Inge Kutter Hippiesommer

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Inhaltsangabe zu „Hippiesommer“ von Inge Kutter

Elena ist Ende zwanzig und arbeitet als Unternehmensberaterin rund um die Uhr. Schlaflose Dauerpower. Bis sie an Weihnachten bei ihren Eltern zusammenbricht. Burnout. Jetzt sitzt Elena in einem Klinikzimmer. Und hat auf einmal Zeit: keine E-Mails mehr, keine Powerpoint-Präsentationen, das Handy hat man ihr abgenommen. Zeit, sich zu erinnern. An einen lange verdrängten Sommer, den sie »Hippiesommer« nennt, obwohl sie in den 1990ern aufwuchs. Sie hat die Musik ihrer Eltern gehört und ein lilafarbenes Kleid ihrer Mutter getragen, für eine Schulaufführung des Musicals Hair. Die Zukunft lag vor ihr, alles schien möglich. Doch dann verflog diese Leichtigkeit plötzlich, und für Elena gab es nur noch eines: ihre Karriere. Den Grund dafür glaubt Elena in den Ereignissen jenes Sommers zu finden, dem letzten ihrer Jugend.
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  • Hippiesommer

    Hippiesommer
    janaka

    janaka

    23. December 2016 um 08:42

    *Inhalt* Der heutige Leistungsdruck ist auch in Elenas Leben präsent. Sie steht ständig unter Strom, will immer ihr Bestes geben und keinen Fehler machen. Zu Weihnachten fährt sie nach langer Zeit wieder nach mal nach Hause zu ihren Eltern. Dort bricht sie zusammen, "Burn Out" ist die Diagnose. In der Klinik wird ihr Leben entschleunigt, ihr Handy wird ihr weggenommen, keine Email oder sonstige dienstliche Belange. Hier kann sie sich endlich Gedanken über ihr Leben machen und erinnert sich an vergangene Zeiten, besonders an ihren "Hippiesommer". *Meine Meinung* In "Hippiesommer" berührt die Autorin Inge Kutter ein sehr aktuelles Thema, dem sogenannten "Burn Out". In ruhigen und leisen Tönen werden die Symptome gut beschrieben, die innere Unruhe und der ständige Druck Leistung zu erbringen, kenne ich von mir auch. Die Ansätze finde ich gut gelungen, in den Erzählstrang aus der Gegenwart kann ich mich gut einfinden, aber mit dem aus der Vergangenheit habe ich so meine Probleme. Dieser hinterlässt viele Fragen bei mir. Irgendwie hat es sich mir nicht erschlossen, warum hier der Anfang sein soll, der zum Burn Out führte. Zu Elena kann ich keine Beziehung aufbauen, vielleicht liegt an der Erzählweise. Es ist in der dritten Person und irgendwie distanziert geschrieben. Irgendwie hatte ich mir mehr von diesem Buch versprochen, und auch wenn das Buch gut zu lesen war, hat es mich nicht wirklich abgeholt. *Fazit* Schade, es war leider nicht mein Buch. Hier muss jeder selbst entscheiden, ob er das Buch lesen möchte oder nicht. Von mir gibt es 3 Sterne.

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  • Lesermeinung zu "Hippiesommer" von Inge Kutter

