Die Verbrechen von Frankfurt - Totenreich

von Ines Thorn 
4,5 Sterne bei24 Bewertungen
Die Verbrechen von Frankfurt - Totenreich
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Historischer Krimi, kurzweilig zu lesen ... Mit humorvollen Chrakteren

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Ein tolles Buch, welches viel zu schnell zu Ende ist.

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Inhaltsangabe zu "Die Verbrechen von Frankfurt - Totenreich"

1533. Eine rätselhafte Verbrechensserie hält Frankfurt in Atem. Immer wieder verschwinden junge Frauen. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie sind schwanger. Als Pater Nau in seinem Beichtstuhl ein Stück Kopfhaut mit anhängendem Frauenhaar findet, wird er selbst zum Verdächtigen. Nur die Richterswitwe Gustelies und ihre Tochter Hella glauben an seine Unschuld. Sie beschließen, selbst zu ermitteln. Doch dabei begibt sich Hella in größte Gefahr, denn auch sie erwartet ein Kind ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499253713
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    SichelMonds avatar
    SichelMondvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Historischer Krimi, kurzweilig zu lesen ... Mit humorvollen Chrakteren
    kurzweilig, spannend, humorvoll

    Zu der Geschichte (Klappentext)  


    Die Heilkraft des Todes

    Unheilvolle Dinge ereignen sich im Frankfurt des frühen Jahres 1533: Dreimal findet Pater Nau nach der Beichte blutiges Frauenhaar im Beichtstuhl. Dann wird am Mainufer die Leiche einer schwangeren Frau gefunden - ausgeweidet, vom Ungeborenen fehlt jede Spur. Und weitere Schwangere werden vermisst. Pater Nau gerät unter Verdacht. Nur die Richterswitwe Gustelies und ihre Tochter Hella glauben an seine Unschuld und beschliessen, selbst zu ermitteln . Doch Hella begibt sich damit in höchste Gefahr. denn auch sie erwartet ein Kind ... 


    Meine Meinung


    Die Geschichte spielt in Frankfurt Anfang 1533. Der Winter hat sich noch nicht ganz verabschiedet und die Menschen gieren nach Sonnenstrahlen, Vögelgezwitscher und Farben. Sie wollen das Grau und Nass des Winter endlich abschütteln.

    Pater Nau, Gustelies ( Richterswitwe und seine Schwester), Hella ( Tochter von Gustelies), Heinz Blettner (Richter und Hellas Ehemann), Bruder Göck ( ein Antonitermönsch und Freund Pater Nau`s) und Jutta Hinterer ( Witwe und Geldwechslerin) sind die Hauptfiguren in diesem Roman/Krimi.

    Es ist wie für diese Zeit üblich das die Frau den Haushalt und die Kinder versorgt und der Mann das Geld verdient. Das Leben wird auch so beschrieben mit allen An - und Unannehmlichkeiten in dieser Zeit. Wer Geld und einen gewissen Status hatte war angesehen in der Stadt, wer nichts von dem hatte war Abschaum.

    Pater Nau ist ein etwas knorriger Pastor der Katholischen Kirche, der am Liebsten in seiner Kirche sitzt und von dem Frevel des Lebens predigt. Mit anderen Menschen kann er nur sehr schwierig umgehen und hält sich an seine kleine Familie und Bruder Göck.

    Die Beichte abnehmen bereitet ihm keine Freude. Immer die gleichen Personen mit den gleichen Sünden ... Er kann es nicht mehr hören. Eines Tages kommt ein armer Sünder der ihm Stellen aus der Bibel aus dem Buch Hiob predigt. Der Sünder verschwindet so schnell wie er gekommen ist und hinterlässt im Beichtstuhl ein grausiges Überbleibsel. Ein Skalp mit langem, blutigen Frauenhaar.

    Pater Nau ist komplett verstört als sich dies in den nächsten Tagen noch zweimal wiederholt. Er versteckt die Funde. Bis eine Leiche am Mainufer gefunden wird. Eine junge Frau, schwanger und ausgeweidet. Von dem Kind fehlt jede Spur.

