Ingeborg Bachmann

 4.2 Sterne bei 284 Bewertungen
Autorin von Malina, Sämtliche Gedichte und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ingeborg Bachmann

Gestorben am 17. Oktober 1973 in Rom

Neue Bücher

Das Buch Goldmann

Erscheint am 02.06.2020 als Taschenbuch bei Piper.

Das dreißigste Jahr

 (2)
Neu erschienen am 13.03.2020 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Ingeborg Bachmann

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Buchformat:
Cover des Buches Malina9783518240175

Malina

 (111)
Erschienen am 03.08.2016
Cover des Buches Sämtliche Gedichte9783492239851

Sämtliche Gedichte

 (33)
Erschienen am 01.10.2003
Cover des Buches Das dreißigste Jahr9783492974547

Das dreißigste Jahr

 (25)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Sämtliche Erzählungen9783492974622

Sämtliche Erzählungen

 (22)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Simultan9783492974639

Simultan

 (14)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Kriegstagebuch9783518730805

Kriegstagebuch

 (11)
Erschienen am 08.02.2015
Cover des Buches Die gestundete Zeit9783492003780

Die gestundete Zeit

 (6)
Erschienen am 01.01.1984
Cover des Buches Liebe: Dunkler Erdteil9783492974615

Liebe: Dunkler Erdteil

 (6)
Erschienen am 14.10.2019

Neue Rezensionen zu Ingeborg Bachmann

Neu

Rezension zu "Das dreißigste Jahr" von Ingeborg Bachmann

Ohne diesem Sprecher wäre ich nicht weit gekommen
Seelensplittervor einem Monat

Meine Meinung zur Lesung:


Das dreißigste Jahr


Inhalt in meinen Worten:


Mal ehrlich, kannst du dich daran erinnern, welche Gedanken und Gefühle du hattest, als du dreißig Jahre alt wurdest? Denkst du darüber nach, was kommen wird, was das Leben dir noch zeigen wird? Nun das ist auch in diesem Hörbuch so mancher Gedanke wert. Denn mal ehrlich, alle sagen du bist doch noch jung mit xy Jahren, und doch fühlst du dich zum Teil schon alt, und zum anderen Teil noch so jung. Du denkst über Themen ganz anders nach als es noch vor ein paar Jahren der Fall war, doch was hat sich geändert und was kam neues dazu? Nun das muss der werte Leser wohl selbst für sich entdecken.




Wie ich das Gehörte empfand:


Also an einem Stück konnte ich dieses Hörbuch nicht hören, weil ich allein schon an dem ein oder anderen Satz ewig hing und deswegen auch nicht wirklich weiter kam im Hörbuch. Denn es lädt ein, nicht nur zuzuhören, sondern tatsächlich nachzudenken über das, was in der Vergangenheit der Sinn war. Und was ist heute Sinn der Gedanken und der Handlungen, die ich tue? Nun diese Frage und viele andere Fragen werden hier zur Sprache kommen.




Der Sprecher:


Wow kein besserer Sprecher hätte hier besser gepasst als es dieser Sprecher ist. Denn ihm hörte ich dank der Klangfarbe und Wärme der Stimme gerne zu. Es war, als würde er mir mehrere Briefe zum Thema 30 Jahre alt sein, vor lesen.




Dreißig:


Was verbindet man mit dieser Zahl? Eine Menge, aber ich glaube jeder Mensch denkt anders über diese Zahl nach. Hier geht es vor allem um einen Menschen, der noch 29 Jahre alt ist und ganz kurz vor dem Zahlenwechsel steht. Was macht das mit einem Menschen und wie kann er damit umgehen, das ist eine Frage unter den Fragen.


Für mich war es aber teilweise auch ziemlich hoch über diese Zahl und über das was dahinter stehen könnten nach zu denken und ich hab mitbekommen, das diese Geschichte gerne als Schullektüre dran genommen wird, und ich bin doch ein bisschen froh, das meine Lehrer mich mit diesem Klassiker nicht quälten, denn ob ich das geschafft hätte als Jugendliche, bezweifel ich ein klein wenig.


Dennoch schadet es nicht, über das Leben und über die Fragen die sich so im Laufe des Lebens ansammeln nachzudenken und das gelingt in dieser CD.




