Imbolo Mbue Das geträumte Land

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Inhaltsangabe zu „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue

Die große neue Stimme aus den USA
Imbolo Mbues hochgelobtes Debüt erzählt die unvergessliche Geschichte zweier Familien unterschiedlicher Herkunft, die in New York kurz vor der Bankenkrise aufeinandertreffen. Die Lehman-Brothers-Pleite bringt nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Wertesystem gehörig durcheinander.
Jende Jonga hat es endlich geschafft, seine Frau und seinen kleinen Sohn aus Kamerun nach Amerika zu holen. Das Glück scheint komplett, als Jende den Job als Chauffeur von Clark Edwards, einem Manager der Lehmann Brothers Bank, ergattert. Und Mrs Edwards engagiert Jendes Frau sogar als Haus- und Kindermädchen in ihrem Sommerhaus in den Hamptons. Die beiden Familien könnten unterschiedlicher nicht sein und wollen doch dasselbe: ihren Kindern eine gute Zukunft bieten. Allerdings ist das Leben der Bankerfamilie längst nicht so perfekt und glamourös, wie es zunächst scheint. Als Lehman Brothers pleitegeht, ist die Fassade nicht mehr aufrechtzuerhalten.
Die Jongas versuchen verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt und Jende sieht sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen.
Ein hochaktueller, brillant geschriebener Roman über Familie, Immigration, Heimat und Gesellschaft, der uns alle angeht.

Der amerikanische Alptraum.

— schokoloko29

Warmherzig und einfach nur schön

— Maralis

interessante story

— sanrafael

Wenn der amerikanische Traum zu einem Albtraum wird ... sowohl für den Protagonisten als auch für den Leser ...

— 19angelika63

Ein toller Gesellschaftsroman mit einer außergewöhnlicheren Perspektive und interessanter Entwicklung.

— hundertwasser

Ein sehr gutes Buch und Mbue kann eine große Autorin werden. Aber ein Meisterwerk ist es nicht, und muss es als Erstling auch gar nicht sein

— Christian_Woehl

Ein unglaublich ehrliches Buch ohne klassisches Happy Ende!

— Tigerkatzi

Ein Buch, das ein sensibles Thema aufgreift: Eine arme Familie aus Afrika sucht ihr Glück in Amerika. Etwas langatmig, aber gut geschrieben!

— AnneEstermann

Arme schwarze afrikanische Einwanderer treffen auf reiche weiße Bänkerfamilie.

— AK87

Das Scheitern einer afrikanischen Einwandererfamilie vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise. Nett erzählt ohne viel Neues zu bieten.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

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    • 1927
  • Das geträumte Land

    Das geträumte Land

    schokoloko29

    29. October 2017 um 15:02

    Jende Jonga geht sein Traum in Erfüllung. Er darf aus Kamerun ausreisen und als Asylant in die USA einreisen; und zwar nach New York. Nach einiger Zeit darf seine Frau, Neni und sein Sohn, Liomi, nachkommen. Er darf als Chauffeur bei einem Börsenhai der Lehman- Brothers arbeiten und verdienen gutes Geld, so dass ein Teil zurückgelegt werden kann. Neni darf als Kindermädchen auf den Sohn des Börsenmaklers arbeiten. Und für die Familie Jonga geht der amerikanische Traum in Erfüllung.Nach und nach zerplatzt der Traum wie Seifenblasen. Zuerst wird der Asylantrag von Jende abgelehnt. Neni bekommt ihr zweites Kind und ist offiziell nicht mehr auf einem Studentenvisum mehr in den vereinigten Staaten mehr angemeldet. Dann kommt es zum Börsencrash. Die Lehman- Brothers sind bankrott und das reiche Ehepaar erlebt viele soziale und emotionale Einbrüche, so dass Jenge Jonda nicht mehr da arbeiten kann.Sie haben kein festes Einkommen und müssen mit den Ersparnisse leben. Doch leider suchen auch andere Menschen dringend einen Job, so dass Jende als Tellerwäscher arbeiten muss. Körperlich geht es ihm immer schlechter. Er hat entsetzliche Rückenschmerzen und er bekommt eine Einladung vor Gericht, wegen der abgelehnten Asylantrag. Mir hat das Buch überraschend gut gefallen, da ich zuerst etwas skeptisch war. Die Autorin kann sehr gut die Nöte und die Ansprüche der gehobenen Klasse in NYC wiedergeben. Auch kann ich sehr gut die gehobene Stimmung der Jondas in der Anfangszeit sehr gut nachempfinden.Auch der Absturz wird sehr gut beschrieben und die daraus entstandenen Not. Die "falschen" Entscheidungen, die die Familie aus der Not heraus entscheiden und sich am überlegen sind, finde ich darüber hinaus eher fragwürdig und nicht glaubwürdig. Auch manche Dialoge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer fand ich nicht realistisch.Alles in allem eine interessante Leseerfahrung mit leider manchen irrealistischen Anwandlungen!