    Hippiesommer
    elane_eodain

    elane_eodain

    19. October 2016 um 17:33

    »Und dann schrie ich - schrie richtig schrill, mit der letzten Kraft, die ich hatte: "Ihr habt doch überhaupt keine Ahnung, wie das heute alles ist!" Ich habe gelernt, meine Schultern zu senken, um überzeugender zu wirken. Ich habe gelernt, ruhige Gesten zu machen, um meine Worte zu betonen. Ich habe - was habe ich geübt, um gute Präsentationen zu halten! Erst im Seminar in der Arbeit, dann zuhause vor dem Spiegel. Und nun stand ich mitten in der Küche, und kein Plätschern der Welt konnte mich beruhigen. Ich fauchte meine Eltern an mit gekrümmten Schultern und dünner Stimme.« (aus "Hippieseommer" von I. Kutter) INHALT: Eine junge, karriereorientierte Frau fährt zu Weihnachten seit Jahren mal wieder zu den Eltern aufs Land. Zurück in die Vergangenheit, in die eingefahrene Beziehung zu den Eltern und in die Erinnerungen an die eigene Kindheit. Den Laptop mit einer unfertigen Präsentation und das Handy für die ständige Erreichbarkeit im Gepäck, ist der Konflikt mit den Eltern vorprogrammiert. Und dann eskaliert die Situation. Zusammenbruch. Burnout. In einer Klinik gibt es plötzlich Zeit über das Leben, Erlebtes und die Situation nachzudenken. Insbesondere über einen Sommer, den Hippiesommer. GEDANKEN: Arbeiten in der Freizeit, ständige Erreichbarkeit für Karriere und Erfolg - das sind Themen unserer Zeit, die schnell auch zu Problemen führen können. Der Leser lernt die Protagonistin auf dem Weg zu ihren Eltern kennen. In Ich-Perspektive erzählt sie und man schnappt erste Andeutungen auf. Und dann kommt das Besondere: Das nächste Kapitel nämlich ist sichtbar anders, es ist kursiv gedruckt und die Protagonistin sitzt in einer Gesprächstherapie. So läuft die Geschichte auf zwei Zeitebenen weiter, die Zeit kurz vor und nach dem Zusammenbruch. Vorher will die Protagonistin den Ansprüchen der Eltern genauso gerecht werden wie denen des Jobs und dann trifft sie beim Einkaufen auch noch auf einen Bekannten aus Kindertagen, der eng mit den Ereignissen des Hippiesommers verbunden ist. Danach hingegen hat sie Zeit, sitzt alleine in ihrem Klinikzimmer, schweigt mit dem Therapeuten und beginnt langsam zu erzählen ... Aber damit nicht genug, denn noch eine dritte Zeitebene wird eingeflochten, in der über das Mädchen Elena erzählt wird. Ihre Kindheit, ihr Aufwachsen, über die Beziehung der Eltern und so manches Ereignis. Das Thema an sich, die Anforderungen unserer Zeit und die Überforderung dadurch, ist bedeutsam, aber nicht neu und die Geschichte bringt auch keine bisher unbekannten Aspekte heraus, so dass mich das Thema nicht vom Hocker gerissen hat - auch wenn noch mehr Aspekte hinzukommen wie Erwachsenwerden, Selbstfindung, falsche Interpretation von Situationen und Enttäuschungen. Was mir an "Hippiesommer" dennoch richtig gut gefällt, das ist dieses episodenhafte Erzählen auf den verschiedenen Zeitebenen. Das ist auch weniger kompliziert als es sich vielleicht anhören mag. Die Debütautorin Inge Kutter führt den Leser gut durch die Geschichte, die typographische Gestaltung und die verschieden gewählten Perspektiven sowie die Regelmäßigkeit machen stets klar, in welcher Zeitebene man sich gerade befindet. In ruhigen, gewählten Tönen ist die Geschichte erzählt, dennoch wird eine gewisse Spannung durch klug gesetzte Gedankenabbrüche und Kapitelenden gehalten, so dass ich stets gerne weiterlas, um zu erfahren was in diesem einen Sommer passiert ist. Nach und nach wird so Puzzelteil für Puzzelteil zusammengefügt, immer mehr wurde ich gedanklich in die Geschichte hineingezogen und füllte manch fehlendes Puzzelteil mit eigenen Gedanken aus, um zu verstehen. FAZIT: Das abwechselnde Erzählen auf verschiedenen Zeitebenen, das ist es was dieses Buch für mich zu einem empfehlenswerten macht und das Lesen zu einem Puzzelspiel. Eine schöne Leseerfahrung!

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  • Wo ist sie nur hin, diese Freiheit, die einmal Jugend hieß?

    Hippiesommer
    lesebiene27

    lesebiene27

    02. September 2016 um 01:17

    Inhalt: Elena ist Ende zwanzig und arbeitet seit ihrem Uniabschluss vor einigen Wochen in einem Unternehmen als Beraterin. Sie steht permanent unter Strom, ist auf Erfolgskurs und weiß, dass sie sich keinen Fehler erlauben darf. Doch als sie Weihnachten bei ihren Eltern verbringt, bricht sie zusammen und kann nicht mehr von alleine aufstehen. Die Diagnose: Burnout. Die junge Frau kommt in eine Klinik – fern von den Kommunikationsgeräten unserer heutigen schnelllebigen Zeit. Und dort beginnt sie nachzudenken: über sich, ihr bisheriges Leben und den einen Sommer ihrer Kindheit – der „Hippiesommer“, der ihr Leben verändert hat. Meine Meinung: Mit dieser Rezension hatte ich einige Schwierigkeiten. Mir hat das Buch ausnehmend gut gefallen, doch fällt es mir schwer, etwas dazu zu sagen. Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die aus der Sicht von Elena geschrieben sind: mal rückblickend in die Vergangenheit ihrer Kindheit, mal im Gespräch mit dem Psychologen und dann die Geschichte wenige Wochen vor ihrem Zusammenbruch. Berührend, leise und feinfühlig erzählt die Autorin Inge Kutter die Gefühle von Elena. Passend finde ich dabei den Erzählstil. Bei dem Buch handelt es sich nicht um einen Roman mit vielen Dialogen, sondern um Erinnerungen, die aus der Perspektive der jungen Frau geschildert werden. Als Leser hatte ich das Gefühl neben ihr zu sitzen und ihr einfach nur zuzuhören, wie sie von sich erzählt. Der Schreibstil ist dabei wunderbar. Er ist sinnlich, überhaupt nicht überladen, still und dennoch aussagekräftig. Man möchte Elena einfach nur zuhören und ihr sagen, dass alles wieder besser wird. Die Charaktere der Geschichte sind wunderbar ausgearbeitet, sodass ich die Szenen bildlich vor Augen hatte. Dennoch werden sie so in die Geschichte eingearbeitet, wie man das aus der Nennung in Tagebüchern kennt. Die Thematik des Buches hat mich sofort angesprochen. Es geht auf der einen Seite um den ständigen Druck auf die heutigen Arbeitnehmer, schneller, besser, erfolgreicher zu sein um den Ansprüchen zu genügen. Auf der anderen Seite geht es um das Leben einer Frau, in welches sich der Leser gut hineinversetzen kann. Es geht darum, dass sie an sich selbst die höchsten Ansprüche stellt, mit dem Wissen, dass ihr Privatleben darunter leiden wird. „Hippiesommer“ ist ein Buch, welches bewegt, zum Nachdenken anregt, mitfühlen und erinnern lässt. Fazit: Mit dem Debüt „Hippiesommer“ ist der Autorin Inge Kutter ein wunderbares Werk gelungen, welches ich gleich noch ein zweites Mal lesen musste, als ich es beendet hatte. Das Buch regt zum Nachdenken über das eigene Leben an und vermittelt das Gefühl, das man sein Leben anpassen müsste um nicht so sehr zu leiden wie Elena. Ich möchte das Buch grade jüngeren Menschen sehr ans Herz legen und vergebe gerne volle 5 von 5 Lesesternen.

