Ina Rudolph Auf ins fette, pralle Leben

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Inhaltsangabe zu „Auf ins fette, pralle Leben“ von Ina Rudolph

in einem selbstversuch begab sich ina rudolph
für ein jahr auf die suche nach dem schönen Leben.
ihr Ziel war es, mit hilfe von »the Work« von
byron Katie herauszufi nden, wie sie wirklich leben
möchte. jeweils einen monat testete sie
daher eine idee, die dabei helfen soll, das Leben
einfacher zu machen: tu immer nur eine sache auf
einmal, sorge dich nicht um Dinge, die ziemlich
wahrscheinlich nie eintreffen, lebe ganz im jetzt.
in zwölf lebendig erzählten geschichten berichtet
sie davon, wie es ihr bei dieser reise in die Welt der
eigenen gewohnheiten erging. ihre erkenntnisse
inspirieren dazu, das eigene Leben zu hinterfragen
und zu überprüfen, was man selbst gerne ändern
würde. so entsteht ein bild davon, wie man wirklich
leben will.

Ein wunderbares Buch, das mir vor Augen geführt hat, was es für ein fettes, pralles Leben braucht!

— Ninasan86

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    Auf ins fette, pralle Leben

    Ninasan86

    12. June 2016 um 19:56

    Zum Inhalt:In einem Selbstversuch begab sich Ina Rudolph für ein Jahr auf die Suche nach dem schönen und entspannten Leben. Ihr Ziel war es, herauszufinden, wie sie wirklich leben möchte. Jeweils einen Monat testete sie daher eine Idee, die dabei helfen soll, das Leben einfacher zu machen: Tu immer nur eine Sache auf einmal, sorge dich nicht um Dinge, die ziemlich wahrscheinlich nie eintreffen, lebe ganz im gegenwärtigen Moment.In 12 lebendig erzählten Geschichten berichtet sie davon, wie es ihr bei dieser Reise in die Welt der eigenen Gewohnheiten erging. Ihre Erkenntnisse inspirieren dazu, das eigene Leben zu hinterfragen und zu überprüfen, was man selbst gerne ändern würde. So entsteht ein Bild davon, wie man wirklich leben will.Über die Autorin:Ina Rudolph wurde an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin in der darstellenden Kunst ausgebildet. Sie arbeitete viele Jahre für Fernsehen und Kino und hat an Drehbüchern und Theaterstücken mitgeschrieben. Im Frühjahr 2008 erschien als erste Veröffentlichung der Erzählband „Sommerkuss“ mit sieben Erzählungen. Sie ist als Trainerin für „The Work“ von Byron Katie ausgebildet und hält dazu Vorträge, gibt Seminare und bietet Einzelberatungen an. Ina Rudolph lebt in Berlin.Meine ersten Leseeindrücke:Das Buch ist in einzelne Kapitel und somit auch Übungen aufgegliedert. Hier seht ihr die Übersicht: Gelebte Umkehrungen - Gewohnheiten durchbrechen, Guten Morgen, liebe Sorgen, In den eigenen Angelegenheiten bleiben, Ärgerlicher Ärger, Das Ja im Nein - aufrichtig kommunizieren, Das Geschenk der Kritik, Hetzerei - unser schnelles Leben, Ohne Streben nach Verbesserung, Nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung suchen, Wahrnehmen, ohne zu bewerten, Den Gedanken im Verständnis begegnen, Im Hier und Jetzt Ich werde euch jetzt zu verschiedenen Abschnitt meinen Eindruck schildern und ggfs. auch meine Probleme mit der Umsetzung einiger Experimente (natürlich könnte ich euch jedes einzelne beschreiben, doch ich möchte nicht alles vorweg nehmen):Kapitel 1 - Gelebte Umkehrungen - Gewohnheiten durchbrechenIn diesem Kapitel stellt Ina Rudolph die Gewohnheiten des Menschen vor, die sich in ein Leben einschleichen und nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr wegzudenken sind. Wir Menschen sind einfach Gewohnheitstiere. Sie hat es an folgendem Beispiel dargestellt: Ina fährt mit ihrer Tochter immer eine bestimmte Strecke mit dem Fahrrad. Irgendwann gabelt sich der Weg, gewöhnlich nehmen sie immer den rechten Weg. Eigentlich ohne jeglichen Grund, doch allein dieser Ausbruch aus der "Normalität" oder der "Gewohnheit" stellt sie und ihre Tochter vor eine große Herausforderung. Zunächst fühlt es sich befremdlich an, eben nicht wie gewöhnlich, doch dann wird auch dieser Weg aufregend, zeigt Neues und wird richtig toll! Ich habe mir einmal angeschaut, welchen Gewohnheiten ich so nachhänge ... es beginnt bei meinem morgendlichen Ritual des Kaffeetrinkens. Jeden Tag beginne ich mit einer Tasse Kaffee. Eigentlich nichts außergewöhnliches, Routine und für viele Menschen wohl derselbe Ablauf. Doch wie wäre es, wenn ich diese