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    • 2
  • Ein Traum, der langsam zum Gegenteil wird

    Das geträumte Land

    Lyca

    06. October 2017 um 13:57

    Für den hart arbeitenden Kameruner Jende Jonga geht es in Amerika endlich bergauf, er hat seine Frau Neni und seinen kleinen Sohn Liomi bei sich, durch seinen Cousin bekommt er die Stelle als Chauffeur bei dem erfolgreichen Wallstreet Banker Clark Edwards und sein Anwalt Bubakar ist sehr zuversichtlich, dass sein Asylantrag genehmigt wird. Es könnte also kaum besser laufen, doch schon bald holt die harte Realität auch die Jongas ein. Der Traum von einem besseren Leben für sich und ihren Sohn in New York entwickelt sich langsam zu einem Albtraum. Können sich Jende und Neni dem entgegensetzen? The American Dream, wer hat das nicht schon das ein oder andere mal gehört? Der Traum, sich durch harte Arbeit eine gute Zukunft sichern zu können, der Traum, dem so viele Migranten erliegen und ihn Wirklichkeit werden lassen möchten. Dadurch, dass die Autorin aus Kamerun stammt und nach Amerika ausgewandert ist, wirkt vieles von dem was sie schreibt glaubhaft und authentisch. Man nimmt es ihr ab und kommt nicht umhin sich zu fragen ob sie oder Menschen, die sie kennt selber die ein oder andere beschriebene Situation erlebt haben. Dieses Buch behandelt ein Thema, das so aktuell wie nie ist und ich finde es gut aus der Sicht von Einwanderern zu lesen, zu erfahren was ihre Beweggründe für das Auswandern ist, was ihre Wünsche sind, ob sie sich integrieren wollen und können und wie sie letztendlich mit der neuen Umgebung klar kommen. Ich mag den Schreibstil der Autorin, der eher einfach gehalten ist und somit gut zum Roman passt. Sie schafft es in einem ruhigen Ton eine Geschichte voller Gefühl und teilweise auch Überraschungen zu erzählen, eine Geschichte über zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten und bei denen man doch auch Gemeinsamkeiten findet. Der Roman hat mich von der ersten Seite an überzeugt und mich zum Nachdenken gebracht, was vor allem an der Sichtweise der Jongas liegt. Es ist ziemlich interessant etwas über Limbe, Kamerun zu erfahren, was für Vergleiche zu New York gezogen werden und zu verfolgen wie es Neni und Jende mit ihrem neuen Leben in Amerika ergeht. Die Charaktere sind sehr facettenreich, so haben wir die ehrgeizige Neni Jonga, die sich um den Haushalt und ihren Jungen kümmert und nebenbei noch arbeitet und studiert, ihr Mann Jende ist der andere Protagonist, der nur das Beste für seine Familie möchte, fast den ganzen Tag arbeitet und auch immer wieder Geld nach Kamerun schicken muss obwohl sie selber nicht so viel haben. Die zwei geben alles und sind voller Hoffnung, die fast greifbar ist. Auf der anderen Seite haben wir den Workaholic Clark Edwards und seine Frau Cindy, die ein Familienmensch ist und dennoch viel zu oft allein gelassen wird. Die Kinder der zwei Ehepaare sind einfach nur wirklich süß. Auch wenn die Familien sich nicht gleichen, so haben beide mit einigen Problemen zu kämpfen. Die Jongas haben Zukunftsängste und machen sich oft Sorgen um Geld, die Edwards hingegen scheinen alles zu haben und sind dennoch weit davon entfernt glücklich zu sein. Man bekommt durch Jende und Neni nur allzu gut mit was bei den Edwards alles schief läuft. Geld allein macht eben doch nicht glücklich. Diese Gegenüberstellung der Familien macht einen gewissen Reiz aus und es ist interessant zu verfolgen wie die Erwachsenen mit den Extremsituationen umgehen, die vor ihnen liegen. Ich hätte nie erwartet wie sich alles entwickelt und zu was manche Charaktere überhaupt im Stande sind, zwischenzeitlich hat so manch einer Sympathiepunkte verloren. Und auch wenn ich nicht alle Entscheidungen gut heißen kann und Probleme mit manchen Verhaltensweisen hatte, kann ich vieles nachvollziehen. Es ist sehr nah an der Realität und diese ist bekanntlich nicht immer rosarot. Ein überaus aktueller Roman über die Einwanderung. Ein Buch, das die afrikanische sowie amerikanische Lebenskultur sehr gut rüberbringt und auch sonst einige weitere Themen miteinbezieht. Eine authentische Geschichte, die einen wahren Blick auf das heutige Amerika bietet und einige schöne Lesestunden verspricht.

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  • Das geträumte Land - ausgeträumt?