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    • 7
  • fesselnd und berührend

    Hippiesommer
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    Vermutlich habe ich "Hippiesommer" von Inge Kutter aus einem anderen Blickwinkel gelesen als andere Leser.Den Klappentext völlig verdrängt fing ich im ersten Kapitel an und habe nicht aufgehört zu lesen, bis das Buch beendet war!Das passiert mir persönlich sehr selten, dass ich mich so komplett in einem Buch verliere, die Zeit vergesse und mit Haut und Haaren eintauche.Der Schreibstil ist einfach toll, die Worte toll gesetzt, jeder Satz perfekt an seinem Platz, man wird nicht zugedichtet, noch überrannt, ich habe als Leser die Gelegenheit, zwischen den Zeilen zu atmen.Inhaltlich habe ich mich nicht am Thema Burn out festgehalten, sondern an der Thematik, die sich mir eröffnete, die auch der Titel anklingen lässt: Es handelt vom Generationswechsel.Ich persönlich bin in einem Alter, in dem man mit Abstand zu den eigenen Eltern und Großeltern zurückblicken kann, dazu kommt, dass auch ich in einer Zeit geboren bin, als Familienplanung noch nicht möglich war, in der junge Leute sich gegen die Konventionen und Steifheit der älteren Generation stemmten, mit den traurigen Folgen, dass ungewollte Schwangerschaften Karrieren und Hoffnungen für alle Zeit beendeten.Heute ist vieles anders, vielleicht ein Grund, warum der Roman viele nicht annähernd begeistern konnte.In diesem Roman geht es um eine junge Frau, die Karriere machen möchte. Und dies um fast jeden Preis: Familie, Freunde, Partner werden vernachlässigt, sie WILL etwas beweisen: Dass sie leistungsfähiger ist als ihre Eltern, die bis ins höhere Alter scheinbar keinen Ehrgeiz, keinen ruhigen Lebenspfad gefunden haben, deren einziges Motto zu sein scheint, alles auszuprobieren und permanent auszusteigen. Die scheinbar ihrem Glück immer meilenweit hinterher laufen.Aus dem kleinen Dorf ausgebrochen möchte unsere Protagonisten in der großen Stadt Erfolg haben. Warum sie das tut, ist ihr nicht wirklich bewusst und es braucht einen kompletten Zusammenbruch und viele Seiten Roman, bis dem Leser und ihr selbst klar wird, welches die eigentliche Motive sind, Der Roman ist nicht beladen mit Emotionen, nicht schnulzig, sondern in einer ruhigen, nicht anklagenden Weise geschrieben. Ich konnte mich darin wiedererkennen, und nicht nur mich, sondern auch meine Eltern, die wiederum gegen ihre Eltern protestierten.Vielleicht braucht dieser Roman eine ältere Leserschaft, die staunend zurückblickend versteht, warum ein junger Mensch die Entscheidungen nicht wirklich frei und selbstständig trifft, auch wenn dieser der Meinung ist, genau dies zu tun.Ein tolles Debüt, ich möchte mehr davon, vielen Dank!