Gewohnheit einfach mal durchbreche und statt des Kaffees einmal Tee trinke? Und dann das Ganze steigere, in dem ich auch noch unterschiedliche Sorten trinke und nicht immer nur dieselbe? Für mich war es eine Herausforderung, war ich den herben Geschmack der frisch aufgebrühten Bohne doch gewöhnt. Das ging sogar soweit, dass ich dachte: "Ohne Kaffee, kann ich nicht fit in den Tag starten!" Doch war das wahr? Ich habe es ausprobiert, bin auf Tee umgestiegen und habe auch unterschiedliche Sorten versucht und - siehe da! Auch mit Tee hatte ich einen guten Start in den Tag und habe sogar auch die positiven Auswirkungen auf meinen Körper gemerkt: so war ich mit dem Kaffee in Stresssituationen ziemlich schnell an meinem Limit angelangt und wurde regelrecht biestig - doch keine Spur davon, beim Tee! Ich war gelassen und ruhig. Experiment Nummer 1 ist geglückt!Kapitel 3 - In den eigenen Angelegenheiten bleibenWas kann man sich darunter vorstellen? Eigentlich doch recht simpel: wenn mich etwas nichts angeht, dann sage ich nichts dazu, mische mich nicht ein und teile meine Meinung nicht mit. Doch wann ist etwas meine Angelegenheit und wann nicht? Wann sollte ich einschreiten und wann einfach nicht? So simpel, wie es zu Beginn scheint, ist das Ganze nämlich gar nicht. Meine Angelegenheiten betreffen mich, die Angelegenheiten der anderen beginnen jedoch schon dort, wenn ich ihnen (und wenn auch nur in Gedanken) sage, was sie tun und lassen sollen. "Er oder so sollte mal nichts so schnell fahren" oder "War das da jetzt nötig?" Doch sind das dann meine Angelegenheiten? Nein, sind es nicht. Ich sollte mich um mich kümmern und um das, was mich wirklich betrifft. Ob sie oder er so fährt wie er oder sie fährt, ihre/seine Arbeit so macht oder ihre Pause länger als nötig macht und früher geht. All das sind nicht meine Angelegenheiten, denn ich kann sie nicht steuern. Und wie gut tut es, wenn man erst merkt, was wirklich seine eigene Angelegenheit ist und was nicht. Für was man verantwortlich ist und für was einfach nicht. Ich verrate es euch: sehr gut! Und ab und an tut es auch gut, wenn man andere darauf hinweist, was meine und ihre Angelegenheiten sind ...Kapitel 9 - Nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung suchenDieses Kapitel hat mir wahrlich die Augen geöffnet und ich habe mich auch tatsächlich darin wieder erkannt. Typisch Frau (zumindest geht es mir so): kaum ist sie unzufrieden, hat sie ein unbändiges Bedürfnis nach Kuschel- und Knuddeleinheiten. Wie oft habe ich dann zu meinem Freund gesagt "Schatz, ich brauche jetzt eine Umarmung" und was kam? Ein verständnisloser Blick und das wars. Oftmals habe ich nicht verstehen können, was an einer Umarmung so schwer sein sollte. Warum kam er meinem Bedürfnis einfach nicht nach? Ich wollte ja keinen Heiratsantrag - verdammt nochmal, sondern nur eine Umarmung! Und genau da fängt das Problem an. ICH wollte eine Umarmung, bekam sie nicht und suchte den Grund dafür, steigerte mich in etwas hinein, das in "Er liebt mich nicht mehr" oder "Er liebt mich nicht so, wie ich ihn liebe" endete und schnell entstanden Missverständnisse. Doch jetzt betrachten wir das Ganze doch mal aus einem anderen Blickwinkel: schauen wir uns ihn an. Ich stehe da und verlange eine Umarmung, ihm ist nicht danach. Warum sollte ich ihn dazu zwingen können, mir eine Umarmung zu geben, wenn er sich damit unwohl fühlt? Warum sollte ich nach so viel Liebe und Aufmerksamkeit haschen, wenn sie doch immer allgegenwärtig ist? Nur ich selbst habe mir das schlechte Gefühl eingeredet und ihn damit unnötig provoziert oder gar gekränkt. Nein, jetzt nicht mehr. Ich achte darauf was ich denke und wie ich es sage und wenn ich wirklich ein Bedürfnis nach Kuscheln und Knuddeln habe, dann sage ich ihm das, werde mir aber trotzdem bewusst, dass er mich liebt und er mir immer all das gibt, was ich in der Beziehung brauche, ohne direkt an seiner Liebe zu zweifeln.Kapitel 10 - Wahrnehmen ohne zu bewertenAuf dieses Kapitel habe ich mich sehr gefreut! Gefreut deswegen, da ich schon an einem Achtsamkeitskurs teilgenommen hatte und auch dort erstmals mit dem Gedanken "Wahrnehmen ohne zu bewerten" konfrontiert wurde. Und damals fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Doch dieses Mal wusste ich ja schon,um was