Der Hirte

von Ingar Johnsrud 
3,5 Sterne bei51 Bewertungen
Der Hirte
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (30):
patrick2804s avatar

sehr spannend, sehr exakt, sehr gut; macht Lust auf mehr

Kritisch (8):
julias_wonderlands avatar

leider ein schlechtes buch

Alle 51 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Hirte"

Der Nr.-1-Bestseller aus Norwegen!

Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783764505875
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:26.06.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.06.2017 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ban-aislingeachs avatar
    ban-aislingeachvor einem Monat
    Kurzmeinung: im Großen und Ganzen interessanter, spannender Thriller aber leider ein miserables Ende
    in wie fern beeinflusst die Vergangenheit die Gegenwart

    Der Thriller „der Hirte“ wurde von Ingar Johnsrud geschrieben und umfasst 512 Seiten. Das Buch ist am 26.06.2017 im Blanvalet Verlag erschienen und der erste Teil der Frederik Beier Reihe. Der Thriller ist in der dritten Person Singular geschrieben und zwar hauptsächlich aus der Sicht von Frederick Beier.

     

    Eigentlich schien es ein Routinefall zu sein, als die Politikerin Kari Lise Wetre die Polizei bietet ihre Tochter zu finden, welche spurlos verschwunden ist. Doch als Frederick Beier und seine Kollegen auf dem Sitz der Sekte „Gottes Licht“ ankommen, finden sie ermordete Mitglieder, obwohl der Hof eigentlich wie ein Hochsicherheitstrakt geschützt war und zudem finden sie unter dem Hauptgebäude der Sekte eine Labor das auf hochriskante Experimente hinweist. Doch Annette Wetre, die ein Mitglied der Sekte war, und die anderen Mitglieder der Sekte bleiben spurlos verschwunden.

     

    Es fiel mit schwer mit den Charakteren mitzufühlen, wenn man mal von Frederick absieht. Denn nur über seine Vergangenheit lernt man einiges kennen, aber seine wichtigsten Kollegen bleiben dagegen eher farblos und auch wenn mir Kafa genauso sympathisch wie Frederick war, konnte ich sie doch nicht so ganz fassen. Es fehlten mir einfach zu viele Informationen. Was ich sehr spannend fand, war die Tatsache, dass ich den obersten Chefs von Frederick nicht trauen konnte und dies brachte für mich zusätzliche Spannung in die Geschichte. Die Nebencharaktere waren im Großen und Ganzen ganz in Ordnung, aber zum Beispiel Fredericks Exfrau konnte ich einfach nicht verstehen und ihre Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar. Ich hoffe, dass sich der Autor dadurch eine Tür offen gelassen hat durch die in weiteren Bänden vielleicht eine andere Möglichkeit entstehen könnte. Neben Frederick fand ich den Mörder am Besten beschrieben. Dieser war erschreckend, verstörend, aber zugleich hochinteressant, vor allem seine tragische Lebensgeschichte. Da für mich die Mischung der Charaktere eher nicht so gut gelungen war, ziehe ich dem Buch einen Stern ab.

     

