Ina Knobloch

 3.8 Sterne bei 26 Bewertungen
Autorin von Farina - Der Duft von Köln, Der Duftmacher und weiteren Büchern.
Ina Knobloch

Lebenslauf von Ina Knobloch

Dr.Ina Knobloch, Autorin und Regisseurin Ina Knobloch wurde 1963 in Karlsruhe geboren und wuchs in Frankfurt auf. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada studierte sie in Frankfurt Biologie. Das Studium wurde ihr durch verschiedene Stipendien ermöglicht, vor allem die Auslandsaufenthalte in Basel, Paris und Costa Rica. Nebenbei spielte sie Theater und nahm Sprechunterricht. Auf das Studium folgte die Promotion in Botanik, ebenfalls in Frankfurt, Paris und Costa Rica. Das tropische Land hat ihre Leidenschaft für Natur, Abenteuer und Schreiben weckte, 1989 erschien ihr erstes Buch über Costa Rica im Hildebrand-Verlag. Neben Studium und Promotion fing sie an für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, wie FAZ und Stern über wissenschaftliche Themen zu berichten. Die journalistische Ader wurde nach der Promotion zum Hauptberuf und führte sie über den Hörfunk zum Fernsehen, gefördert von der Robert Bosch Stiftung für Wissenschaftsjournalismus. Bereits 1989 produzierte und realisierte sie ihren ersten langen Film über Costa Rica, dem zahlreiche weitere Filme und Reportagen aus Deutschland und aller Welt folgten, wie die ARD-Reihe „Deutschlands wilde Tiere“ oder die HR/3SAT-Reihe „Expedition ins Pflanzenreich“ oder der ARTE-Reihe „Geschichten um eine Pflanze“ oder „Bauern in Europa“ Teile der ZDF-Reihe „Jäger verlorener Schätze“, sowie Themenabende und Einzelfeature. Doch die Beiträge ließen ihr nicht genug Raum zum Erzählen und sie fing wieder an Bücher und auch Spielfilmdrehbücher (z.B.Gzimek) zu schreiben. Nach „Costa Rica“ (Hildebrand) Rosenduft und Blütenzauber“ (Fischer/Scherz) und „Das Geheimnis der Schatzinsel“ (Mare) war „Der Duftmacher“ (Piper/Pendo) ihr Debutroman. Zahlreiche Vorträge im In- und Ausland auf Kreuzfahrtschiffen und Lesereisen kommen hinzu. In Filmen bereitet sie die Hintergründe ihrer Literatur auf, wie „Das Parfum – Die wahre Geschichte“ (Dokudrama ZDF/ARTE 2014) oder „Das Geheimnis der Schatzinsel“ (SWR/ARTE). In ihrer aktuellen 5-teiligen ARTE Sendereihe „Wipfelglück“ hat sie ihr eigenes Abenteuer auf der Suche dem Glück in den Bäumen in den Bäumen aufbereitet. Der Serie über Baumhäuser in der Welt und dem Baum ihres eigenen in Costa Rica folgt in Kürze eine 10-teilige Serie (Mein Traum von Baumhaus), ein Bauch dazu ist in Vorbereitung. Und die Düfte, die in ihr Baumhaus von dem umgebenden Parfümpflanzen wehen, haben sie auch für ihre Farina-Trilogie inspiriert. Nach „Farina – Der Parfümeur von Köln“ erschien jetzt „Farina – Der Duft von Köln“ , beide im Emons-Verlag.

Alle Bücher von Ina Knobloch

Farina - Der Duft von Köln

Farina - Der Duft von Köln

 (12)
Erschienen am 19.10.2016
Der Duftmacher

Der Duftmacher

 (8)
Erschienen am 01.03.2012
Baumhaus mit Faultier

Baumhaus mit Faultier

 (3)
Erschienen am 10.08.2018
Rosenduft und Blütenzauber

Rosenduft und Blütenzauber

 (2)
Erschienen am 11.03.2008
Das Geheimnis der Schatzinsel

Das Geheimnis der Schatzinsel

 (1)
Erschienen am 24.02.2009

Neue Rezensionen zu Ina Knobloch

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Baumhaus mit Faultier" von Ina Knobloch

‚Die Costa Ricaner gehören zu den glücklichsten und freundlichsten Menschen der Erde.‘ (Seite 110)
sabatayn76vor 3 Monaten

Ina Knobloch hat schon als Kind von einem Baumhaus im Urwald geträumt, und als sie 1987 zum ersten Mal nach Costa Rica reist, rückt sie ihrem Traum Stück für Stück näher.

