Ines Thorn Die Strandräuberin

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Inhaltsangabe zu „Die Strandräuberin“ von Ines Thorn

Von Liebe und Meer

Sylt im Jahr 1711: Jördis lebt mit ihrer Großmutter auf Sylt, doch sie bleibt eine Außenseiterin, die sich als Strandräuberin durchschlagen muss. Ihre Vorfahren stammen aus Island, deshalb hängt sie noch dem alten nordischen Glauben an. Ihre einzige Gefährtin ist ausgerechnet die Tochter des Pfarrers, der Jördis für eine Hexe hält. Doch dann verlieben ihre Freundin Inge und sie sich in denselben Mann – und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Das Leben ist hart auf Sylt – besonders für Frauen, die sich alleine durchschlagen müssen. Seit dem Tod ihrer Eltern ist für Jördis die Kate ihrer Großmutter Etta in Rantum ihr karges Zuhause. Die beiden leben von Strandräuberei und davon, dass sie Syltern heimlich die Zukunft weissagen – mit ihrem Runenorakel, denn sie hängen dem alten nordischen Glauben an. Misstrauisch vom Pfarrer des Ortes beäugt, geht Jördis ausgerechnet mit dessen Tochter Inge eine Freundschaft ein. Als sie gesteht, dass sie in Arjen, den jungen Schmied, verliebt ist, zerbricht die Freundschaft, denn auch Inge hofft, dass Arjen ihr die Ehe anträgt. Doch der Schmied gesteht Jördis seine Liebe. Sie beschließen, vor dem nächsten Biikebrennen zu heiraten. Aber alles kommt anders, als in der Kirche ein Kreuz von der Decke fällt und ein heftiger Sturm die Insel heimsucht. Der Pfarrer findet sofort die Schuldigen: Jördis und ihre Großmutter sollen Hexen sein.

Dramatisch und schicksalhaft: der Kampf einer jungen Frau um ihr Glück.

Unglaublich tiefgründig und authentisch.

— Kartoffelschaf

Sylt im Jahr 1711

— tardy

ziemlich viel Klischee

— carlinda

Liebe, Spannung, Dramatik und viel Gefühl vor historischer Inselkulisse - ich bin begeistert!

— ConnyKathsBooks

Unterhaltsamer Schmöker mit toller historischer Atmosphäre, Intrigen und Herzschmerz. Wieder ein gutes Buch der Autorin.

— anushka

Wieder ein sehr gutes und fesselndes Buch. Allerdings hat mir die Walfängerin ein bisschen besser gefallen.

— 22an08

Nordische Götter vs. christlicher Glaube - 1711 auf Sylt haben es die Eisländerinnen Jördis und Etta nicht leicht. Super Schreibstil!

— Mrs. Dalloway

lebendig erzählt, Leseempfehlung

— Gartenkobold

Sehr atmosphärisch in Zeiten der Strandräuber, Walfänger und Hexen

— Federzauber

Unterhaltsamer Roman

— Langeweile

Stöbern in Historische Romane

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  • Die Strandräuberin

    Die Strandräuberin

    tardy

    12. October 2017 um 10:40

    Im Jahr 1711 herrschen in Sylt noch andere Sitten. Jördis lebt mit ihrer Großmutter Etta auf der rauen Insel und beide werden als Isländer von der Bevölkerung oft misstrauisch beachtet. Vor allem der ansässige Pfarrer möchte sie so schnell wie möglich loswerden. Denn wer sich nach den heidnischen Ritualen richtet, kann in seinen Augen nur mit dem Teufel im Bunde sein. Mit einem üblen Trick zieht er die Dorfbewohner auf seine Seite und das Schicksal nimmt seinen Lauf.Mit Jördis hat Ines Thorn eine mutige, junge Protagonistin geschaffen, die man einfach mögen muss. Sie ist so lebendig dargestellt, dass man sie bildlich vor Augen hat. Aber auch der fesselnde, spannende Schreibstil sorgt dafür, dass man sich mitten im Geschehen wiederfindet und gar nicht anders kann, als mit der jungen Frau zu leiden und zu fühlen. Die düstere Atmosphäre verstärkt dieses Gefühl noch und gibt dem Leser einen guten Eindruck, wie es in Sylt damals war. Eine gute Recherche ergänzen das Gesamtbild und liefern wertvolle Informationen zu Inselleben, Religion und dem damals vorherrschenden Aberglauben. Die Seiten fliegen nur so dahin, was sicher nicht nur dem interessanten Thema geschuldet ist, sondern vor allem der leicht zu lesenden, angenehmen Schreibweise der Autorin. Trotz einiger Klischees und einer vorhersehbaren Entwicklung hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich in eine mir unbekannte Welt entführt und mich sehr gut unterhalten.

