Ingeborg Bachmann

 4,2 Sterne bei 350 Bewertungen
Autorin von Malina, Sämtliche Gedichte und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Gestorben am 17. Oktober 1973 in Rom

Alle Bücher von Ingeborg Bachmann

Cover des Buches Malina (ISBN: 9783518475263)

Malina

(125)
Erschienen am 18.02.2026
Cover des Buches Sämtliche Gedichte (ISBN: 9783492972802)

Sämtliche Gedichte

(36)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Das dreißigste Jahr (ISBN: 9783492974547)

Das dreißigste Jahr

(29)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Sämtliche Erzählungen (ISBN: 9783492974622)

Sämtliche Erzählungen

(23)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Simultan (ISBN: 9783492974639)

Simultan

(17)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Ich weiß keine bessere Welt (ISBN: 9783492974608)

Ich weiß keine bessere Welt

(9)
Erschienen am 01.08.2016
Cover des Buches Kriegstagebuch (ISBN: 9783518730805)

Kriegstagebuch

(11)
Erschienen am 10.02.2015
Cover des Buches »Wir haben es nicht gut gemacht« (ISBN: 9783492320603)

»Wir haben es nicht gut gemacht«

(8)
Erschienen am 28.03.2024

Neue Rezensionen zu Ingeborg Bachmann

Cover des Buches »Wir haben es nicht gut gemacht« (ISBN: 9783492320603)
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Rezension zu "»Wir haben es nicht gut gemacht«" von Ingeborg Bachmann

Cornelia_Ruoff
Ein Abenteuer ohne Happy End

„Wir haben es nicht gut gemacht“ ist der Titel eines knapp 600 Seiten starken Briefwechsels, der ein literarisches Liebesdrama neu erzählt: Fast fünf Jahrzehnte lang blieben die Briefe zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch unter Verschluss. Jetzt offenbaren sie die zerstörerische Ambivalenz einer der berühmtesten Liebesgeschichten der deutschsprachigen Literatur – und räumen mit hartnäckigen Mythen auf. Herausgegeben von Hans Höller, Renate Langer, Thomas Strässle und Barbara Wiedemann. Suhrkamp Verlag und Piper Verlag, 2022.

Ein Abenteuer ohne Happy End

Kurze Vita: Ingeborg Bachmann (15. Juni 1926 – 1973)

Die österreichische Autorin Ingeborg Bachmann war eine Ikone der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 1952 nimmt Bachmann das erste Mal an einer Tagung der Gruppe 47 teil. Ihr Lyrikdebüt „Die gestundete Zeit“erschien 1953 in Alfred Anderschs Buchreihe „Studio Frankfurt“.  Es folgte u. a. der Gedichtband „Anrufung des Großen Bären“ erscheint 1956. Bachmann wird Autorin des Piper Verlags. 1958 kamen Hörspiele wie „Der gute Gott von Manhattan“. 1962 beginnt die Autorin mit einer Arbeit, aus der sich das unvollendete „Todesarten-Projekt“ entwickelt.

1971 erschien ihr Roman „Malina“ beim Suhrkamp Verlag. 

Bachmanns Themen sind:
– Sprache und Macht
– patriarchale Gewalt
– Nachwirkungen des Faschismus
– weibliche Subjektivität und Verletzbarkeit.

Kurze Vita: Max Frisch, (15. Mai 1911– 4. April 1991)

Der Schweizer Romancier und Dramatiker hat folgende Werke geschrieben: „Stiller“, „Homo Faber“, „Biedermann und die Brandstifter“, „Andorra“, „Mein Name sei Gantenbein“ und einige bedeutende Tagebücher.
Seine Themen sind: Identität und Rolle, Moral und Verantwortung, Privatleben versus Öffentlichkeit.
Frisch wird weltweit rezipiert. Seine Werke prägen bis heute das Nachdenken über Erzählen und Selbstentwurf. Zur ausführlichen Vita Max Frisch.

Wie es zum Buch „Wir haben es nicht gut gemacht“ kam

Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch war lange Zeit ein Geheimnis der deutschsprachigen Literaturwelt. Bachmann selbst hatte ihre Briefe vernichtet; Frisch jedoch fertigte Durchschläge und Abschriften an, deren Sperrung erst 2011 aufgehoben wurde.

Der Band versammelt den überlieferten Briefwechsel aus den Jahren ihrer Beziehung, von den späten 1950er bis zu den frühe 1960er. Die Briefe werden ergänzt durch Karten und Telegramme, soweit sie vorhanden sind.

Grundlage sind die Nachlässe und Archive (u. a. Ingeborg-Bachmann-Archiv und Max-Frisch-Archiv); nach jahrzehntelanger Sperrfrist und editorischer Aufarbeitung wurden die Briefe in einer kommentierten Ausgabe bei Suhrkamp und Piper veröffentlicht.