Drei Jahrzehnte lang kommt sie immer wieder nach Costa Rica, wo sie sich schließlich ein Grundstück kauft und eines Tages tatsächlich hoch in den Gipfeln der Urwaldbäume wohnt.

In ‚Baumhaus mit Faultier‘ erzählt die promovierte Biologin Knobloch von Yamswurz und Dschungel, Panamericana und Erdbeben, Pazifik und Karibik, Militärameisen und Meeresschildkröten, Esoterik und Mondholz, Aguti und Todesäpfelchen, Faultier und Guapinol-Frucht, Tukan und Kolibri, Korallenotter und Pfeilgiftfröschen, Tapiren und schwarzem Panther und natürlich von ihrem Baumhaus und anderen Baumhäusern.

Ich habe selbst noch nie von einem Leben im Baumhaus geträumt, was vor allem daran liegen mag, dass ich nicht ganz schwindelfrei bin und mich auf festem Boden einfach am wohlsten fühle. Als ich allerdings das Buch aufgeschlagen, vom großen Traum der Autorin gelesen und die Fotos von Baumhäusern betrachtet habe, da habe ich auch Lust auf ein solches Leben bekommen, da hat mich die Abenteuerlust gepackt, und da habe ich zu träumen begonnen.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, und die Autorin versteht es nicht nur, dem Leser das Leben im Regenwald nahezubringen, die Laute der Tiere zu hören und die Blüten zu riechen, sondern sie schafft es häufig auch, den Leser mit ihrer Faszination anzustecken.

Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch nicht vollends mitreißen konnte, was einerseits an der unstrukturierten Erzählweise liegen mag: Die Autorin springt zwischen verschiedenen Reisen und Zeitpunkten hin und her, und ich fand das bisweilen zu unruhig und zu wenig stringent erzählt. Andererseits ist es auch so, dass die Autorin eher unemotional erzählt, so dass sich das Buch bisweilen etwas zäh liest und eher wie eine trockene Abhandlung statt wie ein packendes Herzensprojekt wirkt. Der beste Beweis dafür, dass dem Buch irgendetwas fehlt, war die Tatsache, dass ich als schnelle Leserin eine gefühlte Ewigkeit an dem Buch gelesen habe, obwohl ich das Thema so spannend und die Schilderungen Knoblochs meistens auch sehr interessant fand.

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Flohs avatar

Rezension zu "Baumhaus mit Faultier" von Ina Knobloch

Viel Baumhaus, wenig Faultier...
Flohvor 4 Monaten

Seit ich vor vielen Jahren eine Reportage über ein Faultierwaisenhaus in Costa Rica im Fernsehen gesehen habe, lassen mich die Bilder dieser atemberaubenden Natur, dem Ökosystem und natürlich das einzigartige Wesen der gemütlichen Faultiere nicht mehr los. „Baumhaus mit Faultier – Wie ich mir meinen Lebenstraum in Costa Rica erfüllte“ von Autorin Ina Knobloch schien wie für mich und meine Faszination geschrieben worden zu sein. Ein Buch, eine Biografie, ein Bericht, wie er von mir gelesen werden wollte. Dieses Buch wollte ich einfach kennenlernen… Doch leider konnte dieses Buch, welches ich so gern lieben wollte, mich nicht in allen Punkten überzeugen.
Erschienen im Ullstein Verlag / extra


