Ina Kloppmann Anders

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Inhaltsangabe zu „Anders“ von Ina Kloppmann

Zwei Obdachlose werden von einer Gruppe Jugendlicher brutal überfallen, die bei der Tat unter Drogeneinfluss gestanden hatten. Einer der beiden Obdachlosen stirbt nach dem Überfall und der andere, der aus Berlin stammende Icke wird schwer verletzt. Hauptkommissar Werner bittet den Sozialpädagogen Oliver Hoffmann Icke zu helfen. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft der beiden ungleichen Männer entwickelt sich bald eine herzliche Freundschaft. Die Jugendlichen, die den Überfall begangen hatten, rutschen immer tiefer in die Kriminalität ab...

Der schwule Oliver Hoffmann ist der Patenonkel von Saskia, eine der Protagonisten aus dem Debütroman der Autorin Bereue Hannover Krimi. Seit der fünften Klasse ist er mit Saskias Mutter Lea, einer lebenslustigen Mittfünfzigerin befreundet. Nicht nur die beiden, auch Saskia und ihre beste Freundin Judy, verleihen diesem spannenden Krimi eine unterhaltsame und amüsante Note.

Auszug aus einem Interview mit der Autorin Ina Kloppmann:
Der Inhalt meiner Bücher spiegelt das wahre Leben wider, mit all seinen emotionalen, erschreckenden aber auch unterhaltsamen und manchmal kuriosen Details. Es gibt zum Teil auch einen realen Hintergrund, den ich in meine Geschichten einfließen lasse, aber verfremde und dabei meiner Fantasie freien Lauf lasse.
In meinem Debütroman Bereue beginnt die Lebensgeschichte einer Patchwork-Familie, die sich in meinen nachfolgenden Büchern fortsetzt. Da aber in jedem Teil aus der Reihe Familie Schmidtke und Co. ein in sich abgeschlossener Kriminalfall eingebettet wurde, in die Familienmitglieder mit hineingezogen wurden, kann man alle Bücher auch ohne Weiteres unabhängig voneinander lesen.

Bücher aus der Reihe Familie Schmidtke und Co:
Band 1: Bereue Regionalkrimi
Band 2: Anders Regionalkrimi
Band 1 und 2 als Doppelausgabe: Bereue und Anders Krimi two Go
Band 3: HassLiebe Krimi für Frauen

Konnte mich weder stilistisch noch inhaltlich überzeugen. Schade, denn der Grundgedanke war gut!

— leseninchen

Hier sieht man sehr deutlich, wie schnell die Jugend an Drogen geraten und was es für Folgen hat.

— Bluesky_13

ANDERS Anders sein. Anders leben. Anders lieben. Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch ist etwas Besonderes.

— Cornelia_Ruoff

leiser Krimi mit verschiedenen Handlungssträngen - gewaltig!

— MargareteRosen

ANDERS - im wahrsten Sinne des Wortes! :-)

— romi89

Mehr als ein Krimi!

— mabuerele

Leider mehr Roman als Krimi!

— Stups

Ein Krimi mit Spannung und Humor.. Bin gespannt wie es mit den sympatischen Immobilienmaklerinnen weitergeht

— Nicci_Boox

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  • Rezension zum Buch „Anders“ von Ina Kloppmann

