Ilse Tielsch

 4.1 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Das letzte Jahr, Von der Freiheit schreiben zu dürfen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Das letzte Jahr

 (14)
Neu erschienen am 13.09.2018 als Taschenbuch bei Edition Atelier.

Alle Bücher von Ilse Tielsch

Das letzte Jahr

Das letzte Jahr

 (14)
Erschienen am 13.09.2018
Unterwegs

Unterwegs

 (0)
Erschienen am 27.04.2009
Das letzte Jahr

Das letzte Jahr

 (0)
Erschienen am 01.11.2006
Von der Freiheit schreiben zu dürfen

Von der Freiheit schreiben zu dürfen

 (0)
Erschienen am 01.07.2014
Ahnenpyramide

Ahnenpyramide

 (0)
Erschienen am 01.04.2009

Neue Rezensionen zu Ilse Tielsch

Neu
Maximevms avatar

Rezension zu "Das letzte Jahr" von Ilse Tielsch

berührende Geschichte eines kleinen Mädchen in der Vorkriegszeit
Maximevmvor einem Jahr

Inhalt:


Die neunjährige Elfi lebt in einer kleinen Dorf in Mähren, wo Juden, Tschechen und auch Deutsche friedlich zusammen leben. Die kleine Elfi hat ein Fahrrad bekommen und liebt es von Dorf zu Dorf zu flitzen. Sie träumt von einem aufregenden Leben im Zirkus. Mit der Zeit nimmt Elfi immer mehr Veränderungen um sich war und weiß nicht genau, wo sie die zu ordnen soll. Plötzlich verschwindet auch ihre jüdische Freundin ohne ein Wort des Abschieds, Geschäfte schließen  und ihre Eltern erklären ihre nicht was los ist. 


Meinung:


Das Buch "Das letzte Jahr" hat mir an sich sehr gut gefallen, nur manchmal hätte ich mir etwas mehr Spannung erhofft.  Besonders der etwas andere Schreibstil hat mich begeistert. Es kommt nicht oft vor, dass so ein ernstes Thema aus der Sicht eines Kindes erzähl wird. Die Autorin hat die ganze Geschichte sehr berührend rüber gebracht. Wir können genau erfahren, wie das Kind die Umbruchsstimmung vor dem Krieg mitbekommt. Man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. 

Kommentieren0
2
Teilen
JoBerlins avatar

Rezension zu "Das letzte Jahr" von Ilse Tielsch

Und dann war alles vorbei
JoBerlinvor einem Jahr

Wir schreiben das Jahr 1938.

Die neunjährige Elfi empfindet das Leben in ihrem südmährischen Dorf schon etwas langweilig, sie träumt vom Leben in der Stadt, Wien oder Brünn erscheinen aufregend-glitzernd, verwegen-mondän ---- großstädtisch eben. 

Sie ahnt nicht, welche Gefahr schon bald der tschechisch-slowakischen Republik und ihrem Zuhause droht. Ihre Welt besteht zunächst noch aus dem friedlichen Nebeneinanderleben von Deutschen und Tschechen, von Juden und Christen. Doch es ist bereits klar --- ein gleichberechtigtes Miteinander gibt es auch in Elfis kindlicher Welt nicht. Die Dienstboten der Familie sind tschechisch, während sich Deutsche mehr in gehobenen Berufen, der Verwaltung der Güter und des Landes, finden. Man spürt bereits: Der Deutsche ist der „bessere“ Mensch.

Ilse Tielsch lässt Elfi - teils in altersgemäß unbedarften Freundinnen-Ton, oft auch mit altklugen Anmerkungen - glaubhaft die Geschichte des letzten Friedensjahres erzählen, idyllisch-heimelig zunächst, doch mit jedem Kapitel wird die politische Lage, werden die Unstimmigkeiten zwischen Deutschen, Tschechen und Juden deutlicher.
Dabei ist die Autorin sich der Schwierigkeit, den naiv-kindlichen Grundton über einen ganzen Roman durchzuhalten, durchaus bewusst. Doch es gelingt - ist es doch gerade die einfach bis lakonische Sprache, die berührt. Sie kennt sie gut, sie schreibt genau - denn Elfi ist ihr Alter Ego und es ist ihr eigenes lebens- und werkbestimmendes Thema: Der Untergang der südmährischen Heimat.

Der gut zu lesende, berührende Roman wird von einem sehr schönen, behutsamen Nachwort des bekannten österreichischen Publizisten Adolf Opel begleitet. 

