Ingeborg Bachmann Malina

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Inhaltsangabe zu „Malina“ von Ingeborg Bachmann

Malina, der erste und einzige Roman der Lyrikerin Ingeborg Bachmann, ist das Buch einer Beschwörung, eines Bekenntnisses, einer Leidenschaft. Malina ist wohl die denkbar ungewöhnlichste Dreiecksgeschichte: weil zwei der Beteiligten in Wahrheit eine Person sind, ›eins sind‹ und doch jede Person ›doppelt‹ ist.

201607

— claudiaaa
claudiaaa

Viel zu lange auf dem Lektürestapel vernachlässigt und dann große Prosaliebe! Bachmann schreibt einfach atemberaubend!

— aylareadsbooks
aylareadsbooks

Lang ist es her, dass ich Malina gelesen habe und absolut fasziniert davon war. Höchste Zeit, dieses Werk wieder zur Hand zu nehmen!

— MetaEbene
MetaEbene

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  • Rezension zu "Malina" von Ingeborg Bachmann

    Malina
    alma

    alma

    mach ich nicht oft, ber hier darf es gern sein, weil anders oder gar baser wär ich nicht im stande Malina OA 1971 Form Roman Epoche Moderne Ingeborg Bachmanns einziger Roman, Auftakt des geplanten Todesarten-Zyklus, offenbart die psychische und physische Zerstörung eines weiblichen Ichs durch das männliche Prinzip. Die fragmentarischen Teile »Der Fall Franza« und »Requiem für Fanny Goldmann« erschienen erst nach dem frühen Tod der Autorin, die 1973 an den Folgen eines Brandunfalls starb. Entstehung: Nach der Trennung von Max Frisch und einem psychischen Zusammenbruch zog Bachmann zunächst nach Berlin und 1965 nach Rom, wo sie weiter an ihrem vermutlich 1962 begonnenen Todesarten-Projekt arbeitete. Über Jahre entwarf sie neue Konzepte für den Zyklus, ohne ein Buch abschließen zu können, und geriet immer mehr unter den Druck der Verleger. 1970, zehn Jahre nach ihrem ersten Prosaband Das dreißigste Jahr, erschien Malina in ihrem neuen Verlag Suhrkamp. Inhalt: Die namenlose Ich-Erzählerin des Romans, eine in Wien lebende bekannte Schriftstellerin, reflektiert und beschreibt ihre Situation als Geliebte zweier Männer. Vordergründig eine Dreiecksgeschichte zwischen Ich-Erzählerin, ihrem Geliebten Ivan und Malina, mit dem sie zusammenlebt, findet das eigentliche Geschehen im Innern der Protagonistin statt. Ihre seelischen Konflikte, ihre Wünsche, Sehnsüchte und Fantasien, ihre Vorstellung von Glück werden eindringlich und beklemmend dargestellt. Im ersten Kapitel Glücklich mit Ivan beschreibt die Erzählerin ihr Verhältnis zu ihrem unerreichbar erscheinenden Geliebten. Malina, der »dritte Mann« aus dem zweiten Kapitel, ist Repräsentant der Vernunft, der die materielle Grundlage ihres Zusammenlebens sichert. Er erscheint als der männliche Teil im Bewusstsein der Erzählerin. Seine Rationalität ist dem weiblichen Ich lebensnotwendig, sie kann jedoch ihre Ansprüche ihm gegenüber nicht geltend machen. Malina wirkt menschlich und gesellschaftlich überlegen. Die Unterdrückung nimmt das weibliche Ich trotz des Wunsches nach Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung ohne Gegenwehr hin. Die Traumsequenzen der Ich-Erzählerin im zweiten Kapitels kreisen um ihren Vater. Die Ich-Erzählerin setzt die Herrschaft des Vaters über das Kind mit der Herrschaft des Mannes über die Frau gleich. Die Unterdrückung wird zusätzlich in den historischen Kontext des Holocaust gestellt. Das dritte Kapitel Von letzten Dingen ist als ein fiktiver Dialog zwischen der Erzählerin und Malina über das Schreiben. Aufbau: Der nach einem kunstvollen musikalischen Kompositionsprinzip gestaltete Roman kommt ohne herkömmliche Handlung aus. Reflexionen und skizzenartige Beschreibungen stehen collageartig neben Traumsequenzen, Dialogen und Briefen. Den drei Kapiteln des Buches werden wie bei einem Theaterstück Personen, Zeit und Ort vorangestellt. Erst im Verlauf des Romans wird die Aufspaltung der weiblichen Hauptfigur in einen männlichen und einen weiblichen Teil deutlich, die einen erbitterten Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung führen. Der weibliche Teil wird so lange an die Wand gedrängt, bis er am Ende des Romans in einer Wand verschwindet. Wirkung: Die Kritik warf der Autorin die Entfernung von der Wirklichkeit und den Rückzug ins Innere vor. In den späten 1970er Jahren erfuhr der Roman auf der Grundlage feministischer Literaturtheorie eine neue Bewertung. Der Forschungsschwerpunkt verlagerte sich von der Lyrik auf die späte Prosa Bachmanns. S. Na wer auch immer s. na. ist - bitte schreib mir mal ;)

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    • 2
  • im Labyrinth der Gedanken

    Malina
    jennslovelybooks

    jennslovelybooks

    23. March 2013 um 17:11

    ein anspruchsvolles Buch, dass mich einige Aufmerksamkeit gekostet hat, bis zuletzt blieb einiges unklar, doch das drückt gerade gut das Gefühl und die Zerrissenheit der Autorin aus.

  • Rezension zu "Malina" von Ingeborg Bachmann

    Malina
    Brentini

    Brentini

    10. November 2012 um 21:02

    Eine sehr gute Freundin und ich waren während unserer Studienzeit große Fans von Ingeborg Bachmann. Ich habe sie an der Uni auch übersetzt, Susanne leidenschaftlich gelesen. So kamen wir auch zu "Malina", einem Roman mit einer einmaligen, teilweise aber auch einer beklemmenden Atmosphäre. Im Vordergrund steht eine Literatin, ein weibliches Ich, das sich in einer fiktiv-realen Dreierbeziehung selbst zerstört. Malina ist der Mann nach dem sie verrückt ist und der sie verrückt macht. Der Leser leidet mit und ist sich nicht ganz sicher, wie er sich verhalten soll: Soll man die Erzählerin mögen, bemitleiden oder doch hassen, weil sie sich selbst so zerstört? Mich hat das Buch am Ende mit vielen offenen Fragen gelassen. Was mir gefiel, waren die Bilder und die Stimmungen von Wien, die Bachmann so gekonnt wiedergegeben hat.

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  • Rezension zu "Malina" von Ingeborg Bachmann

