Ina Tomec

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Ina Tomec

Ina TomecAyleva - Die Reise im Licht des Nebels
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Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels
Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels
 (6)
Erschienen am 22.10.2015
Ina TomecGeschichten - Von heiter bis nicht lustig
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Geschichten - Von heiter bis nicht lustig
Geschichten - Von heiter bis nicht lustig
 (1)
Erschienen am 05.04.2016
Ina TomecAyleva - Im Wirbel der Vergangenheit
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Ayleva - Im Wirbel der Vergangenheit
Ayleva - Im Wirbel der Vergangenheit
 (0)
Erschienen am 03.11.2016
Ina TomecDas magische Dorf
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Das magische Dorf
Das magische Dorf
 (0)
Erschienen am 07.09.2015

Neue Rezensionen zu Ina Tomec

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LeAlexs avatar

Rezension zu "Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels" von Ina Tomec

Anspruchsvoll und intensiv
LeAlexvor 2 Jahren

Ayleva ist keine gewöhnliche Zeitreisegeschichte, sondern intensiv, anders und spannend. Die Autorin versteht es, die Leser mitzunehmen. Man fühlt und zittert mit Ayleva. Man kann das 13. Jahrhundert förmlich vor sich sehen und leidet unweigerlich mit. Da packt einen auch schon mal die Wut oder das Entsetzen. Die Autorin Ina Tomec beschreibt diese Jahrhundert äusserst fundiert und mit ausgezeichneten geschichtlichen Kenntnissen. Sie beschönigt nichts und lässt die Grausamkeit des Mittelalters folgeschwer zu Tage treten. Die Geschichte ist mystisch aber definitiv kein Fantasyabklatsch. Es ist faszinierend, Ayleva durch die mittelalterliche Zeit und das dort herrschende beschwerliche Leben zu folgen. Die Autorin versteht es, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. So hofft man intensiv mit Ayleva mit und hat tatsächlich Angst, dass das Ende nicht gut ausgeht. Ich fand das Buch aufwühlend und sehr emotional. Das verdankt es der wundbaren Schreibkunst der Autorin. Ich kann nur hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt, denn so schnell geht mir Ayleva nicht mehr aus dem Kopf. Ina Tomec ist eine tolle Autorin, die sich offensichtlich auch sehr viel Arbeit mit der Recherche gemacht hat.

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LeAlexs avatar

Rezension zu "Geschichten - Von heiter bis nicht lustig" von Ina Tomec

Wenn Gedanken wirklich zu Geschichten werden!
LeAlexvor 2 Jahren

Mit Vergnügen habe ich die erste Anthologie von Ina Tomec gelesen. Es sind verschieden wundervolle Geschichten, die das Buch sehr abwechslungsreich gemacht haben. Ich habe geschmunzelt, hatte Mitleid, war gerührt oder fand den Text einfach köstlich. Aber jede Geschichte hat mich am Schluss zum Nachdenken gebracht, weil das Ende ungewöhnlich und unerwartet war. Der Rentner hat mich gerührt, der Krimi war sehr geheimnisvoll und die Reise nach Irland war einfach herrlich. Und der Ausflug war unnachahmlich. Genau das stelle ich mir unter einem guten Text vor. Er sollte das Alltägliche zu etwas Speziellem machen und er sollte mir neue Perspektiven eröffnen. Genau das ist Ina Tomec absolut gelungen. Hier wurden die Gedanken wirklich zu Geschichten. Gedanken, die wir alle kennen, in einer neuen Form. Ich habe die Geschichten sehr genossen und freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin.

Ich habe bereits Ayleva von Ina Tomec gelesen und bin immer wieder über ihre Fähigkeit erstaunt, so ins Leben einzutauchen, dass man denkt, man wäre direkt dabei.

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MikkaGs avatar

Rezension zu "Ayleva – Die Reise im Licht des Nebels" von Ina Tomec

Gelebte Geschichte
MikkaGvor 4 Jahren


Handlung:

Die junge Ayleva ist eine ganz normale Frau, die im Jahr 2000 ein ganz normales Leben führt. Aber als sie eines Tages beschließt, den Dachboden im Haus ihrer verstorbenen Eltern zu entrümpeln, macht sie eine unglaubliche Entdeckung: einen versteckten Raum voller alter Bücher, vergilbter Landkarten und Schriftstücke aus dem Mittelalter. Ayleva ist verwirrt und fasziniert. Was hat das zu bedeuten? In dieser Nacht hat sie merkwürdige Träume, und nicht nur das - auf einmal findet sie sich im Jahr 1224 wieder! 

Auf mühsame Art muss sie lernen, ohne die modernen Annehmlichkeiten zu leben, in einer Zeit, in der Armut weitverbreitet ist und es einer Frau nicht ziemt, zu selbstständig oder intelligent zu sein. Und es dauert nicht lange, bis sie mitten hineingerät in politische Intrigen und die Machtkämpfe zwischen Adel und Klerus... 

Meine Meinung: 

Die Grundidee, eine moderne junge Frau ins 13. Jahrhundert zu schicken und dem Leser damit eine Identifikationsfigur zu bieten, die ihm die Historie näherbringt, hat mir sehr gut gefallen. Neugierig und wissbegierig saugt Ayleva die fremdartigen Eindrücke in sich auf, hinterfragt alles und lässt sich von dem Heilkundigen Ludger die unterschiedlichsten Dinge erklären, von der Funktionsweise eines Kalksteinofens bis hin zur Geschichte des Erzbischoffs. 