    Pater Nau wird schliesslich ins Verlies gesperrt und man bekommt den Eindruck das er dort auch nicht mehr herauskommen wird.

    Natürlich hat man die Rechnung nicht mit Gustelies gemacht. Gustelies eine resolute und des Lebens frohe Witwe setzt alles daran ihr Paterchen aus dem verlies zu bekommen, sowie den Mord aufzuklären. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jutta Hinterer startet sie so manche Aktionen die dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Obwohl es ein Krimi ist habe ich sehr oft in mich geschmunzelt.

    Hella ihre Tochter und ihr Ehemann der aktuelle Richter der Stadt ermitteln ebenfalls. Hella oftmals gemeinsam mit Gustelies, aber auch auf eigene Faust was sie letzendlich in höchste Gefahr bringt.

    Bruder Göck muss die Vertretung von Pater Nau übernehmen und so manch ein anderes Leid über sich ergehen lassen um seinen Freund den Pater aus dem Verlies zu helfen.

    Ob der Mörder gefasst wird, ob Hella ihr ersehntes Kind bald in den Armen wiegen kann ... lest ihr am Besten selbst.


    Totenreich war für mich ein kurzweiliger historischer Kriminalroman. Das Buch hatte eine gewisse Krimiwürze aber auch einen schönen historischen Anteil. Ines Thorn beschreibt sehr schön das Leben zu dieser Zeit und die typischen Charakterzüge der Menschen die von anderen Sachen geleitet wurden wie in der heutigen Zeit. Die Charaktere haben mir ebenso gefallen. Schön ausgearbeitet. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.

    Wer mal abschalten möchte und etwas leichte Kost lesen möchte dem kann ich das Buch empfehlen.

    Auch zu lesen auf meinem Blog 


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    BonnieParkervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, welches viel zu schnell zu Ende ist.
    Ein spannungsgeladener historischer Roman

    Ein Roman der im Frankfurt des Mittelalters spielt. Es ist flüssig geschrieben und einmal angefangen kann man nur sehr schwer aufhören. Es handelt von einer Familie, bestehend aus Mutter, Bruder und Tochter und Schwiegersohn. Es werden in der Stadt junge  schwangere Frauen ermordet und 
    ausgeweidet aufgefunden. Beim Versuch den Mörder zu finden wird in der Familie ermittelt und dabei wird Einsicht in grausige Praktiken zu dieser Zeit gewährt. Schließlich wird die Schwangere Tochter bei den Ermittlung selbst zum Opfer. Ob sie dem Mörder entkommen kann treibt die Handlung auf die Spitze. Spannend bis zur letzten Seite.

    Ines Thorn hat die Hauptfiguren sehr gut beschrieben und hat das Talent einen direkt in die Geschichte zu ziehen. Fast ist man der Meinung, die Gerüche wären real und man ist mit den Figuren direkt verbunden. Ein wundervolles Buch und es wird sicher nicht das letzte sein, welches ich von der Autorin gelesen habe. 

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Auch der dritte Fall von Hella hat es in sich!
    Hella ermittelt wieder

    Es ist Januar 1533. Pater Nau nimmt die Beichte ab. Alles verläuft normal, doch dann erscheint ein Beichtender, der die Bibel zitiert. Als Pater Nau den Beichtstuhl betritt, findet er den Skalp einer Frau. Er versteckt ihn bei den Weihnachtssachen. Nachdem er in den nächsten Tagen das gleiche nochmals gefunden hat, ist er nur noch ein Nervenbündel.

    Zur gleichen Zeit wird in Frankfurt eine junge Frau gefunden. Sie wurde regelrecht ausgeschlachtet. Der Leichenbeschauer stellt fest, dass sie schwanger war.

    Die Autorin hat einen spannenden historischen Kriminalroman geschrieben. Es ist der dritte Teil aus der Reihe „Das Verbrechen von Frankfurt“. Die Stadt kann zu der Zeit aber keinen Kriminalfall gebrauchen. Im April soll sich entscheiden, ob die Stadt mehrheitlich katholisch bleibt oder lutherisch wird. Also bekommt der Richter die Weisung, die Tote beerdigen zu lassen und den Fall abzuschließen. Allerdings wird Pater Nau gesehen, als er die Skalpe verschwinden lassen will. Er wird inhaftiert. Jetzt ermitteln sein Haushälterin und Hella, seine Nichte und Frau des Richters. Hella jedoch ist schwanger.  

    Der Schreibstil des Buches ist abwechslungsreich. Die Autorin versteht es, die Emotionen ihrer Protagonisten der Situation entsprechend mit passenden Worten und Metaphern auszudrücken. Obwohl es um ein ernstes Thema geht, gibt es viele Stellen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Dazu gehören Gespräche zwischen Hella und ihrer Tante, aber auch die Streitereien von Pater Nau und Bruder Göck.

    Die Autorin hat ausgezeichnet dargestellt, wie Ermittlungen und Gerichtsbarkeit zu der Zeit funktionierten. Leben und Arbeiten in der Stadt werden ebenfalls ausführlich beschrieben.

    Das Buch lässt sich zügig lesen. Der Spannungsbogen wird über die gesamte Zeit gehalten. Es gibt keinen Leerlauf.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Geschickt wurde die Krimihandlung mit historischen Fakten kombiniert. Die Ermittlungen konnten von mir als Leser jederzeit verfolgt und nachvollzogen werden.

     

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 5 Jahren
    Die Verbrechen von Frankfurt. Totenreich

    Der Klappentext:
    1533. Eine rätselhafte Verbrechensserie hält Frankfurt in Atem. Immer wieder verschwinden junge Frauen. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie sind schwanger. Als Pater Nau in seinem Beichtstuhl ein Stück Kopfhaut mit anhängendem Frauenhaar findet, wird er selbst zum Verdächtigen. Nur die Richterswitwe Gustelies und ihre Tochter Hella glauben an seine Unschuld. Sie beschließen, selbst zu ermitteln. Doch dabei begibt sich Hella in größte Gefahr, denn auch sie erwartet ein Kind...
    Quelle: www.lovelybooks.de

    Die Autorin:
    Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
    Quelle: www.amazon.de

    Meine Rezension:
    Mir war der Name der Autorin schon geläufig, aber bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen einen ihrer Romane zu lesen.
    Totenreich ist der erste Roman den ich von ihr lese und kann schon jetzt sagen, es war ganz sicher nicht der letzte. Plastisch beschreibt sie Protagonisten und das Umfeld des alten Frankfurt am Main. Ich hatte jederzeit das Gefühl durch die Gassen der Stadt zu schlendern und dem Richter bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Die Schreibweise der Autorin ebenso wie der Aufbau der Spannung wirken sehr gelungen und ich fühlte mich zu jeder Zeit sehr gut unterhalten. Für mich wird es sicher nicht das letzte Buch von Ines Thorn gewesen sein. Für Fans des Genres und vor allem auch für alle Frankfurter ein „must read“.
    Für das Buch von mir 5 von 5 Sternen.

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    Chrissie007vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Verbrechen von Frankfurt. Totenreich" von Ines Thorn

    Ein gelunger historischer Kriminalroman!
    Ich lese kaum historische Kriminalromane, aber ich glaube, dass sich das nun ändern wird.
    Das Buch ist nicht nur spannend, es hat mich auch sehr oft während des Lesens schmunzeln lassen, was mir sehr gut gefallen hat.
    Nicht nur werden die Charaktere in dem Buch sehr schön beschrieben, auch die Geschichte um die toten Frauenleichen ist anfangs sehr mysteriös und bleibt bis zum Ende spannend. Der Leser kann die Aufklärung der Morde sehr gut nachvollziehen.
    Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von "Die Verbrechen von Frankfurt".

