Ilona Sonja Arfaoui

 4,9 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Ilona Sonja Arfaoui

Ilona Sonja Arfaoui: Jahrgang 1950, lebt mit ihren drei Katzen in Stuttgart. Sie arbeitete als Werbeberaterin und Grafik-Designerin in der Werbeabteilung eines Verlages. Sie hat in der Zwischenzeit die beiden Vorgänger, zwei Phantastische Romane (Der Hexenmeister, die Macht und die Finsternis und Der König der Schatten) und eine kleine illustrierte Katzengeschichte (Die Katze, der Traum und der Pharao) veröffentlicht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ilona Sonja Arfaoui

Cover des Buches Der König der Schatten (ISBN: 9783749408054)

Der König der Schatten

 (5)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Die Katze, der Traum und der Pharao (ISBN: 9783741290084)

Die Katze, der Traum und der Pharao

 (3)
Erschienen am 20.10.2016
Cover des Buches Anderswelten (ISBN: 9783750405196)

Anderswelten

 (1)
Erschienen am 15.01.2020

Neue Rezensionen zu Ilona Sonja Arfaoui

Cover des Buches Die Anderen - Chroniken aus dem Schwarzen Land (ISBN: 9783756234516)
IanCushings avatar

Rezension zu "Die Anderen - Chroniken aus dem Schwarzen Land" von Ilona Sonja Arfaoui

Grandioser Abschluss der Trilogie
IanCushingvor 3 Monaten

Nach »Der König der Schatten« und »Der Hexenmeister, die Macht und die Finsternis« vervollständigt Ilona Arfaoui mit »Die Anderen« ihre Trilogie um das Schwarze Land und die Geschichte von Cahal O’Brian und seinen acht Gefährten.

Der Dunkle Meister offeriert den Erwählten und Cahal O’Brian einen Handel: Finden sie einen ganz besonderen Edelstein, wird Cahal, sofern seine Gefährten sich einstimmig dafür aussprechen, vom traurigen König der Schatten zum Hochkönig des gesamten Schwarzen Landes. Das Verhältnis der Erwählten untereinander war niemals ungetrübt und nicht alle sind freundschaftlich miteinander verbunden – sogar falls der Stein gefunden wird, ist somit nicht sicher, dass Cahal auch tatsächlich die uneingeschränkte Herrschaft über das Schwarze Land übernehmen wird. Dazu kommen natürlich noch die Intrigen und Versuche, diese gravierende Veränderung zu verhindern, von den anderen Anderen, die Cahal seit Jahrhunderten nicht wohlgesonnen sind.

Die drei Bände können einzeln gelesen werden; in »Die Anderen« greift die Autorin die Geschehnisse der beiden vorherigen Bücher auf und räumt ihnen den gebührenden Platz ein. Leser, die mit ihrem neusten Buch einsteigen, werden ohne Probleme mit auf die Reise genommen, aber in den vollständigen Genuss der Saga kommt man meiner Meinung nach nur, wenn man die gesamte Trilogie genießt. Für mich als Kenner der beiden Vorgänger waren die Rückblicke wohldosiert, haben den Lesefluss keineswegs gebremst und die Erinnerungen an die Geschehnisse aufgefrischt – und gleichzeitig dafür gesorgt, dass ich größte Lust bekommen habe, die beiden anderen Bücher erneut zu lesen.

Ilona Arfaoui schreibt anspruchsvolle Phantastik und seit einem Büchlein namens »Es« eines gewissen Stephen King wurde ich nicht mehr so herrlich durch verschiedene Zeiten, Rückblicke und aktuelle Ereignisse gejagt. Ja, der Leser muss tatsächlich immer voll bei der Sache sein, damit er in den verschiedenen Zeiten und verschiedenen Persönlichkeiten der Protagonisten nicht den Faden verliert.

Ihr Schreibstil ist (wie immer) ein Genuss; in »Die Anderen« schlägt sie einen weicheren, beinahe poetischen Ton an, denn erzählt wird die Geschichte diesmal von der wundervollen Muireall, der Herrin des Waldes, die die Leser der Vorgänger bereits lieben gelernt haben.
Die Autorin versteht es allerdings meisterhaft, die düstere Stimmung durch saloppe Wortwechsel und Gedanken der Protagonisten oder die direkte Ansprache des Lesers immer wieder aufzulockern. Die Grausamkeiten der anderen Bücher – und davon gab es reichlich – sind einer melancholischeren Stimmung gewichen. Und dieser Ton steht der Geschichte um das Schicksal der Erwählten sehr gut zu Gesicht.

Auch wenn diese Geschichte abgeschlossen ist, schossen mir nach Beendigung der Lektüre mindestens sechs Fragen spontan durch den Kopf, die ich gern beantwortet gehabt hätte. Aber um die Autorin zu zitieren: 

»Nein, die Geschichte selbst ist natürlich nicht beendet. Geschichten gehen nicht zu Ende, sie gehen mit der nächsten Geschichte weiter […] Wer immer sie erzählen mag.« 

Und genau das macht »Die Anderen« zu einem guten Buch und dem perfekten Abschluss ihrer Trilogie: Die Autorin hat uns über insgesamt 1580 Seiten eine großartige Geschichte geschenkt und lässt uns nun damit allein unseren Weg gehen, anstatt alles in Grund und Boden zu erklären. Und wer weiß, vielleicht erfahren wir ja irgendwann doch noch mehr von den Figuren, die uns über die Zeit (auf eine mitunter fragwürdige Art) ans Herz gewachsen sind?

