Ilsa J. Bick Atemnot

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Inhaltsangabe zu „Atemnot“ von Ilsa J. Bick

Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. So eine Geschichte ist das hier nicht. Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen. Es gibt Geschichten, in denen das Monster das Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. So eine Geschichte ist das hier auch nicht. Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft. Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. Diese Geschichten sind die besten.

Einfach nur WOW! Ich liebe diese Autorin!

— MyEleDay

Eine Geschichte, die nicht mit Spannung aufwartet, aber dafür mit viel Melancholie und Gefühl

— Kitty_Catina

Trotz jeder Menge Drama, fehlte es der Story an einem Spannungsbogen und es gab sehr viele Längen. Ganz ok, aber mehr auch nicht.

— zazzles

Eine sehr vielschichte und bewegende Geschichte. Absolute Leseempfehlung!

— Esme--

Ich denke vor allem „Verliebt in Mr. Daniels“ Fans könnte diese Geschichte gut gefallen, auch wenn sie viel düsterer ist und die „Lovestory

— Haihappen_Uhaha

Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen! Eine sehr spannende und einfühlsame Geschichte.

— anna-liest

Tolles Buch, fesselnd und spannend.

— kittykaules

Für mich ein kleiner Schatz, da die Autorin es geschafft hat, die Realität mit all ihren Ungereimheiten eindrucksvoll einzufangen.

— Bellchen

Hat mich leider nicht vom Hocker gehauen :-/

— lesemaus1981

Schonungslos und ehrlich. Zeigt auf, dass eben doch nicht alles schwarz oder weiß ist. Sehr empfehlenswert.

— Tess-xy

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  • Themen
  • Ruhige, melancholische Geschichte

    Atemnot

    Kitty_Catina

    15. April 2017 um 18:33

    Jenna ist sechzehn und hat in ihrem Leben schon viel erlebt. Ihr Vater ist ein Neurotiker, ihre Mutter Alkoholikerin und ihr einziger Halt, ihr Bruder Matt, ist im Irak. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie beschließen ihre Eltern, sie wieder auf die Schule zu schicken. Dort lernt sie den attraktiven Chemielehrer Mitch Anderson kennen, der sofort merkt, dass auf ihr eine Last liegt und sich um sie kümmert. Mir fällt es noch immer schwer, dieses Buch so zu beschreiben, dass es ihm auch gerecht wird und trotzdem will ich es hiermit versuchen.Erstmal zum Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr einfach gehalten und dennoch passt er perfekt zum Buch, denn hier erzählt die Protagonistin selbst ihre Geschichte einem Kommissar namens Bob, der sie ganz am Anfang des Buches aus einer misslichen Lage befreit hat, von der man vorerst aber nicht erfährt, was geschehen ist.Wie man denken könnte, geht es bei der Geschichte um eine Schüler Lehrer Beziehung, die nicht sein darf. Doch weit gefehlt, denn es geht um viel mehr. In erster Linie geht es nämlich um die Gefühle einer Jugendlichen, um ihre inneren Dämonen und um das sinnbildliche Ertrinken, einer Metapher dafür, wie kaputt die Seele eines Mensch eigentlich sein kann. Dabei ist der Roman eher ruhig, ohne große Spannung, dafür aber sehr tiefgründig und melancholisch und selbst das Ende ist nicht dieses "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage". Jenna ist ein Außenseiter, was man schon am Anfang sehr schnell mitbekommt und ihr fällt es schwer, mit der Welt um sich herum klar zu kommen. Sie ist gebrochen und man merkt ihr ihre Traurigkeit an, wenn man zwischen die Zeilen sieht. Sie war mir weder sympathisch, noch unsympathisch, sondern jemand, den es eher zu verstehen gilt, als zu mögen. Mr. Anderson hingegen ist ein sehr angenehmer Charakter, den ich von Anfang an mochte. Wer hätte nicht gern einen so verständnisvollen und hilfsbereiten Lehrer!? Jennas Eltern, vor allem ihre Mutter taten mir mehr leid, als dass ich sie nicht mochte. Warum sie sich so verhalten, wie sie es tun, versteht man erst im Laufe der Geschichte und lässt noch einmal ein ganz anderes Licht auf sie fallen. Trotzdem kann und darf man ihr Verhalten nicht gut heißen.Alles in Allem hat Ilsa J. Bick aber alle Charaktere sehr gut geschrieben und durchdacht. Man merkt, dass sie selbst Kinder- und Jugendpsychiaterin ist, denn sie hat wirklich Ahnung von dem, was sie da schreibt.Ich mochte dieses Buch wirklich sehr. Nicht nur dass ich "kaputte" Charaktere und melancholische Geschichten mag, die Autorin hat es auch noch geschafft, hier beides so realistisch zu verstricken, dass es Spaß gemacht hat, diesen Roman zu lesen. Ich bin mir auch sicher, dass mir die Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 

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  • Eine Geschichte, die mich lange nach dem Lesen nicht losgelassen hat

