Ina Raki In einem Land vor meiner Zeit

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Inhaltsangabe zu „In einem Land vor meiner Zeit“ von Ina Raki

Alina schläft am Vorabend ihres 14. Geburtstages über dem Tagebuch ihrer Mutter ein – und wacht am nächsten Morgen in fremder Umgebung auf: zwischen 'fetzigen' Looks, neuen Freundinnen, unbekannten Grenzen und verbotenen Gedanken. Schockiert erkennt sie, dass sie im Jahr 1984 ist. Und zwar mitten in Sachsen, als jugendliche Version ihrer Mutter. Durch kuriose Momente, beklemmende Erlebnisse und witzige Situationen versucht Alina einen Weg durch diese bizarre Welt zu finden – zurück in ihr eigenes Leben. Staatsbürgerkunde, Jägerschnitzel und Jugendweihe: eine verrückte Zeitreise und ein humorvolles 'Geschichtsbuch' für Teenager, die eine kleine Vorstellung davon bekommen, wie es war, ein DDR-Jugendlicher zu sein. Mehr Infos zum Buch: http://in-einem-land.jimdo.com/

Ein Date mit meiner Jugend :-D. Wow. Ich habe es heute Abend angefangen und konnte es bis zum Ende nicht aus der Hand legen.

— hasirasi2
hasirasi2

Ein tolles Buch für alle Ostalgier / Interessierte Leser, die gern mal eine Zeitreise in die jüngere, deutsche Vergangenheit erleben woll

— Buchraettin
Buchraettin

Eine berührende Geschichte, nicht nur für Jugendlichen!

— aba
aba

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  • Buchverlosung zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    InaRaki

    InaRaki

    Autoren schenken Lesefreude zum "Tag des Buches"
    Gern verlose ich mein Jugendbuch "In einem Land vor meiner Zeit", das die Zeitreise eines Teenagers in die DDR der 1980er beschreibt. 

    An der Verlosung nehmen alle teil, die sich hier oder per PN bei mir melden. Viel Glück :-)!

    Liebe Grüße, Ina

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  • Eine fesselnde Zeiteise, die ganz nebenbei eine Menge Alltagsgeschichte transportiert

    In einem Land vor meiner Zeit
    Antek

    Antek

    24. May 2015 um 13:46

    Alinas Mutter hat beim Ausmisten ihre alten Tagebücher gefunden. Am Vorabend ihres 14. Geburtstages geht Alina mit einem davon ins Bett und schläft schließlich beim Lesen ein. Als sie am nächsten Morgen erwacht und sich schon riesig auf ihre Geburtstagsparty freut, kommt jedoch der große Schock. Sie wacht um 6.10 Uhr vom Geschrei eines Mannes auf. Wo ist sie gelandet? Sie kennt das Zimmer nicht und beim Blick in den Spiegel fällt sie fast in Ohnmacht. Eine dünnstaksige Gestalt ohne jegliche Rundungen und einem Pagenkopf, die in einem Flanellschlafanzug steckt, blickt ihr entgegen. Eindeutig ihre Mutter als Teenager, sie muss in deren Leben vor geschätzt hunderttausend Jahren gelandet sein. Ein Blick auf den Kalender, der Montag, den 19. März 1984 anzeigt, bestätigt ihren Verdacht. Wie soll sie nur hier in dem Paralleluniversum bestehen? Ich bin wirklich absolut begeistert von dieser Geschichte. Ich bin selbst in der BRD geboren und auch dort aufgewachsen. Beim Mauerfall war ich 12 Jahre alt und klar weiß ich über geschichtliche Eckdaten und auch über das politische System Bescheid, aber die Alltagsgeschichte hier so hautnah miterleben zu dürfen, war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Es handelt sich hier auch nicht um ein Geschichtsbuch, wie man dies kennt. Hier erlebt man Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes. Wir sind geprägt vom technischen Fortschritt wie Internet oder Smartphone, aber auch von den Freiheiten, die uns unsere Demokratie bietet. Genau so jemand ist auch Alina. Da sie die Geschichte erzählt, kann man sich super in die Zeit hineindenken. Mir wäre es wohl ganz genauso wie ihr ergangen und das macht das Ganze so fesselnd. Der Sprachstil von Ina Raki hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Erlebnisse, wenn Alina in den Spiegel schaut und sich damit tröstet, dass sie nur eine Rolle als Schauspielerin spielt, wenn sie Pickel in ihrem Gesicht entdeckt und dafür in Mamas Zimmer keine Schminke findet oder auch die Begeisterungsstürme, die die Mode von damals ausgelöst haben muss, werden wirklich witzig dargestellt. Na klar, welcher Teenager von heute träumt denn nicht von einem feschen Rock mit dem Charme eines alten Lappen und der passenden Plastikbluse dazu! Dann gab es für mich wirklich einen total interessanten Einblick in den Alltag. Schon der Stundenplan hält einige Überraschungen für Alina bereit. Die Einser ihrer Mama wird sie mit Sicherheit in Russisch samt der Kyrillischen Schrift nicht halten können, ganz abgesehen davon dass der Stundenplan von früh bis spät proppenvoll ist und man auch samstags antanzen muss. Chillen ist eindeutig kein anerkanntes Hobby und so ist man hier dauermüde, geht bei dem Programm gar nicht anders. Alina macht ihrer Erfahrungen mit Anstehen in Supermärkten, in denen es so gut wie nichts gibt, mit dem auf drei oder vier Stunden beschränkten Fernsehprogramm, auf das man genauso gut verzichten könnte, mit den kulinarischen Köstlichkeiten, bei denen sich ein Sabberproblem erledigt hat, mit Urlaub an der Ostsee und vielem mehr. Aber auch um die Politik kommt sie nicht ganz herum, denn sie muss sehr schnell einsehen, dass man hier ganz vorsichtig sein muss, mit dem was man sagt und tut. Einmal etwas Falsches gesagt oder getan und man kann für immer einpacken. Was darf in einer Schulwandzeitung stehen, was geschieht mit Flugblattschreibern, wie bekommt man seinen Wunschberuf, geht das überhaupt, was geschah bei geheimen Treffen, musste man wirklich ständig Angst vor Spitzeln haben? Alles Fragen, die in Alinas Alltag im Paralleluniversum zur Sprache kommen. Richtig toll fand ich auch die Entwicklung, die Alina im Laufe der Geschichte durchmacht. Die eigene Entscheidungsfreiheit mehr zu schätzen und vor allem auch die Erkenntnis wie wichtig Zivilcourage ist, sind nur zwei Beispiele dafür, was Alina und auch ich als Leser von ihrem Ausflug auf jeden Fall mitnehmen. Ein tolles Jugendbuch, bei dem man als Leser einen Ausschnitt aus dem Teenieleben in der ehemaligen DDR miterleben kann. Der größtenteils humorvolle und spritzige Schreibstil nimmt einen richtig mit, lässt aber auch stets den Unterdrückungsaspekt einer Diktatur durchscheinen. Kein Geschichtsbuch, sondern ein toller Roman, der ganz nebenbei noch ganz viel Wissen transportiert. Ich bin eigentlich kein Fan von Tagebuchform, aber hier ist dies wirklich sehr gelungen. Man kann die Geschichte wie einen üblichen Roman lesen. Die Form dient meiner Meinung nach mehr der einladenden Optik, was durch tolle Spielereinen mit dem Schriftbild noch positiv unterstützt wird.

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  • Zeitreise - ein Date mit meiner Jugend

    In einem Land vor meiner Zeit
    hasirasi2

    hasirasi2

    Erst noch einmal vielen Dank an Ina Raki, die das Buch geschrieben und verlost hat, sonst wäre dieses Kleinod an mir vorüber gegangen. Aufmerksam geworden bin ich auf "In einem Land vor meiner Zeit" eigentlich nur wegen des Covers: ein altes Stern-Radio und eine Platte von Tamara Danz. Das alles habe ich selber noch live erlebt, denn ich wurde 1974 in der DDR geboren. Alina geht 2011 am Vorabend ihres 14. Geburtstages in Bayern zu Bett und wacht 1984 im tiefsten Sachsen als ihre Mutter an deren 14. Geburtstag wieder auf. Der Schock sitzt tief, aber irgendwie muss es ja weiter gehen. Also lebt Alina das Leben ihrer Mutter, immer in der Hoffnung, dass sie bald in ihr eigenes Leben zurück kann, denn die Wende findet erst in 5,5 Jahre statt und frisch verliebt ist sie ja auch noch. Zum Glück hat ihre Mutter Tagebuch geschrieben, eine große Schwester und eine beste Freundin, diese drei Dinge helfen Alina, die schlimmsten Klippen zu umschiffen. Doch sie muss sich ganz schön umstellen. Die Schule beginnt schon um 6:30 Uhr früh und es gibt auch am Samstag Unterricht. Die Nachmittage sind größtenteils mit außerschulischen Pflichtveranstaltungen verplant. Fernsehen und Radio lohnt sich nicht. Telefone gibt es so gut wie gar nicht. Internet - was zum Geier ist Internet ;-)?! Das Essen ist grauenvoll und Süßigkeiten sind eine echte Ausnahme. Während sie am Anfang nur versucht, sich irgendwie durchzumogeln und ein bisschen cooler als ihre Mutter rüberzukommen, wird sie immer tiefer in der Strudel zwischen "Wollen" und "Sollen", "Dürfen" und "lieber Lassen" hereingezogen. Denn man muss dauernd aufpassen, wann man zu wem was sagt und ob das evtl. falsch verstanden werden könnte und vor allem, welche schlimme Konsequenzen so etwas haben kann. Sie begreift recht schnell, wie frei sie heutzutage lebt und wie eingesperrt wir uns zum Teil früher gefühlt haben. Besonders toll fand ich die ganzen Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend, die Ina Raki wieder aufleben ließ. Ich habe meinem Mann einige Sachen vorgelesen und wir haben uns gemeinsam erinnert. Ich sage nur "Action", oder die selbstgenähten und gefärbten Klamotten, unsere Jugendsprache, die Schuldisko, Kasettenrecorder, nächtelanges Aufnehmen der Musik aus dem (West-)Radio, das eine Fahrt an die Ostsee 10 Stunden dauerte und und und ... Ich empfehle dieses Buch ... allen ... uneingeschränkt allen.