Spannung:


Es ist spannend gewesen, welche Themen im Hörbuch zur Sprache kamen, denn mit einigen hätte ich so niemals gerechnet und jeder kann für sich in diesem Hörbuch etwas entdecken. Dennoch war es ein bisschen sehr abgehoben und auch bisschen skurril.




Empfehlung:


Als Geburtstagsgeschenk für Hörbuchfans sicherlich eine tolle Sache, für eine Klassenlektüre zu abgehoben und für eine reine Zeitfüllung zu stark und zu viel. Ich muss mir Zeit nehmen für dieses Hörbuch, mich bewusst hineinfinden und hineindenken und vor allem eines, nicht alles ablehnen was kommt sondern mich öffnen für manch andere Ansicht, als ich sie hätte.


Der Sprecher ist hier genial und auch eine echte Hilfe. Denn dank ihm wird das Gehörte ein bisschen lebendiger. Denn ansonsten ist es wie ein Brief von einem Anwalt und da darf man auch nicht einfach alles runterrattern sondern man muss bewusst lesen.




Bewertung:


Ich gebe dem Hörbuch vier Sterne. Vier Sterne einerseits weil der Sprecher wirklich das Gehörte genial unterstreicht und ich dadurch wirklich mehr mitnehmen kann, als es bei einem anderen Sprecher der Fall war, die Geschichte selbst war mir aber zu hoch und hin und wieder zu skurril, deswegen gibt es da nur drei Sterne. Was ja 3,5 Sterne ergeben würde, was aber auf meinem Blog nicht der Fall ist, deswegen gibt es vier Sterne.

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Rezension zu "Liebe: Dunkler Erdteil" von Ingeborg Bachmann

Lyrik 1942-1967
frenx1vor 2 Monaten

Ingeborg Bachmanns Gedichte erschließen sich nicht leicht. Man muss Zeit mitbringen, will man sie lesen. Daher ist es kein Fehler, nicht gleich zur Werkausgabe zu greifen, sondern zu den kleineren Teilbänden, die der Piper-Verlag herausgegeben hat. „Die gestundete Zeit“, „Anrufung des Großen Bären“ und „Liebe: Dunkler Erdteil“ sind die Titel dieser Ausgaben. Die Gedichte basieren – mit den Anmerkungen – auf den Werkausgaben. Nimmt man die Teilbände zur Hand, hat man beim Lesen der Gedichte nicht so sehr den Eindruck, so gar nicht voranzukommen.


„Liebe: Dunkler Erdteil“ beinhaltet Gedichte der österreichischen Schriftstellerin aus den Jahren 1942-1967. Die Gedichte des Bandes sind zeitlich geordnet, sodass man den Versuch machen kann, eine Entwicklung zu erkennen. Mir ist das allerdings nicht gelungen. Vielleicht geht es in den Jugendgedichten mehr um die Selbstfindung durch Befreiung und den eigenen Ort in der Welt, in den Gedichten von 1948-1953 stärker um die eigene, menschliche Identität, später dann mehr um die Natur, während es in ihren letzten Gedichten von 1964 bis 1967 vorwiegend um das Schreiben als solches und um die Heimat geht – auch um die Heimat in Worten.


Unabhängigkeit und Ungebundenheit gehören zu den Themen der ersten Gedichte. „Sklaverei ertrag ich nicht“ heißt es in Bachmanns frühem Gedicht „Ich.“. „Eine einzige Stunde frei sein“ ist die Forderung in „Nach grauen Tagen“. Überhaupt ist Bitterkeit ein immer wiederkehrendes Motiv der frühen Gedichte. Nur selten verwandelt es sich wie in „Aufblickend“, wo das lyrische Ich „in sich greift“ und sich als „wert“ bezeichnet, weil es dem Strom gleich sich auf den Weg macht zum Meer. Zumeist ist nur die Hoffnung nach „Licht“ sichtbar.


Hoffnungsfroh geht es auch in den Gedichten zwischen 1948 und 1953 nicht zu. Was allein Hoffnung macht ist die Erkenntnis: „wir sind nicht zum Bleiben gezwungen“. Die Menschen sind untereinander entfremdet, die Welt alles andere als harmonisch. Später entsteht als Gegenbild das der Natur. Ob in „Freies Geleit“ oder in „Liebe: Dunkler Erdteil“: Bachmanns Gedichte werden immer mehr auch zu Lobgesängen auf die Natur.