es ging und konnte direkt los legen. Die Wertung oder Bewertung fängt direkt beim Aufstehen an. Wir blicken aus dem Fenster und schauen in den Himmel ... "schlechtes Wetter" heißt es dann, wenn es regnet. Auf der Autobahn dann ein Auto, das nicht schnell fährt und geradezu im Weg ist "Idiot, bleib doch Zuhause. Hast du den Führerschein im Lotto gewonnen?". Eine Wertung folgt auf die nächste. Zu allem, was wir sehen, haben wir eine Meinung. Geht doch einfach mal in die Stadt und schaut euch um. Was seht ihr? "Oh mann, wie kann DIE nur so ein Kleid tragen?" "Oh Gott, hast du DIE Frisur gesehen?" Ständig sind wir am bewerten, doch wer wären wir ohne diese Bewertungen. Wenn wir einfach nur mal schauen, wahrnehmen, ohne weiter zu denken. Dann sehen wir einen jungen Mann mit einer Frisur, die man nicht alltäglich sieht, eine Frau in einem Rock. Das war's! Wir nehmen uns Urlaub von unseren Gedanken, nehmen einfach nur wahr und - haben einen vollkommen freien Kopf :) Ohne Wertung, ohne ständiges Nachdenken, einfach frei! So soll das sein! Versucht mal einfach nur wahrzunehmen - nicht zu bewerten. Es ist anstrengend und mag nicht einfach sein, denn nicht hinter jedem Gedanken vermutet man eine Bewertung, doch hinter den meisten mag sie stecken. Erkennt die Bewertung und ändert es. Einfach nur schauen. Sonst nichts.Und nun mein liebstes Kapitel:Kapitel 12 - Im Hier und JetztJa, im Hier und Jetzt sein. Ebenfalls ein Gedanke aus der Achtsamkeit, der sich simpel anhört, doch wer kann schon von sich behaupten, ihn zu leben? Wie oft am Tag hängen wir unseren Gedanken nach? Planen den weiteren Tagesablauf, morgen, übermorgen, blicken zurück in die Vergangenheit. Automatisch verrichten wir unsere Arbeit, ohne tatsächlich anwesend zu sein. Körperlich vielleicht ja, aber nicht geistig! Ständig sind wir uns selbst wieder vier oder fünf Schritte voraus. Doch was, wenn man einfach mal inne hält. Stoppt. Nichts tut und im Hier und Jetzt verweilt. Ich habe es versucht, mehrfach, ab und an bin ich gescheitert oder sagen wir mal so: ich bin nicht gescheitert, ich bin mir vielmehr während meiner Übung bewusst geworden, dass ich wieder gedanklich abdrifte und habe ich wieder ins Hier und Jetzt zurückgeholt. Einfach mal Kaffeetrinken oder Tee ohne zu denken, die warme Tasse anzufassen, sie langsam zum Mund zu führen und die heiße Flüssigkeit langsam in den Mund laufen zu lassen, dort mit der Zunge hin und her zu balancieren und sie schließlich im Rachen hinunterlaufen zu lassen ... einfach trinken, sich dessen bewusst sein, voll und ganz DA sein und sonst nichts tun. Genau so sollten wir leben, bewusst für jeden einzelnen Tag und jeden Moment, denn das Heute ist Morgen schon Vergangenheit und zählt nicht mehr. Also: genießt das Leben im Hier und Jetzt!!!Dies waren nur kleine Einblicke in viele Experimente und Gedankengänge, die ich während dem Lesen durchlebt habe. Jeden einzelnen konnte ich verfolgen und aufrecht halten. Die einzelnen Kapitel haben mir einiges beigebracht, mir einige Fragen gestellt, die ich kritisch betrachtet und auf mich und mein Leben angewandt habe:Wie breche ich mit Gewohnheiten? Wie kann ich meine Komfortzone verlassen, ohne dass ich mich damit belaste? Wie gehe ich mit meinen Sorgen um und wie kann ich die Sorgen so betrachten, dass sie nicht mehr so schlimm sind? Warum ärgere ich mich und was bringt es mir? Wie sage ich meine Meinung, ohne jemanden zu verletzen und wie kann ich selbst mir am nächsten sein und auch wirklich das sagen und tun, was ich denke? All diese Fragen werden behandelt und beantwortet, gespickt mit Übungen und Geschichten der Autorin aus dem Alltag. Hier werden dem Leser keine reine Phrase an den "Kopf geworfen", man arbeitet mit ihnen, sieht alltägliche Situationen und erhält auch Anwendungsbeispiele. Dabei ist die Autorin immer im Bilde des Geschehens und führt durch die einzelnen Kapitel mit anschaulichen Beispielen und Leitsätzen.Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich konnte auch Einiges daraus für mich und mein Leben mitnehmen. Natürlich bin ich nach einem mal lesen kein Meister in sämtlichen Experimenten und Situationen, doch mit einiger Übung, kann auch ich endlich zu mir finden und sogar sagen: Auf ins fette, pralle Leben!!! In das Leben, was ich mir verdient habe!