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    hasirasi2

    hasirasi2

    17. May 2015 um 12:37
  • Leserunde zu "we love fashion - Röhrenjeans und Schulterpolster" von Maya Seidensticker

    Röhrenjeans und Schulterpolster
    HeikeAbidi

    HeikeAbidi

    Lucys Traum wird endlich wahr: Sie darf die angesagte Fashion School Bernstein besuchen! Egal, dass das Internat mitten im Brandenburger Nirgendwo liegt – hier kann sie sich rund um die Uhr mit Mode beschäftigen. Und außerdem ist ihre Schwester Hanna dort auch Schülerin. Alles ist perfekt, wäre da nicht die schwierige Aufnahmeprüfung über die Mode der 80er Jahre … Als Hanna und Lucy über das Jahrzehnt recherchieren, passiert das Unglaubliche: Statt auf einer 80er-Jahre-Party landen die beiden in einer Disko im Jahr 1985! „Röhrenjeans und Schulterpolster“ ist der erste Band der Reihe „we love fashion“, die einen coolen Mix aus Zeitreise und Modebegeisterung bietet. Gemeinsam mit Lovelybooks laden wir euch ganz herzlich zu einer Leserunde ein. Wir, das sind Heike Abidi und Tanja Janz, die dieses Buch zusammen geschrieben haben. Maya Seidensticker ist unser gemeinsames Pseudonym. Die Leserunde wird begleitet von Heike Abidi. Hast du Lust auf eine modische Zeitreise in die Achtzigerjahre? Dann spring jetzt in den Lostopf, um eines von 20 Gratisexemplaren des Jugendromans „We love Fashion – Röhrenjeans und Schulterpolster“ zu gewinnen, die der Loewe Verlag spendiert hat! Und so bewirbst du dich: Erzähle einfach bis zum 22. Juni, woran du beim Stichwort „Achtziger“ denkst. Modern Talking, Mauerfall, Vokuhila, Neon-Lidschatten? Ich bin gespannt auf deine Erinnerungen oder Assoziationen zu diesem schrillen Jahrzehnt! Am 22. Juni um 12 Uhr mittags endet die Bewerbungsphase, dann wird ausgelost. Und wenn du nicht zu den Gewinnern gehörst? Würde ich mich freuen, wenn du trotzdem dabei wärst in der Leserunde … Zur Autorinnenseite

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  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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    • 113
  • Amüsante Zeitreise in eine Vergangenheit, die so schlecht gar nicht war

    In einem Land vor meiner Zeit
    Pharo72

    Pharo72

    11. June 2013 um 19:43

    Voller Vorfreude auf ihren unmittelbar bevorstehenden vierzehnten Geburtstag geht Alina ins Bett, um am nächsten Tag entsetzt in Sachsen im Jahr 1984, also in der tiefsten DDR, als jüngere Version ihrer eigenen Mutter aufzuwachen. Ein Ausweg ist so schnell nicht zu finden, also bleibt nur, sich mit den vorhandenen Gegebenheiten abzufinden und möglichst wenig aufzufallen. Was es alles zu vermissen gibt und wann man lieber den Mund halten sollte, erfährt Alina sehr schnell. Aber auch berührende und schöne Momente sind es, die ihr Leben für immer verändern werden. Meine Meinung: Ich glaube, durch eine Empfehlung bei Lovelybooks bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, und da ich Zeitreise-Storys ohnehin sehr gern mag und hier auch noch meine unmittelbare Vergangenheit thematisiert wird, musste ich es einfach haben. Alina ist 14, als sie im Jahr 1984 im Körper ihrer Mutter aufwacht, ich war damals 12. Nah genug dran, um all die Erlebnisse, positiver wie negativer Art, sehr gut nachvollziehen zu können. Es war tatsächlich auch so etwas wie eine persönliche Zeitreise, wie viel hat man inzwischen doch vergessen, verdrängt oder damals gar nicht als so extrem empfunden. Jetzt, mit einem ganz anderen Wissen und natürlich einer ganz anderen Freiheit im Rücken, lässt sich über viele Dinge schmunzeln. Doch auch die teilweise bedrohliche Atmosphäre, in der damals gelebt wurde, kommt sehr gut rüber. Ich fand Alina von Anfang an sympathisch. Klar, dass sie erst mal völlig austickt. Der Gegensatz zur DDR 1984 und 2011 ist einfach zu krass. Ich würde schon die Krise kriegen, komplett auf Computer und Internet verzichten zu müssen. Unwillkürlich fragt man sich natürlich auch, zu welcher Kategorie man selbst gehört hat oder in Zukunft, ohne Wende, gehört hätte. Ganz ehrlich, den Mut aufzubegehren, hätte ich sicher nicht gehabt. Daher ist schon alles gut, wie es ist. Besonders hervorzuheben bei diesem Buch ist die tolle Aufmachung. Da in Tagebuchform geschrieben, liest es sich weg wie nix. Sehr witzig auch der kleine Dolmetscher DDR-deutsch der 80er am Ende. Ich kann das Buch guten Gewissens allen empfehlen, die in etwa der gleichen Zeit in der DDR gelebt haben, einfach um die Erinnerung aufzufrischen und den Gegensatz zu heute zu erkennen. Ebenfalls interessant ist es jedoch bestimmt auch für Leser aus den alten Bundesländern. Vielleicht hilft es ja die eine oder andere Schranke, die immer noch in den Köpfen zu bestehen scheint, zu öffnen.

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  • Leserunde zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    InaRaki

    InaRaki

    Was würdest du tun, wenn du in einem völlig anderen Leben aufwachst? Genau das passiert Alina, der 14-jährigen Hauptperson in diesem Buch. Ihre Statusmeldung auf Facebook wäre "Ich bin im falschen Leben." Ja, wenn es hier nur Facebook gäbe... Denn statt Internet, Handy, IPod, Reise- und Gedankenfreiheit gibt’s hier Staatsbürgerkunde, Witze hinter vorgehaltener Hand, 80er-Jahre-Mode, Jugendweihe, Jägerschnitzel (vielversprechender Titel für eine panierte Wurstscheibe) und nur ab und an mal ein öffentliches Münztelefon. Begleite Alina auf ihrer Zeitreise hinein in die DDR der 80er Jahre. Kurz noch ein paar Zeilen zum Inhalt: Alina hat mit ihrer Mutter ein paar Tage lang in deren Jugendtagebüchern geschmökert … und schon passiert‘s: Am Morgen ihres 14. Geburtstages wacht Alina im falschen Leben auf – und zwar im Jahr 1984, mitten in Sachsen, als jugendliche Version ihrer eigenen Mutter. Zwischen kuriosen Momenten, beklemmenden Erlebnissen und witzigen Situationen versucht Alina einen Weg durch diese bizarre Welt zu finden – zurück in ihr eigenes Leben. Hier geht es zur Leseprobe! Das Buch ist gedacht als Lesestoff für alle, die sich für das Thema DDR interessieren, aber keine Lust auf nüchterne Geschichtsbücher haben. "In einem Land vor meiner Zeit" ist ein Jugendbuch, aber durchaus auch für Erwachsene amüsant zu lesen - egal, auf welcher Seite der früheren innerdeutschen Grenze sie aufgewachsen sind. Wenn Ihr mehr über mein Buch oder mich erfahren möchtet, dann schaut gern mal auf der Website zum Buch oder auf meiner Homepage vorbei. Ich freue mich natürlich auch über "likes" auf meiner Facebook-Seite zum Buch :-).           Die Leserunde zum Buch "In einem Land vor meiner Zeit" startet Ende Juni 2012. Der Aufbau-Verlag stellt 25 Freiexemplare zur Verfügung, die unter all denen verlost werden, die sich bis einschließlich 27. Juni bewerben. Selbstverständlich sind auch alle diejenigen ganz herzlich willkommen, die das Buch bereits besitzen und Lust haben, an der Leserunde teilzunehmen. Ich freue mich und bin sehr gespannt auf die Leserunde mit Euch!

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  • Rezension zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    Leela

    Leela

    13. January 2013 um 18:38

    Bei Romanen über die DDR tappen Autoren gerne in eine Falle: Sie machen daraus Ostalgie-Kitsch und erwecken den Eindruck, dass es super wäre, würde doch die Mauer wieder stehen und dass das Leben in der DDR doch eigentlich ganz toll gewesen wäre. Ich war entsprechend gespannt, ob Ina Raki es schaffen würde, dieses Fettnäpfchen zu vermeiden. Erzählt wird hier die Geschichte von der vierzehnjährigen Alina, die über dem Tagebuch ihrer Mutter (aufgewachsen in der DDR) einschläft - und auf einmal im Jahr 1984 erwacht. Da steht sie nun - in einer ihr fremden Welt, nur mit dem Tagebuch ihrer Mutter und lernt nicht nur allerhand über das alltägliche Leben damals, sondern auch über ihre Familie. Ich fülte mich von diesem Buch gut unterhalten und vor allem fand ich, dass Raki der Spagat zwischen einer netten Geschichte und Information gut gelingt - verklärt wird die DDR zum Glück nicht. Lieder merkt man relativ stark, dass sich das Buch an jüngere Leser richtet: Der Tagebuchstil an sich ist zwar nicht supergelungen, wenn man mich fragt, wäre aber an sich in Ordnung. Leider sind die einzelnen Einträge auch noch im Stil eines jungen Mädchens geschrieben - teilweise mit größerer Schrift, in Umgangssprache und mit Smileys verziert, was ich nicht immer als flüssig lesbar empfand. In den beiden Büchern von Juma Kliebenstein funktionierte diese Gestaltung sehr gut, weil teilweise zusammenhanglose, heitere Geschichten erzählt wurden - hier hätte es der Spannung dagegen gut getan, einen etwas konventionelleren Stil zu wählen. Aber gut - ich fühlte mich dennoch gut unterhalten, auch wenn manches am Buch verbesserungswürdig ist. Das Gesamtpaket hat mir dann doch Spaß gemacht.

