Ines Geipel Seelenriss

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Inhaltsangabe zu „Seelenriss“ von Ines Geipel

Wie ein Blitz trifft uns die Nachricht,wenn einer der Erfolgreichen und Berühmten das Leben plötzlich nicht mehr erträgt. Der Suizid als letzte Konsequenz quälender Depressionen beleuchtet für einen grellen Augenblick die Widersprüche zwischen glänzender Oberfl äche und innerer Verzweifl ung.

Die ihr gut bekannte Welt des Leistungssports ist für Ines Geipel jedoch nur Bild und Inbegriff unserer enorm beschleunigten Erfolgsgesellschaft. Denn der Zwang zu unbegrenzter Leistungssteigerung, Flexibiliät und Selbstvermarktung macht nicht nur Sportler krank und depressiv. Letzten Endes - so bezeugen es ihre Gespräche mit führenden Psychologen und Seelenexperten - sind wir alle dem Wirbelsturm eines neuen Welttempos ausgesetzt und so in Gefahr, mit olympischer Rasanz unser inneres Gleichgewicht zu verlieren.

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  • Rezension zu "Seelenriss" von Ines Geipel

    Seelenriss

    immediator

    07. January 2011 um 13:00

    Die Stärke dieser Autorin ist, Geschichte und die strukturierenden Muster von Sozialverhalten in lebendiges Mitfühlen zurückzuführen; ihre Berichte von der “Volkskrankheit Depression”, deren pandemisches Wachstum jede Schweine- oder Vogelgrippe zum Hühnerauge der Medizinhistorie schrumpft, sind packende Beweise für die Auffassung “Der Körper in seiner unablässigen, untrennbaren Interaktion mit der Welt ist die Seele”. Ja! Und Krankheiten der Seele sind Krankheiten der Welt: egal ob Menschen in Medaillenpressen des DDR-Sports oder denen des bezahlten Fußballs verbogen, egal ob sie in den Schützengräben der Weltkriege oder in Straflagern gebrochen wurden. Der mit Psychopharmaka aufs optimale Funktionieren in einer Geldmaschine Getrimmte ist nur eine chemisch (oder gentechnisch) variierte Inkarnation krank machender Wünsche nach vollkommener Beherrschung der Natur, nach Unsterblichkeit.

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  • Rezension zu "Seelenriss" von Ines Geipel

    Seelenriss

    Clari

    22. September 2010 um 10:47

    Eine Abhandlung..... Ines Geipel beginnt ihre Ausführungen mit dem Untertitel "Depression und Leistungsdruck" mit dem sehr spektakulären Fall von Robert Enke. Er war Torwart bei Hannover 96, einer der großen Hoffnungen des Fußballs, als er sich im November 2009 das Leben nahm. Anhand einer Analyse seines Werdegangs zeigt uns die Autorin, dass Ehrgeiz, Stolpersteine in der jugendlichen Entwicklung und Niederlagen die Disposition bieten, die am Ende zur Krankheit "Depression" führen könnte. Auch weitere Beispiele aus der nahen Sportgeschichte, insbesondere in der DDR, spiegeln den Leistungsdruck und den Wechsel von Erfolg und Niederlage, mit denen junge Menschen traktiert werden. Wieder andere Beispiele befassen sich mit den Folgen des Ersten Weltkriegs, mit dem Verlust von Familienvätern, Söhnen und der Lebensgrundlage von Sicherheit und Zukunft. Alle Komponenten zusammen bilden den Nährboden, auf dem sich die seelische Deformation "Depression" entwickeln kann. Am Beispiel des Films "Das weiße Band" führt die Autorin aus, wie die Folgen archaischer Erziehungsmethoden aussehen, wenn Kinder wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts schikaniert, dressiert, misshandelt und missbraucht werden, bis sie selber zu kleinen, grausamen Tätern mutieren. Wenn die beschriebenen Lebensbilder auch interessante Abhandlungen zum Thema Depression bieten, können die Fallgeschichten alleine keine ausreichende Erklärung für die Ursachen der Depression sein. Schließlich ist die Gemütskrankheit, wenn auch unter anderem Namen, seit zweitausend Jahren bekannt; Plato, Sokrates und Nietzsche, Schopenhauer und Shakespeares Hamlet, Dürer und viele weitere bekannte Namen lassen sich mit der Krankheit verbinden. Sie hat eine sehr lange Geschichte. Vielleicht ist der Titel falsch gewählt, denn Einzelschicksale und Fallbeispiele in großer Zahl bieten noch keinen verbindlichen Durchblick zur Thematik der Depression. Insofern fehlt mir die Struktur in diesem wohl als Sachbuch zu betrachtenden Abriss seelischer Krankheiten, die in vielfachen Formen, mit unterschiedlichen Ursachen und mit gravierenden Folgen für die Betroffenen einhergehen. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin Ines Geipel floh 1989 aus der DDR in die Bundesrepublik und kennt die Anwendung und Folgen von Doping aus eigener Anschauung. Sie studierte nach ihrer Flucht aus der DDR Philosophie und Soziologie. Ihr Buch mit den unterschiedlichen Fallbeispielen liest sich leicht und befriedigt die Neugierde über einzelne Sportler, deren Erfolge mit Dopingvorwürfen- und Handlungen und mit der in der DDR praktizierten Talentförderung einhergingen. Als Buch der Fallbeispiele kann man ihre Abhandlung gelten lassen. Weniger oder mehr ist es nicht.

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