Die Umsetzung des Buches ist rundum gelungen: Von den praktisch nichtexistierenden Tippfehlern, über den hervorragend lesbaren Buchsatz, bis zu den zehn farbigen Illustrationen von der Autorin höchstpersönlich, präsentiert sich das Buch auf einem absolut professionellen Niveau.

Durch ihren individuellen Stil und ihre einzigartige Erzählkunst, mit der Ilona von der ersten Seite der gesamten Trilogie an die Leser an die Hand nimmt, um ihnen die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele durch Zeit und Raum zu offenbaren, zählen ihre Bücher ohne Frage mit zum Besten, was ich jemals im Selfpublisher-Bereich (und darüber hinaus) gelesen habe.

Wer anspruchsvolle Geschichten sucht, bei denen Herz und Verstand gefordert werden, und die meines Erachtens in Komplexität und Umsetzung ihresgleichen suchen, besucht Ilona Arfaoui bitte in den sozialen Medien oder auf ihrer Homepage (die Auszüge aus den Büchern bietet) und lasst Euch in die Anderswelt entführen. Es wird sich definitiv lohnen.

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Cover des Buches Der König der Schatten (ISBN: 9783749408054)
Tobi_Wojtek_Krampitzs avatar

Rezension zu "Der König der Schatten" von Ilona Sonja Arfaoui

Überraschend schonungslos!
Tobi_Wojtek_Krampitzvor 2 Jahren

Ich habe lange mit mir gerungen eine Rezension zu diesem Werk zu verfassen, weil es zu viel zu erzählen gebe, ich nicht wüsste, wo ich anfangen soll und den riesigen Text am Ende niemand lesen würde.

Zum Handwerklichen möchte ich wenig sagen, der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, den Erzählstil empfand ich als ein wenig schwierig, aber das muss ich erstmal besser hinkriegen, also halte ich mich lieber in meiner Kritik zurück.

Viel wichtiger gestaltet sich der Inhalt. Die Geschichte hat mich wirklich gefesselt. Zu Beginn erschien es mir als das perfekte Buch, dass man sich an einem kalten Wintertag in der warmen Stube zusammen mit einem heißen Kakao zur Gemüte führt. Ich musste feststellen, dass der Eindruck trügt, als ich bemerkte, wie schonungslos die Geschichte dargestellt wird. Es wird kein Blatt vor dem Mund genommen und auch nichts verharmlost. Cahal, für mich der absolut wichtigste Charakter des Werkes, ist kein Strahlemann und schon gar kein Held. Oft wirkt er egoistisch, aufbrausend, grausam. Das ist aber alles andere als verwerflich, weil ihm seine Charakterschwächen authentisch wirken lassen. Obgleich mit den dunklen Herrschern zu Beginn und Erik (auch ein genialer Charakter) am Ende des Buches richtige Antagonisten am Werk sind, die Cahal und den anderen Hauptfiguren das Leben schwer machen, sticht Cahal nicht nur als Protagonist, sondern auch als Antagonist heraus. Er meistert die Kunst selbst sein größter Feind zu sein. Ganz große Klasse.

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Cover des Buches Der Hexenmeister, die Macht und die Finsternis (ISBN: 9783741275418)
Tobi_Wojtek_Krampitzs avatar

Rezension zu "Der Hexenmeister, die Macht und die Finsternis" von Ilona Sonja Arfaoui

Was lange währt, wird endlich gut.
Tobi_Wojtek_Krampitzvor 2 Jahren

Der Satz, den ich als Titel gewählt habe, bezieht sich nicht auf den Zeitraum, den ich benötigt habe, um endlich eine Rezension zu schreiben, sondern auch die Zeit, welche die Autorin in ihr Werk gesteckt hat, um es zu diesem Meisterwerk zu formen.

Bevor ich mich mit dem Hexenwerk auseinander gesetzt habe, hatte ich bereits den König der Schatten gelesen, der zwar später veröffentlicht wurde, aber die Vorgeschichte des Hexenmeisters behandelte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, der Erzählstil experimentell. Es ist kein Buch für zwischendurch und erfordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Die Geschichte beginnt in Mexiko, wo wir Efren kennenlernen, der ziemlich viel zu erdulden hat. Die Autorin geht auch mit ihren Protagonisten alles andere als zimperlich um. (Tut mir zwar vor allem um meine Lieblinge leid, gefällt mir aber trotzdem. Hehehehe.) Die Geschichte führt den Leser durch verschiedene Epochen der Geschichte und wirft einen sehr interessanten Blick auf Gilles de Rais, eine Persönlichkeit des Mittelalters, über die die Geschichtsschreibung selten ein gutes Haar lässt.

Der Hexenmeister richtet sich nicht nur an eine Leserschaft, die sich fernab der Mainstream-Literatur zuhause fühlt sondern auch an ein Klientel, das sich gerne mit Klassikern oder anspruchsvollen Werken auseinandersetzt. Wer sich hier angesprochen fühlt, sollte unbedingt einen Blick in das Buch werfen.

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