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    • 4
    Milagro

    Milagro

    16. May 2016 um 13:26
  • Leserunde zu "Hippiesommer" von Inge Kutter

    Hippiesommer
    NetzwerkAgenturBookmark

    NetzwerkAgenturBookmark

    Hippiesommer Wir laden herzlich zu einer neuen Debüt-Leserunde ein. "Hippiesommer" ist der erste Roman von Inge Kutter & wir sind schon sehr gespannt auf Eure Meinungen zum Buch. Elena ist Ende zwanzig und arbeitet als Unternehmensberaterin rund um die Uhr. Schlaflose Dauerpower. Bis sie an Weihnachten bei ihren Eltern zusammenbricht. Burnout. Jetzt sitzt Elena in einem Klinikzimmer. Und hat auf einmal Zeit: keine E-Mails mehr, keine Powerpoint-Präsentationen, das Handy hat man ihr abgenommen. Zeit, sich zu erinnern. An einen lange verdrängten Sommer, den sie »Hippiesommer« nennt, obwohl sie in den 1990ern aufwuchs. Sie hat die Musik ihrer Eltern gehört und ein lilafarbenes Kleid ihrer Mutter getragen, für eine Schulaufführung des Musicals Hair. Die Zukunft lag vor ihr, alles schien möglich. Doch dann verflog diese Leichtigkeit plötzlich, und für Elena gab es nur noch eines: ihre Karriere. Den Grund dafür glaubt Elena in den Ereignissen jenes Sommers zu finden, dem letzten ihrer Jugend. Inge Kutter, geboren 1980, schrieb als Redakteurin der Wochenzeitung DIE ZEIT über Psychologie und Karriere. Seit Anfang 2015 ist sie Chefredakteurin von ZEITleo. Sie hat Journalistik in München und Paris studiert und die Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule absolviert sowie den Münchner Manuskriptum-Kurs für kreatives Schreiben. Sie lebt in Hamburg und schreibt an ihrem zweiten Roman. Ich suche für diese Leserunde Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten. Hierfür stellt der Verlag 20 Bücher zu Verfügung, wobei wir uns auch über einige Blogger freuen würden. Solltet ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung eure Blogadresse bei. Bewerbungfrage: Habt ihr schon mal von der Krankheit "Burnout" gehört? Schaut euch doch mal beim Arche Verlag um, da warten weitere, interessante Neuerscheinungen auf euch. *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt Gewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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    • 210
  • An und für sich gut aber nicht das richtige für mich

    Hippiesommer
    vicky_1990

    vicky_1990

    06. May 2016 um 16:20

    Das Cover ist ansprechend gestaltet – locker leicht und trotzdem mit einigen Unebenheiten und Rissen. Der Buchklappentext hört sich sehr interessant und vielversprechend an! Vor allem da in meiner Familie bereits jemand von 'Burnout' betroffen war. Aber meiner Meinung nach vermitteln Klappentext und Cover andere Erwartungen (zumindest bei mir) als was und vor allem wie erzählt wird.Der Prolog war irgendwie sehr beklemmend geschildert. Die erste Hälfte war spitze aber die zweite sehr, sehr verwirrend und teilweise so anstrengend zum Lesen das man das Buch am liebsten – zumindest ging es mir so - aus der Hand legt um mehrere Pausen zu machen.Ich muss sagen mir bereitete es immer wieder einige Probleme bis ich erkannte wo man sich gerade befindet – die Szenen springen nur so hin und her in den verschiedensten Zeiten und Lebensabschnitten. Ich habe auch etwas gebraucht bis ich drauf gekommen welche Person nun wer genau ist. Ich finde die einzelnen Charaktere sind aber sehr, sehr gut ausgearbeitet!Einige der letzten Kapitel – speziell Kapitel 23 - sind sehr, sehr schräg und verwirrend. Ich muss zugeben dass sich mir dieses Kapitel auch nach dem zweiten und dritten Mal lesen nicht eröffnet hat was es bedeuten soll...Abschließend muss ich noch sagen:WO ist das Ende??? Ich suche es noch immer… und muss leider gestehen dass ich nach dem vermeintlichen Ende des Buches mehr Fragen habe als nach dem Klappentext.

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  • wenn man selbst wie ich schon mal einen Burnout hatte kann man von der ersten Seite mit Elena mitf.

    Hippiesommer
    Stephanie82

    Stephanie82

    Das Buch ist toll geschrieben, locker flockig wie ein lauer Sommer obwohl es oft sehr bedrückend ist zu lesen vor allem wenn man das alles schon einmal selbst durchlebt hat. Ich kann mich von der ersten Seite an in Elena hineinversetzen. Einfach alles ausblenden: Familie, Kindheit, Privatleben, nur leben für das Studium, lernen und Nebenjob am Wochenende ,in den Ferien Praktika, im Traumjob alles geben. Dann an Weihnachten Zuhause der Zusammenbruch. (bei mir war es Ostern) Und plötzlich sitzt man im Klinikzimmer, seinem Therapeuten gegenüber, kein Handy, kein Laptop, keinen Job der einem so schön hat verdrängen lassen. Elena erinnert sich an ihre Kindheit, durchlebt die Jugend ihrer Eltern die Hippies waren, erinnert sich an die Zeit wo sie aufgehört hat zu leben und nur noch funktioniert hat um sich nicht mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzten zu müssen, um den Schmerz zu vermeiden. Jetzt hat sie Zeit aufzuräumen. Auch in Susanne ihrer Mutter kann ich mich gut hineinversetzten und man erfährt das Elenas Vergangenheit schon mit der Vergangenheit ihrer Mutter begann. Burnout Patienten wie ich fühlen sich durch das Buch verstanden, Angehörige können besser verstehen, und es ist ein Plädier dafür das man niemals Aufhören sollte seine Jugend zu leben, auch dann nicht wenn man dabei ist zielstrebig seine Kariere/Träume zu verfolgen.

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    • 2
  • Und wenn ich anders gehandelt hätte...

