Imbolo Mbue Das geträumte Land

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Inhaltsangabe zu „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue

Jende Jonga, ein in New York lebender kamerunischer Einwanderer, ist auf der Suche nach einem besseren Leben für sich, seine Frau Neni und den sechsjährigen Sohn in die USA gekommen. Jende kann sein Glück kaum fassen, als er im Herbst 2007 den Job als Fahrer von Clark Edwards ergattert, einem leitenden Manager bei Lehman Brothers. Clark verlangt Pünktlichkeit, Diskretion und Loyalität – und Jende will um jeden Preis gefallen. Clarks Ehefrau Cindy bietet Neni sogar an, in den Ferien im Sommerhaus der Edwards in den Hamptons als Nanny zu arbeiten. Endlich können Jende und Neni in Amerika Fuß fassen, sie malen sich ihre Zukunft in den buntesten Farben aus. Doch die Welt der Mächtigen und Reichen birgt verstörende Geheimnisse, und schon bald entdecken Jende und Neni feine Risse in der Fassade ihrer Arbeitgeber. Als der Zusammenbruch der Lehman Brothers die Finanzwelt erschüttert, versuchen die Jongas verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt: Jende und Neni sehen sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen.

Ein Buch, das ein sensibles Thema aufgreift: Eine arme Familie aus Afrika sucht ihr Glück in Amerika. Etwas langatmig, aber gut geschrieben!

— AnneEstermann
AnneEstermann

Arme schwarze afrikanische Einwanderer treffen auf reiche weiße Bänkerfamilie.

— AK87
AK87

Das Scheitern einer afrikanischen Einwandererfamilie vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise. Nett erzählt ohne viel Neues zu bieten.

— louella2209
louella2209

Einwanderschicksal einer afrikanische Familie parallel zur Wirtschaftskrise des Lehman Zusammenbruchs

— leseratte_lovelybooks
leseratte_lovelybooks

Ein schönes Buch

— Campe
Campe

Ein solides, gut erzähltes, wenn auch nicht vollkommen perfektes Debüt, das neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht. (****)

— Insider2199
Insider2199

Die Wirklichkeit des American Dream mit langen Dialogen und ein wenig klischeehaft erzählt.

— simone_richter
simone_richter

Ein schönes Buch: ein Eintauchen in eine fremde Welt, eine Begegnung mit Menschen, die man nicht so schnell vergisst.

— LeserCarl
LeserCarl

Ein aktuelles Thema sehr feinfühlig und unterhaltsam erzählt.

— Gina1627
Gina1627

Eine Brokerfamilie und eine Asylantenfamilie aus Kamerun während der Lehmann-Krise, interessant, aber nicht so fesselnd wie erwartet

— katze267
katze267

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathis ChattysBuecherBlog Code-between-lines Corsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe widder1987

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  • Ein Buch das wichtig ist ...

    Das geträumte Land
    BloodyTodd

    BloodyTodd

    25. April 2017 um 07:59

    Klappentext: Jende Jonga, ein in New York lebender kamerunischer Einwanderer, ist auf der Suche nach einem besseren Leben für sich, seine Frau Neni und den sechsjährigen Sohn in die USA gekommen. Jende kann sein Glück kaum fassen, als er im Herbst 2007 den Job als Fahrer von Clark Edwards ergattert, einem leitenden Manager bei Lehman Brothers. Clark verlangt Pünktlichkeit, Diskretion und Loyalität – und Jende will um jeden Preis gefallen. Clarks Ehefrau Cindy bietet Neni sogar an, in den Ferien im Sommerhaus der Edwards in den Hamptons als Nanny zu arbeiten. Endlich können Jende und Neni in Amerika Fuß fassen, sie malen sich ihre Zukunft in den buntesten Farben aus. Doch die Welt der Mächtigen und Reichen birgt verstörende Geheimnisse, und schon bald entdecken Jende und Neni feine Risse in der Fassade ihrer Arbeitgeber. Als der Zusammenbruch der Lehman Brothers die Finanzwelt erschüttert, versuchen die Jongas verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt: Jende und Neni sehen sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen. Meine Meinung: Aufgrund der derzeitigen politischen Lage sind Themen wie Wirtschaftsflüchtlinge und Asyl aktuller den je undgenaudesegen hatte ich auch zu dem Buch gegriffen - und weil ich bis dahin noch kein Buch einer kameruanischen Autorin gelesen hatte. Als deutsche Staatsbürgerin ist es schwierig sich über all das eine Meinung zu bilden, wo in den Medien doch nur gehätzt wird und kaum objektive Eindrücke vermittelt werden. Imbolo Mbue empfand ich daher aus ungemein hilfreich und aufschlussreich. Wir erleben den Alltag der Jongas, nachdem sie zusammen in Amerika ankamen (bzw. Neni und ihr Sohn endlich nachkamen), und versuchen sich ein Leben in einem großen Land aufzubauen, dass gern von großen Träumen spricht. Doch der amerikanische Traum ist fern und steinig und rückt mit der eintretnden Wirtschaftskrise in noch weitere Ferne. Was tun, wenn man ohnehin schon kaum etwas hat und dann droht alles zu verlieren? Jonga und Neni müssen viele Entscheidungen treffen, die mich zumeist beeindruckt haben. Trotz ihrer schwierigen Situation haben sie ihren Glauben an den Traum, an ein besseres Leben, nicht verloren. Mbue zeigt uns tolle Figuren, die unterschiedlicher sein könnten und doch so sehr harmonierten, wie es wohl nur in New York möglich ist. Ihre Geschichte ist absolut glaubwürdig, was wohl auch daran liegt, dass sie als Zuwanderin selbstdamals von der Wirtschaftskrise betroffen war und dieses Buch somit ei par autobiographische Elemente enttält. Deses Buch hat meinen Horizont ungemein erweitert und meinen Blickwinkel auf die heutige Flüchtlingskrise bestärkt. Denn während des Buches fragte ich mich oft: Hätte ich das auch auf mich genommen? Hätte ich all das für eine bessere Zukunft getan, die in meinem Heimatland nicht möglich wäre? Ich kann es auch sagen: Ja, hätte ich. Und ich in überzeugt, dass jeder andere (ob Kameruaner, Syrer, Chinese, Deutscher oder Mexikaner) es auch tun würde, denn das ist unser Recht. Mein Fazit: Ein Buch das Augen öffnet, amüsiert und mitreißt. Ein Buch, dass wichtig ist. Ein Buch, dass ich jedem nur guten Gewissens ans Herz legen kann. Zitat: “Die Polizei ist zum Schutz der Weißen da, Brother. Manchmal vielleicht auch für schwarze Frauen und Kinder, aber nicht für schwarze Männer. Nie für schwarze Männer.” (S. 87 )

