Schuld währt ewig

von Inge Löhnig 
4,5 Sterne bei170 Bewertungen
Schuld währt ewig
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Bellis-Perenniss avatar

Fesselnder Krimi um Manipulation, Recht und Unrecht, sowie Schuld und Sühne

Inge78s avatar

Auch der4. Fall von Dünforth überzeugt mich, spannend und rutschig geschrieben

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Inhaltsangabe zu "Schuld währt ewig"

Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548613604
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:16.06.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.02.2012 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnder Krimi um Manipulation, Recht und Unrecht, sowie Schuld und Sühne
    Spannend bis zur letzten Seite ..

    Dieser vierte Fall für das Team von KHK Konstantin „Tino“ Dühnfort beginnt recht unspektakulär: Ein Mann wird überfahren. Ist es ein blöder Unfall oder gar Mord? Zeugen lassen letzteres vermuten. Doch der wichtigste Beobachter „Knöllchen-Eugen“, der Tag und Nacht auf der Suche nach Verkehrsübertretungen aus dem Fenster sieht und Fotos schießt, gibt an, nichts gesehen zu haben.

     

    Wenig später wird eine junge Frau ertränkt aufgefunden. Bei den Recherchen stellt sich heraus, dass es zwischen den beiden Fällen einen vagen Zusammenhang gibt. Noch liegt eine Menge Ermittlungsarbeit vor Dühnfort und seinem Team, als es weitere Tote gibt. Und immer wieder kreuzt Torsten, ein Altenpfleger, der vor einiger Zeit die Selbsthilfegruppe „unschuldig schuldig“ gegründet hat, den Weg der Ermittler.

     

    Als das Muster des Mörders erkannt wird, ist es für ein weiteres Opfer beinahe zu spät. Allen gemeinsam ist nämlich, dass sie im Augenblick einer winzigen Unachtsamkeit, Tod und Leid über Familien gebracht haben.

     

    Doch nicht nur der knifflige Fall, in dem auch ein Richter in den Fokus der Ermittlungen gerät, bringt Tino Dühnfort an seine Grenzen: Ein Ex-Sträfling, den Dühnfort überführt hat, ist wieder auf freiem Fuß und will sich an Tino zu rächen. Hier, am Friedhof, hat Alois seinen großen Auftritt, obwohl er eigentlich seinen Chef wegen einer vermuteten Liebebeziehung zu Kollegin Gina Angelucci zur Rede stellen will.

    Die zarten Liebesbande zwischen Tino und Gina, die sich in den letzten Bänden entsponnen haben, werden langsam sichtbar und stellen die beiden vor neue Herausforderungen. Zusammenziehen, ja oder nein. Wenn ja, wo? Auch die Arbeitsbeziehung wird langsam problematisch, ist doch Tino Ginas Vorgesetzter.

     

    Meine Meinung:

     

    Autorin Inge Löhnig ist wieder ein unter die Haut gehender Krimi gelungen.

    Nachdem der Zusammenhang zwischen den einzelnen Mordfällen hergestellt ist, werden einige Verdächtigte präsentiert. In mühsamer Kleinarbeit werden sie sortiert und nach und nach ausgeschieden.

     

    Der Polizeialltag wird realistisch geschildert. Zwischen Akribie bei der Recherche, Klinkenputzen, Aktenwälzen und frustrierenden Gesprächen mit Vorgesetzten treten der Zwang zum Sparen und die Paragraphenreiterei zu Tage. Das Datenschutzgrundgesetz behindert die Ermittler bei der Arbeit und die übergeordnete Behörde ist nicht immer willens auf das Bauchgefühl von Dühnfort zu hören. Hier zählen nur beweiskräftige Fakten.

     

    Gut eingeflochten ist das Thema „Liebe am Arbeitsplatz“ und die daraus folgenden Konsequenzen, die im nächsten Band sicherlich ihre Fortsetzung finden werden.

     

    Die Charaktere gefallen mir recht gut, sind sie doch menschlich und authentisch angelegt. Zwar hat jeder sein kleines oder größeres Schicksalspäckchen zu tragen, aber keiner ist so unsäglich kaputt wie in anderen Krimis oft dargestellt. Alois hat einen Minderwertigkeitskomplex, den er mit teurer Markenkleidung und vielen Kurzzeitbekanntschaften kompensiert. Im Team fühlt er sich nicht ganz angekommen und argwöhnt, dass Dühnfort Gina wegen der Liebesbeziehung bevorzugt. Erst sein großer Auftritt am Friedhof wird ihm einen anerkannten Platz im Team sichern.

     

    Fazit:

     

    Ein vielschichtiger Krimi in dem es um Schuld und Sühne, Manipulation und selbsternannte Rächer geht. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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    Petzi_Mauss avatar
    Petzi_Mausvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich kannte die Autorin nicht und war positiv überrascht, wie sehr mich dieses Buch gefesselt hat!
    total fesselnd...

    Ich kannte die Autorin nicht, und nach dem für mich eher nichtssagenden Klappentext habe ich mit nicht eigentlich nicht großen Erwartungen zu lesen begonnen...
    Und wurde schon nach den ersten paar Seiten überrascht - die Autorin schreibt so fesselnd, man kann sich in alle Figuren gut hineinversetzen, und mit der Zeit war man sich nicht sicher: wer war es nun wirklich? Gegen Ende war der Täter zwar schon eindeutig, aber trotzdem irgendwie überraschend. Ich konnte das Buch gar nicht aus den Händen legen und kann es nur weiterempfehlen!!!

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    Isar-12s avatar
    Isar-12vor 2 Jahren
    Ermittlungen in München

    Kommissar Dühnfort ermittelt in seinem vierten Fall. Schnell gibt es mehrere Leichen und die Münchner Kripo erkennt eine Verbindung. Dabei gelingt es der Autorin Inge Löhnig den Leser sofort mitzunehmen. Gemeinsam mit Gina, Dühnfort's Mitarbeiterin und heimliche Geliebte, ermitteln sie in Kreisen der Hinterbliebenen und früheren Unglücksfällen, in denen die Opfer verwickelt waren. Doch nicht alles verläuft reibungslos im Team. So fühlt sich Alois, ein weiterer Mitarbeiter von Dühnfort, gegenüber Gina benachteiligt. Er ermittelt auf eigene Faust und vermutet auch mehr bei Gina und Dühnfort. Doch dies gerade rettet Dühnfort dann das Leben. Inge Löhing ist hier eine sehr gute Verflechtung der privaten Seite der Ermittler, sowie der Story rund um die Mordfälle gelungen, ebenso wie sie geschickt eine gute Lösung für diese Zwickmühlen einbaute. Hier kann man auf den Fortgang in den nächsten Bänden neugierig sein. Ich selbst legte mich schon sehr früh auf den Täter fest, wurde aber am Ende von der Autorin eines Besseren belehrt. Solche Wendungen liebe ich und zeigt mir auch den geschickten Spannungsbogen des Buches auf. In Summe hat mir der vierte Fall von Kommissar Dühnfort sehr gut gefallen und ich greife sicherlich zu den Folgebänden.

    Kommentare: 7
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    Pokerfaces avatar
    Pokerfacevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schöner, spannender Krimi
    Schuld währt ewig

    Kommissar Dühnfort und sein Team jagen in diesem vierten Fall einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt.

    Das Buch ist toll geschrieben, mit kurzen, knackigen Kapiteln. Wir begleiten Susanne, die sich aus der Stadt zurückgezogen hat und auf dem Land lebt. Sie geht Menschen aus dem Weg, will eigentlich nur ihre Ruhe, da eine schreckliche Erinnerung ihr Leben begleitet. Susanne fühlt sich schuldig. Schuldig an dem Tod eines Kindes. Auch wenn sie sich an die wahrlich wichtigen Sekunden die den Tod des Kindes herbeiführen nicht mehr erinnern kann. Aber sie muss es doch gewesen sein, oder?

    Und was hat es mit dem Opfer des Verkehrsunfalls auf sich? War es wirklich ein Unfall?

    Das Buch ist ein tolles Buch für mal eben zwischendurch. Es ist recht unterhaltsam und spannend geschrieben. Allerdings hat mir das gewissen etwas für den fünften Stern noch gefehlt.

    Für mich persönlich sind noch einige Fragen offen geblieben - gerade Thorsten betreffend. Da hätte ich doch gerne noch ein paar Erläuterungen gehabt. Das Ende kam für mich etwas plump daher.

    Aber trotzdem - gut zu lesen. Absolut.

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    _Sahara_s avatar
    _Sahara_vor 3 Jahren
    Niemand ist ohne Schuld

    Inhalt:

    Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frrau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann werden zwei Menschen ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein dunkles Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt.
    Kommissar Dühnfort und sein Team jagen einen Täter, der auf grausame Weise seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorgt.