Der Titel – „Wir haben es nicht gut gemacht“ – zitiert die selbstkritische Bilanz einer Liebe, die an künstlerischen Ansprüchen, Eifersucht, Freiheitsbedürfnis und Rollenbildern zerbricht.

Die Publikation löste Debatten über literarischen Erkenntnisgewinn versus Intimsphäre aus – und macht zugleich sichtbar, wie nah sich Werk und Leben berühren.

Aufbau des Buches „Wir haben es nicht gut gemacht“


Ich hatte zu tun beim Sender in Hamburg und ließ mir das Hörspiel vorführen, dann schrieb ich einen Brief an die junge Dichterin, die ich persönlich nicht kannte: wie gut es sei, wie wichtig, dass die andere Seite, die Frau, sich ausdrückt. Sie hörte Lob genug und großes Lob, das wußte ich, trotzdem drängte es mich zu dem Brief. Ich wollte sagen: Wir brauchen die Darstellung des Mannes durch die Frau, die Selbstdarstellung der Frau.
Max Frisch, Montauk (1975).


Mit diesem Zitat aus beginnt das Buch, mit dem Briefwechsel. es sind 299 Briefe. Dann folgt der Kommentar von Thomas Strässler und Barbara Wiedemann, darauf 300 Seiten Stellenkommentare. Die Zeittafel gibt einen Blick auf die Beziehung frei. Am Schluss kommen das Abkürzungsverzeichnis mit Bibliografie, das Werkregister Bachmann und das Werkregister Frisch.

Inhalt / ZUSAMMENFASSUNG „Wir haben es nicht gut gemacht“

Die Briefe zeigen das Kennenlernen, die Anziehung und das Arbeitsbündnis. Die frühen Briefe kreisen um Sehnsucht, Reiserouten zwischen Rom, Zürich und Aufenthalten anderswo, und um gegenseitige Lektüre. Man spürt Bewunderung und das Versprechen, einander „Arbeitsruhe“ und Schutz zu geben.

Die Liebe zwischen Bachmann und Frisch entstand im Sommer 1958. Anfang Juni schrieb Bachmann den ersten Brief, in dem sie ihre Gefühle mit einer Bestimmtheit ausdrückte.

Es war Frisch, der sich dieser Liebe nach einem einzigen Pariser Treffen mit „Haut und Haar ergab“. Es zeigt sich ein komplexes, menschliches Bild zweier verletzlicher Menschen in einer Liebe, die nicht alltagstauglich ist.


„Ich liebe eine Frau, die mich liebt, und Du trittst in mein Leben, Ingeborg, wie ein langgefürchteter Engel, der da fragt Ja oder Nein.“ 


Die Korrespondenz zeigt auch den Alltag. Mit dem Zusammenleben mehren sich Briefe voller Organisation und Logistik. Im Focus stehen die Wohnungen, die Termine und Proben. Man erkennt aber auch verdeckte Machtspiele: Wer darf schreiben, wenn der andere Raum braucht? Wessen Werk hat Priorität?

Man kann zusehen, wie es zu Rissen in der Beziehung kommt. Eifersucht und die Angst, literarisch „verwendet“ zu werden, sind u. a. daran schuld. Dazu kommen Kränkungen durch Öffentlichkeit und Berufserfolg. Frischs nüchterner Selbstbericht steht Bachmanns verletzlicher, zugleich entschiedener Stimme gegenüber. Beide fordern vom Anderen und verfehlen sich.

Trennungsabsichten wurden ausgesprochen und im nächsten Moment untergraben. Entscheidungen wurden getroffen und kurz darauf widerrufen. Frisch schrieb: 


„Ich fühle mit leiblicher Deutlichkeit, wie der Abschied, den ich verhängt habe, noch geleistet werden muss von mir.“ 


Bachmann antwortete: 


„Sag mir, ob ich Dich ganz befreien soll von mir.“ 


Diese wechselnde Dynamik, in der beide ständig um gegenseitige Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe buhlten, während sie sich gegenseitig verletzten, prägt den gesamten Briefwechsel bis zur endgültigen Trennung.

Späte Schreiben protokollieren Entfremdung, Schuldfragen und Versuche, die Verbindung nicht in Bitterkeit enden zu lassen. Der Band zeigt, wie Erfahrungen im Werk der beiden sich niedergeschlagen haben (Bachmanns Malina/Todesarten, Frischs Prosatexte).

Schreibstil und Ton „Wir haben es nicht gut gemacht“

Es sind zwei unverwechselbare Stimmen:
Ingeborg Bachmanns Briefe sind lyrisch verdichtet und sensibel mit feinen Untertönen – ein Tasten zwischen der Bitte um Nähe und Selbstschutz. Es sind elegante Sätze, die zugleich versteckt versuchen zu manipulieren.
Dagegen die Stimme von Max Frisch. Meist nüchtern und analytisch. Er kontrolliert den Ton, dabei ist er präzise, manchmal protokollarisch, mit plötzlichen Ausbrüchen von Zärtlichkeit oder Ironie.

Die Korrespondenz besteht aus langen Briefen, eilenden Zetteln und Telegramme bis zu Funkstille. Dieser Ablauf der Korrespondenz bildet die Beziehungskurve ab. Beide sprechen über das Schreiben unter Liebesbedingungen – über Aneignung, Fiktionalisierung, die Angst, im Text des anderen zu verschwinden.

Fazit/Kritik „Wir haben es nicht gut gemacht“

Ein attraktiver Briefwechsel, eine stilistische Meisterschaft. Zwei Schriftsteller ersten Ranges kommunizieren miteinander und verfügen über alle psychologischen und sprachlichen Mittel, ihre Gefühle mit genauestens zu beschreiben. Die Briefe lesen sich stellenweise wie ein Roman – mit allen emotionalen Höhen und Tiefen, allen Widersprüchen und Wunden, die echte Leidenschaft hinterlässt.

Der hervorragend kommentierte Briefwechsel „Wir haben es nicht gut gemacht“ ist weit mehr als eine Sensation aus der Literaturgeschichte. Er ist ein zeitloses Dokument menschlicher Verletzlichkeit, ein Zeugnis von zwei Menschen, deren Liebe ein Abenteuer war, das sie nicht bestanden – aber das sie „so ungeschützt und absolut“ verfolgten. Eine absolute Empfehlung für jeden, der verstehen möchte, wie Leben und Werk untrennbar verbunden sind.

Vor ein paar Jahren habe ich das Buch „Wir sagen uns Dunkles“ von Helmut Böttiger rezensiert. Darin geht es um die kurz aber sehr intensive Beziehung von Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Wem „Wir haben es nicht gut gemacht“ gefällt, empfehle ich „Wir sagen uns Dunkles“.

Cover des Buches Wir müssen wahre Sätze finden (ISBN: 9783311140559)
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Rezension zu "Wir müssen wahre Sätze finden" von Ingeborg Bachmann

Lustaufbuch
Spannende Einblicke ins Leben und Werk von Ingeborg Bachmann

In diesem Band versammeln sich mehrere Gespräche, die von unterschiedlichen Leuten über die Jahre von 1956 bis 1973 mit Ingeborg Bachmann geführt wurden. Man erfährt mehr über sie, die Schriftstellerin, die ihresgleichen sucht, über ihr Leben, Werk und auch etwas über ihre privaten Ansichten.


Trotz der mehreren Interviews und gewissen zeitlichen Abständen zwischen diesen, wurden teils ähnlich Fragen, hinsichtlich der Rolle der Musik – die für sie höchste Ausdrucksform – in ihrem Leben oder ihrem Roman „Malina“, inwiefern dieser z.B. autobiografisch sei, gestellt. Selbstverständlich kamen auch Fragen bezüglich ihrer Lyrik, wieso sie keine Gedichte mehr schreibe, deren Entstehung sowie sich öfters wiederholender Motive in ihrer gesamten, vielfältigen literarischen Arbeit. Außerdem mehrmals befragt wurde sie zu den Einflüssen von Robert Musil und Ludwig Wittgenstein.

Neben ihrem Werk, ging es auch um ihre Heimat und ihre Beziehung zu Rom. 


Besonders spannend waren auch die Herangehensweisen der Fragenden, die entweder einen sehr großen Redeanteil für sich selbst beanspruchten oder offene Fragen stellten. Bachmann reagierte unterschiedlich darauf. Mal fielen ihre Antworten sehr knapp, konkret und nicht selten eher vage aus und doch ließ sie sich wiederum manchmal auf eine ausführlichere Antwort ein. Ihre Antworten stets eloquent, speziell und durchaus süffisant.


Wer sich in diesem Jubiläumsjahr – zu Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag – ausführlich mit ihr beschäftigen möchte, wird diese Gespräche ganz sicher mit Gewinn lesen.

Cover des Buches Sämtliche Gedichte (ISBN: 9783492972802)
Trishen77s avatar

Rezension zu "Sämtliche Gedichte" von Ingeborg Bachmann

Trishen77
Sprachgew/halt

"Ich bin ein Strom,
mit Wellen, die Ufer suchen.
[...]
Ich bin satt von der Zeit
und hungere nach ihr.
[...]
Tief im Grund verlang ich immer
alles restlos zu erzählen,
in Akkorden auszuwählen,
was an Klängen mich umspielt.
[...]
Ich weiß die Welt näher und still."

Die besten Dichter lassen uns ständig auf- und untertauchen. Sie heben uns zur Sonne ihrer größten Gedanken und werfen uns in die Wasser der tiefsten Empfindungen. In den besten Gedichten, so finde ich, wandelt sich die Stimmung mindestens zwei-drei Mal. Zumindest in den besten Gedichten von Ingeborg Bachmann.