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  • Realistische Umsetzung einer fiktiven Auswanderung von Kamerun in die USA

    Das geträumte Land
    Girdie

    Girdie

    20. April 2017 um 19:29

    Für das aus Kamerun stammende Ehepaar Jende und Neni Jonga ist die USA das Land ihrer Träume. In dem entsprechend betitelten Debütroman „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue suchen sie nach einem Weg, dort Asyl zu erhalten um dann in den Besitz von Arbeitspapieren zu kommen, damit sie legal im Land bleiben dürfen. Im Cover sind die Farben der Flagge Kameruns wiederzufinden. So wie die traditionelle farbenfrohe Kleidung der Kameruner fällt das Titelbild dem Betrachter sofort ins Auge. Doch symbolisch hat sich New York in Form von Wolkenkratzern und Freiheitsstatue aus Holz entsprechend des großen Wunschs der Jongas in den Vordergrund gespielt.Es ist das Jahr 2008 und Jende ist bereits seit drei Jahren in New York. Vor achtzehn Monaten konnten auch Neni und sein Sohn Liomi einreisen. Gemeinsam wohnen sie in einer bescheidenen Wohnung in Harlem. Er arbeitet für einen Taxidienst und erhält eines Tages durch Beziehungen die Möglichkeit für Clark Edwards und seiner Familie als Chauffeur zu arbeiten und dessen Familienmitglieder. Clark Edwards ist Manager der Investmentbank Lehman Brothers. Diese Position als Fahrer ist gut bezahlt und Jende benötigt das Geld dringend, denn neben dem Lebensunterhalt für seine kleine Familie möchte er Neni ihren Traum erfüllen, Apothekerin zu werden. Neni arbeitet stundenweise als Pflegerin für ältere Personen. Durch Familie Edwards erhält sie die Chance in deren Ferienhaus auszuhelfen und so noch zusätzlich einiges zu verdienen. Die Erfüllung der Wünsche rückt in greifbare Nähe, doch dann muss Lehman Brothers im Zuge der Finanzkrise Insolvenz anmelden. Beide Familien, die Jongas und die Edwards, haben mit den Konsequenzen zu kämpfen. Wird es eine Zukunft für Jende und Neni in den USA geben?Neni stammt aus einer wohlhabenden Familie aus Limbe/Kamerun. Jendes Familie ist nicht so gutsituiert und seine Chancen auf einen gesellschaftlichen Aufstiegs sind gering, weil unsichtbar gezogene Standesgrenzen das verhindern. Nenis Vater hat seine Erlaubnis für die Ehe verweigert. Das junge Paar ist seiner jeweiligen Familie und den geltenden kamerunischen ungeschriebenen Gesetzen so verbunden, dass es sich nicht spürbar dagegen auflehnt. Ein Cousin von Jende schafft den Sprung nach Amerika ins „Land der Unbegrenzten Möglichkeiten“. Jende leiht sich das Geld von ihm für seinen eigenen Start. Jende begleitet auf seinem Weg in die USA auch die Hoffnung seiner ganzen Familie auf Unterstützung. Die Sorgen seiner Verwandten, denen er sobald wie möglich Unterstützung für medizinische Hilfe, Renovierungen und anderes zukommen lässt stellt er regelmäßig vor die Erfüllung seiner eigenen Träume für die er mühsam sein Geld zusammenträgt. Je nachdem wie viel die Familie in Kamerun benötiget wächst und sinkt sein Vermögen und damit auch sein Budget, einen ordentlichen Anwalt zu bezahlen der sich für seinen weiteren Aufenthalt einsetzt.Neni machte auf mich zunächst einen selbstbewussten Eindruck, sie hatte ein großes Ziel für sich vor Augen und schaffte es trotz Kind und Haushalt für ihr Studium zu lernen. Doch Jende trifft als Oberhaupt seiner kleinen Familie für Neni wichtige Entscheidungen die deren Zukunft beeinflussen und Neni ordnet sich dieser Ordnung unter, so wie sie es von Geburt an gewohnt ist. Obwohl also beide US-Amerikaner werden möchten bleiben sie doch in ihren Herzen Afrikaner. Für mich stellte sich daher von Beginn an die Frage, ob sie die Assimilation im fremden Land schaffen können.Clark und Cindy Edwards leben den amerikanischen Traum. Cindy stammt aus einfachen Verhältnissen und führt jetzt an der Seite ihres Ehemanns ein sorgloses Leben. Dadurch hat sie für