    Atemnot

    Esme--

    20. January 2017 um 15:58

    Inhalt: Kommissar Pendleton händigt Jenna, welche kurze Zeit zuvor von der Polizei aus dem Wasser gezogen wurde, ein Aufnahmegerät aus und bittet sie der Polizei ihre Geschichte zu erzählen. Nach und nach offenbart das Mädchen, was geschehen ist, bis zu dem Zeitpunkt an dem der Polizeibeamte sie aus dem Wasser fischte. Jenna gibt gleich von Anfang an zu, dass sie nicht unbedingt ein Opfer ist. Sie gesteht eine Lügnerin zu sein. Sie offenbart eine düstere und einsame Welt, in der sie jeden Tag einen stillen Kampf auszufechten hatte. Sie erzählt von ihrem Vater, der stets die Augen verschließen und eine heile Welt sehen wollte, von Eltern, die mit den äußeren Umständen nicht zurecht kamen und Halt bei einem fremden Partner gesucht haben. Jenna berichtet, wie sie Opfer eines Hausbrands wurde und welche Narben ihre Vergangenheit bei ihr hinterlassen hat. Sie ist sehr stark, aber sie ist auch nicht unzerbrechlich. In dem Schulwechsel sieht sie keine Hoffnung auf Besserung. Doch ihre Welt verändert sich, als sie auf Menschen trifft, die es gut mit ihr meinen. So gibt es zum Beispiel den Lehrer, Mr. Anderson, der eine Schwäche für Mädchen mit Problem-Biografien hat. Wichtigste Charaktere: Jenna ist die Protagonistin der Geschichte. Sie musste in ihrer Vergangenheit einiges über sich ergehen lassen. Einerseits ist sie stark und tough, andererseits zeigt sie auch eine zerbrechliche Seite. Jenna ist sehr klug und weiß sich zu helfen. Mr Anderson ist einer von Jennas Lehrern an der neuen Schule. Mr. Anderson ist sehr feinfühlig und bietet dem Mädchen stets seine Hilfe an. David begegnet Jenna als einer der wenigen Menschen an der neuen Schule offen, hilfsbereit und freundlich. Danielle steht Jenna gleich von Anfang an feindsehlig gegenüber. Sie lästert über Jenna und macht ihr das Leben gerne schwer. Bob, auch genannt Mr. Pendleton, ist der Kommissar, der Jenna aus einer Notlage hilft. Er wurde mit ihrem Fall betraut und erhofft sich eine Aussage von ihr. Schreibstil: Mit Atemnot schafft Ilsa J. Bick einen Roman der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Sie schreibt über Menschen, die an der Welt zerbrochen sind und die dennoch versuchen weiterzumachen. So gibt es hier einen Lehrer, dessen Träume nach und nach zerplatzt sind. Der jedoch versucht seinem Leben einen Sinn zu geben, indem er anderen Menschen helfen möchte, ihre kaputten Seelen zu heilen. Es gibt einen Vater; der vordergründig brave Bürger, kompensiert seine reale Ohnmacht um die Zerbrechlichkeit seines Familienglücks, indem er Trost bei einer anderen Frau sucht. Doch gerade dieses Verhalten sorgt bei Frau und Tochter für ganz eigene Probleme. Die Tochter wird gezwungen Geschehenes zu verschweigen, mit der damit verbundenen schweren seelischen Belastung. Die Mutter hingegen versucht, dem Kummer und der Last, derer sie nicht Herr werden kann ebenfalls zu entfliehen, indem auch sie sich eine Liason sucht und an ihrem letzten großen Traum, einer Buchhandlung, festhängt, der die Familie jedoch finanziell zu zerstören droht. Die Probleme sind so festgefahren, dass es keinen Ausweg außer dem eines großen Knalls zu geben scheint. Immer wieder baut die Autorin Spannung auf, beginnt mit subtilen Andeutungen, die sich langsam verdichten und schließlich ihren Kulminationspunkt im offen beschriebenen Grauen finden. So gibt Jenna bereits zu Anfang zu, dass sie nicht unbedingt nur ein Opfer ist. Sie gesteht, eine Lügnerin zu sein. Der Kommissar bittet Jenna die Geschichte zu erzählen, weil sie die Einzige ist, die noch lebt. Alleine diese Andeutungen bleiben im Kopf und zerstören die Hoffnung, die man immer wieder fassen möchte, im Keim und dennoch klammert man sich als Leser daran. Genauso ergeht es auch der Protagonistin und den Charakteren der Geschichte. Sie wissen, dass das Leben ihnen nicht gut mitspielt und dennoch kämpfen sie sich voran. Sie hoffen und versuchen etwas zu verbessern. Fazit: Ilsa J. Bick berichtet in Atemnot von der Zerbrechlichkeit familiärer Lebenssicherheiten, von Jenna, einem Mädchen, das für eine Opfer-Geschichte nicht taugt. Sie erschafft Menschen, die ein einfaches Schema von Opfer-Täter Beziehungen mehrfach durchbrechen. Menschen, die Jenna helfen wollen, aus ihrer Situation auszubrechen, aber andererseits selbst am Leben gescheitert sind. Ilsa J. Bick berichtet in Atemnot von Enttäuschung, Verlust, Hoffnung und Liebe und schreibt eine fesselnde und psychologisch tiefgründige Geschichte, die einen noch lange nicht loslassen wird. In diesem Roman gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Es gibt Menschen, die auf ihre Art versuchen, ihr Leben zu meistern und nicht selten daran scheitern. Ganz großes Leseerlebnis! Buchzitate: In der Klapse hatten wir noch eine andere Ritzerin. Sie hat Worte und Buchstaben geschnitten. Ich nicht. Ich bin ein Glückskind, eine Lügnerin, eine Streberin, eine Prinzessin, ich habe gestohlen - und getötet. Und meine Geschichte – die Wahrheit – fängt mit Mr. Anderson an.

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  • "Verliebt in Mr. Daniels" mal anders & düster :D