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    JEDs avatar
    JEDvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Verbrechen von Frankfurt. Totenreich" von Ines Thorn

    Kurzinhalt:

    Pater Nau ist verzweifelt: drei Mal kommt ein seltsamer Mann zu seiner abendlichen Beichte, der jedes Mal aus der Bibel zitiert und dann verschwindet.
    Doch lässt er auch jedes Mal etwas zurück: den blutigen Skalp einer Frau, welche Pater Nau in der ersten Panik erstmal in der Krippe des Jesuskindes verschwinden lässt.
    Schnell kommt heraus: es sind schwangere Frauen, die im Frankfurt des Jahres 1533 verschwinden und zu denen offenbar das Haar gehört.
    Pater Nau gerät in das Visier der Ermittler.
    Als eine weibliche Leiche mit aufgeschnittenem Unterleib gefunden wird, bekommt die Schwester von Pater Nau, Gustelis, Angst um ihre schwangere Tochter Hella und beide Frauen beginnen auf eigene Faust zu ermitteln.

    Meine Meinung:

    Bei diesem Buch handelt es sich bereits um den 3. Band aus der Reihe Die Verbrechen von Frankfurt", die man aber durchaus unabhängig voneinander lesen kann.
    Figuren wie Pater Nau, Gustelies und Hella, die in allen Bänden immer wieder auftauchen, haben soviel Eigenleben, dass es nicht schwer fällt, sich in diese hineinzufinden, auch wenn man ihnen zum ersten Mal literarisch begegnet.
    Tatsächlich habe ich selten in einem historischen Buch solch selbstbewusste Menschen angetroffen, die ihr Leben mit soviel Humor und auch Eigensinn meistern und damit - ob absichtlich oder nicht - dem Leser doch sehr gegenwärtig werden, da einem einige Dinge doch bis heute sehr bekannt vorkommen.

    Dies ist auch dem herrlichen Humor und der oft doppeldeutigen Schreibweise von Ines Thorn geschuldet:
    Bereits auf der ersten Seite muss sich Pater Nau leicht genervt die Sünden der alten (!) Mutter Dollhaus (Nomes est omen) anhören, die schon wieder (!) unzüchtige Gedanken hatte, als der Schlachter ein Schaf auseinander nahm.

    Überhaupt haben die Frauen in diesem Buch einen sehr eigenen Stellwert, wenn auch anders als man dies aus den derzeit den Markt überflutenden historischen Romanen kennt (Marke: eine schwache Frau behauptet sich in der Männerwelt).
    Bei Ines Thorn haben die Frauen durchaus den ihnen im spätmittelalterlichen Frankfurt zugewiesenen Platz als z.B. Hausfrau und Mutter eingenommen, nutzen aber jede noch so kleine Lücke, die sich ihnen bietet, um ihr Leben ein wenig selbstbestimmter zu gestalten.
    So werden selbst alte Frauen zu tüchtigen Detektivinnen, weil die Männer ja ohnehin zu nichts kommen. Während sie sich gleichzeitig über den 2. Platz beim alljährlichen Kuchenwettbewerb ärgern.
    Dabei wirken solche kleinen Ausflüge in die Emanzipation niemals aufgesetzt oder unglaubwürdig, sondern sind jedes Mal mit genügend Augenzwinkern gekennzeichnet, so dass der Leser nicht umhin kommt, sich zu fragen: Hatten wir möglicherweise tatsächlich solche Vorfahren?

    Dennoch gibt es auch einig befremdliche Momente in dem Buch, welche doch wieder den Abstand zwischen den Jahrhunderten eindeutig betonen. Das titelgebende Totenreich" scheint zur damaligen Zeit doch weniger Respekt einzuflößen als dies heute der Fall ist.
    Da wird mit den Toten dann allerhand Unbill getrieben, weil der Aberglaube vorherrscht, dass dieses oder jenes Teil eines Verstorbenen noch allerhand Kräfte für die Lebenden besitzt.
    Zum Teil wird dies von Ines Thorn mehr als anschaulich beschrieben, was für zart besaitete Gemüter möglicherweise dann nicht der richtige Lesestoff ist.

    Fazit:
    Amüsanter Ausflug in spätmittelalterliche Frankfurt - sofern man den Ekelfaktor aushält.

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    Chrummys avatar
    Chrummyvor 4 Monaten
    K
    Kerdievor 2 Jahren
    Liz847s avatar
    Liz847vor 2 Jahren
    P
    Piccolinavor 2 Jahren

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