Inge Friedl

 5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Zu Tisch!, Alte Kinderspiele - einst und jetzt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Inge Friedl

Inge Friedl, geboren 1959 in Bruck/Mur, Studium der Geschichte und Germanistik in Graz, Mutter dreier Kinder, lebt als Historikerin, Autorin, Ausstellungsgestalterin und Museumspädagogin in Graz. Langjährige Erfahrung in der Vermittlungsarbeit für Kinder im Kunst- und Museumsbereich, z.B. Konzept und Projektleitung des umfangreichsten Kinder-Kulturprojektes im Rahmen von

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Graz entdecken für Kinder (ISBN: 9783222136726)

Graz entdecken für Kinder

Neu erschienen am 23.03.2021 als Taschenbuch bei Styria Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Inge Friedl

Cover des Buches Heilwissen in alter Zeit (ISBN: 9783205783138)

Heilwissen in alter Zeit

 (1)
Erschienen am 25.05.2009
Cover des Buches Zu Tisch! (ISBN: 9783222136375)

Zu Tisch!

 (1)
Erschienen am 09.09.2019
Cover des Buches Vom einfachen Leben (ISBN: 9783205787389)

Vom einfachen Leben

 (1)
Erschienen am 19.08.2011
Cover des Buches Schönbrunn für Kinder (ISBN: 9783707412789)

Schönbrunn für Kinder

 (0)
Erschienen am 01.02.2011
Cover des Buches Weihnachten, wie´s früher war (ISBN: 9783222135668)

Weihnachten, wie´s früher war

 (0)
Erschienen am 02.10.2017
Cover des Buches Mein erstes Österreich-Buch (ISBN: 9783707414851)

Mein erstes Österreich-Buch

 (0)
Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Graz entdecken für Kinder (ISBN: 9783222136726)

Graz entdecken für Kinder

 (0)
Erschienen am 23.03.2021
Cover des Buches Almleben (ISBN: 9783701201501)

Almleben

 (0)
Erschienen am 30.09.2013

Neue Rezensionen zu Inge Friedl

Cover des Buches Zu Tisch! (ISBN: 9783222136375)Sikals avatar

Rezension zu "Zu Tisch!" von Inge Friedl

Und es schmeckt einfach …
Sikalvor 2 Jahren

Wer die Bücher von Inge Friedl kennt, weiß, dass sie uns immer auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt. Wir dürfen einen Augenblick in Kindheitserinnerungen schwelgen, dürfen an längst vergessene Zeiten denken, dürfen den einzigartigen Geschmack des Lieblingsgerichts spüren …


Mit diesem Buch „Zu Tisch!“ tauchen wir in die Küchentradition von damals ein, kommen kulinarischen Geheimnissen auf die Spur und erfahren die Unterschiede zwischen der bäuerlichen und der städtischen Küche. Meine Mutter hatte es als Jugendliche vom Land in die Stadt „verschlagen“ und sie hat mir immer wieder Geschichten erzählt, was sie damals als Haushaltshilfe erlebt hat. Vieles davon findet sich in ähnlicher Form hier in diesem Buch. Die Autorin hat bei ihren Recherchen verschiedene Anekdoten zusammengetragen. Oft musste ich schmunzeln, wenn ich darüber nachdenke wie unterschiedlich heute das Familienessen stattfindet im Gegensatz zu früher. Wobei es mir immer wichtig war, eine gemeinsame Mahlzeit am Tag einzunehmen – nachdem tagsüber alle unterschiedlich auswärts sind, gibt es das Familienessen bei uns abends. Im Gegensatz zu früher, wo die Mahlzeiten meist schweigend eingenommen wurden, wird bei uns viel geredet und jeder erzählt von seinem Tag. Aber das Handy hat während dem Essen nichts bei Tisch zu suchen, diese Unsitte hat zum Glück bei uns nie Einzug gehalten.


Das Buch ist in einzelne Kapitel gegliedert und man erfährt von langjährigen Traditionen, die mittlerweile beinahe in Vergessenheit geraten sind. Beispielsweise war die Morgensuppe lange Zeit ein wichtiger Energielieferant oder das Gabelfrühstück die erste Pause des Tages. Dass das Sauerkraut aufgrund des Vitamin-C-Gehaltes täglich konsumiert wurde, war vermutlich für viele lebensrettend. Ganz selbstverständlich wurde beinahe täglich vegetarisch gekocht, Fleisch war etwas Besonderes und war den Sonn- und Feiertagen vorbehalten.


Fett als Geschmacksverstärker ist heute beinahe verpönt, doch galt dies lange Zeit als Energielieferant und ein Garant dafür, dass sich Dienstboten nicht nach anderen Dienstherren umsahen, wenn zu „trocken“ gekocht wurde. Die Geheimzutaten, die wohl jede Köchin für sich beanspruchte, waren das Besondere, was die zum Teil einfachen Rezepte von denen der Nachbarn unterschieden und wurden nur in Ausnahmefällen auch an die Töchter weitergegeben.


Neben Geschichten und Bildern aus – wie es scheint – grauer Vorzeit, findet man auch viele Rezepte, die entweder nicht mehr so geläufig sind oder bereits vollständig vergessen wurden. Beispielsweise finden sich Roggene Rohrnudeln, Tuschen, Saure Supp’n mit Brennsterz oder ein gefülltes Brathendl in dem Buch.


