Ines Thorn Die Verbrechen von Frankfurt - Frevlerhand

(20)

Lovelybooks Bewertung

  • 18 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(9)
(6)
(4)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Verbrechen von Frankfurt - Frevlerhand“ von Ines Thorn

Wenn die Gräber sich auftun, ist die Hölle nah. Ein mysteriöser Prediger schlägt die Bürger Frankfurts mit dunklen Reden in seinen Bann. Besorgt sieht die Richterswitwe Gustelies, wie sogar ihre Freundin Jutta zu einer Jüngerin des glutäugigen Fremden wird. Als plötzlich in der Stadt Tote auftauchen - in offenen Gräbern, gehüllt in weiße Gewänder - gerät der Höllen- prediger sofort in Verdacht. Verkündet er nicht stets, die Erde sei in Wahrheit die Hölle? Wieder einmal muss Gustelies ermitteln - und kommt dem Mörder näher, als ihr lieb ist. Band 4 der beliebten Reihe historischer Krimis von Ines Thorn.

Stöbern in Historische Romane

Die Widerspenstige

Ein wirklich lesenswerter historischer Roman, der sich locker und flüssig lesen lässt und kurzweilig spannende Unterhaltung bietet.

HEIDIZ

Der Preis, den man zahlt

Spanien im Bürgerkrieg.Spion ohne Überzeugung zwischen den Fronten. Ein klug komponiertes Buch über Leben&Sterben,Täuschen&Trauen.

franzzi

Die Salbenmacherin und die Hure

spannende und beeindruckende Fortsetzung

Vampir989

Die Fallstricke des Teufels

Sehr gut durchdachter und recherchierter Roman über Pirna. Lesenswert!!!

Diana182

Die Nightingale Schwestern

Wieder eine gelungene Fortsetzung mit schönen und traurigen Momenten.

Valentine2964

Die Nightingale Schwestern: Ein Geschenk der Hoffnung

Wieder eine schöne Fortsetzung.

Valentine2964

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Buchverlosung zu "Vor uns die Nacht" von Bettina Belitz

    Vor uns die Nacht

    IrishKadda

    Leider kann man ja nur einen Titel für die Verlosung hier anklicken.  Dabei verlose ich 7 (!!!) Bücher. Jeder kann noch bis heute Abend 0:00 Uhr einen Kommentar auf meinem Blog hinterlassen. Dort findet ihr auch eine Kurzbeschreibung zu jedem Buch, das ich verlose. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei!   "Vor uns die Nacht" von Bettina Belitz, "Der Augenjäger" von Sebastian Fitzek, "Wunschkonzert" von Anne Hertz, "Assalay – Das geheime Amulett" von Tracey Mathias, "Frevlerhand" von Ines Thorn, "Der Beobachter" von Charlotte Link und "Heidi" von Milada Krautmann und Mathias Weil. Freue mich über jeden Teilnehmer  (Ach ja, "Vor und die Nacht" von Bettina Belitz ist sogar signiert ;-) ) Hier also der Link: http://www.geile-zeile.de/2014/04/21/blogger-schenken-lesefreude-2014/ Viel Glück!! PS: Da ich gestern auf Facebook die 600-Fans-Marke geknackt habe, werde ich nach diesem Gewinnspiel hier auch noch - als Dank - unter all meinen Facebook-Fans ein Buch verlosen. Falls mich also dort auch jemand liken möchte: www.facebook.com/geilezeile :-)

    Mehr
    • 19
  • Rezension zu "Die Verbrechen von Frankfurt. Frevlerhand" von Ines Thorn

