Ines Thorn

 4.1 Sterne bei 831 Bewertungen
Autorin von Die Walfängerin, Die Pelzhändlerin und weiteren Büchern.
Autorenbild von Ines Thorn (©)

Lebenslauf von Ines Thorn

Entführung in vergangene Zeiten: Die deutsche Schriftstellerin Ines Thorn kam im Jahr 1964 in Leipzig zur Welt. Nach ihrer Ausbildung war sie zunächst als Buchhändlerin tätig. 1990 nahm die Autorin an der Frankfurter Goethe-Universität ein Studium der Slawistik, Germanistik und Kulturphilosophie auf. Ihren Debütroman „Die Spiegeltänzerin“ brachte sie im Jahr 2000 auf den Markt. Der große Durchbruch gelang Ines Thorn unter anderem mit ihren historischen Romanen aus der Reihe der „Deutschland-Saga“.

Alle Bücher von Ines Thorn

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Cover des Buches Die Walfängerin (ISBN: 9783746633275)

Die Walfängerin

 (91)
Erschienen am 17.02.2017
Cover des Buches Die Verbrechen von Frankfurt - Galgentochter (ISBN: 9783499246036)

Die Verbrechen von Frankfurt - Galgentochter

 (63)
Erschienen am 01.04.2008
Cover des Buches Die Strandräuberin (ISBN: 9783746634012)

Die Strandräuberin

 (54)
Erschienen am 13.04.2018
Cover des Buches Das Glück am Ende des Ozeans (ISBN: 9783499266980)

Das Glück am Ende des Ozeans

 (56)
Erschienen am 16.12.2016
Cover des Buches Die Wunderheilerin (ISBN: 9783499242649)

Die Wunderheilerin

 (50)
Erschienen am 01.09.2006
Cover des Buches Die Kaufmannstochter (ISBN: 9783499247668)

Die Kaufmannstochter

 (38)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Die Verbrechen von Frankfurt - Höllenknecht (ISBN: 9783499249426)

Die Verbrechen von Frankfurt - Höllenknecht

 (42)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Ein Stern über Sylt (ISBN: 9783746633732)

Ein Stern über Sylt

 (35)
Erschienen am 15.09.2017

Neue Rezensionen zu Ines Thorn

Neu

Rezension zu "Die Bilder unseres Lebens" von Ines Thorn

Deutsch-Deutsche Geschichte
buecherwurm1310vor 15 Tagen

Schon Jahrzehnte wird das „Schauburg“ von der Familie Lindemann betrieben. Doch nach dem Krieg wird das Leipziger Kino enteignet. Besonders trifft es Ursula Lindemann. Sie hat in das Kino so viel Herzblut investiert und nun darf sie dort zwar weiterarbeiten, aber nicht mehr mitentscheiden. Die russischen Besatzungsmächte erlegen den Menschen immer mehr Einschränkungen auf. Man möchte einen sozialistischen Staat aufbauen. Gerhard Lindemann kommt versehrt zurück und schwer traumatisiert zurück. Tochter Sigrid weiß noch nicht so recht, was sie beruflich machen will und entscheidet sich dann Lehrerin zu werden. Dafür weiß Sohn Stefan umso besser, was er will. Er will Filme drehen und um das umzusetzen, flüchtet er sogar in den Westen. Wie soll es für die Lindemanns weitergehen?

Ich habe schon einige Bücher von Ines Thorn gelesen und auch dieses Mal konnte mich die Autorin mit ihrer Geschichte wieder fesseln. Sie beschreibt anhand der Familie Lindemann, wie schwierig es unter den politischen Verhältnissen war, eine Familie zusammen zu halten, wenn man sich nicht mehr sehen darf. In der DDR war die Richtung vorgegeben und die Menschen wurden durch Bespitzelung bei der Stange gehalten. Die Planwirtschaft war verantwortlich für leere Regale und oft jahrelange Lieferzeiten für bestimmte Produkte. Doch die Menschen wussten sich zu helfen. Auch wenn im Westen das Wirtschaftswunder für Aufschwung sorgte, so war doch nicht alles Gold was glänzt.

Wir dürfen die Lindemanns auf beiden Seiten der Mauer begleiten, bis diese dann fällt. Die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Sie haben ihre kleinen und großen Probleme, ihre Träume, Hoffnungen und Ängste.

Ich konnte gut nachvollziehen, was die Trennung der Lindemanns für die Familie bedeutet, habe ich doch selbst erlebt, wie unsere Familie gespalten war, da durch den Krieg einige im Westen gelandet sind und der Rest in Danzig lebte.

Die Autorin hat gut recherchiert und es ist ein lebendiger und sehr realistischer Roman entstanden, der mir sehr gut gefallen hat.

