Ingeborg Jacobs Freiwild

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Inhaltsangabe zu „Freiwild“ von Ingeborg Jacobs

Die Frauen in den deutschen Ostgebieten und in Berlin waren 1945, als die Rote Armee zum Endsieg über Hitlers Drittes Reich antrat, Freiwild der russischen Soldaten. Hunderttausende wurden in sowjetische Arbeitslager verschleppt. Mehr als hunderttausend Frauen und Mädchen wurden allein in Berlin vergewaltigt, insgesamt waren es annähernd zwei Millionen. Viele starben an den ihnen zugefügten Qualen, andere begingen Selbstmord. Die, die überlebten, gingen durch die Hölle, waren traumatisiert und stigmatisiert. Sie wurden gemieden, von ihren Männern verlassen, ihre Kinder galten als »Russenbälger«. Das Schicksal dieser Frauen wurde zu einem der großen Tabus der deutschen Nachkriegsgesellschaft - in Ost und West. Erst der 2003 erschienene Bestseller »Eine Frau in Berlin«, der ergreifende Erlebnisbericht einer Berliner Journalistin aus dem Jahre 1945, brachte es an die Öffentlichkeit. Anlässlich der Verfilmung dieses Buches - mit Nina Hoss in der Hauptrolle – bereitet die TV-Journalistin Ingeborg Jacobs für das ZDF eine Dokumentation zum Thema vor. Das begleitende Buch stellt die Ergebnisse ihrer umfangreichen Recherchen vor. Es stützt sich maßgeblich auf die zahlreichen Interviews, die die Autorin mit betroffenen Frauen geführt hat und die sie mit Sensibilität und erzählerischer Kraft in das zeitgeschichtliche Umfeld einbettet. So entsteht erstmals ein Gesamtbild jenes schrecklichen Geschehens, das die Deutschen angesichts der Last ihrer Kriegsschuld tief verdrängt haben.

Unfassbar was Frauen und Kinder aushalten mussten.

— Engelchen1975
Engelchen1975

Ein Thema, das jahrelang nicht angesprochen wurde. Was hat man diesen Frauen nicht alles zugemutet.

— Waschbaerin
Waschbaerin

wichtig!

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

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    Freiwild
    Engelchen1975

    Engelchen1975

    25. May 2017 um 14:00

    Erst der 2003 erschienene Bestseller 'Eine Frau in Berlin', der ergreifende Erlebnisbericht einer Berliner Journalistin aus dem Jahre 1945, brachte es an die Öffentlichkeit. Anlässlich der Verfilmung dieses Buches mit Nina Hoss in der Hauptrolle bereitet die TV-Journalistin Ingeborg Jacobs für das ZDF eine Dokumentation zum Thema vor. Das begleitende Buch stellt die Ergebnisse ihrer umfangreichen Recherchen vor. Es stützt sich maßgeblich auf die zahlreichen Interviews, die die Autorin mit betroffenen Frauen geführt hat und die sie mit Sensibilität und erzählerischer Kraft in das zeitgeschichtliche Umfeld einbettet. So entsteht erstmals ein Gesamtbild jenes schrecklichen Geschehens, das die Deutschen angesichts der Last ihrer Kriegsschuld tief verdrängt haben. Auch wir sollten immer wieder daran erinnern,  und dafür sorgen, dass es nicht vergessen wird und niemals wieder passiert.

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  • Frau komm

    Freiwild
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    11. August 2015 um 12:21

    Dies ist eines der wenigen Bücher, die ich mit Unterbrechung lesen musste, da der Inhalt einfach zu heftig ist. Es ist keine Fiktion sondern war Realität und es ging mir entsprechend unter die Haut. Es werden einzelne Frauenschicksale beschrieben. Was diesen Frauen allen gleich ist, sie wurden von den Siegern des 2. WK als Freiwild betrachtet und nach Gutdünken vergewaltigt. "Frau komm", wenn das ein russischer Soldat sagte, wussten die Frauen, was sie zu erwarten hatten. Einige der Frauen nahmen sich Liebhaber, in der Hoffnung dadurch ihre minderjährigen Töchter schützen zu können, denn es gab keine Altersbeschränkungen. Wie viele, aus solchen übergriffen entstandene, unerwünschte Kinder geboren oder abgetrieben wurden, wird nicht gesagt. Das Elend ist unendlich, wurde aber jahrelang totgeschwiegen. Niemand hörte diesen Frauen zu. Unverständnis brachte ich für die zitierten Ehemänner auf, die ihren Frauen die Vergewaltigungen auch noch vorwarfen, kein Verständnis aufbrachten. Manche werden sogar zitiert, "dass eine Frau nicht vergewaltigt werden kann, die es nicht will". Da platzte mir ja fast der Kragen. Wer sich mit dieser Zeit beschäftigen möchte, für den ist dieses Buch ein unbedingtes Muss. 

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  • Ich bin ein Kind von Flüchtlingskindern

    Freiwild
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    31. January 2015 um 17:11

    Ich weiß nicht wie es bei Euren Familien war, ich bin jedenfalls ein Kind von Flüchtlingskindern. Und da ich nur sehr wenig bis gar nichts erfahren habe, ist mir das Buch von Ingeborg Jacobs „Freiwild – Das Schicksal deutscher Frauen 1945“ außerordentlich wichtig geworden. Vertreibung und Flucht in beiden großen Kriegen zeichnen meine Familie. Meine Eltern waren sehr schwer traumatisiert daran zerbrochen und haben das an uns Kinder unbewusst weitergegeben. Das, was nie ausgesprochen wurde, nie besprochen oder verarbeitet, das erfahre ich durch solche Bücher wie „Freiwild“. Obwohl unendlich traurig, konnte ich es gut lesen, eine gewisse Distanz wahrend. Ja, auch in bei uns gab es den Fall des Familiensuizides, der im Buch von der Autorin anhand von Interviews beschrieben wurde. Ob es aber auch den horrenden Missbrauch gab, kann ich nur erahnen. Was aber im Buch nicht angesprochen wurde, ist der Missbrauch von Männern und Jungen, bei der beschriebenen Brutalität von allen Seiten der Kriegsparteien aber mit Sicherheit geschehen. Und eines ist sicher: Die Menschheit hat nichts daraus gelernt. Da können noch so viele Bücher geschrieben, Interviews geführt, Videos veröffentlicht werden!

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