Ina Kronenberger

 4 Sterne bei 5.298 Bewertungen

Lebenslauf

Ina Kronenberger hat nach Auslandsaufenthalten in Frankreich und Israel Romanistik und Skandinavistik studiert und arbeitet seit vielen Jahren als Literaturübersetzerin aus dem Norwegischen und Französischen. Sie übersetzt u.a. Per Petterson, Dag Solstad, Monica Isakstuen, Nina Lykke, Cathy Bonidan, Sophie Daull und Anna Gavalda.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? (ISBN: 9783312014736)

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?

Erscheint am 24.02.2026 als Gebundenes Buch bei Nagel & Kimche.
Cover des Buches Der schmale Grat der Vernunft (ISBN: 9783948065423)

Der schmale Grat der Vernunft

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Neu erschienen am 27.01.2026 als Gebundenes Buch bei STROUX edition.
Cover des Buches Die Lungenschwimmprobe (ISBN: 9783442775750)

Die Lungenschwimmprobe

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Neu erschienen am 10.12.2025 als Taschenbuch bei btb.
Cover des Buches Kälteeinbruch (ISBN: 9783442495566)

Kälteeinbruch

(1)
Neu erschienen am 19.11.2025 als Taschenbuch bei Goldmann.

Alle Bücher von Ina Kronenberger

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Neue Rezensionen zu Ina Kronenberger

Cover des Buches Der schmale Grat der Vernunft (ISBN: 9783948065423)
shilos avatar

Rezension zu "Der schmale Grat der Vernunft" von Kirsti Eline Torhaug

shilo
Ein Leben zwischen Aufbruch und Rückkehr

Erzählt wird von einem Leben, das früh von Sehnsucht geprägt ist. Per wächst in einem norwegischen Dorf auf und spürt schon als Kind den Wunsch, hinauszugehen und mehr von der Welt zu sehen. Diese innere Unruhe begleitet ihn über viele Jahre und wird immer wieder auf eine harte Probe gestellt.

Der Krieg bringt einen deutlichen Einschnitt. Die Entscheidung, sich nicht zu fügen und das Land zu verlassen, entsteht aus Überzeugung und aus der engen Verbindung zu seinem Jugendfreund Helmer. Der gescheiterte Fluchtversuch nach England verändert alles. Die folgenden Jahre im Waldkommando Sachsenhausen werden sachlich beschrieben, ohne auszuholen. Gerade diese Nüchternheit fällt auf. Erinnerungen an das Dorf, an die Familie und an frühere Träume helfen beim Durchhalten. Auch die Freundschaft bleibt in dieser Zeit ein wichtiger Halt.

Nach dem Krieg kehrt Per in eine Welt zurück, die ihm fremd geworden ist. Der Alltag verlangt Anpassung, doch das Erlebte lässt sich nicht einfach ablegen. Alte Regeln greifen nicht mehr, Erwartungen passen nicht zu dem, was ihn innerlich bewegt. Die innere Zerrissenheit wird behutsam beschrieben und bleibt nachvollziehbar. Die Geschichte ist eng mit dem Leben des norwegischen Schriftstellers Per Torhaug verbunden und bleibt ruhig und respektvoll.

Beim Lesen folgt man Per still mit, spürt manchmal Beklemmung, aber wird nie überfordert. Die Erlebnisse wirken nach, gerade weil alles leise bleibt.

Ein ruhiger, eindrücklicher Roman über Durchhalten, Freundschaft und die schwierige Rückkehr in den Alltag. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.


Cover des Buches Rettet die Kindheit (ISBN: 9783442775798)
L

Rezension zu "Rettet die Kindheit" von Maja Lunde

Lustaufbuch
Ein Buch, das alle gelesen haben sollten!

»Kindern schadet es, wenn sie nicht spielen. Doch die Kinder von heute haben keine Zeit mehr. Als wir ihr Leben mit digitalen Geräten gefüllt haben, haben wir ihnen gleichzeitig den Raum für das Wichtigste genommen, was Kinder machen sollten: ihre eigene Ausdrucksform finden, ihre eigene Sprache.«


Alles beginnt mit Michael Endes „Momo“. Eine Konstante, die sich durch das ganze Buch zieht, denn dieser Text handelt – wie bekannt – von der Zeit, die auch uns abhandengekommen ist. 

Heute ist Zeit immer Mangelware. 

„Ich muss nur mal kurz…“ Wer kennt ihn nicht, von sich selbst oder von anderen? Diesen kleinen harmlos daherkommenden Satz, der doch den Teufelkreis erneut ankurbelt. 


Maja Lunde präsentiert mit diesem Buch kein Plädoyer, das einer alten, längst vergangen Zeit hinterher trauert, sondern einen wohl durchdachten Weckruf, dem man nicht zustimmen muss, aber unbedingt gelesen haben sollte, besonders wenn man eigene Kinder hat oder mit ihnen zusammenarbeitet. 


Und auch wenn sich das Buch auf Kinder und Jugendliche beschränkt, wirkt das alles auch auf die erwachsenen Leser*innen, die sich kopfnickend vor dem Buch wiederfinden und ihr, bei nostalgischen Erinnerungen an die Kindheit, nur zustimmen können. 

Denn unsere Kindheit war ebenfalls geprägt von einer gewissen Langeweile, die keine verschwendete Zeit war, sondern Kreativität und Interessen in jeglicher Hinsicht förderte sowie wirkliche, reale Kontakte.


Und wenn ich schreibe, dass sich dieses Buch wie ein Thriller oder wie ein spannender Instagram-Feed liest, von dem man nicht genug bekommt, ist das nicht übertrieben, denn es spiegelt uns gegenwärtiges Dasein auf schockierende Weise und doch ignorieren wir es gekonnt. 