Niederdrückend, ja geradezu erdrückend wirken die letzten Gedichte Bachmanns. Zwar ist das Thema des Todes, des „Mörders Zeit“, zwischen den Zeilen überall bei Bachmann präsent und damit verbunden auch eine ihr eigene Religiosität, doch in ihren letzten Gedichten stellt Bachmann immer stärker Sinnlosigkeit und Hoffnungslosigkeit in den Vordergrund. Zu schreiben? Vergeblich. „Mein Teil, es soll verloren gehen“, so endet Bachmanns Gedicht „Keine Delikatessen“.


Vielleicht gibt es sie tatsächlich, die Entwicklung in Ingeborg Bachmanns Werk. Eher aber sehe ich Themen, die immer wieder kommen. Deshalb lassen sich die Gedichte gut miteinander in Beziehung setzen. Wenn in dem Gedicht „Nach grauen Tagen“ „von der Bitterkeit langer Nächte“ die Rede ist und dies in den Wunsch mündet „Eine einzige Stunde Licht schauen“, so sagt das lyrische Ich in dem Gedicht „Aufblickend“ von sich, es sei „erniedrigt, bitter und lichtlos“.


Überhaupt die Metaphern. Man muss sich in sie hineinfinden. Sie sind zunächst so fremd wie etwa der Wunsch, Licht zu trinken. „Am Kaminfeuer […] hatte mein Haar seine äußerste Farbe“ – das ist keine Metapher, die man einfach so runterliest. Sie sind es vor allem, die die Gedichte Bachmanns, die mit 47 Jahren 1973 in Rom verstarb, so hermetisch machen. Man braucht Zeit, den „Mörder Zeit“, für Bachmanns Gedichte.

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Rezension zu "Liebe: Dunkler Erdteil" von Ingeborg Bachmann

Gedichte einer besonderen Frau
Libertinevor 6 Monaten

Es dauerte nach dem Tod von Ingeborg Bachmann im Jahre 1973 kaum vier Jahre, bis der nach ihr benannte Ingeborg-Bachmann-Preis 1977 zum ersten Mal verliehen wurde. Seitdem wird der Preis einmal im Jahr verliehen und ist zu einer der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum geworden. "Liebe: Dunkler Erdteil" enthält Gedichte des Zeitraums als Bachmann ungefähr 16 Jahre alt war bis hin zu Gedichten, die sechs Jahre vor ihrem Tod entstanden sind. Viele der Gedichte des Buches sind bislang noch nicht veröffentlicht gewesen und aus ihrem Nachlass entnommen. Im Anmerkungsteil des Buches ist jedoch für jedes Gedicht angegeben, woher es stammte und ob andere Bearbeitungsstufen vorliegen. Der chronologische Aufbau des Gedichtbandes ermöglicht es, den Veränderungen der Gedichte über die Jahrzehnte beizuwohnen. Doch fallen neben der Veränderung der Gedichte vor allem die ihnen gleichbleibenden Elemente auf. Ingeborg Bachmanns Gedichte scheinen stets gefüllt zu sein von einem Lyrischen Ich, dessen Gedanken und Gefühle ihren Gedichten Struktur und Leben geben. Bachmanns Gedichte sind gleichzeitig von Leichtigkeit und einer Schwere erfüllt. Während die Leichtigkeit vor allem durch ihre klare Struktur und ungekünstelte Form kommt, erwächst die Schwere aus ihrem Inhalt. Das Dunkle, Verlorene, nicht recht dazugehörende findet in einigen ihrer Gedichte Gestalt. So laden die in diesem Band zum Teil erstmals abgedruckten Werke auch heute, über 45 Jahre nach ihren Tod, noch dazu ein, gelesen zu werden. 

Ingeborg Bachmann: Liebe: Dunkler Erdteil
Gedichte aus den Jahren 1942–1967
Piper, München 2019
80 S., EUR 8,99
E-Book
ISBN 978-3-492-97461-5

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Zusätzliche Informationen

Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt (Österreich) geboren.

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