kapitel haben dazu beigetragen.

    Ich wurde in das wunderschöne Coburg entführt.Dort begleitete ich den mir schon bekannten Kommissar Richard Levin und seine neue Kollegin Maxie Frohn bei Ihren Ermittlungen.Diese erwiesen sich als äußerst schwierig.

    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Richard Levin fand ich sehr sympatisch.Er hat so seine eigene Art und Weise und das liebe ich einfach an ihm.Aber auch alle anderen Personen waren sehr interessant.
    Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich erlebte spannende Momente.Dieser Fall war sehr geheimnisvoll und mysteriös.Durch die sehr fesselnde und packende Erzählweise der Autorin wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es gab immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.So blieb es für mich sehr interessant und es kam nie Langeweile auf.Auch den zeitweise eingebauten fränkischen Dialekt fand ich einfach klasse und sehr passend.Er hat mich in keinster Weise gestört.Die Dramatik und Spannung wurde stetig höher und lies mich nicht zur Ruhe kommen.Die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze haben mich fasziniert und begeistert.Ilona Schmidt hat es hervorragend geschafft mir das wunderschöne Städtchen Coburg nahe zu bringen.Am liebsten hätte ich gleich meine Koffer gepackt und wäre dorthin gefahren.
    Ich wurde immer wieder auf eine falsche Spur geführt was den Täter anbelangt .Bis zum Schluss habe mitgerätselt wer es denn nun sein könnte.
    Den Abschluss fand ich einfach genial und sehr gelungen.
    Trotz des eigentlich doch sehr unblutigen Krimis hat mich dieser mitgerissen und begeistert.
    Das Cover finde ich sehr gut gewählt  und es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das Meisterwerk ab.
    Ich hatte wieder tolle Lesemomente mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.



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    S
    Streiflichtvor 3 Monaten
    Viel Flair und Spannung

    Dieses Buch war mein erstes Buch von der Autorin Ilona Schmidt und ich muss sagen, dass es mich wirklich begeistert hat. Es ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein interessanter Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele. Außerdem bietet es mit den herrlichen und authentischen Beschreibungen von Coburg und Umgebung wunderbares Flair. Bei mir entstand sofort der Wunsch, in diese wunderschöne Gegend zu fahren und sich diese Stadt mit ihren vielen besonderen Sehenswürdigkeiten anzusehen.

    Die beiden Hauptfiguren Richard Levin und seine Chefin Maxi Frohn waren mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie haben ihre Eigenheiten und sind herrlich „un-glatt“, sie haben Charakter und versprechen viel Lesespaß, auch in hoffentlich noch folgenden Büchern. Nun muss ich mir aber erstmal den ersten Band besorgen und nachlesen, was damals alles geschah.

    Der Krimi hat mich bestens unterhalten und das Mitraten, was nun wirklich passiert ist, und wer der Mörder ist, hat mir gut gefallen. Schön fand ich auch die verschiedenen Erzählstränge in der Gegenwart und Vergangenheit und die Kapitel, die jeweils eine wichtige Person näher beleuchten.

    Der Dialekt ist gekonnt und immer unterhaltsam, nie störend, eingebunden. Das sorgt neben den schönen Landschaftsbeschreibungen für viel Lokalkolorit.

    Insgesamt einfach ein wunderbares Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und das ich ohne Einschränkung weiterempfehlen kann.

     

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    Nelings avatar
    Nelingvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer fränkischer Regionalkrimi mit sehr viel Lokalkolorit und zwei sehr sympathischen Ermittlern.
    Die Leiche im Coburger Brunnen- fränkischer Regionalkrimi

    Unterhaltsamer fränkischer Regionalkrimi mit sehr viel Lokalkolorit und zwei sehr sympathischen Ermittlern. 

    Inhaltsangabe nach Klappentext: 
    Während des Coburger Schlossplatzfestes wird in einem Brunnen eine Frauenleiche entdeckt. Eigentlich ein Routinefall, wäre die Frau nicht schon vor Jahren von ihrem Ehemann ermordet worden. Der vorgetäuschte Mord zerstörte nicht nur ihn, sondern auch die beteiligten Familien. Was trieb Melinda nun in ihre Heimat zurück? Kommissar Richard Levin muss nicht nur das Geheimnis um die Tote aufklären, sondern findet zudem heraus, dass seine Vorgesetzte ausgerechnet die Tochter des Mannes ist, dem er nie mehr begegnen wollte.

    Die Autorin:
    Ilona Schmidt hat schon einige Bücher erfolgreich verfasst, war mir aber bisher nicht  bekannt. "Die Brunnenleich " war also mein erstes Buch von ihr, wird aber garantiert nicht das letzte sein.  