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Rezension zu "Die Bilder unseres Lebens" von Ines Thorn

Ein Kino im Wandel der Zeit
Eliza08vor 2 Monaten

Mit den Bildern unseres Lebens nimmt Ines Thorn den Leser auf eine „Rundreise“ durch die deutsche Geschichte. Von den grausamen vierziger-Jahren bis zu den „wechselhaften“ achtziger Jahren durchlebt der Romanliebhaber eine kurzweilige und schnelllebige Geschichte eines Familienschicksals, welches indirekt mit der Tragik eines ganzen Volkes in Verbindung gebracht werden kann. Das Cover zeigt sich in schwarz-weiß und im Vordergrund sind eine Frau mit einem Kind abgebildet, welche dem Leser den Rücken zukehren. Im Hintergrund erkennt man eine Häuserzeile, welche auf der linken Seite das Leipziger Kino „Die Schauburg“ zeigen. Der Klappentext beschreibt in wenigen Sätzen den Handlungsrahmen und lässt aber viele Fragen offen, was sehr positiv anzumerken ist.

Die Handlung der Erzählung umfasst im Wesentlichen das Schicksal einer „Kino-Familie“, die unter den Bedingungen der Kriegs- und Nachkriegszeit im Osten von Deutschland vor sehr großen Veränderungen und Herausforderungen stehen.  Die Hauptprotagonisten sind die Familie Lindemann bestehend aus den Eheleuten Gerhard und Ursula sowie ihren Kindern Sigrid und Stefan. Am interessantesten für mich war Ursula. Sie lässt sich trotz ihrer Probleme mit ihrem vom „Krieg zerstörten Mann“ sowie den Problemen eines Kinobetriebs unter dem Diktat des „DDR-Regimes“ nicht von ihrer Leidenschaft für das Kino abbringen. Erst gegen Ende ihres Lebens in den achtziger Jahren muss sie ihrem Alter Tribut zollen und das Kino abgeben. Die zahlreichen Nebendarsteller geben der Geschichte ein sehr stabiles Gerüst. Am besten hat mir dabei Sigrids späterer Lebensgefährte Joachim gefallen. Als Professor in Leipzig anerkannt und späteren Angeboten an „westdeutschen“ Universitäten zu lehren verzichtet er auf das „Leben als Wissenschaftler und gibt seinen Beruf auf. Er überzeugt durch seine Willens- und Schaffenskraft und seine „Heimatliebe“. Er lässt sich nicht von einem Regime unterdrücken und steht seiner Heimat bei. Als stiller friedlicher Revoluzzer steht er für das im Ergebnis „friedliche Ende der DDR“. Die Leute haben mit den Händen und Füßen über ihre Zukunft bestimmt und ein „teuflisches-Regime“ ohne viel Gewalt zum Untergang gebracht.  

Die Spannung der Erzählung lebt von den Protagonisten und ihren Entwicklungen im Laufe der Geschichte. Der Aufbau ist chronologisch und beschreibt die Story von den Vierziger- bis zu den Achtzigern. Aufgrund dessen sind die Zeitsprünge für den Leser sehr gut nachvollziehbar. Als kleiner Kritikpunkt ist anzumerken, dass die Autorin wesentliche Lebensereignisse der Protagonisten wie Trennung von Partner, Geburt eines Kindes oder Tod des Partners oft nur sehr kurz erwähnt oder beschreibt. Hier wäre mir ein tieferer Einblick in das „Seelenleben“ der Darsteller wichtig gewesen. Aufgrund der ereignisreichen Zeit sind die charakteristischen Ausprägungen der Protagonisten etwas zu kurz gefasst geworden.

Positiv anzumerken hingegen ist das „Kino Schauburg“ welches sich als roter Handlungsstrang durch den Roman zieht. Am Ende eines jeden Kapitels wird ein Film angemerkt, welcher zu diesem Zeitpunkt in den Filmpalästen gezeigt wurde. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Als Zielgruppe des Buches kommen DDR-Anhänger, Freunde der Deutschen Geschichte sowie Film-Fans in Frage. Der Roman ist aufgrund seiner ausgeglichenen Erzählung und Charakteren für Frauen wie für Männer jeden Alters geeignet.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Ines Thorn insgesamt ein schöner Roman über die deutsche Geschichte und ihre Besonderheiten von fünf Dekaden gelungen ist.  Ich habe aus diesem Roman ein ganz persönliches Fazit gezogen. Das Leben ist wie ein Film und wenn der Vorhang fällt dann fliegen die persönlichen Bilder zum Ende noch einmal vorbei. Ich bedanke mich beim Aufbau Verlag und NetGalley Deutschland für die Bereitstellung des Romans.

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S

Rezension zu "Die Bilder unseres Lebens" von Ines Thorn

deutsch-deutsche Familiengeschichte
Streifivor 3 Monaten

In „Die Bilder unseres Lebens“ begleiten wir die Familie Lindemann durch die Nachkriegszeit bis zur Wende im Jahre 1989. Lindemanns haben schon vor dem Krieg ein Kino in Leipzig betrieben. Als nun der Krieg endet und die sowjetische Besatzung beginnt wird schnell klar, dass es in Zukunft nicht wie vor dem Krieg weitergehen wird. Bald werden die Lindemanns enteignet und dürfen nur noch als Angestellte in ihrem Kino arbeiten. Die Kinder Sigrid und Stefan gehen ihrer Weg und Stefan sieht nach einem Vorfall, der ihn den Job kostet nur noch die Möglichkeit in den Westen zu gehen.

Im Prinzip wird in diesem Buch das Leben des ganz normalen DDR-Bürgers geschildert. Ursula wurschtelt sich mit ihrem Job als Filmvorführer so durch, Gerhard tritt erst der Partei und der Gewerkschaft bei, muss aber bald feststellen, dass Theorie und Praxis im Sozialismus leider oft unterschiedliche Wege gehen.

Ich fand das Buch gut zu lesen und interessant, allerdings sind mir die Charaktere gerade am Anfang eher fremd geblieben. Das wurde im Laufe des Buches zwar besser, aber so wirklich rangekommen bin ich nicht an sie. Manchmal waren mir die Szenen auch zu bruchstückhaft, oft gibt es einen Zeitsprung von mehreren Jahren. Das bekommt man auch immer mit, von daher war das schon ok, aber ich hätte mir an manchen Ecken doch einfach mehr gewünscht. So hatte man teilweise das Gefühl, dass in manchen Jahren so gar nichts passiert ist. Die Figuren haben sich aber trotzdem weiterentwickelt und so entstand bei mir teilweise das Gefühl Bekannte nach langen Jahren wiederzusehen, aber nicht zu wissen was ihnen denn in der ganzen Zeit passiert ist.

Trotz aller Kritik fand ich das Buch interessant und auch gut zu lesen. Ich hätte es wohl sonst auch nicht an einem Tag gelesen. Interessant fand ich die Gespräche in den siebziger und achtziger Jahren, als den DDR-Familienmitgliedern klar wird, dass ihr Leben doch so schlecht nicht ist und dass man im Westen anderen Zwängen unterliegt. Und dass ein gutes Leben wohl irgendwo dazwischen liegt.

Von mir daher durchaus eine Leseempfehlung.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Strandräuberin

Von Liebe und Meer

Sylt im Jahr 1711: Jördis lebt mit ihrer Großmutter auf Sylt, doch sie bleibt eine Außenseiterin, die sich als Strandräuberin durchschlagen muss. Ihre Vorfahren stammen aus Island, deshalb hängt sie noch dem alten nordischen Glauben an. Ihre einzige Gefährtin ist ausgerechnet die Tochter des Pfarrers, der Jördis für eine Hexe hält. Doch dann verlieben ihre Freundin Inge und sie sich in denselben Mann – und das Unglück nimmt seinen Lauf. 


Es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Das Leben ist hart auf Sylt – besonders für Frauen, die sich alleine durchschlagen müssen. Seit dem Tod ihrer Eltern ist für Jördis die Kate ihrer Großmutter Etta in Rantum ihr karges Zuhause. Die beiden leben von Strandräuberei und davon, dass sie Syltern heimlich die Zukunft weissagen – mit ihrem Runenorakel, denn sie hängen dem alten nordischen Glauben an. Misstrauisch vom Pfarrer des Ortes beäugt, geht Jördis ausgerechnet mit dessen Tochter Inge eine Freundschaft ein. Als sie gesteht, dass sie in Arjen, den jungen Schmied, verliebt ist, zerbricht die Freundschaft, denn auch Inge hofft, dass Arjen ihr die Ehe anträgt. Doch der Schmied gesteht Jördis seine Liebe. Sie beschließen, vor dem nächsten Biikebrennen zu heiraten. Aber alles kommt anders, als in der Kirche ein Kreuz von der Decke fällt und ein heftiger Sturm die Insel heimsucht. Der Pfarrer findet sofort die Schuldigen: Jördis und ihre Großmutter sollen Hexen sein. 

Dramatisch und schicksalhaft: der Kampf einer jungen Frau um ihr Glück.

Zur Leseprobe

Über Ines Thorn

Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Im Verlag Rütten & Loening sind außerdem „Ein Stern über Sylt“ und „Die Strandräuberin“ erschienen.

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Cover des Buches Die Walfängerin

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Ines Thorn - Die Walfängerin


Eine Frau und das wilde Meer

Sylt im 18. Jahrhundert: Die junge Maren lebt als Tochter eines Fischers in Rantum. Ihre Zukunft liegt klar vor ihr: Sie wird Thies Heinen heiraten, mit dem sie aufgewachsen ist. Doch plötzlich hält der mächtigste Mann der Insel um ihre Hand an: Kapitän Rune Boys. Maren wagt das Undenkbare. Sie lehnt ab. Als ihre Familie jedoch nach einem Sturm finanziell ruiniert ist, muss sie ausgerechnet Boys um Hilfe bitten. Er macht ihr einen ungeheuerlichen Vorschlag: Sie soll mit ihm auf Walfang gehen, danach seien alle Schulden beglichen.


Eine große, schicksalhafte Liebesgeschichte vor historischer Sylt-Kulisse. Von einer Meisterin des historischen Romans


Zur Leseprobe

Mehr Informationen zum Buch unter http://aufbau.e-bookshelf.de/die-walfaengerin-4026173.html

Über Ines Thorn


Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Zuletzt erschienen ihre Romane »Das Mädchen mit den Teufelsaugen«, »Teufelsmond« und »Wolgatöchter«.


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