Inge Deutschkron Überleben als Verpflichtung: Den Nazi-Mördern entkommen

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Inhaltsangabe zu „Überleben als Verpflichtung: Den Nazi-Mördern entkommen“ von Inge Deutschkron

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  • Rezension zu "Überleben als Verpflichtung: Den Nazi-Mördern entkommen" von Inge Deutschkron

    Überleben als Verpflichtung: Den Nazi-Mördern entkommen

    Ritja

    11. December 2012 um 12:48

    Man muss gleich zu Beginn wissen, dass es sich hier nicht um einen klassischen Roman handelt, der das Leben von Inge Deutschkron erzählt, sondern um eine Textsammlung. Die versprochene Quintessenz aus fünf Jahrzehnten Schaffenszeit ist leider, aus meiner Sicht, nicht so gut gelungen. Inhaltlich ist es interessant und bedrückend zu lesen, was passiert ist und warum. Auch die Beleuchtung des politischen Hintergrundes von Deutschland und Israel waren gut. Jedoch muss man ganz ehrlich sagen, haben sich viele Textpassagen wortwörtlich wiederholt. Ich fand es eher ungünstig den gleichen Text (manchmal nur ein paar Zeilen) mehrfach im Buch anzuwenden. Vielleicht hätte man andere Textpassagen nutzen sollen, damit die Leselust nicht gebremst wird. Auch wirkte es dadurch etwas unstrukturiert. Gerade war man noch bei den zwei deutschen Staaten und der politischen Vergangenheit der Politiker und im nächsten Abschnitt spricht sie von ihrer Gefahr und Verfolgung während der NS-Zeit. Man drehte sich phasenweise im Kreis. Für einen Leser ist dies irritierend und nicht immer nachzuvollziehen, warum sie die Geschichte an dieser Stelle noch einmal erzählt bzw. die andere an dieser Stelle abbricht. Dennoch: Es ist wichtig, dass immer wieder erinnert wird, was geschehen ist und warum. Das die Grausamkeiten der NS-Zeit, die an den Juden und anderen Verfolgten begangen worden sind, nicht vergessen werden. Und das auch der jüngeren Generation immer wieder vor Augen gehalten wird, dass eine Demokratie nicht einfach so entsteht, sondern hart und mit vielen Opfern erkämpft werden musste und nun erhalten werden muss. Man spürt sehr häufig die Verbitterung und die Wut der Autorin, dass so mancher Verantwortliche nicht zur Rechenschaft gezogen worden ist, weil bestimmte deutsche Gesetze sie schützten. Doch wer schützte sie? Insgesamt: Das Buch ist interessant und hat viele bedrückende Textpassagen, die aufwühlen und zum Nachdenken anregen. Jedoch der Aufbau des Buch hätte besser gelöst werden können. Leider geht dadurch die Wirkung des Gesagten etwas verloren.

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