die Wünsche der Jongas ein gewisses Verständnis, dass aber dann aufzuhören schien als ihr eigenes Budget durch die Krise eingeschränkt wurde. Die Edwards haben gemeinsam bereits einige Sorgen geteilt. Allein durch ihr Vermögen gelingt es beiden nicht, ein wunschlos glücklich zu sein. Der ältere Sohn Vince soll in die Fußstapfen seines Vaters treten, doch er rebelliert und geht seinem eigenen Traum, im Ausland zu leben, nach. Für Cindy bricht mit Vince eine wichtige Bezugsperson in ihrer unmittelbaren Nähe weg. Ihr eigenes erhofftes und gelebtes Leben erhält deutliche Risse.Für mich als Leser war es interessant am Alltagsleben der beiden Familien in New York teilhaben zu können. Imbole Mbue erzählt aus einer auktorialen Sichtweise. Die Probleme und Sorgen der einzelnen Personen beschreibt sie einfühlsam und wirklichkeitsnah. Mit und mit erfuhr ich durch Erinnerungen immer mehr über die Vergangenheit von Jende und Neni sowie Clark und Cindy. Das Leben in Kamerun mit den geltenden Konventionen war mir bisher unbekannt. Es war für mich schwierig, mit den Protagonisten zu sympathisieren, weil jede ihr Schwächen hatte. Vor allem Neni erschien mir letztlich arglos in Bezug auf die Umsetzung ihres Berufswunschs, der durch die frühe sorglose Liebe zu Jende zunächst unerreichbar wurde.Imbolo Mbue vermittelte mir mit ihrem Roman ein realistisches Beispiel für die Auswanderung einer kamerunischen Familie und deren Versuch in den USA eingebürgert zu werden. Auch die Geschichte des Managers Clark Edwards und seiner Familie konnte ich gut nachvollziehen. Mir hat das Buch unterhaltsame Stunden bereitet und daher empfehle ich es gerne weiter.

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  • Ein besseres Leben in Amerika?

    Das geträumte Land
    Igela

    Igela

    17. April 2017 um 14:28

    Jende Jonga ,ein Einwanderer aus Kamerun ,lebt seit eineinhalb Jahren in Amerika,als endlich seine Frau Neni und Söhnchen Liomi auch in die USA einreisen dürfen. Trotz laufendem Asylantrag findet Jende eine Stelle als Chauffeur bei dem reichen Clark Edwards.Seine Aufgabe ist ,Clark und seine Familie überallhin zu fahren und so erfährt er zwangsläufig viel über die Familie und die Geschäfte von Clark. Jende erkennt, dass nicht alles Gold ist was glänzt und ,dass er als armer Asylbewerber wohl das glücklichere Leben führt.Mich hat die Figur Jende Jonga von Beginn weg sehr berührt. Der Mann aus Kamerun ist so gut gezeichnet, dass er mich restlos überzeugt hat. Sehr nah ist man als Leser dabei , wie Jende sich auf die Stelle als Chauffeur bewirbt, seine Träume um ein besseres Leben für seine Familie in dem reichen Amerika , träumt.... und schlussendlich  einsieht, dass man auch mit viel Geld nicht glücklicher lebt.In dieser Geschichte wird sehr viel Gewicht auf die unterschiedlichen Lebenseinstellungen , Träume und die Verwirklichung dieser, gelegt. Die Handlung ist eher ruhig, es geschehen nicht weltbewegende Dinge. Doch mir hat vor allem der Blick auf die unterschiedlichen Prioritäten und  die Mentalität zwischen der amerikanischen und der Familie aus Kamerun sehr gefallen. Während der Fahrten entwickeln sich Gespräche zwischen der Familie Clark und seinem Chauffeur, hier prallen wortwörtlich zwei Welten aufeinander! Existenzielle Sorgen ,Armut und Geldprobleme ,gegen "Allerweltsorgen" wie das Ansehen in der Gesellschaft, Macht und Schönheit. Zudem zeigt die Story sehr deutlich wie eine Familie mit laufendem Asylantrag dem System völlig ausgeliefert ist.Wie schon gesagt wurden  die Figuren sehr gut gezeichnet, man spürt die sehr gute und überlegte Charakterisierung.  Afrikanische Leckerbissen, Ausrufe und Sitten sind so gut in die Story integriert worden,dass das Ganze sehr authentisch wirkt.Einzig ein paar Längen in der Handlung haben mich ab und zu etwas ermüdet, der Schreibstil ist ansonsten toll und sehr gut zu lesen.