Die Inhaltsangabe des Verlages:
„Wie ich mir meinen Lebenstraum in Costa Rica erfüllte…
"Ich weiß nicht, ob es Tarzan, Jane oder Mogli war, wodurch ich als Kind mit dem Dschungel- und Baumhausfieber infiziert wurde. Ich war jedenfalls noch sehr jung. Ansonsten eher die Prinzessin auf der Erbse kletterte ich wie ein Affe an allen Turnstangen und –seilen hoch, bezwang Bäume wie eine Katze und vermisste schon als kleines Kind einen Urwald und ein Baumhaus."
Die Biologin und Filmemacherin Dr. Ina Knobloch reiste durch die ganze Welt, um sich Inspirationen für ihr Baumhaus zu holen. In jahrelanger Forschung lernte sie die artenreichsten Lebensräume der Erde kennen. Und nach 30 Jahren erfüllt sie sich endlich ihren Lebenstraum: Ein eigenes Baumhaus in Costa Rica - auf einem Grundstück, auf dem sie 1987 selbst die Bäume gepflanzt hatte. Ina Knobloch will der Welt den Regenwald näher bringen und setzt sich gleichzeitig für seinen Schutz ein. Ein Weg voller Hürden und Rückschlägen, aber auch einmaliger Begegnungen und großartiger Abenteuer.“

Meinung:
Ich bin sehr bewegt und auch gerührt. Ich bewundere den Mut und auch die Stärke der Autorin, auch ihre Klarheit und ihren Langmut, den beschwerlichen Weg durchzuziehen, um ihren persönlichen Lebenstraum von einem Baumhaus in Costa Rica an einer von ihr ganz speziell auserwählten Stelle zu verwirklichen. Ina Knobloch schildert offen, klar, erklärend, sachlich und überaus informierend, ihre 30 Jahre Planung bis hin zum großen Bauprojekt und deren Fertigstellung. Sogar erste Stürme und Erdbeben hat ihr ganz persönliches Baumhaus bereits standgehalten. Dafür brauchte es so viel. Viel Erfahrung, viele Recherchen, viele helfende Hände, viel Rücksicht, viel Geduld, viel Akribie, Spontaneität, Herzblut, Überzeugung, Wissen, Fortschritt und Kompromissbereitschaft. Ina Knobloch hat ihren Weg zum Ziel erklärt und nahezu 30 Jahre recherchiert und geplant. Vom Wachstum ihrer ersten Saat, ihres ersten Ablegers, ihrer vielen Reisen zu beinahe allen Baumhäusern dieser Welt, ihren Konsultationen verschiedener Architekten und Naturmenschen. Ina Knobloch lässt Ökosystem und Nachhaltigkeit regieren, was ihr Steine in den Weg legt, aber auch ein gutes Gefühl beschert, das richtige zu tun. Egoismus ist hier definitiv der falsche Berater. Dies scheint aber auch von Natur aus die Philosophie und Einstellung der Autorin zu sein. Verbunden mit der Natur, im Einklang mit den Elementen und mit Blick auf die Wunder der Welt. Flora und Fauna im Zentrum des Handelns. Schön.

Leider fehlte mir in dieser biografischen Darstellung ihres Lebenstraums die Passion, ihr Herzblut, die Überzeugung, ihre Leidenschaft, ihren unbeugbaren Wunsch das zu tun und zu verwirklichen, was sie tat. Beim Lesen Ina Knoblochs Schilderungen und Berichte geht es sehr sachlich, faktisch, architektisch, wissenschaftlich, forschend und theoretisch und praktisch zu. Es fehlt an Empathie, Gefühl, Überzeugung, Wunsch, Sehnsucht, Leidenschaft, Herzlichkeit und Passion. Das Buch liest sich eher trocken, würde ich sagen. Ich habe kaum mit Ina Knobloch mitempfunden und auch all die Versuche, die Schönheit und Einzigartigkeit des Urwaldes zu beschreiben kaum nachvollziehen können. Das hat die Autorin in diesem Buch für meinen Geschmack leider nicht geschafft. Ich habe weder mit ihr gebangt, gefeiert, geträumt, gefühlt noch bewusst miterlebt, was all die 30 Jahre Lebenstraum ausmachten. Auch als das Baumhaus dann endlich fertiggestellt war, konnte ich kaum echte Freude beim Lesen miterleben. Das Buch hat mir persönlich leider nicht die fühlende Hand gereicht. Es reichte lediglich um mir Wissen anzueignen, Fakten zu erfahren und sehr sehr viel über Baumhäuser und dessen Architektur zu erfahren. Ich erlebte im Buch demnach viel Baumhaus aber sehr sehr wenig Faultier. Schade. Wirklich schade. Meinen Erwartungen wurde dieser Roman nicht gerecht. Die großen Gefühle, die es hätte geben müssen, bei diesem Bauvorhaben in der weiten Ferne, auch zu dem Land, der Natur, den Lebensräumen und den Tieren. Ihre Faszination, ihre Ambition und ihr Wunsch den atemberaubenden Urwald und dem Ökosystem nahe zu sein, wird leider in ihren Schilderungen kaum greifbar.