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  • Die Strandräuberin

    Die Strandräuberin

    Blaustern

    26. September 2017 um 12:06

    Sylt im Jahre 1711: Die 16jährige Jördis lebt mit ihrer Großmutter Etta auf der Insel Sylt in dem kleinen Örtchen Rantum. Sie stammen von der heutigen Insel Island und glauben an ihre nordischen Götter und an Orakel. Über Wasser halten sie sich mit der Strandräuberei. Der Pfarrer heißt dies alles nicht gut und will sie loswerden. Ebenso wird Unruhe unter den Dorfbewohnern gesät. Doch Jördis und des Pfarrers Tochter sind die besten Freundinnen. Bis sie sich leider auch noch in den gleichen Mann verlieben und dieser Jördis vorzieht. Als dann auch noch nach einem Missgeschick in der Kirche von Jördis ein mächtiges Unwetter aufzieht, bezichtigt der Pfarrer sie und ihre Großmutter als Hexen. Ist das ihr Ende? Das Leben auf der Insel zu jener Zeit ist sehr gut recherchiert und wird hier deutlich wiedergegeben. Sylt ist arm, und die Bewohner mussten ums Überleben kämpfen. Oftmals war dies nur möglich, indem sie gestrandete Schiffe ausplünderten. Man sieht die Dünen und das Meer vor sich und das Leben mit dem ständigen Wetterwechsel in ihren ärmlichen Behausungen. Dazu kommen die politischen und religiösen Umstände und der Gegensatz der nordischen Göttersagen. Sehr interessant. Auch, dass es aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, gibt dem Ganzen einen hohen Unterhaltungswert und viel Spannung. Aus einseitiger Liebe keimt Hass auf und zerstört so vieles. Mit Jördis muss man einfach mitfiebern und wünscht ihr, dass ihr Kampf gelingt. Das Buch ist so ergreifend geschrieben, dass man es bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen kann.

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  • Liebe, Spannung und Dramatik vor historischer Inselkulisse

    Die Strandräuberin

    ConnyKathsBooks

    09. September 2017 um 15:57

    Sylt 1711: Die 16jährige Jördis lebt mit ihrer Großmutter Etta in Rantum und muss sich als Strandräuberin durchschlagen, denn für alleinstehende Frauen gibt es kaum Arbeit. Eine Außenseiterin mit silberhellem Haar und gletscherblauen Augen, deren Vorfahren aus Eisland stammen. Von dort kommt auch ihr Glaube an nordische Götter und Runenorakel, was dem örtlichen Pfarrer schon länger ein Dorn im Auge ist. Ausgerechnet dessen Tochter Inge ist Jördis' einzige Freundin, doch dann verlieben sich beide in den jungen Schmied Arjen und dramatische Ereignisse nehmen ihren Lauf."Die Strandräuberin" stammt aus der Feder von Ines Thorn. Mein erster Roman von ihr und sicher nicht mein letzter, denn das Schicksal von Strandräuberin Jördis hat mich durchweg berührt und gefesselt.Schauplatz des Ganzen ist die Insel Sylt zu Anfang des 18. Jahrhunderts; speziell das Dorf Rantum an einer der engsten Stellen der Insel. Da ich selbst schon einmal auf Sylt war und immer wieder gern an die Nordsee fahre, fühlte ich mich sofort heimisch. Die Autorin glänzt mit viel Atmosphäre und schildert die damalige Zeit und die widrigen Lebensumstände sehr anschaulich. So kann man gut in die Geschichte eintauchen. Ob Friesenhäuser, Strand, Dünen, Meer und Wracks - man sieht alles direkt vor sich, spürt die salzige Luft und erlebt das Toben des Sturms. Gut gefallen hat mir hier auch der Einfluss nordischer Göttermythologie und die Erwähnung interessanter Sylter Legenden. Von Ekke Nekkepenn, dem Rumpelstilzchen der Nordsee, hatte ich beispielsweise noch nichts gehört.Auch die Figuren überzeugen und sind allesamt sehr authentisch dargestellt. Protagonistin Jördis habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Eine sympathische und mutige junge Frau, die um ihr Glück und ihre Liebe kämpft und dabei viele Rückschläge in Kauf nehmen muss. Mir ihr habe ich richtig mitgefühlt, gebangt und gehofft. Die gestrandeten Wracks zu plündern ist zwar verboten und damit sehr gefährlich, aber für Jördis überlebensnotwendig. Denn das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit ihr und an einer Stelle kamen mir sogar die Tränen. Pfarrerstochter Inge hatte es bislang auch nicht leicht im Leben, doch von Neid zerfressen trifft sie die falschen Entscheidungen. Ich habe gehofft, dass sie wieder auf den richtigen Weg zurückfindet.Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben und liest sich ausgesprochen flüssig. Die Seiten fliegen nur so dahin und sorgen für mitreißende Unterhaltung. Denn die Ereignisse auf Sylt und in Rantum spitzen sich immer weiter dramatisch zu, angefacht von der Engstirnigkeit und dem Aberglauben der Bewohner. Dann kommen auch noch politische Verwicklungen ins Spiel und die Spannung steigt. Wie gebannt klebte ich am Buch und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Werden Jördis und vielleicht sogar auch Inge am Ende Glück und Liebe finden? Ein hoffnungsvoller und schöner Epilog rundet die Geschichte schließlich gelungen ab. Insgesamt kann ich daher "Die Strandräuberin" uneingeschränkt empfehlen. Liebe, Spannung, Dramatik und viel Gefühl vor historischer Inselkulisse - hier bleiben keine Wünsche offen. Ich bin begeistert und freue mich schon auf "Die Walfängerin". 5 Sterne von mir.