    Anders

    leseninchen

    14. November 2017 um 16:25

    „Anders sein. Anders leben. Anders lieben. Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch ist etwas Besonderes.“ Mit diesen Worten steigt Ina Kloppmann in ihren Hannover-Krimi ein, in dem Menschen im Mittelpunkt stehen, die sich von der breiten Masse abheben. Und auch dieses Buch, das der zweite Teil der Reihe „Familie Schmidtke & Co“ ist, 2014 veröffentlicht wurde und durch eine Buchverlosung seinen Weg zu mir fand, hebt sich von der Masse ab – in meinen Augen aber leider nicht unbedingt im positiven Sinn.  Inhalt – Worum geht es? Zwei Obdachlose – Icke und sein Kumpel Horst – werden an den Kiesteichen Hannovers Opfer eines schrecklichen Verbrechens: Eine Gruppe Jugendlicher zündet Horst an, der daraufhin ums Leben kommt, und schlägt Icke so zusammen, dass er schwere Verletzungen davonträgt. Hauptkommissar Werner ermittelt in dem Fall und bittet den Sozialpädagogen Oliver, sich um Icke zu kümmern. Dieser sagt zu, ohne zu wissen, dass er dadurch selbst in den Fall verstrickt wird. Persönliche Beurteilung Der Prolog hat mir gut gefallen, er war realistisch beschrieben, die Angst der Opfer kam sehr gut rüber und es war sofort spannend. In den ersten Kapiteln war dann leider erstmal die Luft raus, weil das eigentliche Verbrechen, über das im Prolog geschrieben wurde, noch nicht geschehen war. Stattdessen wurden erstmal alle mehr oder weniger wichtigen Personen vorgestellt: Der schwule Sozialpädagoge Oliver, seine beste Freundin Lea, deren Tochter Saskia sowie ihre beste Freundin Judy und ihre jeweiligen Partner, der Obdachlose Icke und ein paar Jugendliche. Viele Charaktere kommen schon im Debütroman „Bereue“ vor, waren mir aber unbekannt, da ich das Erstlingswerk der Autorin nicht gelesen hatte. Als dann alle Personen eingeführt waren, war beinahe die Hälfte des Buches auch schon gelesen und erst dann kam es zu dem Überfall auf die beiden Obdachlosen. Bis dahin konnte ich leider keine Spannung spüren, die Charaktere blieben für mich trotz ausführlicher Beschreibung irgendwie farblos und unstimmig: So wirkte Oliver teilweise zum Beispiel wie ein Schwuler, der ganz dem Klischee entspricht, war aufgedreht, permanent am Witzeln und Sprüche klopfen – und dann wiederum, wenn er mit Icke sprach oder über seine Gefühle und Gedanken berichtet wurde, war von alldem kaum noch etwas zu merken. Bei den anderen Charakteren könnte ich jetzt keine besonderen Eigenschaften nennen, die sie irgendwie auszeichnen würden. Sie wurden alle als herzlich und witzig dargestellt, aber prägende Merkmale, die ihnen das gewisse Etwas verleihen, haben mir einfach gefehlt. Auch nach dem Überfall auf die beiden Obdachlosen Icke und Horst blieb die Spannung aus. Als Leser wird man in diesem Krimi sofort eingeweiht, wer – zumindest höchstwahrscheinlich – für die Tat verantwortlich war und das bestätigt sich dann auch am Ende. Selbst die Umstände, die zu der Tat geführt haben, sind eigentlich mehr oder weniger klar. Der Kommissar tappt zwar im Dunkeln, aber das trägt nicht dazu bei, die Spannung zu erhöhen. Stattdessen scheint die Autorin immer wieder in ellenlange Dialoge abzuschweifen, die gar nicht zur Handlung beitragen, sondern stattdessen zum Beispiel von der „schlimmen Jugend von heute“ erzählen, die nur noch am Smartphone oder Computer hängt und zum Spielen nicht mehr rausgeht. Mir war beim Lesen leider schleierhaft, was das mit der Handlung zu tun haben sollte.  Die Autorin schreibt über sich und ihre Bücher: „Polizeiarbeit spielt in meinen Büchern eine wichtige, aber untergeordnete Rolle, stattdessen werden die Hintergründe analysiert und auf eine erschreckend realistische Art und Weise beschrieben, warum Täter, die meist aus einem bürgerlichen Umfeld kommen, plötzlich zu Kriminellen werden und wie schnell man selbst zum Opfer werden kann.“ Das klingt in meinen Ohren eigentlich gut, denn ich mag Bücher, in denen ich als Leserin einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele erhalte. Allerdings konnte ich in diesem Buch auch keine Stelle finden, in der „auf eine erschreckend realistische Art und Weise beschrieben“ wurde, „warum Täter, die meist aus einem bürgerlichen Umfeld kommen, plötzlich zu Kriminellen werden“. Beschrieben wurde zwar, warum einer der Jugendlichen zum Täter wurde und das sogar zweimal. Die ganze Handlung wurde zum Schluss nämlich nochmal auf ein paar Seiten wiederholt, was ich ziemlich unnötig fand, da man alles schon vom Beginn des Buches wusste. Aber eben diese Beschreibung erfolgte meiner Meinung nach keineswegs auf erschreckende Weise, sondern eher nüchtern dahinplätschernd und nicht wirklich überzeugend. In dem gesamten Buch, das sich auf 200 Seiten erstreckt, passiert eigentlich nicht viel. Vom Überfall auf die Obdachlosen wusste ich schon aus dem Klappentext und auch danach gab es kaum eine echte Handlung, sondern hauptsächlich ellenlange Dialoge. Diese Dialoge wurden fast vollständig im Dialekt geschrieben, was den Lesefluss für mich sehr beeinträchtigt hat. Ein bisschen Dialekt ist okay und lässt das Buch authentisch wirken, aber mir war es hier einfach zu viel des Guten, da ich auch oft über Wörter, die ich gar nicht kannte gestolpert bin oder Witze aufgrund des Dialekts nicht verstehen konnte. Sehr störend für den Lesefluss war meines Erachtens nach auch, dass das Buch viele orthografische Fehler enthält. Ich bin bestimmt niemand, der sich über ein oder zwei Rechtschreibfehler aufregt. Wenn sich aber offensichtliche Fehler so aneinanderreihen, wie in diesem Buch, muss ich das einfach erwähnen. So war die Groß- und Kleinschreibung sehr oft fehlerhaft, zum Beispiel „Wir werden sie finden, das Versprechen wir dir“ und häufig fehlten bei Fragen am Ende die Fragezeichen, stattdessen wurden einfach Punkte gesetzt. Auch mit der Zusammen- und Getrenntschreibung von Wörtern scheint die Autorin Schwierigkeiten zu haben: „Sie waren Vorort“ statt „Sie waren vor Ort“ – Dieser Fehler ist mir sogar mehrfach aufgefallen.  Sogenannte Deppen-Leerzeichen waren ebenfalls häufig zu finden. Die Adverben raus, rüber und runter wurden immer mit `geschrieben, also:  `raus, `rüber und `runter, was auch nicht dudenkonform ist. Die Zeichensetzung war häufig nicht korrekt – teilweise waren Kommas an Stellen gesetzt, wo gar keine hingehörten, teilweise wurden Kommas aber auch weggelassen. Dazu kommen inhaltliche / logische Fehler. All das hätte einem Lektor oder Korrekturleser eigentlich auffallen müssen! Leider hat das meinen Lesefluss zusätzlich gestört.  Fazit Insgesamt konnte mich „Anders“ von Ina Kloppmann leider nicht überzeugen. Ich habe mich für eine Bewertung mit zwei von fünf Sternen entschieden. Die zwei Sterne gebe ich für den gelungenen Prolog und die grundsätzlich gute Idee, Menschen, die anders sind, in der Geschichte in den Vordergrund zu stellen. Leider besteht bei der Umsetzung in meinen Augen noch Nachbesserungsbedarf. Mir hat einfach von Anfang bis Ende die Spannung gefehlt. Sicher wäre das Leservergnügen für mich besser gewesen, wenn die Autorin nicht sofort verraten hätte, wer für die Tat verantwortlich war, sondern ich gemeinsam mit dem Kommissar und Oliver eine Weile im Dunkeln getappt wäre. Aber so war das Buch leider absolut vorhersehbar, weshalb ich keine Weiterempfehlung geben kann. 