    Das geträumte Land

    Maralis

    13. August 2017 um 16:25

    Worum es geht: Jende Jonga ist ein Einwanderer aus Kamerun. Er träumt den amerikanischen Traum und möchte seine Frau Neni und seinen Sohn mit auf diesen Weg nehmen. Durch Verwandte und Freunde hat er Glück und arbeitet zuerst als Taxifahrer. Doch dann kommt der Tag von dem er immer geträumt hat: er erhält eine Anstellung bei einem leitenden Manager der Lehmann Brothers Clark Edwards, als Fahrer. Endlich scheint er am Ziel seiner Träume angelangt: ein verantwortungsvoller Job, der gut bezahlt wird. Nach einiger Zeit beschäftigt Cindy Edwards auch seine Frau Neni als Nanny.  Doch als Lehmann Brothers in die Pleite rutscht, ist nichts mehr wie es war. Mit viel Wärme erzählt die Autorin die Geschichte von Jende und seiner Familie. Von deren kleinen und großen Träumen. Sie wollen doch nichts anderes, als an dem amerikanischen Traum teilhaben und sind bereit dafür hart zu arbeiten. Sie möchten sich und ihren Kindern all das ermöglichen, was ihnen bisher verwehrt blieb: eine schöne Wohnung, gutes Essen und Kleidung und insbesondere für die Kinder eine hervorragende Ausbildung. Als der Job von Jende in Gefahr gerät versuchen sie Beide diesen mit allen Mitteln zu retten. Die Ehe der Clarks scheitert und auch die Ehe von Jende und Neni gerät in Gefahr. Fazit: Ein wunderschönes Buch, von einer Autorin die es versteht den Leser an die Hand zu nehmen und in eine andere Welt zu entführen.  

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  • Kurz und knapp #1 ... "Das geträumte Land" von Imbolo Mbue

    Das geträumte Land

    19angelika63

    09. August 2017 um 14:33

    Auf Wunsch einer Leserin haben wir dieses Buch in unserem Lesekreis gelesen. Ich war sehr neugierig auf das Buch, da ich im Vorfeld sehr viel Positives darüber gelesen habe. Umso enttäuschter war ich, als ich mit dem Lesen anfing. Die Geschichte von Jende und Neni, zwei Menschen die nach Amerika kommen um den amerikanischen Traum zu leben, müssen schnell feststellen, dass dies gar nicht so einfach. Obwohl Jende eine gut bezahlte Stellung als Chauffeur hat und Neni studieren kann, schwebt immer das Damoklesschwert der Abschiebung über ihnen. Und dann sind da noch die Edwards, die den amerikanischen Traum leben, doch hinter der Fassade des tollen Lebens sieht es ganz anders aus. Ich habe mich wirklich durch dieses Buch gequält, weil sich die Geschichte wie Kaugummi zieht,  und mir immer wieder die Frage gestellt, wer braucht dieses Buch … wer braucht diese Geschichte? Ich definitiv nicht. Mich hat die Story gelangweilt, die Protagonisten waren mir unsympathisch und die Sprache an einigen Stellen ziemlich plump und einfach. FazitEin amerikanischer Traum, der sowohl für die Protagonisten wie auch für mich als Leserin zum Albtraum wurde!

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    • 2
  • Der Traum vom wunderschönen Amerika

    Das geträumte Land

    hannelore259

    15. July 2017 um 21:00

    "Das geträumte Land" ist der Debütroman von Imbolo Mbue, die selbst aus Kamerun stammt und in ärmlichen Verhältnissen ohne Strom und fließend Wasser aufgewachsen ist. Durch die Hilfe von Verwandten, die ihr ein Studium in den USA finanzieren, schafft sie es dort Fuß zu fassen. Die Finanzkrise bringt allerdings auch in ihrem Leben einiges durcheinander. In ihrem Roman findet man deshalb sicherlich viele Einflüße aus ihren ganz persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen.   Auch Jende und Neni stammen aus Kamerun und versuchen in Amerika ihren Traum von Freiheit, selbstbestimmten Leben und unendlichen Möglichkeiten zu leben. Jende jobbt als Fahrer bei einer wohlhabenden Familie, während Neni neben ihrem Mutter Dasein studiert, um etwas größeres aus ihrem Leben zu machen. Durch Jende erhält man einen Einblick in das Leben seiner gut betuchten Arbeitgeber. Auf mich wirken sie oberflächlich und verstärken das Bild des stereotypen reichen Amerikaners. Gerade zu Anfang bedienen sie so ziemlich jedes Klischee. Ein reicher Börsenmakler, der seine Zeit nur auf Meetings oder in seinem Büro verbringt und sich nicht um die Belange seiner Familie zu kümmern scheint. Daneben ist seine gutaussehende Gattin, die ihre Bestätigung auf allerlei Wohltätigkeitsveranstaltungen und anderen Events sucht, dabei aber in ständiger Angst lebt, verlassen und ihres Status beraubt zu werden. Doch im Verlauf der Handlung entwicklen sich die Charaktere weiter. Man kann hinter die Fassade schauen. Auch mit Jende und Neni verhält es sich so. Gerade Jende wirkt anfangs blaß und charakterlos, ohne Rückrat. Da haben mich die Passagen mit Neni noch wesentlich mehr angesprochen. Aber wie das in einer guten Geschichte sein soll, verändern sich die Figuren. Das Erlebte macht etwas mit ihnen, auch wenn dann der eine oder andere Charakterzug nicht mehr symphatisch für mich ist. Die Autorin versteht es meiner Meinung nach auch sehr gut, die verschiedenen Sichtweisen plausibel darzustellen, so dass man nicht mehr weiß,auf wessen Seite man steht. Die Geschichte geht auch in eine Richtung, die ich anfangs nicht vermutet habe, was ich bereichernd fand. Denn dieses Schema F vom Beginn hat mich doch eher gelangweilt. Letztendlich hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es etwas gedauert hat mein Interesse zu wecken. "Das geträumte Land" zeigt vor allem auf , was dieser Traum, auf Teufel komm raus in Amerika leben zu wollen mit den Menschen macht. Was sie aufgeben müssten um diesen Traum zu leben. Doch daneben macht es auch Hoffnung. Es zeigt dass man aus allem etwas positives ziehen kann.