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  • Gute historische Unterhaltung

    Die Strandräuberin

    anushka

    14. August 2017 um 22:55

    Sylt, 1711: Jördis lebt mit ihrer Großmutter am Rand eines Dorfes. Die Dorfbewohner leben vom Fischfang, der Seefahrt oder der Strandräuberei. Auch Jördis bessert ihr Auskommen durch die Plünderung von Schiffswracks und das Einsammeln von Treibgut auf. Das Leben ist erträglich, besonders als der Schmied Jördis seine Liebe gesteht. Doch Missgunst und Neid fördern das ewige Misstrauen zutage, das die Dorfbewohner Jördis' Familie entgegenbringen, da diese ursprünglich aus Island stammt und noch dem nordischen Glauben anhängt. Befeuert wird das Misstrauen durch den Dorfpfarrer und dessen Tochter, die ebenfalls in den Schmied verliebt ist. Und so nimmt Jördis Schicksal einen anderen Gang als erhofft ..."Die Strandräuberin" lässt die Atmosphäre eines ärmlichen Insellebens früherer Zeiten nachspüren. Sylt hat den Menschen wenig zu bieten zum Überleben und so müssen die Bewohner auf das Unglück der großen Schiffe hoffen. Hier gibt es viele spannende und interessante Details, die historisch gut recherchiert wirken. Es wird deutlich, wie wenig die Inselbewohner von der Welt drumherum mitbekommen, beispielsweise dass Krieg herrscht. Sie interessiert nur, wer ihr derzeitiger Herr ist und welchen Gesetzen sie unterliegen. Gut dargestellt ist auch, wie weit verbreitet der Aberglaube immer noch ist und wie misstrauisch die Menschen Fremden gegenüber sind und anderen Ansichten und Lebensweisen. Gleichzeitig ist auch der Glaube der Einheimischen immer noch durchsetzt mit nordischen Göttermythen. Insgesamt ist die Stimmung eher düster, was auf so einer kargen, sturmumtosten Insel kaum wundern dürfte. Mir hat die atmosphärische und historische Darstellung gut gefallen.Die Geschichte selbst hält sich wenig an unnötigen Beschreibungen auf und ist ein gut zu lesender Schmöker, der leicht in die Richtung einer Seifenoper neigt. Aus Freundschaft enstehen Neid, Feindschaft und Intrigen. Es geht um den Kampf um einen Mann, Liebe und unerwiderte Liebe und wie daraus Hass enstehen kann und was aus diesem Hass heraus passieren kann. Vor allem der historische Rahmen macht die Handlung glaubhaft, dramatisch und interessant. Mein einziger größerer Kritikpunkt an diesem Schmöker ist, dass mir das Ende etwas zu glatt verlief und klischeehaft verlief.Insgesamt ist "Die Strandräuberin" gute Unterhaltung mit interessantem historischen Rahmen und überzeugender Atmosphäre. Dem Ende fehlt es nur ein bisschen an Raffinesse, aber unterhaltsame und emotionale Lesestunden beschert das Buch allemal.

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  • Leserunde zu "Niemand verschwindet einfach so" von Catherine Lacey