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    • 5
  • Buchverlosung zu "Hassliebe" von Ina Kloppmann

    Hassliebe

    InaKloppmann

    Buchverlosung: Insgesamt neun handsignierte Exemplare aus der Serie „Familie Schmidtke & Co.“ zu gewinnen: 3x „Bereue“ 3x „Anders“ 3x  „Hassliebe“ / Krimi für Frauen Autorin Ina Kloppmann (Versand nur innerhalb Deutschlands) Um an der Verlosung teilzunehmen, braucht ihr mir nur nachfolgende Fragen zu beantworten: 1.Kurz vor der Hochzeit deiner besten Freundin erfährst du, dass ihr Ehemann  ‚in spe‘ sie betrogen hat. Wie bringst du es ihr bei oder behältst  du es lieber für dich? Sie haben ein gemeinsames Kind und du bist mit beiden gut befreundet…  2. Wurdest du schon einmal von einem Mann betrogen und hast dich an ihm gerächt bzw. wie würdest du dich am liebsten an ihm rächen?  Fremdgehen ist ein absolutes „No Go“ innerhalb einer Beziehung. Die psychischen Verletzungen, die jemand den man liebt einem zugefügt hat, heilen nur langsam. In der Fantasie werden alle Möglichkeiten durchgespielt, welchen Denkzettel man einem Fremdgeher verpassen könnte, um ihm eine Lektion fürs Leben zu erteilen. Betroffene Frauen haben sich da ja schon so einiges einfallen lassen: Reifen zerstochen, seine Lieblingsklamotten in Streifen geschnitten, seine persönlichen Sachen aus dem Fenster geworfen…. Was würde dir so alles einfallen, wenn du persönlich betroffen wärst? Es ist nur ein Gedankenspiel :-) 3.Deine beste Freundin hat bereits erfahren, dass ihr Liebster sie betrogen hat. Du organisierst mit den anderen Mädels aus eurer Clique einen Kurzurlaub, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Wo fahrt ihr hin und was unternehmt ihr, um sie aufzumuntern? Neun von euch können eins meiner o.g. Bücher gewinnen, ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten :-) Liebe Grüße Ina (Mit der Teilnahme an der Verlosung erklärt du dich damit einverstanden, dass ich eure Kommentare ggf. zukünftig in meinen neuen Büchern verwenden darf)    

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    • 85
  • Man muss auch Obdachlose achten!

    Anders

    Bluesky_13

    MEINE MEINUNG Dieses Buch ist sehr dramatisch und das sieht man schon bei den ersten paar Seiten. Es wird etwas ruhiger, als man von Lea und ihrem besten Freund Oliver liest. Auch die Tochter bringt etwas Ruhe in die Geschichte. Doch dann erfahren wir von Lukas und hier beginnt die Aggression. Hier sieht man sehr deutlich, wie schnell Jugendliche einen Grund finden, um zu trinken oder Drogen zu nehmen. Es ist Frust, Arbeitslosigkeit und Liebeskummer. Lukas, der gerade mal 18 Jahre alt ist, ist von all dem betroffen. Die Autorin hat hier eine außergewöhnliche Art, diese Geschichte zu erzählen. Es ist ein Krimi und die Sache ist auch äußerst brutal und grausam, doch der Autorin gelingt es auch, hier etwas Humor mit einfließen zu lassen. Die Erzählweise der Autorin ist so locker und dadurch liest sich die Geschichte sehr fließend. Dieses Thema, das die Autorin hier behandelt ist uns leider nicht fremd. Zu häufig ist es schon passiert, das man Menschen einfach so angegriffen hat. Auch an den Obdachlosen hat man sich schon vergangen. Das sind genauso Menschen wie du und ich, nur das die das Schicksal härter getroffen hat. Man darf Obdachlose nicht verurteilen. Ich fand dieses Buch sehr, sehr interessant und auch spannend. Es ist ein außergewöhnlicher Schreibstil und der ist mir durchaus 5 Sterne wert. Viele Menschen schauen bei diesem Thema weg oder helfen auch Menschen nicht, die bedroht werden. Schade eigentlich. Eure Bluesky_13 Rosi

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    • 2
  • Ein Krimi der anderen Art

    Bereue

    bensia1985

    Darum geht´s:Judy und Saskia sind nicht nur beste Freundinnen, sondern auch gemeinsam mit ihrer Immobilienfirma erfolgreich. Als Maren sie beauftragt ihre Villa und die Eigentumswohnung zu verkaufen, ahnen sie noch nicht, was es damit auf sich haben könnte. Maren wusste schon lange, dass ihr Mann sie betrügt, aber dass er nun mit einer anderen Frau das geschafft hat, was sie niemals mit ihm haben wird, bringt sie zur Weißglut. Ein gemeinsames Kind war schon immer ein Traum.Meine Meinung:Auch wenn es manchmal schwer war, dem Verlauf der Geschichte zu folgen, war es für mich eine neue Art von Krimi, da sich hier mehr um die Hintergründe des Täters gekümmert wurde als um die stupide Aufklärung des Falls. Durch die Mitprotagonisten Judy und Saskia hat man einen schönen Blick als Betrachter auf das ganze Geschehen und spürte wie sich die Geschichte so langsam hochschaukelt.Fazit: Toller Krimi mit leichten Schwächen, aber mal wieder ganz anders als das was man sonst kennt.

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    • 2
  • ANDERS Anders sein. Anders leben. Anders lieben... S. 5

    Anders

    Cornelia_Ruoff

    Anders - Hannover Krimi von Ina Kloppmann 1. Klappentext Der ursprünglich aus Berlin stammende Obdachlose Icke und sein Kumpel Horst, genannt „Hotte“, werden an Hannovers Kiesteichen überfallen. Hotte kommt auf grausame Weise ums Leben und Icke wird schwer verletzt. Die beiden Männer waren Opfer einer zufälligen Begegnung mit ein paar Jugendlichen, die zu dem Zeitpunkt der Tat unter Drogeneinfluss standen. Anfangs wollten sie „die Penner nur ein bisschen aufmischen“, aber die Stimmung wurde durch den achtzehnjährigen Lukas so aufgeheizt, bis es schließlich eskalierte. Er war offensichtlich der Treibende und die jüngeren Freunde machten nur mit, weil er es so wollte und sie nicht als Loser dastehen wollten. Der Sozialpädagoge Oliver Hoffmann betreut außerhalb seiner Praxis ehrenamtlich Menschen, die am Abgrund unserer Gesellschaft leben. Als ihn Hauptkommissar Werner, dem dieser Fall übertragen wurde, darum bittet, sich um Icke zu kümmern, sagt Oliver Hoffmann spontan zu. Er ahnt nicht, wie weit er dadurch in den Fall verstrickt wird. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, lebte Icke zunächst in einer betreuten Wohngemeinschaft, gemeinsam mit anderen Obdachlosen. Nach einer weiteren Konfrontation mit ein paar anderen Jugendlichen, die aber glimpflich ausgegangen war, zieht Icke zu Oliver Hoffmann. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft entwickelt sich bald eine herzliche Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Männern, die, aufgrund ihrer Lebensweise, immer wieder auf Vorurteile in der Gesellschaft stießen. Der schwule Oliver Hoffmann ist der Patenonkel von Saskia, eine der Protagonisten aus dem Debütroman der Autorin „Bereue Hannover Krimi“. Seit der fünften Klasse ist er mit Saskias Mutter Lea, einer lebenslustigen Mittfünfzigerin befreundet. Auch Saskias beste Freundin Judy und deren Freunde Thomas und Claus tragen wieder mit dazu bei, diesem spannenden Krimi eine unterhaltsame und amüsante Note zu verleihen. 2. Zum Inhalt Leider ist der Sachverhalt aus der Realität gegriffen. „Knapp ein halbes Jahr nachdem ein schlafender Obdachloser in einem Berliner U-Bahnhof angezündet wurde, ist der Haupttäter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Berliner Landgericht ließ in seinem Schuldspruch den Vorwurf des versuchten Mordes fallen und verhängte die Strafe gegen den 21-Jährigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Die Mitangeklagten zwischen 16 und 19 Jahren bekamen acht Monate Haft auf Bewährung bzw. vier Wochen Arrest und müssen gemeinnützige Arbeit leisten.“ (nachzulesen unter Zeit online news/2017-06/13/)Ina Kloppmann greift in ihrem Hannover Krimi Anders ein aktuelles Thema auf. Es geht der Autorin dabei weniger um die kriminaltechnische Ermittlungsarbeit, sondern um die Menschen. Im Visier stehen die Täter, die Opfer, aber auch die betroffenen Kriminalbeamten, Sozialarbeiter, Eltern, Freunde und sonstigen Angehörigen.Eine abscheuliche Tat sicherlich. Aber was veranlasst junge Menschen dazu? Es handelt sich hierbei ja nicht um einen Einzeltäter, sondern um eine Gruppe. Es herrscht ein Gruppenzwang oder eine Gruppendynamik. Wir sind mehrere. Wir sind stark! Jugendliche, die mit dem Erwachsenwerden beschäftig sind. Sie müssen mit Misserfolgen umgehen. Sie finden keine Lehrstelle. Das Leben erscheint ihnen perspektivlos.Die Opferwahl ist nicht zufällig. Ein Obdachloser trägt den Makel der Erfolglosigkeit. Er gilt als asozial, als Alkoholiker, dreckig und als Bodensatz der Gesellschaft. Aber wie schnell kann man auf so ein Gleis geraten? Misserfolg, Verlust eines geliebten Menschen, durch Tod oder auch durch Scheidung, kann ein Leben ganz schön durcheinanderwerfen. Eine falsche berufliche oder finanzielle Entscheidung kann auch weitreichend die Lebenführung beeinträchtigen.Die Autorin beleuchtet leichtfüßig und empathisch die Umstände, die hinter dieser Tat stecken. Sie wertet die Menschen nicht, sondern beschreibt deren Leben.4/5 Punkten 3. Protagonisten Ich möchte mich hier auf drei Charaktere beschränken: Der 18jährige Lukas verfügt über ein hohes Gewaltpotential. Er weist psychopathische Züge auf. Ihm fehlt Empathie, soziale Verantwortung und er ist gewissenlos. Er manipuliert die jüngeren Jugendlichen, die mit ihm abhängen.Olli ist ein toller Charakter. Er ist homosexuell und fühlt sich damit wohl. Dennoch ist ihm bewusst, einer Minderheit anzugehören, die oftmals Anfeindungen ausgesetzt ist. Olli fühlt mit und besitzt eine hohe emotionale Intelligenz, die ihn sehr sympathisch macht. Er ist ein bisschen der gute Ritter, der bei Obdachlosigkeit, Liebeskummer und Weltschmerz hilft. Meine Lieblingsfigur!Der obdachlose Icke ist ein guter Mensch, der viel einstecken musste und dem es den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Er hat viel verloren, aber nicht seine Menschlichkeit und sein moralisches Empfinden. 4/5 Punkten 4. Sprachliche Gestaltung Es lässt sich leicht lesen. Ina Kloppmann gelingt es, den Schreibstil trotz des schwierigen Themas, flott und zügig beizubehalten. Sie weckt Interesse und zeigt die Probleme ohne den erhobenen Zeigefinger auf, so dass der Leser ein eigenes Urteil bilden kann.4/5 Punkten 5. Cover und äußere Erscheinung „Anders Hannover Krimi“ von Ina Kloppmann hat 208 Seiten, einen flexiblen Einband und ist am 11.03.2016 unter der ISBN 9783738648607 bei Books on Demand im Genre, Krimi und Thriller, erschienen. Der Preis beträgt 9,50 € (als eBook 2,99€).Auf dem Umschlag ist ein Mann in Jeans und T-Shirt auf dunklem Hintergrund abgebildet. Ich habe mir Icke darunter vorgestellt. Gefällt mir gut, weil Icke nicht ganz deutlich ist und im Schatten steht. So wie auch im Leben. 4/5 Punkten 6. Fazit Das Buch gefällt mir sehr gut, weil die Autorin die menschliche Seite beleuchtet. Also ein etwas anderer Krimi. Am besten gefällt mir S. 5:ANDERSAnders sein. Anders leben. Anders lieben.Jeder Mensch ist anders.Jeder Mensch ist etwas Besonderes.Keine anderen Worte hätten das Buch exakter zusammenfassen können. Es ist ein Hoch auf die Toleranz.Trotz des abscheulichen Geschehens, macht es Spaß das Buch zu lesen, weil es wirklich unterhaltsam ist.Der Leser sieht, dass Fremdes oft den Schrecken verliert, wenn man es kennen lernt und aus dem Obdachlosen, der an der Ecke bettelt, wird ein armer Mensch, der ein schweres Schicksal trägt und unser Mitgefühl verdient.@Ina Kloppmann. Vielen Dank für das schöne Rezensionsexemplar mit Widmung! Ich vergebe insgesamt 4/5 Punkten.