"Die Axt der Nacht fällt in das morsche Licht."

Ingeborg Bachmann, die früh verstorbene Sinngestalt der Nachkriegspoesie, gehört trotz ihres recht schmalen Werks zu den größte lyrischen Talenten des 20. Jahrhunderts. Wenn Rilke mit seiner Stille und seinem Kreisen ganz am linken Rand eines Spektrums stünde, so stände sie, zusammen mit Paul Celan und Gottfried Benn, wohl am entgegengesetzten Ende. Allerdings: Wo Benn blutet und vordringt, wo Celan die Welt in Grund und Boden ruft - da weint sie, harrend in ihrem eigenen, übermächtigen Sturm.

"Ich bin mit Gott und seiner Welt zerfallen,
Und habe selbst im Knien nie gefühlt,
dass es den Demutfrieden gibt,
den alle anderen sich so leicht erdienen."

Bachmann ist, mehr noch als die meisten Expressionisten, in ihren besten Texten eine Formerin von Dichtung in Bildern.
Wer gerne einmal kurz in der Brandung, dem wahren Sturm ihrer Worte stehen will:

"In die Muscheln blasend, gleiten die Ungeheuer des Meers
auf die Rücken der Wellen, sie reiten und schlagen
mit blanken Säbeln die Tage in Stücke, eine rote Spur
bleibt im Wasser, da legt sich der Schlaf hin,
auf den Rest deiner Stunden,
und dir schwinden die Sinne."

Doch ist Bachmann trotz ihrer beiden Hauptthemen Verzweiflung und Ungewissheit, eine der poetischsten Lyrikerinnen überhaupt. Im Prinzip greift sie darin sogar noch etwas in der Tradition zurück, auf Else Lasker-Schüler zum Beispiel. Abwechselnd ist sie prägnant und dann wieder zwischen den Dingen; es ist, als würde sie in ihren eigenen Worten wildern und doch teilt sie ununterbrochen mit, wobei sie weder abstrakt noch klar ist, sondern einfach poetisch; manchmal reimt sie, manchmal nicht; es ist schwierig eine überflüssige Zeile zu finden.
Wie bei Vielen, sind ihre Thematik und ihr Erfolg natürlich auch von der Zeit bestimmt. Ihre beiden Gedichtbände erschienen 1953 (Gestundete Zeit) und 1956 (Anrufung des großen Bären), also nicht sehr lange nach dem Krieg, in der diese vage ausholende Dichtung den Zeitgeist traf. Dennoch läge man völlig falsch, wollte man ihre Lyrik als ausschließlich historischrelevant einsortieren. Bachmann wurde vielleicht -auch- berühmt, weil sie in ihren Gedichte Zeilen niederschrieb wie:

"Wo Deutschlands Himmel die Erde schwärzt,
sucht ein enthaupteter Engel ein Grab für den Hass
und reicht dir die Schüssel des Herzens."

aber der größte Teil ihrer Verse ist von unglaublicher Universalität (sie müsste keine deutsche Dichterin sein); von der Universalität einer Welt, gefangen in einem einzigen dunklen Wesen.

"In der Dämonen Gelächter gebrannt,
bodenlos, sind die Schalen
dieses glücklosen Lebens,
das bis zum Rand uns bedenkt."

-Gedichte-, schrieb De Quincey auf einer der Seiten seiner 14 Bände, -sind Privatvergnügen. Kaum eines liest sich zweimal wie dasselbe, nur 2%-3% der Gedichte, die man gelesen hat, kann man sich entsinnen und liebt sie.- Und so werde auch ich von diesem gesamten Lyrikwerk vielleicht nur weniges im Genauen behalten. Aber was auf jeden Fall bleiben wird, als Ahnung, ist dieses ganz eigene Gefühl von Sturm... Sturm und Kälte, dann plötzlich rote Farben, dann ein Schemen von Nacht, dann Gedanken, dann plötzlich Stille. Ein Sturm, der einem ein bisschen Stille zu offenbaren versucht.

"So stoß ich zu dir und bringe die Schatten zum Klingen."

Bachmann ist, meiner Meinung nach, keine Dichterin, die man rundum verstehen kann, sondern vielmehr eine, die einem einige poetisch-erfüllte Stunden verschafft.
Lassen wir ihr das letzte Wort und diesen vier Zeilen, in denen sie uns Schicksal des Dichters lesen lässt:

"Vielleicht kann ich mich einmal erkennen,
eine Taube einen rollenden Stein...
Ein Wort nur fehlt! Wie soll ich mich nennen,
ohne in anderer Sprache zu sein."

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Zusätzliche Informationen

Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt (Österreich) geboren.

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