    Niemand verschwindet einfach so

    aufbauverlag

    »Da ist ein wildes Biest im Herzen dieses Romans, und Sie werden es treffen.« The New Yorker International gefeiert als eines der eindrücklichsten Debüts der letzten Jahre: Niemand verschwindet einfach so beschreibt den gewagten Versuch einer Frau, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Elyria begibt sich in die Ferne, nur um festzustellen, dass man vor sich selbst niemals flüchten kann. Ein intimes Abenteuer – und die Geschichte einer Selbstfindung. »Als wir an jenem Abend nach Hause gingen, beide nach dem Bourbon riechend, der uns auf die Knie getröpfelt war, wusste ich, dass mein Mann ein Song war, dessen Text ich vergessen hatte, und ich ein verwackeltes Foto von jemandem, den er mal geliebt hatte.« Elyria löst ein One-Way-Ticket nach Neuseeland und verlässt ihren Mann, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. In Neuseeland angekommen, setzt sie sich immer riskanteren und surrealer werdenden Begegnungen mit den Einwohnern und der Tierwelt aus. Doch ihre eigentliche Reise ist die Reise in ihr eigenes Herz der Finsternis. Verfolgt vom Tod der Schwester, ausgestoßen von der Mutter, zermürbt von der Eintönigkeit ihrer Ehe, droht Elyria an ihren eigenen Gedanken verlorenzugehen. Auf fast hypnotische Weise beschreibt Catherine Lacey eine Frau, die verrückt wird, allein durch sich selbst. Doch niemand verschwindet einfach so, egal wie sehr er es versucht. Zur LeseprobeÜber Catherine LaceyCatherine Lacey wurde in Mississippi geboren und lebt in Chicago. Für ihren ersten Roman »Niemand verschwindet einfach so« wurde sie mit dem Whiting Award 2016 ausgezeichnet. Demnächst erscheint in den USA ihr zweiter Roman »The Answers«.Jetzt bewerben!Um eines der 25 Freiexemplare zu ergattern, bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!Euer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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  • Buchverlosung zu "Die Strandräuberin" von Ines Thorn

    Die Strandräuberin

    aufbauverlag

    Von Liebe und Meer Sylt im Jahr 1711: Jördis lebt mit ihrer Großmutter auf Sylt, doch sie bleibt eine Außenseiterin, die sich als Strandräuberin durchschlagen muss. Ihre Vorfahren stammen aus Island, deshalb hängt sie noch dem alten nordischen Glauben an. Ihre einzige Gefährtin ist ausgerechnet die Tochter des Pfarrers, der Jördis für eine Hexe hält. Doch dann verlieben ihre Freundin Inge und sie sich in denselben Mann – und das Unglück nimmt seinen Lauf. Es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Das Leben ist hart auf Sylt – besonders für Frauen, die sich alleine durchschlagen müssen. Seit dem Tod ihrer Eltern ist für Jördis die Kate ihrer Großmutter Etta in Rantum ihr karges Zuhause. Die beiden leben von Strandräuberei und davon, dass sie Syltern heimlich die Zukunft weissagen – mit ihrem Runenorakel, denn sie hängen dem alten nordischen Glauben an. Misstrauisch vom Pfarrer des Ortes beäugt, geht Jördis ausgerechnet mit dessen Tochter Inge eine Freundschaft ein. Als sie gesteht, dass sie in Arjen, den jungen Schmied, verliebt ist, zerbricht die Freundschaft, denn auch Inge hofft, dass Arjen ihr die Ehe anträgt. Doch der Schmied gesteht Jördis seine Liebe. Sie beschließen, vor dem nächsten Biikebrennen zu heiraten. Aber alles kommt anders, als in der Kirche ein Kreuz von der Decke fällt und ein heftiger Sturm die Insel heimsucht. Der Pfarrer findet sofort die Schuldigen: Jördis und ihre Großmutter sollen Hexen sein. Dramatisch und schicksalhaft: der Kampf einer jungen Frau um ihr Glück.Zur Leseprobe Über Ines Thorn Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Im Verlag Rütten & Loening sind außerdem „Ein Stern über Sylt“ und „Die Strandräuberin“ erschienen.Jetzt bewerben!Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben

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  • Die Strandräuberin

    Die Strandräuberin

    Buecherwurm1973

    07. August 2017 um 18:00

    Sylt 1711 – Jördis lebt mit ihrer Grossmutter Etta im Dörfchen Rantum. Die beiden werden von der Öffentlichkeit gemieden. Denn ihre Vorfahren stammen aus dem Eisland, dem heutigen Island. Sie gehören dem nordischen Glauben an und leben dessen Rituale. Dem Pfarrer sind die beiden ein Dorn im Auge. Ausgerechnet seine Tochter Inge ist mit Jördis befreundet. Dieser Umstand möchte er zu seinen Gunsten nutzen. An Jördis sechzehntem Geburtstag wirft ihre Grossmutter ihr das Runenorakel. Es verheisst ihr, dass sie jemanden heiraten wird, den sie schon kennt. Als ihr Schwarm, der Schmied, ihr seine Liebe gesteht, scheint ihr Glück vollkommen. Ihr Leben dreht sich um 180°, als ihr im Gottesdienst der Pfarrer den Kelch reichen will, fällt das Kreuz herunter und am Abend fegt ein kräftiger Sturm über die Insel. Der Pfarrer sieht dies als Zeichen, dass Jördis und Etta Hexen sind. Sie werden vor das Thing-Gericht gestellt. Wie sollen sie das Gegenteil beweisen?Atmosphärisch im Sinne, dass die Geschichte sich sofort um den Leser legt und ihn in einen Sog reisst, ist sehr gut gelungen. Man hat das Gefühl mitten im Geschehnis zu stehen und fiebert mit Jördis mit. Hingegen atmosphärisch im Sinne, dass man sich wie zur damaligen Zeit fühlt, ist nicht ganz gelungen. Die Lebensumstände der damaligen Zeit sind sehr gut beschrieben. Aber der Schreibstil ist ziemlich leicht für einen historischen Roman. Es werden zwar einige Ausdrücke aus der damaligen Zeit verwendet. Meiner Meinung nach reicht das nicht. Ein guter Roman für Einsteiger in dieses Genre oder für diejenigen, die Historische Romane oft zu düster empfinden. Dennoch habe ich den Roman richtiggehend verschlungen. Ich wollte wissen, ob Jördis Wiedergutmachung widerfährt oder ob das Unrecht an ihr haften bleibt. Da ich „Die Walfängerin“ noch nicht gelesen hatte, habe ich dieses Buch gleich angehängt. Es ist im selben Stil geschrieben. 

