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treehousegirl

vor 9 Monaten

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Nichts ist, was Gift ist, allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist (Paracelsus, 16.Jhd.)
Jedes Kind lernt, dass einige Pflanzen sehr giftig sind, aber kaum einer kennt die heilende Wirkung dieser Pflanzen bei richtiger Dosierung. Bis vor gut 100 Jahren wurden fast alle Medikamente/Heilmittel aus Pflanzen hergestellt und zu Giovanni Maria Farinas Zeit waren die Aqua Mirabilis - die Wunderwasser - sowohl Heilmittel als auch Parfüm. Besonders wirksame und seltene Substanzen waren sehr begehrt und teuer, einige Betrüger hatten sich daher auf das Fälschen edler Substanzen spezialisiert, was oft kaum einer bemerkte. Aber Giovannis Nase entging nichts, so dass er manchen Scharlatan entlarvte und sich selbst in Schwierigkeiten brachte........

Das Buch:

Der zweite Teil der Trilogie über den größten Parfümeur aller Zeiten, nach der wahren Geschichte von Johann Maria Farina, der Patrick Süskind bereits zu seinem Roman „Das Parfüm“ inspirierte und dessen Duft die Welt im 18.Jahrhundert revolutionierte. Johann Maria Farina kreiierte ein völlig neuartiges Parfüm, mit dem er berühmt wurde und mit dem er fast sämtliche Fürstenhäuser der damaligen Zeit belieferte. Das von ihm kreierte Parfüm „Eau de Cologne“ existiert noch heute und ist das älteste Parfüm auf dem Weltmarkt – mit dem auch heute noch zahlreiche Königshäuser beliefert werden. Seine Kundenliste liest sich wie das who is who des 18. und 19. Jahrhunderts.

In "Farina - Der Duft von Köln" feiert der Parfümeur zwar schon Erfolge und seine "Nase" ist berühmt, doch von dem Ruhm und dem Welterfolg, den er später einmal haben wird, ist er weit entfernt. Und den braucht er, um seine große Liebe, die sich durch eine bittere Intrige mit dem selbsternannten Graf Gondo vermählt hatte, dabei zu unterstützen von dem Grafen frei zu kommen. Stattdessen plagen ihn und seinen Bruder Geldsorgen und eine neue perfide Intrige wird um das Duft-Genie gesponnen. Und auch Antonia tappt erneut in eine Falle...........

Leseprobe

Farina – Die Jagd nach dem Jungbrunnen

1. Köln, Februar 1715
Der Bellejeck
Eine Kölner Narrenfigur aus dem Mittelalter, auch Schellennarr genannt, er war der Reimsprecher der Kölner Bauernbänke, die vor allem an Weiberfastnacht durch die Straßen von Köln zogen und närrische Kritik an der Obrigkeit hielten.
Giovanni roch das Unheil als er auf die Straße ging. Der Schnee schmolz unter der spätwinterlichen Sonne und vermischte sich mit dem Unrat der Gassen zu hässlich, braunem Matsch. Alles in allem kein Tag, um auf die Straße zu gehen. Hätte Giovanni auch nur ansatzweise geahnt, was auf ihn zukommen würde, wäre er ganz sicher im Haus geblieben und hätte sich in sein Labor verkrochen. Er hatte es zwar gerochen, doch der junge Mann mit der einzigartigen Nase, ging nicht so selbstsicher durch das Leben, wie es schien. Seine fast übernatürliche Gabe war ihm manchmal selbst unheimlich.
Es hätte doch absurd geklungen, wenn er seinem Bruder Baptist gesagt hätte, dass er das Haus nicht verließ, weil er Unheil riecht. Zumal er am Tag zuvor mir Baptist gerade noch darüber gestritten hatte, dass er persönlich gehen würde und keinen Boten schicken wollte. Jetzt, da er Teilhaber der „Fratelli Farina“ war, sollte er sich gefälligst Zeit für das Geschäft nehmen und nicht herum flanieren, hatte Baptist gewettert und süffisant hinzugefügt: „Jetzt kannst du deine Nase nicht mehr nur in die schönen Dinge des Lebens stecken! Vanitas, mein Lieber!“
Die Litanei ging noch weiter. Gerade jetzt an Karneval ständen die Leute Schlange – und zwar nicht für sein Wässerchen! Kurz: Baptist glaubte noch immer nicht so recht daran, dass Giovannis „Eau de Cologne“ das Geschäft der Farinas zum Erfolg führen würde. Obwohl genau das zu Weihnachten ja der Fall gewesen war. Dickköpfig, wie Giovanni auch sein konnte, hatte er durch den Disput erst recht darauf beharrt, persönlich den Boten zu spielen und konnte jetzt schlecht einen Rückzieher machen.
Und es war ausgerechnet Giovannis einflussreicher Freund Levallé, dem er versprochen hatte, persönlich eine Rosolie seines exquisiten Aqua Mirabilis vorbeizubringen. Levallé war nicht nur ein einflussreicher Freund, sondern fast Familie, schießlich war Giovanni Taufpate von Levallés ältestem Sohn. Daher gestand er Levallé auch einen Fauxpas zu: Giovanni hatte es eigentlich untersagt, dass sein edles Duftwasser weiterhin Aqua Mirabilis genannt wurde – viel zu beliebig, verwechselbar und keinesfall einzigartig. Nun war Levallé eben nicht nur ein Freund seit vielen Jahren, auch die Auftragsbücher waren nicht gerade voll. Ansonsten tat Giovanni tatsächlich, als ob er nicht wüsste, wovon die Leute redeten, wenn sie nach seinem Aqua Mirabilis fragten. Sein „Eau de Cologne“ war ein Parfum feinster Sorte, betonte er stets. Es war etwas völlig Neues, Musik für die Nase und sollte auf keinen Fall mit den unzähligen und oft miserablen Wunderwassern in einem Atemzug genannt werden.
Selbstverständlich war auch Giovannis „Eau de Cologne“ genießbar – hervorragend sogar – niemand konnte einen besseren Brand destillieren, als Giovanni, aber die Einzigartigkeit seines flüssigen Goldes war eine andere, eine ätherische. Es war ein ganz und gar den Körper einhüllendes, erfrischendes, belebendes Elixier, mit nichts Irdischem auf dieser Welt vergleichbar..............