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  • Kleine Idee – Große Wirkung

    Auf ins fette, pralle Leben

    YukBook

    03. May 2016 um 18:15

    Es gibt Bücher, die fallen einem genau zum richtigen Zeitpunkt in die Hände. "Auf ins fette pralle Leben" von Ina Rudolph war so eines. In letzter Zeit hatte ich überlegt, wie ich meine Routine durchbrechen und etwas mehr Abwechslung in meinen Alltag hineinbringen könnte. Und prompt handelt gleich das erste Kapitel des optisch sehr ansprechenden Buchs von Gewohnheitsumkehrungen. Ina Rudolph, Schauspielerin, Autorin und Coach, lädt den Leser ohne Umschweife in ihr Familienleben in Berlin-Neukölln ein und beschreibt ihr erstes von 12 Experimenten, die sie sich für jeden Monat vorgenommen hat. Sie alle beruhen auf „The Work“ von Byron Katie, deren Methode sie in Seminaren und Einzeltrainings weitervermittelt. Was die Gewohnheiten betrifft, sprach sie mir aus der Seele. Auch für mich ist es immer eine Gratwanderung zwischen dem Ziel, die täglichen Aufgaben möglichst routiniert und effizient zu erledigen und dem Wunsch, mehr Variationen, Spannung und Überraschung zu erleben. Ihre Ideen, alltägliche Dinge einmal anders zu machen als gewohnt, inspirierten mich gleich dazu, meinen eigenen Tagesablauf zu überdenken.  Auch die folgenden Experimente drehen sich um Themen, die sicher jedem mal mehr mal weniger Kopfzerbrechen bereiten: der Umgang mit sorgenvollen Gedanken, der Wunsch nach klarer Kommunikation oder der Optimierungsdrang. Viele konkrete Beispiele aus ihrem Leben, z.B. dem Partner Unpünktlichkeit vorzuwerfen oder die Absage einer Freundin fehlzuinterpretieren, kamen mir so bekannt vor, dass ich schmunzeln musste. Immer wieder geht es darum, eigene Glaubenssätze zu hinterfragen und zu erspüren, welcher Gedanke und welche Einstellung sich gut für einen selbst anfühlen. Mit dem Glaubenssatz „Dafür muss ich etwas tun“ traf sie bei mir auf einen wunden Punkt. Erst kürzlich war mir aufgefallen, dass ich manchmal zu ziel- und ergebnisorientiert an Aufgaben herangehe und dabei vor lauter Tunnelblick der Spaß völlig auf der Strecke bleibt. Mir gefällt, dass Ina Rudolphe auch bei diesem Beispiel das Thema sehr differenziert beleuchtet, indem sie sagt, dass sie persönlich weder das eine Extrem – Faulheit und Passivität – noch das anderen Extrem – Kampf und Anstrengung – gutheißen kann. Erstaunlich, wie die Autorin den Leser sanft an die Problematik heranführt und immer die richtigen Worte findet. Es ist ein mit vielen persönlichen Erfahrungen und Alltagsgeschichten gespickter Lebensratgeber, der dem Leser interessante Impulse zu mehr Leichtigkeit und Freude auf den Weg gibt.

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