Inga Persson

 3 Sterne bei 25 Bewertungen
Autorin von Rache am Ammersee, Hundling und weiteren Büchern.
Autorenbild von Inga Persson (©Sabine Jakobs Fotografie)

Lebenslauf

Dass ich lese, seit ich denken kann, verdanke ich meinen Eltern. Selber während des Krieges aufgewachsen, war ihnen der Zugang zu Bildung im ersten Schritt verwehrt, im zweiten Schritt haben sie jede nur denkbare Aus-Bildung absolviert - Meisterabschlüsse, Fachabitur, Lehrgänge. Von klein auf war ich von lernenden Eltern und Büchern umgeben, wurde ununterbrochen mit Lesestoff versorgt, war fleißige Kundin der Stadtbibliothek. Eine intensive Erinnerung habe ich an ein Weihnachten, an dem ich Herr der Ringe geschenkt bekam. Bis Neujahr habe ich durchgelesen, war ganz weit weg in Mittelerde. Später, in der Oberstufe, wiederholte mein Deutschlehrer geradezu mantraartig: Inga, tun Sie mir einen Gefallen - studieren Sie Germanistik. Natürlich tat ich ihm den Gefallen nicht, machte erst eine Ausbildung in der Landwirtschaft, bevor ich in Bonn das Studium der Literaturwissenschaft aufnahm. Ich hab alles daran geliebt, die gigantische Bibliothek, die Vorlesungen und Bonn, die kleine Stadt am Rhein. Früh bot mir ein Professor einen Job als studentische Hilfskraft an. Ich sagte begeistert zu, nur um festzustellen, dass er mit den Mitarbeitern Deutsch sprach, ich es aber nicht verstand. Ich lernte, leitete die Institutsbibliothek, machte einen Magister. Der Hiwi-Job endete, und eine gute Freundin vermittelte mich ein Abgeordnetenbüro. Der Deutsche Bundestag war meine Lebenschule, harte Arbeit, vielfältige Themen, über die ich als Ghostwriterin schrieb. Von da an war Schreiben mein Beruf, ich promovierte, wechselte in eine PR-Agentur, machte mich mit Agenturen selbständig. Privat bekam ich einen Sohn und lernte nach dem Tod eines geliebten Menschen meinen heutigen Mann kennen. Ihm gehört die Schatzbergalm. Ich nahm dieses Leben an, die Alm, bin heute hier die Wirtin. Mein Mann erzählte mir die Geschichte von einer Pistole, die er in einem Dach fand, meine Phantasie sprang in den Galopp, ich setzte mich wieder an den Schreibtisch und schrieb meinen ersten Roman "Tod am Ammersee".

Botschaft an meine Leser

Grüß Gott, es ist schön, Sie hier begrüßen zu dürfen. 2018 ist bei emons mein Debütroman "Tod am Ammersee" erschienen, Ende April erscheint dort "Rache am Ammersee". Mein Heldin heißt Carola Witt, eine waschechte Schleswig-Holsteinerin, die von ihrem Chef, dem Bundestagsabgeordneten Johannes Ludwig, in seinen Wahlkreis an den Ammersee geschickt wird. In "Tod am Ammersee" stolpert sie über eine Leiche, lernt Kommissar Lenz Meisinger kennen und löst den Fall, nicht ohne selbst in Gefahr zu geraten. "Rache am Ammersee" ist der zweite Fall, den ich Ihnen demnächst in einer Leserunde vorstelle.

Alle Bücher von Inga Persson

Cover des Buches Rache am Ammersee (ISBN: 9783740805395)

Rache am Ammersee

 (14)
Erschienen am 18.04.2019
Cover des Buches Tod am Ammersee (ISBN: 9783740803001)

Tod am Ammersee

 (3)
Erschienen am 26.04.2018
Cover des Buches Hundling (ISBN: 9783740811396)

Hundling

 (3)
Erschienen am 27.05.2021
Cover des Buches Nacht über dem Ammersee (ISBN: 9783740808051)

Nacht über dem Ammersee

 (3)
Erschienen am 12.03.2020
Cover des Buches Der Ammersee-Clan (ISBN: 9783740816704)