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 14. - 17. April 2017 bei LovelyBooks

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Hoppel-Hoppel – Mit LovelyBooks durch die Oster-Tage! Endlich ist es wieder soweit! Wir nutzen das lange Wochenende um Ostern, um uns gemeinsam mit euch in den nächsten Lesemarathon zu stürzen! Den Schoko-Osterhasen lassen wir links liegen (obwohl ... vielleicht auch nicht ;)), stattdessen widmen wir uns dem schönsten Zeitvertreib – Lesen! Auf gehts, wir starten in den Lesemarathon zu Ostern! Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 14. - 17. April (Karfreitag bis Ostermontag) möchten wir uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt doch immer der Alltag dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein – wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele fantastische, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch!

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    • 1293
  • Kurzweilige Lektüre über zerbrochene Träume und gescheiterten Existenzen

    Das geträumte Land
    louella2209

    louella2209

    13. April 2017 um 10:33

    Inhalt: „Das geträumte Land“ erzählt das Schicksal der Einwandererfamilie Jonga und der Bankiersfamilie Edwards vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in den USA. Jende Jonga holt seine Frau Neni und Sohn Liomi nach Amerika, um mit ihnen gemeinsam den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Zunächst läuft alles gut. Jende`s Anwalt macht ihm, trotz abgelehnten Asylantrag, Hoffnung auf eine Greencard. Zudem bietet ihm Clark Edwards einen lukrativen Job als Chaffeur an. Neni erhält ein Studentenvisum und Liomi findet einen Platz in einer Schule. Die Zukunft der afrikanischen Familie scheint gesichert. Doch dann erschüttert die Lehman-Krise das Land. Tausende verlieren ihre Jobs, so auch Jende. Neni bekommt ein zweites Kind und kann ihr Studium nicht fortführen. Ist ihr Traum geplatzt? Müssen sie zurück nach Kamerun und ihre Hoffnungen auf ein sorgenfreies Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten begraben? Meine Meinung: Das Debüt von Imbolo Mbue ist durchaus unterhaltsam und lesenswert, weist jedoch auch einige Schwächen auf. Der Autorin gelingt es nicht mit ihrer Story zu berühren, obwohl dieses Thema viel Potential mit sich bringt. Es plätschert so vor sich hin, der Tiefgang fehlt und die Charaktere sind sehr klischeehaft und oberflächlich beschrieben. Die Jongas schaffen sich ihre kleine afrikanische Welt inmitten von N.Y. Sie leben nach ihren kulturellen Traditionen und gesellschaftlichen Standards. In ihrem Herzen sind sie Afrikaner, wollen aber nach außen hin, Amerikaner darstellen. Sie kämpfen verbissen für ihren „American Dream“ und verlieren dabei das Ziel vor Augen. Sie verfallen immer mehr in ihre typische Rolle, je größer die Probleme werden. Dazu die reiche Bankiersfamilie Edwards, Clark ein Work-a-holic, der die Augen vor der Realität verschließt und sich in noch mehr Arbeit flüchtet und Trost bei Prostituierten sucht. Cindy, seine Frau, kommt selbst aus ärmlichen Verhältnissen und besteht auf ihrem Reichtum und Status. Mit Tabletten und Alkohol versucht sie ihren Kummer und die Depressionen in den Griff zu kriegen, wohl bedacht den Schein von außen stets zu bewahren. Das Leben der Edwards zeigt vor allem eines auf, Geld allein macht nicht glücklich, solange die Liebe fehlt. Beide Familien rennen in ihr Verderben, nur schlagen sie verschiedene Richtungen ein. Leider bleiben die Emotionen unterschwellig und kommen beim Leser nicht an. Die Tragik der Figuren ist sichtbar, aber nicht spürbar und so bleibt dieser Roman leider nicht nachhaltig in Erinnerung. 3 Sterne von mir!

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  • Arm vs. Reich: Wenn eine Finanzkrise alles durcheinander bringt!