Autorin Ina Knobloch stürzt sich in ihrer autobiografischen Darstellung eines Sachbuchs und Abenteuerromans aber auch nicht nur auf die überwiegend theoretische, praktische und sachliche Ebene ein Baumhaus im Dschungel zu errichten, sie betritt vorsichtig auch die mahnende oder belehrende Ebene, sie will Zugang schaffen, den Lesern die Augen öffnen und sich mitteilen, wie wichtig der Erhalt der Natur ist. Was Monokultur und Raubbau anrichten und was der Kontext aus alldem werden wird…

Größter Kritikpunkt:
Sehr schade finde ich, dass dieses Buch nicht wie ein Herzenswunsch wirkt, der sich tatsächlich nach knapp 30 Jahren für die Autorin erfüllt hat. Ich sehe kaum Bilder vor mir, auch wenn es Fotos gibt (auf denen lacht die Autorin leider nie wirklich…. Warum?... naja…..), das Buch überzeugt nicht wirklich durch seine Herzensangelegenheit und wirkt keinesfalls wie die Erfüllung eines Lebenstraums. Eher wie ein Planvorhaben und steiniger Umsetzungsbericht.

Die Autorin (vom Verlag übernommen):
"Dr. Ina Knobloch, geboren 1963 in Karlsruhe, ist promovierte Biologin, lebt als Filmproduzentin und freie Autorin in Frankfurt am Main und Costa Rica. 1989 gründete sie den Tropenschutzverein Tropicaverde und widmete sich dann ganz dem Naturschutz, dem Filmen und Schreiben. Mehr als 100 Dokumentationen und Fernsehbeiträge produzierte und moderierte sie u.a. für ARD, ZDF und arte in den letzten 30 Jahren. Darüber hinaus schreibt sie Romane, Sachbücher und Artikel für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften."

Das Cover:
Das Cover ist einfach toll. Das Faultier hätte jedoch gern eine Hauptrolle bekommen dürfen, auch wenn es im Buche eher die Komparsenrolle besitzt. Gern hätte ich die Autorin richtig freudig Lachen sehen. Ich vermisse das echte Lachen einer glücklichen und überzeugten Baumhaus-Bauherrin.

Fazit:
Bei diesem Buch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken, wenn man neben Sachkenntnis und Theorie auch Leidenschaft, Herzblut und Verbundenheit erwartet. Auch wenn mich persönlich dieses Buch nicht freudig stimmen konnte, so lobe ich, dass Ina Knobloch mit diesem Buchprojekt jedoch einen wichtigen Beitrag geleistet hat, indem sie diese Biografie / Lebensabschnittsgeschichte veröffentlicht und zeigt, dass das höchste Gut der Menschheit die Freiheit und die Natur ist. Leider nur 3 Sterne von mir.

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Caillean79s avatar

Rezension zu "Baumhaus mit Faultier" von Ina Knobloch

Geschichten von ganz weit oben
Caillean79vor 4 Monaten

Geschichten von ganz weit oben

Wer würde nicht gern so leben? In einem Haus mit und mitten in der Natur. Wo einem morgens die Faultiere gaaanz langsam eine Klaue entgegenstrecken, einem der Duft von Frangipani-Blüten schon beim Aufstehen um die Nase weht, Leguane zwischen den Ästen hocken und der Wecker aufgrund von Brüllaffen vollkommen überflüssig ist. Okay, letzteres wäre für mich ein Problem.