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  • American Dream Shattering

    Das geträumte Land

    Ginevra

    04. June 2017 um 15:55

    Jende Jonga verlässt seine kleine Heimatstadt in Kamerun, um im „geträumten Land“, den USA, ein neues Leben anzufangen. Zunächst läuft alles gut: er wird als Fahrer bei Bankmanager Clark Edwards eingestellt Dort verdient Jende nicht schlecht, und er kann seine Frau Neni und seinen kleinen Sohn zu sich holen. Neni hat hohe Ziele: sie möchte Apothekerin werden, auch wenn ihr dazu die nötige Schulbildung fehlt (von einem Studium ganz zu schweigen). Auch Neni muss neben ihrer Schule arbeiten, nämlich u.a. als Zimmermädchen im Sommerhaus der Edwards. Dort entdeckt sie erste Risse in der heilen Welt der Schönen und Reichen. Clark steht unter massivem Stress, denn sein Arbeitgeber ist die Lehman Brothers Bank, die vom Konkurs bedroht ist. Clarks Ehefrau Cindy stammt aus armen Verhältnissen und verschließt die Augen vor der Realität, versinkt im Drogenrausch und lässt sich gehen. Ihre Ehe gerät vollends in die Krise, als der Börsencrash naht.Doch auch Traumpaar Jende und Neni scheint langsam, aber sicher das Glück zu verlassen. Drohen ihre Träume zu platzen?Imbolo Mbue ist gebürtige Kamerunerin, lebt und schreibt in den USA. Angeblich erhielt sie für „Das geträumte Land“ vorab einen Millionenvertrag; eine Verfilmung ist bereits geplant.Inhaltlich hat mich dieser ungewöhnliche Familien- und Einwandererroman sehr gefesselt. Die Figuren erschienen mir manchmal zu widersprüchlich und konstruiert zu sein, z.B. Jende, der mal grenzenlos naiv und (im Umgang mit Frau und Kind) primitiv wirkt, andererseits ist er weltoffen und intelligent (vielleicht nur in der Theorie?!). Auch mit Neni wurde ich nicht richtig warm. Die Bankerfamilie fand ich ziemlich klischeehaft dargestellt. Vielleicht lag es an der Erzählweise, die mir zu wenig in die Tiefe ging. Sprachlich fand ich den Roman eher konventionell, daher leicht lesbar, was ja auch manchmal ganz angenehm ist.Fazit: eine unterhaltsame, noch optimierungsfähige Einwanderersaga, die nach einer Fortsetzung ruft! 4 von 5 Sternen.

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  • Horizonterweiterung

    Das geträumte Land

    Isaopera

    16. May 2017 um 08:22

    "Das geträumte Land" ist für mich ein ungewöhnliches Buch, denn ich habe bisher noch keine Geschichte gelesen, in der es um Kamerun(er) geht. Dadurch hat es mir wirklich eine neue Welt aufgezeigt und ich konnte mich sehr gut in die Kultur von Jende und Neni hineinversetzen, die sich im fernen New York trotz großem Arbeitswillen und einer Jobperspektive zu Beginn mit Vorurteilen und Verzögerungen konfrontiert sehen.Die Aktualität dieser Themen (Asyl, Umgang mit Auswanderern) hat mich dazu bewegt, das Buch zu lesen und ich muss sagen, dass es mich sehr beeindruckt hat! Als ich damals die Leseprobe gelesen habe, hatte ich zu Jende direkt eine sehr enge Verbindung und habe mit ihm mitgefiebert - das hat sich über das ganze Buch gehalten!Andererseits ist auch die amerikanische Sichtweise interessant, denn es wird aufgezeigt, wie weit der amerikanische Traum vom einfachen Leben für Schwarze und manchmal auch für Weiße noch weg ist. Die Sozialkritik der Autorin fand ich hier immer gut, manchmal hätte es für mich sogar noch etwas deutlicher sein können!In jedem Fall empfehlenswert und am Zahn der Zeit!

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  • Ein kamerunisches Ehepaar und sein amerikanischer Traum

    Das geträumte Land

    Gise

    12. May 2017 um 11:57

    Jende Jonga und seine Frau Neni sind aus Kamerun nach New York gekommen, um für sich und ihre Kinder ein besseres Leben aufzubauen. Obwohl Jende keine Greencard erhält, scheint das neue Leben gut zu gelingen, denn er bekommt eine gut honorierte Anstellung als Chauffeur bei den Clarks, einer gut situierten Familie am Ort. Doch die Finanzkrise nach dem Zusammenbruch der Lehman Brothers und die damit einhergehende Rezession lässt für alle schlechte Zeiten anbrechen. Wie wird der amerikanische Traum der beiden Jongas weitergehen?Imbolo Mbue, selbst in Kamerun aufgewachsen, lebt seit über zehn Jahren in New York und weiß genau, wovon sie schreibt. Sehr pointiert gelingt es ihr, die Lebenswelt sowohl der Jongas zu beschreiben, mit all den Wünschen, die sie in ihren Herzen tragen, wie auch die der Familie Clark von den oberen Zehntausend, die scheinbar so unerschütterlich ihren Reichtum lebt und dennoch nicht heil aus der Finanzkrise herauskommt. Sehr warmherzig sind die Protagonisten gezeichnet, und es fällt schwer, sich am Ende des Buches von ihnen allen zu verabschieden. Der Roman beschreibt sehr schön, wie unterschiedlich der amerikanische Traum doch sein kann, je nachdem welche Bevölkerungsgruppe ihn gerade für sich gestalten möchte. Die Sozialkritik der Autorin bleibt dabei eher unauffällig, während das Menschliche in allen Passagen im Vordergrund bleibt. Ein wunderbar gelungenes Buch, das mich sehr berührt hat und nun nachdenklich hinterlässt. Unbedingt empfehlenswert!

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  • Wunsch und Wirklichkeit kommen nicht immer zusammen

    Das geträumte Land

    FlotterAnton

    08. May 2017 um 08:59

    Jende Jonga hat es mit Hilfe seines Cousins geschafft, seine Heimat Kamerun zu verlassen und nach New York zu kommen. Er arbeitet hart und lebt sparsam, trotzdem dauert es 1 ½ Jahre bis er seine Frau Neni und seinen Sohn Liomel nachholen kann. Dann hat Jende Glück und bekommt den Job als Chauffeur bei Clark Edwards, der eine gehobene Position bei Lehman Brothers innehat. Alles könnte gut sein, wenn Jende sich nicht um seine Greencard sorgen müsste, denn bisher hat er nur eine Arbeitserlaubnis und Neni ein Studentenvisum. Gegensätzlicher könnten die beiden Familien nicht sein; die Edwards sind reich, wohnen großzügig, haben ein Sommerhaus und Dienstboten, gehören zur High Society in New York, leben in gesicherten Verhältnissen und daneben die Jongas, sie kommen aus ärmlichen Verhältnissen in Kamerun, leben in einer kleinen mit Kakerlaken verseuchten Wohnung und sehen einer ungewissen Zukunft entgegen solange sie keine endgültigen Papiere haben. Jende ist mir mit seiner freundlichen und offenen Art direkt ans Herz gewachsen auch wenn er sich aufgrund der Umstände im Verlauf der Zeit verändert  und ich nicht alles gut heißen kann was er macht. Eine Veränderung ist auch bei den anderen Protagonisten aufgrund der Ereignisse sichtbar. Diese Veränderungen machen die Charaktere so authentisch. Das Ende hat mich dann doch überraschen können, denn so hatte ich es nicht erwartet, aber es passt. Gut gefallen haben mir die Einblicke in den kameruner Alltag und die eingeflochtenen Sätze in der Landessprache. Der Erzählstil ist toll und lässt sich sehr flüssig lesen. Imbolo Mbue greift sozialkritische und aktuelle Themen wie Auswanderung oder die Lehmann-Pleite auf und hat sie in ihrem Debütroman wunderbar verarbeitet. Ein wirklich lesenswertes Buch!

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  • Ein Buch das wichtig ist ...

    Das geträumte Land

    BloodyTodd

    25. April 2017 um 07:59

    Klappentext: Jende Jonga, ein in New York lebender kamerunischer Einwanderer, ist auf der Suche nach einem besseren Leben für sich, seine Frau Neni und den sechsjährigen Sohn in die USA gekommen. Jende kann sein Glück kaum fassen, als er im Herbst 2007 den Job als Fahrer von Clark Edwards ergattert, einem leitenden Manager bei Lehman Brothers. Clark verlangt Pünktlichkeit, Diskretion und Loyalität – und Jende will um jeden Preis gefallen. Clarks Ehefrau Cindy bietet Neni sogar an, in den Ferien im Sommerhaus der Edwards in den Hamptons als Nanny zu arbeiten. Endlich können Jende und Neni in Amerika Fuß fassen, sie malen sich ihre Zukunft in den buntesten Farben aus. Doch die Welt der Mächtigen und Reichen birgt verstörende Geheimnisse, und schon bald entdecken Jende und Neni feine Risse in der Fassade ihrer Arbeitgeber. Als der Zusammenbruch der Lehman Brothers die Finanzwelt erschüttert, versuchen die Jongas verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt: Jende und Neni sehen sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen. Meine Meinung: Aufgrund der derzeitigen politischen Lage sind Themen wie Wirtschaftsflüchtlinge und Asyl aktuller den je undgenaudesegen hatte ich auch zu dem Buch gegriffen - und weil ich bis dahin noch kein Buch einer kameruanischen Autorin gelesen hatte. Als deutsche Staatsbürgerin ist es schwierig sich über all das eine Meinung zu bilden, wo in den Medien doch nur gehätzt wird und kaum objektive Eindrücke vermittelt werden. Imbolo Mbue empfand ich daher aus ungemein hilfreich und aufschlussreich. Wir erleben den Alltag der Jongas, nachdem sie zusammen in Amerika ankamen (bzw. Neni und ihr Sohn endlich nachkamen), und versuchen sich ein Leben in einem großen Land aufzubauen, dass gern von großen Träumen spricht. Doch der amerikanische Traum ist fern und steinig und rückt mit der eintretnden Wirtschaftskrise in noch weitere Ferne. Was tun, wenn man ohnehin schon kaum etwas hat und dann droht alles zu verlieren? Jonga und Neni müssen viele Entscheidungen treffen, die mich zumeist beeindruckt haben. Trotz ihrer schwierigen Situation haben sie ihren Glauben an den Traum, an ein besseres Leben, nicht verloren. Mbue zeigt uns tolle Figuren, die unterschiedlicher sein könnten und doch so sehr harmonierten, wie es wohl nur in New York möglich ist. Ihre Geschichte ist absolut glaubwürdig, was wohl auch daran liegt, dass sie als Zuwanderin selbstdamals von der Wirtschaftskrise betroffen war und dieses Buch somit ei par autobiographische Elemente enttält. Deses Buch hat meinen Horizont ungemein erweitert und meinen Blickwinkel auf die heutige Flüchtlingskrise bestärkt. Denn während des Buches fragte ich mich oft: Hätte ich das auch auf mich genommen? Hätte ich all das für eine bessere Zukunft getan, die in meinem Heimatland nicht möglich wäre? Ich kann es auch sagen: Ja, hätte ich. Und ich in überzeugt, dass jeder andere (ob Kameruaner, Syrer, Chinese, Deutscher oder Mexikaner) es auch tun würde, denn das ist unser Recht. Mein Fazit: Ein Buch das Augen öffnet, amüsiert und mitreißt. Ein Buch, dass wichtig ist. Ein Buch, dass ich jedem nur guten Gewissens ans Herz legen kann. Zitat: “Die Polizei ist zum Schutz der Weißen da, Brother. Manchmal vielleicht auch für schwarze Frauen und Kinder, aber nicht für schwarze Männer. Nie für schwarze Männer.” (S. 87 )

