Ina Jung

 4.3 Sterne bei 19 Bewertungen

Alle Bücher von Ina Jung

Neue Rezensionen zu Ina Jung

Neu
GothicQueens avatar

Rezension zu "Der Fall Peggy" von Ina Jung

Der Fall Peggy
GothicQueenvor 2 Jahren

Unter „Der Fall Peggy (Die Geschichte eines Skandals)“ von Ina Jung und Christoph Lemmer habe ich mir mehr vorgestellt. Es kam mir eher wie eine Verschwörung gegen die Polizei und wie ein „Fan-Brief“ an Ulvi Kulac vor. Zugegeben: Die Verurteilung Ulvis war in vielerlei Hinsicht nicht ganz durchlässig. Es konnte nicht bewiesen werden, dass er Peggy wirklich umgebracht und verscharrt haben soll. Wer weiß, ob das jemals rauskommen wird, jetzt nachdem 15 Jahre Später Peggys Leiche endlich gefunden wurde. In diesem Buch wurde aber auch zu viel von anderen Fällen gesprochen. Und ich habe mich die ganze Zeit während dem Lesen gefragt: Wer sind denn diese Autoren, die Einsicht in die Personalakte bekommen haben? Warum gerade dieses Autorenteam? Das Buch hat für mich irgendwie nur den Eindruck erweckt, als wäre es nur ein Zweck zum Geld machen. Viel mehr Infos gab es nicht. Es wirkte eher wie eine Aneinanderreihung von Zeitungsartikeln, gespickt mit „Backgroundinfos“, die sich als Geschwätz der Leute mit Insiderwissen entpuppt hat. Gut fand ich jedoch, dass das Buch nochmal eine Zusammenfassung des Geschehens darstellte. Aber es war mir definitiv zu parteiisch. Sowas sollte neutral verfasst werden. Sonst könnte man es ja auch umbenennen in irgendwas mit Ulvi Kulac, statt den Name Peggy Knoblochs im Titel zu haben. Der Schreibstil war jedenfalls ganz gut. Man konnte das Buch in einem Rutsch lesen. Ich werde es leider an dieser Stelle nicht weiter empfehlen, da ich es selbst nicht nochmal lesen würde. 

Kommentieren0
0
Teilen
Buecherspiegels avatar

Rezension zu "Der Fall Peggy" von Ina Jung

justizirrtum bayern?
Buecherspiegelvor 5 Jahren

So wie auch schon im Fall Gustl Mollath, wird auch hier wieder ein Prozess neu aufgerollt. Was Ina Jung und Christoph Lemmer zusammengetragen haben, klingt schon fast unglaublich. Und jedes mal, wenn man denkt, nun ist aber doch alles gesagt in diesem Fall, da kommt auf der anschließenden Seite wieder nur noch mehr nicht fassbares. Was politischer Druck anrichten kann, sehen wir hier wieder, im Falle der verschwundenen Peggy Knobloch und dem dafür lebenslänglich Verurteilten und in die Psychiatrie eingewiesenen Ulvi Kulac.

Dabei schreiben die Autoren im ruhigem Stil über die Ereignisse und Abläufe die in dem kleinen Ort Lichtenberg nun schon vor fast genau 13 Jahren geschehen ist.Nach und nach kommen Dinge ans Tageslicht, die uns verzweifeln lassen, was da geschehen ist und warum. Und lassen Zweifel aufkommen an dem System zwischen Richtern und Staatsanwälten in Bayern. Justitia ist hier nicht blind, dieses Gefühl lässt einen nicht mehr los.

Den Autoren ist es zu verdanken, dass keine Polemik aufkommt, die sachlichen Töne überwiegen und wenn überhaupt nur sehr feine Ironie und Sarkasmus anklingen. Im Jahr 2001 kam es bei deutschlandweit 160 Fällen zu einer Aufhebung des Urteils. Wie sich das in den Folgejahren entwickelt hat, geht leider nicht klar hervor. Und über den Vater von Ulvi Kolac wurde nicht gerade viel berichtet, obwohl er eine wichtigen Rolle in diesem Fall darstellt.

Es macht Fassungslos, dass, wenn die Polizei tatsächlich davon wusste, dass kinderpornografische Fotos von Peggy bei einem der Verdächtigen vorhanden waren, dem nicht in entsprechender Weise nachgegangen wurde. So mussten erst die eigenen Kinder des Verdächtigen leiden, bis endlich eingeschritten worden ist. Ob und in welcher Hinsicht, dieser mit dem Verschwinden von Peggy zu tun hat, wird nun hoffentlich im neuen Verfahren aufgeklärt.

Kommentieren0
2
Teilen
Traenenherzs avatar

Rezension zu "Der Fall Peggy" von Ina Jung

[Rezension] "Der Fall Peggy" von Ina Jung und Christoph Lemmer.
Traenenherzvor 5 Jahren

Covergestaltung:
Auf dem Cover sieht man ein Bild von Peggy, wie es Jahre lang durch die Medien ging, es ist schwarz blau gehalten, und die Schrift von Titel und Autorennamen ist weiß.

Meine Meinung:
Seit dem Verschwinden der kleinen Peggy habe ich mich mit ihrem Fall beschäftigt, immer mal geschaut ob es aktuelle Neuigkeiten gibt, und dann war die Verhandlung gegen Ulvi K., der ein Geständnis abgelegt hatte, und es später widerrufen.

Nach dem Lesen dieses Buches, welches für mich daher zur Pflichtlektüre zählt, wird mir einiges klarer, die Gedanken der beiden Journalisten sind absolut nachvollziehbar. Wieviel Arbeit mag es wohl gekostet haben die Polizeiakten durchgearbeitet zu haben? Wieviel Kraft muss es gekostet haben, die Lichtenberger Bürger nochmal zum Reden zu bringen?

Das Buch ist absolut nachvollziehbar und flüssig geschrieben.

In den Nachrichten wurde bekannt, dass der Verdächtige der Journalisten jetzt noch einmal unter die Luppe genommen wird, zumal er selbst schon angeklagt ist und eine einschlägige Strafe absitzt.

Die Reaktion der Mutter bei Stern-TV war für mich alles andere als nachvollziehbar. Sehr seltsam. Sie will von alledem nichts mitbekommen haben. Das macht mich einfach nur traurig, aber so ist es ja leider mehr als oft. (25.09.2013)

Mein Fazit:
Wen das Schicksal der kleinen Peggy interessiert, und den Fall verfolgt, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.

Für mich hat das Buch auf jeden Fall 5 Sterne verdient, allein schon wegen dieser akribischen Arbeit durch die ganzen Akten.

Kommentieren0
15
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 25 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks