Ines Geipel

 3.7 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von 'Für heute reicht's', Tochter des Diktators und weiteren Büchern.

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Ines GeipelDann fiel auf einmal der Himmel um
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Dann fiel auf einmal der Himmel um
Dann fiel auf einmal der Himmel um
 (4)
Erschienen am 01.08.2004
Ines GeipelTochter des Diktators
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Tochter des Diktators
Tochter des Diktators
 (4)
Erschienen am 05.08.2017
Ines Geipel'Für heute reicht's'
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'Für heute reicht's'
Ines GeipelDer Amok-Komplex
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Der Amok-Komplex
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 (3)
Erschienen am 15.03.2012
Ines GeipelSeelenriss
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Seelenriss
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 (2)
Erschienen am 01.09.2010
Ines GeipelGeneration Mauer. Ein Porträt
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Generation Mauer. Ein Porträt
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 (1)
Erschienen am 07.11.2014
Ines GeipelZensiert, verschwiegen, vergessen
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Zensiert, verschwiegen, vergessen
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 (1)
Erschienen am 10.03.2009
Ines GeipelBlack Box DDR
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Black Box DDR
Black Box DDR
 (1)
Erschienen am 25.09.2009

Neue Rezensionen zu Ines Geipel

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FrauGoldmann_Buechers avatar

Rezension zu "Tochter des Diktators" von Ines Geipel

Faktische Fiktion
FrauGoldmann_Buechervor einem Jahr

Vor ein paar Wochen erschien im Klett-Cotta Verlag ein Buch, das nahezu still und leise, am Büchergeschehen vorbei, in den Handel kam. Leider!

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es war eine besondere Lektüre, weil sie außerhalb der Thementrends lag, die in diesem Jahr den Buchmarkt prägen, und doch wieder nicht: auch hier spielt das politische Europa eine Rolle! Auch in diesem Buch suchen die Helden nach ihrer Heimat und Identität. Was macht das Buch also so besonders? Das ist auf jeden Fall die dokumentarische Erzählweise, die Fakten und Fiktion sehr abgestimmt und literarisch miteinander verbindet. Es sind die Umrisse einer politischen Nachkriegsentwicklung, die nicht freidlich abgelaufen ist. Es sind die Leben der Menschen, die von diesen politischen Unruhen beeinflusst wurden.

Zum Inhalt:

Ines Geipel beschreibt in "Tochter des Diktators" die Liebe zwischen Beate Ulbricht - Tochter von Walter und Lotte Ulbricht - und dem italienischen Kommunisten Ivano Matteoli. Sie sind beide um die 20 Jahre jung, als sie sich -1961- beim Studium in Leningrad kennenlernen und verlieben. Es ist eine sehr innige Liebe - sehr ungewöhnlich für zwei so junge Menschen. Es ist auch eine Liebe, die nie richtig frei ausgelebt werden kann. Alle Versuche des jungen Paares, sich dem Druck der prominenten Polit-Eltern und ihrer Macht zu widersetzen, sind nicht geglückt. Verbote, Alkoholismus und häusliche Gewalt, Entmüdigung, werden Beates Leben nach der Zwangsscheidung von Ivano, prägen. Ivanos biografischer Werdegang bleibt so gut wie unbeachtet, aber auch er, wird in seinem Leben nicht mehr zur Ruhe kommen. Getrennt, vergessen, ausgelöscht kommen sie beide zu Tode - Beate in Ost-Berlin 1991, Ivano in Rom 2007 - beide erschlagen.

Dokumentarische Erzählung:

Ines Geipel gelingt mit dieser kurzen Erzählung eine dokumentarische Aufzeichnung politischer Ereignissen der Nachkriegszeit, die heute kaum noch erinnert werden. Auf knapp 200 Seiten und mit einzelnen Fotografien ausgestattet, nährt sich die Autorin sehr zaghaft, zwei jungen Menschen, die sich einfach nur ineinander verliebt haben und zur falschen Zeit am falschen Ort eingefunden haben.
Für die Erzählung konzipiert die Autorin, die Erzählerin Anni Paoli, eine Kunststudentin „… die Letzte, die Einzige von uns, die noch weiß.“ Anni weiß tatsächlich viel. Sie ist die Chronistin, die investigative Freundin Ivanos. Im Auftrag der Autorin Ines Geipel, zieht Anni einen zeitlichen und geopolitischen Bogen: Vom toskanischen Dorf Cigoli bis nach Paris, Leningrad und Ost-Berlin, vom Jahr 1945 bis zum Jahr 2007. In einigen Rückblenden berichtet sie über die Unruhen in Italien und Frankreich, umreißt den Mauerbau, die angespannte politische Lage zwischen Ost und West. An einer Stelle im Buch heißt es etwa: "Nachkriegszeit ist Vorkriegszeit!" Der Handlungsverlauf findet in einzelnen Kapiteln statt, die außergwöhnliche Titel tragen: " Anni, was ist denn? Komm doch!" oder "Im von der Sonne abgewandten Teil des Mondes", zum Ende "Jede Epoche hat ihre Hafenarbeiter" und am Ende "Alles sehr kontinental"! Dabei beschreibt sie insbesondere das Schicksal der Menschen in Cigoli, aber auch die Studentenbewegungen in Paris, und sie bleibt immer auf den Spuren Ivanos. Über Beate Ulbricht selbst, kann die Erzählerin Anni nur zitieren. Beas Leben als Adoptivtochter - „das erste Staatskind der DDR“ - der Ulbrichts, einer mächtigen politischen Familie, wird nur aus Annahmen, aus Berichten Dritter rekonstruiert.

„Und sie, unterbrach ich ihn, was ist eigentlich mit ihr? Wir rauchten beide. Ivano sagte: Ich weiß bisher nur, was sie über sich selbst erzählt hat. Dass sie letztlich auch eine Maria ist. Sie hieß anfangs Maria Pestunowa und ist zwei Jahre jünger als wir. Jemand hat ihr später erzählt, dass sie die Tochter einer ukrainischen Zwangsarbeiterin ist, die kaum zehn Wochen nach ihrer Geburt bei einem Bombenangriff in Leipzig ums Leben kam. Einen Vater hat es nicht gegeben, zumindest konnte sie nichts über ihn in Erfahrung bringen. Ein älterer Mann fand sie zwischen den Trümmern und gab sie beim Leipziger Jugendamt ab. Von dort wurde sie in ein Dresdner Waisenhaus gesteckt.“ (Auszug aus: Ines, Geipel. „Tochter des Diktators.“ Klett-Cotta, 2017. iBooks.)

Ines Geipel lässt Anni zum Ende des Buches hin, in Bezug auf Beates Leben, viel recherchieren. Sie spürt Nachbarn und Bekannte von Beate in Berlin nach, sie spricht mit vielen Zeitgenossen von Ivano in Cigoli. So sagt Anni an einigen Stellen im Buch: "so könnte es gewesen sein", wenn sie Beas Gespräche mit den Adoptiveltern Ulbricht nacherzählen möchte …Die Ulbrichts werden als machtliebende und mächtige Eltern beschrieben. Sie erscheinen nur als "Eltern" auf. Warum sie Beate letztendlich wirklich adoptiert haben bleibt unklar. Zu banal wäre es zu behaupten, sie wollten ein Vorzeigekind. Oder doch! Liebe und Zuneigung hat Beate von den Ulbrichts niemals bekommen. Umso mehr verwundert die tiefe Abneigung und Abweisung Ivanos. Letztendlich war Bea ihren Adoptiveltern völlig gleichgültig, Walter Ulbricht bedachte sie nicht einmal im Testament. Lotte Ulbricht nahm ihr die Kinder weg und setzte sie unter ihre Vormundschaft, erbden durfte aber keiner. Und immer wieder fragte ich mich beim Lesen, warum all die Mühe? Schlichter Machtwahn!?

Ines Geipel hat die Archive in Cigoli, Moskau und Berlin aufgesucht und die STASI Unterlagen über Beate Matteoli eingesehen. Sie hat Gespräche in Cigoli und Berlin geführt – Beate Matteoli wohnte zum Schluss in Berlin-Pankow - und hat auf eine sehr gute, sehr nahegehende Art und Weise die tragische Lebens- und Liebesgeschichte von Bea und Ivano nachgezeichnet. Aber es bleiben viele Fragen offen!

