Inès Bayard

 4,4 Sterne bei 37 Bewertungen

Lebenslauf von Inès Bayard

 Inès Bayard, geboren 1992 in Toulouse, lebt derzeit in Berlin. Scham ist ihr erster Roman und stand auf der Longlist für den Prix Goncourt 2018.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Inès Bayard

Cover des Buches Scham (ISBN: 9783552059764)

Scham

 (36)
Erschienen am 17.02.2020
Cover des Buches This Little Family (English Edition) (ISBN: B07T8CWFN7)

This Little Family (English Edition)

 (1)
Erschienen am 28.04.2020

Neue Rezensionen zu Inès Bayard

Cover des Buches Scham (ISBN: 9783552059764)
buch_klatschs avatar

Rezension zu "Scham" von Inès Bayard

Es geht unter die Haut.
buch_klatschvor 16 Tagen

Inès Bayard versetzt Dich in eine ungewöhnliche Situation, denn Du kennst bereits in den ersten Seiten das Ende, dass einfach schmerzlich ist, wenn Du das Buch zu Ende gelesen hast. 


Du lernst Marie und Laurent kennen, die ein Bilderbuch leben. Gute Jobs, tolle Wohngegend und bereit sind ihre Beziehung auf ein weiteres Level zu heben. Doch dann läuft alles nicht nach dem Drehbuch und Marie‘s Welt gerät aus den Fugen.


Eindringlich, brutal, schonungslos und ohne Rücksicht auf Verluste versetzt Dich die Autorin in die Situation von Marie, aber Marie schweigt. 

Es tut einfach auf jeder Seite weh zu lesen, in welchem  Gefühlskarussell Marie sich befindet, welche Gefühle und Gedanken Marie durchlebt und wie sie versucht mit den Folgen des traumatisierten Erlebnisses fertig zu werden, die in einem brutalen Entscheidungskampf enden. 


Für mich war es ein eindringliches Buch, welches schmerzvoll die Gesellschaft und Marie’s Famile widerspiegelt. Denn sieht denn wirklich niemand, was Marie wiederfanden ist? 



𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳

Ein schonungsloses, eindringliches und brutales Buch, welches Leser*innen an die emotionale Grenze bringt. 


Achtung! Das Buch sollte wirklich nur von Leser*innen gelesen, die sich für das Thema gewappnet fühlen. 



4 | 5 Sterne  ☆


…………………….


Liebe Grüße,

Jeanette.

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Cover des Buches Scham (ISBN: 9783552059764)
ReadAndTravels avatar

Rezension zu "Scham" von Inès Bayard

Nicht ganz so groß wie erhofft
ReadAndTravelvor 2 Monaten

Maries Leben ist perfekt. Sie ist jung und erfolgreich, ihr Mann ist Anwalt, jetzt wollen die beiden ein Kind. Da passiert das Unfassbare. Marie wird von ihrem Chef auf dem Heimweg brutal vergewaltigt. Und er setzt sie so unter Druck, dass sie niemandem, nicht einmal ihrem Mann, davon erzählt. Die junge französische Autorin Inès Bayard lässt in ihrem eindrucksvollen Debütroman keinen Zweifel: an dem, was geschehen ist, und daran, dass Marie keine Schuld trifft. Und doch müssen wir zusehen, wie Marie der Moment, in dem sie noch Hilfe suchen könnte, entgleitet, wie sie vom Opfer zur Täterin wird …

Ich habe vor Ewigkeiten dieses Buch auf Youtube gesehen und dachte, dass es eines dieser Bücher sein könnte, an die man sich ewig erinnert und die einen komplett mitreißt, weil die Story so krass und real ist. Leider war es das nicht ganz. Das Buch und der Schreibstil war auf jeden Fall krass und das was dieser Frau passiert, wünscht man niemanden. Die Autorin wählt wahre und ehrliche Worte. Trotzdem konnte mich das Buch nicht soo krass mitnehmen, obwohl das Buch so viel Grausamkeit enthält. Leider habe ich während des Lesens eher eine Antipathie gegen die Protagonist entwickelt, was ich sehr schade finde. Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne. 

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Cover des Buches Scham (ISBN: 9783552059764)
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Rezension zu "Scham" von Inès Bayard

Scham von Inès Bayard
3lesendemaedelsvor einem Jahr

Das Gesicht liegt im Teller mit dem vergifteten Apfelmus, der kleine tote Körper zusammengesackt auf dem Hochstuhl. Die Mutter daneben, aufrecht sitzend, keine Gewissensbisse, sondern Entschlossenheit im toten Gesicht. Was trieb Marie zur entsetzlichen Tat? Monate vorher führt sie ein harmonisches Leben. Laurent ein perfekter Ehemann, ihre Arbeit in einer Bank interessant und abwechslungsreich. Zum Glück fehlt nun ein Baby. Marie steigt arglos zu ihrem Chef ins Auto und wird von ihm brutal vergewaltigt. Anstatt sich zu offenbaren, versucht sie ihr Leben weiterzuleben. Am nächsten Tag schläft sie mit Laurent. Sie gibt sich ihm hin, lässt ihren Körper benutzen, obwohl sie wund ist an Leib und Seele. Drei Wochen später bestätigt ein Test, dass sie ein Kind erwartet. Ihr Mann und ihr Umfeld freuen sich, doch sie nicht, denn sie ahnt, es ist die Folge ihrer Vergewaltigung. Sie hasst es, was fortan mit ihrem Körper geschieht und das Kind, Thomas, zur Welt zu bringen. Sie schweigt weiter. Sie interessiert sind nur für ihren Sohn, wenn sie sich ihren Mutterpflichten entziehen kann.
Das Ende des Jahres bescherte mir noch ein Highlight. So direkt und brutal geschrieben, dass es oft kaum zu ertragen war und mich unfassbar wütend machte. Denn niemand aus ihrem Umfeld erkennt ihre psychische Notlage. Marie schweigt aus Scham und über das Verbrechen eines alten, weißen und mächtigen Mannes wird kein Richterspruch gefällt.

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