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  • Realistische Umsetzung einer fiktiven Auswanderung von Kamerun in die USA

    Das geträumte Land

    Girdie

    20. April 2017 um 19:29

    Für das aus Kamerun stammende Ehepaar Jende und Neni Jonga ist die USA das Land ihrer Träume. In dem entsprechend betitelten Debütroman „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue suchen sie nach einem Weg, dort Asyl zu erhalten um dann in den Besitz von Arbeitspapieren zu kommen, damit sie legal im Land bleiben dürfen. Im Cover sind die Farben der Flagge Kameruns wiederzufinden. So wie die traditionelle farbenfrohe Kleidung der Kameruner fällt das Titelbild dem Betrachter sofort ins Auge. Doch symbolisch hat sich New York in Form von Wolkenkratzern und Freiheitsstatue aus Holz entsprechend des großen Wunschs der Jongas in den Vordergrund gespielt.Es ist das Jahr 2008 und Jende ist bereits seit drei Jahren in New York. Vor achtzehn Monaten konnten auch Neni und sein Sohn Liomi einreisen. Gemeinsam wohnen sie in einer bescheidenen Wohnung in Harlem. Er arbeitet für einen Taxidienst und erhält eines Tages durch Beziehungen die Möglichkeit für Clark Edwards und seiner Familie als Chauffeur zu arbeiten und dessen Familienmitglieder. Clark Edwards ist Manager der Investmentbank Lehman Brothers. Diese Position als Fahrer ist gut bezahlt und Jende benötigt das Geld dringend, denn neben dem Lebensunterhalt für seine kleine Familie möchte er Neni ihren Traum erfüllen, Apothekerin zu werden. Neni arbeitet stundenweise als Pflegerin für ältere Personen. Durch Familie Edwards erhält sie die Chance in deren Ferienhaus auszuhelfen und so noch zusätzlich einiges zu verdienen. Die Erfüllung der Wünsche rückt in greifbare Nähe, doch dann muss Lehman Brothers im Zuge der Finanzkrise Insolvenz anmelden. Beide Familien, die Jongas und die Edwards, haben mit den Konsequenzen zu kämpfen. Wird es eine Zukunft für Jende und Neni in den USA geben?Neni stammt aus einer wohlhabenden Familie aus Limbe/Kamerun. Jendes Familie ist nicht so gutsituiert und seine Chancen auf einen gesellschaftlichen Aufstiegs sind gering, weil unsichtbar gezogene Standesgrenzen das verhindern. Nenis Vater hat seine Erlaubnis für die Ehe verweigert. Das junge Paar ist seiner jeweiligen Familie und den geltenden kamerunischen ungeschriebenen Gesetzen so verbunden, dass es sich nicht spürbar dagegen auflehnt. Ein Cousin von Jende schafft den Sprung nach Amerika ins „Land der Unbegrenzten Möglichkeiten“. Jende leiht sich das Geld von ihm für seinen eigenen Start. Jende begleitet auf seinem Weg in die USA auch die Hoffnung seiner ganzen Familie auf Unterstützung. Die Sorgen seiner Verwandten, denen er sobald wie möglich Unterstützung für medizinische Hilfe, Renovierungen und anderes zukommen lässt stellt er regelmäßig vor die Erfüllung seiner eigenen Träume für die er mühsam sein Geld zusammenträgt. Je nachdem wie viel die Familie in Kamerun benötiget wächst und sinkt sein Vermögen und damit auch sein Budget, einen ordentlichen Anwalt zu bezahlen der sich für seinen weiteren Aufenthalt einsetzt.Neni machte auf mich zunächst einen selbstbewussten Eindruck, sie hatte ein großes Ziel für sich vor Augen und schaffte es trotz Kind und Haushalt für ihr Studium zu lernen. Doch Jende trifft als Oberhaupt seiner kleinen Familie für Neni wichtige Entscheidungen die deren Zukunft beeinflussen und Neni ordnet sich dieser Ordnung unter, so wie sie es von Geburt an gewohnt ist. Obwohl also beide US-Amerikaner werden möchten bleiben sie doch in ihren Herzen Afrikaner. Für mich stellte sich daher von Beginn an die Frage, ob sie die Assimilation im fremden Land schaffen können.Clark und Cindy Edwards leben den amerikanischen Traum. Cindy stammt aus einfachen Verhältnissen und führt jetzt an der Seite ihres Ehemanns ein sorgloses Leben. Dadurch hat sie für die Wünsche der Jongas ein gewisses Verständnis, dass aber dann aufzuhören schien als ihr eigenes Budget durch die Krise eingeschränkt wurde. Die Edwards haben gemeinsam bereits einige Sorgen geteilt. Allein durch ihr Vermögen gelingt es beiden nicht, ein wunschlos glücklich zu sein. Der ältere Sohn Vince soll in die Fußstapfen seines Vaters treten, doch er rebelliert und geht seinem eigenen Traum, im Ausland zu leben, nach. Für Cindy bricht mit Vince eine wichtige Bezugsperson in ihrer unmittelbaren Nähe weg. Ihr eigenes erhofftes und gelebtes Leben erhält deutliche Risse.Für mich als Leser war es interessant am Alltagsleben der beiden Familien in New York teilhaben zu können. Imbole Mbue erzählt aus einer auktorialen Sichtweise. Die Probleme und Sorgen der einzelnen Personen beschreibt sie einfühlsam und wirklichkeitsnah. Mit und mit erfuhr ich durch Erinnerungen immer mehr über die Vergangenheit von Jende und Neni sowie Clark und Cindy. Das Leben in Kamerun mit den geltenden Konventionen war mir bisher unbekannt. Es war für mich schwierig, mit den Protagonisten zu sympathisieren, weil jede ihr Schwächen hatte. Vor allem Neni erschien mir letztlich arglos in Bezug auf die Umsetzung ihres Berufswunschs, der durch die frühe sorglose Liebe zu Jende zunächst unerreichbar wurde.Imbolo Mbue vermittelte mir mit ihrem Roman ein realistisches Beispiel für die Auswanderung einer kamerunischen Familie und deren Versuch in den USA eingebürgert zu werden. Auch die Geschichte des Managers Clark Edwards und seiner Familie konnte ich gut nachvollziehen. Mir hat das Buch unterhaltsame Stunden bereitet und daher empfehle ich es gerne weiter.