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  • Rezension zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    Literatur

    Literatur

    12. January 2013 um 21:15

    Das Tagebuch ihrer Mutter übt auf die 14-jährige Alina eine große Faszination aus, wobei sie sich allerdings nur begrenzt in die Gedankenwelt ihrer Mutter als 14-jährige zur Zeit der DDR einfühlen kann. Nachdem sie über diesem Tagebuch einschläft, erwacht sie jedoch wieder im Körper ihrer Mutter und durchlebt diese Phase mit ihren Erfahrungen aus der heutigen Zeit selbst. Neben überraschenden Erkenntnissen über die DDR und das Leben ihrer Mutter kommt sie auch einem Familiengeheimnis auf die Spur. Doch wird sie wieder in ihre Zeit und in ihr Leben zurückfinden? Die Idee des Jugendromans finde ich äußerst originell, deren Umsetzung ist darüber hinaus sehr gut gelungen. Ich habe sehr viel über den Alltag der Menschen in der DDR der 1980iger auf sehr unterhaltsame und authentische Weise erfahren. Insbesondere die Teenagerzeit in der DDR aus Sicht eines heutigen Teenagers zu schildern ist höchst spannend, da nicht nur politische Veränderungen, sondern auch technische Fortschritte, modische Entwicklungen und kulturelle Prägungen die Gefühls-, Gedanken- und Erlebenswelt der Menschen stark verändert haben. Durch die Gegenüberstellung der Teenagersicht der Mutter in Form des Tagebuchs und Alinas erneutes Durchleben dieser Phase aus ihrer Sicht kommt dies auf besondere Weise zur Geltung. Die Sprache orientiert sich an Jugendliche, was meines Erachtens sehr treffend umgesetzt ist und dennoch auch sehr gut für Erwachsene zu lesen ist. Jugendlichen ist dieser Roman sehr ans Herz zu legen, aber auch Erwachsene werden die heutige Welt mit neuen Augen sehen. Sehr empfehlenswert.

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  • Leserunde zu "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Lange Zeit galt der Roman als unverfilmbar, doch am 26.12.2012 kommt „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel nun in unsere Kinos. Gemeinsam mit Twentieth Century Fox of Germany und der Stiftung Lesen möchten wir Dich einladen, Dich kreativ mit dem Buch und der opulenten 3D-Verfilmung des OSCAR®-prämierten Regisseurs Ang Lee auseinanderzusetzen: Bewirb Dich zur Leserunde, gewinne eines von 50 Freiexemplar des Buches und diskutiere den mit dem Booker Prize gekrönten Roman gemeinsam mit vielen anderen Lesern. Du hast zudem die Möglichkeit, 3x2 Karten für die exklusive Vorpremiere in Berlin (inkl. Anreise und Übernachtung) zu gewinnen sowie beim großen Kreativwettbewerb ab dem 7.12.2012 mit Bildern Deines größten Abenteuers Kinotickets und Fanpakete ergattern! Alle Informationen findest Du auch auf unserer Aktionsseite: "Life of Pi - die Aktion" Hier kannst Du Dich nun bis einschliesslich 11.11. für 50 Leseexemplare für den Roman "Schiffbruch als Tiger" aus dem Fischer Verlag bewerben - kommentiere einfach, warum Du das Buch gerne lesen möchtest und was Dich an dieser Geschichte fasziniert: Schiffbruch mit Tiger? Diese Geschichte würden Sie nicht glauben? Kein Wunder. Fantastisch. Verwegen. Atemberaubend. Wahnsinnig komisch. Eine Geschichte, die Sie an Gott glauben lässt. Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt – alle, außer Pi. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt.... Yann Martel wurde 1963 in Spanien geboren. Seine Eltern sind Diplomaten. Er wuchs in Costa Rica, Frankreich, Mexiko, Alaska und Kanada auf und lebte später im Iran, in der Türkei und in Indien. ›Schiffbruch mit Tiger‹ ist sein dritter Roman, er war nominiert für den Governor General Award und den Commonwealth Writers Prize und gewann den Booker Prize 2002. Bei der Verfilmung zu "Life of Pi" arbeitete er gemeinsam mit dem Regisseur Ang Lee an der bestmöglichen Verwirklichung seines Bestsellererfolgs und lässt nun alle Leser und Kinozuseher an den opulenten 3D-Bildern teilhaben. Hier könnt Ihr Euch den offiziellen Trailer zur Verfilmung des Romans ansehen:

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  • Rezension zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. November 2012 um 11:19

