Inge Barth-Grözinger

 4.2 Sterne bei 69 Bewertungen
Autorin von Beerensommer, Etwas bleibt. und weiteren Büchern.
Inge Barth-Grözinger

Lebenslauf von Inge Barth-Grözinger

Berührende Schicksale und verbotene Liebesbeziehungen: Die Autorin wurde 1950 in Bad Wildbad, Schwarzwald geboren und unterrichtete als Lehrerin am Peutinger-Gymnasium in Ellwangen Deutsch und Geschichte bis zu ihrer Pensionierung. Mehrere erfolgreiche Buchveröffentlichungen, sind seit 2004 von der deutschen Autorin erschienen. Unter anderem die Familiensaga "Beerensommer", "etwas bleibt" und "Geliebte Berthe".

Alle Bücher von Inge Barth-Grözinger

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Beerensommer

Beerensommer

 (29)
Erschienen am 01.07.2008
Etwas bleibt.

Etwas bleibt.

 (15)
Erschienen am 28.09.2010
Geliebte Berthe

Geliebte Berthe

 (10)
Erschienen am 10.12.2012
Stachelbeerjahre

Stachelbeerjahre

 (9)
Erschienen am 14.05.2012
Alexander

Alexander

 (2)
Erschienen am 12.03.2009
Wildblütenzeit

Wildblütenzeit

 (2)
Erschienen am 01.08.2018
Sturmfrühling

Sturmfrühling

 (1)
Erschienen am 15.03.2016
Wildblütenzeit

Wildblütenzeit

 (0)
Erschienen am 02.07.2019

Neue Rezensionen zu Inge Barth-Grözinger

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Dreamworxs avatar

Rezension zu "Wildblütenzeit" von Inge Barth-Grözinger

Um Argumente und Ausreden nie verlegen
Dreamworxvor 2 Monaten

Schwarzwald 1945. Der Krieg ist gerade beendet, da muss sich der Hotelier Jakob Haug einem Verhör durch einen amerikanischen Offizier unterziehen und Auskunft geben darüber, welche Beziehungen er zu den Nazis hegte, die in seinem Hotel „Zum Markgrafen“ tagtäglich ein- und ausgingen. Das Hotel ist seit 1780 in Familienbesitz und sichert das Auskommen. Ob es weiterhin von Jakob betrieben werden darf, hängt davon ab, was er dem Offizier zu berichten hat. Jakob muss deutlich machen, was es für seine Familie bedeutet, das Hotel zu führen und den Mann davon überzeugen, dass es niemals nur Schwarz oder Weiß gibt? Wird es ihm gelingen, das Hotel behalten zu dürfen?

Inge Barth-Grözinger hat mit ihrem Buch „Wildblütenzeit“ einen historischen Roman der neueren Zeit vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und fließend. Der Leser erfährt während eines Verhörs zwischen dem Hotelier Jakob Haug und einem amerikanischen Soldaten von der Geschichte der Familie Haug und über die Schwierigkeiten und Herausforderungen beim Führen eines Traditionshauses wie dem familieneigenen Hotel. Die Autorin lässt den Leser bildhaft teilhaben am Hotelleben und dem Balanceakt zwischen eigenen Ansichten und dem Willen anderer. Doch leider ist dies nicht sehr überzeugend, denn wer sich den Erwartungen anderer beugt, ist unehrlich zu sich selbst und verleugnet sich. Dass es hier ums Überleben geht, ist einerseits zwar verständlich, doch gleicht es leider auch einer Ausrede, weil es doch so viel leichter ist, mit dem Strom zu schwimmen, als sich aufzulehnen und alles zu riskieren. Gerade, weil so viele Menschen zur damaligen Zeit den Widerstand gescheut haben, konnte es erst zu der absoluten Katastrophe kommen. Mut anstatt Feigheit hätte besser getan. Die ewigen Ausreden, das Wegsehen und das Retten der eigenen Haut sind einfach keine Entschuldigung – ganz im Gegenteil – sie zeugen von Schwäche und Kraftlosigkeit. Spannung war während der gesamten Handlung nicht gegeben, es machte sich vielmehr Langeweile breit durch die ganzen Ausflüchte, warum man so oder so gehandelt hat.

Die Charaktere wurden mit Ecken und Kanten dargestellt, wirken jedoch wenig sympathisch und noch weniger überzeugend. Der Leser kann sich wenig in sie hineinversetzen und auch oftmals ihre Beweggründe nicht nachvollziehen. Josef Haug ist ein Mann, der seine eigene Haut retten will und dem dabei jedes Mittel recht ist, erfolgreich zu sein. Er ist egoistisch und kann nicht glaubhaft vermitteln, warum er den Nazis nachgegeben hat. Haug wirkt schwach und weniger wie ein Hotelier, der die Fäden zieht. Auch die weiteren Protagonisten geben ein ähnliches Bild ab.