    Das geträumte Land
    AnneEstermann

    AnneEstermann

    11. April 2017 um 22:10

    Zur Geschichte „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue ist ein Roman, der zur Zeit der Finanzkrise 2008 in Amerika spielt, doch immer noch aktuell ist. Es geht um reich vs. arm. Kein Mittelstand, nur das Streben nach Geld. Sympathisch ist hier die Familie Jonga geschildert, die aus Kamerun in die USA gereist ist, um dort ihr Glück zu versuchen. Jende Jonga, Familienvater, hofft endlich, den Asylantrag bewilligt zu bekommen und möchte unbedingt den von seinem Cousin angebotenen Job als Chauffeur erhalten. Und so beginnt auch das Buch: Jende geht zu dem Vorstellungsgespräch in die grosse Unternehmung, in welcher der (einfluss-)reiche Clark Edwards einen Privatchauffeur braucht. Er stellt Jende ein und man hat das Gefühl, dass sie Freunde werden. Doch der Unternehmung geht es schon seit langem nicht mehr gut und so entlässt Clark schweren Herzens eines Tages den gutmütigen Afrikaner, der immer noch davon träumt, in Amerika zu bleiben. Doch wird Amerika letztlich wirklich die Heimat der Familie Jonga oder ist das Heimweh nach Afrika doch zu gross? Mein Fazit Bis zum Schluss ist man sich sicher: Die Familie bleibt in Amerika. Und dabei gehen sie durch so manches Bad der Gefühle. Besonders interessant finde ich die Figur der Neni Jonga. Imbolo Mbue hat jedoch jeden Charakter gut ausgedacht und in Szene gesetzt. Obwohl ich den Roman an manchen Stellen etwas zu langatmig finde, war es trotzdem ein Lesegenuss. Es ist gut geschrieben, einfach zu verstehen und von der Thematik her aktuell wie eh und je. Denn es geht um eine arme Familie aus Afrika, die ihr Glück in einem anderen Land (in diesem Fall Amerika) sucht und um Einheimische, die ihnen nicht nur mit offenen Armen begegnen.

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  • Arme schwarze afrikanische Einwanderer treffen auf reiche weiße Bänkerfamilie.

    Das geträumte Land
    AK87

    AK87

    10. April 2017 um 22:10

    Jende Jonga verlässt sein Heimatland um in Amerika sich und seiner Familie den „American Dream“ zu erfüllen. Es gelingt ihm nach zwei Jahren genug Geld zu sparen, um seiner Frau Neni und seinem Sohn Liomi auch die Einreise zu ermöglichen. Schließlich bekommt er sogar einen Job als Chauffeur, in dem er gut verdient. Auf diese Weise trifft der afrikanische Einwanderer den amerikanischen Bankier Mr. Edwards, bei dem er nun angestellt ist. Der Leser kann die Entwicklung beider Familien im Laufe des Buches mitverfolgen, in dem beide Familien sich gegenseitig beeinflussen.  Den Grundgedanken des Buches fand ich sehr interessant. Zwei Kulturen, zwei Gesellschaftsschichten treffen aufeinander. Durch die Lehman-Krise wird das Leben beider Familien auf den Kopf gestellt. Allein in dieser Kombination habe ich eine Menge Sprengstoff gesehen und einen hochaktuellen Roman erwartet. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Familien sind in meinen Augen beide zu stereotyp. Auf der einen Seite die schwer arbeitenden Einwanderer, die sich vor allem Wohlstand wünschen und eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Auf der anderen Seite die reiche Bankerfamilie mit dem exzessiv arbeitenden Mann der nie zu Hause ist, die Frau, die Drogenprobleme hat und einem Sohn, der alles andere möchte, nur nicht so zu werden wie sein Vater. Auch das Frauenbild passt in die jeweiligen „Schubladen“. Die afrikanische Frau ordnet sich dem Mann unter, hat nichts zu sagen und folgt. Die amerikanische Frau weiß genau wie sie ihren Mann lenkt, damit dieser das macht was sie möchte. Mir fehlte der Bezug zu den Protagonisten, da sie in meinen Augen zu sehr bekannte Klischees erfüllen und mich nicht überrascht, sondern eher genervt haben. Auch den Einfluss der Finanzkrise hätte ich mir persönlich noch größer vorgestellt.   Die Geschichte konnte mich nicht mitreißen oder berühren, daher von mir nur 3 von 5 Sternen.

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  • Leserunde zu "Das geträumte Land" von Imbolo Mbue