    Hippiesommer
    Elaine_Leseratte

    Elaine_Leseratte

    24. April 2016 um 20:43

    Und wenn ich anders gehandelt hätte...... hab ich mir schon oft gedacht! Alles was ich gemacht habe macht mich zu dem Menschen der ich bin. Aber was, wenn ich diese Person nicht mehr kenne? So geht es Elena, die erst in einer Klinik merkt dass sich ihr Leben von ihrer Person weg entwickelt hat. Eine gut erzählte Geschichte über den Einfluss von Eltern, Großeltern auf die eigene Entwicklung. Entscheidungen die man trifft, macht man nicht immer auf Fakten sondern meistens auf Verdacht. Dadurch kann sich sogar ein ganzes Leben ändern!Ein besonders schönes Buch, bei dem man zum Nachdenken beginnt!Zum Empfehlen

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  • Wenn die Leichtigkeit und Lebensfreude verloren geht ...

    Hippiesommer
    Donauland

    Donauland

    18. April 2016 um 15:42

    Die Autorin Inge Kutter greift in ihrem Debütroman »Hippiesommer« ein aktuelles Thema auf: Burnout, eine der häufigsten Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Immer jüngere Leute sind von dieser Diagnose betroffen, sicherlich spielt der steigende Leistungsdruck genauso wie der persönliche Wunsch, sich selbst zu beweisen, eine wesentliche Rolle. Wer seine Leistung nicht erbringt oder die Erwartungen nicht erfüllt, wird einfach ersetzt. So wird die Freizeit immer mehr reduziert und man lebt nur noch für die Arbeit und vergisst auf sich selbst, seinen Partner, seine Freunde, seine Familie alles um sich herum.Elena rast gedanklich durch ihr Leben, sie lässt ihre Vergangenheit revuepassieren. Ausgerechnet zu Weihnachten bricht sie komplett zusammen, doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Die junge Unternehmensberaterin landet mit der Diagnose Burnout in einer Klinik, sie ist ohne Handy, Termine und Laptop in einem kahlen Zimmer. Jetzt hat sie ausreichend Zeit über ihr Leben nachzudenken. Was passierte in dem längst verdrängten Sommer, der ihr Leben so veränderte?Die Autorin erzählt die Handlung aus zwei verschiedenen Perspektiven, sie wechselt immer wieder zwischen der Gegenwart und ihrer Vergangenheit, das durch unterschiedliche Schriftarten gut voneinander getrennt werden kann. So erlebt man den Aufenthalt in der Klinik mit in der Gegenwart, ihre Therapiezeit wird in der Ich-Perspektive beschrieben. Der Rückblick in ihre Jugend und Kindheit wird von außen betrachtet und in der dritten Person geschrieben, das wirkt, wie wenn es jemand erzählt. Elena hat nach ihrem Zusammenbruch, Zeit nachzudenken, ihre Gedanken rattern nur so durch ihren Kopf, ihr gelingt es dazwischen nicht, einmal abzuschalten. Wie in einem Gedankenkarussell läuft ihre Vergangenheit unsortiert, wirr und zusammenhangslos ab. Ich tat mir schwer, ihren Gedankenstücken zu folgen, sie zu verstehen, aber eigentlich raste ich ihr nur hinterher und versuchte einen Zusammenhang zu finden, doch es blieben einzelne Teile, die für mich nur aneinandergereiht wirkten oder Geschichten wurden einfach mittendrin beendet. Die Ursachen Elenas Krankheit liegen nicht nur ihn ihrem beruflichen Stress, ihrer Vereinsamung und ihrem straff durchgeplanten Alltag, sondern bereits in ihrer Kindheit und hier vor allem zu ihrer ziemlich gestörten Beziehung zu ihrer Mutter. Sie hätte von ihrer Mutter mehr Unterstützung gebraucht und jemand zum Zuhören. Vielleicht hätte Elena es geschafft, ihre Pläne zu verwirklichen, wenn sie ihre Leichtigkeit nicht ganz verloren hätte. Obwohl ich einen Einblick in Elenas Gedanken bekam, blieb sie mir beim Lesen trotzdem fremd, das wurde sicherlich nur diesen Erzählstil noch verstärkt.Wer sich mit Burnout auseinandersetzen möchte, findet hier eine interessante Lektüre. Der Leser bekommt einen Einblick in die Zerrissenheit, die innere Unruhe Betroffener, die ihre Leichtigkeit und Lebensfreude verloren haben.

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  • Wenn der Körper die Notbremse zieht...

