Baumhaus mit Faultier

von Ina Knobloch 
3,3 Sterne bei3 Bewertungen
Baumhaus mit Faultier
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Bei diesem Buch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken, wenn man neben Sachkenntnis auch Leidenschaft erwartet.

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Inhaltsangabe zu "Baumhaus mit Faultier"

"Ich weiß nicht, ob es Tarzan, Jane oder Mogli war, wodurch ich als Kind mit dem Dschungel- und Baumhausfieber infiziert wurde. Ich war jedenfalls noch sehr jung. Ansonsten eher die Prinzessin auf der Erbse kletterte ich wie ein Affe an allen Turnstangen und –seilen hoch, bezwang Bäume wie eine Katze und vermisste schon als kleines Kind einen Urwald und ein Baumhaus."

Die Biologin und Filmemacherin Dr. Ina Knobloch reiste durch die ganze Welt, um sich Inspirationen für ihr Baumhaus zu holen. In jahrelanger Forschung lernte sie die artenreichsten Lebensräume der Erde kennen. Und nach 30 Jahren erfüllt sie sich endlich ihren Lebenstraum: Ein eigenes Baumhaus in Costa Rica - auf einem Grundstück, auf dem sie 1987 selbst die Bäume gepflanzt hatte. Ina Knobloch will der Welt den Regenwald näher bringen und setzt sich gleichzeitig für seinen Schutz ein. Ein Weg voller Hürden und Rückschlägen, aber auch einmaliger Begegnungen und großartiger Abenteuer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783864930621
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Ullstein extra
Erscheinungsdatum:10.08.2018

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 24 Tagen
    ‚Die Costa Ricaner gehören zu den glücklichsten und freundlichsten Menschen der Erde.‘ (Seite 110)

    Ina Knobloch hat schon als Kind von einem Baumhaus im Urwald geträumt, und als sie 1987 zum ersten Mal nach Costa Rica reist, rückt sie ihrem Traum Stück für Stück näher.

    Drei Jahrzehnte lang kommt sie immer wieder nach Costa Rica, wo sie sich schließlich ein Grundstück kauft und eines Tages tatsächlich hoch in den Gipfeln der Urwaldbäume wohnt.

    In ‚Baumhaus mit Faultier‘ erzählt die promovierte Biologin Knobloch von Yamswurz und Dschungel, Panamericana und Erdbeben, Pazifik und Karibik, Militärameisen und Meeresschildkröten, Esoterik und Mondholz, Aguti und Todesäpfelchen, Faultier und Guapinol-Frucht, Tukan und Kolibri, Korallenotter und Pfeilgiftfröschen, Tapiren und schwarzem Panther und natürlich von ihrem Baumhaus und anderen Baumhäusern.

    Ich habe selbst noch nie von einem Leben im Baumhaus geträumt, was vor allem daran liegen mag, dass ich nicht ganz schwindelfrei bin und mich auf festem Boden einfach am wohlsten fühle. Als ich allerdings das Buch aufgeschlagen, vom großen Traum der Autorin gelesen und die Fotos von Baumhäusern betrachtet habe, da habe ich auch Lust auf ein solches Leben bekommen, da hat mich die Abenteuerlust gepackt, und da habe ich zu träumen begonnen.

    Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, und die Autorin versteht es nicht nur, dem Leser das Leben im Regenwald nahezubringen, die Laute der Tiere zu hören und die Blüten zu riechen, sondern sie schafft es häufig auch, den Leser mit ihrer Faszination anzustecken.

    Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch nicht vollends mitreißen konnte, was einerseits an der unstrukturierten Erzählweise liegen mag: Die Autorin springt zwischen verschiedenen Reisen und Zeitpunkten hin und her, und ich fand das bisweilen zu unruhig und zu wenig stringent erzählt. Andererseits ist es auch so, dass die Autorin eher unemotional erzählt, so dass sich das Buch bisweilen etwas zäh liest und eher wie eine trockene Abhandlung statt wie ein packendes Herzensprojekt wirkt. Der beste Beweis dafür, dass dem Buch irgendetwas fehlt, war die Tatsache, dass ich als schnelle Leserin eine gefühlte Ewigkeit an dem Buch gelesen habe, obwohl ich das Thema so spannend und die Schilderungen Knoblochs meistens auch sehr interessant fand.

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    Flohs avatar
    Flohvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Bei diesem Buch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken, wenn man neben Sachkenntnis auch Leidenschaft erwartet.
    Viel Baumhaus, wenig Faultier...

    Seit ich vor vielen Jahren eine Reportage über ein Faultierwaisenhaus in Costa Rica im Fernsehen gesehen habe, lassen mich die Bilder dieser atemberaubenden Natur, dem Ökosystem und natürlich das einzigartige Wesen der gemütlichen Faultiere nicht mehr los. „Baumhaus mit Faultier – Wie ich mir meinen Lebenstraum in Costa Rica erfüllte“ von Autorin Ina Knobloch schien wie für mich und meine Faszination geschrieben worden zu sein. Ein Buch, eine Biografie, ein Bericht, wie er von mir gelesen werden wollte. Dieses Buch wollte ich einfach kennenlernen… Doch leider konnte dieses Buch, welches ich so gern lieben wollte, mich nicht in allen Punkten überzeugen.
    Erschienen im Ullstein Verlag / extra


    Die Inhaltsangabe des Verlages:
    „Wie ich mir meinen Lebenstraum in Costa Rica erfüllte…
    "Ich weiß nicht, ob es Tarzan, Jane oder Mogli war, wodurch ich als Kind mit dem Dschungel- und Baumhausfieber infiziert wurde. Ich war jedenfalls noch sehr jung. Ansonsten eher die Prinzessin auf der Erbse kletterte ich wie ein Affe an allen Turnstangen und –seilen hoch, bezwang Bäume wie eine Katze und vermisste schon als kleines Kind einen Urwald und ein Baumhaus."
    Die Biologin und Filmemacherin Dr. Ina Knobloch reiste durch die ganze Welt, um sich Inspirationen für ihr Baumhaus zu holen. In jahrelanger Forschung lernte sie die artenreichsten Lebensräume der Erde kennen. Und nach 30 Jahren erfüllt sie sich endlich ihren Lebenstraum: Ein eigenes Baumhaus in Costa Rica - auf einem Grundstück, auf dem sie 1987 selbst die Bäume gepflanzt hatte. Ina Knobloch will der Welt den Regenwald näher bringen und setzt sich gleichzeitig für seinen Schutz ein. Ein Weg voller Hürden und Rückschlägen, aber auch einmaliger Begegnungen und großartiger Abenteuer.“

    Meinung:
    Ich bin sehr bewegt und auch gerührt. Ich bewundere den Mut und auch die Stärke der Autorin, auch ihre Klarheit und ihren Langmut, den beschwerlichen Weg durchzuziehen, um ihren persönlichen Lebenstraum von einem Baumhaus in Costa Rica an einer von ihr ganz speziell auserwählten Stelle zu verwirklichen. Ina Knobloch schildert offen, klar, erklärend, sachlich und überaus informierend, ihre 30 Jahre Planung bis hin zum großen Bauprojekt und deren Fertigstellung. Sogar erste Stürme und Erdbeben hat ihr ganz persönliches Baumhaus bereits standgehalten. Dafür brauchte es so viel. Viel Erfahrung, viele Recherchen, viele helfende Hände, viel Rücksicht, viel Geduld, viel Akribie, Spontaneität, Herzblut, Überzeugung, Wissen, Fortschritt und Kompromissbereitschaft. Ina Knobloch hat ihren Weg zum Ziel erklärt und nahezu 30 Jahre recherchiert und geplant. Vom Wachstum ihrer ersten Saat, ihres ersten Ablegers, ihrer vielen Reisen zu beinahe allen Baumhäusern dieser Welt, ihren Konsultationen verschiedener Architekten und Naturmenschen. Ina Knobloch lässt Ökosystem und Nachhaltigkeit regieren, was ihr Steine in den Weg legt, aber auch ein gutes Gefühl beschert, das richtige zu tun. Egoismus ist hier definitiv der falsche Berater. Dies scheint aber auch von Natur aus die Philosophie und Einstellung der Autorin zu sein. Verbunden mit der Natur, im Einklang mit den Elementen und mit Blick auf die Wunder der Welt. Flora und Fauna im Zentrum des Handelns. Schön.

    Leider fehlte mir in dieser biografischen Darstellung ihres Lebenstraums die Passion, ihr Herzblut, die Überzeugung, ihre Leidenschaft, ihren unbeugbaren Wunsch das zu tun und zu verwirklichen, was sie tat. Beim Lesen Ina Knoblochs Schilderungen und Berichte geht es sehr sachlich, faktisch, architektisch, wissenschaftlich, forschend und theoretisch und praktisch zu. Es fehlt an Empathie, Gefühl, Überzeugung, Wunsch, Sehnsucht, Leidenschaft, Herzlichkeit und Passion. Das Buch liest sich eher trocken, würde ich sagen. Ich habe kaum mit Ina Knobloch mitempfunden und auch all die Versuche, die Schönheit und Einzigartigkeit des Urwaldes zu beschreiben kaum nachvollziehen können. Das hat die Autorin in diesem Buch für meinen Geschmack leider nicht geschafft. Ich habe weder mit ihr gebangt, gefeiert, geträumt, gefühlt noch bewusst miterlebt, was all die 30 Jahre Lebenstraum ausmachten. Auch als das Baumhaus dann endlich fertiggestellt war, konnte ich kaum echte Freude beim Lesen miterleben. Das Buch hat mir persönlich leider nicht die fühlende Hand gereicht. Es reichte lediglich um mir Wissen anzueignen, Fakten zu erfahren und sehr sehr viel über Baumhäuser und dessen Architektur zu erfahren. Ich erlebte im Buch demnach viel Baumhaus aber sehr sehr wenig Faultier. Schade. Wirklich schade. Meinen Erwartungen wurde dieser Roman nicht gerecht. Die großen Gefühle, die es hätte geben müssen, bei diesem Bauvorhaben in der weiten Ferne, auch zu dem Land, der Natur, den Lebensräumen und den Tieren. Ihre Faszination, ihre Ambition und ihr Wunsch den atemberaubenden Urwald und dem Ökosystem nahe zu sein, wird leider in ihren Schilderungen kaum greifbar.

    Autorin Ina Knobloch stürzt sich in ihrer autobiografischen Darstellung eines Sachbuchs und Abenteuerromans aber auch nicht nur auf die überwiegend theoretische, praktische und sachliche Ebene ein Baumhaus im Dschungel zu errichten, sie betritt vorsichtig auch die mahnende oder belehrende Ebene, sie will Zugang schaffen, den Lesern die Augen öffnen und sich mitteilen, wie wichtig der Erhalt der Natur ist. Was Monokultur und Raubbau anrichten und was der Kontext aus alldem werden wird…

    Größter Kritikpunkt:
    Sehr schade finde ich, dass dieses Buch nicht wie ein Herzenswunsch wirkt, der sich tatsächlich nach knapp 30 Jahren für die Autorin erfüllt hat. Ich sehe kaum Bilder vor mir, auch wenn es Fotos gibt (auf denen lacht die Autorin leider nie wirklich…. Warum?... naja…..), das Buch überzeugt nicht wirklich durch seine Herzensangelegenheit und wirkt keinesfalls wie die Erfüllung eines Lebenstraums. Eher wie ein Planvorhaben und steiniger Umsetzungsbericht.

    Die Autorin (vom Verlag übernommen):
    "Dr. Ina Knobloch, geboren 1963 in Karlsruhe, ist promovierte Biologin, lebt als Filmproduzentin und freie Autorin in Frankfurt am Main und Costa Rica. 1989 gründete sie den Tropenschutzverein Tropicaverde und widmete sich dann ganz dem Naturschutz, dem Filmen und Schreiben. Mehr als 100 Dokumentationen und Fernsehbeiträge produzierte und moderierte sie u.a. für ARD, ZDF und arte in den letzten 30 Jahren. Darüber hinaus schreibt sie Romane, Sachbücher und Artikel für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften."