    Inhalt Am Abend vor ihrem 15. Geburtstag schläft Alina mit den Tagebuch ihrer Mutter ein, am nächsten Morgen erwacht sie allerdings nicht in ihrem Zimmer, sondern in dem ihrer Mutter. Sie befindet sich im Jahr 1984 in der DDR. Meine Meinung Stell dir vor du hast heute Geburtstag, doch anstatt deinen Ehrentag mit deinen Freundinnen zu feiern steckst du im jugendlichen Körper deiner Mutter und wenn das nicht schon genug wäre, hängst du auch noch mitten in der DDR und das im Jahre 1984 fest. Kein Grund durchzudrehen, oder?! Genau so sieht es Alina auch, denn das kann alles nur ein Traum sein. Nach Momenten, in denen sie versucht aufzuwachen, ist sich Alina allerdings nicht mehr so sicher, jetzt kann sie nur noch das Beste daraus machen. In einem Land vor meiner Zeit ist in Tagebuchform geschrieben, ich war zunächst skeptisch, ob mir dieser Stil gefällt. Ich habe ähnliche Bücher gelesen, die in Brief- oder Emailform geschrieben sind und mir nicht zusagten. Glücklicherweise war es bei diesem Buch ganz anders, denn dies hat dem Ganzen eine besondere und persönliche Note gegeben. Ein zusätzliches Plus ist die Innengestaltung, die ebenfalls an ein Tagebuch erinnert. Ina Raki beweist, dass sie eine ordentliche Portion Humor besitzt und diesen hat sie auch, ohne den damaligen Umständen den Ernst zu nehmen oder sie ins Lächerliche zu ziehen, in das Buch einfließen lassen. Das Buch gibt einen schönen Einblick in das Leben eines Jugendlichen zu DDR Zeiten, ich konnte mir das ja nie so recht vorstellen und Ina Raki hat mir die Zeit näher gebracht. Ich habe keine Zweifel, dass sehr viel Ina in Alina steckt und umgekehrt. Es ist sehr persönlich und ansprechend geschrieben. Fazit Ein erfrischendes Buch über eine etwas andere Zeitreise, die viele Klischees über die ehemalige DDR widerlegt und vielleicht auch ein paar bestätigt.

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  • Rezension zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    mecedora

    mecedora

    "Eines weiß ich aber nun ganz sicher: Es gab in dieser Welt keinen märchenüblichen Glanz. Es gab nur wenige coole Prinzen. Definitiv gab es keine tollen Prinzessinnenkleider. Es gab vor allem gruselige Ungeheuer, unsichtbare und bedrohliche." (231) Alinas 14. Geburtstag ist anders als all die anderen zuvor. Nicht nur deshalb, weil sie sich beinahe erwachsen fühlt (und auf einen Kuss ihres Schwarms hofft), sondern vor allem, weil sie am Morgen ihres 14. Geburtstages in einem fremden Leben erwacht: im Leben ihrer Mutter! In der DDR! ALS ihre Mutter! Das ist nicht nur sonderbar und völlig fremd, sondern ganz ganz anders als das, was die selbstbewusste Jugendliche aus Bayern kennt - und mitunter ausgesprochen befremdlich und teilweise auch bedrohlich. Alina tritt eine Zeitreise ins Jahr 1984 an, auf die andere Seite des Eisernen Vorhangs, in das Leben ihrer Mutter, als sie in deren alten Tagebüchern schmökert. Auf dieser Zeitreise lernt sie nicht nur ihre Großeltern und vor allem ihre Mutter besser kennen und verstehen, sondern vor allem das Land, das Heimat ihrer Mutter war und über das sie bislang nur sehr wenig wusste: die DDR. Hineinkatapultiert in eine völlig andere Sozialisation und Gesellschaft, tut sich Alina (die als Anschi aufwacht) mitunter schwer, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden: die Schule ist anders, das freiwillig-verpflichtende Pionierleben ist verwirrend, die Kleidung seltsam, Schlangestehen für Tomatensauce befremdlich und die ganzen Heimlichkeiten und Dinge, die man nicht aussprechen darf erst... Ina Raki schreibt mit "In einem Land vor meiner Zeit" ein höchst unterhaltsames Buch über die DDR - nicht zur für Jugendliche. Sehr anschaulich und kurzweilig berichtet sie vom Alltags- und Schulleben in der DDR und führt Jugendlichen und Erwachsenen sowohl aus Ost wie aus West ein Leben in einem Land vor Augen, das es so nicht mehr gibt und das vielen von uns (mich eingeschlossen) so furchtbar fremd ist. Der Leser begleitet Alina in ihrem neuen Leben als Jugendliche in der DDR und lernt so ganz nebenbei ganz viel Alltag und Normalität, aber auch größere politische Themen und den allgegenwärtigen Druck der Anpassung kennen. Es geht um Fremdheit und Verständnis, Freundschaft, Familie, Entbehrung und Anpassung, um Mut und das Wissen, wann Schweigen besser ist. Große Themen werden in diesem leichten Buch angesprochen und machen nachdenklich ob der eigenen Geschichte und des eigenen Verhaltens. "In einem Land vor meiner Zeit" verpackt in einer als Tagebuch (übrigens sehr originell und auch graphisch sehr gelungenen) gestalteten Zeitreise ganz viel Zeitgeschichte und stellt die DDR sehr lebensnah dar. Ein Geschichtsbuch in einer völlig untrockenen Variante und ein großer Lesespaß, wenngleich es auch bedrückende Momente gibt. Nicht nur, besonders aber für Jugendliche ein lehrreiches und kurzweiliges Stück Literatur, das ich mit großem Genuss (und ebenso großem Erkenntnisgewinn) gelesen habe. Von mir die vollen fünf Sterne für "In einem Land vor meiner Zeit" und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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    • 2
    aba