    Hippiesommer
    louella2209

    louella2209

    18. April 2016 um 09:06

    Elena`s Leben ist von Hektik bestimmt, ihre Gedanken rastlos, voll unterdrückter Gefühle und unausgefochtenen Konflikten. Ausgerechnet an den Weihnachtsfeiertagen dann der Zusammenbruch. Diagnose: Burn-Out, die Konsequenz: eine Therapie. Elena hat ihre "eigene" Wahrheit im Kopf und "spinnt" sich absurde Perspektiven auf ihr Leben. Nicht nur beruflicher Stress und ihr geschäftiger Alltag tragen zu Elena`s Krankheit bei, vielmehr liegt die Wurzel allen Übels in ihrer Kindheit und besonders auf die verkorkste Beziehung zu ihrer Mutter. Diese lebt in ihrer eigenen Welt und verliert dabei die Realität aus den Augen. Hier wird deutlich, Eltern machen Fehler und manche werden nie erwachsen. Das hier angesprochene Generationsproblem ist allgegenwärtig. Ohne Rücksichtnahme versucht jeder sich selbst zu verwirklichen und verursacht Missverständnisse sowie zwischenmenschliche Ungerechtigkeiten. Elena wollte jemand "anders" sein und ist daran letztendlich zerbrochen. Die Autorin hat mit diesem Roman einen interessanten Blick auf ein inzwischen weit verbreitetes Krankheitsbild geworfen. Es ist eine Geschichte mitten aus dem Leben gegriffen. Die Handlung beinhaltet viel Drama ohne spektakuläre Szenen. Emotionen kommen nur gedämpft zum Vorschein. Die Autorin setzt auf ständige Rückblenden und wechselnde Perspektiven als Stilmittel und unterstreicht damit Elena`s Zerstreutheit. Die Gespräche mit dem Therapeuten sind durch einen anderen Schriftzug abgegrenzt und man hat das Gefühl in diesen kurzen Abschnitten die "wahre" Elena zu erkennen. Elena muss man als Leser nicht mögen, aber ihr Absturz in psychische Probleme ist reell und chronologisch nachvollziehbar beschrieben. Die ganz große Katastrophe bleibt aus, aber es sind die vielen kleinen, die das Schicksal dieser jungen Frau besiegeln. 4 Sterne für dieses Buch, das vor allem durch seine ruhigen Töne besticht. Empfehlenswert für jeden, der sich mal mit ernsteren Themen auseinandersetzen möchte.

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  • Verwirrend wie ein Burnout

    Hippiesommer
    melusina74

    melusina74

    16. April 2016 um 18:36

    Wer noch nie ein Burnout hatte ,der werfe den ersten Stein.Wenn die Eltern Hippies waren ,wie erlebt man dann seine Kindheit und Jugendzeit?Elena hat alle Türen offen und entschliesst sich für den Weg der Workalcoholics.Gewollt oder Zufall?Wo bleibt diese Leichtigkeit des Seins?In diesem lila Hippiekleid,das sie in den Sachen ihrer Mutter findet?Sie sehnt sich nach einem früheren Sommer ihrer Jugend. War das die Leichtigkeit des Seins? Oder eine Idealvorstellung?Wer selbst ein  Burnout erlebt hat findet sich wieder in diesem nachdenklichen Buch.Auch ich suchte die Leichtigkeit des lila Hippiekleides.Eine klare Leseempfehlung an die,die die Leichtigkeit des Seins  suchen und für die Burnout kein Fremdwort ist

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  • Regt zum Nachdenken an!

    Hippiesommer
    Samy86

    Samy86

    13. April 2016 um 16:25

    Inhalt: Diagnose : „Burnout!“, damit hatte Elena nicht gerechnet als sie zu Weihnachten zu ihren Eltern reist und dort komplett zusammen bricht. Waren die Anzeichen schon vorhanden und sie hat sie gekonnt ignoriert? Ihrer Meinung nach eher nicht, war sie doch komplett ausgebucht als Unternehmensberaterin und ihrer Meinung nach auch glücklich damit. Doch nun sitzt sie allein in einem Klinikzimmer und hat alle Zeit der Welt: Keine Email, keine Powerpoint-Präsentattionen und Handylos. Doch diese Auszeit bringt genügend Zeit für Erinnerungen mit sich. An eine lang verdrängte Zeit und einen Sommer voller Ausgelassenheit, eine Art Hippiesommer in den 90er Jahren. Doch was geschah genau und ist es wirklich der Auslöser für ihre jetzige Situation? Oder ist es doch der Stress im Beruf, der sie kaum zu Atem kommen lässt? Meine Meinung: Burnout ist mittlerweile eine der häufigsten Erkrankungen unserer heutigen Zeit. Die Belastungen nehmen zu, es bleibt wenig Zeit für Freiräume und die Person selbst bleibt auf der Strecke. Irgendwann recht sich der Körper und die Seele, und genau dies geschieht bei Elena. Doch wie wirkt es sich aus, wenn einem die eigene Seele einen Riegel vorschiebt und jedes bisschen einem viel zu viel erscheint? Elena ist ein wirklich tolles Beispiel um dem Leser dem Weg aus der Dunkelheit vor Augen führt und wie hart dieser auch sein kann. Der Roman ist sehr authentisch geschildert und zeigt einem deutlich, was Burnout bedeutet und wie es sich auf das komplette Leben auswirkt. Leider fehlte mir der Bezug zu Elene, denn ich während der Handlung leider nicht aufbauen konnte. Sie blieb stetig für mich eine leere Hülle voller Selbstzweifel, die ich nicht wirklich mit Leben füllen konnte. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr. Vielleicht tragen auch der Aufbau der Handlung und der Schreibstil, der sehr oberflächig und gefühllos wird. Man könnte zwar meinen, dass die Autorin den Schreibstil ihrer Geschichte angepasst hat, aber leider wirkte er so auch sehr befremdlich auf mich. Für mich ist es wichtig, dass ich mich in die Personen und ihre Situationen bei solch einer Thematik hineinversetzen kann, auch wenn ich es selbst nicht durchstehen muss. Aber leider blieb dies vollkommen aus. Das Cover erinnert an einen Hippiesommer, denn ist es sehr flippig trotz seiner dezent gehaltene Art. Fazit: Zwar ist der Roman sehr authentisch gestaltet und wirkt sehr real und intensiv, jedoch machte mir der oberflächige Schreibstil und die sehr lieblose Protagonistin, dass vorankommen und am Ball bleiben beim Lesen sehr schwer. Trotz allem führt der Roman dem Leser sehr detailliert vor Augen, was die Krankheit für den Betroffenen, seiner Angehörigen und Freunden, und auch für das Leben bedeutet.