Es ist schon unheimlich interessant, was Ina Knobloch von ihrem Leben in Costa Rica zu berichten hat. Als Biologin kennt sie sich aus mit Flora und Fauna, und das merkt man ihrem Buch auch an. Neben Tier- und Pflanzenwelt geht es aber vor allem darum, wie sie ihren Traum, ein Baumhaus in Costa Rica zu bauen und darin zu leben, verwirklicht hat. Es werden unheimlich viele Beispiele für Baumhäuser oder Baumhaushotels – auch in Europa – genannt und beschrieben. Sie trifft Bauherren, mit denen sie sich beraten hat oder Inspiration für ihr eigenes Haus gesucht hat. Man kann diese auch alle googeln und ich war erstaunt, wie viele solcher eigenwilliger Bauten es gibt – sei es als Privatdomizil oder als Heim auf Zeit für Touristen.

Das Buch hat also meinen Horizont auf jeden Fall erweitert und der Bildteil des Buches rundet die Geschichte ab, denn so bekommt man einen noch besseren Eindruck von den Häusern, aber auch von der Tier- und Pflanzenwelt Costa Ricas.

Mit einer Sache allerdings bin ich schlecht klargekommen: die vielen zeitlichen Brüche innerhalb des Buches. Ina Knobloch erzählt ja von diversen Reisen, die sie innerhalb von 30 Jahren nach Costa Rica und zu Baumhausbesitzern unternommen hat. Und oftmals kommt sie auf frühere Aufenthalte zu sprechen – mitten im Kapitel und ohne weitere Abgrenzung. Genau so schnell ist sie dann manchmal wieder beim „aktuellen“ Thema und man muss mitunter ganz schön überlegen, um das einordnen zu können. Zumal auch frühere Reisen nicht chronologisch angesprochen werden. Hier wäre aus meiner Sicht eine bessere Abgrenzung (z. B. Zwischenüberschrift mit Jahreszahl) hilfreich gewesen. So war ich ab und zu ganz schön verwirrt. Denn es gibt zwar viele Zwischenüberschriften, aber diese grenzen nicht wirklich klar ab – zumindest nicht so, wie ich es gebraucht hätte.

Trotzdem fand ich das Buch lesenswert und freue mich, dass ich meinen Wissensschatz wieder ein wenig erweitern konnte.

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Gespräche aus der Community

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treehousegirls avatar
Nichts ist, was Gift ist, allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist (Paracelsus, 16.Jhd.)
Jedes Kind lernt, dass einige Pflanzen sehr giftig sind, aber kaum einer kennt die heilende Wirkung dieser Pflanzen bei richtiger Dosierung. Bis vor gut 100 Jahren wurden fast alle Medikamente/Heilmittel aus Pflanzen hergestellt und zu Giovanni Maria Farinas Zeit waren die Aqua Mirabilis - die Wunderwasser - sowohl Heilmittel als auch Parfüm. Besonders wirksame und seltene Substanzen waren sehr begehrt und teuer, einige Betrüger hatten sich daher auf das Fälschen edler Substanzen spezialisiert, was oft kaum einer bemerkte. Aber Giovannis Nase entging nichts, so dass er manchen Scharlatan entlarvte und sich selbst in Schwierigkeiten brachte........

Das Buch:

Der zweite Teil der Trilogie über den größten Parfümeur aller Zeiten, nach der wahren Geschichte von Johann Maria Farina, der Patrick Süskind bereits zu seinem Roman „Das Parfüm“ inspirierte und dessen Duft die Welt im 18.Jahrhundert revolutionierte. Johann Maria Farina kreiierte ein völlig neuartiges Parfüm, mit dem er berühmt wurde und mit dem er fast sämtliche Fürstenhäuser der damaligen Zeit belieferte. Das von ihm kreierte Parfüm „Eau de Cologne“ existiert noch heute und ist das älteste Parfüm auf dem Weltmarkt – mit dem auch heute noch zahlreiche Königshäuser beliefert werden. Seine Kundenliste liest sich wie das who is who des 18. und 19. Jahrhunderts.