Kommentieren0
16
Teilen
verruecktnachbuecherns avatar

Rezension zu "Das letzte Jahr" von Ilse Tielsch

Konnte mich nicht überzeugen
verruecktnachbuechernvor einem Jahr

Elfi ist neun Jahre alt und lebt 1938 in einem Dorf, wo Deutsche, Tschechen und Juden sich freundlich begegnen. Ein Jahr vor dem zweiten Weltkrieg liebt sie in ihrer „perfekten“ Kinderwelt. Sie hat ein Fahrrad, welches ihr die Welt zu Füßen legt und Freunde. Elfi möchte später zum Zirkus.
Doch die friedliche Stimmung in dem Dorf kippt, als das erste judenfeindliche Gedankengut Elfis heile Welt erreicht. Die jüdische Freundin verschwindet und Elfi versteht nicht, warum sie in einigen Laden nicht mehr einkaufen darf.

Das Cover passt super zum Inhalt. Man sieht dieses altmodisch gekleidete Mädchen mit ihrem Fahrrad. Allerdings ist das Cover nicht sehr auffällig und ich weiß nicht, ob ich im Buchladen nicht dran vorbeilaufen würde.

Der Autorin ist es gut gelungen die damalige Welt durch Kinderaugen zu betrachten und dieses Gefühl dem Leser auch zu vermitteln.
Elfis Beschreibungen des langsam kriechenden Hasses wirkt sehr authentisch.

Bis auf den schleichenden Judenhass passiert nicht wirklich viel in der Geschichte. Elfi fährt mit ihrem Rad oder schmiedet Zukunftspläne.
Irgendwie fehlt in dem Roman eine richtige Handlung und so fand ich es teilweise sehr langweilig und langatmig.

Die Geschichte von dem kleinen Mädchen, welches auf einmal mit Judenfeindlichkeit konfrontiert wird und die Welt nicht mehr versteht ist, hat so viel Potenzial. Leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen.

Das Buch kann ich deswegen nicht weiterempfehlen.

Kommentieren0
46
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
EditionAteliers avatar
Für diese Leserunde verlosen wir 15 Exemplare des Romans »Das letzte Jahr« von Ilse Tielsch!

1938: Die neunjährige Elfi Zimmermann erlebt das letzte Jahr vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs in einem südmährischen Städtchen. Zu Beginn des Jahres freut sie sich über ihr neues Fahrrad, im Herbst besetzen Hitlers Truppen die Sudetengebiete, und alles beginnt sich zu verändern. Elfi kann nicht verstehen, warum ihre jüdische Freundin, viele Nachbarn und immer mehr Geschäfte verschwinden und warum ihre Eltern nicht mit ihr sprechen, sondern nur miteinander flüstern.
Ilse Tielsch zeigt ein in dieser schwierigen Zeit in ihren Gedanken und Ängsten alleingelassenes Mädchen, das nicht akzeptieren will, dass sein unbeschwertes Leben nicht mehr möglich ist.

Zur Autorin:
Ilse Tielsch wurde 1929 in Auspitz/Hustopece in Mähren geboren und lebt als Schriftstellerin in Wien. Studium der Zeitungswissenschaft und Germanistik, 1953 Promotion. Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs und des OeSV sowie Gründungsmitglied des Literaturkreises Podium. Veröffentlichung von Romanen und Gedichten, u.a. Die Ahnenpyramide und Heimatsuchen. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Viele Preise und Auszeichnungen, u.a. Anton-Wildgans-Preis, Andreas-Gryphius-Preis und Südmährischer Kulturpreis. www.ilsetielsch.at

Hier geht's zur Leseprobe!

Es gibt 15 Exemplare (5 Printexemplare & 10 E-Books) zu gewinnen*, einfach bis zum 16.10. für ein Buch (print oder E-Book) bewerben. Jede/r, der/die das Buch schon kennt, ist natürlich auch herzlich eingeladen, bei der Leserunde mitzumachen.

Wir freuen uns schon auf eure Bewerbungen und eine spannende Leserunde,
euer Team der Edition Atelier

* Die Gewinner_innen sind gebeten, im Anschluss an die Leserunde ihre Rezensionen hier bei LovelyBooks und auch auf weiteren Foren (eigenen Blogs, bei amazon etc.) zu verfassen und uns diese gern zu mailen. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
Vielen Dank!
Zur Leserunde

Community-Statistik

in 18 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks