Ingeborg Bachmann Römische Reportagen

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Inhaltsangabe zu „Römische Reportagen“ von Ingeborg Bachmann

Für Radio Bremen war das Engagement der damals noch weitgehend unbekannten Autorin ein reiner Glücksfall: Ingeborg Bachmann besaß alles, was eine exzellente Korrespondentin auszeichnet. Sie sprach perfekt italienisch und verfügte über profunde Kenntnisse der Politik und Kultur Italiens, wohin sie schon im Spätsommer 1953 übersiedelt war. Präzis und souverän berichtete sie über beinahe jedes Thema: über mysteriöse Kriminalfälle im gehobenen Milieu ebenso wie über angebliche kommunistische Umsturzversuche; über dreiste Mafia-Umtriebe ebenso wie über die Ratifizierung der Pariser Verträge. Ihre politischen Erörterungen waren so klarsichtig und brillant analysiert wie ihre feuilletonistischen Betrachtungen charmant und pointiert. Der Zufall wollte es, daß Ingeborg Bachmanns römische Radioreportagen nach über 40 Jahren in den Archiven von Radio Bremen wiederentdeckt worden sind.
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  • Rezension zu "Römische Reportagen" von Ingeborg Bachmann

    Römische Reportagen
    Brentini

    Brentini

    10. November 2012 um 21:06

    Unglaublich schön, spannend und interessant lesen sich Römische Reportagen, die Ingeborg Bachmann während ihrer Zeit als Korrespondentin von Radio Bremen aus der italienischen Hauptstadt geschrieben hat. Lange Zeit waren sie verschollen, und dann fand man sie, fast 40 Jahre später, in den Archiven von Radio Bremen. Die größte österreichische Schriftstellerin und eine der größten der deutschen Sprache überhapt schrieb in den 1950er Jahren aus der italienischen Hauptstadt über alles, was den Zuhörern in Deutschland interessant war. Sie berichtete pointiert über Mafia-Morde und mysteriöse Kriminalfälle im gehobenen Milieu, erzählte analytisch über die bunte italienische Politikszene in einer grauen Nachkriegszeit und begleitete klarsichtig über die ratifizierung der Pariser Verträge. Fast unwirklich erschienen mir dabei die unglaubliche Präzision und die enorme Sachlichkeit Bachmanns, besonders in Bezug auf ihren späteren literarischen Werk. Er war, wenn man sich den Roman "Malina" z.B. anschaut, häufig das Gegenteil von dem, wie sich Ingeborg Bachmann in dieser journalistischen Sammlung aus Rom präsentiert. Man glaubt fast, es handelt sich dabei um zwei unterschiedliche Personen.

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