In "Farina - Der Duft von Köln" feiert der Parfümeur zwar schon Erfolge und seine "Nase" ist berühmt, doch von dem Ruhm und dem Welterfolg, den er später einmal haben wird, ist er weit entfernt. Und den braucht er, um seine große Liebe, die sich durch eine bittere Intrige mit dem selbsternannten Graf Gondo vermählt hatte, dabei zu unterstützen von dem Grafen frei zu kommen. Stattdessen plagen ihn und seinen Bruder Geldsorgen und eine neue perfide Intrige wird um das Duft-Genie gesponnen. Und auch Antonia tappt erneut in eine Falle...........

Leseprobe

Farina – Die Jagd nach dem Jungbrunnen

1. Köln, Februar 1715
Der Bellejeck
Eine Kölner Narrenfigur aus dem Mittelalter, auch Schellennarr genannt, er war der Reimsprecher der Kölner Bauernbänke, die vor allem an Weiberfastnacht durch die Straßen von Köln zogen und närrische Kritik an der Obrigkeit hielten.
Giovanni roch das Unheil als er auf die Straße ging. Der Schnee schmolz unter der spätwinterlichen Sonne und vermischte sich mit dem Unrat der Gassen zu hässlich, braunem Matsch. Alles in allem kein Tag, um auf die Straße zu gehen. Hätte Giovanni auch nur ansatzweise geahnt, was auf ihn zukommen würde, wäre er ganz sicher im Haus geblieben und hätte sich in sein Labor verkrochen. Er hatte es zwar gerochen, doch der junge Mann mit der einzigartigen Nase, ging nicht so selbstsicher durch das Leben, wie es schien. Seine fast übernatürliche Gabe war ihm manchmal selbst unheimlich.
Es hätte doch absurd geklungen, wenn er seinem Bruder Baptist gesagt hätte, dass er das Haus nicht verließ, weil er Unheil riecht. Zumal er am Tag zuvor mir Baptist gerade noch darüber gestritten hatte, dass er persönlich gehen würde und keinen Boten schicken wollte. Jetzt, da er Teilhaber der „Fratelli Farina“ war, sollte er sich gefälligst Zeit für das Geschäft nehmen und nicht herum flanieren, hatte Baptist gewettert und süffisant hinzugefügt: „Jetzt kannst du deine Nase nicht mehr nur in die schönen Dinge des Lebens stecken! Vanitas, mein Lieber!“
Die Litanei ging noch weiter. Gerade jetzt an Karneval ständen die Leute Schlange – und zwar nicht für sein Wässerchen! Kurz: Baptist glaubte noch immer nicht so recht daran, dass Giovannis „Eau de Cologne“ das Geschäft der Farinas zum Erfolg führen würde. Obwohl genau das zu Weihnachten ja der Fall gewesen war. Dickköpfig, wie Giovanni auch sein konnte, hatte er durch den Disput erst recht darauf beharrt, persönlich den Boten zu spielen und konnte jetzt schlecht einen Rückzieher machen.
Und es war ausgerechnet Giovannis einflussreicher Freund Levallé, dem er versprochen hatte, persönlich eine Rosolie seines exquisiten Aqua Mirabilis vorbeizubringen. Levallé war nicht nur ein einflussreicher Freund, sondern fast Familie, schießlich war Giovanni Taufpate von Levallés ältestem Sohn. Daher gestand er Levallé auch einen Fauxpas zu: Giovanni hatte es eigentlich untersagt, dass sein edles Duftwasser weiterhin Aqua Mirabilis genannt wurde – viel zu beliebig, verwechselbar und keinesfall einzigartig. Nun war Levallé eben nicht nur ein Freund seit vielen Jahren, auch die Auftragsbücher waren nicht gerade voll. Ansonsten tat Giovanni tatsächlich, als ob er nicht wüsste, wovon die Leute redeten, wenn sie nach seinem Aqua Mirabilis fragten. Sein „Eau de Cologne“ war ein Parfum feinster Sorte, betonte er stets. Es war etwas völlig Neues, Musik für die Nase und sollte auf keinen Fall mit den unzähligen und oft miserablen Wunderwassern in einem Atemzug genannt werden.
Selbstverständlich war auch Giovannis „Eau de Cologne“ genießbar – hervorragend sogar – niemand konnte einen besseren Brand destillieren, als Giovanni, aber die Einzigartigkeit seines flüssigen Goldes war eine andere, eine ätherische. Es war ein ganz und gar den Körper einhüllendes, erfrischendes, belebendes Elixier, mit nichts Irdischem auf dieser Welt vergleichbar..............



Die Autorin:
Dr.Ina Knobloch wurde 1963 in Karlsruhe geboren und wuchs in Frankfurt auf. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada studierte sie in Frankfurt Biologie. Das Studium wurde ihr durch verschiedene Stipendien ermöglicht, vor allem die Auslandsaufenthalte in Basel, Paris und Costa Rica. Nebenbei spielte sie Theater und nahm Sprechunterricht. Auf das Studium folgte die Promotion in Botanik, ebenfalls in Frankfurt, Paris und Costa Rica. Das tropische Land hat ihre Leidenschaft für Natur, Abenteuer und Schreiben weckte, 1989 erschien ihr erstes Buch über Costa Rica im Hildebrand-Verlag.
Neben Studium und Promotion fing sie an für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, wie FAZ und Stern über wissenschaftliche Themen zu berichten. Die journalistische Ader wurde nach der Promotion zum Hauptberuf und führte sie über den Hörfunk zum Fernsehen, gefördert von der Robert Bosch Stiftung für Wissenschaftsjournalismus. Bereits 1989 produzierte und realisierte sie ihren ersten langen Film über Costa Rica, dem zahlreiche weitere Filme und Reportagen aus Deutschland und aller Welt folgten, wie die ARD-Reihe „Deutschlands wilde Tiere“ oder die HR/3SAT-Reihe „Expedition ins Pflanzenreich“ oder der ARTE-Reihe „Geschichten um eine Pflanze“ oder „Bauern in Europa“ Teile der ZDF-Reihe „Jäger verlorener Schätze“, sowie Themenabende und Einzelfeature. Doch die Beiträge ließen ihr nicht genug Raum zum Erzählen und sie fing wieder an Bücher und auch Spielfilmdrehbücher (z.B.Gzimek) zu schreiben. Nach „Costa Rica“ (Hildebrand) Rosenduft und Blütenzauber“ (Fischer/Scherz) und „Das Geheimnis der Schatzinsel“ (Mare) war „Der Duftmacher“ (Piper/Pendo) ihr Debutroman. Zahlreiche Vorträge im In- und Ausland auf Kreuzfahrtschiffen und Lesereisen kommen hinzu. In Filmen bereitet sie die Hintergründe ihrer Literatur auf, wie „Das Parfum – Die wahre Geschichte“ (Dokudrama ZDF/ARTE 2014) oder „Das Geheimnis der Schatzinsel“ (SWR/ARTE). In ihrer aktuellen 5-teiligen ARTE Sendereihe „Wipfelglück“ hat sie ihr eigenes Abenteuer auf der Suche dem Glück in den Bäumen in den Bäumen aufbereitet. Der Serie über Baumhäuser in der Welt und ihr eigenes Baumhaus in Costa Rica folgt jetzt (ab Sonntag 19.3.2017) eine 10-teilige Serie (Der Traum von Baumhaus) immer Sonntags auf Spiegel TV Wissen. Ein Buch dazu ist in Vorbereitung. Und die Düfte, die in ihr Baumhaus von dem umgebenden Parfümpflanzen wehen, haben sie auch für ihre Farina-Trilogie inspiriert. Nach „Farina – Der Parfümeur von Köln“ erschien jetzt „Farina – Der Duft von Köln“ , beide im Emons-Verlag.


Für die Leserunde vergibt der Emons-Verlag 15 Exemplare von "Farina - Der Duft von Köln".
Und das müsst Ihr tun, um dabei zu sein: Bewerbt Euch bis einschließlich 24.3.2017 und beantwortet folgende Frage:
Welche Frühlingsblume hat Giovanni schon als Kind verführt und inspiriert?


Ich freue mich auf Eure Antworten, Kommentare, Diskussionen und drücke ganz fest die Daumen!!!!
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Zusätzliche Informationen

Ina Knobloch wurde am 12. September 1963 in Karlsruhe (Deutschland) geboren.

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