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    • 2
  • Jugend-Gewalt gegen Penner

    Anders

    MargareteRosen

    10. July 2017 um 20:46

    Wow, der Covertext verspricht nicht zu viel. Auch hat die Autorin in der Verlosungsrunde schon darauf hingewiesen, dass dieser Krimi eben etwas anders ist.Mich haben die einzelnen Handlungsstränge fasziniert. Die Geschichte konnte mich von Anfang an mitnehmen und hat mich bis zum Schluß überzeugt.Ich habe Hintergrundwissen über Verhaltensschemata bekommen. Wie schnell kann doch Gewalt gegen Wehrlose eskalieren und was steckt beim Täter dahinter. Überzeugend und absolut neutral wurde hier erzählt. Die Autorin verherrlicht bzw. verteufelt nicht, obwohl es eine teufliche Tat war.Besonders haben mir alle Familienmitglieder und Freunde rund um den Sozialpädagogen Oliver gefallen. Sympatisch und sehr menschlich :-)Das Buch ist absolut kurzweilig. Ich konnte es erst aus den Händen legen, als ich die Geschichte ganz gelesen hatte. Also nach einer durchlesenen Nacht. ZUm Glück gibt es noch Wochenenden :-)Es ist ein sehr warmherziger und doch realistischer Krimi, wie aus dem Leben geschrieben! Bestimmt werde ich noch mehr von Ina Kloppmann lesen. Danke an sie für das gewonnene Rezi-Exemplar.

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    • 2
  • Jugend-Gewalt gegen Penner

    Anders

    MargareteRosen

    10. July 2017 um 18:40

    Wow, der Covertext verspricht nicht zu viel. Auch hat die Autorin in der Verlosungsrunde schon darauf hingewiesen, dass dieser Krimi eben etwas anders ist.Mich haben die einzelnen Handlungsstränge fasziniert. Die Geschichte konnte mich von Anfang an mitnehmen und hat mich bis zum Schluß überzeugt.Ich habe Hintergrundwissen über Verhaltensschemata bekommen. Wie schnell kann doch Gewalt gegen Wehrlose eskalieren und was steckt beim Täter dahinter. Überzeugend und absolut neutral wurde hier erzählt. Die Autorin verherrlicht bzw. verteufelt nicht, obwohl es eine teufliche Tat war.Besonders haben mir alle Familienmitglieder und Freunde rund um den Sozialpädagogen Oliver gefallen. Sympatisch und sehr menschlich :-)Das Buch ist absolut kurzweilig. Ich konnte es erst aus den Händen legen, als ich die Geschichte ganz gelesen hatte. Also nach einer durchlesenen Nacht. ZUm Glück gibt es noch Wochenenden :-)Es ist ein sehr warmherziger und doch realistischer Krimi, wie aus dem Leben geschrieben! Bestimmt werde ich noch mehr von Ina Kloppmann lesen. Danke an sie für das gewonnene Rezi-Exemplar.

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    • 2
  • ANDERS - im wahrsten Sinne des Wortes! :-)

    Anders

    romi89

    04. July 2017 um 09:15

    Dieser Krimi ist ANDERS!Definitiv!Es ist ein spannendes Thema, welches der Krimi behandelt...Jugendliche Straftäter, Drogen, Obdachlosigkeit.Mehr möchte ich gar nicht verraten zum Inhalt.Es ist auf jeden Fall mehr als ein Krimi!Persönliche Schicksale, Humor und Werte spielen eine ebenso große Rolle wie die "Starftat" an sich.Wer eine sture Darstellung von Ermittlungstätigkeit erwartet, den wird das Buch enttäuschen - zumal es für den Leser keine großen Rätsel gibt, die es zu lösen gilt.Wer offen für das " Drumherum" ist, dem wird es sehr gefallen - wie mir auch!Die Protagonisten sind klar und gut nachvollziehbar dargestellt. Man kann sich wunderbar in ihre persönlichen Umstände hineinversetzen.Besonders sympatisch waren mir Icke und Oliver.Das Buch liest sich einfach super!Einzig das Cover spricht mich leider so gar nicht an... - Ich hätte vielleicht eine Hand, die ein Handy hält gewählt oder irgendetwas symbolisches für die Geschichte.Es ist eine Story wie aus der Realität gegriffen - einer harten Großstadtrealität!...UND: absolut lesenswert!