    aba

    24. September 2012 um 19:21
  • Leserunde zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen
    GritPoppe

    GritPoppe

    Die 16-jährige Gonzo kennt kein Zuhause. Sie hat ihre Kindheit in den Spezialheimen der DDR verbracht. Und irgendwann ist sie direkt in der Hölle aus Willkür und Gewalt gelandet: im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Zur Strafe sitzt Gonzo dort in der Dunkelzelle und ist den brutalen Methoden der Erzieher hilflos ausgeliefert. Als sie in einen anderen Jugendwerkhof gebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Aber wo soll sie hin? Dann trifft sie René, der in den Westen will. Kann Gonzo ihm trauen? Und wird sie jemals wirklich frei sein? „Abgehauen“ ist der Nachfolgeroman von „Weggesperrt“ – aber keine Fortsetzung im eigentlichen Sinne, denn erzählt wird hier die Geschichte von Gonzo, der Freundin von Anja, der Protagonistin aus dem ersten Buch. (Wer also „Abgehauen“ lesen möchte, muss „Weggesperrt“ nicht unbedingt kennen.) Der erste Band wurde (und wird ;-) von Jugendlichen (ab 14) und auch von Erwachsenen gelesen. Auch „Abgehauen“ wendet sich sowohl an jüngere als auch ältere Lesende. Auf meiner Website finden sich sowohl Infos zur Neuerscheinung „Abgehauen“ (und zu meinen anderen Büchern und zu mir), als auch Hintergrundinformationen zu den Zeitzeugen (z. B. ein authentischer Fluchtbericht oder auch Originaldokumente aus dem Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau). Wie es in dieser Disziplinaranstalt für Jugendliche ausgesehen hat, könnt Ihr hier sehen. Auch ein Blick ins Buch ist schon mal möglich: Leseprobe Interessieren würde mich, wie Euch Leseprobe und Cover gefallen und was Ihr nach diesen ersten Eindrücken erwartet. Der Dressler Verlag stellt für die Leserunde 25 Freiexemplare zur Verfügung – ganz herzlichen Dank dafür -, und Ihr könnt Euch bis zum 9. September bewerben, um eines davon zu erhalten. (Wenn Ihr denn Lust habt a) das Buch zu lesen und b) mit mir darüber zu reden bzw. schreiben.) Teilnehmen an der Leserunde kann man natürlich außerdem auch, wenn man das Buch schon besitzt. Ich freue mich schon sehr auf die Leserunde und bin gespannt auf einen regen Austausch! News zum Buch natürlich auch auf Facebook!

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    • 454
  • Rezension zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    Buchraettin

    Buchraettin

    Als Alina am Morgen ihres 14. Geburtstags die Augen aufschlägt, findet sie sich in einem fremden Zimmer, einer fremden Umgebung wieder. Es ist 1984, Sachsen in der damaligen DDR und Alin steckt im Körper ihrer Mutter. Oje, kein Internet, Handy, Computer, Fernseher oder Musik.. geschweige denn hippe Klamotten. Sattdessen gibt es Russischunterricht, komische Klamotten, Uniformen, Samstagsunterricht und immer wieder verplante Nachmittage mit Partnerschulen, Jungstunden und freiwilligen Diensten. Alinas Welt wurde komplett auf den Kopf gestellt und die sozialen Netzwerke und die Handyerfindung sind noch in weiter Ferne. Meinung Ich mag solche Geschichten, in denen es um Körpertausch und vorallem Zeitreisen geht. Dieses Zeitalter, einige Jahre vor der Wiedervereinigung in der damaligen DDR, darüber weiß man relativ wenig. Wie lebten die Leute damals, besonders die Jugendlichen? Unterschied sich das wirklich so komplett vom Westen? Oder lag es doch nur an den politischen Ansichten? Das Buch schildert den Alltag einer „ normalen“ 14 jährigen. Schule, Pioniere, Freizeit, Musik, Klamotten, Jungen. Die Themen sind die gleichen und doch trennten sie Welten. Ich fand, es gab doch sehr viele Gemeinsamkeiten, wäre da nicht die Politik gewesen. Gefallen hat mir, dass das Buch informiert ohne den Zeigefinger zu erheben. Witzig fand ich auch die Aufmachung des Buches, ein optisches Highlight. Die Gestaltung der Seiten, die in Tagebuchform geschriebenen Kapitel und die immer wieder eingefügten Post-ist, Stundenpläne, Anekdoten, all das fand ich sehr unterhaltsam. Ein tolles Buch für alle Ostalgier und für alle Interessierten Leser, die gern mal eine Zeitreise in die jüngere, deutsche Vergangenheit erleben wollen. Ein besonderes Merkmal des Buches ist dabei, dass hier historisches Wissen auf amüsante, lockere Weise erzählt wird und nicht durch trockenen Geschichtsunterricht.