Der Ammersee-Clan

 (2)
Erschienen am 22.06.2023
Cover des Buches Tod am Staffelsee (ISBN: 9783740821340)

Tod am Staffelsee

 (0)
Erscheint am 17.10.2024

Neue Rezensionen zu Inga Persson

Cover des Buches Der Ammersee-Clan (ISBN: 9783740816704)
gaby2707s avatar

Rezension zu "Der Ammersee-Clan" von Inga Persson

Getrübte Voralpenidylle
gaby2707vor 9 Monaten

Stefan Engels, hauptberuflich Sohn seiner reicher Mutter Crescentia, den alle nur Goferl nennen, ist mit dem Segelschulschiff Amazone mit einer erheblichen Menge synthetischer Cannabinoide im Blut untergegangen und ertrunken. Sind seine Mutter und ihre neuerdings beste Freundin Mitzi Weiß mit ihrer Cannabis-Landwirtschaft der Drogenmafia auf die Füße getreten?

Laurentius „Lenz“ Meisinger, Kriminalhauptkommissar bei der Kripo Weilheim und seine Kollegen Franz Pollinger und der junge Beni tun sich bei dem Fall nicht leicht. Die beiden Frauen mauern, geben nur preis, was sie eh schon wissen. Kann ihnen da die neue Software ZIELKOP, die gerade in ihren Büros installiert wurde, helfen?

Auf die Hilfe seiner Freundin Carola Witt kann Lenz nicht zurückgreifen. Sie muss, da ihre Berliner Kollegin Luise nach Washington geht, in Berlin bei ihrem Chef dem Bundestagsabgeordneten Johannes Ludwig einspringen. Das kann einige Wochen dauern.


Carola, die im Gegensatz zu ihrem Freund Lenz das Großstadtgetümmel liebt, flieht hauptsächlich nach Berlin, weil sie sich keine Gedanken um Zusammenziehen, Haus, Hund, Kinder und „dreinschicken“, machen will. Sie liebt ihre Freiheit über alles. Aber sie liebt auch ihren Lenz. In Berlin, wo sich gerade auch Vieles um dieses neue Programm ZIELKOP“ dreht, kommt sie dann schnell einem Polit-Komplott auf die Spur. Und sie stellt Veränderungen fest, seit sie Berlin vor ein paar Jahren verlassen hat.

Lenz dagegen ist ein absoluter Landmensch. Er fährt nur nach München in die Stadt, wenn er unbedingt muss. Er hasst es, wie jetzt gerade beim LKA in einem dunklen Saal zu sitzen, wo alle englisch reden und von digitaler Polizeiarbeit schwafeln. Wozu braucht er, der die gute, alte Polizeiarbeit schätzt, dieses neue ZIELKOP. Aber im Laufe der anhängigen Ermittlungen lässt er sich von Beni überzeugen, dass das schon sehr hilfreich sein kann.

Durch die wunderschönen Landschaftsbilder, die mir Autorin Inga Persson in den Kopf pflanzt, kann ich mir die Gegend rund um Weilheim und den Ammersee sehr gut vorstellen. Ich sehe sie auf ihrem Bankerl sitzen, über den Ammersee auf die Zugspitze schauen. Einfach schön. Da komme sogar ich beim Lesen dieses Krimi ein bisserl zur Ruhe, bevor das hektische Treiben in Berlin weitergeht. Die Ruhe auf dem Land und die Hektik der Stadt kommen in den einzelnen Abschnitten, die von Lenz und Carola abwechselnd erzählen, sehr gut raus.

Die beiden Fälle und ihre Auflösung, wobei man ja von der Sache in Berlin nicht direkt von einem Fall sprechen kann, haben mich vollkommen überzeugt. Wobei ich nie auf den Täter vom Ammersee gekommen wäre. Die beiden Damen haben den Kommissaren das Leben aber auch ganz schön schwer gemacht. Und obwohl ihr Handeln absolut illegal ist, kann ich ihre Argumentation sogar verstehen. Das einzige, was mir ein bisserl fehlt ist die durchgämgige Spannung.