    Das geträumte Land
    aba

    aba

    "Wer nicht lügt, stirbt auch" Imbolo Mbue gilt als der aufsteigende Stern im US-amerikanischen Literaturhimmel. Das Debüt der jungen Kamerunerin, "Das geträumte Land", zählt in den USA zu einem der besten Bücher des Jahres 2016. Mbues Protagonisten, ein Ehepaar aus Kamerun, das ein neues Leben in New York beginnt, muss erleben, wie der sogenannte "American Dream" zum Alptraum wird. "Das geträumte Land" ist ein bewegender Roman, dessen Handlung hochaktuell ist und der eine große Überraschung parat hält. Mbues Figuren sind real und nisten sich so tief in das Herz der Leser ein, dass man sie nicht mehr vergisst. Liebt ihr anspruchsvolle Geschichten, die gleichzeitig mitreißend und spannend sind? Dann seid ihr bei dieser Leserunde genau richtig! Zum Inhalt Imbolo Mbues hochgelobtes Debüt erzählt die unvergessliche Geschichte zweier Familien unterschiedlicher Herkunft, die in New York kurz vor der Bankenkrise aufeinandertreffen. Die Lehman-Brothers-Pleite bringt nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Wertesystem gehörig durcheinander.Jende Jonga hat es endlich geschafft, seine Frau und seinen kleinen Sohn aus Kamerun nach Amerika zu holen. Das Glück scheint komplett, als Jende den Job als Chauffeur von Clark Edwards, einem Manager der Lehmann Brothers Bank, ergattert. Und Mrs Edwards engagiert Jendes Frau sogar als Haus- und Kindermädchen in ihrem Sommerhaus in den Hamptons. Die beiden Familien könnten unterschiedlicher nicht sein und wollen doch dasselbe: ihren Kindern eine gute Zukunft bieten. Allerdings ist das Leben der Bankerfamilie längst nicht so perfekt und glamourös, wie es zunächst scheint. Als Lehman Brothers pleitegeht, ist die Fassade nicht mehr aufrechtzuerhalten.Die Jongas versuchen verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt und Jende sieht sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen.Ein hochaktueller, brillant geschriebener Roman über Familie, Immigration, Heimat und Gesellschaft, der uns alle angeht. Lust auf eine Leseprobe? Zur Autorin Imbolo Mbue ist in Limbe, Kamerun, aufgewachsen. Sie hat an der Rutgers University und der Columbia University studiert. Die Autorin, die seit über zehn Jahren in den USA lebt, wohnt in New York. "Das geträumte Land" ist ihr erster Roman. Möchtet ihr mehr über die Jongas und alles, was sie bei den Edwards erleben, erfahren? Möchtet ihr unbedingt wissen, welche unmögliche Entscheidung sie treffen müssen? Dann müsst ihr euch für eins der 25 Exemplare von "Das geträumte Land" bewerben, die wir zusammen mit KiWi unter allen verlosen, die sich über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch * über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 26.02. und antwortet auf folgende Frage: "American Dream" - Was verbindet ihr damit und warum? Träumt ihr selber vielleicht auch davon? Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück! * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 702
    aba

    aba

    10. April 2017 um 09:27
    Maralis schreibt Vor allem Neni geniesst die Annehmlichkeiten des Konsums.

    Ich denke, das ist ausschlaggebend für ihren Wunsch, in USA bleiben zu können.

  • geplatzte Träume

    Das geträumte Land
    Venice

    Venice

    08. April 2017 um 19:08

    Jende Jonga, Einwanderer aus Kamerun ist glücklich. Er hat es geschafft seine Frau und seinen Sohn nach Amerika zu holen und hat einen Job als Chauffeur von Clark Edwards, einem Banker von Lehman Brothers bekommen. Alles scheint perfekt. Seine Frau träumt davon Apothekerin zu werden und studiert. In den Ferien bekommt sie sogar die Möglichkeit als Haus- und Kindermädchen der Familie Edwards mit auf die Hamptons zu fahren. Doch bald ist nicht mehr alles Gold was glänzt. Im Jahre 2008 geht die Bank pleite und reißt das ganze Land in eine Rezession. Auch die Ehe der Familie Edwards zerbricht. Als Jende seinen Job verliert droht auch die Ehe von Jende und Neni zu zerbrechen. Jende findet keine neue Arbeit und sieht als Ausweg nur die Rückkehr nach Kamerun. Neni sträubt sich den amerikanischen Traum aufzugeben und kämpft mit allen Mitteln. Das ist ein ruhiges Buch, beschreibt eindrucksvoll das Leben afrikanischer Einwanderer und das Leben der Wall-Street Millionäre. Der Schreibstil ist lebendig, hat an manchen Stellen jedoch ein paar Längen. Auf alle Fälle hat mich das Buch doch beeindruckt und mich nachdenklich zurückgelassen.

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  • Zwei Familien und die Lehmann-Krise