    Da ich mich für Politik und Sekten interessiere, war mir klar, dass mich das Thema interessieren würde. Für mich war es angenehm, dass das Buch in einem schönen Schreibstil geschrieben ist, welcher sich flüssig lesen ließ. Im Buch werden zwei Geschichten erzählt. Eine die in der heutigen Zeit spielt und mit der verschwundenen Tochter der Politikerin zu tun hat und eine die in der Vergangenheit spielt und in der die Rassenhygiene eine große, erschreckende Rolle spielt. Am Anfang hat mich die Geschichte in der Vergangenheit gestört, aber dann wurde auch diese immer spannender und ich wollte unbedingt wissen wie die beiden Geschichten zusammengehören. Nach Lesen des Buches blieben mir jedoch einfach zu viele Fragen offen, so dass ich einen weiteren halben Punkt abziehen muss. Die Handlungsorte dagegen die ein sehr bereites Spektrum abbildeten, waren sehr gut und detailliert beschrieben, so dass ich mir diese bildhaft vorstellen konnte. Was mir auch sehr gefallen hat war die Tatsache, dass immer wieder interessante Ideen eingebracht wurden, mit denen ich einfach nicht gerechnet hatte. Dadurch konnte ich einiges Lernen und dies mag ich bekanntlich sehr. Die Geschichte ist sehr spannend, aber manchmal bietet sie zu viel Action und die Ermittler haben in Kämpfen, hier spreche ich vor allem von Frederick und Kafa, zu viel Glück. Wenn man das Buch jedoch nicht zu ernst nimmt, macht das Lesen weiterhin Spaß. Zumindest war dies bei mi der Fall. Was ich großartig fand war die Tatsache, dass Fredericks Privatleben zwar eingebracht wurde, aber kaum Platz wegnahm, so dass es mich nicht störte. Einen ganz großen Punkt muss ich dem Buch wegen dem miserablen Ende abziehen. Für mich war es enorm unbefriedigend, zeigte keine Auflösung die meiner Meinung nach stimmen konnte und zudem waren einfach zu viele Fragen weiterhin offen. Ich werde das nächste Buch lesen, in der Hoffnung, dass dieser Fall etwas mit diesem Buch zu tun hatte. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, dann ist für mich die Serie nicht gelungen.

     

    Da das Buch im Großen und Ganzen interessant und spannend ist, wenn man sich für Politik oder Sekten interessiert, empfehle ich das Buch weiter. Man sollte jedoch mit einem offenen Ende leben können, weil man sonst am Ende so unglücklich ist wie ich es war.

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    B
    bookwebvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Duchschnittlicher Thriller
    Ein durchschnittlicher Thriller mit Potential

    Inhalt:

    Der Polizist Fredrik Beier wurde beauftragt die vermisste Tochter der Spitzenpolitikerin  Kari Lise Wetre zu finden. Zwischen Mutter und Tochter besteht ein Konflikt und wenig bis gar kein Kontakt. Anette Wetre lebte in der christlichen Sekte „Gottes Licht“ in Solro.
    Als Fredrik Beier von seiner Chefin nach Solro in das Hauptquartier der Sekte beordert wird findet er dort einen Tatort vor. Fünf Männer wurden abgeschlachtet und alle Restlichen Sektenmitglieder sind verschwunden. Am Tatort befindet sich im Keller das Labor der Glaubensgemeinschaft. Die Suche nach Anette Wetre bekommt einen neuen, schrecklichen Aspekt. In dem Labor wurden scheinbar brutale Experimente durchgeführt. Doch wo ist Anette wirklich?

    Meine Meinung:

    Zu Beginn des Hörbuchs befindet sich Fredrik Beier beim Polzeipsychologen. Eigentlich ein ganz normaler 0815-Einstieg für einen Krimi. Ein, von der Vergangenheit gezeichneter, Ermittler. Soweit noch alles in bester Ordnung. Das Chaos geht aber durch die Sprünge in die Nazi-Zeit und zu islamistischen Konflikten los.
    Diese drei Handlungsstränge die für mich anfangs absolut nichts miteinander zu tun haben, oder haben sollten, haben mir einige Schwierigkeiten bereitet. Teilweise war es wirklich nicht leicht dem Geschehen zu folgen. Ob das nun daran lag, dass ich „lediglich“ die gekürzte Fassung von ca. 12h vorliegen habe oder ob das Buch wirklich so verwirrend ist, kann ich nicht sagen. Dennoch war die Geschichte eigentlich nicht schlecht, trotzdem muss ich zugeben dass ich irgendwann aufgegeben habe. Der Autor hat definitiv Potential und ich werde vielleicht einem andern Titel von ihm eine Chance geben. Dann aber ganz bestimmt als gedrucktes Buch.

    Wirklich positiv an der ganzen Sache war für mich einzig der Sprecher bzw. Leser Dietmar Wunder. Da hatte ich aber auch nichts anderes erwartet. Mann kennt ihn ja doch relativ gut, zum Beispiel als deutsche Stimme von Daniel Craig in den neueren 007-Filmen.
    Durch die lebendige Art und das grandiose Spiel mit seiner Stimmt gibt Dietmar wunder den Personen einen eigenen Charme. Einzig und allen weil es wirklich Spaß gemacht hat Dietmar Wunder zuzuhören gebe ich diesem Hörbuch:

    3 von 5 Sternen

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    catlys avatar
    catlyvor 2 Monaten
    Norwegischer Thriller

    Inhalt:

    Kari Lise Wetre, die Tochter einer einflussreichen Politikerin, wird vermisst. Ein Routinefall für Fredrik Baier, der diesen und ähnliche  Fälle behandeln soll, nachdem er durch persönliche Probleme in seiner Belastbarkeit im Polizeidienst eingeschränkt wurde. Kari Lise war Mitglied in der Sekte "Gottes Licht". Kurz darauf wird Fredrik nach Solro beordert, dem Hauptsitz der Sektenmitglieder. Fünf Männer wurden grausam ermordet, die restlichen Mitglieder bleiben spurlos verschwunden. Im Keller des Anwesens stoßen die Ermittler auf ein Labor, dessen Sinn sie sich lange nicht erklären können. Langsam beginnen die Ermittlungen Fahrt aufzunehmen und Fredrik kann die langweilige Komfortzone  mit Kafa, einer jungen und attraktiven Mitarbeiterin, an seiner Seite verlassen. Doch die beiden geraten zunehmend in Gefahr..

    Meine Meinung:
    Ich habe zuerst den zweiten Teil der Trilogie gelesen und durfte im Zuge einer Buchverlosung nun auch den ersten Teil der Reihe kennenlernen. Daher war mir das Ermittlerteam bereits bekannt.
    Fredrik und Kafa ermitteln teilweise (unverantwortlich) auf eigene Faust, wodurch sie sich in gefährliche Situationen bringen. Diese werden manchmal übertrieben actionreich und heldenhaft beschrieben. Brutalität wird in den Kämpfen auf jeden Fall großgeschrieben und genau erläutert.
    Über die persönlichen Hintergründe der beiden erfährt man nur wenig, wodurch die Charaktere blass und ohne Tiefe bleiben. Auch wenn sie mir beide durchaus nicht unsympathisch sind.

    Die Handlung ist vielschichtig. Neben Religion wird auch Rassenhygiene, Politik und das Dritte Reich angeschnitten. Diese diversen Handlungsstränge gestalten das Buch teilweise verwirrend, da man als Leser die Verbindung der Einzelteile oft nicht ganz oder erst spät herstellen kann. Da mich die Themen jedoch angesprochen haben und sie meiner Meinung nach gut für die Kreation eines Thrillers geeignet sind, haben sie mich dennoch (meist) überzeugt.

    Trotz einiger Längen lässt sich das Buch gut und flüssig lesen. Auch wenn mir am Ende einige Zusammenhänge unklar bleiben, war es eine nette Lektüre. Dieser Band gefiel mir um einiges besser als der zweite Teil (vielleicht auch weil die behandelten Themen eher meinen Geschmack getroffen haben).

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    SusanneSH68s avatar
    SusanneSH68vor 5 Monaten
    Typisch skandinavischer Thriller

    Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wette wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach „Solro“ beordert, einen alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte „Gottes Licht“ grausam ermordet. Auf dem Gelände des Hofs stoßen die Ermittler auf ein geheimes Labor, dessen Zweck sie sich nicht erklären können. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, zu ihnen gehört auch die Tochter von der Politikerin Kari Lise Wette.