Naja, Hauptsache Carola ist erst mal wieder in Bayern. Sie und der Lenz passen einfach wunderbar zueinander. Auch wenn die beiden von Beziehung jeder so seine eigene Meinung hat.


Mir hat dieser Ausflug an den Ammersee, den ich ja fast vor der Haustüre habe, und die Reise nach Berlin in den dortigen Alltag des Bundestages sehr gut gefallen. Viel kriminelle Energie, wunderschöne Landschaftsbilder und ein guter Schuss Humor. So macht Krimi Spaß. 

4,5 von 5 Sternen

Cover des Buches Hundling (ISBN: 9783740811396)
E

Rezension zu "Hundling" von Inga Persson

Guter Regional-Krimi in bester Cosy-Manier
Erwin-Readervor 3 Jahren

Die Protagonisten, die man schon aus den vorigen drei Geschichten kennt, sind nun deutlich besser - und glaubhafter - gezeichnet. Aus der Reihe um Carola Witt und ihren Freund KHK Lenz Meisinger das bislang beste Buch. Der Spannungsbogen ist gut herausgearbeitet, auch wenn die Lösung des Falls den Leser nicht ganz zufriedenstellt.

Die Thematik der Mückenbekämpfung ist gut eingebettet in das Hintergrundrauschen der Beziehung zwischen Carola und ihrem Lenz und einem spannenden Kriminalfall.

Cover des Buches Hundling (ISBN: 9783740811396)
katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Hundling" von Inga Persson

Wirkt sehr bemüht
katikatharinenhofvor 3 Jahren

Am Ammersee kann man hautnah miterleben, wie das Sprichwort " Aus einer Mücke einen Elefanten machen" in die Tat umgesetzt wird, denn die Mückenplage hat die Menschen vor Ort fest im Griff und der Einsatz von Pestiziden erhitzt die Gemüter. Doch mit dem Tod der Pressesprecherin des Landrats scheint die nächste Plage aufs Land zu ziehen, denn wo eine Leiche ist, ist die nächste nicht weit entfernt...


Zugegeben, das Duo Carola und Lenz ist schon eher als unkonventionell zu beschreiben und gerade das macht den Reiz ihrer Beziehung aus. Er urgemütlich und auf bayerische Traditionen bedacht, kommt ihr als Nordlicht mit einer ordentlichen Portion Dickköpfigkeit schon manchmal in die Quere und aus ist es mit der Beziehungsherrlichkeit. Die eingestreuten, manchmal recht platten Kalauer wirken eher wie Slapsticks aus der Konserve und zünden nicht wirklich ihre Pointen. Dazu das Denglisch, dass sich leider sehr häufig in Carolas Sprachgebrauch einschleicht und eher für Augenrollen als für kleine Schmunzler sorgt.

Die Ermittlungen sind nicht unbedingt aufregend und zielführend, denn vieles verläuft sich in bierseliger Glückseligkeit, Klatsch und Tratsch ist an der Tagesordnung und es wird ordentlich vom Leder gezogen.

Dabei birgt die Grundidee unglaublich viel Potenzial, um aufregende Einblicke in die Vetternwirtschaft der Lokalgrößen zu erhalten. Wirtschaftskriminalität und Subventionsbetrug werden hier aber eher als schale Nebenhandlung präsentiert - nicht wirklich nervenzerreißend und spannend, obwohl hier die Voraussetzungen für eine gewisse Eigendynamik und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten schon in der Natur der Sache gegeben sind. 

Bis zum Epilog wirken die Figuren sehr bemüht und der Krimi liest sich eher zähflüssig. Und dann, auf den letzten Metern, haut die Autorin eine unglaubliche Geschichte ihren Lesern um die Ohren, die mit Aha-Effekten und ungläubigen Erstaunen gespickt ist. So hätte ich mir den Verlauf des kompletten Regio-Krimis gewünscht, der hauptsächlich mit wunderschönen Bildern der Vorlalpenkulisse punkten kann.

Somit ist dieses Buch leider von der Bewertung im unteren Mittelfeld zu finden und ich vergebe schweren Herzens 2 Sternchen.

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Zusätzliche Informationen

Inga Persson wurde am 06. März 1964 in Neumünster (Deutschland) geboren.

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