Täglich vier Stunden am Handy, bedeutet auf ein Leben hochgerechnet, ganze 14 Jahre! Ganz zu schweigen davon, dass viele Jugendliche weit über diesen vier Stunden liegen. Oder die Tatsache, dass Eltern Schlafproblemen ihrer Kinder mit Melatonin entgegenwirken, anstatt den wahren Auslöser – sämtliche Bildschirme – aus deren Schlafzimmern zu verbannen.


Dieses Buch ist wahrlich eine Konfrontationstherapie mit der eigenen Sucht, die wir wahrscheinlich alle haben, sich aber keiner eingestehen möchte.

Zum Abschluss der Lektüre schlägt Maja Lunde mögliche Verhaltensregeln gegen diese Bildschirmsucht vor.


Selten hat mich ein Buch so sehr zum Nach- und Umdenken angeregt! Eine unbedingte Leseempfehlung!


Cover des Buches Der letzte Tag des Fährmanns (ISBN: 9783328603986)
gosureviewss avatar

Rezension zu "Der letzte Tag des Fährmanns" von Frode Grytten

gosureviews
Die Würde der Unsichtbaren

Manchmal genügt ein einziger Tag, um ein ganzes Leben zu vermessen. Der letzte Tag des Fährmanns nimmt diese kühne literarische Abkürzung und beweist, wie trügerisch schlicht sie ist. Frode Grytten lässt seinen Protagonisten Nils Vik an einem Novembermorgen erwachen, wissend, dass dies sein letzter sein wird, und schickt ihn hinaus auf den Fjord, nicht um noch einmal Strecke zu machen, sondern um Bilanz zu ziehen. Was folgt, ist kein Abschiedsspektakel, sondern eine stille Inventur, geführt von einem Mann, der nie laut gelebt hat und gerade deshalb umso genauer erinnert.

Grytten erzählt dieses Leben nicht entlang dramatischer Höhepunkte, sondern über Begegnungen, Blicke, beiläufige Gesten. Der Fährmann war ein Mittler, kein Gestalter großer Ereignisse, und genau darin liegt die literarische Raffinesse dieses Romans. Die Menschen, die auf seiner letzten Fahrt zu ihm an Bord kommen, sind keine Gespenster im klassischen Sinn, sondern Erinnerungen mit Gewicht, Stimmen aus einem Alltag, der sich im Rückblick als erstaunlich reich erweist. Die Gespräche fließen ohne typografische Markierungen, fast so, als wollte der Text selbst jede Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Leben und Nachleben auflösen. Anfangs irritierend, entfaltet diese Form bald eine eigentümliche Sogwirkung, weil sie den Gedankenstrom des Protagonisten präzise spiegelt.

Was diesen Roman vor der Gefahr sentimentaler Verklärung bewahrt, ist seine Haltung. Grytten schreibt mit einer Ruhe, die nichts beschönigt und doch alles ernst nimmt. Krankheit bleibt Andeutung, Verlust eine Tatsache, Einsamkeit ein Zustand, der nicht beklagt, sondern getragen wird. Nils Vik ist kein Held, sondern ein Mensch von jener unscheinbaren Integrität, die Literatur selten feiert, obwohl sie das soziale Gefüge zusammenhält. Seine Güte wirkt nie wie moralische Pose, sondern wie ein erlernter, gelebter Reflex, entstanden aus Jahrzehnten des Hin- und Herfahrens zwischen Menschen, Orten, Lebensphasen.

Der Fjord ist dabei mehr als Kulisse. Er ist Gedächtnisraum, Taktgeber, Spiegel eines Daseins, das sich kaum verändert und gerade deshalb Tiefe gewinnt. Wenn am Ende die Zeit rückwärts zu laufen scheint, wirkt das nicht wie ein erzählerischer Kunstgriff, sondern wie eine folgerichtige Konsequenz: Wer so konsequent im Erinnern lebt, bewegt sich zwangsläufig gegen den Strom. Der letzte erhoffte Fahrgast gibt diesem leisen Roman schließlich seine emotionale Schwere, ohne ihn je ins Rührselige kippen zu lassen.


Der letzte Tag des Fährmanns ist ein schmales Buch mit der Dichte eines ganzen Lebens. Grytten zeigt, dass literarische Größe nicht im Lärm der Handlung liegt, sondern in der Genauigkeit des Blicks. Wer sich auf diese ruhige, meditative Fahrt einlässt, wird das Gefühl haben, nach der Lektüre etwas langsamer zu gehen, genauer zuzuhören und vielleicht neu zu bewerten, was ein reiches Leben eigentlich ausmacht.

Gespräche aus der Community

Als Anne-Lise in einem Hotel in der Bretagne ein altes Manuskript findet, macht sie sich gemeinsam mit dem Autor auf eine abenteuerliche Spurensuche: Wie ist es dorthin gelangt? Wo hat es die letzten dreißig Jahre gesteckt? Und vor allem: Wer hat den Schluss hinzugefügt?

Charmant und prägnant erzählt der Bestseller aus Frankreich in Briefform
von einer spannenden Reise und ist dabei eine große Liebeserklärung an
das Lesen und an die Macht der Worte.

658 BeiträgeVerlosung beendet
liberty52s avatar
Letzter Beitrag von  liberty52

Hier kommt nun meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Cathy-Bonidan/Das-Glück-auf-der-letzten-Seite-4849460075-w/rezension/7218356250/

Ich habe sie gleichlautend bei

Amazon

Weltbild und

Thalia

eingestellt.

Abschließend möchte ich mich bedanken, dass ich letzt endlich doch noch an der Leserunde habe teilnehmen können.

Das Buch war für mich sprachlich ein absolutes Highlight. Ich habe rs sehr genossen!


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