    Nach den ersten 100 Seiten wollte ich das Buch schon weglegen, ein typisch skandinavischer Thriller, leicht düster, konnte mich nicht so wirklich fesseln. Ich habe dann aber durchgehalten und wurde zum Ende mit Spannung belohnt. Allerdings gibt es in dem Buch so viele Themen, die angeschnitten werden, die waren mir unter dem Strich etwas viel. Neben den Themen, die direkt zum Inhalt gehören, gibt es z.B. noch Rückblicke auf Kriegsverbrechen, Versuche mit Menschen, Korruption innerhalb der Polizei usw. Für mich etwas zu viel. Für Leser, die neuen skandinavischen „Thrillerstoff“ suchen aber vielleicht eine Entdeckung und das Lesen wert.

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    Schmusekatze69s avatar
    Schmusekatze69vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Das beste Buch was ich bisher gelesen habe.........
    Wahnsinnig spannend.........

    Fredrick Beier, ein Osloer Hauptkommissar, stand vor der Wahl, aus gesundheitlichen Gründen beurlaubt zu werden oder eine Therapie beim Polizeipsychologen zu beginnen. Beier wählte das kleinere Übel, den Psychologen. Der gab ihn den dringenden Rat, im Dienst Stress-Situationen zu vermeiden. Was aber niemand zu diesem Zeitpunkt ahnen konnte……….
    Ein spektakulärer Vermissten-Fall und ein brutales Massaker, mit mehreren Opfern, auf dem Gelände einer Sekte, kommt auf Frederik zu.
    Die erwachsene Tochter, einer bekannten Politikerin, hat sich einige Zeit nicht mehr bei ihrer Mutter gemeldet. Bis dahin besteht noch kein Anlass zur Sorge. Aber wenn die Vermisste der Sekte „Gottes Licht“ angehört und ein Kind hat, dann wird es brisant.
    Die Sekte legte sich schon vor Jahren mit einer radikalislamistischen Gruppe an. Aus diesem Grunde wird dem Team um Beier von ganz oben eine Fall-Analytikerin mit Spezialgebiet Fundamentalismus/Terrorismus zur Seite gestellt. Von Iqbal Kafa sind die beiden leicht irritiert und alles andere als begeistert. Für sie gehört die junge Kollegin hinter den Schreibtisch und nicht geeignet für den Polizeialltag.

    Vor den Ermittlern stehen eine Reihe von Fragen, die beantwortet werden müssen:
    Wo stecken Annette Wetre und ihr kleiner Sohn?
    Wohin sind die mehr als 20 anderen Hofbewohner verschwunden?
    Was hat „der Emir“ mit dem Fall zu tun?
    Es scheint eine Verbindung von dem ermordeten Sektenführer, zu den Ereignissen, während des Nationalsozialismus zu geben.
    Rückblenden, in diese Zeit, lassen den Leser, einiges schneller und besser verstehen. Somit ist man den Ermittlern stets einige Schritte voraus. Viele Ansätze, um den Fall zu lösen, gestalten sich manchmal wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Auch scheint eine Spur nach Afghanistan zu führen.

    Fazit:
    Ich muss gestehen, das ich am Anfang dachte; …..ohje, Politik und eine Sekte, nichts für mich……
    Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Ich fand Ingar Johnsruds ersten Band, einer geplanten Trilogie, unerwartet spannend.
    Ingar Johnsrud legt von Anfang an seinem Thriller viele kleine Brotkrumen aus, von denen nicht eine unwichtig ist. Kein Name, keine Nebenfigur und kein Gegenstand.
    Diese Fäden zu entwirren ist spannend ohne Ende und man versucht sie immer wieder neu zu verknüpfen. Jedes Mal, wenn man die Zusammenhänge zu durchschauen glaubt hält Johnsrud dagegen und man muss seine Vermutungen durchdenken.

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    julias_wonderlands avatar
    julias_wonderlandvor einem Jahr
    Kurzmeinung: leider ein schlechtes buch
    Leider war es ein langweilieg (Hörbuch)

    Leider war es ein langweilieges hörbuch und ich konnte es einfach nach einer weile nicht mehr hören dacher habe ich es bei gut der helfte abgebrochen ich möchte auch nicht mehr darüber reden es war einfach schlecht meine mutter und ich haben es im auto gehört und wir sind bei nahr eingeschlafen waren einfach enteuschtdaher habe ich den buch 1 von 5 Sternen gegebenEs ist meine Meinung und daher bitte nicht meckern.