Doch auch Traditionen und Bräuche werden angesprochen. Der Godnstriezel, den Kinder von der Taufpatin zu Allerheiligen bekommen, hält sich in vielen Familien noch bis heute. Natürlich findet man auch ein Striezel-Rezept in dem Buch, das sich gleich auszuprobieren lohnt.


Alles in allem ein rundum gelungenes Erinnerungsbuch an längst vergangene Zeiten. Nicht um an der Vergangenheit festzuhalten, sondern sich wieder darauf zu besinnen, was wichtig ist im Leben und um dem Alltagsstress ein wenig zu entfliehen. Gerne vergebe ich dafür 5 Sterne.

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Cover des Buches Alte Kinderspiele - einst und jetzt (ISBN: 9783205796367)Sikals avatar

Rezension zu "Alte Kinderspiele - einst und jetzt" von Inge Friedl

Einen wahren Schatz …
Sikalvor 4 Jahren

… habe ich durch Zufall gefunden. Und gleich vorneweg – ich bin begeistert.

Inge Friedl hat in dem Buch „Alte Kinderspiele einst und jetzt“ einen Fundus an längst Vergessenem zusammengetragen. Sie hat bei ihrer Recherchearbeit jahrelang unterschiedlichste Menschen nach ihren Kinderspielen befragt und so die Grundlage für dieses Buch bekommen. Der Großteil der Spiele stammt natürlich aus einer Zeit (erste Hälfte des 20. Jahrhunderts) als für Spielzeug noch kein Geld „verschwendet“ wurde, als Kinder noch ihre Kreativität einsetzen mussten, um in einem Zapfen eine Kuh zu erkennen oder ein Stück geschnitztes Holz zu einer Puppe wurde.

Die einzelnen Kapitel haben unterschiedliche Schwerpunkte, denen auch die jeweiligen Spiele zugeordnet werden. So findet man z.B. unter „Spielzeug selbst gemacht“ eine Anleitung für die Herstellung eines Maipfeiferls oder unter „Zimmer, Küche, Kabinett“ unterschiedliche Bewegungsspiele für draußen. Und wer nicht mehr weiß, was es mit „Pfitschigogerln und Putschögln“ auf sich hat, sollte doch das Kapitel „Vom Werfen und Treffen“ lesen.

Zwischendurch werden immer wieder Anekdoten und kleine Szenen aus dem Alltagsleben früherer Zeiten eingestreut, doch auch die Verbindung zu heute fehlt nicht – so setzt die Physiotherapeutin Ulrike Fürst-Telsnig diverse Kinderspiele in ihren Therapieeinheiten ein. Und wenn man die Geschichten dieser Generation so liest, merkt man schnell, wie sich die Zeiten geändert haben – nicht nur durch den Fortschritt der Technik und die Nutzung von Smartphone & Co. Damals durften die Kinder noch Kinder sein, durften auf den Wiesen toben, Lärm machen und auch mal den Asphalt beschmieren, um ein Tempelhupf-Feld aufzumalen. Betreten-Verboten-Schilder waren wohl noch nicht erfunden…

Viele dieser Spiele kannte ich nicht, die sind mir eher aus Erzählungen meiner Eltern geläufig. Doch etliche Spiele kenne ich aus meiner Kindheit und während des Lesens wurden Erinnerungen wach und man denkt wieder an die Freunde von damals zurück. Die Sammlung Inge Friedls ist ein kostbarer Schatz, den ich gerne meinen Kindern weitergeben werde.

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Cover des Buches Vom einfachen Leben (ISBN: 9783205787389)W

Rezension zu "Vom einfachen Leben" von Inge Friedl

Rezension zu "Vom einfachen Leben" von Inge Friedl
WinfriedStanzickvor 9 Jahren

Je komplexer, schneller und krank machender unsere Gesellschaft und unser ganzer Lebensstil werden, je mehr wachsen oft unklare und naive Sehnsüchte nach einem einfachen Leben, oder mindestens einem einfacheren als dem, unter die Menschen ächzen und stöhnen.

Die Österreicherin Inge Friedl hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, im Land herumzureisen und Menschen und Familien zu befragen nach ihrem Leben in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Für ganz unterschiedliche, ausnahmslos sehr interessante Buchprojekte hat sie diese Gespräche mit Menschen in ländlichen Gebieten geführt.

Wie sie selbst schreibt, ist in ihr im Laufe der Zeit eine tiefe Hochachtung gewachsen, für diese Menschen, ihre Kultur und ihre Lebensweise. In einer Zeit ohne Strom und fließendes Wasser, stammte fast jedes Kleidungsstück aus der eigenen Produktion. Die Menschen waren aufeinander angewiesen und verbrachten jede freie Zeit miteinander, weil es nichts anderes gab.

Bei aller Bewunderung für die Lebensweise ihrer vielen alten Gesprächspartner, stellt Inge Friedl fest, dass es die gute alte Zeit so nie gegeben hat und ihr ist die Zwiespältigkeit der Erinnerung daran auch durch ihre Bücher bewusst.

Aber sie geht davon aus, dass es vielleicht das eine oder andere gibt, was wir heute von den Alten lernen können, was sich lohnt wiederentdeckt zu werden und bewahrt.

Sie will mit ihrem Buch und den lesenswerten Geschichten keine endgültige Antwort geben, sondern angesichts heutiger Krisen zum Nachdenken, Innehalten und vielleicht auch an manchen Stellen zum Nachmachen anregen.

Ein schönes, reich bebildertes Buch, das eine vergangene Lebensform und Kultur wieder lebendig macht.

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