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    aba

    aba

    03. September 2012 um 21:33
  • Rezension zu "In einem Land vor meiner Zeit" von Ina Raki

    In einem Land vor meiner Zeit
    Haveny

    Haveny

    Meine aktuelle Statusmeldung auf Facebook wäre: Ich bin im falschen Leben. Das Problem: Hier gibt’s kein Facebook. Willkommen im Jahr 1984 – mitten in der DDR ... Voller Vorfreude auf ihren Geburtstag schläft Alina ein und wacht in einer fremden Umgebung auf: Schockiert stellt sie fest, dass sie im Jahr 1984 ist. Mitten in Sachsen, als jugendliche Version ihrer eigenen Mutter. Einziger Begleiter aus der Neuzeit ist ihr Tagebuch. Plötzlich begegnet sie »fetzigen« Looks, neuen Freundinnen, unbekannten Grenzen und verbotenen Gedanken. Eine komplett verrückte Zeitreise beginnt. Dieses Buch erzählt, wie wichtig Zivilcourage ist und wie kostbar die Freiheit, zu sich selbst stehen zu dürfen – ob im Leben der eigenen Mutter in den achtziger Jahren oder heute. Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen und mir auch viele Details über das Leben in der DDR nähergebracht. Aber erst mal zum Cover dieses finde ich eigentlich wirklich schön, auch wenn ich in einer Buchhandlung nicht unbedingt sofort nach diesem Buch gegriffen hätte, wobei ich aber wirklich etwas verpasst hätte. Der Schreibstil der Autorin lässt sich schön flüssig lesen und entspricht eben auch wirklich der Sprache eines 14-jährigen Mädchens, woran man auch wieder merkt, dass die Zielgruppe dieses Buches Jugendliche sind. Dieses gesamte Gesichte rund um Alina wird, wie in der Inhaltsangabe oben bereits angedeutet wurde, im Tagebuchformat erzählt und auch im Buch eben so gestaltet. Darunter muss man sich vorstellen, dass die Tagebuchseiten wirklich wie die einer 14-jährigen gestaltet sind, also dass bestimmte Worte groß und fett geschrieben werden und einem auch immer wieder Smileys in den Einträgen gibt. Zwischen diese Einträge integriert die Autorin auch geschickt die Einträge aus dem Tagebuch ihrer Mutter zu dieser Zeit. Diese kommen allerdings nicht besonders oft vor und sind sehr, sehr kurz gehalten, was ich persönlich wirklich schade finde, da es doch wirklich interessant ist, wie Alinas Mutter die Geschehnisse des Tages dokumentiert hat. Die Protagonistin Alina finde ich wirklich authentisch für eine 14-jährige und ich (15 Jahre), kann ihr Handeln größtenteils auch wirklich nachvollziehen. Auch ihre Gedankengänge kann ich meistens verstehen, denn wie würde man sich wohl fühlen, wenn man plötzlich in dem Leben seiner Mutter aufwacht und zwar zur Zeit als diese so alt war wie man nun selbst ist?! Man kann allerdings im Laufe des Buches eine große Veränderung an Alina nachvollziehen. Sie beginnt mit der Zeit, die sie in der DDR verbringt immer mehr zu begreifen, wie gut sie es eigentlich in ihrem richtigen Leben hat. Außerdem begreift sie auch wieso ihre Mutter in bestimmten Situationen so oder so gehandelt hat. Sie lernt einfach wie glücklich sie sein kann ein so tolles Leben in Freiheit zu haben und wird auch immer reifer sowohl in ihrem Handeln als auch in ihrem Denken. In der Geschichte werden einem interessante Fakten über das alltägliche Leben in der DDR locker und leicht vermittelt, da die Autorin sie einfach zwischen den normalen Textfluss einbaut. Dadurch werden sie gut in Alinas Tagebucheinträge integriert und man lernt während man die wirklich unterhaltsamen Tagebucheinträge liest auch noch etwas. Mein Fazit: Dieses Buch hat wirklich voll und ganz vier Sterne verdient und wäre meiner Meinung nach auch gut als Schullektüre geeignet. Denn dieses Buch unterhält den Leser nicht nur gut sondern beschäftigt sich zudem auch noch mit dem Leben in der DDR und vermittelt Details, die vor allem Schüler aber auch manch andere Menschen der heutigen Zeit gar nicht so kennen, da sie das eben nicht selbst erlebt haben.

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