Immo Sennewald

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Interview mit Immo Sennewald

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Eigentlich schreibe ich, seit ich Lesen und Schreiben gelernt habe. Der Wunsch, literarische Texte zu produzieren, geht auf die 70er Jahre zurück. Dass es dann noch 20 Jahre dauerte, ehe ich auch veröffentlichen konnte, lag zum einen daran, dass meine Texte in der DDR kaum eine Chance zur Veröffentlichung gehabt hätten, zum anderen daran, dass mir selbst meine frühen Arbeiten äußerst unzulänglich erschienen - gemessen an den Lehrern und Vorbildern, die ich hatte.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Auf einen einzelnen Autor mit dem Finger zu zeigen und zu sagen »der ist der Wichtigste« ist unmöglich. Im Laufe meines Lebens habe ich ein literarisches Gebirge durchwandert, dabei ungeheure Ausblicke erlebt, bin ein paarmal abgestürzt bei der Suche nach meinem eigenen Weg, habe mich verändert, merke jetzt, wer meine wichtigsten Bergführer waren, wer die für mich wesentlichen Wegmarken gesetzt hat. Aber das waren viele, jeder von ihnen groß, einzig, unverwechselbar, unverzichtbar.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Die vielen Jahre journalistischer Arbeit haben die Basis verbreitert, auf der ich mich bewegen kann, die Tiefe kommt sowohl aus der naturwissenschaftlichen wie der musischen Erfahrung - also Physik, Literatur, Theater, Musik, zunehmend Psychologie. Die entscheidende Inspirationsquelle aber sind die Menschen meines Lebens.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Auf allen irgend möglichen Kanälen vom Web 2.0 bis zur mir liebsten Form der Lesung bzw. spezieller literarischer Abende mit dem Titel »Leben Lesen«, die wir 2010 begonnen haben.

Wann und was liest Du selbst?

Da ich auch Buchrezensionen für SWR 2 und literarische Weblogs verfasse, lese ich andauernd. Überall liegen Stapel, meine Regale und Schränke quellen über, aber es fällt mir schwer, mich vor allem von den Büchern zu trennen, die mich lebenslang begleitet haben. Sie haben mir in wirklich schlimmen Zeiten geholfen - eine solche Bindung will sich zu den digitalen Textformen nicht einstellen. Immer hoffe ich, die »alten Schwarten« wieder in die Hand nehmen und lesen zu können, trotz der unzähligen Neuerscheinungen, die mich beschäftigen.