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  • selten habe ich ein Buch so verschlungen

    Die Strandräuberin

    Mrs. Dalloway

    04. August 2017 um 16:37

    Sylt im Jahre 1711: Jördis und ihre Großmutter Etta leben auf der Insel eher als Außenseiterinnen, denn sie glauben an die nordischen Götter. Der Pfarrer kann dies natürlich nicht dulden und versucht alles um die beiden loszuwerden. Als sich Jördis verliebt wird alles nur noch komplizierter...Historische Romane lese ich gerne, doch mittlerweile bin ich da vorsichtig geworden und wähle mit Bedacht, denn oft sind sie mir zu ausschweifen und langatmig. Dies ist hier überhaupt nicht der Fall. Ich bin durch die Seiten gerauscht als ginge es um Leben und Tod. Die Geschichte hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich das Buch nicht mehr beiseite legen wollte. Jördis und Etta sind jetzt nicht die größten Sympathieträgerinnen, doch sie haben sofort mein Mitgefühl geweckt, da sie so ausgegrenzt werden. Auch dass eine Antagonistin gibt hat die Autorin geschickt gemacht. Besonders spannend sind natürlich die Gegensätze zwischen dem Glauben an die nordischen Götter und dem christlichen Glauben.  Für das Nordische habe ich sowieso ein kleines Faible, da kam mir der Roman gerade recht. Auch das Inselleben auf dem bekannten Sylt vor mehr als 300 Jahren ist unheimlich spannend. Ich fand es sehr aufschlussreich etwas darüber zu lesen wie die Menschen damals im Norden lebten und wodurch sie ihre Familien ernährten.Jeder Aspekt wird im ausreichenden Maße beleuchtet ohne überladen zu wirken. Es ist eine gelungene Mischung aus Religion, historischem Lokalkolorit, Liebe, Drama und Abenteuer. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass es auf jeden Fall 5 von 5 möglichen Sternen und eine dicke Leseempfehlung bekommt.

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  • Wunderbar

    Die Strandräuberin

    tigerbea

    03. August 2017 um 13:38

    Die Waise Jördis hält sich und ihre Großmutter im 18. Jahrhundert mit Strandräuberei über Wasser. Ihre einzige Freundin ist die Pfarrerstochter Inge, die heimlich in Arjen verliebt ist. Doch Arjen selbst hegt Gefühle für Jördis. Und dies beruht auf Gegenseitigkeit.  Inge beginnt gegen Jördis zu intrigieren. "Die Strandräuberin" ist absolut gelungen. Ines Thorn schafft es mal wieder sehr gelungen einen atmosphärisch dichten historischen Roman zu schreiben, der das Leben der damaligen Zeit auf das Feinste spiegelt. Hier erlebt man als Leser die Höhen und Tiefen des Lebens und die Sorgen und Nöte der Bevölkerung von damals extrem gut. Ines Thorn hat offensichtlich für dieses Buch sehr genau recherchiert und verwebt hier das reale Leben mit einer fiktiven Geschichte. Dazu hat sie einen wunderbaren Schreibstil, der den Leser nur so durch die Geschichte fliegen läßt und íhn fesselt. Die Charaktere sind einzigartig gut gezeichnet. Man möchte Jördis so manches Mal wachrütteln und sie auf die Machenschaften von Inge hinweisen. Denn mit Jördis zittert man hier richtig mit. Auch mit diesem Buch hat Ines Thorn mich wieder sehr begeistert!