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    • 2
  • Anders - Ein Krimi, der anders ist

    Anders

    nellsche

    28. June 2017 um 08:14

    Eine Gruppe Jugendlicher überfällt zwei Obdachlose und misshandelt sie so stark, dass einer der beiden stirbt. Der aus Berlin stammende Icke überlebt die Tat schwer verletzt. Der Sozialpädagoge Oliver Hartmann soll sich um Icke kümmern. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine besondere Freundschaft. Die jugendlichen Täter rutschen derweil immer weiter in die Kriminalität ab.Der Schreibstil ist leicht verständlich, so dass die ca. 200 Seiten sehr fix gelesen sind.Dieser Krimi ist tatsächlich „anders“, denn hier steht nicht die Ermittlungsarbeit der Polizei im Vordergrund. Die Autorin legt ihr Augenmerk auf die Umstände, die bei den Jugendlichen zur Tat geführt haben und wie sie sich danach weiter verhielten. Ebenso auch auf das Leben von Icke nach dieser schrecklichen Tat, wie er sein Leben fortführte und wie er neue Freunde fand. Auf die soziale Randgruppe „Obdachlose“ geht die Autorin warmherzig ein.Icke, der mir mit seinem Berliner Akzent sehr gut gefiel, wurde wunderbar beschrieben. Es wird aufgezeigt, welche Schicksalsschläge er erleiden musste, durch die er auf der Straße landete. Icke ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen, ein toller Charakter.Den Sozialpädagogen Oliver fand ich ebenfalls toll beschrieben. Er ist total lebensfroh und hilfsbereit und hat für seine Freunde stets ein offenes Ohr. Die Freundschaft, die sich zwischen ihm und Icke entwickelte, war sehr schön zu lesen.Auch die Freunde von Oliver spielen eine Rolle und man nimmt an ihren Leben teil. Irgendwann gehört dann auch Icke wie selbstverständlich zu diesem Kreis.Gelungen fand ich den Einblick in die Gruppe der Jugendlichen und deren soziale Hintergründe. Der Anführer Lukas beeinflusst die anderen so stark, dass diese sich nicht gegen ihn wehren können. Dazu trägt bei, dass sie alle unter Drogeneinfluss stehen. Der Gruppenzwang, der letztlich zu der schrecklichen Tat führt, wird deutlich gemacht. Erschreckend fand ich, dass Lukas die Einsicht fehlte, dass die Tat grausam und falsch war.Ein Krimi, der sich mit Randgruppen der Gesellschaft beschäftigt und Verständnis für diese schafft. Ich fand das Buch lesenswert und vergebe vier Sterne.

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    • 2
  • Ein etwas anderer Krimi

    Anders

    Pucki60

    17. June 2017 um 17:29

    Zwei Obdachlose sind von vier Jugendlichen überfallen worden. Das Buch beginnt damit, das der eine verbrennt und der andere zwischen Leben und tot schwebt. Icke überlebt und der Sozialarbeiter Oliver Hartmann betreut ihn nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wird. Oliver ist schwul und fühlt sich wie obdachloser Icke nicht unbedingt von allen akzeptiert.Oliver ist mit Lea befreundet, die gerade von ihrem Freund verlassen wurde und von Oliver getröstet werden muss. Leas Tochter Saskia und ihre Freundin werden von einem Bekannten gebeten, für ihn eine Wohnung zu renovieren. Erst nach und nach stellt sich heraus, was dies mit dem Überfall zutun hat. Die polizeilichen Ermittlungen zur Aufklärung des Überfalls und Verhaftung der vier Täter stehen bei diesem Buch nicht im Vordergrund. Sie sind von Anfang an bekannt und man erfährt, wie es zu der Tat gekommen ist. Einer ist die treibende Kraft und die anderen lassen sich unter Drogeneinfluss mitreißen. Dabei kommt es zu einer wirklich fürchterlichen tat. Sehr schön ist hier auch der soziale Hintergrund der Täter geschildert. Ickes Lebensgeschichte wird erzählt und warum er jetzt als Obdachloser lebt. Dabei lernt man ihn aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen und versteht, warum er so geworden ist.Das Buch beschäftigt sich mit einer Randgruppe der Gesellschaft, den Obdachlosen und versucht Verständnis für diese zu vermitteln. Ich finde, das ist gut gelungen. Schon der Titel sagt, das die Geschichte anders ist. Es ist kein einfacher Krimi, sondern erläutert, wie es zu der Tat gekommen ist und berichtet über eine Randgruppe der Gesellschaft in sehr gefühlvoller Weise. Mir hat das Buch gut gefallen und kann es weiterempfehlen.

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    • 2
  • "Anders" - ein etwas anderer, aber spannender Regionalkrimi

    Anders

    grit0707

    14. June 2017 um 12:35

    Klappentext:Zwei Obdachlose werden von einer Gruppe Jugendlicher brutal überfallen, die bei der Tat unter Drogeneinfluss gestanden hatten. Einer der beiden Obdachlosen stirbt nach dem Überfall und der andere, der aus Berlin stammende Icke wird schwer verletzt. Hauptkommissar Werner bittet den Sozialpädagogen Oliver Hoffmann Icke zu helfen. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft der beiden ungleichen Männer entwickelt sich bald eine herzliche Freundschaft. Die Jugendlichen, die den Überfall begangen hatten, rutschen immer tiefer in die Kriminalität ab...Der schwule Oliver Hoffmann ist der Patenonkel von Saskia, eine der Protagonisten aus dem Debütroman der Autorin Bereue Hannover Krimi. Seit der fünften Klasse ist er mit Saskias Mutter Lea, einer lebenslustigen Mittfünfzigerin befreundet. Nicht nur die beiden, auch Saskia und ihre beste Freundin Judy, verleihen diesem spannenden Krimi eine unterhaltsame und amüsante Note.Meine Meinung:Da ich gerne mal einen Regionalkrimi lese und Hannover gut kenne, wollte ich dieses Buch gerne lesen. Im Prolog wird auch gleich klar, dass es sich um eine erschreckende Tat durch Jugendliche an Obdachlosen handelt. Der Einstieg fällt leicht und man lernt die Protagonisten am Anfang kennen, so dass man schon etwas aus ihrem Leben erfährt. Der Schreibstil ist flüssig und so liest sich das 208 Seiten-Buch einfach so weg. Mir hat besonders gefallen, dass die Autorin sich Randgruppen annimmt und wie es immer noch zu Ausschreitungen gegen diese kommt. Daher rüttelt dieses Buch auch an Vorurteilen und appelliert an Toleranz und Verständnis gegenüber jedem Menschen. Mein Fazit:Mir hat dieser Krimi gut gefallen. Ich fand mich in Hannover wieder und habe an dem Leben der Protagonisten teilgenommen. Es ist zwar nicht ein Krimi in der gewohnten Weise, aber mir hat es gefallen, dass man etwas über die Menschen erfährt und es auch den einen oder anderen Rückblick in die Vergangenheit gibt. Einen Stern ziehe ich ab, da es einige Wiederholungen gab, die aus meiner Sicht überflüssig waren. Ansonsten ist das Buch eine Leseempfehlung. 