    Atemnot

    Haihappen_Uhaha

    04. October 2016 um 12:12

    Cover: Schlicht, düster, dunkel, passend zur Handlung. Der blutige Schriftzug passt hervorragend zum Thema, welches eine wichtige Rolle im Buch spielt. Auch das durchnässte Mädchen ist perfekt. Die Covergestaltung hat zu einigen Handlungssträngen definitiv einen Bezug, jedoch wirkt es so brutal düster, dass ich angenommen habe, es wäre ein Thriller oder hätte vielleicht sogar Horrorelemente. Handlung: Wenn man es auf den Punkt bringen will, Jenna (16) hat ein beschissenes Leben. Vater ein gewalttätiger Psychopath, Mutter Alkoholikerin, Bruder hat sie verlassen und schreckliche und traumatische Erlebnisse prägten sie in der Kindheit. Doch auch jetzt noch so viele Jahre später, wird es nicht besser. Sie ist einfach eine Außenseiterin, bis sie Mr. Anderson begegnet. Ein Chemielehrer, der genau zu wissen scheint,   was in ihr vorgeht und sich um sie kümmert. Doch kann wirklich alles besser werden? Und warum scheint ausgerechnet Mr. Anderson sie so gut zu verstehen?Meinung: Ilsa J. Bick ist eine geniale Schriftstellerin. Sie hat es einfach drauf einen spannenden Plot aufzubauen und richtige Pageturner zu schaffen. Ihr Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen, auch wenn es hier zu Beginn etwas verwirrend war. Schon mit der „Ashes“ Reihe hat sie mich begeistern können und auch dieses etwas „andere“ Werk hat mir wirklich gut gefallen. Da sie Kinder/- Jugendpsychologin ist, konnte sie vor allem die „wichtigen“ Themen mit viel Gefühl darstellen. Sehr authentisch dazu! Denn Kindesmissbrauch, Gewalt in der Familie, Vergewaltigung und Selbstverstümmelung, sowie auch Depression werden hier aufgedeckt und behandelt. Das ganze Buch über herrscht wirklich eine drückende und fast erstickende Stimmung, die nur Zeitweise ein wenig durch die Liebesgeschichte aufgelockert wird. Ein wenig krank war das ganze schon. Der Protagonistin Jenna hätte ich manchmal eine reinhauen können, weil es mir wirklich bis zum Schluss schleierhaft war, wieso dieses Mädchen sich einfach ALLES gefallen lässt. In ihrer Familie ja noch „irgendwo“ ein wenig verständlich, aber in anderen Situationen nicht. Wie kann man nur SOO wenig Selbstwertgefühl haben und einfach alles hinnehmen ohne jemals versucht zu haben, zu kämpfen? Man spürt die „Hoffnungslosigkeit“ im Buch bis zum Ende. Einiges in dem Buch war wirklich sehr erschreckend und eklig dargestellt, wie die Selbstverstümmelung. Auch als die „Lovestory“ dann los ging, konnte ich nur den Kopf schütteln. Denn alles war irgendwie krank, obwohl die romantischen Gefühle schön beschrieben wurden und sogar ein kleiner Lichtblick in der Dunkelheit waren. Ich konnte das irgendwann nicht mehr alles ganz abkaufen, es war wie Besessenheit und all das schlechte überwog einfach. Es war eine schöne Romanze und total verständlich wieso Jenna diese Gefühle bekam, aber alles andere erdrückte dieses „schöne“ Gefühl. Auch Mr. Andersons Vergangenheit war mir dann zu viel des Guten, es war „to much“ Drama; vor allem da wir ja noch die Story der Nebencharaktere hatten. Am Ende spitzte sich natürlich alles zu und endete ein bisschen offen, was mich aber nicht stört, da es bei solchen Stories oft der Fall ist.Fazit: Ein wahrer spannender Pageturner, der es schafft authentisch wichtige und ernst Themen anzusprechen, wie Kindesmissbrauch, Gewalt in der Familie, Vergewaltigung und Selbstverstümmelung und Depression. Der Autorin gelingt eine etwas abgedrehte und kranke Mischung aus Drama, Psycho- Thrill und Lovestory. Obwohl eine düstere Stimmung herrscht, hat mir das Lesen unheimlich viel Spaß gemacht und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.Ich denke vor allem „Verliebt in Mr. Daniels“ Fans könnte diese Geschichte gut gefallen, auch wenn sie viel düsterer ist und die „Lovestory“ nicht im Fokus steht.

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  • "Ständig ertrinken Menschen, lautlos, vor unseren Augen."- Schonungslos, realitätsnah und ergreifend

    Atemnot

    Bellchen

    27. September 2015 um 19:21

    Irgendwann bricht jeder zusammen, Bob. Jeder kann ertrinken. Manchmal sieht man es kommen. Meistens nicht, weil der Körper und die Haut eine schützende Hülle bilden, und dann sieht das Ertrinken nicht nach Ertrinken aus. – S.272 Erster Satz: „Hör zu“, sagt der Kommissar. Inhalt: Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. So eine Geschichte ist das hier nicht. Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen. Es gibt Geschichten, in denen das Monster das Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. So eine Geschichte ist das hier auch nicht. Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft. Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. Diese Geschichten sind die besten. Meine Meinung: Wie viel psychischen Druck kann ein Mensch ertragen, bevor er zusammenbricht und auseinanderfällt? Was tust du, wenn du keinem Mensch wichtig zu sein scheinst? Wenn selbst deine Eltern so mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind, dass keiner dir zuhören kann? Und plötzlich ist dort jemand, der dir Halt gibt, der dir zuhört, bei dem du einfach du sein kannst. Doch du weißt auch, dass du mit diesem Menschen nicht zusammen sein darfst. Also was tust du – wehrst du dich gegen deine Gefühle oder lässt du sie zu? Ilsa J. Bick versteht es gekonnt mit den Gefühlen und dem Verstand des Lesers zu spielen. Nach der Inhaltsangabe und den ersten Seiten versteht man natürlich sehr schnell, in welche Richtung sich das Buch entwickeln wird. Und doch ist dies kein kitschiger Liebesroman, in dem am Ende der Geschichte der Prinz in der schimmernden Rüstung die Prinzessin rettet und sie zusammen in den Sonnenuntergang reiten. Diese Geschichte hier ist viel mehr als das. Sie ist real. Sie ist authentisch. Und sie ist schonungslos düster. Jenna ist mir ihren süßen sechzehn Jahren eine etwas andere Sympathieträgerin. Durch ihre etwas ruppige Art verleiht sie dem Buch eine gewisse Ehrlichkeit. Ihre Gedankengänge und Empfindungen sind nachvollziehbar und realitätsnah beschrieben. Da sie eine schwere Vergangenheit hinter sich hat, ist ihr Blick auf die Welt viel düsterer und schonungsloser. Nach und nach wird man zum Teil ihrer Geschichte und irgendwann entwickelte die Geschichte eine gewisse Sogwirkung, der ich mich nicht mehr entziehen konnte. Seite für Seite blätterte ich um, in der Hoffnung, dass sich doch noch alles zum Guten wendet. Während dem Lesen weiß man, dass die Geschichte eigentlich kein Gutes Ende nehmen kann. Man weiß, dass es eigentlich falsch ist und der große Knall kurz bevor steht. Und doch glimmt ein kleiner Funken Hoffnung in einem, der sich einfach nicht ersticken lässt. Egal, welche düsteren und schonungslosen Worte Jenna auch findet. Denn irgendwie hofft doch jeder von uns darauf, mit seinem Prinzen in den Sonnenuntergang zu reiten. Doch in diesem Buch ist nichts, wie es scheint. Am Ende lässt sie Autorin mich sprachlos zurück und im ersten Moment wusste ich nicht sicher, was ich nun denken sollte. Denn man ist sich auf einmal einfach nicht mehr sicher: Wer ist gut, wer ist böse? Wer sagt die Wahrheit, wer lügt? Ich kann verstehen, wenn Leute bemängeln, dass nicht alle Fragen zum Ende hin eindeutig beantwortet worden sind. Doch für mich ist dies genau das realistische und packende an der ganzen Geschichte. Denn im wahren Leben gibt es auch keine eindeutigen Antworten. Auch dort müssen wir selbst herausfinden, wem wir vertrauen. Auch dort können wir uns nicht zu 100 Prozent sicher sein, dass der Prinz in der schimmernden Rüstung auch wirklich ein Prinz ist – und ob dieser Prinz uns überhaupt retten möchte. Vielleicht ist er auch ein Lügner und Betrüger. Aber heißt dies dann auch automatisch, dass wir das Opfer sind? Die Autorin zeigt in „Atemnot“ auf eindrucksvolle Weise nicht nur, welche Macht unsere Handlungen und Worte über Menschen haben – jedes noch so unbedachte Wort, jede noch so kleine Handlung kann tiefe Wunden, aber auch großes Glück hinterlassen – viel mehr verdeutlicht sie uns auch, dass es im Leben nicht bloß darum geht, alles in zwei Kategorien zu unterteilen: Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse. Viel mehr ist alles grau und wir müssen immer Bedenken, dass in jedem Menschen nicht nur das Gute steckt – aber auch nicht nur das Böse. Fazit: „Atemnot“ ist ein Roman mit Klauen und Zähnen. Ilsa J. Bick hat eine rupige Sympathieträgerin geschaffen, die mit ihrer ehrlichen Art eine gewisse schonungslose und düstere Grundstimmung schafft, die sich durch den ganzen Roman zieht. Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein kleiner Schatz, weil die Autorin die Realität mit all ihren Ungereimheiten und Facetten eindrucksvoll eingefangen hat.

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  • Atemnot - nicht alles ist bloß schwarz oder weiß!

    Atemnot

    Tess-xy

    06. September 2015 um 20:14

    Das Leben der 16-jährigen Jenna ist wahrlich kein Kinderspiel. Gerade aus der Psychiatrie entlassen, versucht ihre Familie ihre Schwierigkeiten zu vertuschen und ihr Kontrollfreak von Vater schickt sie auf eine neue Schule, durchtrennt somit auch jeden Kontakt zu ihrer Therapeutin. Als wäre das nicht schon schlimm genug versucht Jennas Mutter ihren Kummer im Alkohol zu ertränken. Einzig ihr Bruder Matt ist ihr eine Stütze. Matt, der sie vor Jahren in einem Hausbrand rettete, dessen Spuren sie stets auf der Haut tragen wird. Matt, der gerade im fernen Irak stationiert ist und jeden Tag um sein eigenes Leben bangen muss. Auch in der neuen Schule fällt es Jenna schwer Kontakte zu knüpfen. Doch dann ist da Mr. Anderson, Jennas Chemielehrer und Lauftrainer der Schule. Mr. Anderson, der so ganz anders ist, als alle Lehrer und der sich tatsächlich für Jennas Leben zu interessieren scheint. Mr. Anderson schafft es auch Jenna wieder zum Laufen zu bringen, einer Leidenschaft, aus der sie früher viel Kraft gezogen, aber dann schleifen gelassen hat. Nach und nach beginnen die beiden immer mehr Zeit miteinander zu verbringen, bis schließlich keiner mehr seine Gefühle leugnen kann... Das Buch wird aus Jennas Sicht erzählt. Es beginnt im Krankenhaus, als Jenna vom Kommissar ein Tonbandgerät in die Hand gedrückt bekommt, dem sie ihre Geschichte erzählen soll. Was passiert ist. Wie es soweit kommen konnte. Anfangs widerstrebend, beginnt Jenna schließlich zu erzählen, mit einem herrlichem klar- reflektierten, aber auch bissigen Blick auf die Welt und die vergangenen Ereignisse. Der Erzählstil ist super flüssig und fesselnd und man fühlt sich sofort in Jennas Welt versetzt. Jennas Geschichte wirkt absolut authentisch und schonungslos. Sie versucht aufzuzeigen, dass das Leben eben nicht nur in  schwarz oder weiß unterschieden werden kann.Währenddessen ist sie sich der Meinung der anderen zur ihrer Erzählung nur allzu bewusst. Mehrmals spricht sie den Kommissar auf dem Tonband persönlich an. Alles in allem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es liest sich super gut, ist fesselnd bis zum Ende und spricht darüber hinaus noch ein Thema an, was nur sehr selten seinen Weg in einen Roman findet, alerdings aus einer anderen Sicht.

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  • Welches Buch aus meinen Regal soll ich als nächstes lesen?

