Ingeborg Bachmann

 4.2 Sterne bei 339 Bewertungen
Autorin von Malina, Herzzeit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ingeborg Bachmann

Gestorben am 17. Oktober 1973 in Rom

Neue Bücher

»schreib alles was wahr ist auf«

Neu erschienen am 21.10.2018 als Hardcover bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Ingeborg Bachmann

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Malina

Malina

 (105)
Erschienen am 03.08.2016
Herzzeit

Herzzeit

 (44)
Erschienen am 12.10.2009
Sämtliche Gedichte

Sämtliche Gedichte

 (30)
Erschienen am 01.10.2003
Sämtliche Erzählungen

Sämtliche Erzählungen

 (22)
Erschienen am 01.10.2003
Das dreißigste Jahr

Das dreißigste Jahr

 (23)
Erschienen am 01.10.2005
Simultan

Simultan

 (13)
Erschienen am 01.01.1991
Ich weiß keine bessere Welt

Ich weiß keine bessere Welt

 (9)
Erschienen am 10.11.2011

Neue Rezensionen zu Ingeborg Bachmann

Neu
Aliknechts avatar

Rezension zu "Das Buch Goldmann" von Ingeborg Bachmann

Die schönsten Frauen immer mit den blödesten Männern.
Aliknechtvor 10 Monaten

Das Buch Goldmann schildert die Zeit in Wien, als die Österreicher gerade wieder aus den Klauen der Nationalsozialisten befreit waren und neu zu sich selber finden durften. Man spielte "in den Ruinen von Wien am laufenden Band Claudel oder O'Neill" und fragt sich, "welchen Wert dies hätte"[1]. 

Die vierfach verschmelzenden weiblichen Hauptfiguren sind die PEN-Club-Sektretärin bzw. die Schauspielerin Fanny Goldmann und die Journalistinnen Eka Kottwitz alias Aga Rottwitz. Fanny Goldmanns Liebhaber Anton Marek, auch bekannt als jener famose Herr F., beutete bekanntermaßen ihr Leben für seine Literatur aus. Nun sucht der Leser auch hier in diesem Roman-Fragment unentwegt nach autobiographischen Spuren. Ingeborg Bachmann vermag aber weit weniger zu unterhalten als jener Herr F., der sich immerhin sehend blind stellte um mehr zu sehen. Sie kann nur beklagen, "wie die schönsten Frauen oft das unwahrscheinlichste Pech und immer mit den blödesten Männern haben" [2]. 

Ingeborg Bachmanns vermutlich nicht unerhebliches Verführungspotential für einige Onkels des damaligen deutschen Literaturbetriebs bleibt nahezu unsichtbar und nicht einmal der Inkognito-Auftritt des jungen Peter Handke auf der Frankfurter Buchmesse reisst das Roman-Fragment richtig heraus.  

Ausgabe: Ingeborg Bachmann Salzburger Bachmann Edition Das Buch Goldmann Piper Suhrkamp 2017

Referenzen:
[1] Seite 274
[2] Seite 276

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awogflis avatar

Rezension zu "Das dreißigste Jahr" von Ingeborg Bachmann

Misslungene Beschreibung von männlichen Achetypen
awogflivor 10 Monaten

Ich mag Bachmanns Sprachfbulierkunst, fast alle Geschichten waren aber derartig langweilig und über total nutzlose Figuren, die sich einen Wolf schwafeln über total sinnlose Dinge, die kein Schwein interessieren.
Das beginnt beim Dreißigsten Jahr Ich bin grad 50 geworden und meine Midlifecrisis ist ein Lercherlschas gegen die Quarterlifecrisis des Protagonisten - nicht auszuhalten dieses Gewinsel  - da wünscht man sich, dass ihm endlich was passiert, damit er einen Grund hat zu lamentieren, und zack ist er da der Autounfall - leider erwischts den anderen. Dem Tode entronnen, entdeckt er nach Monaten der Rekonvaleszenz ein weißes Haar - was für ein lächerliches Drama, nicht mal der Erwähnung wert. Hat dieser Mehlwurm von einem Mann keine anderen Probleme?"

Die Geschichte des Mannes der sein Kind nicht annehmen konnte, ist sosolala nicht ganz so unspannend wie alle anderen, die  vom Richter, der über Wahrheit schwafelt ist auf jeden Fall die perfekte Medikation gegen Schlafstörungen und zwei andere sind nicht der Rede wert.

Lediglich die Kurzgeschichte Unter Mördern und Irren ist grandios. Nach dem zweiten Weltkrieg sitzen Täter und Opfer wieder an einem Tisch in einem Gasthaus. Sie sind voneinander abhängig und geschäftlich miteinander verflochten - die Täter haben es wieder zu was gebracht. Grandiose Beschreibung des Nachkriegsösterreich und wie die Juden mit der laschen Entnazifizierung umgingen.

Fazit: Schöne Sprache aber die Geschichten, die Bachmann erzählt, sind fast nicht der Rede wert. Komisch, dass sie auch so oft das Innenleben von Männern beleuchten und den Kern von männlichen Archetypen festnageln wollte. Das hätte sie als Frau vielleicht lassen sollen, denn es ist ihr meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen.

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Rezension zu "Anrufung des Großen Bären" von Ingeborg Bachmann

Komplex und sprachgewaltig...
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Meine erste Begegnung mit der bedeutenden österreichischen Lyrikerin und Schriftstellerin. Wie immer bei derartig komplexen Gedichten erschließt sich mir leider nicht deren Sinn im Einzelnen, was bei Ingeborg Bachmann vermutlich daran liegt, dass sie Philosophie studiert, ihre Promotion sich mit Martin Heidegger befasst hat und daher der große Bereich Philosophie stets in ihr lyrisches Werk eingeflossen ist.
Philosophie ist mir persönlich viel zu abstrakt, als dass ich auch nur ansatzweise etwas davon verstehen könnte, also las ich ihren Gedichtband so, wie er mir erschien, als ein wortgewaltiges, sprachmächtiges, ungeheuer poetisches und trauriges Werk, das einem vor Augen führt, wie wunderbar die deutsche Sprache klingen kann.
Ingeborg Bachmann verwendet immer wieder Naturmetaphern, sie durchziehen nahezu jedes Gedicht. Leider sind (im Gegensatz zu Kafkas Werk) im Internet wenig Interpretationen zu Bachmanns Lyrik zu finden, und wenn, dann sind diese Deutungen für mich noch unverständlicher als das Gedicht selbst. Immerhin klingen für mich in ihrem Werk Trauer, Abschied und Liebe heraus. Und ihre sprachliche Brillanz ist für mich Grund genug, mich weiter mit dieser Schriftstellerin zu befassen.

Meine fünf Favoriten des Buches:

1. Schwarzer Walzer
2. Von einem Land, einem Fluß und den Seen
3. An die Sonne
4. Brief in zwei Fassungen
5. Nebelland

Fazit: Sprachlich absolut großartig, wenn auch (für mich) schwer interpretierbar. Gelesen haben sollte man diese Gedichte jedoch auf jeden Fall.

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Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt (Österreich) geboren.

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