Das ist lebendige Geschichte! Es ist offensichtlich, dass die Autorin alles bis ins kleinste Detail recherchiert hat, und in einem Gespräch verriet sie mir auch, dass es ihr das größte Anliegen war, dem Leser die Geschichte näherzubringen. "Ayleva" ist keiner dieser Romane, in denen die historischen Ereignisse nur der Aufhänger sind für eine Liebesgeschichte oder ein Familiendrama - im Mittelpunkt steht tatsächlich der Konflikt zwischen Graf Friedrich von Isenberg und Erzbischof Engelbert I. 

Dementsprechend muss man als Leser auch ein gesundes Interesse daran mitbringen! Ich muss zugeben, es gab die ein oder andere Szene, in der mit der Kopf schwirrte vor lauter Namen und Jahreszahlen - was mussten die Menschen damals auch alle Friedrich, Engelbert oder Heinrich heißen? Aber die Autorin hat am Ende des Buches ein Personenverzeichnis angehängt, in dem man sowohl die historischen als auch die erfundenen Personen noch mal nachschlagen kann. 

Manchmal habe ich mich ein wenig gewundert, mich welcher Mühelosigkeit der einfache Heilkundige Ludger Jahreszahlen und Ereignisse herunterspulte - ich könnte einem Zeitreisenden aus der Zukunft zum Beispiel nicht spontan erzählen, wann genau welcher Politiker in welches Amt gewählt wurde! -, aber die Autorin brachte im Gespräch das Argument, dass die Menschen damals ja nur wenig Ablenkung hatten von den Dingen, die um sie herum geschehen, und vielleicht war es tatsächlich so, dass man damals das Leben der Adligen in etwa so verfolgte, wie man sich heute mit Fernsehen und Internet berieseln lässt. 

Dennoch hätte ich mir manchmal gewünscht, dass Ludger etwas lebendiger und mit mehr Bezug zu seinem Alltag berichtet hätte; gelegentlich klang er in meinen Ohren doch wie ein Lehrbuch. 

Alyeva ist eine starke Frau, die weiß, was sie will. Durch ihre pharmazeutische Ausbildung weiß sie vieles über Nutzpflanzen, Wundheilung und Ähnliches und kann so wunderbar Ludger zur Hand gehen, dem Heilkundigen, der sie nach ihrer Zeitreise im Nachthemd zitternd im Wald gefunden und mit zu sich genommen hat. Sie erlebt in der Vergangenheit immer wieder Schreckliches, lässt sich aber davon nicht zerbrechen. Das ein oder andere Mal hat mich sehr gewundert, wie leicht sie eigentlich Traumatisches anscheinend wegsteckt, aber andererseits befindet sie sich in einer Zeit, in der solche Dinge leider zum Alltag gehörten, und passt sich wahrscheinlich einfach so gut an, wie es ihr möglich ist.

Sehr sympathisch fand ich, wie sehr Ayleva mitleidet mit den Armen, Kranken und Schwachen, und mit welcher Entrüstung sie auf Ungerechtigkeiten reagiert, die die Menschen jener Zeit meist klaglos hinnahmen, wie z.B. die Tatsache, dass der Graf im Luxus lebt und seine Untertanen kaum wissen, wie sie den Winter überleben sollen. 

An Ludger hat mir gut gefallen, wie aufgeschlossen er Ayleva gegenübertritt. In einer Zeit, in der die Frau dem Manne untertan sein sollte, überrascht und erzürnt ihr Verhalten ihn zwar manchmal, aber meist lässt er ihr ihren Freiraum und unterstützt sie, wo er nur kann. 

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: einerseits Aylevas Leben im 13. Jahrhundert, und andererseits die Bemühungen ihres Freundes Randolf in der Gegenwart, Ayleva zurückzubringen. Ehrlich gesagt konnte ich den Geschehnissen in der Gegenwart relativ wenig abgewinnen; für mich lag die Spannung der Geschichte eindeutig in der Vergangenheit, denn ich wollte wissen, wie Ayleva die vielen Hindernisse und Gefahren bewältigt! 

Allerdings flaute die Spannung für mich immer mal wieder etwas ab; ich fühlte mich sozusagen "ausgebremst" von den Szenen, in denen sehr gehäuft viel geschichtliches Wissen auf einen Schlag vermittelt wurde. Ich hätte dieses Wissen lieber ganz nebenher, nahtlos eingebunden in den Lauf der Geschichte, erfahren. 

Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen; die Autorin schreibt lebendig und mit viel Liebe zum historischen Detail. Auch die Dialoge sind meist gut gelungen: die Menschen sprechen nicht zu modern, um unglaubwürdig für ihre Zeit zu werden, aber auch nicht zu altertümlich, um den modernen Leser zu verprellen. Bei manchen Dialogen hat mich aber gestört, dass die Menschen sich gegenseitig geschichtliche Details erzählen, obwohl sie beiden Gesprächspartnern bekannt sind - natürlich soll der Leser diese Details erfahren, aber das hatte für mich manchmal keinen natürlichen Fluss. 

Fazit:

Die junge Ayleva verschlägt es aus dem Jahr 2000 plötzlich ins Jahr 1224, und da muss sie sich nicht nur mit Hunger, Kälte und mangelnden sanitären Anlagen auseinandersetzen, sondern auch mit politischen Intrigen und der Gefahr, als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen zu landen. Man muss meiner Meinung nach ein deutliches, ausgeprägtes Interesse an der Geschichte des 13. Jahrhunderts mitbringen, um dieses Buch zu genießen, denn der Leser wird mit unzähligen historischen Details überhäuft. Die Autorin hat viel Zeit und Mühe darauf verwandt, die Hintergründe gründlich zu recherchieren und einzubringen!

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