    Daniliesing

    Ich könnte mal wieder eure Hilfe bei der Auswahl meiner nächsten Lektüre brauchen. Ich habe in meinen Bücherregalen um die 500 ungelesene Bücher stehen und bei so viel Auswahl ist die Entscheidung fürs nächste Buch manchmal ganz schön schwer. Deshalb brauche ich eure Hilfe! Vor mehr als 2 Jahren habe ich etwas ähnliches schon mal versucht und anfangs hat es auch gut geklappt, bis ich mir zu viel auf einmal vorgenommen habe. Deshalb möchte ich gern einen neuen Versuch starten :-) Und so habe ich mir das vorgestellt: Wenn ihr Lust habt, stöbert doch einfach mal in meinen ungelesenen Büchern hier auf LovelyBooks. Schaut mal, ob vielleicht ein Buch dabei ist, das für euch wirklich großartig war und das ich unbedingt noch lesen muss. Oder habe ich da eins im Regal stehen, das ihr auch unbedingt lesen möchtet und meine Meinung total interessant fändet. Dann nennt es mir hier. Aber Achtung! Damit es mir nicht zu viel auf einmal wird, möchte ich immer nur 3 Buchtipps auf einmal und nur einen Buchtipp pro Person. Macht also maximal 3 Buchtipps von 3 unterschiedlichen Lesern auf einmal. Diese 3 Bücher möchte ich dann zuerst lesen und sobald ich das getan habe, berichte ich darüber, wie sie mir gefallen haben und frage nach neuen Tipps. Sollte ich mal so gar nicht in Stimmung für eines der Bücher sein, dann sage ich hier Bescheid und frage nach einem Ersatzbuch. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand Lust hat, mir einen Tipp zu geben und es nicht zu anstrengend findet, meine ungelesenen Bücher durchzusehen ;-) Als kleinen Bonus habe ich mir überlegt, dass ich unter denen, die mir ein Buch empfohlen haben, das von mir 5 Sterne bekommt, zum Jahresbeginn 2016 an 3 davon je ein Wunschzettelbuch meiner Wahl verlose. Ihr sollt ja auch etwas davon haben, dass ihr mir hier immer so toll helft. Nun bin ich ganz gespannt auf eure ersten 3 Tipps! Eine Übersicht eurer Empfehlungen: Unten am Fluss / empfohlen von Velina2305 (wartend) Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel / empfohlen von Queenelyza (gelesen / *****) Tausend kleine Schritte / empfohlen von Sunny Rose (gelesen / ****) Bannwald / empfohlen von SLovesBooks (abgebrochen) Atemnot / empfohlen von Legeia (abgebrochen) Cinder / empfohlen von sursulapitschi (abgebrochen)

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    • 66
  • Buchverlosung zu "Atemnot" von Ilsa J. Bick

    Atemnot

    Liyadis

    Auf meinem Blog http://renisbucheckchen.blogspot.de könnt ihr in der nächsten Zeit mehrere Bücher gewinnen. Alle zwei Wochen verlose ich ein anderes Buch. Starten tut die Aktion mit:

     Atemnot von Ilsa J.Bick!

    Beantwortet mir dafür nur eine Frage, die ihr auf meinem Blog findet!


    Anmerkung: Alle Bücher, die ich verlose, sind gebraucht aber in einem sehr guten Zustand!

    • 4
  • Großartig!

    Atemnot

    MayaShepherd

    12. May 2015 um 14:06

    Erster Satz: „Hör zu“, sagt der Kommissar.   Meinung: Ich habe bereits die Ashes-Reihe von Ilsa J.Bick verschlungen, alleine deshalb wollte ich „Atemnot“ unbedingt lesen, aber nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich gefesselt. Es hörte sich nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack ein und mein positiver Eindruck bestätigte sich bereits auf den ersten Seiten und wurde bis zum Schluss des Buches nicht enttäuscht. „Atemnot“ wird aus der Sicht von Jenna erzählt und gibt tiefen Einblick in ihre beschädigte Seele. Das Mädchen musste schon viel in ihrem Leben ertragen, ihr familiäres Umfeld ist eine Katastrophe und sie ist einsam. Sie schildert die Geschichte so nah und greifbar, dass man das Gefühl hat Jenna direkt gegenüber zu sitzen. Dabei sind ihre Gedankengänge zu jeder Zeit nachvollziehbar und ergreifend. Der Roman steckt voller überraschender Wendungen, die Spannung ist zu jederzeit hoch und das Ende kam für mich überraschend. Ein paar Fragen bleiben offen, aber das macht das Buch nur noch besser.   Fazit: Ich liebe „Atemnot“! Ilsa J. Bick hat mit diesem Roman deutlich bewiesen, dass sie Gefühle und Gedanken zu vermitteln mag wie kaum eine andere Autorin. Ich bin ein Fan und kann das Buch jedem, der gefühlvolle und spannende Geschichten mag, empfehlen.

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  • Ein tolles Buch!

    Atemnot

    Leseeule96

    08. May 2015 um 10:31

    Jenna ist 16 und hat schon wirklich viel durchmachen müssen. Vor wenigen Jahren wäre sie bei einem Brand beinahe ums Leben gekommen, sie musste wegen psychischen Krankheiten in eine Klinik eingewiesen werden und auch zuhause hat sie es nicht leicht.Jetzt soll Jenna zum ersten Mal wieder auf eine normale Schule gehen. Dort lernt sie ihren Lehrer Mitch Anderson kennen. Zum ersten Mal scheint sich jemand wirklich dafür zu interessieren, wie es ihr geht. Zwischen Jenna und Mitch entwickelt sich eine Freundschaft, die über die schulischen Verhältnisse hinausgeht. Wird es dabei bleiben? Zu Beginn kam mir das Buch sehr gewöhnungsbedürftig vor. Wir erfahren direkt zu Beginn, was am Ende passiert, aber natürlich nicht wie. Der Komissar Bob gibt Jenna ein Aufnahmegerät, auf dem sie alles erzählen soll und daher beginnt Jenna zu erzählen, von vorne an. Sie spricht dabei immer wieder den Komissar direkt an. Nach einer Weile hat mir dieser Schreibstil eigentlich ganz gut gefallen. Jenna hat mir super gut gefallen. Sie hat schon sooo viel hinter sich und ist mit der Zeit immer stärker geworden. Ihre Erzählweise ist manchmal sehr ironisch und frech. Das hat mir gut gefallen, auch wenn sie in der Geschichte selber nie so rüber gekommen ist. Mitch ist ebenfalls ein toller Charakter, den ich gerne gemocht habe. Er hat sich toll um Jenna gekümmert und dafür selber einiges riskiert. Der Schreibstil der Autorin war locker und leicht verständlich. Sie hat schon sehr schnell eine fesselnde und spannende Stimmung aufgebaut und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und was als nächstes passiert. Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet und ehrlich gesagt sind mir auch noch zu viele Fragen offen geblieben. Auch wenn das Ende traurig ist, hat es mir aber gefallen, denn es kann schließlich nicht immer nur ein Happy End geben.

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  • Atemnot / Ilsa J. Bick

    Atemnot

    Lenny

    12. March 2015 um 16:53

    Hier erzählt uns ein 16 Jähriges Mädchen ihre Geschichte. Es handelt sich um eine Bandaufnahme für einen Kommisar, den sie immer wieder zwischedurch persönlich anspricht, das fand ich klasse, hat mir richtig gut gefallen. Jenna ist bei einem Brand sehr schwer verletzt worden, ihr wurde Haut transplantiert, ihr Körper hat nun schreckliche Narben. Zusätzlich hat sie sich noch geritzt, war dann in Behandlung und kommt nun mehr oder weniger gut zurecht. Sie fühlt sich sehr zu Ihrem Chemielehrer hingezogen, das darf nicht sein! Aber auch der Lehrer empfindet sehr viel für Jenna und so verheimlichen die beiden ihre Liebe.... Für mich ist das Ende etwas offen und hat mich mit einigen Fragen zurückgelassen, deshalb habe ich einen Stern abgezogen aber sonst ist es schön spannend und hat mich auch aufs Glatteis geführt.

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  • Lesechallenge im August 2014 zu "Atemnot" von Ilsa J. Bick

    Atemnot

    Daniliesing

    Im August möchten wir mit euch im Rahmen der Lesechallenge 2014 ein Buch lesen, das ihr so schnell garantiert nicht wieder zur Seite legen könnt. In diesem Monat dreht sich alles um den packenden neuen Roman "Atemnot" von Ilsa J. Bick. Dieser erzählt von eine Liebe gegen alle Regeln! Ich freue mich auf die Lesechallenge im August mit euch! Mehr zum Buch: Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. So eine Geschichte ist das hier nicht. Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem Hausbrand ums Leben gekommen. Es gibt Geschichten, in denen das Monster das Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. So eine Geschichte ist das hier auch nicht. Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer ziemlichen … Anziehungskraft. Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. Diese Geschichten sind die besten. Auch dieses Mal vergeben wir wieder - zusammen mit dem Egmont INK Verlag - 50 Exemplare des Romans unter allen Bewerbern. Meldet euch dazu einfach im passenden Unterthema bis zum 10. August 2014 an und ihr habt die Chance auf eines der Bücher. In jeder Woche gibt es ein bis zwei neue Aufgaben zum Buch, die es zu lösen gilt. Wer am Ende der Challenge (Einsendeschluss für alle Aufgaben: 14. September 2014) die meisten Punkte gesammelt hat, erhält einen 100€ Manufactum-Gutschein + Buchpaket und die Plätze 2-10 bekommen je ein tolles Buchpaket! Bewerbt euch jetzt für die Leseexemplare oder steigt einfach spontan noch bis Ende August mit ein. Alle Informationen zur Lesechallenge gibt es wie immer auf: http://www.lovelybooks.de/lesechallenge/

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    • 2695
  • Rezension zu "Atemnot"

    Atemnot

    littleowl

    28. February 2015 um 20:06

    Inhalt: Die 16-jährige Jenna Lord hatte es in ihrem bisherigen Leben nicht gerade leicht. Als Kind kam sie beinahe bei einem Hausbrand ums Leben und trug sowohl äußerlich als auch innerlich Narben davon. Jennas Familie ist ihr dabei alles andere als eine Stütze: Ihr Vater ist gewalttätig und sehr dominant, ihre Mutter hat ein Alkoholproblem und ihr Bruder Matt ist im Irak stationiert. Nachdem Jenna einige Zeit in der Psychiatrie verbracht hat, wollen ihre Eltern mit einem Umzug die Vergangenheit endgültig hinter sich lassen. An ihrer neuen Schule fühlt Jenna sich genauso unwohl wie zuhause, einziger Lichtblick ist ihr Chemielehrer Mitch. Der attraktive junge Mann ist seit langem der Erste, von dem Jenna sich wirklich verstanden fühlt und die beiden kommen einander bald näher. Schreibstil: Schon der Beginn des Romans ist unglaublich fesselnd. Jenna wurde nach einem Unfall gerettet und ist jetzt im Krankenhaus, wir wissen aber nicht, was passiert ist. Sie spricht ihre Geschichte in ein Aufnahmegerät, das sie von einem Polizisten bekommen hat. Mir hat es gut gefallen, wie glaubhaft diese ungewöhnliche Erzählsituation umgesetzt wurde. Jenna spricht den Polizisten Bob manchmal direkt an oder unterbricht und reflektiert über ihre Gedanken während dem Bericht. Der Schreistil ist sehr intensiv und emotional. Die Autorin trifft perfekt den Ton einer verletzten Sechzehnjährigen. Jenna hat Schreckliches erlebt, aber sie will kein Mitleid erregen, sondern erzählt ihre Geschichte mit viel Zynismus und Galgenhumor. Handlung: Der Roman entwickelt schnell eine starke Sogwirkung und die Seiten fliegen nur so dahin. Als Leser ist man vom ersten Moment an gebannt dabei, weil man wissen will, wie Jenna im Krankenhaus gelandet ist. Die Liebesgeschichte ist die meiste Zeit über wunderschön und märchenhaft, trotzdem ist unterschwellig immer eine gewisse Spannung da, weil man weiß, dass das Ganze böse endet. Während ihrem Bericht streut Jenna zusätzlich immer wieder Andeutungen auf ein schlimmes Ende ein. Jennas gesamtes Umfeld ist sehr problembelastet: Ihre Mutter ist Alkoholikerin und ihr Vater herrisch und gewalttätig. Jennas Großvater, der ebenfalls ein Alkoholproblem hat, hat sie in der Vergangenheit offenbar sexuell belästigt und auf einer Party versucht ein Freund ihres Vaters, sie zu vergewaltigen. Beim Lesen merkt man, dass die Autorin, eine ehemalige Kinder – und Jugendpsychiaterin, beruflich Erfahrung mit all dem hat. Sie schildert die dargestellten Probleme eindringlich und realistisch, anstatt einfach Klischees abzuarbeiten. Charaktere: Mit Jenna hat die Autorin eine sehr vielschichtige Protagonistin geschaffen. Die Sechzehnjährige ist psychisch extrem instabil und hat eine Reihe von Schutzmechanismen entwickelt, um überhaupt irgendwie weitermachen zu können. Trotz allem sind Jennas Gedanken und Gefühle für den Leser nachvollziehbar, weil sie ihr Seelenleben in ihrem Bericht ganz offen und ehrlich vor uns ausbreitet. Selbst den Reiz, den das Ritzen für sie ausmacht, konnte ich so, wie sie es beschreibt, irgendwie verstehen. Im Grunde sehnt sich Jenna wie alle Jugendlichen nach Liebe und Geborgenheit. Sie sucht unbewusst verzweifelt nach jemandem, von dem sie sich verstanden fühlt, deshalb übt Mitch so eine Anziehung auf sie aus. Also, ich will es mal so formulieren: Das, was wir von Mitch zu sehen bekommen, ist sehr sympathisch. Er hat offensichtlich auch eine schwere Zeit hinter sich und ist seelisch selbst nicht so stabil, wie es auf den ersten Blick wirkt. Allerdings ist bis zum Schluss nicht klar, wie viel von dem, was wir bzw. Jenna über Mitch zu wissen glauben, tatsächlich der Wahrheit entspricht. Besonders die Gründe, warum er sich Jenna überhaupt annähert, bleiben letztendlich im Dunklen. Alles in allem fand ich die Schüler – Lehrer – Beziehung aber glaubhaft dargestellt und es ist verständlich, was die beiden aneinander finden. Fazit: Ein Roman, der mich sicher lange nicht loslassen wird!

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  • "Die Wahrheit hat viele Facetten" Ein Roman, spannend wie ein Thriller

    Atemnot

    SunnyCassiopeia

    27. January 2015 um 14:15

    Inhalt Jenna, süße 16.J erzählt ihre Geschichte auf ein Tonbandgerät, während sie im Krankenhaus liegt... Bob möchte die Wahrheit von ihr wissen! Aber wie definiert man Wahrheit? Ist es nicht immer eine Sache des Betrachters, aus welchem Blickwinkel man aus die Geschichte betrachtet .... Wer ist der Leidtragende, der Schuldige, der Böse... Wem kann man die Schuld für all das Leid geben... Wem kann man die Verantwortung, für das Elend einer Person, einer ganzen Familie aufs Auge drücken. Die Ungerechtigkeit dieser grausamen Welt in der wir leben... Wer entscheidet über Leben und tot ... Wer hat schon die wahre Liebe gefunden, für die es sich zu sterben lohnt!!! Meine Meinung Ich habe das Buch seit Wochen im Regal stehen, ganz einfach, weil ich die Autorin so gerne lese. Vor zwei Tagen bin ich über eine negative Rezension des Buches gestoßen und diese hat dazu geführt, das meine Neugierde geweckt wurde. Mein Gott, was für ein Buch!! " Wieviele Menschen ertrinken, ohne das wir es bemerken " Jenna ist ein unglaublich, menschlicher und intelligenter Charakter. Eine verirrte Seele, mit so viel Schmerz und Leid, das es geradezu greifbar wird, ihre Gefühle nachzuempfinden. "Atemnot" wie passend, denn genau dieses Gefühl hat mir das Buch vermittelt. Das Ende ließ mich schockiert, erschüttert und voller Fragen zurück... Es wird mich noch eine lange Zeitlang nicht los lassen... Das hab ich der Form bisher nur bei einem Buch gehabt " ich wünschte ich könnte dich hassen" Natürlich gibt es viele gute Bücher, die mich ebenso berührt haben, aber Jenna und ihre Ansicht der wahren Geschichte - liest selbst, lässt euch voll drauf ein, ohne Erwartungen und es wird euch umhauen !! Fazit Eine verlorene und verlassene Seele, auf der Suche nach Geborgenheit .... Unglaublich spannend, tiefgründig mit Thriller -Feeling

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  • schonungslos, beklemmend, eindringlich

    Atemnot

    -Favola-

    19. January 2015 um 14:49

    Ilsa J. Bick wirft uns ohne Vorwarnung wortwörtlich ins kalte Wasser. "Atemnot" steigt direkt nach einem 'Unfall' ein. Als Leser weiss man nicht genau, was passiert ist, nur so viel, dass Jenna vor einer Stunde aus einem See gezogen wurde und nun von einem Polizisten aufgefordert wird, die ganze Geschichte, die Wahrheit zu erzählen. Er lässt ihr dafür ein Aufnahmegerät da. Dadurch richtet sie ihre Geschichte an Bob, den Polizisten, was der Erzählweise etwas Spezielles aufdrückt. Jenna redet drauf los: direkt, schonungslos und manchmal etwas abgehakt in unbeendeten Sätzen. Das und auch die jugendliche Sprache ist ein Grund, dass diese Geschichte derart authentisch wirkt. Nach und nach erfährt man von Jennas schwieriger Familiensituation: dem Kontrollfreak als Vater, der Mutter, die zu oft zum Alkohol greift, dem Grandpad, der ihr schon als Kind zu nahe gekommen ist und vom Bruder, ihrem Halt, der nun im Irak stationiert ist. Doch sie trägt nicht nur seelische Narben. Als Achtjährige wurde sie aus einem brennenden Haus gerettet und so ist ein Teil ihrer Haut vernarbt. Und um bei all dem sich selber noch zu spüren, Druck abbauen zu können, hat sie begonnen, sich zu ritzen, warum sie auch in psychologischer Behandlung ist. Dann steht ein Schulwechsel an, was für Jenna als Einzelgängerin und mit ihrer Geschichte, sehr schwierig ist. Anschluss findet sie dann nicht bei Mitmenschen sondern bei ihrem Chemielehrer und Lauftrainer Mitch Anderson. Er nimmt sich gerne Schülern mit Schwierigkeiten an und bei Jenna ist er mit viel mehr Engagement und Herz bei der Sache als er eigentlich müsste, eigentlich sollte ..... Ilsa J. Bick baut eine enorm dichte und beklemmende Atmosphäre auf, die einen atemlos durch die Geschichte hasten lässt, denn man möchte endlich die ganze Wahrheit erfahren. Mit einigen ungeahnten Wendungen führt sie uns gekonnt aufs Glatteis und bringt auch unsere Moralansichten stellenweise ins Straucheln. Denn die Autorin wagt sich mit "Atemnot" auf einen schmalen Grat, meistert das Tabuthema jedoch wirklich grossartig. Sie zeichnet nicht nur schwarz-weiss sondern zeigt viele Nuancen von Gut und Böse auf, so dass man als Leser selber nicht mehr genau weiss, was richtig und falsch ist. Was sie uns hier auftischt ist weder Fastfood noch leichte Kost. Ilsa J. Bick beschönigt nicht, sondern konfrontiert uns mit einer brutalen Realität, die nichts fürs leichte Gemüt ist. "Atemnot" ist ein eindrückliches Jugenddrama fern ab von seichtem 0815-Lesefutter. Fazit: Ilsa J. Bick hat mit "Atemnot" ein ausserordentlich eindringliches und beklemmendes Drama zu Papier gebracht, das einen die Seiten mit angehaltenem Atem umblättern lässt und auch nach dem Ende noch lange nachhallt. (4.5 Sterne)

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  • Selbst nach einer Woche nach dem Lesen, bleibt mir noch der Atem weg...

    Atemnot

    Lielan

    16. January 2015 um 20:18

    Story + Schreibstil: Ilsa J. Bicks "Atemnot" ist für mich persönlich eine Mischung aus Drama und Thriller, irgendwie ist der Wörtchen Roman auf dem Cover recht irreführend. Auch der Klappentext ist nicht sonderlich aussagekräftig, aber dennoch ziemlich gelungen, denn aufgrunddessen hat mich so richtig die Leselust gepackt, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter diesem mysteriösen Klappentext steht. Außerdem bin ich nach dem Beenden der dystopischen Ashes Quatrologie von Ilsa J. Bick auf weitere Lektüren von ihr gespannt. Nur geht die Autorin mit ihrem Jugendroman "Atemnot" in eine vollkommen andere Richtung. Sie lässt die Gefühlswelt, Gedankenwelt, das gesamte Leben ihrer jungen Protagonistin Kopf stehen und veranschaulicht dem Leser, was psychologisch alles möglich ist im Leben eines verwirrten Teenagers, aus eventuell schrecklichem Elternhaus. Da Ilsa J. Bick selbst als Psychologin tätig war, bevor sie das Schreiben für sich entdeckt hat, wurden bestimmt einige Fälle und Techniken aus ihrem Arbeitsbereich aufgegriffen, die ihr bekannt waren. Umso interessanter wurde es natürlich für den Leser. Mir persönlich ist die Geschichte wahnsinnig nahe gegangen und ich muss immer noch schlucken während ich an Jenna und ihr Leben zurück denke. Eine Geschichte, die ich wohl nicht so schnell vergessen werde. Wahnsinnig emotional und unglaublich viele Gefühle prasseln auf den Leser ein, wahrscheinlich wird dieses Gefühl auch noch verstärt, da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Die Erzählperspektive ist sowieso grandios gewählt und hat mir unglaublich gut gefallen, denn Jenna erzählt ihre Lebensgeschichte und spricht diese auf Band. Ein wirklich zum Nachdenken anregender Jugendroman, der sich sicherlich auch als Schullektüre anbieten würde. Charaktere: Die Protagonistin Jenna führt wahrlich kein einfaches Leben. Mit ihren jungen Jahren hat sie im Grunde schon alles abgehackt, was Trauer und Grausamkeit und Brutalität im Alltag eines Teenagers angeht. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und ihr Vater Arzt, kaum Zuhause und teilt sein Bett lieber mit Krankenschwestern. Als Kind hat Jenna einen schweren Brand nur knapp überlebt und sie lebt heute noch mit den Blessuren, denn ihr ganzer Körper besteht aus Narbengewebe. Irgendwann hat sie mit Ritzen begonnen, um sich selbst den Schmerz zu nehmen und in andere Welten zu driften. Nach einem kurzen Aufenthalt in einer Klinik, sehen Jennas Eltern einen Neustart auf einer neuen Schule als Bestes an. Jenna wird wie immer gar nicht erst gefragt. Sie muss grundsätzlich das liebe Mädchen spielen, über alle Fehler ihrer Eltern hinwegsehen, das Trümmerfeld rechts und links bloß nicht bemerken und ein ganz normales Leben führen. Witzige Vorstellung haben ihre Eltern. Auf der neuen Schule lernt Jenna zum Glück eine Vertrauensperson kennen: Mitch Anderson. Er ist wahnsinnig engagiert und würde am Liebsten jeden Schüler unterstützen, aktuell greift er Jenna unter die Arme. Dabei lernt dieser auch schnell Jennas Umfeld, ihre Eltern und ihr gesamtes Chaos kennen. Er bietet ihr an immer für sie da zu sein. Dabei kommen sich die beiden auch von Minute zu Minute näher und näher. Klitze kleines Problemchen am Rande ist nur, dass Mitch verheiratet ist und Jenna sich somit ins nächste Chaos stürzt. Die Geschichte um diese furchtbar geschlagene Protagonistin, ist wahnsinnig ergreifbar und wird mich in naher Zukunft wohl auch erstmal nicht los lassen.

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