Die Autorin:
Dr.Ina Knobloch wurde 1963 in Karlsruhe geboren und wuchs in Frankfurt auf. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada studierte sie in Frankfurt Biologie. Das Studium wurde ihr durch verschiedene Stipendien ermöglicht, vor allem die Auslandsaufenthalte in Basel, Paris und Costa Rica. Nebenbei spielte sie Theater und nahm Sprechunterricht. Auf das Studium folgte die Promotion in Botanik, ebenfalls in Frankfurt, Paris und Costa Rica. Das tropische Land hat ihre Leidenschaft für Natur, Abenteuer und Schreiben weckte, 1989 erschien ihr erstes Buch über Costa Rica im Hildebrand-Verlag.
Neben Studium und Promotion fing sie an für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, wie FAZ und Stern über wissenschaftliche Themen zu berichten. Die journalistische Ader wurde nach der Promotion zum Hauptberuf und führte sie über den Hörfunk zum Fernsehen, gefördert von der Robert Bosch Stiftung für Wissenschaftsjournalismus. Bereits 1989 produzierte und realisierte sie ihren ersten langen Film über Costa Rica, dem zahlreiche weitere Filme und Reportagen aus Deutschland und aller Welt folgten, wie die ARD-Reihe „Deutschlands wilde Tiere“ oder die HR/3SAT-Reihe „Expedition ins Pflanzenreich“ oder der ARTE-Reihe „Geschichten um eine Pflanze“ oder „Bauern in Europa“ Teile der ZDF-Reihe „Jäger verlorener Schätze“, sowie Themenabende und Einzelfeature. Doch die Beiträge ließen ihr nicht genug Raum zum Erzählen und sie fing wieder an Bücher und auch Spielfilmdrehbücher (z.B.Gzimek) zu schreiben. Nach „Costa Rica“ (Hildebrand) Rosenduft und Blütenzauber“ (Fischer/Scherz) und „Das Geheimnis der Schatzinsel“ (Mare) war „Der Duftmacher“ (Piper/Pendo) ihr Debutroman. Zahlreiche Vorträge im In- und Ausland auf Kreuzfahrtschiffen und Lesereisen kommen hinzu. In Filmen bereitet sie die Hintergründe ihrer Literatur auf, wie „Das Parfum – Die wahre Geschichte“ (Dokudrama ZDF/ARTE 2014) oder „Das Geheimnis der Schatzinsel“ (SWR/ARTE). In ihrer aktuellen 5-teiligen ARTE Sendereihe „Wipfelglück“ hat sie ihr eigenes Abenteuer auf der Suche dem Glück in den Bäumen in den Bäumen aufbereitet. Der Serie über Baumhäuser in der Welt und ihr eigenes Baumhaus in Costa Rica folgt jetzt (ab Sonntag 19.3.2017) eine 10-teilige Serie (Der Traum von Baumhaus) immer Sonntags auf Spiegel TV Wissen. Ein Buch dazu ist in Vorbereitung. Und die Düfte, die in ihr Baumhaus von dem umgebenden Parfümpflanzen wehen, haben sie auch für ihre Farina-Trilogie inspiriert. Nach „Farina – Der Parfümeur von Köln“ erschien jetzt „Farina – Der Duft von Köln“ , beide im Emons-Verlag.


