Ilse Sand

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Ilse SandDie Kraft des Fühlens
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Die Kraft des Fühlens
Die Kraft des Fühlens
 (3)
Erschienen am 01.06.2018

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Rezension zu "Die Kraft des Fühlens" von Ilse Sand

Sehr interessantes Buch über Hochsensibilität
dieschmittvor 2 Jahren

Die Kraft des Fühlens, ein Buch über Hochsensibilität und wie es möglich ist, diese zu erkennen. Ilse Sand geht im Laufe des Buchs auf unterschiedliche Aspekte ein. Zunächst beschäftigt sie sich mit dem hochsensiblen Charakter und geht hier ebenfalls auf unterschiedliche Typen ein und betrachtet intensiv das Innenleben. Danach geht es um das Thema Erwartungen an sich selbst, die ebenfalls eine große Rolle spielen. Dann gibt es Tipps für das Leben mit Hochsensibilität und was man berücksichtigen kann, damit es einem gut geht. Es gibt Tipps für den Umgang mit Menschen, für den Umgang mit der Wut, zum Thema Schuld und Scham und zu speziellen Lebenssituationen. Am Ende geht es noch um Forschung und es gibt einen Test zur Einschätzung des eigenen Sensibilitätslevels. Das Buch ist sehr gut für Menschen mit erhöhter Empfindsamkeit, ich hatte einige Aha-Erlebnisse in Bezug auf mein eigenes Leben und bekam tieferes Verständnis für mich selbst und meine Situation. Aber auch für Mitmenschen eignet sich dieses Buch meiner Meinung nach sehr gut, da diese so einen Einblick in das Innenleben gibt und da Empfinden der Sensiblen gut erläutert.

Die enthaltenen Tipps fand ich sehr hilfreich und Erfahrungsberichte aus der Praxis der Therapeutin sind ebenfalls sehr lesenswert.

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Rezension zu "Die Kraft des Fühlens" von Ilse Sand

Über das Selbstverständnis zur Selbstannahme
paulsbooksvor 2 Jahren

Es hat ja seinen Grund, dass ich "Sei der, der du schon immer warst" zu meinem zweiten Lebensgrundsatz gemacht habe. Dazu benötigt man natürlich zuerst die Möglichkeit, einen tiefen Blick auf sich zu werfen. So manche angelernte Verhaltensweise, mancher Glaubensgrundsatz bzw. "Filter", den man sich irgendwann zugelegt hat, hindert einen aber daran. Tückisch dabei ist - wie man schon aus anderen Büchern weiß -, dass diese Filter so in Fleisch und Blut übergehen, dass man längst vergessen hat, dass diese "Sonnenbrille" gar nicht Teil des eigenen Wesens ist.

Schon nach wenigen Seiten wurde mir klar: Dieses Buch hilft dabei, einem wieder in Erinnerung zu rufen, dass man Filter hat und warum - und auch, dass man sie loslassen darf, wenn sie einen stören.

Ich möchte nicht behaupten, dass ich voll und ganz zur vom Buch angesprochenen Gruppe von Menschen gehöre (ich schreibe bewusst nicht "Zielgruppe", denn die ist weit größer!). Der  ansprechende und unprätentiöse Test am Ende des Buches bescheinigt mir, dass ich "möglicherweise dazugehöre". Darauf kommt es aber gar nicht an. Was mich nämlich nachhaltig und wirklich beeindruckt hat, ist der Faktor, der für mich ein gutes Sachbuch ausmacht: Dieses Buch sagt mir Dinge über mich selbst, die ich ahnte oder sogar wusste, aber nicht vollständig in den nötigen Kontext einsortieren konnte, um sie völlig anzunehmen.

Alles, was einem dabei hilft, sich und andere zu verstehen, trägt meiner Lebenseinstellung nach dazu bei, das "Gegeneinander", den täglichen Kampf, ein Stück mehr zu beenden. Und das tut dieses Buch: es führt empfindsame Menschen an für sie typische Charakterzüge heran, macht plastisch, weshalb es ist wie es ist, und gibt Tipps, wie man sich als empfindsamer Mensch nicht häufig wie ein Idiot zu fühlen braucht. Dies tut das Buch jedoch nicht nur auf der Verstandesebene; es scheint zum Kern des Wesens zu sprechen, sofern der Mensch bereit dazu ist. Da es dies bei mir getan hat, billige ich ihm das Potenzial zu, dies auch bei anderen Menschen zu tun, ob nun "hochsensibel" oder nicht. Wer einmal selbst erlebt hat, wie man durch Andersartigkeit ausgegrenzt wird - egal in welchem Kontext -, zu dem wird dies Werk sprechen und er wird verstehen, wie sich jemand fühlen muss, dem die Flut von Eindrücken aus der Umwelt manchmal die Luft zum Atmen nimmt. Dies kann bei "Außenstehenden" zu Verständnis und Annahme führen, statt dass sie z.B. Schubladen wie "Mimöschen" oder "wehleidig" ziehen.

Mehr noch: das Buch kann massiv dabei helfen, Menschen, die meist liebenswürdig auftreten, zu verstehen, wenn sie für einen völlig überraschend unwirsch und unleidlich werden (Stichwort: Überstimulierung).

Das Buch führt empfindsame Menschen auf geradlinige Weise an das eigene Wesen heran, erklärt einem die Strategien, die sie gewählt haben, um in unserer Gesellschaft klarzukommen, beleuchtet die daraus resultierenden Verwerfungen und kann somit alte Denkmuster aufbrechen. Das Ergebnis ist das, was ich mir schon seit einigen Jahren auf die Fahne geschrieben habe: Bewusstheit - für sich selbst und andere. Daraus ergibt sich dann wiederum Selbstannahme und -liebe, die so ganz etwas anderes als Egoismus ist.

Für Leute, die oft als "andersartig" bezeichnet werden, mit Sprüchen wie "Ellbogen bringen einen weiter" nichts anfangen können und möglicherweise sogar ihr eigenes Wesen als Strafe empfinden, weil sie trotz größtem Wunsch nicht das schaffen, was andere tun können: ein echtes Must Read.

Vielen Dank der Autorin und den Übersetzern, und viel Erfolg!
Paul

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Rezension zu "Die Kraft des Fühlens" von Ilse Sand

Gut gemachter Ratgeber
Babschavor 2 Jahren

Menschen mit erhöhter Sensibilität ihrer Sinne tun sich schwerer im Leben als andere. Und das in mannigfaltiger Hinsicht und zumeist nicht gerade zu deren eigenem Wohl. Die dänische Theologin und Psychologin Ilse Sand, selbst Betroffene, beschäftigt sich in ihrem Buch mit diesem Personenkreis, beschreibt deren spezifische Sonderheiten und Probleme, ihre Erschwernisse und Nachteile im täglichen Leben und bricht hier eine Lanze. Und das Interessante ist, dass einem als Leser einige der von ihr beschriebenen besonderen Empfindsamkeiten gar nicht so unbekannt vorkommen. Ein interessantes, den Horizont erweiterndes Fachbuch nah am praktischen Leben.

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