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  • Sylter Geschichte

    Die Strandräuberin

    Gartenkobold

    30. July 2017 um 19:04

    Klappentext: S ylt im Jahr 1711: Jördis lebt mit ihrer Großmutter auf Sylt, doch sie bleibt eine Außenseiterin, die sich als Strandräuberin durchschlagen muss. Ihre Vorfahren stammen aus Island, deshalb hängt sie noch dem alten nordischen Glauben an. Ihre einzige Gefährtin ist ausgerechnet die Tochter des Pfarrers, der Jördis für eine Hexe hält. Doch dann verlieben ihre Freundin Inge und sie sich in denselben Mann – und das Unglück nimmt seinen Lauf. Es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Das Leben ist hart auf Sylt – besonders für Frauen, die sich alleine durchschlagen müssen. Seit dem Tod ihrer Eltern ist für Jördis die Kate ihrer Großmutter Etta in Rantum ihr karges Zuhause. Die beiden leben von Strandräuberei und davon, dass sie Syltern heimlich die Zukunft weissagen – mit ihrem Runenorakel, denn sie hängen dem alten nordischen Glauben an. Misstrauisch vom Pfarrer des Ortes beäugt, geht Jördis ausgerechnet mit dessen Tochter Inge eine Freundschaft ein. Als sie gesteht, dass sie in Arjen, den jungen Schmied, verliebt ist, zerbricht die Freundschaft, denn auch Inge hofft, dass Arjen ihr die Ehe anträgt. Doch der Schmied gesteht Jördis seine Liebe. Sie beschließen, vor dem nächsten Biikebrennen zu heiraten. Aber alles kommt anders, als in der Kirche ein Kreuz von der Decke fällt und ein heftiger Sturm die Insel heimsucht. Der Pfarrer findet sofort die Schuldigen: Jördis und ihre Großmutter sollen Hexen sein.Raue, aufgewühlte See, Wind, eine Frau allein am Strand, draußen auf dem Meer ein Segler in voller Takelage, ein wenig düster und mystisch. Jördis, die Protagonistin des Romans lebt seit dem Tode ihrer Eltern mit der Großmutter zusammen in einer Kate auf der Insel Sylt. Sie leben mehr schlecht als recht mit dem Sammeln von Strandgut oder dem Voraussagen der Zukunft durch das Runenorakel, das die Großmutter aus ihrer Heimat Island mitgebracht hat. Das Klima war rau, die Leute hatten es schwer, lebten hauptsächlich vom Walfang oder der Seefahrt. Strandräuberei, bei Strafe verboten, war eine weitere Einnahmequelle, wenn auf See Stürme tobten waren die Menschen am Strand und warteten auf gestrandete Schiffe. Viele Menschen lebten in Armut, von der Hand in den Mund, wie Jördis und ihre Großmutter. Als eines Tages Arjen, Jördis heimliche Liebe um ihre Hand anhält, ist sie überglücklich. Doch plötzlich gerät die Welt den beiden aus den Fugen, alles kommt anders….Ines Thorn schreibt flüssig, unterhaltsam und in Bildern. Sie schafft es durch ihre Wortwahl, die damalige Landschaft Sylts, die religiöse Einstellung der Menschen sowie die Geschichte lebendig werden zu lassen. Der Leser taucht ein in die Geschichte des Jahres 1711 und erlebt hautnah die Fassetten des Zusammenlebens der Insel Bevölkerung. Die Spannung der Geschichte beginnt schon mit dem Prolog und wird durchgängig gesteigert. Die Charaktere sind vielschichtig und wirken authentisch.Ein fesselnder, spannend geschriebener historischer Roman, der keine Langeweile aufkommen lässt.

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  • Sehr atmosphärisch in Zeiten der Strandräuber, Walfänger und Hexen

    Die Strandräuberin

    Federzauber

    28. July 2017 um 12:59

    Im 18. Jahrhundert lebt Jördis mit ihrer isländischen Großmutter auf der Insel Sylt. Rau ist das Leben dort. Insbesondere wenn es kein Mann im Haushalt gibt, der fischen und auf Walfang gehen kann, um das Überleben der Familie zu sichern. Jördis geht deshalb auf Strandräuberei, wenn Schiffe vor der Küste in den wilden Wellen untergehen. Ein Buch, dass mir Sylt auf eine ganz andere Art gezeigt hat. Die Insel, die sonst heute so idyllisch, ruhig und touristisch erscheint, war im 18. Jahrhundert um einiges rauer und schwieriger. Die Atmosphäre war toll. Es hatte etwas von Piraten-/ Wikingerflair, was ich sehr gemocht habe. Es zeigt die windige,  unverzeihliche Natur, der die Menschen trotzen und sich richten mussten. Die Menschen überleben, durch das was das Meer einen überlässt und gibt. Und doch haben die wenigen Menschen, die dort leben auch Wünsche,  Träume und Hoffnungen.  Es wird geliebt, gestritten, geholfen, zerstört und verziehen.  Mir gefiel die Geschichte sehr. Mit einer sehr starken Protagonistin,  die sich zu behaupten lernt und den Kopf bei jedem Rückschlag trotzdem hebt und weitergeht. Die Entwicklung der Charaktere,  im Laufe der Geschichte gefiel mir sehr und gab schlussendlich sogar eine Moral des Ganzen. Ich habe es toll gefunden mich in die Vergangenheit zu bewegen und die Insel Sylt in einem anderen Blickwinkel zu sehen zu bekommen. Note:4/5