    Das geträumte Land
    katze267

    katze267

    05. April 2017 um 17:50

    Jende Jonga kam vor einiger Zeit mithilfe eines von seinem Cousin Winston gesponserten Flugtickets aus Kamerun in sein Traumland Amerika. Inzwischen hat er auch schon seine Frau Neni und seinen Sohn Liomi nachgeholt, Neni hat ein Studentenvisum und will Apothekerin werden.Sie genießt Amerika besonders, da sie sich hier entfalten kann, anders als in Kamerun. Nach einer Zeit als Taxifahrer gelingt es Jende eine Anstellung als Chauffeur bei dem bei Lehmann angestellten Broker Clark Edwards und seiner Familie zu finden, eine gut dotierte Arbeit. Doch die Familie Jonga lebt in Unsicherheit, denn noch wurde Jendes Asylantrag nicht genehmigt. Den Edwards geht es finanziell hervorragend, auch Ehefrau Cindy hat einen gutbezahlten Job als Ernährungsberaterin, der erwachsene Sohn Vince studiert Jura und Nachzügler Mighty ist die Freude seiner Mutter.Doch Clarks hohe Arbeitsbelastung beeinträchtigt das Familienleben. Auch mit Jendes Asylantrag läuft nicht alles wie geplant. Die Autorin stellt uns hier zwei sehr unterschiedliche Familien vor, deren Schicksale aber miteinander verwoben sind. Während die Jondas tief in ihrer kamerunischen Kultur verwurzelt sind, aber dennoch den amerikanischen Traum von Freiheit und Wohlstand leben wollen, sind die Edwards eine typisch amerikanische Familie der finanziellen Oberklasse, gut situiert, aber mit viel emotionalem Krisenpotential unter der scheinbar so glänzenden Oberfläche.So hat auch die Lehmann Krise völlig unterschiedliche Auswirkungen auf die beiden Familien. Der Roman gibt tiefe Einblicke in beide Familienleben, es ergeben sich oft interessante Verwicklungen, doch ist auch vieles recht vorhersehbar. Die Personen konnten mich leider nicht wirklich berühren. Daher kann ich nicht guten Gewissens volle 5 Sterne geben, doch vier Sterne hat diese einfühlsame, sprachlich gelungene Geschichte aus dem vermeintlichen „Traumland Amerika“ auf jeden Fall verdient.

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  • Böses Erwachen aus dem American Dream!

    Das geträumte Land
    leseratte_lovelybooks

    leseratte_lovelybooks

    04. April 2017 um 11:53

    Die Schicksale der Familien des eingewanderten Kameruners Jende Jonga und des Investmentbankers Clark Edwards, zunächst sehr idyllisch miteinander verwoben, dann aber geschüttelt durch den Zusammenbruch von Lehman Brothers! Jende und Neni glauben sich am Ziel ihrer Träume, als Neni mit Sohn Liomi endlich bei Jende in Amerika landet. Sie opfern sich beide in ihren Jobs nahezu auf, Neni meistert sogar Job, Studium und Haushalt bravourös nebeneinander. Doch über ihnen schwebt die Unsicherheit, wie über Jendes Asylantrag entschieden werden wird. Und während hier schon das erste Unheil droht, bricht auch noch das wirtschaftliche Aus über die kleine Familie herein, als Jende seinen Chauffeur-Job verliert.Die Erzählperspektive wechselt, indem der Leser abwechselnd Jende in seinem Alltag als Chauffeur von Clark und seinem Leben zuhause mit Neni und Sohn Liomi begleitet, und seine Frau Neni alleine. Der Schreibstil ist sehr abwechslungsreich, die Autorin versucht, durch das Einflechten vieler afrikanischer Begriffe die Dialoge und Szenen authentisch zu gestalten. Spürbar wird auch die Zerissenheit der Figuren zwischen den Kulturen, denn obwohl Amerika als das gelobte Land erscheint, sind Jende und Neni fest in ihrer Kultur verwurzelt: sie essen traditionelle afrikanische Gerichte,  haben eigentlich nur afrikanische Freunde und orientieren sich an den heimischen Traditionen.Mir hat leider etwas der Zugang zu den einzelnen Personen gefehlt, denn die Motive und Gefühle von Jende und Neni erschließen sich nur mittelbar. Auf der einen Seite die unterwürfige Art von Jende und Neni den Edwards gegenüber, auf der anderen Seite die Situation der Familie Edwards, die Geld im Überfluss hat und mit typischen Oberklasseneurosen kämpft. Was ich besonders bestürzend fand, ist dass Jende letztlich seinen Job nicht wegen der Wirtschaftskrise verloren hat, sondern nur wegen der familieninternen Intrigen der Familie Edwards. Ein interessantes und aktuelles Thema, aber etwas klischeehaft und langatmig erzählt!

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  • Der Traum vom Glück

    Das geträumte Land
    Isabell47

    Isabell47

    03. April 2017 um 12:53

              Jende Jonga will sich Amerika gemeinsam mit seiner Frau Neni und dem gemeinsamen Sohn seinen Traum erfüllen. Sie haben Pläne, aber dann lernen sie immer mehr die Realität kennen. Während Jende aufgrund gefälschter Empfehlungen einen Job als Chauffeur bei Clark Edwards einem Manager einer Bank erhält und es so aussieht als könnten ihre Träume in Erfüllung gehen, steht die Bankenpleite bevor. Die Autorin erzählt auf sehr ausführliche Art und Weise wie sich das Leben der Jongas aber auch ihre Persönlichkeiten verändern und das das Leben der reichen Edwards viele Schattenseiten hat. Ich empfand mit beiden Familien Mitleid und doch hatte ich Schwierigkeiten wirklich mit ihnen zu fühlen.  Ich weiß nicht genau, woran es gelegen hat, denn obwohl es sich um eine gut erzählte Geschichte handelt, konnte sie mich nicht in ihren Bann ziehen. Es könnte daran liegen, dass ich selber nicht an den großen Traum in Amerika glauben kann. Eine Leseempfehlung für alle, die an den Traum vom großen Glück in Amerika glauben!       