Für die Leserunde vergibt der Emons-Verlag 15 Exemplare von "Farina - Der Duft von Köln".
Und das müsst Ihr tun, um dabei zu sein: Bewerbt Euch bis einschließlich 24.3.2017 und beantwortet folgende Frage:
Welche Frühlingsblume hat Giovanni schon als Kind verführt und inspiriert?


Ich freue mich auf Eure Antworten, Kommentare, Diskussionen und drücke ganz fest die Daumen!!!!

Autor: Ina Knobloch
Buch: Farina - Der Duft von Köln
1 Foto

manuk23

vor 9 Monaten

Alle Bewerbungen

Oh das klingt ja sehr spannend, da hüpfe ich sehr gerne in den Lostopf :)
Zur Frage: Ich konnte das nicht direkt aus dem Text herauslesen, aber ich schätze mal es wird sich um Bergamotte oder Narzissen drehen, weil es doch Frühlingsblumen sind, die oft für Parfüms verwendet werden? :D Sicher bin ich mir natürlich nicht :D gg

treehousegirl

vor 9 Monaten

Plauderecke

Schön, dass Du dabei bist!!! Bergamotte und Bergnarzissen sind in Farinas Parfüm - nun geht es um die Frage welche Frühlingsblume!! ihn betört hat. Das sollte Dir bei der Entscheidung helfen, um was es geht. Im Anhang ein Bild aus meinem Film "Das Parfüm - Die wahre Geschichte" mit dem jungen Farina und einer Bergamotte...............

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treehousegirl

vor 7 Monaten

Kapitel 11-15

Ich hoffe, es kommt wieder, Gerüche sind super wichtig für das Wohlbefinden, können auch medizinal wirken - und uns vor Schaden bewahren, warnen (Gifte, Rauch, Verdorbenes...).

Smberge

vor 7 Monaten

Kapitel 16-20
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Antonia läßt sich von Ihrem Mann verführen und wird dabei schwanger, das hätte ich nicht erwartet. Giovanni geht damit zwar recht unkompliziert um, aber ich bin der Meinung, dass die beiden dringend eine Lösung für ihre Beziehung brauchen. Wenn man sich überlegt, dass sie Bernardo nur geheiratet hat, weil sie dachte, dass Giovanni schwul ist.
Sehr beeindruckend ist in diesem Buch wirklich, wie das Thema Geruch und Riechen behandelt wird. Ich habe das in der Form nicht nicht gelesen und es ist sicherlich sehr ungewöhnlich.
So, jetzt geht es ins Finale.

Smberge

vor 7 Monaten

Kapitel 21 - Ende
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So, jetzt ist auch der letzte Abschnitt gelesen und eine schöne Geschichte geht zu Ende. Antonia hat einen gesunden Sohn bekommen, dabei hatte ich schon befürchtet, dass sie versucht das Kind abzutreiben. Deswegen war sie doch zu Paola gereist.
Ihr Plan ihren Mann mit einer Krankheit zu infizieren ist schon ganz schön ausgefuchst. Sie weiß, dass Julia an einer Geschlechtskrankheit leidet, treibt Haber trotzdem Bernardo in ihre Arme. Naja, vielleicht kommen Giovanni und sie so zu einem guten Ende, auch wenn die Mittel nicht so ganz sauber sind.
Die Rezi folgt in den nächsten Tagen, ich brauche da immer etwas Zeit.

treehousegirl

vor 7 Monaten

Kapitel 16-20

Du hast es auf den Punkt gebracht! Das Leben ist kompliziert, erst recht in einer solchen Konstellation zur damaligen Zeit und dann noch mit Giovannis ganz besonderen Gabe - die das Leben auch manchmal schwer macht. Und ja, jetzt brauchen die beiden dringend eine Lösung...........

treehousegirl

vor 7 Monaten

Kapitel 21 - Ende

Hm, ja, Antonia blieb kaum eine andere Chance von ihren durchtriebenen Mann wegzukommen, der inzwischen so reich und mächtig ist, dass er überall seine Finger im Spiel hat. Scheidung gab es nicht und Bernardo hätte ihr sonst sofort die Kinder weggenommen........Bin gespannt auf deine Rezi!!!

treehousegirl

vor 6 Monaten

Plauderecke

Liebe Leserunde, es fehlen zwar noch einige Rezis, über die ich mich noch sehr freuen würde, aber da in den letzten Tagen keine Beiträge mehr kamen, werde ich die Leserunde zum nächsten Wochenende beenden. Bis dahin stehe ich Euch noch zur Verfügung. Ich hoffe, Ihr hattet viel Spaß beim Lesen. Ganz herzlichen Dank an alle, "dufte" Grüße, Eure Ina Knobloch

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treehousegirl

vor 6 Monaten

Ende der Leserunde

Liebe Leserunde, ich würde mich sehr über die noch ausstehenden Rezensionen freuen und werde die Leserunde am kommenden Wochenende, am Sonntag, den 11.Juni beenden. Ganz herzlichen Dank an alle, Eure Autorin Ina Knobloch

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