    Malina
    FriediM

    FriediM

    26. July 2012 um 16:37

    Ingeborg Bachmanns Prosaroman “Malina” ist in erster Linie eines – verwirrend. Innerlich mit der Zerrissenheit der namenlosen Protagonistin kämpfend, stellt dieser Roman für mich in erster Linie eine Leere da, die sich nicht nur durch die mögliche gespaltene Persönlichkeit des Hauptcharakters darstellt, sondern gleichzeitig mit dem Schicksal einer jungen Wienerin auseinandersetzt, die sich selbst als verrückt bezeichnet. “Wenn es anfängt ist die Welt schon durcheinandergekommen, und ich weiß, dass ich wahnsinnig bin.” Die Protagonistin lebt in Wien in der Ungargasse. Hier stehen neben ihr zwei Charaktere im Vordergrund, nämlich der Ungar Ivan, der im Nachbarhaus wohnt, und ihr Mitbewohner Malina, ein Charakter der selbst eng mit der Protagonistin verknüpft ist (ob es sich bei Malina und der Protagonistin um eine Person handelt ist stets unklar). Der erste von drei Teilen des Romans befasst sich in erster Linie mit dem Verhältnis zwischen Ivan und der namenlosen Protagonistin. Er liebt sie, dennoch können die beiden sich aufgrund von Ivans Auslandsaufenthalten nicht oft sehen. Bachmann gelingt es hier eine Beziehung zu schildern, die nicht auf Körperlichkeiten beruht, sondern eine dialogische und distanzierte Vertrautheit bezeugt, die zwar tiefgründig ist, aber gleichzeitig eine innere Leere vermittelt. Eine funktionierende Beziehung kann beinahe ausgeschlossen werden. Im zweiten Kapitel, verpackt in einen grausamen Traum bestehend aus Angst, Verzweiflung und Vergewaltigung erfährt der Leser, wieso die Protagonistin so ist wie sie eben ist. Im Vordergrund steht hier ihr Vater, der die Familie verlassen hat und sich eine neue Frau gesucht hat. Gleichzeitig wird vermittelt, dass er es ist, der die Protagonistin scheinbar vergewaltigt hat, ob psychisch oder physisch ist erfährt der Leser nicht. Dritter Teil, die Überwindung der Probleme in vielen Dialogen mit Malina. Ob eine Befreiung ihrer Probleme möglich ist? Nicht durch ihre Vergangenheit, die sich im vorherigen Kapitel erklärt hat. Alle Möglichkeiten ein normales Leben in einer ganz normalen Beziehung zu führen sind für die Protagonistin beinahe unmöglich. Ein metaphorischer Tod ist unausweichlich. Die Autorin Ingeborg Bachmann (1926-1973) hat mit diesem Buch nicht einfach nur einen Roman vorgelegt sondern auch eine Autobiographie geschrieben. Nicht vollständig über sich, aber dennoch über einen Charakter, dem sie hätte entsprechen können. In Ivan lässt sich möglicherweise ihr ehemaliger Lebensgefährte Max Frisch finden. Der Roman selbst wirkt wie ein distanzierter aber dennoch schwerwirkender Traum, in dem das Leben einer vom Schicksal gebeutelten Protagonistin schonungslos und fragemantarisch dargestellt wird. Das Spiel mit Metaphern und Allegorien dient der Verdeutlichung ihrer Existenz. Der Prosaroman wirkt auf den ersten Blick ungewohnt, weil einem meist sehr viele Eindrücke geschildert werden, die der Leser vielleicht nicht immer auf Anhieb versteht, dennoch werden ganz klar Motive der Postmodernität verwendet – Ellipsen, Metaphern, Gedankeneindrücke.

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  • Rezension zu "Malina" von Ingeborg Bachmann

    Malina
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. May 2010 um 16:35

    Faszinierend, beklemmend und poetisch. So kann ich dieses Buch am besten beschreiben. Schwer zu lesen und nicht als Abendlektüre geeignet, jedoch trotzdem ein tolles Buch!

  • Rezension zu "Malina" von Ingeborg Bachmann

    Malina
    sickgirl

    sickgirl

    12. August 2009 um 10:20

    "Malina" ist zwar nicht einfach zu lesen, aber ziemlich fesselnd. Es handelt von einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung zwischen Ich-Erzählerin, Ivan und Malina. Zugleich ist es ein Buch über das Scheitern des weiblichen Individuums in der Gesellschaft. Das Ganze wird aus der Perspektive der Ich-Erzäherlin erzählt, die sehr verwirrend berichtet. Sie springt von einem Thema zum anderen, schweift ab, verunsichert und träumt. Im zweiten Kapitel versteht man, denke ich, dann langsam, wieso sie erzählt, wie sie erzählt. In Traumsequenzen und in Gesprächen mit Malina arbeitet die Ich-Erzählerin ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus auf. Mehr möchte ich auch gar nicht dazu sagen. Ohne detaillierte Inhaltsangabe liest sich das Buch, glaube ich, am besten.

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  • Rezension zu "Malina" von Ingeborg Bachmann

    Malina
    Kurile

    Kurile

    17. July 2008 um 10:41

    Malina ist wohl die denkbar ungewöhnlichste Dreiecksgeschichte: weil zwei der Beteiligten in Wahrheit eine Person sind, "eins sind" und doch jede Person "doppelt" ist. Romantik plus Psychoanalyse plus Sprachphilosophie.

  • Rezension zu "Malina" von Ingeborg Bachmann

    Malina
    katermurr

    katermurr

    30. April 2008 um 23:02

    Ich erinnere mich noch an das Gefühl - nicht mehr an den Inhalt - eine sensible, verletzte Seele versucht zu überleben...