Cover des Buches Ashes - Brennendes Herz (ISBN: 9783863960056)flyingelles avatar
Rezension zu Ashes - Brennendes Herz von Ilsa J. Bick

Rezension zu "Ashes - Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick

von flyingelle vor 10 Jahren

Review

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flyingellevor 10 Jahren
Als Alex im Waucamaw Naturschutzgebiet wandern gehen will, trifft sie die kleine Ellie und ihren Großvater. Kurz nach dieser Begegnung spielt die Natur verrückt, die Tiere drehen durch und Menschen sterben ohne ersichtlichen Grund. Alex und Ellie versuchen Hilfe zu holen, doch dabei stoßen sie auf etwas schreckliches: Teenager, die ihre Mitmenschen bei lebendigem Leibe verspeisen. Die ganze Welt hat sich verändert und nichts ist mehr so wie vorher. Auch Alex spürt Veränderungen in ihrem Körper, die sicher nicht normal sind. Dann trifft sie Tom und verliebt sich in ihn. Schließlich geht alles schief und Alex, Tom und Ellie verlieren sich aus den Augen. Auf der Suche nach Hilfe findet Alex in einem kleinen, stark religiösem Dorf Unterschlupf. Doch Rule hat ein schreckliches Geheimnis... Viele fanden Ashes - brennendes Herz ja wirklich toll. Für mich ist es ein gutes Buch, bei dem es noch Luft nach oben gibt. Es hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, aber die pure Begeisterung habe ich nicht gespürt. Ich glaube, dass der 2. Teil definitiv besser sein und mich dann vielleicht sogar wirklich begeistern wird! Aufmachung: Das Cover finde ich total schön. Das Mädchen auf dem Cover ist wahrscheinlich Alex und passt gut in meine Vorstellung von ihr. Zudem befinden sich noch ein paar Vögel direkt über dem Titel, die auch unter dem Umschlag zu finden sind. Insgesamt ist alles in hellen bis dunklen Blautönen gehalten, die etwas düster und mysteriös wirken. Für mich hat das gut zum Buch gepasst. Ashes ist ein Titel, der wirklich gut zum Buch passt. Auf fast jeder Seite wird von Asche geredet, und für Alex hat es eine besondere Bedeutung. Für mich waren diese Wiederholungen ein schönes Detail. Nur den Untertitel, "brennendes Herz" konnte ich nicht wirklich im Buch wiederfinden, aber vielleicht lag das auch an mir. Idee & Umsetzung: Die Idee von Zombies (jedenfalls würde ich die "Veränderten" so beschreiben, obwohl sie nie direkt so genannt wurden, immerhin essen sie Menschenfleisch) ist jetzt nicht unbedingt neu, wurde aber interessant aufgegriffen und kombiniert. Anstatt irgendeines Virus, der auf Menschen übergeht, wurden die Menschen durch EMPs (Elektromagnetische Empulse) verändert. Das ganze fand ich schrecklich interessant, da es dort nicht nur um diese Zombies ging, sondern auch andere bemerkenswerte Dinge. Leider wurde gerade darauf nicht viel eingegangen, was ich ein wenig schade fand. Sicher, es wäre merkwürdig gewesen, wenn den Charakteren Es hätte mich dann doch interessiert, mehr darüber zu erfahren, aber vielleicht folgt das ja noch. Anfangs gefiel mir die Umsetzung sehr gut, langsam kam Alex den Geheimnissen auf die Spur. Man konnte selber miträtseln und machte sich seine Gedanken, die man dann wieder verwarf. Nebenbei, so wie ich es am schönsten finde, floss dann noch die Liebe zwischen Alex und Tom ein. Es war total schön gemacht, die beiden passen einfach toll zusammen und agierten süß zusammen. Ich hatte wirklich Spaß beim lesen. Einzig allein merkwürdig fand ich diesen religiösen Touch, der rein kam, als Alex schließlich in Rule war. Für mich hatte es starke Züge einer merkwürdigen Sekte und ich konnte mir das nicht erklären. Es wirkte alles so geplant und ich fragte mich, wie das kam. Für mich passte es einfach nicht ganz ins Bild, wirkte ziemlich unnatürlich zwischen all den stimmigen Sachen und störte mich dann doch ein wenig. Ansonsten wurde alles gut und natürlich umgesetzt, ich könnte mir definitiv vorstellen, dass es tatsächlich so laufen würde, so grausam das auch sein mag. Schreibstil: Ilsa J. Bicks Stil ist eher einfach, aber schön zu lesen. Ich fühlte mich sofort wohl mit ihrem lockeren Stil und kam schnell ins Buch rein. Er war flüssig und half mir, der Geschichte zu folgen. Sie schafft es in einfachen Worten, Begebenheiten zu beschreiben, ohne anspruchslos zu wirken. Teilweise wurden mir die Sachen sogar zu gut beschrieben, denn es kam nicht selten vor, das ich laut "Uäh!" rief, während dort beschrieben wurde, wie abgeknabberte Menschen auf den Straßen lagen. Trotzdem ist das durchaus positiv. Leider war es nicht immer spannend, obwohl man das bei den Begebenheiten eigentlich meinen könnte. Trotzdem war es nie langweilig, und gegen Ende wird es dann doch sehr spannend. Mich hat der Humor des Buches dann eher begeistert. Es passiert mir leider nicht oft, dass ich bei einem Buch lachen muss, sondern eher leicht grinsen. Ilsa J. Bick hat es allerdings geschafft, mich öfter zum lachen zu bringen. Ihr gelang es gut, ironische und witzige Gespräche zu gestalten, die das Buch nochmal aufpeppte. Charaktere: Ich muss gestehen, dass die Protagonistin, Alex, mir anfangs nicht wirklich sympathisch war. Sie war ziemlich ruppig und ohne ersichtlichen Grund stark genervt. Sicher, sie hatte es bis jetzt sehr schwer im Leben und es wird eigentlich auch nicht besser, sondern schlimmer, aber wirklich verstehen konnte ich sie trotzdem nicht. Später wurde sie dann etwas sympathischer und auf den letzten 100 Seiten begann ich, sie wirklich zu mögen. Erst dort konnte ich ihre Leiden mitfühlen, was mir anfangs doch etwas schwer viel. Trotzdem ist Alex ein gut gestalteter Charakter, dessen Handlungen ich nachvollziehen konnte und öfter wohl ganz genauso gehandelt hätte. Mir tat es etwas leid, dass ich mich erst spät mit ihr anfreunden konnte, aber ich glaube, dass es im 2. Teil definitiv besser sein wird. Auf Alex' Reise trifft sie viele Menschen, doch einige bleiben besonders hängen und begleiten sie auch teilweise auf ihrem Weg. Zuerst wäre da Ellie, das kleine Mädchen, mit dem Alex reist. Ich empfand sie als sehr authentisch, denn ihre bockige Art passte zu einem Kind und war verständlich. Später auf ihrem Weg treffen die beiden Tom, den ich sehr interessant fand. Er war zwar sehr nett und unheimlich süß zu Alex und Ellie, doch er hegte auch viele Geheimnisse, von denen die meisten noch nicht aufgedeckt sind. Leider blieb er für mich ein wenig auf der Oberfläche, obwohl er schrecklich romantisch war, was vielleicht auch an seinem Typ lag. Ich hoffe, dass es im 2. Teil mehr Hintergrundinformationen und Gefühle in Sache Tom gibt. Und dann kam Chris... für mich der interessanteste Charakter im ganzen Buch. Um ihn wabern noch mehr Geheimnisse als um Tom. Das Verhalten, dass er an den Tag legte, war einfach süß und ich glaube, obwohl er in diesem Buch eigentlich zu den Bösen gehörte, dass er definitiv eine gute Seele hat. Ich hoffe, dass er im 2. Teil ebenfalls wieder vorkommt und eine tiefere Rolle bekommt. Neben diesen Charakteren gibt es noch viele weitere Personen, einige kommen wirklich nur für ein paar Seiten vor, andere spielen eine große Rolle. Meiner Meinung nach verhielten sich diese Nebencharaktere realistisch. Ende: Ein Wort: Cliffhänger. Und zwar ein ganz schlimmer. Während es das gesamte Buch sich teilweise etwas zog, ging es auf den letzten 20 Seiten nochmal richtig los. Etwas unerwartetes passiert und im letzten Satz wird ein großes Geheimnis aufgedeckt, das es einem unmöglich macht, dem 2. Band nicht entgegen zu fiebern. Ich persönlich kann die Fortsetzung kaum abwarten! Fazit: Allgemein finde ich, dass das Buch noch besser sein könnte. Leider blieben einige Charaktere auf der Oberfläche und Dinge werden nicht aufgeklärt. Viele kleine Dinge zerstören das Buch etwas und rauben ihm die Qualität, die es eigentlich haben könnte. Trotzdem gefiel mir das Buch ziemlich gut und ich glaube, dass der 2. Band definitiv besser wird. Ich vergebe 4 Sterne. Zitate: Er blickte zu ihr hinab. Zarte, makellose Schneekristalle legten sich auf sein Haar. "Meinst du das ernst?" Sie waren einander so nahe, dass sie das Pulsieren seiner Halsschlagader sah. "Ja", antwortete sie, "das meine ich ernst." "Dann möchte ich, dass du mir etwas versprichst", sagte er. Alex Herz begann laut und heftig zu pochen. "Was?" "Falls ich mich verändere", begann Tom, "versprich mir, dass du mich umbringst." - Klappentext/S. 238 "Du hattest recht." Eine einzelne Träne rann ihm aus dem Augenwinkel über die Schläfe ins Haar. "Dass ich auf der Suche nach meinem Schicksal bin. Ich werde ... kann dir jetzt nicht alles erzählen. Ein schlechter Zeitpunkt. Aber ich wollte, dass du weißt", er öffnete die Augen und heftete den fiebrigen Blick auf sie, "dass ich es gefunden habe. Ich bin meinem Schicksal begegnet." "Ich auch", erwiderte sie und meinte es auch so. Zum ersten Mal seit ewigen Zeiten wollte sie eine Zukunft haben, und sie wollte, dass Tom Teil davon war. - S. 283 "Als Arzt habe ich allerdings gesehen, was passiert, wenn Menschen unter großem Stress stehen. Das bringt nicht immer ihre besten Seiten zum Vorschein. Wenn man Angst hat, wird man aggressiv. Man entdeckt ganz neue Seiten an sich. Man feilscht und schachert, um zu überleben. Man jagt Wundermitteln hinterher und glaubt jeden Unsinn, der einem Hoffnung gibt. Wenn aber alle Hoffnung dahin ist, dann sei auf der Hut." - S. 373
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