Ilsa J. Bick Drowning Instinct

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Inhaltsangabe zu „Drowning Instinct“ von Ilsa J. Bick

A dark tale of love against the odds - and the rules.

Ein sehr gutes und leicht verstörendes Buch.

— Baneful

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  • Ein sehr gutes und leicht verstörendes Buch.

    Drowning Instinct

    Baneful

    12. December 2014 um 13:34

    Eye-Candy: Das englische Cover gefällt mir viel besser. Hier ist der Titel nicht so aufdringlich und dennoch prägnant und das Düstere kommt eher beim Betrachter rüber. Meine Meinung: Die erste Rezension, die ich "richtig" zu diesem Buch gelesen und nicht nur lediglich überflogen habe, war diese hier. Wenn man Drowning Instinct liest, fühlt man sich gefesselt und beinahe so, als würde man ertinken (wie auch in der verlinkten Rezension beschrieben wird). Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Jenna erzählt. Sie ist 16 Jahre alt, hat psychologische Probleme, die sie mit ihrem sehr schwarzen Humor selber analysiert und kommt aus einer gestörten Familie. In wiefern die Familie gestört ist, wird mit jedem Kapitel deutlicher und der Horror, in dem sich die Protagonistin befindet, wird immer präsenter. Sehr einzigartig ist die Erzählart und -perspektive, die anders anfängt und sich verändert. Aus der dritten Person verschiebt sich die Perspektive zur Ich-Sicht, als Jenna ein Diktiergerät übergeben wird, dem sie dann ihre Geschichte erzählt. Die Erzählebenen überlappen sich zum Teil und die Kapitel, sowie Dialoge sehen auch im Buch anders aus, als man so kennt.  Das hört sich jetzt verwirrend an, aber wenn man das Buch liest, ist alles jederzeit ziemlich klar, sodass man nicht herumrätseln muss, was eigentlich gerade geschieht. Es gibt so einige Charakter, die lediglich Randrollen spielen. Biss zum Schluss weiß man nicht, was man von ihnen und ihren Beziehungen halten soll. Wer Freund und wer Feind ist, ist sehr verschwommen und eher von der subjektiven Wahrnehmung des Lesers abhängig. Uf, die Handlung. Dazu kann ich wirklich nichts sagen, außer, dass sie sich manchmal hinzieht. Wenn mehrere Seiten lang auf Jennas Innenleben eingegangen wird, nervt es einfach, da die Handlung stoppt. Zu viele psychologische und philosophische Einblicke, die nicht immer nötig sind. Mir hat die flüssige Schreibweise sehr gut gefallen. Manchmal ist sie herb, dann wieder einfühlsam und emotional. Also genau richtig, um so eine Handlung wiederzugeben. Beschreibungen werden sparsam eingesetzt, dennoch kommt die Atmosphäre sehr gut beim Leser an. In der Kürze liegt die Würze: flüssige Schreibweise; interessante Charaktere; schwarzer Humor; psychologisch angehaucht; zwiespältiges Ende Bewertung: Das Ende war nun keine riesengroße Überraschung. Wie man das Ende intepretiert, ist jedem selber überlassen, ein kleiner Tipp von mir: Denkt an die Szene, in der der Begriff "Drowning Instinct" erklärt wird und versucht das Ende aus diesem Blickwinkel nochmal anzusehen. Vielleicht ändert sich dann eure Sympathie ;-)  Es ist ein gutes Buch, die Längen und all die losen Handlungsstücke, die einfach nicht zusammengefügt werden, haben mir nicht gefallen. Bei letzterem kann man wohl auch sagen, dass gerade hier die Schöhnheit des Buches liegt. Allerdings vertrete ich diese Meinung nicht und somit immer noch sehr gute ♥♥♥♥ Herzchen.

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  • ausgelesen aber noch lange nicht abgeschlossen

    Drowning Instinct

    Keksisbaby

    16. June 2014 um 08:31

    Ihre Haut trägt die Narben zahlreicher Verletzungen, aber die Narben von Jennas Seele vermag niemand zu sehen. Ihr Vater ist reicher Arzt, aber ein psychotischer Kontrollfreak, ihre Mutter trinkt und ihr Bruder ist dieser Albtraum-Familie entflohen, in dem er zum Militär ging. Um dem Schmerz in ihrem Inneren her zu werden, ritzt Jenna sich, was ihr einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt eingebracht hat und nun den Neuanfang an einer Schule nicht eben erleichtert. Aber da gibt es diesen Lehrer, der eine Schwäche für hoffnungslose Schüler zu haben scheint und es dauert nicht lange, da hat Jenna sich in ihn verliebt. Und auch Mitch scheint nicht abgeneigt. Eine Liebe die nicht sein darf, die Jenna aber wieder Hoffnung gibt, Hoffnung in einem trostlosen Leben angefüllt mit Schmerz und Missbrauch. Doch schon bald stellt sie Ungereimtheiten fest in Mitchs Geschichten und sie beschleicht der Verdacht, dass sie nicht die erste Schülerin ist, um die er sich sehr intensiv kümmert und er nicht der selbstlose Prinz auf dem weißen Pferd zu sein scheint, der sie aus dem Drachenturm errettet. Diese Story einmal angefangen hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Und selbst nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, war ich noch immer nicht durch. Jennas Schicksal, ihre Trauer, ihre Angst, ihre unverarbeitete Wut und ihre Vernachlässigung schnürten mir die Kehle zu und ich musste mich der Frage stellen, ist eine Beziehung zwischen einem Lehrer und einer Schülerin so verwerflich, wenn er ihr als Erster wieder Hoffnung gibt. Die ganze Tragik der Geschichte entfaltet sich nicht schon auf den ersten Seiten für den Leser, sondern entwickelt sich im Laufe der Kapitel. So sind ein despotischer Vater und eine trinkfreudige Mutter nicht der Auslöser von Jennas Problemen, denn die Wurzel des Übels liegt tiefer. Erwachsene werden hier als selbstsüchtig handelnde Individuen gezeigt, die so mit ihrem eigenen Kummer beschäftigt sind, dass sie blind werden für ihre Umwelt. Auch Mitch, der vermeintliche Erretter verfolgt egoistische Pläne und mir wurde gezeigt, dass es im wahren Leben kein Schwarz und Weiß gibt, sondern nur unterschiedliche Abstufungen von Grau. Auch das es vielleicht einfach ist den moralischen Zeigefinger zu erheben, aber in welche Richtung soll dieser zeigen, wenn keiner sich als durchweg böse zeigt, sondern lediglich der Selbstsucht fröhnt? Dabei ist der Charakter von Jenna zu bewundern, die trotz der Talfahrt, die ihr junges Leben darstellt, eine gefestigte Persönlichkeit ist und vor ihrer Zeit erwachsen werden musste, um das innere Kind in sich zu schützen. Dieses Buch liest man nicht einfach und legt es dann beiseite, dieses Buch begleitet mich noch ein ganzes Stück. Gerade solche Geschichten sind es, die mich durchrütteln, mich zwingen mein bequemes hohes Ross zu verlassen und mir eine völlig neue Perspektive auf die Welt eröffnen.

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