„Wildblütenzeit“ ist ein Roman, der mit seiner Geschichte eine Rechtfertigung sucht für das damalige Entscheiden und Handeln. Das ist hier überhaupt nicht gut gelungen. Es bleibt eine langweilige und unglaubwürdige Geschichte, wie es sie zu tausenden gibt.

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katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Wildblütenzeit" von Inge Barth-Grözinger

Gibt tiefe Einblicke in das Leben einer Hoteliersfamilie, deren Erfolg Fluch und Segen zugleich ist
katikatharinenhofvor 4 Monaten

Jakob Haug führt das wichtigste Gespräch in seinem Leben - er soll Rechenschaft ablegen über seine Verbindungen zu den Nazis, die während dem Krieg in seinem Hotel sich die Klinke in die Hand gedrückt haben. Doch wie erklärt man einem amerikanischen Offizier, dass Traditionen, Erfolg und Familie zugleich Fluch und Segen bedeuten, wenn man ein erfolgreiches Hotel wie das Traditionshaus "Zum Markgrafen" führt ?

"Wildblütenzeit" fasziniert mich zum einen  durch das Cover, da mich das Titelbild schon dazu einlädt, mich auf eine Zeitreise zu begeben und so dem Schicksal der Hoteliersfamilie Haug beizuwohnen.
Zum anderen besticht dieser Roman durch aufwendige Recherche, die gekonnt Fiktion und Realität in diesem Buch vereint. Dabei stellt die Autorin das Leben in und um das Hotel sehr realitätsnah dar, gibt mir als Leser einen Einblick in das geschäftige Treiben und zeigt vor allen Dingen auf, mit wieviel Arbeit es verbunden ist, aus Tradition und Pflichtbewusstsein einen Familienbetrieb erfolgreich zu führen und sich den Neuerungen , sei es politisch oder technisch, anzupassen, um den Betrieb am Laufen zu halten.  Dass das nicht immer leicht ist, auch manchmal einen Spagat zwischen der eigenen Überzeugung und der Erwartungshaltung anderer bedeutet, wird hier sehr schön und bildhaft beschrieben. Die Autorin erklärt und belehrt, hebt aber niemals den Zeigefinger und so ermöglicht sie mir auch ein eigenes Urteil über das Tun und Handeln, sodass mir manche Entscheidungen nachvollziehbar aber nicht unbedingt nachahmenswert erscheinen. Man spürt immer wieder deutlich, dass die Protagonisten manchmal gar nicht anders können, als zum Wohle des Hotels zu entschieden, sind sie doch untrennbar mit Erfolg bzw Misserfolg des Hauses verbunden und das lässt manch einen seine Überzeugung, seine innere Einstellung "vergessen". 
Die Erzählung nimmt mich mit auf eine bewegende Zeitreise, deren Protagonisten ein packendes und zugleich interessantes Leben vereint und mir somit tiefe Einblicke in das Leben einer Hoteliersfamilie gibt, deren Erfolg Fluch und Segen zugleich ist. 

Herzlichen Dank an den Verlag, der mir dieses Rezi-Exemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.

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engineerwifes avatar

Rezension zu "Stachelbeerjahre" von Inge Barth-Grözinger

Toll geschrieben ... wirkt sehr authentisch ...
engineerwifevor 2 Jahren

Obwohl es schon eine ganze Weile her war, dass ich den ersten Teil dieser Schwarzwaldsaga gelesen hatte, fand ich sofort wieder Zugang zu dem Buch, wenn auch weniger zu der Familie. Es ist schwer vorstellbar, wie verbohrt und unnachgiebig die Familienmitglieder sich verhalten. Die arme Marianne ist mit einer Großmutter gestraft, die sie zu hassen scheint, einem Großvater, der nicht zu widersprechen wagt und einer Mutter, die nur ihr eigenes Vergnügen im Kopf hat. Es wird über die Flüchtlinge und den „leichten“ Lebenswandel der Mutter der beiden Schwestern geschimpft. Marianne hat es als Kuckuck, dem verstorbenen „Vater“ ins Nest gelegt von ihrer Mutter, dem Franzosenliebchen, nicht leicht. Doch sie gibt nicht auf, sie erkämpft sich ihren Platz am Gymnasium und im Leben überhaupt. Auch gibt sie die Hoffnung nicht auf, vielleicht doch eines Tages den leiblichen Vater kennenzulernen …
Dass es sich bei dem Buch um ein Jugendbuch handelt, war mir nicht bewusst. Es erklärt im Nachhinein manchmal die Schreibweise aus der Sicht Mariannes ist aber an keiner Stelle etwa seicht oder „kindgerecht“ geschrieben. Sicher treffen wir in ihrer Familie oft auf schlimmst mögliche Szenarien, die aber sicher nicht ganz aus der Luft gegriffen sind, es waren für die meisten keine leichten Zeiten in den späten vierziger Jahren. Ich bin wie immer begeistert von der Autorin und wünsche ihr noch viele erfolgreiche Bücher.

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