Imre Kertész Die englische Flagge

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(3)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die englische Flagge“ von Imre Kertész

Vom ungarischen Aufstand 1956 erzählt Imre Kertesz und jener "Katastrophenzeit", als sich in Ungarn der Übergang "vom totalen Krieg zum totalen Frieden" vollzog; von einer "Ortsbegehung", zu der ein Fremder mit einem geheimnisvollen "Auftrag" nach vielen Jahren an den "Tatort" unsäglicher Verbrechen zurückkehrt, deren Opfer er einst selbst gewesen ist; und von einer Reise von Budapest nach Wien, die, im leichtsinnigen Glauben neugewonnener Freiheit nach der "Wende" unternommen, an den rigiden Devisenbestimmungen seines Landes scheitert und in die bittere Gewißheit des Ich-Erzählers mündet, daß er auch künftig ein Gefangener seiner Erfahrungen bleiben wird.

Extrem schwerer Stil, daher nur mit höchster Konzentration lesbar.

— Duffy
Duffy

Stöbern in Romane

Karolinas Töchter

Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag - für all die, die sich nicht scheuen, über den Holocaust zu lesen. Top!

pixi17

Ich, Eleanor Oliphant

Unerwartet erschreckend. Lässt mich nachdenklich zurück

herzzwischenseiten

Im Herzen der Gewalt

Ein wirklich tiefgreifend, feinsinniges und flüssig spannend zu lesendes Buch, welches mich nachhaltig beeindruckt hat.

HEIDIZ

Palast der Finsternis

Spannend geschrieben, tolle Grundidee - aber mir fehlt die plausible Zusammenführung der beiden Handlungsstränge.

calimero8169

Die Jugend ist ein fremdes Land

In diesem biografischen Roman, konnte ich Teile meiner Jugend wiedererkennen. Flüssig zu lesen!

Nespavanje

Schlafende Sonne

Auf der Suche nach der Handlung völlig verloren.

miss_mesmerized

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die englische Flagge" von Imre Kertesz

    Die englische Flagge
    Cias

    Cias

    15. October 2010 um 12:44

    Braun zu Rot - Ungarn in den Fünfzigern. Das kollektive Vergessen greift um sich und die Nazis sind an allem Schuld was schlecht ist. Und so beschreibt Kertesz diese sich schleichend ausbreitende Willkür in der neuen Gesellschaft. Mahner, die als Juden Holocausüberlebende sind, werden zunächst überhört, dann versucht mundtot zu machen. Verfolgung setzt ein. Willige Helfer der einen Diktatur, sind auch willig in der Neuen ihre Chancen zu suchen. Kertesz legt seine Finger in die eitrige Wunde. Doch hat er es nicht verstanden dieses so wichtige Kapitel der Geschichtsaufarbeitung in seiner Tiefe darzustellen. Kertesz verfängt sich zu oft in kleineren Episoden, die in ihrer gewaltigen Stimmung hätten kraftvoller wirken müssen - nach dem "Roman eines Schicksallosen" bin ich dankbar dafür, dass Kertesz auch den Opfern des Stalinismus eine Stimme gibt, jedoch wirkt diese nicht mehr spitzfindig naiv sondern schon fast enttäuscht. Ein unbedingt lesenswertes Buch, jedoch muss man es in das Lebenswerk und den Lebenslauf von Kertesz einzuordnen wissen.

    Mehr