    Die Verbrechen von Frankfurt - Frevlerhand

    AlineWirths

    21. January 2013 um 13:23

    Meine Meinung Mein erster Gedanke war, oh je, schon der vierte Teil. Wieso wolltest du das jetzt lesen. Aber meine Angst war komplett unbegründet. Auch wenn ich meinen ersten Roman von Ines Thorn in den Händen gahalten hatte, tat es der Geschichte keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Das Buch war dennoch eine Geschichte für sich. Und wenn selbst ab und zu die Paralellen fehlten, wurden diese immer wieder geklärt. Ein wenig wie zu viel entstehende Fragen, die dann doch eine Antwort enthielten. Am Anfang musste ich doch sehr mit den Augen rollen. Och nööö, eine frustrierte Frau Anfang der Fünfziger, die auf der Suche nach ihrem Sinn des Lebens ist. Aber so nach und nach entpuppte es sich zu einer tollen Einleitung, die zu der Story gehörte. Ohne dem wäre doch ein großes Loch entstanden. Die Autorin schafft es in diesen Roman Frust, Liebe, Angst und viele andere Gefühle zu beschreiben, das man direkt mitfühlen kann. Gar nicht zu glauben, wie oft einem selbst solche Gefühle schwer von der Hand gehen. Hier aber darf man sie lesen und direkt mal mitfühlen. Auch wenn ich Charas in ihrem Ursprung nicht kenne, kommen sie mir doch gleich sehr sympatisch rüber. Ein gutes Zeichen, wie sehr die Autorin diese ausgearbeitet hat. Wie sonst kann man Gustelies oder ihren Bruder vielleicht sogar die Tochter verstehen. Wirklich mit sehr viel Feingefühl entwickelte Figuren. Der Schreibstil reisst gleich mit. Denn wenn dieses nicht so wäre, würde man schon am Anfang das Buch beiseite legen. Und das wäre sehr schade gewesen. Das Buch hat einen Spannungsbogen, der vielleicht nicht gleich am Anfang einsetzt, aber dennoch auf den folgenden Seiten anfängt und sich bis zum Ende oben hält. War ja nicht wirklich abzusehen, das ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte. Das Cover ist nicht ganz so meins. Woran das liegt, kann ich gar nicht so sagen. es gefällt mir einfach nur nicht. Aber daran sollte man sich nicht aufhalten lassen, denn die Autorin hat gute Arbeit geleistet. Die Recherchearbeit kommt hier eindeutig zum Vorschein und uns wird ein Blick in das Mittelalter gewährt. Frankfurt hat da ein ganz anderes Bild als heute und das fand ich wirklich interessant. Fazit Ein muss für alle mitteralterlichen Krimifans.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Verbrechen von Frankfurt. Frevlerhand" von Ines Thorn