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  • Vielversprechendes Debüt mit kleineren Schwächen

    Das geträumte Land
    Insider2199

    Insider2199

    31. March 2017 um 22:48

    Vielversprechendes Debüt mit kleineren Schwächen Die 1982 in Limbe, Kamerun aufgewachsene Autorin hat sowohl Bachelor als auch Magister of Arts erworben und lebt seit 10 Jahren in New York. Der vorliegende Roman ist ihr Debüt. Zum Inhalt: Jende Jonga kam mit seiner Frau Neni und seinem 6-jährigen Sohn Liomi aus Kamerun nach New York, um ein besseres Leben aufzubauen. Durch seinen Cousin bekommt er einen gut bezahlten Job als Chauffeur bei Clark Edwards, einem leitenden Manager bei Lehman Brothers, und Neni kann später als Nanny für Clarks Ehefrau Cindy in den Ferien im Sommerhaus in den Hamptons arbeiten. Mit dem Zusammenbruch der Lehman Brothers und der Finanzkrise wendet sich das Blatt und Jende muss ums Überleben kämpfen. Meine Meinung: Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Jende und Neni erzählt. Auch wenn man als Leser vielleicht nicht alle Handlungen der beiden Figuren gutheißen kann, verständlich und nachvollziehbar sind sie allemal, deren Verzweiflung und Ängste sind gut spürbar. Die Edwards dagegen werden nur aus der Sicht Jendes und Nenis beschrieben, ab und zu hätte ich mir hier einen näheren Blick in deren Welt gewünscht, aber ich denke es war von der Autorin gewollt, dass der Leser die gleiche Distanz zu ihnen empfindet wie Jende und Neni, schließlich stehen sie ja nicht auf der gleichen Hierarchie-Stufe mit ihren Vorgesetzten. Sprachlich ist der Roman eher unauffällig, leicht verständlich und zeichnet sich durch sehr viele und lange Dialoge aus, die leider nicht allzu viel Raum für eigene Interpretationen lassen. Gut fand ich, dass die Figuren unterschiedliche Stimmen haben und auch der Kontrast zum amerikanischen Ehepaar ist gut herausgearbeitet. An einigen Stellen etwas langatmig, aber verkraftbar. Der Schluss für mich absolut nicht vorhersehbar und der Story sehr angemessen. Fazit: Ein solides, gut erzähltes, wenn auch nicht vollkommen perfektes Debüt, das neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, es hinterließ aber keinen allzu nachhaltigen Eindruck – wenn ich es z.B. mit einigen kürzlich gelesenen Büchern vergleiche –, dafür ziehe ich einen Stern ab. Lesenswert ist es jedoch auf jeden Fall.

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    • 3
  • Traum von Träumern mit Sozialkritik

    Das geträumte Land
    simone_richter

    simone_richter

    31. March 2017 um 17:44

    Ein Einwanderer-Roman über die Jongas aus Kamerun und die Finanzkrise in der USA 2008, ist „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue, die selbst aus Kamerun stammt und seit einem Jahrzehnt in New York lebt. Jende Jonga kann sich über einen Job als Chauffeur bei den Edwards freuen, die sind wohlhabend mit Angestellten und Sommerhaus. Die Jongas haben nicht mal eine Greencard, aber wollen den „American Dream“ leben. Jendes Frau, Neni, möchte ein Pharmaziestudium verfolgen und Sohn Liomi soll ein guter Schüler sein und es weit bringen im gelobten Land. Clark Edwards verfolgt eine gehobene Position bei den Lehmann Brothers, arbeitet viel und seine Frau Cindy führt das Leben einer High-Class-Society-Luxusfrau, die jedoch trinkt und Tabletten nimmt. Ihr ältester Sohn Vince will nach Indien aussteigen, der kleine Sohn Migthy mag die Jongas und möchte mehr von seinem Vater haben. Leider bietet dieses Buch so nur klischeebehaftete Figuren mit den desillusionierten Clark Edwards und seiner zerrütteten Familie und dem ein wenig naiv wirkenden Jende Jonga mit seinem Wunsch nach einem besseren Leben in Amerika. Das heißt, die Edwards versuchen den Schein zu wahren und die Jongas möchten der Perspektivlosigkeit entkommen. Diese Art von Sozialkritik hat man so jedoch schon mehrfach gelesen und in Filmen gesehen, daher wirkt es eher uninteressant – eben die Geschichte vom guten Einwanderer und dem herzlosen Kapitalisten. Der Umgang mit den Problemen hat mich nicht überzeugt und zum Schluss sind beide Familien nicht unbedingt sympathisch; sie versuchen zwar das Richtige zu machen, aber scheitern daran. Mehr Tiefe und überraschendere Wendungen hätte dem Buch gut getan, stattdessen werden umgangssprachliche lange Dialoge, in denen gelächelt wird, lamentiert. Es geht vordergründig ums Geld und das dieses den Charakter verdirbt, wissen wir ja. Schade, eindeutig ein wichtiges und zeitnahes Thema, aber leider für mich verschenkt.

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