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor einem Jahr
    Kurzmeinung: sehr überladene, zum Teil verwirrende Handlung
    sehr überladene, zum Teil verwirrende Handlung

    „Der Hirte“ ist der Auftakt einer Thrillertrilogie und gelichzeitig das Debüt des norwegischen Autors Ingar Johnsrud.

    Um was geht es?

    Auf dem Sitz der christlichen Sekte „Gottes Licht“ wurden fünf Männer ermordet. Das Gelände des Fundortes erinnert die Kommissare an einen Hochsicherheitstrakt und im Keller befindet sich ein mysteriöses Labor, dessen Zweck sie sich nicht erklären können. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt ebenfalls jede Spur, darunter die Tochter der Politikerin Kari Lise Wetre.

    Auf den ersten Blick deutet alles auf eine Fehde hin, doch weitere Ermittlungen führen die Hauptkommissare Beier und Iqbal in eine ganz andere Richtung.

    Meinung:

    Der Thriller wird als sehr vielversprechend deklariert und eroberte in Norwegen schnell die Bestsellerliste. Da stellt man als Leser natürlich jede Menge Anforderungen an solch ein Buch. Doch was sich mir dann bot, war im wahrsten Sinne des Wortes „Haarsträubend“. Der Autor wartet mit zu vielen Personen und zu vielen Handlungsgeschehen auf, was sehr schnell in einem Wirrwarr endet. Ebenfalls ist der Szenenwechsel sehr abrupt und oft.

    Der Schreibstil ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig, ein flüssiges Lesen war hier nicht gegeben, im Gegenteil für mich war es schwer dran zu bleiben, immer wieder müsste ich Stellen mehrmals lesen um überhaupt etwas zu verstehen.

    Die Protagonisten wirken schon allein durch den Schreibstil recht farblos, insgesamt wirken sehr grau und es fällt sehr schwer sich in sie hineinzuversetzen.

    Manchmal ist weniger mehr, hier hat der Autor einfach zu viel gewollt, so wäre der Thriller sicherlich lesenswert gewesen, wenn er sich auf eine bzw. nur wenige Themengebiete konzentriert und dazu noch ein paar überraschende Wendungen eingebaut hätte.

    Fazit: sehr überladene, zum Teil verwirrende Handlung

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    Sigismunds avatar
    Sigismundvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, aber mit Mängeln ist der Thriller "Der Hirte".
    Spannend, aber mit Mängeln

    SPANNEND? Ja. Aber zu Beginn auch recht verwirrend, manchmal etwas gewollt brutal und am Ende irritierend ist der im Juni von Blanvalet herausgegebene Thriller "Der Hirte" des Norwegers Ingar Johnsrud (43). Sein deutschsprachiges Debüt - in Norwegen kennt man auch andere Bücher von Johnsrud - ist der Auftakt zu einer Trilogie um den gern unkonventionell und eigenmächtig handelnden, auch sturen Hauptkommissar Fredrik Beier. Verwirrend ist der Thriller zu Beginn, da man sich erst in die drei Handlungsstränge einlesen muss - die zu ermittelnden Mordfälle in der ländlichen Unterkunft der Sekte "Gottes Licht", die Geschichte um die "Wiener Bruderschaft" in Wien und London in den Jahren des Zweiten Weltkriegs und das unheimlich mörderische Wirken des "Monsters", eines bulligen Killers ohne Lippen, Zunge, Nase, Ohren. Besonders dieses Monster fand ich übertrieben, auch waren mir einige brutale Szenen unnötig gewalttätig. So verwirrend, wie zu Beginn der Thriller ist, so irritierend endet er auch. Zwar können Beier und seine Kollegin Kafa Iqbal die Sektenmorde aufklären, manches andere klärt sich auch. Doch die entscheidenden Fragen sind noch offen, als plötzlich der Fall durch Beiers Chef und den Polizeipräsidenten als erfolgreich abgeschlossen wird. Aber: Was hatte es denn mit dem Sektenführer auf sich? Was bezweckte er mit seiner geheimen Arbeit? Warum wurde er vom "Monster" verfolgt? Wer hat den Killer beauftragt? Steckt hinter allem ein politisches Komplott? Nun ja, die nächsten zwei Folgebände werden uns die Lösung bringen. Aber ich mag keine Buchreihen, deren Einzelbände ein offenes Ende haben, um den Leser zum Kauf der Folgebände zu zwingen. Auch stilistisch/sprachlich zeigt der Thriller manche Schwäche (oder liegt es an der Übersetzung?). Ergebnis: Befriedigende Unterhaltung, aber anscheinend ohne Anspruch auf literarisches Niveau. Ich werde mir die Folgebände sicher nicht kaufen! Also: Wer's mag, mag's lesen.

