Ines Thorn Die Kaufherrin

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Inhaltsangabe zu „Die Kaufherrin“ von Ines Thorn

Das Schicksal einer Familie. Die Geschichte einer Liebe.

Frankfurt anno 1792: Die französischen Revolutionstruppen stehen vor den Toren der Reichsstadt. Ganz allein lenkt die Witwe Theda Geisenheimer ihr Handelshaus durch eine schwere Krise. Ihre Kinder sind keine Hilfe: Jago, der Älteste, träumt sich durch den Tag, der jüngere Sohn Stefan brennt für die Revolution, und die fünfzehnjährige Friederike ist unglücklich verliebt. Den Traum vom eigenen Glück hat Theda längst in ihrem Herzen begraben. Da kehrt ausgerechnet der Mann, der sie einst bitter enttäuscht hat, plötzlich zu ihr zurück.

'Ines Thorn ist eine wunderbare Erzählerin, die ihre Leser zu fesseln weiß.' (histo-couch.de)

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  • Rezension zu "Die Kaufherrin" von Ines Thorn

    Die Kaufherrin

    AusZeit-Mag

    06. June 2012 um 19:55

    Inhalt * Theda Geisenheimer, eben Witwe geworden, muss sich mit vielerlei Ärgernissen herumschlagen, sodass keine Zeit zum Trauern bleibt. Die französischen Revolutionstruppen stehen vor der Tür, das Geschäft läuft nicht sonderlich gut und ihre Kinder sind keine große Hilfe. Der älteste Sohn Jago träumt von einer Karriere als Dichter. Ständig auf der Suche nach seiner Muse, denkt er nicht daran, in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters zu treten. Der jüngere Sohn Stefan ist Feuer und Flamme für die Revolution, während die fünfzehnjährige Friederike sich unsterblich in den Nachbarssohn verliebt. Schließlich taucht in Thedas Leben ausgerechnet der Mann wieder auf, der sie einst bitter enttäuschte … * Einschätzung * Mit „Die Kaufherrin“ schuf Ines Thorn bereits den 3. Band rund um die Frankfurter Kaufmannsfamilie Geisenheimer. Wie es sich für eine Familiensaga gehört, wird das Leben der Menschen vor den Wirren eines Bürgerkrieges beleuchtet. Politische Kontroversen und persönliche Schicksale stehen dabei im Vordergrund. Von der Schwierigkeit, der Gerechtigkeit Genüge zu tun, bis hin zu Verbrechen, die im Namen der Liebe begangen werden. Die Palette ist breit gefächert und beschert uns einen weiteren Roman Marke Ines Thorn. * Theda Geisenheimer musste in ihrer Jugend eine bittere Enttäuschung hinnehmen. Ihre große Liebe verließ sie für eine andere Frau. Seither ist sie nicht mehr gewillt, Gefühle zuzulassen – weder gegenüber ihrem Mann, noch gegenüber ihren Kindern. Auf den Leser wirkt sie spröde, manchmal beinahe herzlos. Letztendlich handelt sie nach bestem Wissen und Gewissen – schließlich ist sie für den Fortbestand des Familienunternehmens verantwortlich. Dazu zählt auch, dass aus ihren Kindern „etwas wird“. Selbst, wenn sie dafür zu drastischen Mitteln greifen muss. Wie im Falle ihres Sohnes Jago, für dessen Dichtkunst sie keinerlei Verständnis aufbringen kann. Ihrer Raffinesse und ihrem Geschäftssinn ist es zuzuschreiben, dass sie dennoch eine Lösung findet. Was das Verhältnis zu ihrer Tochter Friederike angeht, so kann man es nur als geringschätzig bezeichnen. Sie bemängelt alles an ihr – von den Sommersprossen über die Kleidung bis hin zu ihrem Verhalten. Als Friederike sich jedoch in den Nachbarsjungen Christian verliebt, erkennt Theda, dass sie doch noch weiß, wie Liebe sich anfühlt. Und dass es sich dafür zu kämpfen lohnt. Das Verhältnis zu ihrem Sohn Stefan scheint am unkompliziertesten zu sein – falls es ihr gelingt, ihn von den fanatischen Anhängern der Revolution fernzuhalten. Einen Sack Flöhe hüten, scheint ihr manchmal leichter, als den Jungen daran zu hindern, Dummheiten zu machen. Und dann ist da noch der Mann, der sie einst so enttäuschte und an dem sie damals ein furchtbares Unrecht beging, welches sie nie wieder gutzumachen vermag. * Jago ist ein Träumer, wie er im Buche steht. Die Geschäfte interessieren ihn nicht, er möchte viel lieber im Kaffeehaus sitzen und seinen Gedanken Flügel verleihen. Gedichte sind sein Leben, nicht Zahlenkolonnen. Angestachelt durch Goethes Berühmtheit, sucht er sich eine Muse, die ihm bei der Verwirklichung seines Traumes helfen soll. Dass seine Mutter andere Pläne mit ihm hat, schert ihn nicht. Erst als sie ihn nötigt, die Kaufmannstochter Barbara Allberger zu ehelichen, wird ihm der Ernst der Lage bewusst. Und dann ist da noch seine Muse Erato, die ebenfalls Ansprüche stellt. * Stefan brennt für die Revolution, zumindest bis ihm klar wird, dass ein Kampf Bruder gegen Bruder Blut fordert. Und dass es immer zwei Seiten gibt, die man sich anhören sollte. Daraufhin zieht er sich zurück und bewirbt sich um eine Stelle als Privatlehrer. Er verliebt sich in Lisette, die Gemahlin seines Arbeitgebers und beginnt mit ihr eine Affäre. Die Eifersucht der Nanny bringt ihn schließlich in eine verzwickte Lage, die ihn die Dinge neu überdenken lässt. * Friederike fühlt sich hässlich und ungeliebt – bis sie sich in Christian verliebt. Leider bleibt die junge Liebe nicht ohne Folgen. Doch Christian ist bereits nach Leipzig unterwegs, wo er sein Studium absolvieren möchte. Die Umstände zwingen Friederike dazu, schneller erwachsen zu werden, als ihr lieb ist. Nennen wir es Schicksal, dass die beiden doch noch eine Chance erhalten. Am Ende kommt es ohnehin anders als gedacht. * Ines Thorn beweist mit diesem Roman einmal mehr, dass ihr Herz für die Historie schlägt. In ihrem besonderen Stil lässt sie den Leser am Geschehen teilhaben. Kleines Manko am Rande: Obwohl die Geschichte in sich abgeschlossen ist, bleiben leider einige Dinge ungeklärt. * Auf dem Cover sieht man eine Frau mit kummervoll gesenktem Blick an einem Tisch sitzen, auf dem sich verschiedene Gegenstände befinden. Mehrere Bücher, ein Tintenfass mit einer Feder darin, eine Börse mit Münzen und ein goldener Kelch. Die Frau hält einen Brief in ihrer Hand, während die andere Hand an ihrer Stirn ruht. Dem Künstler ist es mit diesem Bild wunderbar gelungen, die Stimmung des Romans einzufangen. * Fazit * Politische Kontroversen und persönliche Schicksale ergeben einen weiteren lesenswerten Roman Marke Ines Thorn. Dafür gibt es von mir 4 von 5 Punkten! (LK)

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  • Rezension zu "Die Kaufherrin" von Ines Thorn

    Die Kaufherrin

    Klusi

    18. May 2012 um 10:06

    Frankfurt im Jahr 1792: Die kürzlich verwitwete Theda Geisenheimer hat alle Hände voll zu tun, denn sie muss sich nicht nur um das Handelshaus kümmern, sondern auch noch um die Zukunft ihrer drei Kinder sorgen. Ihr ältester Sohn, Jago, fühlt sich zum Dichter berufen und lebt in seiner eigenen Traumwelt, stets auf der Suche nach seiner „Muse“. In dem Schankmädchen Erato scheint er sie gefunden zu haben. Aber auf Bestreben seiner Mutter soll er, zu Gunsten guter geschäftlicher Verbindungen, Barbara Allberger heiraten. Wird sich Erato mit dem zweiten Platz, hinter Jagos Ehefrau, zufrieden geben? Stefan, der jüngere Sohn, glaubt an den Gedanken der Revolution, die in Frankreich in vollem Gange ist und deren Auswirkungen auch schon in Deuschland spürbar werden, und Friederike, die Jüngste, hat sich gerade rettungslos verliebt. Theda selbst hat alle Illusionen hinter sich gelassen. An romantische Gefühle und das Glück glaubt sie schon lange nicht mehr. Ausgerechnet der Mann, der ihre erste und einzige Liebe war und der sie bitter enttäuscht hat, macht ihr nun einen Antrag. Als im Oktober französische Truppen die Stadt einnehmen und massive Forderungen stellen, gerät das Unternehmen der Geisenheimers und damit auch die Existenzgrundlage von Thedas Familie in Gefahr. Obwohl das vorliegende Buch der dritte Teil einer mehrbändigen Familiensaga um die Familie Geisenheimer ist, kann man den Roman durchaus für sich alleine lesen, denn die Handlung ist in sich abgeschlossen und spielt in einem viel späteren Zeitabschnitt, als die vorherigen Bände. Ein Umstand war für mich bei diesem Roman anders, als bei den Büchern, die ich bisher von Ines Thorn kannte: Die Protagonistin war mir von Anfang an nicht sonderlich sympathisch, und auch im Lauf der Geschichte konnte ich mich nicht für sie erwärmen. Dies sagt jedoch nichts über die Qualität des Geschriebenen aus, denn ein Roman kann durchaus gut sein, auch wenn man die Helden nicht sonderlich mag. Für Thedas Handeln und Denken hat mir häufig das Verständnis gefehlt, aber im weiteren Verlauf der Geschichte wird deutlich, dass diese negative Charakterisierung durchaus wichtig für die Dramaturgie und von der Autorin gewollt ist. Thedas Tochter Friederike ist mir dafür umso mehr ans Herz gewachsen. Mit ihr gibt es eine sehr berührende Szene im Buch, wo das Mädchen Abschied von der Kindheit nimmt. Sie hat es nicht leicht, denn ihre Mutter führt ein eisernes Regiment, über das Handelshaus und auch über ihre Familie. Man hat das Gefühl, dass Theda keine Liebe mehr empfinden und auch nicht geben kann. Mit Kritik spart sie dagegen nicht. Theda hat ihre eigene Art, ihre Interessen durchzusetzen und geht dabei quasi „über Leichen“, wenn es sein muss. Der Schreibstil des Romans ist flüssig, gut und eindrucksvoll, wie gewohnt. Leider bleibt am Ende einiges ungeklärt, worüber ich gerne ausführlicher gelesen hätte. Da der Folgeband erst ca. 35 Jahre später spielt, wird man wohl auch dort nichts mehr über das weitere Schicksal von Thedas Kindern erfahren. „Die Kaufherrin“ ist nicht mein absoluter Favorit unter den Büchern von Ines Thorn, aber der Roman ist trotzdem auf jeden Fall sehr lesenswert, besonders wenn man die Schreibweise der Autorin schätzt.

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