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  • Gestatten, mein Name ist Burnout

    Hippiesommer
    Schneeflocke2013

    Schneeflocke2013

    09. April 2016 um 02:44

    Inhalt:Elena ist jung, erfolgreich und sie leidet unter einer Krankheit, die den meisten von uns nicht unbekannt ist: Burnout. In diesem Buch erfahren wir, wie sie versucht aus dem Strudel an verwirrenden Gedanken und der kompletten, trostlosen Leere wieder zurück ins Leben zu finden. Lernen ihre Familie kennen und noch die ein oder andere Person die sie im Leben geprägt hat.Meine Meinung: Die verworrenen, teils durcheinander scheinenden Gedanken spiegeln genau das wieder was mit einem an Burnout erkrankten Menschen passiert. Entweder ist der Kopf ganz leer oder so durcheinander, dass man einfach nichts greifen kann.Ich bin beim Lesen darüber gestolpert das Elena von sich selbst immer in der dritten Person spricht. Die Distanz hat ganz sicher ihre Gründe, doch für mich wäre es intensiver gewesen es wirklich aus ihrer Sicht zu sehen oder besser zu lesenDas Verhältnis Elenas zu ihren Eltern hat mich wirklich erschreckt. Mal davon abgesehen das Susanne – Elenas Mutter – nicht mit ihrer Tochter oder ihrem Mann redet, bin ich auch von dem Elternhaus geschockt. Was manche Menschen bereit sind für den beruflichen Erfolg zu geben tut richtig weh. Auch den seelischen Zustand ihrer Kinder hinnehmen. Wie gefühlskalt kann man bitte sein? *Kopf schüttel*Nein da habe ich kein Verständnis.Durch das Erklären von Susannes Elternhaus kann ich sie besser verstehen. Was nichts an meiner Meinung zu ihr ändert. Der lockere… nein eher freundschaftliche Umgang denn sie ihrer Tochter gegenüber an den Tag legt verwirrte mich. Als wenn sie nie aus ihrer Mädchenphase heraus gekommen ist.Allerdings habe ich das selber Problem bei Hajo.In meiner Zusammenfassung habe ich es schon erwähnt, vielleicht haltet ihr mich auch hier für altmodisch, aber ich finde es nicht in Ordnung wenn Kinder ihre Eltern mit Vornamen ansprechen. Mal davon abgesehen das ich mir seltsam vorkommen würde klingt es auch... ja falsch.Versteht mich nicht falsch. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter, doch sie mit Vornamen anzusprechen würde für mich die Distanz rausnehmen die zu den Eltern doch sein sollte. Den Unterschied zu einer Freundin will ich dann schon haben. Den Eltern sind für mich – genau wie Lehrer oder Chefs – Respektpersonen. Mir ist das einfach etwas zu vertraulich.Dann haben wir da noch zwei Mal Elena. Die in der Gegenwart, von Ruhelosigkeit erfüllt und allen etwas beweisen will. Und die aus der Vergangenheit die das ganze Leben noch vor sich hat und viel erleben möchte. Voller Pläne ist.Unterschiedlicher kann ein Mensch nicht sein. Elenas Verhältnis zu ihren Eltern er spielt hier eine sehr große Rolle! Ohne ihre Eltern wäre sie nicht so geworden. In der Jugend hätte sie eine Mutter gebraucht die sie unterstützt, ihr richtig zuhört und nicht erst nachfragt als sie – Susanne – schon dem Alkohol verfallen ist. Denn da hat Elena ihrer Mutter nichts mehr zu sagen.Dass Hajo bei Susanne wirklich erst richtig reagiert als er sie findet macht es auch nicht besser. Genau wie Elena vertieft er sich in seiner Arbeit.Und genau wie Susanne schafft Elena nicht genau das was sie will und sie eigentlich ausmacht. Wirklich schade.Die Sprünge in die Vergangenheit sind mir nicht schwer gefallen, denn ich lese regelmäßig Familiensaga wo das regelmäßig vorkommt. Es ist durch die unterschiedlichen Schriften auch gut zu sehen in welcher Zeit wir uns befinden. Das hat mir gefallen. Allerdings wirkte es auf mich so als wenn die Kapitel zum Schluss immer kürzer wurden.Der Klappentext hat mich zu Beginn sehr irritiert, bis ich verstanden habe, dass es ein Zitat ist. Dadurch hatte ich am Anfang auch Probleme beim Lesen. Das Thema im Buch ist nicht so alltäglich das es nicht jeder verstehen kann oder will. Die Autorin hat sich große Mühe gegeben es verständlich zu machen und ich finde das ist ihr gelungen.Trotz des Klappentextes, der Tatsache dass sie ihre Eltern mit Vornamen anspricht und ich am Ende sehr gerne noch mehr über Elenas Zusammenbruch erfahren hätte bekommt das Buch von mir 4 Sterne.Man hätte noch viel mehr daraus machen können. Und meines Erachtens wären ein paar Seiten mehr nicht schlimm gewesen ;) Ich werde es noch mal lesen, aber nicht in naher Zukunft. Denn es warten noch einige, weitere gute Bücher auf mich die gelesen werden wollen.