    Meine Meinung: 
    Der Schreibstil der Autorin sprach mich an, das Buch war flüssig zu lesen. 
    Der Krimi hatte viel Lokalkolorit. Und so gab es auch etwas Dialekt (in moderatem Umfang), aber die fränkischen Wörter, waren auch für mich als Norddeutsche  gut verständlich. 
    Die Gegend war liebevoll beschrieben und es flossen auch einige geschichtliche Fakten mit ein. Das gefällt mir immer besonders, wenn es nicht einfach nur ein Krimi ist, sondern auch das Drumherum stimmt.  Man merkte dem Krimi eine gute Recherche an. Und man merkte, dass die Autorin die Gegend Franken und speziell Coburg liebt, dort mal zu Hause war. Besonders gefiel mir, dass ich mir alles richtig vorstellen konnte. Und die schönen Vergleiche mochte ich. 

    Ich schätze an Regionalkrimis, dass man mit ihnen in diese Gegend verreisen kann, bei diesem gelang es mir gut. 
    Und ich habe Lust bekommen das Coburger Schlossplatzfest mal zu besuchen, (hoffentlich aber ohne Leiche im Brunnen!!! ;-) ) .  

    Das Einzige was mich etwas störte, war, dass ich zu früh zuviel wusste und ahnte, was auch an dem Klappentext lag, der meiner Ansicht nach zu viel verrät.  Aber das ist oft mein Problem mit Klappentexten.  

    Fazit : 
    Ilona Schmidt hat mir mit diesem Krimi spannende Lesestunden beschert, die mich nicht nur unterhielten, sondern mich auch nachdenklich machten. 
    Deshalb bekommt Ilona Schmidt für diese reife Leistung von mir sehr gute 4 von 5 Sternen. Ich kann den Krimi auch Nichtfranken wärmstens empfehlen und bin schon gespannt auf weitere Bücher der Autorin. 

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    Caesings avatar
    Caesingvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sympathischer Krimi mit sympathischen Ermittlern
    Verdächtig ist, wer zwei Mal stirbt

    "Brunnenleich" ist ein Krimi, der quasi auf zwei Ebenen angesiedelt ist: Der Ermittlerebene und der Täterebene. Auf der Ermittlerebene handelt die Truppe um Maxi Frohn, eine junge Polizistin des höheren Dienstes. Star der Handlung ist jedoch der Oberkommissar Richard Levin. Klar ist, dass die beiden sich reiben, unklar bleibt, ob sie sich irgendwann kriegen.
    Auf der Täterebene bewegen sich natürlich nicht nur der Täter sondern auch dessen Opfer. Und das ist hauptsächlich mal Maria Dolores Enrico aus der Dominikanischen Republik. Und die ist dermaßen Opfer, dass sie gleich zwei Mal ermordet wird. Nämlich als Maria Enrico in der Gegenwart auf dem Coburger Stadtfest und 17 Jahre vor der eigentlichen Handlung in der DomRep, da hieß sie allerdings noch Melinda Hauptmann. Für diese ganz offensichtlich nicht begangene Tat saß ihr Mann Walter Hauptmann, auch im neuerlichen Mord der Hauptverdächtige, in der Karibik schon 15 Jahre ein. Diese Zeit hätte er kaum überstanden, wenn nicht Ulla, die Schwester des Opfers, zu ihm gehalten hätte. Ulla nimmt im Buch aber eine eher kleine Nebenrolle ein. Ferner Verdächtig sind Walters Bruder Felix und ein zwielichtiger Finanzberater, der gleichzeitig Coburger Stadtrat ist und Ambitionen auf den OB-Posten hat.
    In dieser durchaus schwierigen Konstellation ermitteln also die Damen und Herren des K1. Dass sie dies nicht immer souverän tun, macht den Krimi realistisch und nachvollziehbar. Auch dass die Polizisten keine Superhelden sind sondern ganz normalen Mensch, macht das Buch sympathisch: Maxi hat Probleme mit der Abnabelung vom Elternhaus, Richard besucht an den Wochenenden seine Oma in Nürnberg und der zweite Kommissar Peter ist ein leidenschaftlicher Angler.
    Die Geschichte endet mit einem finalen Rettungsschuss und einem überraschenden Täter, den man so ganz gar nicht auf dem Schirm hatte...

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: lesenswerter Franken-Krimi
    Lesenswerter Franken-Krimi

    Klappentext:

    Während des Coburger Schlossplatzfestes wird in einem Brunnen eine Frauenleiche entdeckt. Eigentlich ein Routinefall, wäre die Frau nicht schon vor Jahren von ihrem Ehemann ermordet worden. Der vorgetäuschte Mord zerstörte nicht nur ihn, sondern auch die beteiligten Familien. Was trieb Melinda nun in ihre Heimat zurück? Kommissar Richard Levin muss nicht nur das Geheimnis um die Tote aufklären, sondern findet zudem heraus, dass seine Vorgesetzte ausgerechnet die Tochter des Mannes ist, dem er nie mehr begegnen wollte.