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor einem Jahr
    Interessant, aber überladen

    „Der Hirte“ dürfte der neue Hit am Krimi-Markt sein. Mir wurde er auf Twitter empfohlen, nachdem ich über ein fürchterlich langweiliges Buch lamentiert habe. Ich hab den Titel davor zwar schon auf diversen Bücherseiten im Internet gesehen, schenkte ihm aber wenig bis keine Beachtung. Dabei dürfte Ingar Johnsrud der neue Stern am Krimihimmel sein, der mit seinem Debüt einen irrsinnig vielschichtigen Krimi vorlegt – und das ist erst der erste von insgesamt drei Teilen der Fredrik-Beier-Trilogie.

    Fredrik Beier ist 48 und Hauptermittler in seinem Team, das hauptsächlich aus ihm, Andreas Figueras und Synne Jørgensen besteht; sein größter Feind ist der Polizeidirektor Sebastian Koss, mit dem er sich in der Geschichte das ein oder andere Duell liefert. Beier leidet, wie oben beschrieben, an Panikattacken. Privat hat er einerseits immer noch eine sexuelle Beziehung zu seiner Ex-Frau Alice, mit der er zwei Kinder hat; andererseits hat er aber auch noch Bettina, mit der er schläft und von der er gar nicht sagen kann, ob sie seine Freundin oder doch nur seine Geliebte ist. Und hier stellte ich zum ersten Mal vage Parallelen zu Sebastian Bergman, dem Psychologen aus den Krimis von Hjorth und Rosenfeldt fest. Aber das ist nicht die einzige Parallele zu einem Erfolgsformat, denn weiters sah ich in der Geschichte auch Parallelen zu „Borgen“, der Erfolgsfernsehserie aus Dänemark, und „Homeland“, der Serie um Carrie Mathison vom CIA.

    Die norwegische Version der CIA gibt es in „Der Hirte“ auch, in Form des PST, des Politiets sikkerhetstjeneste. Der PST ist der Inlandsnachrichtendienst Norwegens, der tatsächlich existiert. Zum aktuellen Fall von Beier wird dieser hinzugezogen und mit ihm die junge PST-Ermittlerin Kafa Iqbal, die mehr oder weniger Fredrik Beiers Partner Figueras ersetzt, der ab dem Erscheinen von Kafa immer mehr in den Hintergrund rückt. Was ebenfalls tatsächlich existiert, ist die islamische Organisation Jamaat-e-islami, die seit Jahren eine Fehde mit Gottes Licht hat – Gottes Licht dürfte hingegen fiktiv sein, zumindest ergab eine kurze Internet-Recherche dazu nichts.

    Generell ist „Der Hirte“ sehr vielschichtig und bedient neben Politik und Religion noch etliche andere Themen, die alle exzellent recherchiert sind. Zwischen dem Hauptstrang reist man immer wieder zurück ins Dritte Reich, die Geschichte selbst wird mit einem Text über Rassenhygiene eingeleitet – was diese Kapitel mit der Hauptgeschichte zu tun haben, erschließt sich dem Leser zunächst allerdings nicht. „Der Hirte“ besteht aus insgesamt drei Teilen und an den jeweiligen Enden ist es ziemlich actionreich; die Sprache kann mitunter derbe werden, ist aber Großteils zivilisiert. Teilweise ist die Geschichte zu lokal, etwa wenn auf norwegische Volkslieder angespielt wird – damit können wohl nur Norwegen-Experten oder eben Norweger etwas anfangen. Das Johnsrud anzukreiden wäre aber vermessen, er wird wohl nicht damit gerechnet haben, dass sein Debütroman ein internationaler Erfolg wird.

    Auch wenn „Der Hirte“ großteils gut zu lesen ist, hat die Geschichte zwischendurch immer mal wieder Längen und insgesamt konnte sie mich nicht ganz überzeugen, weil die Charaktere zu blass sind und die Geschichte nicht so ganz bei mir zünden konnte, weil sie mir etwas zu überladen war. Für eine Trilogie ist das zwar nicht das schlechteste, aber das Ende deutet an, dass da noch mehr kommt.

    Tl,dr: „Der Hirte“ ist ein interessanter Auftakt zur Fredrik-Beier-Trilogie mit einigen Parallelen zu anderen erfolgreichen Formaten, dessen Charaktere aber zum großen Teil eher blass erscheinen und die Geschichte etwas überladen ist und somit bei mir nicht so richtig zünden wollte. Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com!

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    Zeilentraumfaengers avatar
    Zeilentraumfaengervor einem Jahr
    Der Hirte

    Der Hirte ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut hatte, weil es sehr interessant und besonders klang. Leider konnte es mich überhaupt nicht überzeugen und ich habe die ganze Zeit mit dem Gedanken gespielt, es abzubrechen.

    Ich wünschte, ich könnte viel positives über das Buch sagen, aber das kann ich leider nicht. Das Cover gefällt mir ziemlich gut und wie gesagt hat mich die Story sehr interessiert, leider war das aber auch schon alles.
    Das Buch zeigt für mich perfekt, wie man eine tolle Storyidee zerstören kann. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist Der Hirte auftakt einer Reihe, rund um den Ermitler Fredrik Beier. Das liegt auch schon mein erstes Problem.
    Ich kam mit ihm überhaupt nicht klar. Ein traumatisierter Ermittler, der seine Ex vögelt, und sich dann irgendwann in eine andere verliebt. Nichts, was man nicht kennt und eigentlich ein ganz interessanter, wenn auch ausgelutschter Ansatz. Leider war Dredrik überhaupt nicht sympathisch. Ich fand ihn wahnsinnig nervig und bin überhaupt nicht mit ihm warm geworden.
    Im restlichen Team waren auch keine Sympathieträger dabei und meine Motivation zum Lesen war ganz schnell verschwunden. Verbessert wurde das auch nicht, durch den wirklich anstrengenden Schreibstil. Er war ziemlich kompliziert und ich musste mich wirklich konzentrieren, um alles zu verstehen. An sich ist das nichts schlechtes, aber da ich schon so mit den Protagonisten zu kämpfen hatte, wurde es echt schwierig.
    Außerdem hat der Autor sich oft in Kleinigkeiten verloren. So viele unwichtige Szenen wurden sehr genau beschrieben und auf Wichtiges wurde eher wenig eingegangen. Ich neige dazu, zu viel Geschwafel einfach zu überfliegen, das war hier aber aufgrund des anspruchsvollen Schreibstils nicht möglich und ich bin dauernd über Sätze wie 'Er stand vor mir wie ein erigierter Penis' oder so gestolpert.
    Dadurch ist die Geschichte für mich in den Hintergrund gerückt und ich war wirklich, wirklich froh, als ich das Buch beendet hatte.


    Der Hirte ist kein schreckliches Buch und es tut mir leid, dass ich es so schlecht bewerte, aber der Autor wollte hier einfach zu viel und konnte mich überhaupt nicht überzeugen.
    Wer aber gerne sehr tief in andere Welten eintaucht und sich an einem ausgelassenem Schreibstil nicht stört, könnte dieses Buch bestimmt mögen.

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