    Das Cover:
    Das Cover ist einfach toll. Das Faultier hätte jedoch gern eine Hauptrolle bekommen dürfen, auch wenn es im Buche eher die Komparsenrolle besitzt. Gern hätte ich die Autorin richtig freudig Lachen sehen. Ich vermisse das echte Lachen einer glücklichen und überzeugten Baumhaus-Bauherrin.

    Fazit:
    Bei diesem Buch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken, wenn man neben Sachkenntnis und Theorie auch Leidenschaft, Herzblut und Verbundenheit erwartet. Auch wenn mich persönlich dieses Buch nicht freudig stimmen konnte, so lobe ich, dass Ina Knobloch mit diesem Buchprojekt jedoch einen wichtigen Beitrag geleistet hat, indem sie diese Biografie / Lebensabschnittsgeschichte veröffentlicht und zeigt, dass das höchste Gut der Menschheit die Freiheit und die Natur ist. Leider nur 3 Sterne von mir.

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    Caillean79s avatar
    Caillean79vor 2 Monaten
    Geschichten von ganz weit oben

    Geschichten von ganz weit oben

    Wer würde nicht gern so leben? In einem Haus mit und mitten in der Natur. Wo einem morgens die Faultiere gaaanz langsam eine Klaue entgegenstrecken, einem der Duft von Frangipani-Blüten schon beim Aufstehen um die Nase weht, Leguane zwischen den Ästen hocken und der Wecker aufgrund von Brüllaffen vollkommen überflüssig ist. Okay, letzteres wäre für mich ein Problem.

    Es ist schon unheimlich interessant, was Ina Knobloch von ihrem Leben in Costa Rica zu berichten hat. Als Biologin kennt sie sich aus mit Flora und Fauna, und das merkt man ihrem Buch auch an. Neben Tier- und Pflanzenwelt geht es aber vor allem darum, wie sie ihren Traum, ein Baumhaus in Costa Rica zu bauen und darin zu leben, verwirklicht hat. Es werden unheimlich viele Beispiele für Baumhäuser oder Baumhaushotels – auch in Europa – genannt und beschrieben. Sie trifft Bauherren, mit denen sie sich beraten hat oder Inspiration für ihr eigenes Haus gesucht hat. Man kann diese auch alle googeln und ich war erstaunt, wie viele solcher eigenwilliger Bauten es gibt – sei es als Privatdomizil oder als Heim auf Zeit für Touristen.

    Das Buch hat also meinen Horizont auf jeden Fall erweitert und der Bildteil des Buches rundet die Geschichte ab, denn so bekommt man einen noch besseren Eindruck von den Häusern, aber auch von der Tier- und Pflanzenwelt Costa Ricas.

    Mit einer Sache allerdings bin ich schlecht klargekommen: die vielen zeitlichen Brüche innerhalb des Buches. Ina Knobloch erzählt ja von diversen Reisen, die sie innerhalb von 30 Jahren nach Costa Rica und zu Baumhausbesitzern unternommen hat. Und oftmals kommt sie auf frühere Aufenthalte zu sprechen – mitten im Kapitel und ohne weitere Abgrenzung. Genau so schnell ist sie dann manchmal wieder beim „aktuellen“ Thema und man muss mitunter ganz schön überlegen, um das einordnen zu können. Zumal auch frühere Reisen nicht chronologisch angesprochen werden. Hier wäre aus meiner Sicht eine bessere Abgrenzung (z. B. Zwischenüberschrift mit Jahreszahl) hilfreich gewesen. So war ich ab und zu ganz schön verwirrt. Denn es gibt zwar viele Zwischenüberschriften, aber diese grenzen nicht wirklich klar ab – zumindest nicht so, wie ich es gebraucht hätte.

    Trotzdem fand ich das Buch lesenswert und freue mich, dass ich meinen Wissensschatz wieder ein wenig erweitern konnte.

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