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    • 2
  • Tiefgründige Geschichte

    Anders

    mabuerele

    13. June 2017 um 21:03

    „...Du bist eine Koryphäe in deinem Beruf und das wissen deine Arbeitgeber genau… Du beweist ihnen aber immer wieder, dass JEDER eine Chance verdient hat, weil du das Talent hast, alle Menschen als Individuen zu betrachten und sie auch so behandelst...“ Der Prolog beginnt heftig. Icke wird zusammengeschlagen. Dann lerne ich Lea und ihre Tochter Saskia sowie deren Geschäftspartnerin Judy kennen. Leas Freund hat sich von ihr getrennt. Oliver, Sozialpädagoge und ebenfalls mit Lea befreundet, kommt, um sie zu trösten. Judy und Saskia sind Immobilienmakler. Auf sie wartet ein neuer Auftrag. Jugendliche haben sich mit kleine Pillen, auf denen ein Mercedesstern zu sehen ist, in Stimmung gebracht. Nun suchen sie ein Opfer für ihren Frust. Am Flussufer treffen sie auf Hotte und Icke, zwei Obdachlose, und lassen ihre Wut an ihnen aus. Hotte stirbt, Icke kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Der Fall landet bei Hauptkommissar Werner. Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Im Mittelpunkt stehen weniger die Ermittlungen, mehr die Einblicke in die Psyche der Protagonisten. Die Personen werden gut charakterisiert. Eine besondere Rolle spielt Oliver, der sich nach dem Krankenhausaufenthalt um Icke kümmern. Obiges Zitat beschreibt Oliver sehr genau. Hinzu kommt, dass Oliver immer eine offenes Ohr für seine Freunde hat, einen feinen Humor besitzt und wegen seiner Homosexualität auch dunkle Zeiten erlebt hat. Die eigentlichen Ermittlungen gehen nur langsam voran. Zwar geraten einige Jugendliche schnell in den Fokus der Kriminalisten, doch ihnen ist nichts nachzuweisen. Sie schweigen. Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Besonders gut gefallen haben mir die fein herausgearbeiteten Dialoge. Hier beherrscht die Autorin sehr gut den Umgang mit Worten und Stimmungen. Bei einem der Gespräche zwischen Lea und Oliver wirkt er als Tröster und bemüht sich deshalb um ein lockerleichtes Gespräch, denn Lea wurde gerade von ihrem Freund verlassen. Ganz anders wirkt ein späteres Gespräch. Es ist für mich einer der stilistischen und inhaltlichen Höhepunkte der Geschichte. Hier geht es darum, wie sich das Verhalten und die Interessen der Jugendlichen verändert haben und wo die Gefahren der neuen Technik liegen. Die Gespräche des maßgeblichen Täters dagegen strotzen von Frust und dem Mangel an Empathie. Bei einem weiteren Jugendlichen wird die innere Zerrissenheit deutlich hervorgehoben. Er ist Befehlsempfänger, will dazu gehören und begreift zu spät, was er gemacht hat. Dann kann er sich aus den Verstrickungen nicht mehr lösen. Dass ihnen weit größere Gefahren als die Verhaftung durch die Polizei drohen, ahnen Die Jugendlichen nicht im Entferntesten. Da zu Olivers Freundeskreis auch Saskia und Judy mit ihren Freunde gehören, darf ich als Leser Einblicke in ihr Leben nehmen. Das lockert das sonst ernste Thema auf. Am Beispiel von Icke wird deutlich, wie Schicksalsschläge einen Mann auf die Straße führen können. Eines bleibt ihm aber – seine Erinnerungen. Seine kleine Tochter ist für ihn immer gegenwärtig. Das zeigt sich schon im Prolog. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung zeigt, dass jedem Mensch seine persönliche Würde zukommt. Keiner hat das Recht, seinen Frust an einem Schwächeren auszulassen.

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  • Buchverlosung zu "Anders" von Ina Kloppmann