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  • Jördis langer Weg zum Glück

    Die Strandräuberin

    Langeweile

    24. July 2017 um 15:18

    Wir schreiben das Jahr1711. Etta lebt mit ihrer Enkelin Jördis auf Sylt,wo die Beiden als Außenseiterinnen gelten , da Etta aus Island stammt. Sie leben mehr schlecht als recht von der Strandräuberei. Jördis einzige Freundin ist Inge , die Tochter des Pfarrers.Dem wiederum sind die beiden Frauen ein Dorn im Auge , weil Etta immer noch dem nordischen Glauben anhängt. Als sich beide Frauen in den gleichen Mann verlieben , zerbricht ihre Freundschaft und Inge spinnt mithilfe ihres Vaters eine Intrige , die schlimme Folgen für Jördis und ihre Großmutter hat. Meine Meinung: Die Autorin schildert auf sehr einfühlsame Weise das Leben der Inselbewohner in der damaligen Zeit. Ich konnte bereits nach kurzer Zeit völlig in die Geschichte eintauchen und habe die Menschen gerne ein Stück des Weges begleitet. Der damalige Menschenschlag, einerseits im Glauben verwurzelt, andererseits auch dem Hexenwahn zugetan , wurde gut dargestellt. Die Geschichte lebte von den mehr oder weniger sympathischen Protagonisten, die für ihre Liebe einen harten Kampf bestehen mussten. Ich gebe eine Leseempfehlung für das Buch ab.

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  • Ein toller historischer Roman

    Die Strandräuberin

    Bambisusuu

    20. July 2017 um 11:32

    Die Autorin "Ines Thorn" konnte mich nach dem Roman "Die Walfängerin" jetzt auch mit dem historischen Roman "Die Strandräuberin" begeistern.Die Geschichte spielt im Jahr 1711 auf Sylt. Es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Ein Leben auf der Insel ist hart. Jördis und ihre Großmutter sind Außenseiter. Durch die Anklage als Hexe, nimmt Jördis Unglück seinen Lauf. Die Liebe zum selben Mann erschwert Jördis Situation mit ihrer Freundin Inge. Als Frau muss sich Jördis nun alleine durchschlagen.Die Handlung bringt die Autorin Ines Thorn fesselnd und mitreißend zur Geltung. Die bildhafte Erzählung und lebendige Sprache macht eine tolle Atmosphäre. Die Geschehnisse und teilweise realen Fakten geben dem Roman das gewisse Etwas.Zur damaligen Zeit werden die Frauen unterdrückt und haben kein Recht auf Meinung. Der Mann hatte die Macht und ging auf Schiffsfahrten, während die Frau sich um den Haushalt und die Kinder kümmern musste. Jördis und ihre Großmutter sind starke Frauen und haben für damalige Verhältnisse viel erreicht, bis sie als Hexen vom Pfarrer des Dorfes erklärt werden. Als Leser wird man ein Teil der Handlung und erfährt wie Jördis und ihre Großmutter sich durch ihr Leben schlagen. Viele Ereignisse folgen aufeinander, sodass durch die Anklage eine große Kettenreaktion entsteht.Viele Erzählstränge sorgen bei mir für eine Spannung. Jördis Leben ist hart und trotzdem gibt sie nicht auf. Ines Thorn hat zudem einen flüssigen Schreibstil, dem man gerne folgt. Den Faden der vielen Geschehnisse habe ich dadurch nicht verloren. Die Zeit um 1711 wird gut in Szene gesetzt. Zuvor habe ich mich mit dieser Zeit kaum beschäftigt, wodurch ich viele Dinge besonders interessant fand. Die Zeit wird dem Leser geschickt näher gebracht, sodass man sogar mit einem neuen Wissensstand das Buch beendet.Auch die Charaktere sind vielseitig und könnten nicht unterschiedlicher sein. Jördis und ihre Freundin Inge sind absolute Gegensätze. Inge kann Jördis Ansehnlichkeit und Schönheit nicht ertragen und reagiert mit großer Eifersucht, sodass sie sich gegen ihre eigene Freundin stellt. Jördis beweist Mut und lässt sich trotz der Erlebnisse nicht unterkriegen und versucht ihr Leben weiterhin zu meistern. Als Leser ist man hier hautnah dabei und steht Jördis zur Seite.Ein toller historischer Roman mit spannenden Geschehnissen und einem interessanten Schreibstil, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Ines Thorn verpackt mit einer angenehmen Atmosphäre eine großartige Handlung!

