Imre Kertesz Kaddisch für ein nicht geborenes Kind

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Inhaltsangabe zu „Kaddisch für ein nicht geborenes Kind“ von Imre Kertesz

Mit einem brüsken «Nein» antwortet B. auf die harmlose Frage eines Bekannten, ob er Kinder habe. Und so unerbittlich weigerte er sich in seiner Ehe, Kinder zu zeugen. In einem großen Monolog begründet der Erzähler seine scheinbar schockierende Absage. Eine «Todesfuge in Prosa, die in ihrer ergreifenden Schönheit noch einmal das gesitige Erbe des Abendlandes aufleuchten läßt, bevor es im Grauen von Auschwitz untergeht.» (Neue Zürcher Zeitung)

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  • Rezension zu "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind" von Imre Kertesz

    Kaddisch für ein nicht geborenes Kind
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    02. September 2008 um 15:29

    Dunkles Sprachfeuerwerk, Kaddisch für ein nicht geborenes Kind ist der mittlere Teil der Trilogie, die aus "Roman eines Schicksallosen" (Teil 1) und "Fiasko" (Teil 3) besteht. Kaddisch ist zugegebenermaßen der am schwierigsten zu lesende Roman der drei, da er praktisch aus einem permanenten Gedankenstrommonolog des "Protagonisten" besteht. Lange, verschachtelte Sätze (die trotzdem kürzer als so manche Sätze von Thomas Bernhard sind) machen zwar den Einstieg nach einer erzwungenen (ohne dazu gezwungen zu sein, würde man wahrscheinlich nicht unterbrechen) Unterbrechung etwas mühsam, die Mühe jedoch lohnt sich wirklich. Dieser lebensverneinende (und doch kraftvoll positive) Monolog schwankt hin und her, in den Zeitebenen und Ideen, folgt jedoch penibelst genau eine Linie. Genial, wie Imre Kertész das als logisches Ganzes zusammenführt! Im Gesamtkonzept der Trilogie ist Kaddisch für ein nicht geborenes Kind nach dem fulminanten Roman eines Schicksallosen der perfekte Mittelteil, bevor dann das fast kafkaeske Fiasko als Finale grande zuschlägt.

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