    Die Verbrechen von Frankfurt - Frevlerhand

    Eulenmail

    27. November 2012 um 10:38

    Zugegeben, der Klappentext erzählt schon relativ viel von dem spannenden Teil der Handlung. Der Großteil der Handlung verläuft aber eigentlich nicht wirklich spannend, sondern ist eine interessante Berichterstattung aus dem 16. Jahrhundert Deutschlands. Ines Thorn führt uns in Frevlerhand in das Jahr 1533: Deutschland befindet sich im Übergang vom Spätmittelalter in die Neuzeit. Gutenbergs Buchdruck revolutioniert die Wissenschaft und die katholische Kirche verliert dank der Reformation an Einfluss. Auch Gustelies, unsere Protagonistin, bekommt diese Veränderungen hautnah zu spüren. Ihr Bruder ist katholischer Pfarrer und muss nun evangelische Messen halten, da Frankfurt ab sofort nicht mehr katholisch ist. Doch er bekommt Konkurrenz von einem mysteriösen Priester, der die Hölle auf Erden und die Liebe als Rettung verkündet. Zeitgleich werden junge Frauen auf geheimnisvolle Weise ermordet…. Gustelies' Gerechtigkeitssinn und ihre Spürnase sind geweckt. Man merkt schon auf den ersten Seiten, dass es sich hier um einen weiteren Titel aus einer Reihe handeln muss. Denn ohne überflüssige Einleitungen und Erklärungen befindet sich der Leser mitten im Geschehen. Ines Thorn beschreibt in wenigen Worten das einfache und zugleich anstrengende Leben der einfachen Menschen im späten Mittelalter. Dabei lässt sie vor allem ihre Figuren sprechen, so dass sich der Leser wirklich als Teil der Geschichte fühlt. Doch man sollte den Untertitel „Historischer Roman“ wirklich ernst nehmen. Denn obwohl der Klappentext einen spannenden Krimi verspricht, ist dieser eher Nebenhandlung. Die eigentliche Geschichte beschäftigt sich mehr mit den Auswirkungen der Reformation auf die Figuren und deren Leben. Das ist interessant, aber leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Das Hauptaugenmerk des Romans liegt auf Gustelies. Sie ist Hauswirtschafterin im Pfarrhaus ihres Bruders und erlebt gerade ihre Wechseljahre: sie fühlt sich überflüssig, nicht geliebt und sucht nach einem neuen Sinn in ihrem Leben. Aber auch ihr Schwiegersohn, der Richter der Stadt, kommt immer wieder zu Wort, so dass man ein abwechslungsreiches Bild bekommt. Das wird durchsetzt von den Beschreibungen des Mörders, der zunächst völlig unbekannt bleibt. Er bildet einen starken Kontrast zu den Weltansichten Gustelies‘, so dass der Leser eine Ahnung bekommt, in welchem religiösen Konflikt Deutschland im 16. Jahrhundert steckte. Dies fand ich wirklich sehr interessant, wenngleich es natürlich zulasten der Handlung ging. Damit ist Frevlerhand ein anschaulicher historischer Roman, der mit einem flüssigen Schreibstil wirklich gut zu lesen ist. Es fehlt ihm aber an Spannung, so dass ich ihn nicht als Krimi verstehe. Die Rätsellösung erfolgt schließlich auch auf wenigen Seiten und kommt etwas plötzlich. Liebhabern von Historischen Romanen ist diese Reihe wirklich zu empfehlen: ihr bekommt keine trockene, düstere Schilderung einer längst vergangenen Zeit; Ines Thorn beschreibt sie lebendig und in bunten Farben, mit all ihren Höhen und Tiefen. Krimiliebhaber werden dagegen nur mäßig unterhalten sein. Zwar bekommt man einen kleinen Einblick in die Ermittlungsmethoden der damaligen Zeit, aber da nur ein sehr kleiner Kreis den Morden wirklich Beachtung schenkt, rücken diese auch immer wieder in den Hintergrund des Geschehens. FAZIT Alles in allem war Frevlerhand mal wieder ein netter Abstecher in den Historischen Roman. Ich hätte mir aber mehr kriminalistische Elemente gewünscht, so wie der Klappentext es verspricht. Jedoch bleibt die Spannung auf einem niedrigen Level und auch Nicht-Krimifans können beruhigt zu diesem Roman greifen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Verbrechen von Frankfurt. Frevlerhand" von Ines Thorn

    Die Verbrechen von Frankfurt - Frevlerhand

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    23. November 2012 um 09:40