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  • Die Fassade bröckelt

    Hippiesommer
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    08. April 2016 um 10:02

    Eine junge Frau, grade mal Ende Zwanzig steckt in der Leistungsfalle. Sie hat nach einem Praktikum einen der begehrten Jobs bei einem Unternehmensberater ergattert. Sie gibt wirklich alles, ist dauern erreichbar, arbeitet fast ununterbrochen und hat längst jede Balance verloren. Ihr Leben mit ihrem Partner scheint eine Farce, sie sehen sich kaum – trotz gemeinsamer Wohnung. Dann entschließt sich die junge Frau zum ersten Mal seit langer Zeit, Weihnachten bei den Eltern zu verbringen und dort kommt es zum Zusammenbruch.Es ist ziemlich schnell klar, dass nicht nur die Arbeitsbelastung zum Kollaps führte, sondern ihre Suche nach Anerkennung und Aufmerksamkeit. In Elenas Leben gab es keine rechte Konstante. Ihre Mutter lebte ein Hippieleben, sah sich mehr als Künstlerin und blendete die Realität gern aus, war Elena eigentlich nie die Mutter, die sich wünschte. Da das lineare Erzählen wohl aus der Mode gekommen scheint, gibt es auch hier verschiedene Zeit-und  Handlungsebenen, in denen die Autorin  Elenas Leben, ihre Wünsche und zerplatzen Träume ausbreitet. Da gibt es die Gegenwart, in der man ihre Belastung, ihr brüchiges Leben sieht, Rückblenden in ihre Kindheit und Jugend, von der sie distanziert in der 3. Person erzählt und fast als interessantestes Element, die Gespräche mit dem Therapeuten. Trotz dieses Stilmittels wirkt die Geschichte fließend und wie aus einem Guss.Schicht um Schicht legt der Roman das Leben von Elena und ihren Eltern Susanne und Hajo bloß. Dabei hält die Geschichte einen leichten, fast unterhaltsamen Ton, den ich anfangs bei dem Thema gar nicht erwartet hätte. Man kann Elena und ihren Burnout sicher nicht ohne das Leben ihrer Mutter Susanne verstehen und deshalb scheint mir der Titel Hippiesommer auch gut gewählt.Das Ende des Buchs lässt den Leser für Elena hoffen und fast zum ersten Mal hatte ich eine Beziehung zu dieser Figur gefunden, die mir sonst immer fern und distanziert geblieben ist.Ich bin von diesem Roman positiv überrascht, es gibt mir über die Lektüre hinaus noch Stoff zur Reflektion. Ich finde es ein gelungenes Debüt.      

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  • Alles was bleibt ist große Verwirrung

    Hippiesommer
    Corpus

    Corpus

    07. April 2016 um 20:47

    Inhalt:Elena ist Ende zwanzig und arbeitet als Unternehmensberaterin rund um die Uhr. Schlaflose Dauerpower. Bis sie an Weihnachten bei ihren Eltern zusammenbricht. Burnout. Jetzt sitzt Elena in einem Klinikzimmer. Und hat auf einmal Zeit: keine E-Mails mehr, keine Powerpoint-Präsentationen, das Handy hat man ihr abgenommen. Zeit, sich zu erinnern. An einen lange verdrängten Sommer, den sie Hippiesommer nennt, obwohl sie in den 1990ern aufwuchs. Sie hat die Musik ihrer Eltern gehört und ein lilafarbenes Kleid ihrer Mutter getragen, für eine Schulaufführung des Musicals Hair. Die Zukunft lag vor ihr, alles schien möglich. Doch dann verflog diese Leichtigkeit plötzlich, und für Elena gab es nur noch eines: ihre Karriere. Den Grund dafür glaubt Elena in den Ereignissen jenes Sommers zu finden, dem letzten ihrer Jugend.Meine Meinung:Das Buch "Hippiesommer" lässt sich sehr flüssig lesen.Es ist durch verschiedene Zeitsprünge gegliedert (Therapie und Jugendzeit), die durch verschiedene Schriftarten verdeutlicht werden.Für mich hat sich in diesem Buch nicht wirklich erschlossen, warum Elena unter Burn-Out litt, denn es wirkte nicht so, als ob nur die Arbeit der Grund dafür sei und auch im "letzten Sommer ihrer Jugend", konnte ich keinen Grund dafür sehen.Es wirkte alles so aneinander gereiht.Ich habe mir davon mehr versprochen und bin eher verwirrt zurück geblieben.Mein Fazit:Ich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen, da es für meinen Geschmack nicht verständlich war und nur Verwirrung hervorrief.

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