Ines Thorn Die Pelzhändlerin

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Inhaltsangabe zu „Die Pelzhändlerin“ von Ines Thorn

Ein packender historischer Roman über eine ungewöhnliche Frau Frankfurt, 1462: Als der verwitwete Kürschner Wöhler erfährt, dass seine einzige Tochter Sibylla fern der Heimat gestorben ist, erleidet er einen tödlichen Herzinfarkt. Einzige Zeugin ist die Wäscherin Martha. Sie ergreift die Chance, verheimlicht den Tod Sibyllas und setzt ihre eigene Tochter Luisa, die Sibylla schon immer sehr ähnlich gesehen hat, an deren Stelle. Luisa ist froh, keine Wäscherin mehr zu sein, doch die Furcht, entlarvt zu werden, verlässt sie nie. Als sie sich in den Arzt Isaak Kopper verliebt, gerät sie in Bedrängnis. Denn die Regeln der Zunft schreiben vor, dass sie einen Meister heiraten muss, wenn sie die Kürschnerei behalten will. Wie wird sie sich entscheiden?

Atemberaubend wunderschön! Ich heulte Rotz und Wasser!

— Perle
Perle

Eindrucksvoll geschildertes Rollenbild der Frau im Mittelalter

— sommerlese
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    Die Pelzhändlerin
    sommerlese

    sommerlese

    23. November 2015 um 16:46

    Der historische Roman "*Die Pelzhändlerin*" von "*Ines Thorn*" erscheint im "*Rowohlt Verlag*". Frankfurt, 1462: Als der verwitwete Kürschner Wöhler erfährt, dass seine einzige Tochter Sibylla fern der Heimat gestorben ist, erleidet er einen tödlichen Herzinfarkt. Die Wäscherin Martha ist die einzige Zeugin und sie ergreift die Chance, indem sie den Tod Sibyllas verheimlicht und ihre eigene Tochter Luisa an deren Stelle setzt. Zum Glück ähneln sich die beiden Mädchen. Luisa ist froh, dem harten Leben als Wäscherin entkommen zu sein. Aber sie lebt ständig in der Furcht, entlarvt zu werden. Sie verliebt sich in den Arzt Isaak Kopper, doch um den Kürschnerbetrieb aufrecht zu erhalten, muss sie einen Meister heiraten, so besagen es die Regeln der Zunft. Dieses Buch hat mich gespannt gefesselt, denn die Gefahr für die Pelzhändlerin Sibylla als ehemalige Wäscherin Luise erkannt zu werden, hat mich mitgerissen. Besonders gut ist der Autorin die Schilderung der Zustände der Zeit gelungen. Die große Armut, die auch schon Kinder zu harter Arbeit zwang und die Darstellung der Häuser der Reichen, die sich Gedanken über die Einrichtung machen konnten und sogar Bedienstete hatten stehen in vollem Gegensatz der betroffen macht. Geltendes Recht ließ damals grausame Strafen zu, so war es üblich, Dieben die rechte Hand abzuhacken und Gotteslästerern die Zunge herauszureißen. Aber auch die untergeordnete Rolle der Frau zeigt sich an Sibyllas Beispiel deutlich. Auch wenn sie die Techniken und das Handwerk des Kürschnerfachs gut beherrscht, muss sie einen Meister heiraten, der den Betrieb laut Zunft führen darf. Dabei steht Sybilla auch vor der Frage: Familie oder Karriere. Ihre Gefühle und Wünsche schildert Ines Thorn sehr leidenschaftlich, dass man als Leser tiefen Anteil am Schicksal Sybillas nimmt. Ein unterhaltsamer und sehr bewegender Roman, der am Schicksal einer jungen Frau die Möglichkeiten und Probleme der Frauen im Mittelalter allgemein beschreibt. Gut zu lesen und interessant aufgebaut.

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  • Ines Thorn - Die Pelzhändlerin (Historischer Roman)

    Die Pelzhändlerin
    Perle

    Perle

    Klappentext: Ein packender historischer Roman über eine ungewöhnliche Frau Frankfurt, 1462: Als der verwitwete Kürschner Wöhler erfährt, dass seine einzige Tochter Sibylla fern der Heimat gestorben ist, erleidet er einen tödlichen Herzinfarkt. Einzige Zeugin ist die Wäscherin Martha. Sie ergreift die Chance, verheimlicht den Tod Sibyllas und setzt ihre eigene Tochter Luisa, die Sibylla immer schon sehr ähnlich gesehen hat, an deren Stelle. Luisa ist froh, keine Wäscherin mehr zu sein, doch die Furcht, entlarvt zu werden, verlässt sie nie. Als sie sich in den Arzt Isaak Kopper verliebt, gerät sie in Begrängnis. Denn die Regeln der Zunft schreiben vor, dass sie einen Meister heiraten muss, wenn sie die Kürschnerei behalten will. Wie wird sie sich entscheiden? Eigene Meinung: Der Anfang des Romans überzeugte mich nicht ganz, denn der Klappentext verriet nicht viel und machte ihn irgendwie geheimnisvoll. Dadurch fiel es mir anfangs schwer mich durch die 500 Seiten zu wurschteln. Als aber die Rede von Florenz war, spielte ein leises Lächeln um mein Gesicht und da war es geschehen, er hatte mich ganz und gar gefangen. Ich wurde ziemlich schnell warm mit den Protagonisten, besonders mit den Personen die die Hauptrollen spielten. Der Roman kam mir so nah und echt vor, als lebten diese Menschen wirklich oder als würde ich auch dort im Hause oder in Frankfurt wohnen und diese Leute kennen. Ich sah farbige Bilder vor meinen Augen ablaufen. Ich habe mir 5 Tage Zeit gelassen, ca. 100 Seiten pro Tag gelesen, die Pausen waren bewusst gesetzt, um es besser aufzunehmen und auf mich wirken zu lassen.  Spätestens ab Kapitel 20 (Seite 402) über Florenz und Kapitel 21 (Seite 426) war ich sowas von gefesselt und gefangen, dass ich mit Sibylla mitfieberte und mitfühlte, mir erging es im Leben auch mal ähnlich, und ich hab mich gegen die Liebe entschieden und leide da heute noch drunter. Bin fast 47 und weiß, die Liebe wird auch zu mir bald kommen. Das wird wohl der Grund gewesen sein, warum ich schon Anfang des letzten Kapitels (Seite 488) meinen Tränen freien Lauf gab. Mein ganzes Gesicht war nass und ich bin jetzt noch richtig benebelt und werde es auch den ganzen Tag noch sein. Zuerst wollte ich nur 3 Sterne vergeben, dann schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen, ab Florenz war ich schon zwischen 4 und 5 Sternen angelangt und am Ende konnte ich nicht anders, es sind volle gutgemeinte 5 Sterne geworden. Es ist MEIN Roman (2014), den ich auf die Reise schicke, um weitergelesen zu werden. Kompliment Ines Thorn zu dem gelungenen Historischen Roman. Das Thema hat mich sehr bewegt und ich werde ihn in schöner Erinnerung behalten. Danke!

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  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    Sternfrau

    Sternfrau

    27. June 2011 um 19:18

    Ein super Buch über eine starke Frau im Spätmittelalter, die hart für ihre Träume kämpft!

  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    HelgaR

    HelgaR

    19. October 2010 um 13:24

    1.Teil der Trilogie. Ein tolles Buch, das mich sofort von der ersten Seite an gefesselt hat und ich habe es in zwei Tagen ausgelesen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und unbedingt wissen wollte, wie das Leben der Wäscherin Luise, die zur Pelzhändlerin Sibylla wurde, verläuft. Ganz interessant natürlich die Zeit, 1462-1491 in Frankfurt. Die Zustände sind dementsprechend. Es herrschen auf der einen Seite sehr viel Armut, wo schon Kinder schwer arbeiten müssen und wo einem bei Diebstahl die rechte Hand abgehackt, oder bei gotteslästerlichen Reden die Zunge herausgerissen wird. Auf der anderen Seite gibt es dann die Reichen, die ihre Häuser und Werkstätten haben und sich alles leisten können, die ihre Räume von sogenannten "Einrichter" verschönern lassen und natürlich für alles Bedienstete haben. Nachdem Luise, den Platz der toten Sibylle in der Kürschnerei eingenommen hat, muss sie sich einen Mann nehmen, weil ja nur ein Meister den Betrieb führen darf, und sie will alles lernen, was mit Pelzen und Stoffen zu tun hat und natürlich auch die Buchführung. Ihr Machtbedürfnis und die Angst entdeckt zu werden treiben sie an, alles selbst zu entscheiden und zu kontrollieren. Alle Mittel sind ihr recht, um weiterzukommen, selbst um ihre Mutter Martha, von der ja niemand wissen darf, kümmert sie sich nicht besonders. Sehr schön wird die Zeit von Sibylla bei ihrer Freundin Lucia in Florenz geschildert, mit den vielen Farben und den italienischen Modeneuheiten. Da wird die damalige Zeit wunderbar belebt, vor allem, da das Leben in der Toskana schon viel aufgeschlossener und freizügiger war als in Deutschland. Die Personen sind alle sehr stark gezeichnet und man kann alles sehr gut mitempfinden. Ganz besonders Sibylla, in deren Brust zwei Seelen wohnen, die eine schreit nach Liebe und die andere nach Macht, auf keine will sie verzichten, kann sie aber auch nicht vereinen, das ist ihr ewiger Kampf. Da ihr die Karriere doch wichtiger ist, setzt sie alles daran, um immer größer und mächtiger zu werden, außerdem sitzt ihr immer noch die Angst im Nacken, dass jemand hinter ihre wahre Herkunft kommt. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, mit vielen Details in alle Richtungen, die ich sehr informativ fand und keineswegs langatmig. Der Schluß hat mir besonders gut gefallen und ich bin sehr froh, dass es so gekommen ist.

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  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    mabuerele

    mabuerele

    02. October 2010 um 18:12

    Martha, Wäscherin beim Kürschnermeister Wöhler, nutzt die Gunst der Stunde. Als der Kürschner infolge der Todesnachricht seiner Tochter Sibylla verstirbt, nimmt Luisa, die Tochter der Wäscherin, die Identität der Sybilla an. Beide Mädchen sahen sich sehr ähnlich. Wird es ihr gelingen, unerkannt zu bleiben? Im Frankfurt des Jahres 1462 musste sie heiraten, um die Kürschnerei weiterführen zu dürfen. Doch sie verliebt sich in einen Arzt. Wie wird sie sich entscheiden? „Die Pelzhändlerin“ ist ein spannend geschriebenes Buch über die Zustände der damaligen Zeit. Es wird deutlich, welchen Zwängen Sybilla als Frau ausgesetzt war und welche Kämpfe sie durchzustehen hatte. Wer historische Romane mag, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Die Zeitverhältnisse sind gut recherchiert, die Beschreibung der Lebensumstände glaubwürdig.

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  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    JED

    JED

    18. November 2009 um 21:15

    "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn ist mir eher zufällig in die Hände gefallen, aber die Grundidee gefiel mir: KURZINHALT: Arme Wäscherin schlüpft in die Haut einer Kaufmannstochter (die mehr oder weniger unbemerkt im Kloster verstorben ist) und beginnt auf die Art im mittelalterlichen Frankfurt ein völlig neues Leben, schon weil sie damit komplett ihren Stand wechselt. Das versprach einige Verwicklungen und interessante Momente. MEINE MEINUNG: Tatsächlich lief das Ganze für mich viel zu glatt ab. Wenn man bedenkt, dass eine Wäscherin, die zudem ihr junges Leben bis dahin außerhalb der Stadt in einem Siechenhaus verbracht hat, im Prinzip über keine Bildung verfügen würde, ist es kaum ein Leichtes, einfach in die Haut einer Bürgerstochter zu schlüpfen, die zudem im Kloster erzogen wurde. Luisa, die nun Sybilla heißt, bewältigt aber nicht nur das, sondern steigt mit ihren Ideen zur reichsten Pelzhändlerin Frankfurts auf. Schon für eine Frau, die in diesen Stand hineingeboren worden ist, sicher ein Unding zu der damaligen Zeit. Dass sie das in einer "fremden Haut" tut, spielt eigentlich nur noch am Rande eine Rolle. Tatsächlich trifft sie sich mit den Großen der Stadt und später des Landes, als hätte sie nie etwas anderes getan. Alles geht ihr problemlos von der Hand. Ihre Mutter, die ihr all dies ermöglicht hat, um ihr ihr eigenes hartes Leben als ewige Magd zu ersparen, taucht auch nur noch am Rande auf und stirbt auch bald den Pesttod. Es bleibt auch bis zum Schluss offen (ACHTUNG, SPOILER!), ob Luisa letztlich nun erkannt worden ist oder nicht - denn eine weitere Magd aus dem Pesthaus taucht Jahre später in der Stadt auf. Der Faden wird aber irgendwie nicht zu Ende gesponnen. Schade. FAZIT: Alles im allem sehr glatt, z.T. auch sehr vorhersehbar. Der Plot an sich wurde verschenkt. Dennoch fand ich das Buch nicht uninteressant, da es einen guten Einblick in die Zünfte der damaligen Zeit gewährt, in alle die Überlegungen und Erfordernisse, die das Überleben erst möglich machten.

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  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    Sabini

    Sabini

    21. June 2009 um 13:27

    Einer von vielen historischen Romanen, dessen Hauptfigur eine starke und für die Zeit außergewönliche Frau ist. Ein unterhaltsames Buch, das sich leicht lesen läßt.

  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    Astrid77

    Astrid77

    18. November 2008 um 21:51

    Ein wunderbares Buch, mit vielen Einzelheiten, und Unterschiedlichsten Ansätzen, niemals langweilig.

  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    kleinefrau

    kleinefrau

    26. September 2008 um 23:23

    Gelungen: Ein historischer Roman, über die Emanzipation einer Frau "von niederer Herkunft" (mit all ihren Schwächen u. Ängsten) in einer dafür unvorstellbaren Zeit und Gesellschaft. Das alles unterlegt mit Liebe und Leidenschaft. Einfach gut zu lesen.

  • Rezension zu "Die Pelzhändlerin" von Ines Thorn

    Die Pelzhändlerin
    Wassermann

    Wassermann

    25. August 2008 um 20:41

    Die Pelzhändlerin war mir
    etwas zu geschäftstüchtig.