    Gustelies, eine Frau jenseits der 50, ist mit sich und der Welt unzufrieden. Als Witwe eines Richters führt sie nunmehr ihrem Bruder, Pater Nau, den Haushalt und fungiert als Pfarrhausköchin. Auch von ihrer Tochter fühlt sie sich als Köchin und Babysitter ausgenutzt. Sie hat das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden und das lässt sie mürrisch werden. Als sie auf dem Friedhof eine weibliche Leiche in einem weißen Kleid mit einem Aschekreuz auf der Stirn in einem ausgehobenen Grab liegen sieht, glauben ihr weder ihr Schwiegersohn, der Richter ist, noch ihr Bruder. Sie reden solange auf sie ein, dass sie selbst anfängt zu zweifeln. Dann aber tauchen weitere tote Frauen auf, ebenso gekleidet wie die erste Tote. Gustelies fühlt sich berufen, den Morden auf den Grund zu gehen und unterstützt ihren Schwiegersohn bei den Ermittlungen. Schnell werden Vermutungen angestellt, dass es sich um den Prediger handeln könne, der gerade in Frankfurt jeden Tag aufrührerische Reden führt, dass das Leben hier auf Erden bereits die Hölle wäre. Die Damenwelt Frankfurts strebt zu dem attraktiven Prediger hin, der der Meinung ist, die Lösung wäre die Liebe und der im Anschluss seiner Predigt Küsse verteilt. Gustelies hat das Gefühl, dass alle Frauen verrückt geworden sind, was auch ihre beste Freundin Jutta mit einschließt. Sie lässt sich jedoch nicht beirren und schenkt ihre ganze Aufmerksamkeit der Aufklärung der seltsamen Morde. Wird es ihr gelingen, die Gemeinsamkeiten zwischen den Toten zu erkennen und den Mörder zu finden? ... Obwohl es schon der 4. Teil um Gustelies und ihre Familie ist, ist es für mich das erste Buch, das ich von der Autorin überhaupt gelesen habe. Sie führte mich in das mittelalterliche Frankfurt, wo man anhand der Namen noch die Berufe der Leute erkannte. Mit klaren und einfachen Worten ließ sie mich am Leben in Frankfurt teilhaben. Die Atmosphäre auf dem Römer, auf dem der Prediger seine Reden hielt, war förmlich zu spüren. Die Protagonistin Gustelies, an den Namen musste ich mich erst mal gewöhnen, ist eine Frau über 50, die inzwischen mit ihrem Alter Probleme hat. Sie fühlt sich alt und hat das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, was sie unzufrieden werden ließ. Ihre Ängste und Auseinandersetzung damit kann man sehr gut nachvollziehen. So beschließt sie von einem Tag auf den anderen, mal nur an sich zu denken und stellte das Kochen und Bemuttern von Pater Nau und der Familie ihrer Tochter ein, sehr zum Entsetzen aller Beteiligten. Mit großem Einsatz widmet sie sich der Aufklärung der Mordfälle, die nur Frauen betrafen. Mit ihrem eigenen Charme, ihrem großen Herzen und Engagement holt sie sich die Informationen, die sie braucht und hilft somit ihrem Schwiegersohn, der die Mordfälle eigentlich ermitteln sollte. Oftmals ist sie ihm einen Schritt voraus. Im Laufe ihrer Ermittlungen trifft Gustelies auch auf ihre erste große Liebe. Zu der damaligen Zeit wurden die Ehen zweckmäßig von den Eltern arrangiert, so dass ihre Liebe damals keine Chance hatte. Obwohl der Goldschläger der Vater eines der toten Mädchen ist, fängt das alte Herz von Gustelies wieder an in seiner Gegenwart schneller zu schlagen. Sehr einfühlsam hat die Autorin diese damalige Liebe wieder erweckt und als Leser hofft man für Gustelies, dass daraus mehr werden würde. Ines Thorn hat einen leicht flüssigen Schreibstil. Es ist leicht, die verschiedensten Protagonisten ins Herz zu schließen, mit ihren verschobenen Macken und Kanten. Auch wenn es ein Krimi ist, findet man hier Humor, Trauer, Liebe, mit liebenswerten und teils auch mit gestörten Charakteren. Es ist eine ausgewogene Mischung, die uns das Leben zu der damaligen Zeit in Frankfurt näher bringt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Verbrechen von Frankfurt. Frevlerhand" von Ines Thorn