Mein Eindruck: Kein einfach zu lesendes Buch. Am Anfang sind die Zeitsprünge, die zeitlich versetzte Handlungsentwicklung, etwas unübersichtlich. Das ist aber umso lesenswerter, je mehr die beiden Protagonisten in den Mittelpunkt der Handlung rücken, je mehr die Ulbrichts in die literarische Betrachtung geraten. Nicht immer muss und kann man die Meinung der Autorin teilen – war die DDR wirklich ein Gefängnis, ist Walter Ulbricht ein Diktator gewesen? ...Besonders beeindruckt hat mich diese Kombination aus Fakten und Fiktion, aus Chronik und Literatur, die Ines Geipel hier wunderbar zusamenbringt. Die Auseinandersetzung mit dem Buch ist ein wichtiger Aspekt - mit diesem Buch kann man sich lange auseinandersetzen, immer wieder nachlesen und es fallen Formulierungen auf, die beim ersten Lesen überlesen wurden.
Auf jeden Fall ein hochinteressantes Buch, welches gerne auch über meinen Buch-Shop käuflich zu erwerben ist!

Ines Geipel, Tochter des Diktators
Roman
Klett-Cotta Verlag
ISBN 978-3-608-98311-1
ca. 198 Seiten, gebunden
€ 20,00

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Tochter des Diktators" von Ines Geipel

Ines Geipel - Tochter des Diktators
miss_mesmerizedvor einem Jahr

Anni Paoli will eine Geschichte erzählen. Nein, sie muss sie erzählen, damit sie nicht in Vergessenheit gerät oder wie so vieles andere einfach aus den Geschichtsbüchern gestrichen wird. Und weil alle anderen inzwischen tot sind. Es ist die Geschichte von ihrem Kindheits- und Jugendfreund Ivano Matteoli und seiner großen Liebe Bea. Ivano und Anni wachsen im italienischen Dorf Cigoli, zwischen Pisa und Florenz gelegen, auf. Wie viele der Dorfbewohner sind auch Ivanos Eltern Kommunisten und früh schon verschreibt sich der Junge ebenfalls diesen Gedanken. Anfang der 60er Jahre haben Ivano und Anni die Schule beendet und ihre Wege trennen sich. Anni geht zum Kunststudium nach Paris, Ivano nach Leningrad. Dort begegnet ihm das deutsche Mädchen Bea, eigentlich Beate, noch eigentlicher Maria und am eigentlichsten die erste Tochter der DDR: Ivano verliebt sich in die Adoptivtochter von Lotte und Walter Ulbricht. Alle kommunistisch-sozialistischen Überzeugungen reichen jedoch nicht aus, um den Vorstellungen des Landesvaters zu genügen und so ist die Liebe der beiden vom ersten Tag an zum Scheitern verurteilt.

Ines Geipels Roman „Tochter des Diktators“ mag zwar fiktiver Natur sein, die Eckdaten um Ivano und Bea sind jedoch real. Geboren als Maria Pestunowa wurde sie 1946 vom Landesvater adoptiert, um dem sozialistischen Idealbild der Familie und Stalins Wünschen zu genügen. Ihr Studium in Leningrad und die Hochzeit, sowie die spätere Geburt einer gemeinsamen Tochter und die Zwangsrückkehr in die DDR sind belegt. Ebenso das Ende dieser Verbindung, das durch den Passentzug eingeleitet wurde. Der Tod Beate Ulbrichts ist bis heute ungeklärt.

Erzählt wird ihre Lebensgeschichte ohne dass Bea jemals persönlich in Erscheinung tritt. Dies ermöglicht Lücken und Unklarheiten zu schließen bzw. erhebt dadurch auch nie den Anspruch auf vollständige Rekonstruktion. Ebenso müssen wir nicht spekulieren über Gedanken und Gefühle, die die junge Frau durch die Repressionen des Staates, der zugleich ihre Eltern waren, ausgesetzt war. Eine literarische Form, die sehr passend gewählt wurde.

Allerdings verschiebt sich hierdurch auch der Fokus der Handlung. Er liegt viel mehr auf dem Italien der kleinen Gemeinschaften. Dem Italien der Nachkriegszeit, das durch Korruption und eine ganz eigene Art des Terrorismus geprägt war. Für Anni ist die Flucht in ein fremdes Land und in die Kunst der Weg des Ausbruchs, Ivano sucht im Kommunismus und dem Traum einer Revolution den Ausweg. Ironischerweise ist es dann Anni, die 1968 in Paris eine echte Revolution miterlebt.

Mit Anni, einer Figur, die sowohl Außen- wie auch Innensicht vertreten kann, ist eine passende Erzählerin gefunden. Der Roman kann vor allem durch ironische und oftmals zweideutige Formulierungen Punkten, die besonders die im Zusammenhang mit Familie Ulbricht entstehenden Absurditäten und der festgeschriebenen Normen des italienischen Dorfes angemessen in Worte fasst: 
„Beate Matteoli (...), die Tochter des Berliner Mauerbauers Walter Ulbricht“ oder
„Hätte Cigoli einen Beichtkatalog im Hinblick auf Niedertracht, Obsession und Verrat, er wäre bunt und schillernd wie ein Pfau.“

In sehr bildhafter Sprache wird das Leben einer öffentlichen Person rekonstruiert, die nie öffentlich sein wollte:
„Nur der Geheimdienst führte Buch. Über das harte Ringen einer Staatstochter, etwas außerhalb dessen zu leben, was die Staatseltern ihr zubilligten. (...) Man hatte sie zu zwei Marionetten gemacht, die an Fäden hingen, von unsichtbaren Händen weitergereicht, ein Puppenpaar ohne Boden und in Dauergefahr.“

Heute ist sie aus dem Bewusstsein weitgehend verschwunden, ebenso wie der Staat, in dem sie aufwuchs. Fast ironisch, eher aber tragisch, dass ihr Ende ungeklärt bleibt, wo all ihre Handlungen zu Lebzeiten minutiös überwacht wurden. Immerhin bleibt ihr mit Ines Geipels Roman wenigstens ein lesenswertes literarisches Vermächtnis.

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Rezension zu "Der Amok-Komplex" von Ines Geipel

Rezension zu "Der Amok-Komplex" von Ines Geipel
Gospelsingervor 7 Jahren

Androhungen von Amokläufen an Schulen kommen immer häufiger vor, zum Glück handelt es sich meist um blinden Alarm. Aber es kann auch ganz anders kommen. Ines Geipel untersucht die Amokläufe in Erfurt, Emsdetten und Winnenden.
Man merkt dem Schreibstil an, dass die Autorin Philosophin und Soziologin ist. Ich fand das zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, hatte mich aber bald daran gewöhnt.
Das Erfurter Kapitel beginnt mit der Dokumentation des Polizeinotrufs. Daran wird sehr schön deutlich, wie hilflos die Polizei auf diese, für Deutschland damals völlig neue, Situation reagiert hat. Kompetenzgerangel, mangelnde Kommunikation und Fehleinschätzungen vor Ort führten dazu, dass die Rettungskräfte nicht in die Schule gelassen wurden, obwohl man wusste, dass sich dort noch Verletzte befanden.
Auch der Frage nach einem zweiten Täter, den viele der Überlebenden gesehen und beschrieben haben, wurde nicht nachgegangen. Liegen die schludrigen Ermittlungen an den Thüringer Verstrickungen zwischen politischem Sumpf und der in Ostdeutschland besonders aktiven Mafia?
Dem Bericht über den Amoklauf in Emsdetten ist das Tagebuch des Täters vorangestellt, in all seiner Wirrheit. Diesmal klappte wenigstens das Zusammenspiel zwischen Polizei und Rettungskräften besser.
Das Kapitel über Winnenden, den schlimmsten deutschen Amoklauf, beginnt mit Auszügen aus der Vernehmung der Eltern. Es wird sehr deutlich, wie wenig sie vom Alltag ihres Sohnes mitbekommen haben, von seinem Innenleben. Nach dem Amoklauf von Winnenden wurden erstmals die Eltern zur Verantwortung gezogen; der Vater wurde wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er seine Waffen nicht sicher genug verwahrt hat.
Nach Winnenden hat auch erstmals eine Vereinigung von Eltern massiven Druck aufgebaut, die Waffengesetze zu ändern. Ein in Deutschland sehr schwieriges Unterfangen, sind die Schützenvereine doch eine starke Kraft im Land. Entsprechend gering fiel die Verschärfung des Waffengesetzes aus.
Den Tätern ist einiges gemeinsam, nicht nur, dass sie exzessiv Ego-Shooter- und Online-Games gespielt haben. Sie gehörten der Mittelschicht an und versagten in der Schule. Genau hier liegt meiner Meinung nach das Hauptproblem.
In unserer Zeit steht die Mittelschicht vermehrt unter Druck, der soziale Abstieg ist eine ständige Bedrohung, die allzu schnell wahr werden kann. Dieser Druck wird auch auf die Kinder übertragen und summiert sich mit dem durch eine Vielzahl unsinniger Reformen enorm gestiegenen Stress in der Schule.
Allzu schnell werden anstrengende Schüler abgeschoben, man ist froh, wenn man sie los ist und kümmert sich nicht mehr um ihren weiteren Werdegang. Weder die Schulen, noch die Lehrer, noch die Eltern haben ausreichende Ressourcen für schwierige Schüler, die allein gelassen werden und nach ihrem schulischen Scheitern keine Perspektiven mehr sehen. An Gymnasien gibt es nicht einmal Sozialpädagogen.
Die Frage, woran es liegt, dass viele Kinder unter Druck stehen, aber nur wenige einen Amoklauf begehen, kann auch die Autorin nicht beantworten, das Buch ist eher eine Bestandsaufnahme. Aber wenigstens hätten die Erkenntnisse, die aus den geschilderten Fällen resultieren, zusammengefasst werden und in konkrete Forderungen einmünden können.
Diese ergeben sich meiner Meinung nach ganz einfach aus diesem Buch: Wir brauchen schärfere Waffengesetze, die auch durchgesetzt werden. Wir brauchen gesellschaftliche Verhältnisse, die Familien den immensen Druck nehmen. Und vor allem: Wir brauchen endlich eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Schulen!
Wenn Kinder und Bildung nicht endlich zur höchsten Priorität in unserem Staat werden, müssen wir weiterhin Angst haben, dass Amokläufe in Schulen passieren.

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Gespräche aus der Community

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Knorkes avatar

Werwölfe von Düsterwald - "Diktatoren Special"

Dies ist eine Testrunde, um ein etwas anderes Spielprinzip auszuprobieren. Erwünscht ist deswegen am Ende ein Feedback dazu. Außerdem ist die Teilnehmerzahl stark begrenzt, damit die Runde nicht zu lange dauert. 
                                  
                                 Die Runde startet am 15.08. um 21 Uhr
                         Der Tag- und Nachtwechsel findet um 19 Uhr statt

####################################################### 

                                                        Ziel des Spiels 
Es gibt zwei Parteien, die Werwölfe und die Dorfbewohner. Die Werwölfe wollen alle Dorfbewohner fressen, die Dorfbewohner alle Werwölfe töten. Eine Seite gewinnt, wenn die andere tot ist.

                                                               Ablauf 
Das Spiel teilt sich in Tages- und Nachtphasen auf, die jeweils 24 Stunden dauern. 


Zu Beginn werde ich den Bürgermeister aus Zeitgründen losen.

In den Tagesphasen diskutieren alle Spieler (Wölfe und Dorfis), wen sie lynchen wollen. Jeder muss dabei bis zum Ende des Tages offiziell eine Stimme abgeben. Derjenige, mit den meisten Stimmen wird gelyncht und scheidet aus dem Spiel aus.

In den Nachtphasen diskutieren die Wölfe im Geheimen, welchen Dorfi sie fressen wollen. Gleichzeitig gibt es noch weitere gute oder böse Rollen die in der Nacht aktiv sind. Am Ende der Nacht wird bekannt gegeben, wer von den Wölfen gefressen wurde.
                                                          
######################################################

                                              Besonderheit - Diktator-Special

Ich, der Spielleiter, bin in dieser Runde kein Gott, sondern ein Diktator. Ihr habt mir alle zu gehorchen und dürft meine aufgestellten Regeln unter keinen Umständen brechen!

                                                                    Regeln

  1. Es herrscht Outing-Verbot, es darf niemand seine Rolle erwähnen oder auch nur andeuten!
  2. Niemand darf das Wort "Ich" benutzen, stattdessen darf nur von "meiner Wenigkeit" geredet werden. (Bsp: "Meine Wenigkeit hat Hunger")
  3. Über die SL wird nur als "großartige Knorke" gesprochen. Sie darf nicht Spielleiterin oder nur Knorke genannt werden
  4. Jeder muss mindestens einmal am Tag dem Diktator huldigen und ihn für irgendetwas loben. Ein Satz reicht dabei völlig aus. Kritik dagegen ist völlig verboten!
  5. In jedem Post muss das Wort "Käsekuchen" stehen, allerdings nicht unbedingt in einem sinnvollen Satz^^
  6. Nachts müssen die Posts mit "Licht an" beginnen und mit "Licht aus" enden. 

                              Was passiert, wenn jemand die Regeln bricht?

  • Wer einen Regelverstoß entdeckt, darf mir diesen per PN melden.
  • Der Spieler, der gegen die Regeln verstoßen hat, darf bei der nächsten Lynchung nicht abstimmen.
  • Der Spieler, der den Regelverstoß gemeldet hat, darf bei der nächsten Lynchung nicht gewählt werden.
  • Beides wird öffentlich bekannt gegeben.
  • Ein oder zwei Mal wird der SL einen konkreten Tag selbst überprüfen. Sollten ihm Regelverstöße auffallen, werden alle Spieler bestraft, indem sie am nächsten Tag absolutes Abspracheverbot bekommen. Weder Wölfe noch Dorfbewohner dürfen sich bei der Wahl absprechen. Jeder darf nur einen Satz posten, wen er warum gewählt hat. (Bekannt aus der Würfelrunde ;))

######################################################## 

Die Rollen 
                                                                         
1 Seherin
0 Jäger
 
1 Heiler
2 Dorfbewohner 


1 Dieb 

3 Werwölfe

######################################################## 

Die Teilnehmer (maximal 12)
  1. Samea
  2. Vanillis
  3. Mysticcat
  4. Henny
  5. Buchgeborene
  6. Mitchel
  7. Vucha
  8. Buchliebhaberin

Gestorben:

1. Josetta (Jäger)
2. Moeriam (Dorfbewohner)
3. Melanie (Dorfbewohner)
4. Livelaughlove (Dorfbewohner)
mysticcats avatar
Letzter Beitrag von  mysticcatvor einem Jahr
Jetzt schafft es meine Wenigkeit endlich zu einem ausführlicheren Feedback. Die Regeln mit "kein Ich", "großartige Knorke" und "Käsekuchen" fand ich gelungen. Bei den Bestrafungen habe ich jedoch als sehr ungleich gefunden, da es egal war, ob jemand 1000 Wörter am Tag beiträgt oder lediglich 10. Die "Stillen" entgehen daher oft Bestrafungen, weil sie weniger Möglichkeiten haben, Fehler zu machen. Das gehört meiner Meinung nach auch irgendwie berücksichtigt - aber wie? Vielleicht mit der Wahl (nachts) zum "Spieler des Tages" wo die Dorfis auswählen können, wer ihrer Meinung nach besonders wortreich zum Tag beigetragen hat - und nur diese Person ist geschützt. Eine Regelung, die nur gilt, so lange noch 5 oder mehr Spieler dabei sind. Eine weitere Immunität würde ich an jene Person vergeben, die die meistne Vergehen zuerst gemeldet hat. Dass die Belohnung / Bestrafung entfällt, wenn die SL den Tag überprüft, war mir vorher nicht klar, hat mir jedoch gut gefallen. Auch "keine Absprache" im Wolfthread hat gut geklappt, ebenso hier. Ich finde aber trotzdem, dass diese Regelung eher den Wölfen nützt, diese also nach wie vor Interesse an den Regelverstößen hätten. Hier wäre ich noch schärfer, und würde einfordern, dass am nächsten Tag überhaupt nichts gepostet werden darf - schon gar nicht, für wen abgestimmt wurde. Im Wolfschat dürften dann aber auch keine Absprachen über die Wahl des nächsten Tages in der Nacht getroffen werden. Halten sich die Wölfe nicht daran, stirbt ein zufälliger Wolf am nächsten Tag. Hält sich ein Dorfi nicht daran, zählt seine Stimme nicht und wird wie "Abstimmung verpasst" gewertet. Ansonsten wäre ich auch für das System der Strafstimme - pro Regelverstoß hat man eine Stimme gegen sich bei der nächsten Abstimmung. Das macht dan ein "jetzt habe ich einen Verstoß und ist eh schon egal" taktisch für Wölfe weniger interessant. Auch, wenn man im Wolfschat oft sein eigenes Echo gehört hat, war der Austausch sehr nett und hilfreich. Danke für die großartige Orga!
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