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  • Ein besseres Leben in Amerika?

    Das geträumte Land

    Igela

    17. April 2017 um 14:28

    Jende Jonga ,ein Einwanderer aus Kamerun ,lebt seit eineinhalb Jahren in Amerika,als endlich seine Frau Neni und Söhnchen Liomi auch in die USA einreisen dürfen. Trotz laufendem Asylantrag findet Jende eine Stelle als Chauffeur bei dem reichen Clark Edwards.Seine Aufgabe ist ,Clark und seine Familie überallhin zu fahren und so erfährt er zwangsläufig viel über die Familie und die Geschäfte von Clark. Jende erkennt, dass nicht alles Gold ist was glänzt und ,dass er als armer Asylbewerber wohl das glücklichere Leben führt.Mich hat die Figur Jende Jonga von Beginn weg sehr berührt. Der Mann aus Kamerun ist so gut gezeichnet, dass er mich restlos überzeugt hat. Sehr nah ist man als Leser dabei , wie Jende sich auf die Stelle als Chauffeur bewirbt, seine Träume um ein besseres Leben für seine Familie in dem reichen Amerika , träumt.... und schlussendlich  einsieht, dass man auch mit viel Geld nicht glücklicher lebt.In dieser Geschichte wird sehr viel Gewicht auf die unterschiedlichen Lebenseinstellungen , Träume und die Verwirklichung dieser, gelegt. Die Handlung ist eher ruhig, es geschehen nicht weltbewegende Dinge. Doch mir hat vor allem der Blick auf die unterschiedlichen Prioritäten und  die Mentalität zwischen der amerikanischen und der Familie aus Kamerun sehr gefallen. Während der Fahrten entwickeln sich Gespräche zwischen der Familie Clark und seinem Chauffeur, hier prallen wortwörtlich zwei Welten aufeinander! Existenzielle Sorgen ,Armut und Geldprobleme ,gegen "Allerweltsorgen" wie das Ansehen in der Gesellschaft, Macht und Schönheit. Zudem zeigt die Story sehr deutlich wie eine Familie mit laufendem Asylantrag dem System völlig ausgeliefert ist.Wie schon gesagt wurden  die Figuren sehr gut gezeichnet, man spürt die sehr gute und überlegte Charakterisierung.  Afrikanische Leckerbissen, Ausrufe und Sitten sind so gut in die Story integriert worden,dass das Ganze sehr authentisch wirkt.Einzig ein paar Längen in der Handlung haben mich ab und zu etwas ermüdet, der Schreibstil ist ansonsten toll und sehr gut zu lesen.

