Ilse van Heyst Ilse van Heyst: Myra

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Inhaltsangabe zu „Ilse van Heyst: Myra“ von Ilse van Heyst

Ich habe mir mehr versprochen. Das Potential ist da, wird aber nicht genutzt. Sehr schade.

— Buchgespenst
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  • Tänzerin um jeden Preis

    Ilse van Heyst: Myra

    Buchgespenst

    20. July 2014 um 15:01

    Myra ist ein äußerst begabtes Kind. Rundfunkstar, exzellente Tänzerin und eine sehr gute Schülerin – doch jede ihrer Freundschaften geht in die Brüche. Bei den anderen dreht sich alles darum mehr Rechte für Schüler durchzusetzen, tanzen zu gehen und ihre erste große Liebe zu erleben. Obwohl Myra verzweifelt versucht wie sie zu sein, kann sie ihrer Beziehung nichts abgewinnen und für die anderen Aktivitäten hat sie einfach keine Zeit. Will sie wirklich Tänzerin werden, muss sie sich jetzt entscheiden und das bedeutet Freunde und Familie zu verlassen. Das Buch ist im Geiste der 70er/ 80er Jahre geschrieben. Teenager hatten wenig zu sagen. An der Schule dominierten die Lehrer. Schülerzeitungen und eigene Meinungen waren neue Ideen, die durchaus mit einem Rauswurf geahndet werden konnten. Das kritische Denken war nicht gefordert. Ideen des Dritten Reiches immer noch mal präsent – so in dem mehr als fragwürdigen Hörspiel, das Myra und ihre Freunde zu Anfang für den Rundfunk aufnehmen sollen. Die strengen Eltern, Myras dominanter und doch abwesender Vater, die sich duckende Mutter, Myras kritikloses Hinnehmen aller Anweisungen von Erwachsenen – all das spiegelt ein Gesellschaftsverhalten, das sich erst vor wenigen Jahrzehnten geändert hat. Leider bleiben die Figuren nicht nachzuvollziehen. Selbst Myra nicht. Ihre Mitschüler, so lobenswert ihre Initiativen sind, bleiben genauso verbohrt und selbstgefällig wie Myra. Keiner versucht sie zu verstehen, ihr zu helfen. Wer nicht für sie ist, ist gegen sie – und da Myra nicht mitmachen kann, ist sie halt ein dummes Kind, das auf der falschen Seite steht und Punkt. Es ist nicht ganz ersichtlich, was für eine Geschichte hier erzählt wird. Soll Myra sich ändern? In der Tanzschule gehört sie allerdings dazu. Sollen die Schüler ihre Rechte durchsetzen? Sie spielen aber nur Nebenrollen und zur Handlung (?) trägt es nicht bei. Soll Myras Weg zur Tänzerin erzählt werden? Dafür fehlen mindestens 100 Seiten. Schade, ich habe mir mehr versprochen. Der Roman hätte auch mehr Potential gehabt. Wirklich schade, um die nicht erzählte Geschichte.

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