    Anders

    InaKloppmann

    Buchverlosung: 10 handsignierte Exemplare „Anders“ von Ina Kloppmann zu gewinnen! (Versand nur innerhalb Deutschlands)   Im Februar hatte ich 5 Exemplare meines Debütromans „Bereue“ verlost und war über die große Resonanz total begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele ‚in den Los-Topf gesprungen‘ sind, also lege ich bei meinem zweiten Buch aus der Serie noch einmal fünf Bücher drauf. Leseprobe: Zwei Obdachlose werden von einer Gruppe Jugendlicher brutal überfallen, die bei der Tat unter Drogeneinfluss gestanden hatten. Einer der beiden Obdachlosen stirbt nach dem Überfall und der andere, der aus Berlin stammende Icke wird schwer verletzt. Hauptkommissar Werner bittet den Sozialpädagogen Oliver Hoffmann Icke zu helfen. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft der beiden ungleichen Männer entwickelt sich bald eine herzliche Freundschaft. Die Jugendlichen, die den Überfall begangen hatten, rutschen immer tiefer in die Kriminalität ab... Der schwule Oliver Hoffmann ist der Patenonkel von Saskia, eine der Protagonisten aus meinem Debütroman „Bereue Hannover Krimi“. Seit der fünften Klasse ist er mit Saskias Mutter Lea, einer lebenslustigen Mittfünfzigerin befreundet. „Nicht nur die beiden, auch Saskia und ihre beste Freundin Judy, verleihen diesem spannenden Krimi eine unterhaltsame und amüsante Note.“  Bist du ein Fan von Regionalkrimis? Dann liest du bei mir genau richtig! Sind meine Kriminalromane eher etwas für Frauen? Nicht unbedingt, findet es am besten selbst heraus. Diesmal geht es um Menschen, die „anders“ sind und unter den Vorurteilen einiger Leute zu leiden haben, die eine andere Lebensform nicht akzeptieren können/wollen. Die Hauptakteure sind wie in all meinen Romanen nicht die Kommissare, so wie in den meisten Krimis, sondern eigentlich ganz normale Menschen die aus dargestellten Gründen zu Tätern wurden. „Bereue“ wurde im November 2016 noch einmal als überarbeitete Neuauflage veröffentlicht. Die Geschichte einiger der Protagonisten daraus setzt sich in meinen Büchern fort, obwohl sie in sich abgeschlossen sind. So wie auch in „Anders“ und bei meinem dritten Krimi, der voraussichtlich im Juli 2017 veröffentlicht werden kann. Seit Januar 2017 gibt es übrigens meine beiden ersten Bücher auch als Doppelausgabe: „Bereue & Anders Krimi two Go“. Wenn dich die oben genannten Kriterien ansprechen, würde ich mich über deine Teilnahme an meiner Buchverlosung freuen, zehn von euch können mein Buch „Anders“ (208 Seiten) gewinnen. Ein an-/abschließendes Feedback wäre schön.  Liebe Grüße  Ina

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  • Roman mit Kriminote

    Anders

    Stups

    04. June 2017 um 12:24

    Der Prolog des Buches hat es in sich, das Verbrechen ist sehr heftig. Die Tat ist nicht ohne, aber so ähnlich leider auch in der Realität immer wieder geschehen.Den Beginn des Buches fand ich gut gemacht. Hier werden die wichtigsten Personen vorgestellt. Was machen sie beruflich, wie gestaltet sich ihr Privat- und auch das Berufsleben. Welche verwandtschaftlichen Beziehungen bestehen, seit wann bestehen die Freundschaften, etc.Als es dann mit dem Krimi so richtig losging, waren für mich zu viele psychologische Fakten und Erklärungen eingebaut, welche sich leider auch immer wieder wiederholten. Auch störte es mich, das Olli immer wieder auf die Problematik seines Schwulseins zu sprechen kam. Ich denke, doch dass es in einer Großstadt wie Hannover nichts Außergewöhnliches ist und Anfeindungen gibt es wohl überall. Dabei gerät nicht nur die Homosexualität in Beschuss, sondern auch das Aussehen, Hautfarbe, Glaubensrichtung, Nationalität .... Jeder muss lernen sich so zu akzeptieren wie er ist und dann seinen Platz in der Gesellschaft und Freundeskreis finden.Leider fanden für mich zudem zu wenige Ermittlungsarbeiten statt. Die beiden Kommissar wirkten auf mich eher wie wichtige Nebendarsteller, aber leider eben nicht mehr. Am Ende wurde dann - gefühlt - das ganze Buch noch einmal in Kurzfassung erzählt, was mich zum "Fluglesen" veranlasste.Ich denke das Thema und auch das Verbrechen hätte besser verarbeitet werden können. Auf mich wirkte es nicht wie ein Krimi, sondern wie ein Roman, bei dem ein Verbrechen vorkam. Daher gibt es von mir nur drei Sterne, weil meine "Krimi"-Erwartungen nicht erfüllt wurden.

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  • Rezension zu "Anders"

    Anders

    ElkeK

    27. October 2016 um 06:20

    Inhaltsangabe: Oliver, seit der fünften Klasse mit Lea befreundet, betreut den Obdachlosen Icke, der bei einem Überfall von einer paar unter Drogen stehenden Jugendlichen überfallen wird. Seit Freund Horst überlebt diesen nicht, dabei gibt es keinerlei Verbindung zwischen den Tätern und Opfern. Während die Polizei die Jugendlichen suchen, kann Oliver seinem neuen Freund große Hilfe geben. Doch das Leben eines Obdachlosen ist Icke schon zu sehr eingebrannt, dass er für sich nichts anderes mehr vorstellen kann. Mein Fazit: Dies ist der zweite Krimi aus dieser Reihe. Durch den Vorgänger-Band und den Bezug zu Hannover, meiner neuen Heimatstadt, war ich sehr neugierig, wie sich mir die zweite Arbeit präsentierte. Und tatsächlich gibt es durchaus Verbesserungen. Die Erzählweise ist nicht mehr so ausschweifend und es bezieht sich mehr auf das Wesentliche. In diesem Teil steht der Jugendliche Lucas im Blickpunkt, der mit seiner Gang in einem Moment unter Drogeneinfluss einen Obdachlosen attackiert – grundlos und brutal. Einzig seine Wut über sein bisher verpatztes Leben hat ihn zu dieser Tat getrieben. Dieser Teil ist der Autorin sehr gut gelungen und es kam authentisch bei mir an. Immer wieder gibt es Berichte in den Medien, wo Jugendliche mit sinnloser Gewalt völlig unbescholtene Bürger attackieren und ihre Wut -worauf auch immer- dort auslassen. Saskia und Judy, die zwei Frauen aus dem ersten Teil, erscheinen natürlich auch wieder in dieser Geschichte, allerdings sind die Schnittpunkte mit dem Mordfall eher mager. Daher war es für mich nicht so besonders spannend, diesen Teil zu lesen. Den Kritikpunkt mit den Ermittlern und den nicht vorhandenen Hintergrunds muss ich leider auch dieses Mal wieder anbringen. Die Ermittler haben viel zu wenig Raum bekommen – ich habe schlichtweg gar nichts über sie erfahren, was ich sehr schade finde. Insgesamt gefällt mir der zweite Teil besser aufgrund der strafferen Erzähl-Struktur, allerdings kommt auch dieser nicht über drei Sterne hinaus. Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

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