    Die Verbrechen von Frankfurt - Frevlerhand

    Klusi

    30. October 2012 um 12:03

    Frankfurt im Sommer 1533: Ein undurchsichtiger Prediger bringt die Bevölkerung in Aufruhr. Er behauptet, das Leben der Menschen auf der Erde sei bereits die Hölle. Besonders die Frauen lassen sich von dem attraktiven und charismatischen Mann in den Bann ziehen. Zur gleichen Zeit entdeckt Gustelies, die verwitwete Schwiegermutter des amtierenden Richters, die Leiche einer jungen Frau auf dem Friedhof. Sie liegt in einem fremden, ausgehobenen Grab, ist mit einem weißen Gewand bekleidet und hat ein Aschekreuz auf der Stirn. Anfangs schenkt niemand Gustelies Glauben, als sie von ihrer Entdeckung berichtet. Der Schultheiß ist viel zu sehr damit beschäftigt, das traditionelle, weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Hirschessen zu planen. Auch hat er andere Sorgen, denn ein Teil des Ratsschatzes ist verschwunden. Als jedoch weitere tote Frauen auftauchen, lassen sich die Tatsachen nicht mehr vertuschen. Schnell gerät der mysteriöse Prediger in Verdacht. Nun ist Gustelies gefragt, die mit Herz und Verstand an die Sache herangeht und auf eigene Faust Ermittlungen anstellt. „Frevlerhand“ ist bereits der vierte Band aus Ines Thorns Reihe historischer Krimis „Die Verbrechen von Frankfurt“. Wie schon in den vorausgegangenen Fällen ist auch hier wieder Gustelies aktiv, wenn es darum geht, Verbrechen in der Stadt aufzuklären. Die verwitwete Frau in den besten Jahren führt ihrem Bruder, Pater Nau von der Liebfrauenkirche, den Haushalt. Daneben kümmert sie sich um die Familie ihrer Tochter, aber dies alles füllt sie nicht aus. Sie hat den Eindruck, nicht wirklich gebraucht und geliebt zu werden, und sie fühlt sich alt. Als es jedoch darum geht, die seltsamen Vorgänge um die toten jungen Frauen aufzuklären, ist sie in ihrem Element. Mit Scharfsinn und einer guten Portion Feingefühl geht sie an die Sache heran. Neben den unerklärlichen Todesfällen, die es zu lösen gilt, sind noch einige tiefsinnige, nachdenkliche Themen in die Geschichte eingebracht. Da geht es ums Altern, um verpasste Chancen und um die Liebe. Auch der Krieg spielt eine beachtliche Rolle, alles Probleme, die den damaligen Alltag bestimmten. Der Schreibstil passt sich fließend an die jeweiligen Gegebenheiten an, was den Roman besonders lebendig gestaltet. Ines Thorn findet für jede Stimmung den richtigen Ton. Da gibt es trübsinnige Situationen, spannende Momente aber auch humorvolle Szenen, genau im richtigen Verhältnis und jeweils wunderbar erzählt. Ich habe hier das erste Mal „Bekanntschaft“ mit Gustelies und ihren Lieben gemacht, aber nun bin ich auf den Geschmack gekommen und werde mir auch die vorherigen drei Bände besorgen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Verbrechen von Frankfurt. Frevlerhand" von Ines Thorn

    Die Verbrechen von Frankfurt - Frevlerhand

    World_of_tears91

    19. October 2012 um 20:28

    Gustelies hat schwer mit sich zu kämpfen: alle scheinen sie nur als Haushaltshilfe zu brauchen und so richtig als Frau fühlt sie sich auch nicht mehr. Als dann ein mysteriöser Prediger in die Stadt kommt und alle Frauen in Ekstase verfallen, wird es für sie nicht einfacher. Erst, als sie durch Zufall eine seltsam zugerichtete Leiche auf dem städtischen Friedhof findet, nimmt ihr Leben wieder Fahrt auf. Dieser im historischen Frankfurt angesiedelter Roman, ist eine zeitgenössische Erzählung, gespickt mit ein paar Krimielementen. Man sollte hier keinen Spannungsblockbuster ala Fitzek und Co. erwarten, denn es handelt sich um eine ruhige, gemächlich voranschreitende Geschichte, wo der kleine Krimianteil eigentlich erst ganz zum Schluss ein wenig Fahrt aufnimmt, aber eigentlich nie im Vordergrund steht. Im Vordergrund steht nach meinem Empfinden der historische Roman. Ines Thorn erzählt mit ihrer Figur Gustelies, wie es den Frauen damals so im Alltag ergangen ist, gerade zu Zeiten des Krieges und der Pest. Es sind Erzählungen vom Alltag und das ganze wird mit einer kleinen Prise Krimi gewürzt. Man sollte auch keine fulminante Auflösung des Ganzen erwarten, sondern wirklich lieber ganz in Ruhe die tolle Atmosphäre und die liebevollen Details genießen. Darauf ist das Buch, meines Erachtens, auch ausgelegt! Gustelies ist die Hauptfigur in diesem Roman und bedient, zusammen mit allen anderen Charakteren, durchaus die Klischees, die man so von einer Figur des Mittelalters erwartet. Allerdings ist das in keinster Weise negativ gemeint, denn ich finde, es kommt sehr authentisch und vor allem sympathisch rüber, wie Ines Thorn ihre Charaktere gestaltet hat. Das liegt auch an der detailreichen Ausarbeitung von Charakteren und Umgebung, so kann man sich einfach wunderbar in die Zeit mitnehmen lassen und versinkt ganz in der Geschichte. Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich wunderbar nacheinander lesen, einzig die Namen sind vielleicht am Anfang etwas Gewöhnungssache. Insgesamt hat mir "Frevlerhand" aber sehr gut gefallen, es ist ein gemütlicher Roman zum Abschalten und besonders für Genre-Fans zu empfehlen!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks