Ina Tomec Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels

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Inhaltsangabe zu „Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels“ von Ina Tomec

Ayleva findet auf dem Dachboden ihres Elternhauses in Hattingen Handschriften aus dem 13. Jahrhundert. Sie beziehen sich auf einen jahrelangen Erbstreit der westfälischen Grafengeschlechter der Altena-Isenberg-Linie sowie deren Fehde mit dem Erzbistum Köln.
Ein mysteriöser Sternennebel bringt die junge Ayleva in einer Vollmondnacht ungewollt ins Jahr 1224, in eine Zeit, in der Vergewaltigung, Hunger, Kälte und Not allgegenwärtig sind, und sich der westfälische Adel und das Erzbistum Köln einen erbitterten Streit um Ländereien und Besitztümer liefern.
Bald schlagen ihr, der Fremden, Misstrauen und Angst entgegen. Aylevas Klugheit, die einem einfachen Weib nicht ziemt, ist Graf Friedrich von Isenberg und Erzbischof Engelbert I. von Köln aus machtpolitischen Gründen ein Dorn im Auge - und ihr Tod ist nur noch eine Frage der Zeit.

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  • Anspruchsvoll und intensiv

    Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels

    LeAlex

    08. July 2016 um 04:48

    Ayleva ist keine gewöhnliche Zeitreisegeschichte, sondern intensiv, anders und spannend. Die Autorin versteht es, die Leser mitzunehmen. Man fühlt und zittert mit Ayleva. Man kann das 13. Jahrhundert förmlich vor sich sehen und leidet unweigerlich mit. Da packt einen auch schon mal die Wut oder das Entsetzen. Die Autorin Ina Tomec beschreibt diese Jahrhundert äusserst fundiert und mit ausgezeichneten geschichtlichen Kenntnissen. Sie beschönigt nichts und lässt die Grausamkeit des Mittelalters folgeschwer zu Tage treten. Die Geschichte ist mystisch aber definitiv kein Fantasyabklatsch. Es ist faszinierend, Ayleva durch die mittelalterliche Zeit und das dort herrschende beschwerliche Leben zu folgen. Die Autorin versteht es, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. So hofft man intensiv mit Ayleva mit und hat tatsächlich Angst, dass das Ende nicht gut ausgeht. Ich fand das Buch aufwühlend und sehr emotional. Das verdankt es der wundbaren Schreibkunst der Autorin. Ich kann nur hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt, denn so schnell geht mir Ayleva nicht mehr aus dem Kopf. Ina Tomec ist eine tolle Autorin, die sich offensichtlich auch sehr viel Arbeit mit der Recherche gemacht hat.

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  • Gelebte Geschichte

    Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels

    MikkaG

    27. December 2014 um 14:36

    Handlung: Die junge Ayleva ist eine ganz normale Frau, die im Jahr 2000 ein ganz normales Leben führt. Aber als sie eines Tages beschließt, den Dachboden im Haus ihrer verstorbenen Eltern zu entrümpeln, macht sie eine unglaubliche Entdeckung: einen versteckten Raum voller alter Bücher, vergilbter Landkarten und Schriftstücke aus dem Mittelalter. Ayleva ist verwirrt und fasziniert. Was hat das zu bedeuten? In dieser Nacht hat sie merkwürdige Träume, und nicht nur das - auf einmal findet sie sich im Jahr 1224 wieder!  Auf mühsame Art muss sie lernen, ohne die modernen Annehmlichkeiten zu leben, in einer Zeit, in der Armut weitverbreitet ist und es einer Frau nicht ziemt, zu selbstständig oder intelligent zu sein. Und es dauert nicht lange, bis sie mitten hineingerät in politische Intrigen und die Machtkämpfe zwischen Adel und Klerus...  Meine Meinung:  Die Grundidee, eine moderne junge Frau ins 13. Jahrhundert zu schicken und dem Leser damit eine Identifikationsfigur zu bieten, die ihm die Historie näherbringt, hat mir sehr gut gefallen. Neugierig und wissbegierig saugt Ayleva die fremdartigen Eindrücke in sich auf, hinterfragt alles und lässt sich von dem Heilkundigen Ludger die unterschiedlichsten Dinge erklären, von der Funktionsweise eines Kalksteinofens bis hin zur Geschichte des Erzbischoffs.  Das ist lebendige Geschichte! Es ist offensichtlich, dass die Autorin alles bis ins kleinste Detail recherchiert hat, und in einem Gespräch verriet sie mir auch, dass es ihr das größte Anliegen war, dem Leser die Geschichte näherzubringen. "Ayleva" ist keiner dieser Romane, in denen die historischen Ereignisse nur der Aufhänger sind für eine Liebesgeschichte oder ein Familiendrama - im Mittelpunkt steht tatsächlich der Konflikt zwischen Graf Friedrich von Isenberg und Erzbischof Engelbert I.  Dementsprechend muss man als Leser auch ein gesundes Interesse daran mitbringen! Ich muss zugeben, es gab die ein oder andere Szene, in der mit der Kopf schwirrte vor lauter Namen und Jahreszahlen - was mussten die Menschen damals auch alle Friedrich, Engelbert oder Heinrich heißen? Aber die Autorin hat am Ende des Buches ein Personenverzeichnis angehängt, in dem man sowohl die historischen als auch die erfundenen Personen noch mal nachschlagen kann.  Manchmal habe ich mich ein wenig gewundert, mich welcher Mühelosigkeit der einfache Heilkundige Ludger Jahreszahlen und Ereignisse herunterspulte - ich könnte einem Zeitreisenden aus der Zukunft zum Beispiel nicht spontan erzählen, wann genau welcher Politiker in welches Amt gewählt wurde! -, aber die Autorin brachte im Gespräch das Argument, dass die Menschen damals ja nur wenig Ablenkung hatten von den Dingen, die um sie herum geschehen, und vielleicht war es tatsächlich so, dass man damals das Leben der Adligen in etwa so verfolgte, wie man sich heute mit Fernsehen und Internet berieseln lässt.  Dennoch hätte ich mir manchmal gewünscht, dass Ludger etwas lebendiger und mit mehr Bezug zu seinem Alltag berichtet hätte; gelegentlich klang er in meinen Ohren doch wie ein Lehrbuch.  Alyeva ist eine starke Frau, die weiß, was sie will. Durch ihre pharmazeutische Ausbildung weiß sie vieles über Nutzpflanzen, Wundheilung und Ähnliches und kann so wunderbar Ludger zur Hand gehen, dem Heilkundigen, der sie nach ihrer Zeitreise im Nachthemd zitternd im Wald gefunden und mit zu sich genommen hat. Sie erlebt in der Vergangenheit immer wieder Schreckliches, lässt sich aber davon nicht zerbrechen. Das ein oder andere Mal hat mich sehr gewundert, wie leicht sie eigentlich Traumatisches anscheinend wegsteckt, aber andererseits befindet sie sich in einer Zeit, in der solche Dinge leider zum Alltag gehörten, und passt sich wahrscheinlich einfach so gut an, wie es ihr möglich ist. Sehr sympathisch fand ich, wie sehr Ayleva mitleidet mit den Armen, Kranken und Schwachen, und mit welcher Entrüstung sie auf Ungerechtigkeiten reagiert, die die Menschen jener Zeit meist klaglos hinnahmen, wie z.B. die Tatsache, dass der Graf im Luxus lebt und seine Untertanen kaum wissen, wie sie den Winter überleben sollen.  An Ludger hat mir gut gefallen, wie aufgeschlossen er Ayleva gegenübertritt. In einer Zeit, in der die Frau dem Manne untertan sein sollte, überrascht und erzürnt ihr Verhalten ihn zwar manchmal, aber meist lässt er ihr ihren Freiraum und unterstützt sie, wo er nur kann.  Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: einerseits Aylevas Leben im 13. Jahrhundert, und andererseits die Bemühungen ihres Freundes Randolf in der Gegenwart, Ayleva zurückzubringen. Ehrlich gesagt konnte ich den Geschehnissen in der Gegenwart relativ wenig abgewinnen; für mich lag die Spannung der Geschichte eindeutig in der Vergangenheit, denn ich wollte wissen, wie Ayleva die vielen Hindernisse und Gefahren bewältigt!  Allerdings flaute die Spannung für mich immer mal wieder etwas ab; ich fühlte mich sozusagen "ausgebremst" von den Szenen, in denen sehr gehäuft viel geschichtliches Wissen auf einen Schlag vermittelt wurde. Ich hätte dieses Wissen lieber ganz nebenher, nahtlos eingebunden in den Lauf der Geschichte, erfahren.  Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen; die Autorin schreibt lebendig und mit viel Liebe zum historischen Detail. Auch die Dialoge sind meist gut gelungen: die Menschen sprechen nicht zu modern, um unglaubwürdig für ihre Zeit zu werden, aber auch nicht zu altertümlich, um den modernen Leser zu verprellen. Bei manchen Dialogen hat mich aber gestört, dass die Menschen sich gegenseitig geschichtliche Details erzählen, obwohl sie beiden Gesprächspartnern bekannt sind - natürlich soll der Leser diese Details erfahren, aber das hatte für mich manchmal keinen natürlichen Fluss.  Fazit: Die junge Ayleva verschlägt es aus dem Jahr 2000 plötzlich ins Jahr 1224, und da muss sie sich nicht nur mit Hunger, Kälte und mangelnden sanitären Anlagen auseinandersetzen, sondern auch mit politischen Intrigen und der Gefahr, als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen zu landen. Man muss meiner Meinung nach ein deutliches, ausgeprägtes Interesse an der Geschichte des 13. Jahrhunderts mitbringen, um dieses Buch zu genießen, denn der Leser wird mit unzähligen historischen Details überhäuft. Die Autorin hat viel Zeit und Mühe darauf verwandt, die Hintergründe gründlich zu recherchieren und einzubringen!

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  • Lebendige Geschichte

    Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. November 2014 um 17:05

    Ich war auf Zeitreise. Und auf was für einer. Ayleva hat mich an die Hand genommen und ohne dass ich mich dagegen wehren konnte, war ich im mittelterlichen Hattingen gefangen. Dort erlebte ich jede Menge Abenteuer, die Lust auf mehr machten. Flüssig und zügig wird die Geschichte vorangetrieben, Zeit zum Atmen bleibt kaum, was einem stetigen Spannungsbogen garantiert Ich bin Ayleva und Ludger gerne gefolgt. Der Autorin ist es gelungen, eine längst vergangene Zeit und regionale Geschichte für mich so glaubwürdig und tief darzustellen, dass die Story mich auch Tage später nicht los ließ. Ich hab mich selbst nochmal an den PC gesetzt und mir die Schauplätze, wie zum Beispiel Burg Altena. angeschaut. Gut recherchiert und einiges auf sich genommen schafft es Ina Tomec, längst Vergangenes lebendig werden zu lassen. Da hat sich alles, was sie unternommen hat, wirklich gelohnt.Ich habe die Zeitreise sehr genossen und danke der Autorin, dass sie es geschafft hat, mir alles so lebendig und realistisch näher zu bringen. Ein Geschichtsunterricht der besonderen Art!

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  • Nicht ganz ausgereift, aber nicht schlecht

    Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels

    Tialda

    12. November 2014 um 18:15

    Rezension: Auf Ina Tomecs “Ayleva: Die Reise im Licht des Nebels” wurde ich durch das mystische Cover aufmerksam. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf die Geschichte – allerdings hätte diese mich um einiges mehr überraschen können, würde nicht der beinahe komplette Ablauf schon im Klappentext stehen. Das fand ich etwas schade. Der Schreibstil der Autorin lässt sich eigentlich ganz gut lesen. Man kommt jederzeit angenehm durch den Text, obwohl der Stil noch nicht ganz ausgereift ist und manche Satzkonstellationen etwas holprig klingen. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden, denn die gelegentlichen kleinen “Holperer” im Sprachfluss fielen mir zwar auf, störten aber nicht wirklich. Zur Geschichte an sich lässt sich sagen, dass ich die Story sehr gerne verfilmt sehen würde – ich finde der Ablauf lädt einfach dazu ein: Eine junge Frau, Protagonistin Ayleva, findet auf dem Dachboden sehr alte Schriftstücke. Sie ist neugierig und kurz darauf wird sie durch eine Art Nebel direkt in die Zeit dieser alten Papiere – das 13. Jahrhundert – geschleudert. Sie ist verwirrt, möchte am liebsten sofort zurück, doch so leicht ist das nicht. Letztendlich bleibt sie mehrere Jahre im Hattingen des Mittelalters, während in der Gegenwart jemand durch Zufall einen Teil der Zeitreise mitbekommt und zu forschen beginnt, wie das denn sein kann. Über die Epoche hat sich Ina Tomec sehr gut informiert. Der Leser erfährt durch die Geschichte so einiges über die Gewohnheiten der Menschen und den harten Alltag des 13. Jahrhunderts. So richtig interessant wird es, als sich Ayleva und der Heiler Ludger ineinander verlieben, und Ayleva außerdem langsam feststellt, dass sie in die Vergangenheit eingreifen könnte, wenn sie wollte – doch könnte die Zukunft die Auswirkungen vertragen? Eigentlich konnte mich Ina Tomecs Debüt also gut unterhalten. Leser, die Wert auf einen ‘geschliffenen Edelstein’ legen, werden die Geschichte um Ayleva vermutlich schon bald zur Seite legen – an Geschichte Interessierte und für ‘Rohdiamanten’ offene Leser können aber durchaus Gefallen an diesem Zeitreiseroman finden. Fazit: Aufgeschlossene Leser, die nicht auf Perfektionismus bestehen, sollten Ayleva auf ihrer unfreiwilligen Zeitreise ins tiefste Mittelalter begleiten.

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