    Auch der vierte Fall von Kommissar Dühnfort ist wieder sehr spannend.
    Das Buch lässt sich, wie auch schon die Vorgänger, sehr flüssig lesen. Die Mischung aus Privatleben und Ermittlungen ist gut gewählt.
    Man lernt die Charaktere wieder ein bisschen besser kennen. Manche unsympathische Person sieht man plötzlich in einem ganz anderem Licht. Es macht Spaß das alles mitzuerleben.

    Der Fall ist wirklich interessant und es war schnell klar, in welche Richtung das ganze geht. Einen Verdächtigen hatte ich auch schnell auf dem Plan. Doch letztendlich lag ich mit meiner Vermutung nicht richtig. Aber eine große Überraschung war es trotzdem nicht.

    Die Bücher von Inge Löhnig machen einfach Spaß und werden von Mal zu Mal besser. Ich kann diese Reihe jedem Krimifan ans Herz legen.

    ©_Sahara_

    (Rezi aus 2013)

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    harakiris avatar
    harakirivor 3 Jahren
    Schuld währt ewig

    manche Autoren schaffen es auch im vierten Band einer Reihe sich immer noch zu steigern. So wie Frau Löhnig hier in Schuld währt ewig.

    Sie schreibt über Menschen, die schuldlos Schuld am Tod eines Menschen waren, blickt tief in deren Seele und arbeitet feinfühlig an den Charakteren und deren Schicksal.

    Sehr gut hat mir gefallen, dass das Buch immer wieder überraschende Wendungen aufwirft. Immer wieder glaubt der Leser, den Täter zu kennen, immer wieder wird er aufs Neue aufs Glatteis geführt und ganz ehrlich: ich war am Ende auch sehr überrascht über den Täter.

    Stellenweise hatte das Buch winzigkleine HÄnger, zum Beispiel hätte es für mich die Seiten mit dem verdächtigten Richter nicht gebraucht. Das wirkte irgendwie nur so als hätte man eine Vorgabe von 500 Seiten zu füllen und müsse sich noch schnell was ausdenken. Aber sonst war ich wie gebannt von dem Buch und hab mich richtig gehend dran fest gelesen.

    Auch sehr schön herausgearbeitet: der Kommissar und sein Privatleben. Die Charaktere entwickeln sich mit jedem Buch weiter und werden dem Leser immer sympatischer

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    Lerchies avatar
    Lerchievor 3 Jahren
    Wer will Rache und wieso?

    Susanne bekam keine Ruhe. Seit Jahren schon fragte sie sich, ob sie wirklich schuld an Ludwigs Tod war. Bald würde sich der Tag zum sechsten Mal jähren. Die Mutter des Jungen beschuldigte sie, doch das Ermittlungsverfahren war damals eingestellt worden. Sie konnte sich einfach an ein paar Sekunden vor dem Sturz aus dem Bett nicht erinnern.  Thorsten war ihr in dieser Zeit zum Freund geworden und einmal hatte sie sich hinreißen lassen, mit ihn zu schlafen und das bereute sie. Sie musste ihm sagen, dass da nichts zwischen ihnen war.

    Eugen Voigt beobachtete seine Mitmenschen seit er in Frührente gegangen war. Er beobachtete hauptsächlich die, die gegen Verkehrsregeln verstießen und zeigte sie an. An diesem Tag sah er, wie ein Objekt seiner Begierde die Straße überquerte. Da fuhr plötzlich ein Auto an, überführ den Mann, hielt nach 25 Metern kurz an und fuhr davon. Eugen hatte alles fotografiert.

    Kommissar Dühnfort war zu einem Todesfall gerufen worden. Die Zeugen sagten aus, dass der Fahrer des Wagens nicht gebremst habe, sie vermuteten Tötungsabsicht. Wenig später wurde eine junge Frau in 20 cm tiefem Wasser ertrunken aufgefunden. Ein klarer Mord. Und Dühnfort war sich sicher, dass die beiden Fälle miteinander zusammen hingen. Doch wie?

    Der Mann hatte vor vielen Jahren ein kleines Mädchen überfahren, das sich von der Mutterhand losgerissen hatte. Und die Frau hatte mit ihrer Freundin einen Autounfall, an dem sie unschuldig war. Ihre Freundin war dabei ertrunken.  Doch Dühnfort suchte nach Zusammenhängen.

    Eugen Voigt hatte es sich überlegt. Er würde nicht zur Polizei gehen, sondern er würde den Fahrer erpressen. Von einem ehemaligen Kollegen forderte er noch einen Gefallen ein, und dann wusste er, wen er erpressen musste. Doch ob das gutging?

    Dühnfort war mit seiner Kollegin Gina liiert, doch das durfte niemand wissen. Denn das war verboten, da er ihr Chef war. Er musste sich entscheiden, wen er zu einem Lehrgang schicken sollte. Gina machte seiner Ansicht nach die bessere Arbeit, doch Alois fühlte sich hintergangen. Dass Alois in dann an einem Tag beobachtete, bzw. Gina, sollte sich für Dühnfort als positiv herausstellen…

    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Dühnfort hat meistens die richtige Intuition, auch wenn seine Vorgesetzten oft nicht gleich darauf anspringen. Das Buch begann leicht spannend und diese erhöhte sich im Laufe des Krimis. Am Ende gab es dann eine Überraschung, was die Person des Mörders betrifft. Es hat mir sehr gut gefallen und bekommt eine Leseempfehlung von mir.

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    santinas avatar
    santinavor 3 Jahren
    Gewohnt spannend

    Zum Inhalt:

    Ein Anwalt wird vor seinem Büro überfahren, kurz danach wird eine Studentin ertränkt aufgefunden. Als auch ein Augenzeuge verschwindet, geht die Polizei von einem Serienmörder aus, allerdings können Sie zunächst kein Motiv erkennen. Dann wird offensichtlich, dass der Mörder es auf Personen abgesehen hat, die Schuld am Tod eines Menschen tragen, aber dafür – aus unterschiedlichen Gründen – nie bestraft wurden.



    Meine Meinung zum Buch:

    In dieser Serie von Inge Löhnig wird neben den Kriminalfällen das Privatleben der beiden Ermittler Konstantin („Tino“) Dühnfort und Gina Angelucci fortgeführt.

    Beide finde ich sehr sympathisch, wobei Tino im Vergleich zu Gina eher zurückgezogen agiert, einiges auch lieber mit sich selbst ausmacht, anstatt sich direkt mitzuteilen. Die beiden sind mittlerweile ein Paar, doch da Tino auch Ginas Vorgesetzter ist, bedeutet das für die beiden, dass sie künftig beruflich getrennte Wege gehen müssen.

    Alois Fünfanger verstärkt das Team um Tino und Gina. Er fühlt sich von Tino übergangen und als er entdeckt, dass Tino und Gina ein Paar sind, nutzt er dieses Wissen nicht, was ihm einige Sympathie-Punkte bei mir eingebracht hat. Aber auch auf die ganze Geschichte gesehen, macht er eine Wandlung durch, die ihn sehr viel freundlicher wirken lässt, als zuvor.

    Die Geschichte verläuft in verschiedenen Handlungssträngen. Während einerseits Menschen sterben, die selbst Schuld am Tod eines Anderen hatten, lernt der Leser Susanne Möbus kennen. Sie hatte einige Jahre zuvor einen Job als Babysitterin und war im Raum, als Ludwig, das von ihr zu beaufsichtigende Kind, zu Tode gekommen ist. Bis heute fehlen ihr die Sekunden, in denen das Kind gestorben ist, sie weiß nicht, was passiert ist, doch die Mutter gibt ihr bis heute die Schuld am Tod des Kindes.

    Natürlich fließen beide Handlungsstränge zusammen, aber bis dahin haben die Ermittler stark damit zu kämpfen, auf die richtige Spur zu kommen.

    Inge Löhnig hat den Kriminalfall logisch aufgebaut und entwirrt ihn nach und nach in gewohnt spannender Weise. Besonders gelungen fand ich die Idee, wie der Leser erfährt, was in Ludwigs Kinderzimmer passiert ist, ich darf schon verraten, dass Susanne Möbus nicht urplötzlich wieder alles einfällt. Damit hatte ich eigentlich gerechnet und wurde positiv überrascht.

    Inge Löhnig konnte mich mit diesem Buch, dem übrigens der Krimipreis „Herzogenrather Handschelle“ verliehen wurde, absolut überzeugt.

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    Bellexrs avatar
    Bellexrvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Der 4. Band überzeugt wieder mit sympathischen Protagonisten, einem interessanten Thema und einer hochspannenden, komplexen Story.
    Schuldlos schuldig

    Ein Architekt wird auf offener Straße überfahren, der Fahrer flüchtet, der Architekt ist auf der Stelle tot. Da der Fahrer ganz offensichtlich auf Jens Flade gewartet hat und ohne zu bremsen nach dem Aufprall einfach weiterfährt, ermitteln Konstantin Dünforth und seine Kollegin Gina. Kurz darauf wird eine Studentin tot an einem Badesee gefunden. Auch sie wurde ermordet. Anfangs scheinen es zwei völlig unterschiedliche Fälle zu sein, doch schon bald entdecken die Ermittler einen Zusammenhang und es steht zu befürchten, dass der Täter weiter morden wird.