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    • 2
  • Gute Unterhaltung

    Die Strandräuberin

    Bella5

    19. July 2017 um 13:36

    „Die Strandräuberin“ von Ines Thorn ist ein unterhaltsames historisierendes Jugendbuch mit einer tollen Umschlaggestaltung. Das schöne Cover macht das Buch definitiv zum „Hingucker“ im Regal und die auf dem Umschlag abgebildeten Motive haben einen ganz klaren Bezug zum Inhalt. So soll es sein! Die Geschichte spielt auf Sylt im Jahr 1711.  Ich würde sagen, dass „Die Standräuberin“ eine spannende Lektüre für Zwischendurch ist. Irgendwie musste ich beim Autorennamen auch immer an die "thorn - Rune" denken.   Worum geht es im Roman ?  Jördis fristet mit ihrer Großmutter ein karges und entbehrungsreiches  Dasein auf Sylt. Die beiden Frauen sind soziale Außenseiterinnen, da ihre Vorfahren aus Island stammen. Von der eingeschworenen Inselgemeinschaft werden sie als Fremde wahrgenommen, und so verdienen sich Oma und Enkelin ihren Lebensunterhalt mit Strandräuberei, Strandgutsammelei und  Wahrsagerei, was dem Pastor natürlich nicht gefallen kann. Jördis‘ beste Freundin ist ausgerechnet die Pastorentochter Inge, und als sich beide in den selben Mann verlieben, kommt es zum Eklat. Die Runenorakel werden Jördis und Großmutter Etta zum Verhängnis: Sie werden als Hexen verfolgt!  Die Autorin verwendet viele Elemente, die in historischen Romanen, welche sich primär an Mädchen und Frauen wenden, populär sind: Freundschaft und Verrat, Liebe und Herzeleid, Akzeptanz und Verachtung, Hexenverfolgung und Spiritualität, Amtskirche versus Volksglaube. Ob die geschichtlichen Versatzstücke der Prüfung eines Historikers standhalten würden?  Auch über die Runenorakel und die Runen an sich erfährt man leider nichts Detailliertes. „Die Strandräuberin“ lässt sich aber flott und flüssig lesen, Stil und Sprache sind nicht kompliziert, und so habe ich den Roman rasch und nicht ungern gelesen. Man darf jedoch keinen historischen Roman à la Umberto Eco erwarten, da die „Strandräuberin“ primär unterhalten und eine spannende, zu Herzen gehende Geschichte vor historischem Sylter Hintergrund erzählen will, was gut gelingt. Das harte Inselleben im 18. Jahrhundert beschreibt die Autorin sehr plastisch, so könnte es tatsächlich gewesen sein.  Ich mochte die generationenübergreifende   Konstellation gern, Jördis und ihre Großmutter sind ein gutes Team, und der Roman hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert. Von mir gibt’s 3,5 von insgesamt 5 möglichen Sternen.    

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  • Die Strandräuberin

    Die Strandräuberin

    BuecherDanny

    18. July 2017 um 17:13

    Das Buch spielt im Jahr 1711 auf Sylt, es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Das Leben auf Sylt ist hart für alleinstehende Frauen und Jördis muss sich als Strandräuberin durchschlagen. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie zusammen mit ihrer Großmutter Etta in einer Kate in Rantum  Da ihre Vorfahren aus Island stammen, hängt sie noch dem nordischen Glauben an, was vom Dorfpfarrer nicht gerne gesehen wird. Sie hat nur eine einzige Freundin, Inge die Tochter des Pfarrers. Als die beiden Mädchen sich in denselben Mann verlieben, werden sie Konkurrentinnen und ihre Freundschaft zerbricht. Inge versucht alles, damit Arjen seine Verlobung mit Jördis löst. Sie geht soweit, dass ihre Freundin und deren Großmutter von den Dorfbewohnern als Hexen angesehen werden.     Durch ihren bildlichen Schreibstil schafft Ines Thorn es, die Landschaft und das harte Leben der Inselbewohner für den Leser anschaulich darzustellen. Die Charaktere, in ihrer unterschiedlichen Art, sind liebevoll und ausführlich beschrieben. Es war unterhaltsam uns spannend ihre Erlebnisse zu verfolgen.Die Autorin versteht es, den Leser vom Anfang bis zum Ende des Buches zu fesseln, obwohl die Handlung teilweise ein wenig voraussehbar war. Gut gefallen haben mir die Einblicke in die Nordische Mythologie. Für mich war der Roman ein leicht zu lesender Schmöker, der gute Unterhaltung mit Spannung, Dramatik und einer Liebesgeschichte geboten hat.

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