    Leseeindruck:

    Mit "Brunnenleich" von Autorin Ilona Schmidt liegt dem Leser ein richtig spannender und perfekt ausgeklügelter Franken-Krimi vor. Wie man dem Klappentext bereits entnehmen kann, wird während des Coburger Schlossplatzfestes in einem Brunnen eine Frauenleiche entdeckt. Kurioserweise ergeben die Ermittlungen alsbald, dass diese Dame zweimal gestorben sein muss, da sie bereits seit Jahren als tot gemeldet ist. Kommissar Richard Levin muss diesen Fall aufdecken, der ein sehr verzwickter werden wird...

    Ich war von Anfang an gefangen vom Schreibstil der Autorin, welcher sich sehr flüssig und fesselnd liest. Der Spannungsbogen war von Beginn an straff gespannt. Die Figuren sind gut vorstellbar. Die Zeitsprünge sind gut gekennzeichnet. Die 48 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapitel verteilen sich auf rund 300 Seiten, geben unterschiedliche Perspektiven her und haben mich gut unterhalten, so dass ich guten Gewissens 5 Sterne vergeben mag. Das Cover mit dem Coburger Schloss(platz) könnte treffender kaum gewählt sein.

    @esposa1969

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    Doreen_Klauss avatar
    Doreen_Klausvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Klassischer Krimi mit sympathischen Ermittlern
    Tatort Franken

    Ein Segelturn während eines Karibikurlaubs entwickelt sich für Walter zum Horrortrip, der sein komplettes Leben verändert. 

    Ein Szenario wie man es vielleicht schon aus dem ein oder anderen Krimi kennt. Nach einer feuchtfröhlichen Nacht und einem heftigen Ehestreit wacht ein Partner am nächsten Morgen auf und der andere Partner ist verschwunden, alles deutet auf ein Verbrechen hin, eine Leiche wird nie gefunden, die Beweise sind erdrückend, was folgt ist eine jahrelange Haft in einem ausländischen Gefängnis. 
    Als Walter nach der Haft nach Deutschland zurück kommt, will er eigentlich nur alles hinter sich lassen, aber plötzlich taucht seine totgeglaubte Frau auf und diesmal ist sie wirklich tot.

    Die Autorin gibt dieser bekannten Geschichte gekonnt ein neues Gesicht. Sie erzählt in den einzelnen Kapiteln jeweils aus der Sicht der gerade handelnden Person, so bekommt der Leser einen Blick auf die Handlung aus den verschiedensten Winkeln. Gefühle, Intentionen, Konflikte werden so für den Leser besser nachvollziehbar, er bekommt Hinweise, die dem Ermittlerduo verborgen bleiben und kann so gut eigene Schlüsse ziehen und kombinieren, wobei die Autorin den Leser trotzdem noch auf eine falsche Fährte lockt.

    Die Geschichte ist spannend geschrieben, ganz im Stil eines klassischen Krimis, die Figuren sind sympathisch und gut ausgearbeitet. Bei der Interaktion der beiden Ermittler untereinander war ich teilweise etwas verwirrt, weil die immer wieder thematisierten Differenzen für mich im Dialog oder im Umgang nicht so deutlich zu erkennen waren.

    Das Finale hat für mich keine Überraschung gebracht, ich hatte kurz vor Schluss einen Verdacht zum Täter. Wie das Ganze allerdings zur Auflösung gebracht wurde hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm. Der Show Down war gut inszeniert und bietet genug Raum für eine Fortsetzung, die es für mich gern geben darf. Und vielleicht schafft es die Geschichte ja mal in den Tatort, das Potenzial dazu ist auf jeden Fall da!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Ilona_Schmidts avatar

    Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir hier wieder eine Leserunde veranstalten könnten, denn Euer Feedback ist einfach großartig. Dieses Mal geht es um Kommissar Richard Levin und einer Toten, die schon einmal ermordet worden war.

    Während des Coburger Schlossplatzfests wird in einem knietiefen Brunnen eine weibliche Leiche entdeckt. Kriminaloberkommissar Levin übernimmt den Fall. Schnell stellt sich heraus, dass Melinda Hauptmann unter falschem Namen in der Dominikanischen Republik lebte. Sie galt seit Langem als tot – ermordet von ihrem Ehemann Walter, der sie während eines Segeltörns in der Karibik bewusstlos über Bord geworfen haben soll. Dafür saß er 17 Jahre im berüchtigten Gefängnis von La Romana in der Karibik. Der vorgetäuschte Mord zerstörte nicht nur ihn, sondern auch die beteiligten Familien.

    Was trieb Melinda in ihre alte Heimat, und wo steckt Walters Bruder, mit dem sie zusammen in der Karibik lebte, wie Levin herausfindet? Und welche Rolle spielt Melindas früherer Arbeitgeber, ein Anlageberater und Stadtrat mit Ambitionen auf das Amt des Oberbürgermeisters? Als in einem Teich eine weitere Leiche gefunden wird, stellt sich für Levin die Frage, ob er es mit einem Serienmörder zu tun hat. Er muss nicht nur das Geheimnis um die Tote aufklären, sondern findet zudem heraus, dass seine Vorgesetzte ausgerechnet die Tochter des Mannes ist, dem er nie mehr begegnen wollte.

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