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  • Kurzweilige Lektüre über zerbrochene Träume und gescheiterten Existenzen

    Das geträumte Land

    louella2209

    13. April 2017 um 10:33

    Inhalt: „Das geträumte Land“ erzählt das Schicksal der Einwandererfamilie Jonga und der Bankiersfamilie Edwards vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in den USA. Jende Jonga holt seine Frau Neni und Sohn Liomi nach Amerika, um mit ihnen gemeinsam den amerikanischen Traum zu verwirklichen. Zunächst läuft alles gut. Jende`s Anwalt macht ihm, trotz abgelehnten Asylantrag, Hoffnung auf eine Greencard. Zudem bietet ihm Clark Edwards einen lukrativen Job als Chaffeur an. Neni erhält ein Studentenvisum und Liomi findet einen Platz in einer Schule. Die Zukunft der afrikanischen Familie scheint gesichert. Doch dann erschüttert die Lehman-Krise das Land. Tausende verlieren ihre Jobs, so auch Jende. Neni bekommt ein zweites Kind und kann ihr Studium nicht fortführen. Ist ihr Traum geplatzt? Müssen sie zurück nach Kamerun und ihre Hoffnungen auf ein sorgenfreies Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten begraben? Meine Meinung: Das Debüt von Imbolo Mbue ist durchaus unterhaltsam und lesenswert, weist jedoch auch einige Schwächen auf. Der Autorin gelingt es nicht mit ihrer Story zu berühren, obwohl dieses Thema viel Potential mit sich bringt. Es plätschert so vor sich hin, der Tiefgang fehlt und die Charaktere sind sehr klischeehaft und oberflächlich beschrieben. Die Jongas schaffen sich ihre kleine afrikanische Welt inmitten von N.Y. Sie leben nach ihren kulturellen Traditionen und gesellschaftlichen Standards. In ihrem Herzen sind sie Afrikaner, wollen aber nach außen hin, Amerikaner darstellen. Sie kämpfen verbissen für ihren „American Dream“ und verlieren dabei das Ziel vor Augen. Sie verfallen immer mehr in ihre typische Rolle, je größer die Probleme werden. Dazu die reiche Bankiersfamilie Edwards, Clark ein Work-a-holic, der die Augen vor der Realität verschließt und sich in noch mehr Arbeit flüchtet und Trost bei Prostituierten sucht. Cindy, seine Frau, kommt selbst aus ärmlichen Verhältnissen und besteht auf ihrem Reichtum und Status. Mit Tabletten und Alkohol versucht sie ihren Kummer und die Depressionen in den Griff zu kriegen, wohl bedacht den Schein von außen stets zu bewahren. Das Leben der Edwards zeigt vor allem eines auf, Geld allein macht nicht glücklich, solange die Liebe fehlt. Beide Familien rennen in ihr Verderben, nur schlagen sie verschiedene Richtungen ein. Leider bleiben die Emotionen unterschwellig und kommen beim Leser nicht an. Die Tragik der Figuren ist sichtbar, aber nicht spürbar und so bleibt dieser Roman leider nicht nachhaltig in Erinnerung. 3 Sterne von mir!

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  • Arm vs. Reich: Wenn eine Finanzkrise alles durcheinander bringt!

    Das geträumte Land

    AnneEstermann

    11. April 2017 um 22:10

    Zur Geschichte „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue ist ein Roman, der zur Zeit der Finanzkrise 2008 in Amerika spielt, doch immer noch aktuell ist. Es geht um reich vs. arm. Kein Mittelstand, nur das Streben nach Geld. Sympathisch ist hier die Familie Jonga geschildert, die aus Kamerun in die USA gereist ist, um dort ihr Glück zu versuchen. Jende Jonga, Familienvater, hofft endlich, den Asylantrag bewilligt zu bekommen und möchte unbedingt den von seinem Cousin angebotenen Job als Chauffeur erhalten. Und so beginnt auch das Buch: Jende geht zu dem Vorstellungsgespräch in die grosse Unternehmung, in welcher der (einfluss-)reiche Clark Edwards einen Privatchauffeur braucht. Er stellt Jende ein und man hat das Gefühl, dass sie Freunde werden. Doch der Unternehmung geht es schon seit langem nicht mehr gut und so entlässt Clark schweren Herzens eines Tages den gutmütigen Afrikaner, der immer noch davon träumt, in Amerika zu bleiben. Doch wird Amerika letztlich wirklich die Heimat der Familie Jonga oder ist das Heimweh nach Afrika doch zu gross? Mein Fazit Bis zum Schluss ist man sich sicher: Die Familie bleibt in Amerika. Und dabei gehen sie durch so manches Bad der Gefühle. Besonders interessant finde ich die Figur der Neni Jonga. Imbolo Mbue hat jedoch jeden Charakter gut ausgedacht und in Szene gesetzt. Obwohl ich den Roman an manchen Stellen etwas zu langatmig finde, war es trotzdem ein Lesegenuss. Es ist gut geschrieben, einfach zu verstehen und von der Thematik her aktuell wie eh und je. Denn es geht um eine arme Familie aus Afrika, die ihr Glück in einem anderen Land (in diesem Fall Amerika) sucht und um Einheimische, die ihnen nicht nur mit offenen Armen begegnen.

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