     

    Es ist November, Nebel liegt über der Stadt und Konstantin und Gina genießen ihre heimliche Liebe. Doch der Berufsalltag holt die beiden Kommissare schnell ein, als der Architekt Jens Flade mit Absicht überfahren wird. Ihr Kollege Alois glaubt nicht an Mord, doch Dünforth lässt der Fall keine Ruhe. Als dann noch eine Studentin an einem Badesee tot aufgefunden wird, ertrunken in nur 30cm tiefem Wasser und mit deutlichen Abwehrspuren am Körper, konzentrieren sich die Ermittlungen mehr auf diesen Fall. Doch schnell wird ein Zusammenhang festgestellt, welcher immer wieder zu einer Selbsthilfegruppe führt. Und bald ist der Soko klar, dass der Täter weiter morden wird, doch welche Personen stehen auf seiner perfiden Todesliste?

     

    Der Kriminalroman konzentriert sich auf die komplizierten und lange Zeit zermürbenden Ermittlungen von Dünforth und seinem Team. Immer wieder führen die Spuren zu einer Selbsthilfegruppe, ein Motiv ist auch recht bald gefunden, doch vom Mörder fehlt jede Spur. Regelmäßig lässt Inge Löhnig auch das Privatleben von Dünforth und Gina mit einfließen, aber auch der jungen Sanne Möbus widmet die Autorin viel Raum. Diese lebt zurückgezogen, restauriert Geigenbogen und versucht verzweifelt mit ihrer Schuld zu leben.

     

    Äußerst wendungsreich, von Anfang an hochspannend und sehr vielschichtig angelegt erzählt Inge Löhnig den 4. Band der Dünforth-Reihe. Eine Spur in Richtung Täter legt die Autorin keine, nicht der kleinste Hinweis deutet auf die Identität des Mörders hin und somit ist Rätselraten bis zum Schluss gegeben.

     

    Fazit: Auch der 4. Band überzeugt wieder mit sympathischen Protagonisten, einem interessanten Thema und einer hochspannenden, komplexen Story.

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    J
    jackline88vor 3 Jahren
    Schuld währt ewig

    Bei „Schuld währt ewig“ handelt es sich um Kommissar Dühnforts vierten Fall.

    Inhalt: Eine einzige Sekunde hat Susannes Leben für immer verändert. Ein Kind ist tot. Für die junge Frau ein Alptraum, der nie endet, eine Suche nach Sühne, die vergebens ist. Dann sterben zwei Menschen. Sie wurden ermordet. Auch in ihrer Vergangenheit gibt es ein düsteres Geheimnis, eine Schuld, die für immer bleibt. Kommissar Dühnfort verfolgt einen Täter, der auf grausame Weise für seine Vorstellung von Gerechtigkeit sorg. Ein Rächer, der Gleiches mit Gleichem vergilt und keine Gnade kennt.

    Meinung: Ich fand das Buch sehr spannend und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Trotz der verschiedenen Handlungsstränge und Blickwinkel der Akteure, ist das Buch leicht und flüssig zu lesen. Ich konnte der Handlung ohne Probleme folgen. Die Enthüllung des Täters war für mich überraschend und ergab trotzdem Sinn.
    Das Thema „Unschuldig schuldig“ zu sein, empfand ich als gut gewählt und die Gefühlregungen der betroffenen Personen konnte ich nachvollziehen. Überhaupt sind die Gefühle der einzelnen Akteure immer sehr gut beschrieben.
    Des Weiteren finde ich gut, dass sich die Figuren weiterentwickeln und auch in deren Privatleben Einblick gewährt wird. Mich interessiert es immer besonders, welche Hintergründe den Täter zu einer solchen Tat antreiben. Dies wird in dem Buch sehr gut dargestellt.
    Das Cover gefällt mir bei diesem Buch nicht so richtig. Was der Schmetterling mit dem Fall zu tun haben soll ist mir persönlich nicht klar geworden. Die Covers der nachfolgenden Bücher sind da schon eher mein Geschmack.

    Mein Fazit: Inge Löhnig schafft es immer wieder mich zu begeistern. Ich kann es gar nicht erwarten weiter zu lesen und zu erfahren, welche neuen Fälle Dühnfort und sein Team bearbeitet. Aber auch wie sich die private Situation der Ermittler weiterentwickelt. Alles in allem ein gelungener Krimi, der Lust auf mehr Macht.

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